DE2939875C3 - Einschaltevorrichtung an einer Einrichtung zum zeitweiligen Abziehen von Schußgarn von einer ortsfesten Vorratsspule einer Webmaschine - Google Patents
Einschaltevorrichtung an einer Einrichtung zum zeitweiligen Abziehen von Schußgarn von einer ortsfesten Vorratsspule einer WebmaschineInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D47/00—Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms
- D03D47/34—Handling the weft between bulk storage and weft-inserting means
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einschaltvorrichtung an einer Einrichtung zum zeitweiligen Abziehen von
Schußgarn von einer ortsfesten Vorratsspule einer Webmaschine, bei der die Schußgarnlängen zu einem
Teil mittels Abzugsrollen, die gegenläufig drehen und von denen mindestens eine von der Maschinenhauptwelle
mittels einer Steuervorrichtung in eine den Druckkontakt zwischen Schußgarn und Abzugsrollen
herstellende Wirkstellung und eine den Druckkontakt zwischen Schußgarn und Abzugsrollen lösende Freigabestellung
steuerbar ist, und zum anderen Teil gegen Ende des Schußeintragsvorganges vom Schußeinträger
selbst abgezogen werden, welche Einrichtung eine quer zur Schußgarnlaufrichtung bewegbare, das Schußgarn
abwechselnd in eine Ausweichlage außer und in eine Betriebslage in Reichweite der Abzugsrollen bringende
Führung aufweist.
Bei einer Einrichtung dieser Art zum Abzug von Schußgarn ist die Bemessung der Schußfadenlänge, die
zu Beginn des Webvorganges bzw. bei Wiederbeginn bei einem Schußfadenbruch unabhängig von der
Einrichtung dem Schußeinträger bzw. einem Zwischenspeicher zugeführt werden muß, sowie die rechtzeitige
In- bzw. Wiederinbetriebsetzung der Einrichtung problematisch.
Im normalen Betrieb zieht die Vorrichtung den Faden vom Vorrat in der Zeitspanne ab, in welcher der
Schußeinträger nach erfolgtem Eintrag in seine Ausgangslage zurückkehrt und in welcher der größere
Teil des Eintragsvorganges stattfindeL Die Einrichtung beliefert einen Zwischenspeicher mit der abgezogenen
Fadenlänge, um die Unterschiede zwischen Abzugs- und Eintragungsgeschwindigkeit zu überbrücken. Zu Beginn
des Webvorganges oder bei Wiederbeginn nach Behebung einer Störung, z. B. einem Schußfadenbruch,
befindet sich noch kein Schußfaden im Zwischenspeicher bzw. weist der darin befindliche, von Hand
vorgegebene Fadenzwischenvorrat nicht die richtige Länge auf. Bei zuviel Fadenlänge ist die Fadenspannung
am Schluß des Eintragsvorganges und beim Anschlagen ungenügend, was unzulässig ist Ist jedoch zuwenig
Faden im Zwischenspeicher vorrätig, dann kann ein Reißen zwischen dem Einträger und der Abzugsvorrichtung
nicht vermieden werden, wenn letztere sich in der Wirkstellung befindet, weil ihre Fördergeschwindigkeit
geringer ist als die momentane Geschwindigkeit des Schußeinträgers.
Durch die CH-PS 5 50 875 ist eine Einschaltvorrichtung der eingangs genannten Art bekannt geworden, die
eine bewegliche Führung für den Schußfaden aufweist, die einen oder zwei Führungshebel besitzt, der bzw. die
mittels einer angetriebenen Nockenscheibe den Faden außer Eingriff mit den Antriebsrollen bzw. in Eingriff
mit diesen verbringt bzw. verbringen. Bei dieser Einrichtung treten die oben beschriebenen Probleme in
gleicher Weise auf.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Einschaltvorrichtung an einer Abzugsvorrichtung der
eingangs beschriebenen Art zu schaffen, welche das Übergehen des Schußfadens in Druckkontakt mit den
Abzugsrollen während des ersten Eintragungsvorganges verhindert.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Sperrmechanismus zum Festhalten der Führung
in ihrer Ausweichlage vorgesehen ist, der von einer Lagerung der steuerbaren Abzugsrolle bei deren
Stellungswechsel aus ihrer Wirkstellung in ihre Freigabestellung zur Bewegung der Führung in ihre Betriebslage
lösbar ist.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Führung einen
schwenkbaren Arm aufweist, dessen Schwenklage von einem einseitig eingespannten Federstab bestimmt ist,
der in einer die Ausweichlage der Führung bewirkenden Stellung an einer Anschlagf'.äche gehalten ist und in
Berührung mit der Lagerung der in ihrer Wirkstellung befindlichen Abzugsrolle steht.
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Einschaltvorrichtung besteht darin, daß die erwähnten Schwierigkeiten
der bekannten Vorrichtung behoben werden, weil der Schußeinträger nach Aufbrauch des Zwischenvorrats
dann direkt von dem Hauptvorratsfaden abzieht, ohne daß dabei die Abzugsrollen hemmend wirken könnten.
Die Erfindung ist im folgenden anhand einer perspektivischen Darstellung eines Ausführungsbeispiels
mit weiteren Einzelheiten näher erläutert.
Mit 1 ist ein Tragschild für eine Einrichtung zum Abziehen von Schußgarn einer nicht gezeigten Webmaschine
bezeichnet. Der Tragschild 1 trägt je eine vor und hinter den Abzugsrollen 4 und 5 angeordnete ortsfeste
Führungsöse 2, 3 für den abgezogenen Schußfaden 8. Die Abzugsrolle 4 ist an einem Schwenkhebel 6 frei
drehbar gelagert. Die Abzugsrolle 5 ist im Tragschild 1 fest gelagert und auf nicht näher erläuterte Weise von
der nichtgezeigten Maschinenhauptwelle der Webmaschine mit konstanter Drehzahl in Richtung des Pfeiles 7
angetrieben. Der Schwenkhebel 6 trägt einen Stößel 22
und ist auf ebenfalls nicht näher gezeigte und beschriebene Weise, z. B. mittels eines Nockenantriebes,
von der Maschinenhauptwelle in zwei Stellungen — eine Wirkstellung und eine Freigabestellung — gemäß
Pfeil 9 schwenkbar. In der Wirkstellung drücken die
Rollenumfangsflächen der Rollen 4, 5 aufeinander und
klemmen den dazwischenliegenden Schußfaden 8, wodurch dieser in Richtung des Pfeiles 10 vom Vorrat
abgezogen und einem Zwischenspeicher zugeführt wird.
Am Tragschild 1 ist ein Lagerbock il für einen
Drehzapfen 12 vorgesehen. Der Drehzapfen 12 trägt einen Arm 13 mit einer Führungsöse 14, die bei
normalem Abzugsbetrieb in der Fluchtlinie des Schußfadens liegt, und ferner einen Gabelhebel 15. Der Arm 13
und der Gabelhebel 15 sind einstückig oder fest miteinander verbunden und folglich nur gemeinsam
drehbar.
Am anderen Ende des Tragschildes 1 ist ein zweiter Lagerbock 16 für die einseitige Einspannung eines
Federstabes 17 angebracht, der oberhalb des Schwenkhebeis 6 liegt, den Gabelschlitz des Gabelhebels 15
durchdringt und sich mit seinem freien, in einen Handgriff 20 auslaufenden Ende an einer rechtwinkligen
Anschlagfläche 18 am Tragschild 1 abstützt. In dieser in der Zeichnung strichpunktiert dargestellten Lage liegt
der Federstab 17 knapp oberhalb der äußeren Grenzlage des Stößels 22, welche dieser beim
Ausschwenken des Schwenkhebels 6 in die Freigabestellung der Rollen 4,5 einnimmt. An die Anschlagfläche
18 schließt eine weitere, tiefer gelegene rechtwinklige Anschlagfläche 19 für den Federstab an. Die Anschlagfläche
19 liegt so, daß der daran abgestützte Federstab 17 bei Wirkstellung der Rollen 4, 5 in Berührung mit
dem Stößel 22 ist, was in durchgezogenen Linien dargestellt ist. Der Drehzapfen 12 steht unter der
Wirkung einer Torsionsfeder 21, welche über den Gabelhebel 15 eine nach oben gerichtete Kraft auf den
Federstab 17 ausübt.
Die Vorrichtung arbeilet wie folgt:
Bei der Aufnahme bzw. Wiederaufnahme des Webvorgangs nach dem Beheben einer Störung wird der Federstab 17, der sich im Normalbeirieb aufgrund seiner Eigenfedrigkeit und Vorspannung in der Zeichnungsfigur nach vorne und unten an der Anschlagfläche 18 abstützt, mittels des Handgriffes 20 gegen die Wirkung der Torsionsfeder 21 in den Einschnitt der Anschlagiläche 19 gebracht, in welchem tr aufgrund von Reibwirkung gehalten wird, wie mit den durchgezogenen Linien dargestellt. Dadurch werden der Gabelhebel 15 nach unten gedrückt und der Arm 13 ausgeschwenkt, wodurch die Führungsöse 14 den Schußfaden 8 neben den Umfangsflächen der Abzugsroilen 4,5 führt, wie in ausgezogenen Linien dargestellt ist.
Bei der Aufnahme bzw. Wiederaufnahme des Webvorgangs nach dem Beheben einer Störung wird der Federstab 17, der sich im Normalbeirieb aufgrund seiner Eigenfedrigkeit und Vorspannung in der Zeichnungsfigur nach vorne und unten an der Anschlagfläche 18 abstützt, mittels des Handgriffes 20 gegen die Wirkung der Torsionsfeder 21 in den Einschnitt der Anschlagiläche 19 gebracht, in welchem tr aufgrund von Reibwirkung gehalten wird, wie mit den durchgezogenen Linien dargestellt. Dadurch werden der Gabelhebel 15 nach unten gedrückt und der Arm 13 ausgeschwenkt, wodurch die Führungsöse 14 den Schußfaden 8 neben den Umfangsflächen der Abzugsroilen 4,5 führt, wie in ausgezogenen Linien dargestellt ist.
Vor Inbetriebsetzung der Webmaschine wird zweckmäßigerweise eine gewisse Länge Schußfaden — etwa
diejenige Länge, die vor jedem Schußeintrag im Zwischenspeicher vorliegen sollte — von Hand
abgezogen. Beim Anlaufen der Wegmaschine arbeiten die Abzugsrollsn 4, 5 leer, und der Schußeinträger legt
zunächst die von Hand abgezogene Schußfadenlänge in das Fach ein. Bei Verbrauch dieser Fadenlänge zieht der
Schußeinträger Faden Direkt vom Vorrat ab, bis die ganze Schußfadenlänge eingelegt ist. Gegen Ende des
Eintragsvorganges hat der Schwenkhebel 6 die Abzugsrolle 4 mittels einer Hubbewegung abgehoben.
Die Rolle 4 hat folglich keinen Druckkontakt mehr mit der Rolle 5. Bei dieser Hubbewegung hat der Stößel 22
den Federstab 17 aus dem Einschnitt der Anschlagsfläche 19 gehoben, wodurch der Gabelhebel 15 nach oben
und der Arm 13 in die Fluchtlage der Führungsöse mit den Fadenführungen 2 und 3 gelangt, die in der
Zeichnung strichpunktiert dargestellt ist. Aufgrund seiner Eigenfedrigkeit schlägt der Federstab 17 an die
Anschlagfläche 18 an, und der Abzugsvorgang läuft normal weiter.
Claims (2)
1. Einschaltvorrichtung an einer Einrichtung zum zeitweiligen Abziehen von Schußgarn von einer
ortsfesten Vorratsspule einer Webmaschine, bei der die Schußgarnlängen zu einem Teil mittels Abzugsrollen, die gegenläufig drehen und von denen
mindestens eine von der Maschinenhauptwelle mittels einer Steuervorrichtung in eine den Druckkontakt
zwischen Schußgarn und Abzugsrollen herstellende Wirkstellung und eine den Druckkontakt
zwischen Schußgarn und Abzugsrollen lösende Freigabestellung steuerbar ist, und zum anderen Teil
gegen Ende des Schußeintragsvorganges vom Schußeinträger selbst abgezogen werden, weiche
Einrichtung eine quer zur Schußgarnlaufrichtung bewegbare, das Schußgarn abwechselnd in eine
Ausweichlage außer und in eine Betriebslage in Reichweite der Abzugsrollen bringende Führung
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sperrmechanismus (15 bis 19) zum Festhalten der
Führung (13, 14) in ihrer Ausweichlage vorgesehen ist, der von einer Lagerung (6, 22) der steuerbaren
Abzugsrolle (4) bei deren Stellungswechsel aus ihrer Wirkstellung in ihre Freigabestellung zur Bewegung
der Führung (13,14) in ihre Betriebslage lösbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (13,14) einen schwenkbaren
Arm (13) aufweist, dessen Schwenklage von einem einseitig eingespannten (16) Federstab (17)
bestimmt ist, der in einer die Ausweichlage der Führung (13, 14) bewirkenden Stellung an einer
Anschlagfläche (19) gehalten ist und in Berührung mit der Lagerung (6, 22) der in ihrer Wirkstellung
befindlichen Abzugsrolle (4) steht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH6579A CH635377A5 (de) | 1979-01-04 | 1979-01-04 | Einschaltvorrichtung an einer einrichtung zum zeitweiligen abziehen von schussgarn an einer webmaschine. |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2939875A1 DE2939875A1 (de) | 1980-07-10 |
| DE2939875B2 DE2939875B2 (de) | 1981-05-14 |
| DE2939875C3 true DE2939875C3 (de) | 1982-01-14 |
Family
ID=4178502
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19797927972U Expired DE7927972U1 (de) | 1979-01-04 | 1979-10-02 | Einschaltevorrichtung an einer einrichtung zum zeitweiligen abziehen von schussgarn |
Country Status (11)
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- 1979-10-02 DE DE2939875A patent/DE2939875C3/de not_active Expired
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- 1979-11-29 GB GB7941182A patent/GB2041418B/en not_active Expired
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- 1979-12-28 BR BR7908597A patent/BR7908597A/pt unknown
- 1979-12-28 US US06/108,299 patent/US4303107A/en not_active Expired - Lifetime
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