DE1910780C3 - Vorrichtung zum elektrischen Zünden von Sprengladungen, insbesondere von Minen - Google Patents
Vorrichtung zum elektrischen Zünden von Sprengladungen, insbesondere von MinenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42C—AMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
- F42C11/00—Electric fuzes
- F42C11/001—Electric circuits for fuzes characterised by the ammunition class or type
- F42C11/007—Electric circuits for fuzes characterised by the ammunition class or type for land mines
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum elektrischen Zünden von Sprengladungen, insbesondere
von Minen, mit einer elektrischen Zündpille, einer Gleichstromquelle und mit einer bifilaren Auslöselei- bo
tung, die bei Einwirkung auf eine beliebige Stelle einen von der Gleichstromquelle über die Zündpille verlaufenden
Stromkreis schließt.
Bei einer aus der DE-AS 1199 662 bekannten
Vorrichtung dieser Art besteht die bifilare Auslöselei- ;-tung
aus einem von einem isolierenden Schutzschlauch umgebenen gelochten Isolierstoffband, auf dem beidseitig
eine Metallfolie angebracht ist. Diese Anordnung bildet eine Kontaktschwelle, die auf eine bestimmte
Druckbelastung anspricht. Wenn auf eine beliebige Stelle der Auslöseleitung der erforderliche Druck
ausgeübt wird, beispielsweise beim Überrollen durch ein
Fahrzeug, werden die Metallfolien in Berührung gebracht, wodurch der Zündstromkreis geschlossen
wird. Diese durch Schließen eines Stromkreises ausgelöste und auf Druck ansprechende bekannte
Zündvorrichtung spricht nicht immer mit ausreichender Sicherheit an. Der auf die Auslöseleitung ausgeübte
Druck hängt nämlich nicht nur von dem Gewicht des Fahrzeugs ab, sondern auch von der Art der Verlegung
der Auslöseleitung, der Beschaffenheit des Untergrunds und ähnlichen Faktoren. Ein Zerreißen der Auslöseleitung
oder einer ihrer Metallfolien an einer beliebigen Stelle führt nicht zur Zündung und macht den ganzen
dahinterliegenden Abschnitt der Auslöseleitung unwirksam. Ferner hat die Auslöseleitung eine Breite, welche
die Tarnung beim Verlegen erschwert.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Vorrichtung der eingangs angegebenen Art, die ein
sicheres Zünden der Sprengladung unabhängig von den Umgebungsbedingungen gewährleistet und deren Auslöseleitung
unauffällig verlegt werden kann.
Nach der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Zündpille in Reihe mit der Anoden-Kathoden-Strecke
eines Thyristors an die Gleichstromquelle angeschlossen ist, daß die bilare Auslöseleitung
an dem einen Ende kurzgeschlossen ist und an ihrem anderen Ende in Reihe mit einem Widerstand an die
Gleichstromquelle angeschlossen ist, und daß der Thyristor durch die zwischen den Anschlußpunkten des
nicht kurzgeschlossenen Endes der bifilaren Auslöseleitung anliegende Spannung bei Unterbrechung der
bifilaren Auslöseleitung durchschaltbar ist.
Die nach der Erfindung ausgebildete Vorrichtung wird nicht durch Schließung, sondern durch Unterbrechung
eines Stromkreises ausgelöst, nämlich durch die Unterbrechung der bifilaren Auslöseleitung an einer
beliebigen Stelle. Die Vorrichtung arbeitet also nach dem Ruhestromprinzip und weist somit die bekannten
Sicherheitseigenschaften der Ruhestromsysteme auf. Im Gegensatz zu den üblichen Ruhestromsystemen, die im
Ruhezustand einen erheblichen Strom verbrauchen, ergibt aber die Verwendung eines Thyristors in
Verbindung mit der Auslöseleitung in der angegebenen Weise die Wirkung, daß der im Ruhezustand verbrauchte
Strom sehr gering ist; die Vorrichtung bleibt deshalb für sehr lange Zeit auch dann betriebsbereit, wenn sie
von einer unabhängigen Batterie gespeist wird. Die bifilare Auslöseleitung spricht nicht auf Druck an,
sondern auf eine Zugbelastung, die zum Zerreißen führt. Sie kann daher eine übliche dünne Zweidrahtleitung
sein, die leicht und unauffällig verlegt werden kann. Das Zünden wird ferner auch durch jedes absichtliche
Durchschneiden der Zweidrahtleitung ausgelöst, beispielsweise im Zuge einer Minenräumung.
Eine erste Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung besteht darin, daß die beiden Anschlußpunkte
des nicht kurzgeschlossenen Endes der Auslöseleitung direkt mit der Kathode bzw. der Steuerelektrode
des Thyristors verbunden sind, und daß der Widerstand zwischen der Steuerelektrode und der positiven
Klemme der Gleichstromquelle angeschlossen ist. Bereits bei dieser Ausführungsform kann der Stromverbrauch
im Ruhezustand, der durch den Wert des Widerstands bestimmt ist, sehr klein gehalten werden.
Der Stromverbrauch im Ruhezustand kann jedoch
durch eine zweite Ausfuhrungsform der Vorrichtung noch ganz wesentlich verringert werden. Diese
Ausführungsform besteht darin, daß die beiden Anschlußpunkte des nicht kurzgeschlossenen Endes der
Auslöseleitung mit dem Emitter bzw. der Basis eines als Stromverstärker geschalteten Transistors verbunden
sind, daß der Widerstand die Basis oes Transistors mit dem positiven Pol der Gleichstromquelle verbindet, an
den auch der Kollektor des Transistors angeschlossen ist, und daß der Emitter des Transistors mit dem
negativen Pol der Gleichstromquelle über einen Widerstand verbunden ist, an dessen Klemmen die
Kathode bzw. die Steuerelektrode des Thyristors angeschlossen sind.
Eine dritte Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung besteht darin, daß die beiden Anschlußpunkte
des nicht kurzgeschlossenen Endes der bifilaren Auslöseleitung über ein aus einem in Reihe liegenden
Widerstand und einem parallelgeschaltefn Kondensator bestehendes Tiefpaßfilter mit der Kathode bzw. der
Steuerelektrode des Thyristors verbunden sind Durch diese Ausführungsform wird erreicht, daß hochfrequente
Störsignale, die zum unbeabsichtigten Auslösen der Zündung führen könnten, von der Steuerelektrode des
Thyristors ferngehalten werden.
Durch die bifilare Ausbildung der Auslöseleitung wird nach dem Prinzip der Übertragungsleitungen erreicht,
daß elektromagnetische und elektrostatische Störungen unterdrückt werden und so keine unbeabsichtigte
Zündung auslösen können.
Nachfolgend sind verschiedene Ausführungsformen der Erfindung anhand der Zeichnungen beschrieben.
F i g. 1 zeigt das elektrische Schaltschema einer Auslösevorrichtung für einen elektrischen Zünder
gemäß der Erfindung;
Fig.2 und 3 zeigen Schaltschemen verschiedener
anderer Ausführungsformen.
Die F i g. 1 zeigt das theoretische Prinzip der Erfindung.
Eine sehr flexible Bifilarleitung 1 ist über der Auslösezone angeordnet. Diese Leitung kann gemäß
den klassischen Verfahren für eine Auslöseleitung verlegt werden, so z. B. gespannt zwischen zwei
Haltegliedern, getarnt, in Zickzackverlegung auf der Erde und das dergleichen mehr ist. Die Bifilarleitung 1
ist an ihrem einen Ende la kurzgeschlossen. Ihre beiden anderen Enden 16 und Ic sind an die Kathode 2 bzw. die
Steuerelektrode 3 eines Thyristors 4 angeschlossen. Der Thyristor kann ebenso zur positiven wie auch zur
negativen Steuerung ausgebildet sein.
Im Anodenkreis des Thyristors 4 liegt eine Zündpille 5. Die Steuerelektrode 3 des Thyristors 4 ist über einen
Widerstand 6 mit dem Wert /?i an die positive Klemme
7 einer elektrischen Gleichstromenergiequelle 8 angeschlossen. Der Leitungswiderstand der Leitung 1 muß so
gewählt sein, daß der zwischen den Anschlußstellen 2 und 3 erscheinende Widerstand R viel geringer als der
Wert Rt des Widerstands 6 ist. Unter diesen Bedingungen
liegt die Potentialdifferenz Inzwischen der Kathode und der Steuerelektrode des Thyristors
(V - V ■ K \
weit unterhalb der Durchlaßspannung der Kathoden-Elektrodengrenzschicht
der Steuerelektrode 3. Mit Va ist die Spannung der Energiequelle bezeichnet. Der
Thyristor bleibt gesperrt, und der Zündkreis bleibt offen.
Während der Unterbrechung der Leitung 1 verändert sich das Potential + V* was ein Leitendwerden des
Thyristors 4 und die Zündung der Zündpille 5 zur Folge hat
Nach einer abgewandelten Ausführungsiorm kann
die Zündpille 5 auch zwischen die negative Klemme der Stromquelle 8 und die Kathode 2 des Thyristors 4
geschaltet sein.
In F i g. 2 ist eine abgewandelte Ausführungsform
ίο gemäß der Erfindung gezeigt Nachteilig ist bei der
Ausführungsform nach F i g. 1, daß im scharfen Zustand Energie verbraucht wird. Im Kreis mit der Leitung 1
fließt ständig ein Strom der Größe
I =
Folglich soll der Widerstand 6 keinen sehr großen Wert R\ besitzen, damit der Thyristor 4 bei einer
Unterbrechung der Leitung 1 zündet Der Strom / nimmt dann einen nicht vernachlässigbaren Wert an,
und die Stromabgabe trägt zur Herabsetzung der energetischen Unabhängigkeit der Zündvorrichtung
bei. Das Hinzufügen eines aktiven Halbleiterelementes mit einer beträchtlichen Stromverstärkung gestattet es,
in dem Widerstand 6 nur einen sehr geringen ständigen Strom fließen zu lassen. Die Unabhängigkeit der
Zündvorrichtung wird dann sehr vergrößert Somit
jo erlaubt die Verwendung eines Transistors 16 der
NPN-Bauart, dessen Emitter 18 an die Steuerelektrode 3 des Thyristors 4 angeschlossen ist und dessen
Kollektor an den Verbindungspunkt zwischen der Zündpille 5 und dem Widerstand 6 angeschlossen ist R\
mit einem Wert in der Umgebung von 50 kü. zu wählen,
während sein optimaler Wert bei der Vorrichtung nach Fig. 2 bei ungefähr 10 V£l liegt. Der Stromverbrauch
wird somit beträchtlich gesenkt. Die flexible Leitung 1, deren Enden Ic und \b jeweils an die Basis 17 bzw. den
Emitter 18 des Transistors 16 angeschlossen sind, schafft für die Basis-Emitter-Strecke einen Kurzschluß, wodurch
der Transistor gesperrt ist und ein Leitendwerden des Thyristors 4 verhindert wird. Bei einer Unterbrechung
des flexiblen Kabels 1 steigt die Vorspannung über der Basis-Emitter-Strecke des Transistors 16,
welche durch den Widerstand 6 bestimmt wird, über die Durchlaßspannung an, wodurch der Transistor 16
leitend wird. Die dann an den Anschlüssen eines Widerstands 19, welcher zwischen die Steuerelektrode 3
des Thyristors 4 und dessen Kathode geschaltet ist auftretende Spannung läßt den Thyristor 4 leitend
werden, wodurch die Detonation der Zündpille ausgelöst wird.
Es wird nunmehr unter Bezug auf F i g. 3 eine weitere abgewandelte Ausführungsform der Erfindung beschrieben.
Es wird nunmehr unter Bezug auf F i g. 3 eine weitere abgewandelte Ausführungsform der Erfindung beschrieben.
Bei dieser Ausführungsform ist die Auslöseleitung I über den Widerstand 20 mit der Steuerelektrode 3
verbunden. Der Widerstand 20 bildet zusammen mit
bo einem Kondensator 21 ein Filter für hohe Frequenzen,
um Störungen infolge elektromagnetischer Strahlung, die in die Schaltungsanordnung eindringen kann, zu
verhindern. In gleicher Weise verhindern Ferritperlen 22, ?3 und 24 derartige Störungen, indem sie für diese
b5 Hindernisse bilden. Zwischen die Steuerelektrode 3 des
Thyristors 4 und seine Kathode ist ein Widerstand 25 geschaltet, welcher das Potential der Steuerelektrode 3
festlegt und das Abfließen elektrostatischer Ladungen
erlaubt, welche auf der Leitung 1 auftreten können und den Thyristor 4 zur Unzeit zünden können.
Ein in Reihe zwischen einen Widerstand 28 und die Anode des Thyristors 4 geschalteter Widerstand 29
verhindert schlechte Kontakte, Fabrikationsmängel oder Schaltungsmängel, welche sich bei der Zündpille
ergeben können und außerordentlich gefährlich Funktionsverzögerungen bei dem Gerät hervorrufe:
können, welches der Vorrichtung benachbart ist.
Hier/u 2 Blatt Zciehiiuimcn
Claims (4)
1. Vorrichtung zum elektrischen Zünden von Sprengladungen, insbesondere von Minen, mit einer
elektrischen Zündpille, einer Gleichstromquelle und mit einer bifilaren Auslöseleitung, die bei Einwirkung
auf eine beliebige Stelle einen von der Gleichstromquelle über die Zündpille verlaufenden
Stromkreis schließt, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündpille (5) in Reihe mit der
Anoden-Kathoden-Strecke eines Thyristors (4) an die Gleichstromquelle (8) angeschlossen ist, daß die
bifilare Auslöseleitung (1) an dem einen Ende (ia) kurzgeschlossen ist und an ihrem anderen Ende (ib,
ic) in Reihe mit einem Widerstand (6) an die Gleichstromquelle (8) angeschlossen ist, und daß der
Thyristor (4) durch die zwischeü den Anschlußpunkten (ib, leides nicht kurzgeschlossenen Endes der
bifilaren Auslöseleitung (1) anliegende Spannung bei Unterbrechung der bifilaren Auslöseleitung (1)
durchschaltbar ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Anschlußpunkte (16, IcJdes
nicht kurzgeschlossenen Endes der Auslöseleitung (1) direkt mit der Kathode (2) bzw. der Steuerelektrode
(3) des Thyristors (4) verbunden sind (F i g. 1, 2), und daß der Widerstand (6) zwischen der
Steuerelektrode (3) und der positiven Klemme (7) der Gleichstromquelle (8) angeschlossen ist (F i g. 1). jo
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Anschlußpunkte (ib, leides
nicht kurzgeschlossenen Endes der Auslöseleitung (1) mit dem Emitter (18) bzw. der Basis (17) eines als
Stromverstärker geschalteten Transistors (16) ver- j5
bunden sind, daß der Widerstand (6) die Basis (17) des Transistors (16) mit dem positiven Pol (7) der
Gleichstromquelle (8) verbindet, an den auch der Kollektor des Transistors (16) angeschlossen ist, und
daß der Emitter (18) des Transistors {i&) mit dem
negativen Pol der Gleichstromquelle (8) über einen Widerstand (19) verbunden ist, an dessen Klemmen
die Kathode (2) bzw. die Steuerelektrode (3) des Thyristors (4) angeschlossen sind (F i g. 2).
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn- 4ri
zeichnet, daß die beiden Anschlußpunkte (ib, leides nicht kurzgeschlossenen Endes der bifilaren Auslöseleitung
(1) über ein aus einem in Reihe liegenden Widerstand (20) und einem parallelgeschalteten
Kondensator (21) bestehendes Tiefpaßfilter mit der w Kathode (2) bzw. der Steuerelektrode (3) des
Thyristors (4) verbunden sind (Fig. 3).
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| FR141907 | 1968-03-01 | ||
| FR159718A FR96627E (fr) | 1968-03-01 | 1968-07-18 | Dispositif allumeur de mine par rupture d'une ligne bifilaire souple. |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1910780A1 DE1910780A1 (de) | 1976-09-02 |
| DE1910780B2 DE1910780B2 (de) | 1979-10-11 |
| DE1910780C3 true DE1910780C3 (de) | 1980-06-19 |
Family
ID=26181847
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (4)
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| FR (1) | FR96627E (de) |
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| NL (1) | NL172591C (de) |
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1969
- 1969-02-27 IT IT3531769A patent/IT941002B/it active
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- 1969-03-03 NL NL6903252A patent/NL172591C/xx not_active IP Right Cessation
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