DE1910780A1 - Ausloesevorrichtung fuer einen elektrischen zuender - Google Patents
Ausloesevorrichtung fuer einen elektrischen zuenderInfo
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Description
PATENTANWÄLTE 8 MÜNCHEN 2. HILBLESTRASSE 2O
Datum
VI/B 18 236
Anwaltsakte 18 236
ETAT PRANCAIS
represent! par Ie Ministre des Armees,
Delegation Ministerielle pour l'Armement, Direction Technique des Armements Terrestres,
Atelier de Fabrication de Toulouse,
10 rue Saint Dominique, PARIS / Frankreich
"Auslösevorrichtung für einen elektrischen Zünder"
Die Erfindung betrifft eine Auslösevorrichtung für einen elektrischen Zünder, der insbesondere für das Zünden von
Minen aller Art, wie z.B. Schützenminen, Tellerminen und sonstiger Minen geeignet ist.
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— 2 —
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Die hauptsächlich verwendeten Auslösevorrichtungen für Minen, welche mittels Auslösung durch ein Zugglied wie
einen .Draht oder einen Faden arbeiten, beruhen im allgemeinen auf mechanischen Zugsystemen, auf der Spannung
oder auf der Entspannung des Zuggliedes. Diese Vorrichtungen sind wenig zuverlässig und ermangeln auch der
Selektivität. So kann beispielsweise ein Windstoß oder ein natürliches Hindernis, wie ein Zweig, Gras oder dergleichen,
auf die Zugglieder eine Spannung ausüben, die ausreicht,*um die Detonation auszulösen.
Die Erfindung beseitigt diese Mängel und schafft eine Vorrichtung, welche ein vollständig sicheres Funktionieren
gewährleistet.
Die Auslösevorrichtung gemäß Erfindung für einen elektrischen
Zünder, wie sie insbesondere zum Zünden von Minen geeignet ist, ist gekennzeichnet durch eine flexible
bifilare Auslöseleitung, welche quer in der Auslösezone angeordnet werden kann und an einem ihrer Enden kurzgeschlossen
ist, ein gesteuertes Halbleiterelement oder einen Thyristor, welcher mit dem elektrischen Zünder in
Serie geschaltet ist, sowie eine elektrische Energiequelle. Die bifilare Auslöseleitung ist an das gesteuerte Halbleiterelement
derart angeschlossen, daß dieses in den leitenden Zustand überführt wird und infolge dessen die
Zündung auslöst, wenn die bifilare Leitung unterbrochen wird.
Die Vorrichtung gemäß Erfindung bietet den Vorteil, daß sie jede unbeabsichtigte Zündung der mit dem Zünder versehenen
Mine verhindert, weil sie eine Unterbrechung der elektrischen Auslöseleitung erfordert, um den Zünder auszulösen.
Andererseits weist die Auslöseleitung wegen ihres bifilaren Aufbaus die Eigenschaften einer übertragungsleitung auf.
Sie ist daher vollständig unempfindlich gegen elektromagnetische und elektrostatische äußere Störungen. Die
Gefahr, daß eine unbeabsichtigte Auslösung des Zünders unter dem Einfluß derartiger Störungen erfolgt, ist daher
ausgeschlossen.
Die Auslöseeinrichtung gemäß Erfindung kann für das Zünden von Minen aller Art (Schützenminen, Panzerminen und
sonstige Minen) verwendet werden. Sie kann jedoch ebenfalls als Schutzeinrichtung und Alarmvorrichtung für Durchgangszonen
eingesetzt werden. In diesem Falle löst die Auslösung des Zünders einen Alarm aus, der z.B. optischer Art
sein kann (Leuchtraketen, Leuchtminen) oder auch akutischer
Art (Knallsignale).
Die Vorrichtung gemäß Erfindung kann ferner beispielsweise auch zum aufeinanderfolgenden Zünden einer Kette von Leuchtminen
verwendet werden, wobei das Ende der Verbrennung einer Mine das Zünden der in Zündrei^henfolge nächsten benachbarten
Mine ü rch Verbrennung und Unterbrechung von deren Auslöseleitung auslöst.
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Nachfolgend sind als nicht beschränkende Beispiele verschiedene Ausführungsformen der Erfindung anhand der
Zeichnungen beschrieben.
Fig. 1 zeigt das elektrische Schaltschema einer Auslösevorrichtung
für einen elektrischen Zünder gemäß Erfindung.
Fig. 2, 3, 1I und 5 zeigen die Schalt Schemen verschiedener
anderer Ausführungsformen.
Fig. 1 zeigt das theoretische Prinzip der Erfindung.
Eine sehr flexible Bifilarleitung 1 ist über der Auslösezone
angeordnet. Diese Leitung kann gemäß den klassischen Verfahren für eine Auslöseleitung verlegt werden, so z.B.
gespannt zwischen zwei Haltegliedern, getarnt, in Zickzackverlegung auf der Erde und was dergleichen mehr ist.
An dieser Stelle sei bemerkt, daß ein wesentlicher Vorteil der Vorrichtung gemäß Erfindung in der Tatsache liegt,
daß eine Unterbrechung der flexiblen Leitung zum Auslösen der Mine erforderlich ist. Auf diese Weise werden alle zufälligen
Auslösungen, wie sie durch Naturereignisse (Wind und dergleichen) hervorgerufen werden können, und bei den
in der Praxis bekannten System auftreten, mit Sicherheit vermieden. Die Bifilarleitung 1 ist an ihrem einen Ende la
kurzgeschlossen. Ihre beiden anderen Enden Ib und Ic sind
an die Kathode 2 bzw. die Steuerelektrode 3 eines Thyristors
k angeschlossen. Der Thyristor kann ebenso zur positiven
wie auch zur negativen Steuerung ausgebildet sein. Der
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bifllare Aufbau der Leitung 1 verleiht ihr die Eigenschaften einer übertragungsleitung, wodurch die Vorrichtung
gegen äußere elektromagnetische und elektrostatische Störungen unempfindlich wird.
Im Anodenkreis des Thyristors 4 liegt ein Zündsatz 5.
Die Steuerelektrode 3 des Thyristors k ist über einen Widerstand 6 mit dem Wert IL an die positive Klemme 7
einer elektrischen Gleichstromenergiequelle 8 angeschlossen. Der Leitungswiderstand der Leitung 1 muß so
gewählt sein, daß der zwischen den Anschlußstellen 2 und 3 erscheinende Widerstand R viel geringer als der
Wert R^ des Widerstands 6 ist. Unter diesen Bedingungen
wird die Potentialdifferenz V zwischen der Kathode und der Steuerelektrode des Thyristors (V = V χ =— )
weit unterhalb der Diffusionsspannung der Kathoden-Elektrodengrenzschicht der Steuerelektrode 3. Mit V ist
die Spannung der Energiequelle bezeichnet. Der Thyristor bleibt gesperrt und der Zündkreis bleibt offen. Während
der Unterbrechung der Leitung 1 verändert sich das Potential der Steuerelektrode augenblicklich auf das Potential + VQ,
was ein Leitendwerden der Thyristors 4 und die Zündung des Zündsatzes 5 zur Folge hat.
Nach einer abgewandelten Ausführungsform kann der Zündsatz
5 auch zwischen die negative Klemme der Quelle 8 und die Kathode 2 des Thyristors 4 geschaltet sein.
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Zum besseren Verständnis der Erfindung wird nunmehr eine
besondere Vorrichtung zum Zünden mittels Drahtauslöser unter Bezug auf Fig. 2 beschrieben, wobei dadurch keine
Beschränkung gegeben sein soll.
Ein Teilaggregat 9 dient zur Steuerung der Kontinuität der Auslöseleitung 1 im Verlauf des Scharfmachens. Das
Teilaggregat 9 schafft auch eine Sicherung während des Verlegens der Mine. Das Teilaggregat 9 kann auch auf dem
' Minenkörper angeordnet oder an diesen durch ein sehr
flexibles Kabel zur üblichen Tarnung angeschlossen sein. Ein Umschalter 10, dessen Schaltglied 11 sich im nicht
scharfen Zustand in der Lage 12 befindet, gestattet es, eine Leuchtscheibe 13 einzuschalten oder eine einfache
Verbindung für den Speisekreis des Transistors und des Zündsatzes zu schaffen. Wenn die Mine verlegt ist, befindet
sich das Schaltglied 11 in der Position 12 und ist verriegelt. Zum Umlegen des Schaltglieds in die Lage
14 ist z.B. ein vorheriges Zurückziehen eines Sicherheitsstiftes oder einer anderen Verriegelungseinrichtung erforderlich.
Die Leuchtscheibe 13 dient zu Prüfzwecken. Sie kann z.B. ein durch Druck prüfbares Schauzeichen sein.
Es soll nunmehr angenommen werden, daß die flexible Leitung während des Verlegens abgetrennt wird; Dabei befindet
sich das Schaltglied 11 zwangsläufig in der Lage 12 und bei einer Beobachtung des Schauzeichens 13 wird die Abtrennung
der Leitung signalisiert. Der Thyristor wird dann 609836/0349
gezündet und es wird ein Kreis geschlossen, welcher von der Energiequelle 8 über das Schauzeichen 13, den Zündsatz
5 und den Thyristor 4 verläuft. Dabei leuchtet nur das Schauzeichen 13 auf und es findet keine Detonation
des Zündsatzes statt. Bei der Vorrichtung gemäß Erfindung sind die elektrischen Eigenschaften der Leuchtscheibe
13 so gewählt, daß der durch den Zündsatz 5 fließende Strom weit unter dem eine Detonation des Zündsatzes hervorrufenden
Stromes liegt. Somit hat während des Scharfmachens (das Schaltglied 11 nimmt die Lage 12 ein) jedes
Unterbrechen der flexiblen Leitung 1 keine Polgen hinsichtlich der Gefahr einer Detonation. Die Unterbrechung
wird aber durch Aufleuchten der Leuchtscheibe 13 angezeigt. Wenn die Kontinuität der Auslöseleitung 1 weiter besteht,
leuchtet die Leuchtscheibe 13 nicht auf und der Thyristor 4 bleibt gesperrt. In diesem Fall empfiehlt es sich, sich
der einwandfreien Punktion des Schauzeichens zu versichern, sei es, indem man auf das Schauzeichen drückt, wenn ein
durch Druck prüfbares Schauzeichen vorgesehen ist, sei es durch eine ganze Hilfsprüfvorrichtung: Zusätzliche Energiequelle
usw. Wenn diese letztere Prüfung positiv ausfällt, reicht es zur Vollendung des Scharfmachens der Mine aus,
das Schaltglied 11 des Schalters 10 in die Lage 14 umzulegen.
Das Schauzeichen 13 befindet sich dann nicht mehr im Schaltkreis. Wenn dann die flexible Leitung 1 unterbrochen
wird, reicht der durch den Zündsatz 5 fließende Strom aus, um deren Detonation hervorzurufen.
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Ein parallel zur elektrischen Energiequelle 8 geschalteter Kondensator 15 ist dazu bestimmt, einem Ausfall dieser
Energiequelle 8 bei niedrigen Temperaturen vorzubeugen. Tatsächlich gewinnt bei diesen Temperaturen der Innenwiderstand
der Energiequelle genügend Bedeutung und begrenzt ihre Stromabgabe. Bei einer Unterbrechung der
Leitung kann der Zündsatz 5 von einem Strom durchflossen werden, welcher nicht ausreicht, um deren Detonation hervorzurufen.
Es findet dann die Entladung des Kondensators " 15 statt und es wird die für eine Zündung des Zündsatzes
erforderliche Energie ergänzt.
In Fig. 3 ist eine abgewandelte Ausführungsform gemäß Erfindung
gezeigt. Der Hauptnachteil der Ausführungsform
nach Fig. 2 besteht darin, daß im scharfen Zustand Energie
verbraucht wird. Im Kreis mit der Leitung 1 fließt ständig
- Va
ein Strom der Größe i = ■ . Folglich soll der Widerstand
ein Strom der Größe i = ■ . Folglich soll der Widerstand
nl
6 keinen sehr großen Wert IL besitzen, damit der Thyristor
6 keinen sehr großen Wert IL besitzen, damit der Thyristor
4 bei einer Unterbrechung der Leitung 1 zündet. Der Strom
i nimmt dann einen nicht vernachlässigbaren Wert an und die
UtKtbhart
Stromabgabe trägt zur Herabsetzung der energetischen ekeit
der Zündvorrichtung bei. Das Hinzufügen eines aktiven Halbleiterelementes mit einer beträchtlichen Stromverstärkung
gestattet es, in dem Widerstand 6 nur einen sehr geringen ständigen Strom fließen zu lassen. Die Unabhängigkeit
der Zündvorrichtung wird dann sehr vergrößert. Somit erlaubt die Verwendung eines Transistors 16 der NPN-Bauart,
dessen Emitter 18 an die Steuerelektrode 3 des
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Thyristors 4 angeschlossen ist und dessen Kollektor an
das Schaltglied 11 des Umschalters 10 angeschlossen ist, R1 mit einem Wert in der Umgebung von 50 k Q- zu wählen,
während sein optimaler Wert bei der Vorrichtung nach Fig. 2 bei ungefähr 10 k SL liegt. Der Stromverbrauch wird
somit beträchtlich gesenkt. Die flexible Leitung 1, deren Enden Ic und Ib jeweils an die Basis 17 bzw. den Emitter
18 des Transistors 16 angeschlossen sind, schafft für die Basis-Emitter-Strecke einen Kurzschluß, wodurch der Transistor
gesperrt ist und ein Leitendwerden des Thyristors verhindert wird. Bei einer Unterbrechung des flexiblen
Kabels 1 steigt die Vorspannung über der Basis-Emitter-Strecke des Transistors Iß, welche durch den Widerstand 6
bestimmt wird, über die Diffusionsspannung an, wodurch der Transistor 16 leitend wird. Die dann an den Anschlüssen
eines Widerstands 19, welche zwischen die Steuerelektrode 3 des Thyristors 4 und dessen Kathode geschaltet ist,
auftretende Spannung läßt den Thyristor 4 leitend werden, wodurch die Detonation des Zündsatzes ausgelöst wird.
Es wird nunmehr unter Bezug auf Fig. 4 eine weitere abgewandelte
Ausführungsform der Erfindung beschrieben.
Bei dieser Ausführungsform ist die Auslöseleitung 1 über
einen Widerstand 20 mit der Steuerelektrode 3 verbunden. Der Widerstand 20 bildet zusammen mit einem Kondensator
21 einen Filter für hohe Frequenzen, um Störungen infolge elektromagnetischer Strahlung zu verhindern. In gleicher
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19i07»0
Weise verhindern Perritperlen 22, 23 und 2k derartige Störungen, indem sie für diese Hindernisse bilden. Zwischen
die Steuerelektrode 3 des Thyristors 4 und seine Kathode ist ein Widerstand 25 geschaltet, welcher das
Potential der Steuerelektrode 3 festlegt und das Abfließen elektrostatischer Ladungen erlaubt, welche auf
der Leitung 1 auftreten können und den Thyristor 4 zur Unzeit zünden können. Ein Zusatz 26 schafft durch ein
erstes Paar von Kontakten 26a und 26b eine Verbindung zwischen der negativen Klemme der Quelle 8 und der
Elektrode 2 und durch ein zweites Paar von Kontakten 26c und 26d eine Verbindung zwischen dem Kondensator 15 und
dem Zündsatz 5. Ein Abziehen des Zusatzes 26 gestattet die Lagerung und den Transport der Vorrichtung unter Gewährleistung
vollständiger Sicherheit, wobei die Vorrichtung mit einer Energiequelle 8 ausgerüstet oder nicht
ausgerüstet sein kann. Ein Sicherheitszusatz 27 kann gegebenenfalls und zeitweilig durch eine Steuereinheit ersetzt
werden, welche zur Prüfung der elektrischen Konti-
<Aex-
nuität 44e Auslöseleitung 1 und des Zustande des Speicherkondensators
15 dient. Die Steuereinheit ist zwischen die Kontakte 26a und 26c geschaltet. Somit unterbindet der
Kondensator 15 den Betrieb der Zündvorrichtung. Der Betrieb der Vorrichtung ist deshalb vom Abziehen des Sicherheit
sZusatzes 27 abhängig.
- 11 609836/0349
Es können zwei Fälle einer Unterbrechung der Auslöseleitung auftreten:
1. Die Auslöseleitung 1 wird während der Lagerung, des Transports, des Verlegens usw. unterbrochen, bevor der
Zusatz 27 abgezogen ist.
Wenn der Doppelzusatz 26 angebracht ist, reicht die Potentialdifferenz,
welche zwischen der Kathode 2 und der Steuerelektrode 3 des Thyristors 4 auftritt, aus, um den
Thyristor 4 leitend werden zu lassen. Der Kondensator 15
kann sich infolge des Vorhandenseinsdes Zusatzes 27 nicht aufladen. Der von der Energiequelle 8 gelieferte Strom,
welcher durch einen in Reihe zwischen die positive Klemme 7 und die Anode des Thyristors 4 geschalteten Widerstand
28 begrenzt ist, reicht nicht zur Zündung des Zündsatzes 5 aus (der Strom liegt unter dem für die Sicherheit des
Zündsatzes 5 festgestellten Strom).
Das Abziehen des Zusatzes 27 zieht eine außerordentlich geringe Ladung des Kondensators 15 nach sich, und zwar in
Abhängigkeit von den Kehrwerten des Widerstands 28 und des Widerstands des Zündsatzes 5. Diese Ladung ist dabei
infolge der Anschaltung des Kondensators 15 unwirksam und die Vorrichtung kann deshalb nicht funktionieren, wodurch
die Sicherheit der mit der Vorrichtung hantierenden Personen garantiert wird.
6 098 3 6/0349.
2. Die Auslöseleitung 1 ist beim Abziehen des Zusatzes 27 intakt. Das Abziehen zieht dann ein Laden des Kondensators
15 nach sich.
Ein Unterbrechen der Auslöseleitung 1 ruft die Zündung des Thyristors 4 hervor. Der Kondensator 15 entlädt sich dann
im Zündkreis und sichert demzufolge die Zündung des Zündsatzes 5.
Ein in Reihe zwischen den Widerstand 28 und die Anode des
Thyristors 4 geschalteter Widerstand 29 verhindert schlechte Kontakte, Fabrikationsmängel oder Schaltungsmängel, welche
sich bei dem Zündsatz 5 und/oder dem Doppelzusatz 26 ergeben können und außerordentlich gefährliche Punktionsverzögerungen
bei dem Gerät hervorrufen können, welches der Vorrichtung benachbart ist.
Bei der in Fig. 5 gezeigten Ausführungsform steuert ein
Transistor 16 den Thyristor 4 wie bei der Schaltung von Fig. 3, damit die Vorrichtung eine größere energetische
Unabhängigkeit besitzt. Ein Speicherkondensator 15 verhindert Ausfälle der Energiequelle 8, insbesondere bei einer
Verwendung der Vorrichtung bei niedrigen Temperaturen. Ein den Zündsatz 5 kurzschließender Sicherheitszusatz 30
verhindert durch sein Vorhandensein die Zündung des Zündsatzes 5. Die Inbetriebnahme der Vorrichtung ist deshalb
vom Abziehen des Zusatzes 30 abhängig.
609836/0349 - 13 -
Es können zwei Fälle der Unterbrechung der Auslöseleitung 1 auftreten:
a) Die Auslöseleitung 1 wird vor dem Abziehen des Zusatzes unt erbrochen.
Das Unterbrechen der Auslöseleitung 1 zieht ein Entsperren des Transistors 16 und demzufolge das Zünden des Thyristors
4 nach sich. Der Kondensator 15 et sich in dem Kreis
mit dem Zusatz 30 und dem Thyristor 4. Die Energiequelle 8 ist kurzgeschlossen, wobei über dem Thyristor 4 ein Spannungsabfall
auftritt, und sie verschlechtert sich schnell.
Die Zündvorrichtung kann infolge des bei der Energiequelle
8 verursachten Schadens nicht funktionieren, und zwar selbst bei Abziehen des Zusatzes 30, wodurch eine große Sicherheit
im Gebrauch gewährleistet ist.
b) Die Auslöseleitung 1 ist vor dem Abziehen des Zusatzes 30 intakt.
Nach dem Anschalten der Energiequelle 8 lädt sich der Kondensator 15 auf eine Potentialdifferenz auf, welche gleich
der Potentialdifferenz der Energiequelle 8*ist. Bei einer
Unterbrechung der Auslöseleitung 1 nach dem Abziehen des Zusatzes 30 wird der Transistor 16 entsperrt und demzufolge
der Thyristor 4 gezündet. Der Kondensator 15 entlädt sich dann in der Zündschaltung, wobei die Zündung des Zündsatzes
5 gesichert ist.
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- 14 - 191078Q
Bei einer abgewandelten Ausführungsform kann ein an die
Klemme 7 angeschlossener Widerstand vorgesehen werden, welcher zur Begrenzung des Stroms der Energiequelle 8
bestimmt ist, wobei die Gebrauchssicherheit der Vorrichtung beträchtlich erhöht wird. Wenn z.B. der Fall eines
unbeabsichtigten Bruches der Auslöseleitung 1 betrachtet wird, kann die Verwendung einer besonders robusten und/
oder durch den Kurzschluß ungenügend beschädigten Energiequelle 8 eine Zündung des Zündsatzes 5 nach sich
ziehen, wenn der Zusatz 30 abgezogen wird, obwohl der
Kondensator 15 entladen ist. Diese zufällige Zündung wird dann unter Wirkung der Quelle 8 selbst stattfinden,
wohingegen durch Hinzufügung des Widerstands 31 dies verhindert wird.
- 15 Patentansprüche:
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Claims (11)
- Patentansprüche:(1 .J Zündvorrichtung zur elektrischen Zündung, insbesondere zur Zündung von Minen, dadurch gekennzeichnet, daß eine bifilare flexible Auslöseleitung (1) vorgesehen ist, welche quer in der Auslösezone angeordnet ist, «»&- daß eines ihrer Enden (la) und ein gesteuertes Halbleiterelement oder ein Thyristor 4 in Reihe mit einem elektrischen Zündsatz (5) und einer elektrischen Energiequelleund
(8) geschaltet sind,/daß die bifilare Auslöseleitung an das gesteuerte Halbleiterelement so angeschaltet ist, daß dieses in den leitenden Zustand gelangt und demzufolge der Zündsatz gezündet wird, wenn die bifilare Leitung unterbrochen wird. - 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Widerstand (6) aufweist, welcher zwischen die positive Klemme(7) der elektrischen Gleichstromenergiequelle (8) und die Steuerelektrode (3) des Thyristors (4) geschaltet ist, und daß die Enden (Ib, Ic) der beiden Drähte der Auslöseleitung jeweils an die Kathode bzw. die Steuerelektrode des Thyristors (4) angeschlossen sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Klemme der elektrischen Energiequelle an ein Teilaggregat (9) angeschlossen ist, welcheseinen6-0 9836/0349 . ■ -16-Umschalter (10) mit zwei Umschaltlagen und eine Leuchtscheibe (13) aufweist, welche in den Speisekreis des Thyristors (4) eingeschaltet ist, und daß der Umschalter so geschaltet ist, daß er in einer ersten Schaltlage, in welcher ein nicht scharfer Zustand besteht, die Leuchtscheibe (13) mit dem Zündsatz (5) in Reihe schaltet und in seiner zweiten Schaltlage den Zündsatz (5) direkt mit einer Klemme der elektrischen Energiequelle (8) verbindet.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch I3 dadurch gekennzeichnet, daß parallel zur elektrischen Gleichstromenergiequelle (8) ein Kondensator (15) geschaltet ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Transistor (16) aufweist, dessen Ermitter-Kollektorkreis zwischen die positive Klemme der elektrischen Energiequelle und die Steuerelektrode des Thyristors (4) geschaltet ist, daß ein Widerstand (19) zwischen die Steuerelektrode und die Kathode des Thyristors geschaltet ist, daß ein Widerstand (6) an die positive Klemme und an die Basis des Transistors (16) angeschlossen ist, und daß die Enden (Ib, Ic) der beiden Drähte der Auslöseleitung jeweils an die Steuerelektrode des Thyristors (4) bzw. die Basis des Transistors (16) angeschlossen sind.- 17 -609836/03^9
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bifilare Auslöseleitung(l) an die Steuerelektrode (3) des Thyristors (4) unter Zwischenschaltung eines Hochfrequenzfilters, welches von einem in Reihe liegenden Widerstand (20) und einem parallel liegenden Kondensator (21) gebildet wird, angeschlossen ist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Widerstand (25) zwischen die Steuerelektrode und die Kathode des Thyristors (4) geschaltet ist.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Doppelzusatz (26) mit vier Kontakten vorgesehen ist, nämlich einem ersten Kontakt (26a), welcher an die negative Klemme der elektrischen Energiequelle angeschlossen ist, einem zweiten Kontakt (26b), welcher an die Kathode (2) des Thyristors (4) angeschlossen ist, daß ein Anschluß eines Widerstands (28) an die positive Klemme der elektrischen Energiequelle angeschlossen ist, daß ein Anschluß eines Widerstands (29) an die Anode des Thyristors (4) und an eine Platte eines Kondensators (15) angeschlossen ist, daß der dritte Kontakt (26c) an die andere Platte des Kondensators (15) angeschlossen ist, und daß der vierte Kontakt (26d) an den Zündsatz (5) angeschlossen ist.- 18 609836/0349
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sicherheitszusatz(27) den ersten und den
dritten Kontakt (26a, 26c) des Doppelzusatzes (26)
kurzschließt. - 10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sicherheitszusatz (30) den Zündsatz (5) kurzschließt.
- 11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Reihe mit dem Zündsatz (5) ein Strombegrenzungswiderstand (31) geschaltet ist.609836/0349
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| IT941002B (it) | 1973-03-01 |
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| OI | Miscellaneous see part 1 | ||
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