DE1916580A1 - Aufwickelvorrichtung - Google Patents
AufwickelvorrichtungInfo
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Description
. Ba«. 666 I
Aufwi ekelvorri chtung
B a r m a g
Barmer Maschinenfabrik Aktiengesellschaft
Barmer Maschinenfabrik Aktiengesellschaft
Wuppertal
Die Erfindung betrifft eine Aufwickelvorrichtung für Fäden,
Bändchen oder dergl., deren Changierfadenführer mit einer Kurventrommel
oder dergl. verbunden sowie über Winkelhebel in schwenkbaren Leitschienen geführt sind, welche in ihrer Lage
durch den wachsenden Wickeldurchmesser einerseits und durch eine periodische Hin- und Herbewegung andererseits verstellbar
sind.
Bei Aufwickelvorrichtungen dieser Art 1st es bekannt, zur allmählichen Verkürzung des Changierfadenführerhubes Leitschienen zu verwenden, die nach Art eines zweiarmigen Hebels um
einen Punkt schwenkbar sind. In der Leitschiene ist das eine Ende eines Winkelhebels geführt, dessen anderes Ende den Fadenführer trägt. Der Antrieb für die Hin- und Herbewegung
des Winkelhebels und somit des Fadenführers greift am Drehpunkt des Winkelhebels an. Nimmt die Leitschiene eine Stellung
ein, die zur Achse der Spule parallel liegt, so stimmt der Hub des ChangierfadenfUhrers genau mit dem Hub der Antriebsvorrichtung
überein. Wird die Leitschiene Jedoch mehr oder weniger stark zur Spulenachse geneigt, so überlagert
sich hierdurch dem Antriebshub noch eine zusätzliche Hubbewe-
j 009842/0588
Γ~
- 2 - Bag. 666
wegung, die dadurch zustande kommt, daß das in der Leitschiene
geführte Ende des Winkelhebels infolge der Schräglage der Leitschiene
bei seiner Hin- und Herbewegung zusätzlich auf- und
abgeführt wird. Eine Einrichtung dieser Art kann geraäfl
DRP 655 5O4 zum Herstellen von Wickeln mit kegligen Enden verwendet
werden, wenn die Leitschiene über ein Gestänge mit dem
schwenkbaren Spulenarm verbunden 1st* und von diesem bei wachsendem
Wickeldurchmesser verschwenkt wird.
Aus dem DBP 969 169 ist ferner eine Präzisions-Kreuzspulmaschine
bekannt, bei der ebenfalls in Abhängigkeit vom Wickeldurchmesser eine Kulisse verschwenkbar ist, welche die Verkürzung
des Changierhubes während des WiekelVorganges bewirkt. Bei
dieser Einrichtung ist hierzu jedoch eine mechanische Verbindung zwischen Wickelträger und Kulisse nicht erforderlich, da
der Spulenträger hier ortsfest angeordnet ist und der Fadenführer selbst mit zunehmendem Wickeldurchmesser vom Spulenträger
fortbewegt wird» Hierbei ist die Kulisse jedes Fadenführers mit einem ihrer beiden Enden im Schlitz eines Hebels geführt,
der im Maschinengestell gelagert ist. Außerdem ist es aus die»
ser Veröffentlichung bekannt, zur Vermeidung sogenannter harter
Kanten dem Changierhub eine periodisch zu- und abnehmende Hubänderung
zu überlagern. Zu diesem Zweck sind die Hebel aller Spulstellen einer Maschine an einer über die gesamte Maschin®
sich erstreckenden Stange befestigt, die mit kurzem Hub periodisch hin- und herbewegbar ist.
Soll die Wickelform der Spulen geändert werden, sollen also beispielsweise
statt zylindrischen Spulen mit kegligen Enden solche mit ebenen Enden hergestellt werden, oder soll die Charakteristik
der Hin- und Herbewegung geändert werden, so müssen die Hebel oder Verstellglieder sämtlicher Spulstellen einzeln
ausgewechselt werden. Dies ist vor allem bei größeren Maschinen mit vielen Spulstellen eine sehr zeitraubende Arbeit,' die
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- 3 - Bag. 666 I
zudem häufig nicht vom Bedienungspersonal durchgeführt werden
kann und die eine umfangreiche Ersatzteillagerhaltung erforderlich macht.
Bei diesem Stande der Technik besteht die Aufgabe« eine Aufwickelvorrichtung für Fäden, Bändchen oder dergl. der oben beschriebenen Art anzugeben, bei der die Umstellung von einer
Wickelform auf die andere nicht durch Umbau» sondern durch
einfaches Umschalten durchgeführt werden kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die
Leitschiene durch eine Schaltkupplung, mit der der Einfluß des
wachsenden Wickeldurchmessers wahlweise ein- oder ausschaltbar ist, mit ihren Verstellgliedern verbunden ist. Im besonderen kann die Schaltkupplung ein in Maschinenlängsrichtung
verschiebbares Kurvenstück sein, dessen Arbeitsfläche formschlüssig zwischen der Leitschiene und einem Widerlager angeordnet 1st, wobei das Kurvenstück zur Erzeugung von Wickeln
mit ebenen Enden in eine Stellung schiebbar ist, in der es gegen ein Widerlager anliegt, dessen Stellung vom Wickeldurcnmesser unabhängig 1st; oder zur Erzeugung von Wickeln mit
kegligen Enden in eine andere Stellung schiebbar ist, in der das Kurvenstück gegen ein Widerlager anliegt, dessen Stellung
vom Wickeldurchmesser abhängig 1st. Die Anordnung ist in Jedem Falle so getroffen, daß das Kurvenstück in jeder Stellung
zusätzlich von einem Verstellglied um einen geringen Betrag periodisch hin- und herschlebbar 1st.
Die Anordnung eines derartigen verschiebbaren Kurvenstückes
kann nun dadurch verwirklicht sein, daß das Kurvenstück eines jeden Changierfadenführers jeweils auf der zugehörenden Leitschiene selbst angeordnet ist und zur Herstellung von Wickeln
mit ebenen Enden in eine Stellung schiebbar ist, in der seine Arbeitsfläche unter Federdruck gegen einen festen Punkt des
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- 4 - Bag. 666 , ;
Maschinengestells anliegtj oder zur Herstellung νςη Wickeln
mit kegligen Enden in eine andere Stellung schiebbar ist, in der seine Arbeitsfläche unter Federdruck gegen ein über-·
tragungsglied anliegt, dessen Lage vom.Spulentragarra mit ■' / ■
wachsendem Wickeldurchmesser veränderbar ist; wobei das Kurvenstück
auf der Leitschiene in jeder-Stellung zusätzlich
über ein Verstellglied um einen geringen Betrag periodisch hin- und herschiebbar ist. Dieses Verstellglied kann dann
sowohl zur Verstellung des Kurvenstückes von einer Arbeitsstellung
in die andere als auch zum periodischen Hin- und Herschieben desselben um einen geringen Betrag dienen0
Andererseits ist es auch möglich, die als Schaltkupplung dienenden Kurvenstücke jeweils auf dem Verstellglied anzuordnen, dabei aber die Vorrichtung so einzurichten^ daß das
Kurvenstück zur Herstellung von Wickeln mit ebenen Enden in
eine Stellung schiebbar ist, in-der seine Arbeitsfläche usiter
Federdruck ohne Zwischenschaltung weiterer in ihrer Stellung."
veränderlicher Zwischenglieder gegen die Jeweils zugeordnet®
Leitschiene anliegt, oder zur Herstellung von Wickeln wit kegligen Enden in eine Stellung schiebbar ist* In der es un~
ter Federdruck und Zwischenschaltung eines- in se-iner Stellung
vom wachsenden Wickeldurchmesser .abhängigen und senkrecht zur Verschiebungsrichtung auslenkbaren Übertragungsgliedes
gegen die jeweils.zugeordnete Leitschiene anliegt»
Schließlich ist es auch möglich, die als Schaltkupplung dienenden
Kurvenstücke wie bei der zuletzt genannten Ausführungs-form jeweils auf dem Verstellglied anzuordnen, wobei das Kurvenstück
zur Herstellung von Wickeln mit ebenen Enden in eine
Stellung schiebbar ist, in der seine Arbeitsfläche unter Federdruck über ein zwei Stifte aufweisendes Gleitstück eines
von dem ausschwenkbaren Spulenarm trennbaren Bowdenzuges gegen die jeweils zugeordnete Leitschiene anliegt; oder zur Her-
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' - 5 - Bae. 666 ' I
Stellung von Wickeln mit kegligen Enden in eine andere Stellung
schiebbar ist, in der seine Arbeitsfläche über das freie
Ende einer am anderen Ende ortsfest gelagerten und gekrümmt verlegten Bowdenzugseele, über den Bowdenzugmantel und ein
am Mantelende- befestigtes Gleitstück mit Mitnehmerstift an
der Leitschiene anliegt, wobei der Bowdenzugmantel unter Federdruck
gegen einen in seiner Stellung vom wachsenden Wickeldurchmesser beeinflußbaren Winkelhebel anliegt.
Welche der möglichen Ausführungsformen im Einzelfall gewählt
wird, hängt u.a. vom vorhandenen Platz, der gewünschten Arbeitsgeschwindigkeit sowie auch dem maschinellen Aufwand ab,
der im Einzelfall getrieben werden darf.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung sind die Kurvenstücke der'einzelnen Changierfadenführer
alle oder in Gruppen zu mehreren von jeweils einem gemeinsamen Verstellglied verschiebbar. Die erfindungsgemäße
Konzeption macht es möglich, je nach Wunsch die Vorrichtungen so aufzubauen, daß sämtliche Spulstellen mit nur einer einzigen
Umschaltung von einer V/i ekel form auf die andere umgestellt
werden können, oder auch beispielsweise nur die Spulstellen einer Maschinenseite zu gemeinsam umschaltbaren Gruppen zusammenzufassen
oder schließlich sogar in der Unterteilung noch weiter zu gehen und nur einige wenige Spülstellen zusammenzufassen,
je nachdem wie dies vom Maschinenbenutzer gerade gewünscht wird.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch
dargestellt. Es zeigen:
Flg. 1 die Vorderansicht einer erfindungsgemäßen
Aufwickelvorrichtung mit Schaltkupplung für die Leitschiene, bei der das ver-
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schiebbare Kurvenstück auf der Leitschiene angeordnet und in der Stellung zum Herstellen von Wickeln mit kegligen Enden
dargestellt ist, ·
Fig. 2 einen Ausschnitt aus Fig. 1, in der das
Kurvenstück in der Stellung zur Herstellung von Wickeln mit geraden Enden dargestellt
ist,
Fig. p die Vorderansicht einer erfindungsgemäßen
Aufwickelvorrichtung mit Schaltkupplung für die Leitschiene, bei der das verschiebbare Kurvenstück auf dem Verstellglied angeordnet
ist und zur übertragung des Wickeldurchmessereinflusses ein starres
Verbindungsglied vorhanden ist,
Fig. 4 die*Vorderansicht einer erfindungsgemäßen
Aufwickelvorrichtung mit Schaltkupplung für die Leitschiene, bei der sich das verschiebbare
Kurvenstück ebenfalls auf dem Verstellglied befindet, jedoch zur Übertragung
des Wickeldurchmessers ein flexibles Verbindungsglied vorhanden ist,
Fig. 5 ' einen Schnitt durch Fig. 1 entlang der
Linie V^V,
Fig. 6 eine Teilseitenansieht der Vorrichtung
gemäß Fig. 4,
Fig. 7 ein Kurvenstück nach den Fig. 4 und 6.
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- 7 - Bag. 666
In Pig. 1 ist die Spulenhülse 1 dargestellt, auf der im Laufe
des WiekelVorganges der Wickel 2 aufgebaut werden soll. Die
Spulenhülse 1 wird von Spulenarmen 5 (siehe auch Fig. 5*6)
getragen, die um die Schwenkachse 4 mit wachsendem Wickeldurchmesser
ausschwenkbar sind.
Der Wickel 2 wird von der Reibwalze 5 mit stets gleichbleibender
Geschwindigkeit angetrieben, auf der er lose aufliegt. Die Reibwalze 5 ihrerseits wird über eine Welle 6 angetrieben, die
sich vorzugsweise über die gesamte Maschinenlänge erstreckt und sämtlichen Reibwalzen 5 einer Maschinenseite gemeinsam
ist.
Zur Führung des aufzuwickelnden Fadens und zu dessen exakter
Ablage ist die Changiereinrichtung 7 bestimmt. Sie besteht aus einem Fadenführer 8, der an dem einen Ende eines Winkelhebels
angeordnet ist und von diesem in Spulenlängsrichtung hin- und hergeführt wird. Zum Antrieb des Winkelhebels 9 greift in dessen
Drehpunkt 10 ein Reiter 11 an# der seinerseits in der parallel
zur Spulenachse angeordneten Führungsschiene 12 geführt ist. Der Reiter 11 greift mit seinem Gleitschuh IJ durch einen
Spalt der Führungsschiene 12 hindurch, wobei der Gleitschuh 13
in eine schraubenförmig verlaufende Nut V4 einer Kurventroinniel
15 eingreift. Da der Reiter 11 infolge seiner achsparallelen Führung durch die Führungsschiene 12 bei Umdrehung der Kurventrommel
15 nicht senkrecht zur Führungsschiene 12 ausweichen
kann, wird er von der Nut 14 parallel zur Oberfläche des Wickels
2 hin- und hergeführt.
Am anderen Ende des Winkelhebels 9 ist ein um den Zapfen 16
drehbarer Kulissenstein 17 angeordnet, der in der Führungsnut einer Leitschiene 18 derart geführt ist, daß er bei Hin- und Herbewegung
des Reiters 11 in dieser hin- und hergleiten kann.
Die Leitschiene 18 ihrerseits ist in einer Lagerstütze 19 nach
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BAD OP'G/NAL
- 8 - Bag. 666
Art eines zweiarmigen Hebels gelagert, wobei sich der Drehpunkt bei 20 befindet.
An einem Ende 21 der Leitschiene 18 greift eine im Maschinengestell
verankerte Feder 22 an, welche die Schiene mit gerin- >* ·
ger Kraft nach unten zieht.
Auf der Leitschiene 18 ist erfindungsgemäß das Kurvenstück 25
verschiebbar angeordnet. Das Kurvenstück 23 umfaßt hierbei die
Leitschiene 18 formschlüssig. In die Rückseite des Kurven- ;
Stückes 23 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel eine Nut
24 eingearbeitet, in die ein Bolzen 25 eingreift, der fest mit dem Verstellglied 26 verbunden ist. Die Nut 2h ist hierbei
leicht kreißbogenförmig gekrümmt, was wegen der Kippbewegung der Leitschiene 18 um den Drehpunkt 20 erforderlich ist.
Das Kurvenstück 23 weist eine Arbeltsfläche 27 aufs mit der es
formschlüssig unter Zwischenschaltung des Übertragungsnockens 28 an dem übertragungsglied 29 anliegt. PUr die Formschlüssigkeit
der Anlage sorgt die bereits erwähnte Feder 22, Das übertragungsglied
29 kann die Form einer sich verjüngenden Zunge haben, wie dies aus Fig. 5 zu ersehen ist. Es ist am Spulenarm
3 derart befestigt, daß es mit wachsendem Wiekeldurehtnesser
derart nach außen verschwenkt wird, daß seine Anlagekante 30 gegenüber dem Übertragungsnocken 28 wegen der erwähnten Verjüngung weiter zurückrückt. Hierdurch wird bewirkt, daß auch
die Leitschiene 18 unter dem Eirffluß der Feder 22 nachgestellt wird und folglich ihre Lage mehr zur Horizontalen hin verändert.
Diese Lageveränderung bewirkt, wie bereits eingangs beschrieben, eine Verkürzung des Changierhubes, so daß in dieser Stellung
des Kurvenstückes 23 Wickel mit konischen Enden entstehen.
J»
Der Übertragungsnocken 28 hat den Zweck, seitlich gerichtete Verschiebekräfte vom Übertragungsglied 29 fernzuhalten, welche
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sonst wegen der schrägen Lage der Arbeitsfläche 27 auftreten
müßten. Der Nocken selbst ist dem Verlauf der Arbeitsfläche 27 einerseits und der Form der Anlagekante 350 andererseits angepaßt
und er ist selbst gegen seitliche Verschiebung gesichert, beispielsweise? mittels der Blattfeder 31, die bei 32 an der
Leitschiene 18 befestigt ist.
Die dargestellte Anordnung gestattet es weiter, zur Vermeidung sogenannter harter Kanten eine periodisch zu- und abnehmende
Hubveränderung dem Changierhub zu überlagern. Dies kann
durchgeführt werden, indem das Verstellglied 26 in entsprechendem
Rythmus um einen geringen Betrag hin- und hergeführt wird, wobei die Schrägstellung der Arbeitsfläche 27 des Kurvenstückes
ein Auf- und Abschwingen der Leitschiene 18 bewirkt.
Zur Herstellung von Wickeln mit ebenen Enden kann das Kurvenstück 23 mit Hilfe des Verstellgliedes 26 in eine Lage geschoben
werden, die aus Fig. 2 ersichtlich ist. In diesem Fall liegt die schräggestellte Arbeitsfläche 35 des Kurvenstückes 23 gegen
einen Festpunkt 3^ an, der beispielsweise ein mit dem Maschinengestell
verbundener Bolzen sein kann. Bei dieser Stellung des Kurvenstückes 23 bleibt die Stellung des Übertragungsgliedes
29 ohne Einfluß auf das Kurvenstück bzw. die Leitschiene Dennoch ist es auch bei dieser Stellung möglich, durch geringfügiges
Hin- und Herbewegen des Verstellgiiedes 26 dem Fadenführerhub eine leichte Atmungsbewegung zu überlagern.
Eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in Fig. 3 dargestellt. Bei dieser Ausführung ist das Kurvenstück
23 nicht auf der Leitschiene 18 angeordnet, sondern auf dem Verstellglied 26. Das Kurvenstück kann dort beispielsweise
mittels einer Schraube 35 befestigt sein. Die Arbeitsfläche 36 wirkt unter Zwischenschaltung des Übertragungsnockens 28 sowie
des Übertragungsgliedes 29 auf die Leitschiene l8 ein und be-
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« 10 -
- 10 - Bag. 666
stimmt zusammen mit dem übertragungsglied 29 die Schräglage
dieser Schiene und damit die Länge des Changierhubes. Wird das Verstellglied 26 um einen geringen Betrag periodisch
hin- und hergeschoben, so kann hierdurch infolge der Schräglage
der Arbeitsfläche 36 auch die Lage der Leitschiene l8 geringfügig periodisch geändert werden, was bewirkt, daß
dem Changierhub eine Atmungsbewegung überlagert wird. Damit sich dies auswirken kann, ist es aber erforderlich, daß das
übertragungsglied 29 in Richtung senkrecht zur Spulenachse zumindest um einen geringen Betrag bewegbar ist. Dies kann
dadurch erreicht werden, daß die sich verjüngende Zunge mit Hilfe eines Drehgelenkes am Spulenträger befestigt ist, oder
auch einfach dadurch, daß diese Zunge aus einem elastischen Werkstoff, beispielsweise Polyäthylen, Polyamid oder dergl.'
hergestellt ist.
Zum Umschalten der Vorrichtung kann das Verstellglied 26
nach links gerückt werden, wodurch das Kurvenstück 23 mittels
seiner Arbeitsfläche 37 gegen den Ansatz 38 der Leitschiene
18 stößt. Hierdurch wird die Leitschiene soweit gekippt, daß sie außerhalb des Einflußbereiches des Übertragungsgliedes
29 liegt. In dieser Stellung ist also der Wickeldürchmesser ohne Einfluß auf die Lage der Leitschiene 18, so daß Wickel
mit ebenen Enden hergestellt werden. Auch hier kann durch kurzhubige Hin- und Herbewegung des Verstellgliedes 26 in- ■
folge der Schräglage der Arbeitsfläche 37 des Kurvenstückes 23 die Lage der Leitschiene 18 periodisch geändert werden.
Sollen mit einer Vorrichtung der erfindungsgemäßen Art Wickel / mit konischen Enden erzeugt werden, so ist es nicht unbedingt
erforderlich, den Einfluß des wachsenden Wiekeldurchmessers
•mit Hilfe einer sich verjüngenden Zunge, die am Spulenarm angreift, auf die Lage der Leitschiene zu Übertragens dies
kann vielmehr auch mit anderen Mitteln, beispielsweise mit
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- 11 - Bae. 666 I
einem flexiblen Übertragungsglied 59 in Form eines Bowienzuges
geschehen. Eine derartige Anordnung ist in den Figuren 4 und 6 dargestellt. Das Kurvenstück 25 (Flg. 7) sitzt in diesem
Fall fest auf dem über die ganze Maschinenlänge sich erstreckenden Verstellglied 26. Das rechte Ende der Leitschiene 18 liegt
unter der Kraft der Zugfeder 22 an dem am Gleitstück 40
sitzenden Mitnehmerstift 41 an. Zwei auf der Führungsschiene
12 sitzende ortsfeste Führungsstifte 42 übernehmen die Gleitführung
des Gleitstückes 40. Der Bowdenzugraantel 45 steckt lose
in einer stufig abgesetzten Bohrung des Gleitstückes 40, und zwar so, daß sich sein Ende auf der Stirnfläche 44 der Bohrungsstufe
abstützt. Durch die mit kleinerem Durchmesser sich fortsetzende Bohrung 45 reicht d*ie Bowdenzugseele 46, an deren
Ende ein Winkelstück 47 befestigt ist. Der freie Schenkel·des
Winkelstückes 47 (Fig. 6) liegt an der Arbeitsfläche 48 (Fig. 7) des Kurvensttiekes 25 an, das seinerseits wie vorher beschrieben
fest auf dem über die ganze Maschinenlänge sich erstreckenden Verstellglied 26 sitzt. Das Kurvenstück 23 weist
noch eine weitere Kurvenkante 49 auf. Auf seiner dem Kurvenstück
25 zugewandten Seite besitzt das Gleitstück 40 einen Mitnehmerstift 50 (Fig. 6).
Eine Führungshülse 51 ist ortsfest am nicht dargestellten Maschinengestell
befestigt und weist eine Durchführung 52 auf, die einen beliebigen vorzugsweise quadratischen Querschnitt
hat. In der Durchführung 52 ist ein Übertragungsschieber 55
gleitend geführt, an dem sich der Bowdenzugmantel 43 abstützt.
Ein an dem Übertragungsschieber 55 sitzender Stift 54 ragt durch
einen Schlitz 55 in der Führungshülse 51 hindurch. Der Schlitz
55 erstreckt sich über die ganze Länge der Führungshülse 51.
Am Stift 54 liegt der Arm 56 des zweiarmigen Ubertragungshebels
56,57 an» der seinerseits an einem Schwenklager 58 drehbar
gelagert ist. Der andere Arm 57 des Übertragungshebels 56,57 liegt an einem Anschlagstift 59 &n# der in einer der
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- 12 -
- 12 - Bag. 666 .
Bohrungen 6o des Spulenarmes 3 steckt. Der Übertragungsschieber 53 besitzt eine nicht näher bezeichnete, durchgehende Längsbohrung, durch welche die Bowdenzugseele 46 leicht
beweglich hindurchgeführt und an ihrem Ende mittels einer ■ / -am
Maschinengestell ortsfest sitzenden Klemmvorrichtung 61*62
befestigt ist.
Zu Beginn des Spulvorganges nimmt die Leitschiene 18 etwa die
in Figur 4 gezeichnete Stellung ein. Die Hauptschwenkbewegung der Leitschiene l8 um den Drehpunkt 20, die die Verkür-
w zung des Fadenführerhubes im Verlaufe des SpulVorganges bei
Herstellung von Wickeln mit konischen Enden bewirkt, wird auch hier von dem mit zunehmendem Wickel ausschwenkenden
Spulenarm 3 gesteuert und unter der Kraftwirkung der Feder 22 ausgeführt. Die Spulenarmbewegung wird (Fig. 6) über den
Anschlagstift 59, den Übertragungshebel 57,56, über den Stift 54, den Übertragungsschieber 53* den Bowdenzugmantel 43, das
Gleitstück 40 und den Mitnehmerstift 41 auf die Leitschiene 18 übertragen. Die Bowdenzugseele 46, die an ihrem einen
Ende von der Klemmvorrichtung 61,62 ortsfest gehalten ist,
liegt an ihrem anderen Ende mit dem Winkelstück 47 an der
Arbeitsfläche 48 des Kurvenstückes 23 an, und gibt dem Bowdenzugmantel
43 eine längenmäßig definierte Stützführung zwischen
dem Kurvenstück 23 und der Führungshülse 51* so daß
sich der von der Feder 22 erzeugte und über die Leitschiene 18, den Mitnehmerstift 41 und das Gleitstück 40 übertragene
und zwischen dessen Stirnfläche 44 und dem Ende des Bowdenzugmantels 43 wirkende Anlagedruck bis zum Anschlagstift 59
fortpflanzen kann. .
Die dem Fadenführerhub überlagerte sogenannte Atmung geht
auch hier wieder von dem Verstellglied 26 aus, das von einem
am Ende der Maschine angeordneten, nicht gesondert dargestellten Getriebe aus in hin- und hergehende Bewegung versetzt wird.
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- 13 -
Bag. 666
Die gleiche Bewegung führt auch das fest auf dem Verstellglied 26 sitzende Kurvenstück 23 aus. Dadurch wird infolge der Schräge
der Arbeitsfläche 48 die Bowdenzugseele 46 mehr oder weniger gestrafft. Diese in ihrer Größe wechselnde Lageverände-•
rung überträgt sich über den Bowdenzugmantel 43, das Gleitstück
40, den Mitnehmerstift 41 auf die Leitschiene 18, die
dadurch zu einer hin- und hergehenden Schwenkbewegung um den Drehpunkt 20 veranlaßt wird. Die weitere Bewegungsübertragung
bis zum Fadenführer 8 erfolgt wie bereits beschrieben.
.Um die Vorrichtung, die in der Stellung gemäß Fig. 4 Wickel .
mit kegligen Enden erzeugt, so umzustellen, daß sie Jetzt Wickel mit ebenen Enden herstellt, wird das Verstellglied 26 einschließlich
seiner Kurvenstücke 23 so weit nach links verschoben,
daß das Winkelstück 47 von der Arbeitsfläche 48 frei
kommt. Außerdem wird bei der Bewegung des Kurvenstückes 23 nach links der Mitnehmerstift 50 von der Arbeitsfläche 49 des
KurvenstUckes 23 erfaßt und einschließlich des Gleitstückes 40 so lange nach unten geschoben, bis der Mitnehmerstift 50 am
unteren Ende der Arbeitsfläche 49 angekommen ist und über dasselbe
hinUbergleitet. Die Kraft der am linken Hebelarm der Leitschiene
18 angreifenden Feder 22 wird über den rechten Hebelarm der Leitschiene 18, den Mitnehmerstift 41, das Gleitstück
40, über den Mitnehmerstift 50 auf die Arbeitsfläche 49 übertragen.
Diese Kraft, die beim zuvor beschriebenen Wickelverfahren als Anlagedruck zwischen dem Gleitstück 40 und dem Bowdenzugmantel
43 wirkte und ihr Widerlager im auswandernden Anschlagstift
59 hatte, wird also jetzt vollständig vom Kurvenstück 23 abgefangen. Das bedeutet, daß der Bowdenzugmantel 43
jetzt keine Bewegung des Spulenarmes mehr auf die Leitschiene 18 übertragen kann. Demgemäß erfolgt nunmehr auch keine Hubverkürzung
der Changierbewegung im Verlaufe des SpulVorganges. Die
"Atmung" wird dem Fadenführerhub wiederum dadurch überlagert-,
daß das Verstellglied 26 und mit ihm das Kurvenstück 23 in hin-
00 984 2/058 8 - 14 -
I '■
und hergehende Bewegung versetzt und dadurch der Leitschiene
infolge der Schräge der Kurye 49 über den Mitnehmerstift 50,
das Gleitstück 40 und den Mitnehmerstift 41 eine auf- und abgehende Schwenkbewegung um den Drehpunkt 20 mitgeteilt wird.
-.15
009842/05 8 8
Claims (1)
- Patentansprüche1. Aufwickelvorrichtung für Fäden, Bandchen oder tiergleichen, deren Changierfadenführer mit einer Kurventrommel oder dergleichen verbunden sowie über Winkelhebel in schwenkbaren Leitschienen geführt sind, welche in ihrer Lage durch, den wachsenden Wickeldurchmesser einerseits und durch eine periodische Hin- und Herbewegung andererseits verstellbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitschiene (18) durch eine Schaltkupplung, mit der der Einfluß des wachsenden Wickeldurchmessers wahlweise ein- oder ausschaltbar ist, mit ihren Verstellgliedern verbunden ist.2« Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daS die Schaltkupplung ein in Maschinenlängsrichtung verschiebbares Kurvenstück (23) ist, dessen Arbeitsfläche (27 oder 33) formschlüssig zwischen der Leitschiene (18) und einem Widerlager (29 oder 34) angeordnet 1st und welchesa) zur Erzeugung von Wickeln mit ebenen Enden in eine Stellung schiebbar ist, in der das Kurvenstück (23) gegen ein Widerlager (34) anliegt, dessen Stellung vom Wickeldurchmesser unabhängig ist oderb) zur Erzeugung von Wickeln mit kegeligen Enden ineine andere Stellung schiebbar ist, in der das Kurvenstück (23) gegen ein Widerlager (29) anliegt, dessen Stellung vom Wickeldurchmesser abhängig ist und- 16 -00984 2/0588• - 16 - . . . Bag. 666 Ic) in Jeder Stellung von einem Verstellglied (26) um einen geringen Betrag periodisch hin- und herschiebbar ist. , ·J. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kurvenstück (23) eines Jeden Changier- '' fadenführers jeweils auf der zugehörenden Leitschiene (l8) angeordnet ist, unda) zur Herstellung von Wickeln mit ebenen Enden in eine Stellung schiebbar ist, in der die Arbeitsfläche (33) unter Federdruck gegen einen festen Punkt (3^) des Maschinengestells anliegt, oderb) zur Herstellung von Wickeln mit kegligen Enden in eine andere Stellung schiebbar ist, in der die Arbeitsfläche (27) unter Federdruck gegen ein übertragungsglied (29) anliegt, dessen Lage vom Spulentragarm (3) mit wachsendem Wickeldurchmesser veränderbar ist, undc) in Jeder Stellung zusätzlich Über ein Verstellglied (26) um einen geringen Betrag periodisch hin- und herschiebbar ist.4. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstellglied (26) sowohl zur Verstellung des Kurvensttickes (23) von einer Arbeitsstellung in die andere als auch zum periodischen Hin- und Herschieben um einen geringen Betrag dient.5. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltkupplung ein Jeweils auf dem Verstellglied (26) angeordnetes Kurvenstück (23) ist und-17- I009642/0588' . - 17 - Bag. 666 I- 17 - Bag.das Kurvenstücka) zur Herstellung von Wickeln mit ebenen Enden in eine Stellung schiebbar ist, in der die Arbeitsfläche (57) unter Federdruck ohne Zwischenschaltung weiterer in ihrer Stellung veränderlicher Zwischenglieder gegen die jeweils zugeordnete Leitschiene (18) anliegt, oderb) zur Herstellung von Wickeln mit kegligen Enden in eine andere Stellung schiebbar ist, in der die Arbeitsfläche (36) unter Federdruck und Zwischenschaltung eines in seiner Stellung vom wachsenden Wickeldurchmesser abhängigen und senkrecht zur Verschiebungsrichtung auslenkbaren Ubertragungsgliedes (29) gegen die jeweils zugeordnete Leitschiene (18) anliegt, undc) in jeder Stellung zusätzlich über das Verstellglied (26) einen geringen Betrag hin- und herschiebbar ist.6. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daS die Schaltkupplung ein jeweils auf dem Verstellglied (26) angeordnetes Kurvenstück (2?) ist und das Kurvenstücka) zur Herstellung von Wickeln mit ebenen Enden in ■ eine Stellung schiebbar ist, in der die Arbeitsfläche (49) unter Federdruck über ein zwei Stifte (50,4l) aufweisendes Gleitstück (40) eines von dem ausschwenkbaren Spulenarm (3) trennbaren Bowdenzuges (39) gegen die jeweils zugeordnete LeIt- ' schiene (18) anliegt;. 18 -QG9842/0588. - 18 - Bag. 666 |oderb) zur Herstellung von Wickeln mit kegeligen Enden in eine andere Stellung schiebbar ist, in der die Arbeitsfläche (48) über das freie Ende (Vf) einer am anderen Ende ortsfest gelagerten und gekrümmt verlegten Bowdenzugseele (46), den Bowdenzugmantel (43) und ein am Mantelende befestigtes Gleitstück (4o) mit Mitnehmerstift (41) an der Leitschiene (18) anliegt,wobei der Bowdenzugmantel (43) unter Federdruck -■ gegen einen in seiner Stellung vom wachsenden Wickeldurchmesser beeinflußbaren Winkelhebel (56,57) anliegt
undc) in jeder Stellung zusätzlich über das Verstell» glied (26) um einen geringen Betrag periodisch hin- und herschiebbar ist.7* Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenstücke (23) der einzelnen Changierfadenführer alle oder in Gruppen zu mehreren von Jeweils einem gemeinsamen Verstellglied (2(5) ver-. schiebbar sind. -8. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Arbeitsfläche (27) des Kur» venstückes (23) und dem mit wachsendem Spulendurchmesser verstellbaren Widerlager (29) ein Zwischenstück (28) angeordnet ist, welches einerseits der Steigung der ' Arbeitsfläche (27) und andererseits der Anlagekante (30) des Widerlagers (29) angepaßt ist, und das beispielsweise mittels einer Blattfeder (31) gegen seitliche Verschiebung gesichert ist.- 19 -009842/0588' - 19 - Bag. 666 I9. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 3< dadurch gekennzeichnet» daß das Kurvenstück (2J) auf seiner Rückseite eine senkrecht verlaufende gerade oder leicht kreisbogenförmig gekrümmte Nut (24) aufweist, in die ein am Verstellglied (26) befestigter Nocken (25) eingreift«j ORlGlNALiNSPECTiD |Q09842/0588Leerseite
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