DE1539203C - Zündschaltung fur Brennkraftmaschi nen - Google Patents
Zündschaltung fur Brennkraftmaschi nenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Zündschaltung für Brennkraftmaschinen mit einem Speicherkondensator,
bei der der Kondensator von einer Stromquelle über einen Ladekreis geladen wird, in dem ein induktives
Bauelement und ein Gleichrichter hintereinandergeschaltet sind und bei der der Kondensator über
einen Entladekreis entladen wird, der die Primärwicklung der Zündspule und einen steuerbaren
Gleichrichter enthält.
Bekanntlich wird bei einer solchen Anordnung der Kondensator auf eine weit höhere Spannung als
die Batteriespannung aufgeladen, was auf das Vorhandensein eines induktiven Bauelementes und eines
ein Entladen verhindernden Gleichrichters zurückzuführen ist.
Das Funktionsprinzip derartiger Stromkreise ist folgendes:
Wird durch Schließen eines Schalters der Stromkreis mit der Stromquelle verbunden, wobei parallel
zu dieser eine Pufferbatterie geschaltet ist, so wird der Kondensator auf eine Spannung aufgeladen, die
fast doppelt so hoch ist, wie die der Stromquelle. Die sich gegenüber der doppelten Spannung der Stromquelle
ergebende Absenkung der Kondensatorspannung ist allein eine Folge der Dämpfung im Stromkreis.
Diese kann jedoch sehr niedrig gehalten werden, indem man die Verlustfaktoren des Stromkreises
niedrig hält.
Ist in einer zweiten Betriebsphase ein erster Zündimpuls aus dem Hauptstromkreis zur Hauptelektrode
des steuerbaren Gleichrichters gelangt, so entlädt sich der Kondensator über die Primärwicklung
der Zündspule. Dabei entsteht eine Schwingung mit einer wesentlich höheren Frequenz als der Ladefrequenz
des Ladestromkreises. Der negative Impuls des Ladestromkreises sperrt den gesteuerten Gleichrichter,
sobald der Strom den Wert Null annimmt und lädt den Kondensator auf eine gegenüber der anfänglichen
Ladespannung nur unwesentlich erniedrigte Spannung umgekehrter Polarität auf. Die Erniedrigung
der Spannung umgekehrter Polarität gegenüber der ursprünglichen Ladespannung hängt von
der Energieübertragung der Sekundärwicklung der Zündspule, von den Verlusten, usw. ab.
Da auf die Sekundärwicklung nur ein geringer Teil der im Kondensator gespeicherten Energie übertragen
wird, wenn die Verluste in kleinen Grenzen
ίο gehalten werden sollen und die Elemente des Stromkreises
einander entsprechend angepaßt sind, ist die zur Wiederaufladung des Kondensators zur Verfügung
stehende Spannung umgekehrter Polarität nicht viel niedriger als die Spannung bei der direkten Aufladung.
Ist der Kondensator auf die Spannung umgekehrter Polarität aufgeladen, so kann er sich wieder
über die Batterie, das induktive Bauelement und den Gleichrichter entladen.
An der Sekundärwicklung der Zündspule ist in-
ao zwischen der erste Hochspannungsimpuls wirksam geworden, der zwar nur eine geringe Wirkung besitzt,
jedoch stets die erste Entladung über die Zündkerze ζ hervorrufen wird.
In einer weiteren Betriebsphase, nämlich der £
Wiederaufladung des Kondensators, wirken hintereinandergeschaltet und zusammenwirkend die elektromotorische
Kraft umgekehrter Polarität des Kondensators und die elektromotorische Kraft der
Stromquelle, so daß sich der Kondensator auf eine wesentlich höhere Spannung auflädt als bei der ersten
Ladephase.
Nach einigen Zyklen erreicht die Ladespannung des Kondensators einen Wert, der wesentlich höher
liegt, als die Spannung der Stromquelle, und der Zündfunke erlangt damit seine volle Wirksamkeit.
Eine derartige Zündschaltung mit Kondensatorentladung ist besonders geeignet für die Zündung
beim Anlassen von Turbinenmotoren, wobei die Zündung durch eine dauernde Funken folge sehr hoher
Frequenzen erfolgt. In diesem Fall haben die wenigen Betriebszyklen der Schaltung keinen Einfluß.
Die Zündschaltung ist jedoch auch geeignet zur Zündung von Kolbenmotoren für Vielfach-Brennstoffe,
oder Verbrennungsmotoren für normalen Treibstoff, wobei mit Funkenketten gearbeitet wird, die bei niedrigen
Drehzahlen, beispielsweise beim Anwerfen, welches dadurch erleichtert werden kann, lang sind
und sich bei Erhöhung der Drehzahl allmählich verkürzen.
Ein wesentlicher Nächteil der vorstehend beschriebenen
bekannten Zündschältungen liegt darin, daß der gesteuerte Gleichrichter durch zufällige Störungen
dauernd gezündet sein kann. Diese Erscheinung kann manchmal auftreten, wenn der gesteuerte
Gleichrichter direkt mit der Haupt-Stromzuführung verbunden ist, sei es durch eine zufällige Störung
beim Hauptimpuls, sei es durch einen anderen Impuls, der von einer Störung im Hauptimpuls herrührt,
oder sei es auf Grund einer anderen, plötzlich auftretenden Störung innerhalb der Schaltung.
Bleibt der steuerbare Gleichrichter in" dieser Weise gezündet, so erhöht sich der Strom in der Primärwicklung
der Zündspule erheblich, so daß die Vorrichtung nicht mehr arbeitet und der steuerbare
Gleichrichter (Tyristor) bleibend geschädigt wird.
Durch Einbau einer schnell wirksamen Sicherung können der steuerbare Gleichrichter und die anderen
Elemente des Stromkreises zwar geschützt werden.
doch bleibt in diesem Fall der Stromkreis bis zur Wiederherstellung der Sicherung außer Betrieb. Da
sich eine solche Störung zwar nur zufällig, jedoch mit , einer gewissen Häufigkeit einstellt, ist die Verwendung
einer Sicherung in der Praxis unannehmbar, insbesondere, wenn man eine solche Zündschaltung
für Brennkraftmaschinen verwendetj^ciie in Kraftfahrzeugen
eingebaut sind.
Die gleichen Schwierigkeiten bestehen bei einer aus der USA.-Patentschrift 3 169 212 bekanntgewordenen,
elektronischen Zündschaltung, die sich von der oben beschriebenen Zündschaltung im wesentlichen
dadurch unterscheidet, daß sie an Stelle eines gesteuerten Gleichrichters einen Transistor verwendet,
der über einen Unterbrecherschalter angesteuert wird. Auch bei dieser Zündschaltung besteht die
Gefahr, daß der Transistor aus irgendwelchen Gründen, beispielsweise infolge eines Schadens am Unterbrecherschalter,
nicht mehr schließt, so daß durch den dabei auftretenden verhältnismäßig hohen Strom
wiederum einzelne Bauteile der Zündschaltung beschädigt werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zündschaltung für Brennkraftmaschinen mit einem
Speicherkondensator zu schaffen, bei welchem die erwähnten, durch den ständig leitenden Zustand des
Unterbrechergliedes im Eritladungskreis des Kondensators auftretenden Nachteile vermieden sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einer Zündschaltung der eingangs genannten Art gemäß der Erfindung
vorgesehen, daß in den Ladekreis ein als bei einem vorbestimmten oberen Wert des Ladestromes
ansprechender Selbstunterbrecher arbeitendes Relais eingefügt ist.
In Ausgestaltung der Erfindung kann dabei mit Vorteil vorgesehen sein, daß die Spule und die Kontakte
des Relais zueinander in Reihe liegend in den Ladekreis eingeschaltet sind, so daß sie vom Ladestrom
des Kondensators durchflossen werden und die Spule teilweise oder vollständig die Induktivität des
Ladekreises bildet.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels, sowie an Hand der Zeichnung, in welcher schematisch ein
erfindungsgemäßer Zündstromkreis dargestellt ist.
In der Zeichnung ist mit B die Batterie des Zündstromkreises bezeichnet, und mit C der Ladekondensator,
der über die Leitung L aufgeladen wird, sobald der Schalter / geschlossen ist. Der parallel
zum Kondensator C liegende Entladestromkreis besteht aus der Primärwicklung P1 der Zündspule P
in Reihe mit einem steuerbaren Gleichrichter DRC, dessen Steuerelektrode mit G bezeichnet ist.
Die Zündkerzen werden von der Sekundärwicklung T., der Spule T in bekannter Weise über einen
Hochspannungs-Verteiler versorgt.
Als Steuersystem für den steuerbaren Gleichrichter DRC ist ein Transistoroszillator erhöhter Frequenz
vorgesehen, der direkt mittels eines Schalters angeschaltet wird. Im Falle eines Turbinenmotors
kann dabei der zur Unterbrechung der Stromzufuhr dienende Schalter verwendet werden, es kann jedoch
auch ein Phasenabnehmer zur Steuerung dienen, der von einem einfachen Radschalter gebildet wird, oder
ein magnetischer Starter oder ein von einem überspringenden Funken gesteuerter Abnehmer.
Erfindungsgemäß ist in die Versorgungsleitung L nach dem Gleichrichter, einer Diode D, ein Relais
R so eingeschaltet, daß dessen Magnetspule R1
und Kontakte R2 vom Ladestrom des Kondensators C in Serie durchflossen werden.
Das Relais hat in erster Linie die Funktion einer Sicherheitsvorrichtung, so daß die Kontakte R2 bei
normalem Betrieb fest geschlossen sind. Die magnetische Ablenkkraft ist nämlich bei den im normalen
Betrieb auftretenden Strömen nicht stark genug, die Rückstellkraft der Feder, die den Anker /?3 in der V.
Schließstellung der Kontakte R2 hält, zu überwinden.
Bleibt jedoch aus einem beliebigen Grund der steuerbare Gleichrichter DRC gezündet, d. h. fließt in der
Leitung L ein Strom, der größer ist als eine bestimmte Eich- oder Sicherheitsgrenze, so schaltet das
Relais R und unterbricht die Leitung L durch öffnen der Kontakte R2. Auf diese Weise wird die
Diode DRC zwangsweise ausgeschaltet, während sich die Kontakte R2 sofort wieder schließen, da in der
Spule R1 kein Strom mehr fließt und damit die Feder
den Anker R3 wieder in die Schließstellung zwingt.
Die Vorrichtung arbeitet somit nach Beseitigung der Störung durch den zufällig durchgeschalteten Gleichrichter
DRC automatisch wieder wie vorher weiter. In der Praxis arbeitet dabei das Relais so schnell,
daß die dadurch bedingten Unterbrechungen nicht wahrgenommen werden.
. Zum zweiten ist die Spule R1 des Relais so ausgelegt,
daß sie gleichzeitig das gewünschte induktive Bauelement im Ladestromkreis des Kondensators C
bildet. Das Relais hat somit eine doppelte Funktion, nämlich einmal die Bildung einer Sicherheitsvorrichtung
und zum anderen die Bereitstellung des induktiven Bauelements im Ladestromkreis des Kondensators.
Sollte es sich in speziell gelagerten Fällen als erforderlich erweisen, so kann das induktive Bauelement
des Ladestromkreises teilweise oder vollständig von einer separaten Spule gebildet werden, welche
der Relaisspule R1 nachgeschaltet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Zündschaltung für Brennkraftmaschinen mit
einem Speicherkondensator, bei der der Kondensator von einer Stromquelle über" einen Ladekreis
geladen wird, in dem ein induk#ves Bauelement
und ein Gleichrichter hintereinandergeschaltet sind und bei der der Kondensator über einen
Entladekreis entladen wird, der die Primärwicklung der Zündspule und einen steuerbaren
Gleichrichter enthält, dadurch gekennzeichnet,
daß in den Ladekreis ein als bei einem vorbestimmten oberen Wert des Ladestromes
ansprechender Selbstunterbrecher arbeitendes Relais (R) eingefügt ist.
2. Zündschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spule (R1) und die Kontakte
(/?.,) des Relais (R) zueinander in Reihe liegend
in den Ladekreis geschaltet sind, so daß sie vom Ladestrom des Kondensators durchflossen
werden und die Spule (R1) teilweise oder vollständig
die Induktivität des Ladekreises bildet.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT1855666 | 1966-06-01 | ||
| IT1855666 | 1966-06-01 | ||
| DEF0052465 | 1967-05-20 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1539203A1 DE1539203A1 (de) | 1970-10-22 |
| DE1539203B2 DE1539203B2 (de) | 1972-11-02 |
| DE1539203C true DE1539203C (de) | 1973-05-24 |
Family
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