DE19962742A1 - Sanitäreinrichtung - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Sanitäreinrichtung, insbesondere Badewanne oder Dusche, mit elektrisch einstellbaren Organen oder Mitteln, insbesondere Wasserarmatur und mit mindestens einer Spritzschutzwand aus Glas oder glasähnlichem Material, an der ein- oder beidseitig Steuermittel zur Steuerung der Wasserarmatur angeordnet sind. Die Steuermittel sind großflächige Annäherungssensoren (5), die zusammen mit ihren elektrischen Zuleitungen in der Spritzschutzwand (3) angeordnet sind (Fig. 1).
Description
Die Erfindung betrifft eine Sanitäreinrichtung nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Bei derartigen bekannten Sanitäreinrichtungen in Form einer Dusche ist als
Steuermittel eine mit einer Tastatur ausgestattete Bedienungsplatte in der
Spritzschutzwand angeordnet. Die Tastatur ist derart ausgebildet, dass sie von
beiden Seiten der Spritzschutzwand aus bedienbar ist. Von der Tastatur führen
Drähte zur Wasserarmatur, die unter der Duschtasse angeordnet ist und im
Wesentlichen aus mehreren Magnetventilen und elektrischen Stellgliedern
besteht. Mittels solcher Steuermittel für die Armatur ist es dem Benutzer
möglich, die Temperatur des Wassers von außen einzustellen und das Wasser
von außen aufzudrehen. Der Benutzer kann dann in die Dusche hineingehen,
wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist, und kann dann mittels der
Tastatur von innen nachregulieren bzw. auch das Wasser abdrehen.
Der Nachteil der bekannten Steuermittel besteht vor allem darin, dass die
Tasten der Tastatur und insbesondere die den Tasten beigegebenen Bezeich
nungsmittel sehr klein sind, so dass schlechtsehende Benutzer die Tasten
kaum finden und die Bezeichnungen kaum erkennen können. Ferner müssen
die Tastatur und die von der Tastatur zur Duschtasse führenden Leitungen
gegen das Eindringen von Wasser besonders geschützt werden.
Es sind andererseits, beispielsweise durch die DE-C2-36 42 698 und die DE-A1-41 06 539,
Duschen bekannt, die als Steuermittel für eine Armatur einer
Dusche Annäherungsschalter verwenden. Diese Annäherungsschalter sind in
der den Brausenkopf haltenden Wand befestigt. Die zweitgenannte Schrift
offenbart ferner als Steuermittel zwei Sensoren, von denen der erste einen
größeren und der zweite einen kleineren Erfassungsbereich hat. Die Ausgangs
signale beider Sensoren werden zu einem Steuersignal kombiniert.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Sanitäreinrichtung der im
Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art zu schaffen, bei der auch ein
schlecht sehender Benutzer die Steuermittel problemlos aktivieren kann und
diese Steuermittel mit einfachen Mitteln gegen Wasserberührung geschützt
sind.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Die großflächigen Annäherungssensoren sind nun auch dann aktivierbar, wenn
der schlecht sehende Benutzer nicht mit dem Finger genau gezielt hat. Die
Annäherungssensoren selbst und deren Zuführungsleitungen liegen geschützt
in der Glasmasse. Wie beim Bekannten, können die Sensoren von der
Innenfläche oder der Außenfläche der Spritzschutzwand beeinflusst werden.
Als "Sensor" können hier auch bestimmte Glasflächen verstanden werden,
deren Ort mittels einer matrixartigen Leitungsanordnung um einen daran
angeschlossenen Rechner ermittelbar sind. Dabei kann sich diese
Leitungsanordnung über die ganze Spritzschutzwand erstrecken und von
elektrischen Feldern zwischen den als Kapazitäten wirkenden Leitungen der
Leitungsanordnung Gebrauch gemacht werden, wobei die durch
Fingerannäherung verursachten Störungen der elektrischen Felder vom Rechner
ausgewertet werden. Diese "virtuellen Sensoren" sind dann jeweils durch eine
Anzahl von virtuellen Matrixschnittpunkten gebildet.
Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung sind den Sensoren
großflächige Bezeichnungsmittel beigegeben, die in die Spritzschutzwand
eingelassen sind. Dadurch sind die Bezeichnungen vom Benutzer leicht
erkennbar und die Bezeichnungsmittel ebenfalls geschützt in der Glasmasse
untergebracht.
Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung sind die Bezeichnungsmittel der
Sensoren derart ausgebildet, dass sie normalerweise unsichtbar sind und erst
mittels eines besonderen, an der Sanitäreinrichtung angebrachten und auf die
Annäherung eines Benutzers ansprechenden Sensors sichtbar steuerbar sind.
Damit lässt sich in einfacher Weise ein Ausfall des Stroms, der für die zur
Steuerung der Armatur verwendeten elektrischen Einrichtungen benötigt wird,
kontrollieren.
Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist der besondere Sensor in
der Spritzschutzwand eingelassen. Dadurch ist auch der besondere Sensor
gegen Feuchtigkeit geschützt.
Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung veranlasst der besondere
Sensor die Bezeichnungsmittel zum Leuchten. Damit wird die Erkennbarkeit der
Bezeichnungsmittel verbessert.
Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
In der Figur ist eine perspektivische Ansicht einer Eckdusche 1 dargestellt, auf
deren Duschtasse 2 eine Spritzschutzwand 3 und eine Tür 4 befestigt sind.
Spritzschutzwand 3 und Tür 4 bestehen aus Glas. In dieser Eckdusche sind
nicht dargestellte Armaturen, die beispielsweise aus einem Brausenkopf und
aus Massagedüsen bestehen und die durch nicht dargestellte Magnetventile
steuerbar sind. Die Magnetventile und weitere, für die Einstellung der
abgegebenen Wassermenge und deren Temperatur vorgesehene Stellglieder
sind vorzugsweise unter der Duschtasse 2 angeordnet.
In der Spritzschutzwand 3 sind nun schematisch angedeutete
Annäherungssensoren 5-14 eingelassen, die die Form von Metallplatten,
-gitter oder -rahmen haben können. Diesen Annäherungssensoren sind
Bezeichnungsmittel 15-25 zugeordnet, die ebenfalls in die Spritzschutzwand
3 eingelassen sind. Das Wort "eingelassen" bedeutet hier, dass diese
Annäherungssensoren und Bezeichnungsmittel vollständig von Glasmasse
umgeben sind.
Im einzelnen sind der die Bezeichnung 15 (EIN) tragende Sensor 5 für das
Einschalten der Wasserabgabe durch den Brausenkopf und der die Bezeichnung
16 (AUS) tragende Sensor 6 für das Ausschalten der Wasserabgabe durch den
Brausenkopf vorgesehen, wobei zwischen diesen Sensoren das Bezeichnungs
mittel 21 (BRAUSE) angeordnet ist. Der die Bezeichnung 19 (EIN) tragende
Sensor 7 und der die Bezeichnung 20 (AUS) tragende Sensor 8 sind für das
Ein- bzw. Ausschalten der Wasserabgabe durch Massagedüsen vorgesehen,
wobei zwischen diesen Sensoren das Bezeichnungsmittel 25 (MASSAGE)
angeordnet ist. Mit den Sensoren 13, 14 lässt sich die Menge des über den
Brausenkopf oder die Massagedüsen abgegebenen Wassers erhöhen bzw.
vermindern, wobei zwischen diesen Sensoren das Bezeichnungsmittel 23
(MENGE) angeordnet ist. Mit den Sensoren 11, 12 läßt sich die Temperatur
des über den Brausenkopf oder die Massagedüsen abgegebenen Wassers
erhöhen bzw. vermindern, wobei zwischen diesen Sensoren das
Bezeichnungsmittel 22 (TEMP) angeordnet ist. Schließlich kann mit dem die
Bezeichnung 17 (EIN) versehenen Sensor 9 und dem die Bezeichnung 18
(AUS) versehenen Sensor 10 das Licht in der Eckdusche 1 ein- bzw.
ausgeschaltet werden. Die Sensoren 5-10 haben eine großflächige,
rechteckförmige Form, während die Sensoren 11-14 eine großflächige,
dreieckförmige Form aufweisen, um Ein-Aus-Funktionen leicht von
Regelfunktionen unterscheiden zu können. Die Bezeichnungsmittel 21-25 sind
ebenfalls großflächig ausgebildet. Alle Sensoren 11-14 sind von beiden
Seiten der Spritzschutzwand 3 aus bedienbar. Anstelle der Textangaben der
Bezeichnungsmittel 15-25 können auch Symbole eingesetzt werden.
Von den Sensoren 5-14 und den Bezeichnungsmitteln 15-25 führen nicht
dargestellte elektrische Zuleitungen zu den unter der Duschtasse 2 ange
ordneten Magnetventilen und Stellgliedern. Diese Zuleitungen können sehr
dünn und damit fast unsichtbar ausgebildet sein und sind ebenfalls in der
Spritzschutzwand 3 eingelassen.
Die Bezeichnungmittel 15-25 der Sensoren 5-14 können alternativ auch
derart ausgebildet sein, dass sie normalerweise unsichtbar sind und erst mittels
eines besonderen, an der Sanitäreinrichtung angebrachten und auf die Annähe
rung eines Benutzers ansprechenden Sensors sichtbar steuerbar sind. Dieser
besondere Sensor kann ebenfalls geschützt in der Spritzschutzwand
eingelassen sein. Ferner ist es möglich, die Bezeichnungsmittel 15-25 nicht
nur sichtbar zu steuern, sondern sie zur besseren Erkennbarkeit auch zum
Leuchten zu bringen, wenn der besondere Sensor aktiviert wird.
Ebenso kann der Zustand des gesteuerten Bereichs angezeigt werden, bei der
Menge beispielsweise durch verschieden hohe Balken, von denen mindestens
einer markierbar ist, oder bei der Temperatur durch eine Zifferangabe.
Claims (5)
1. Sanitäreinrichtung, insbesondere Badewanne oder Dusche, mit
elektrisch einstellbaren Organen oder Mitteln, insbesondere
Wasserarmatur, und mit mindestens einer Spritzschutzwand aus Glas
oder glasähnlichem Material, an der ein- oder beidseitig Steuermittel zur
Steuerung der Wasserarmatur angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuermittel großflächige Annäherungssensoren (5-14) sind,
die zusammen mit ihren elektrischen Zuleitungen in der Spritzschutz
wand (3) angeordnet sind.
2. Sanitäreinrichtung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass den Sensoren großflächige Bezeichnungsmittel (15-25)
beigegeben sind, die in die Spritzschutzwand (3) eingelassen sind.
3. Sanitäreinrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bezeichnungmittel der Sensoren derart ausgebildet sind, dass
sie normalerweise unsichtbar sind und erst mittels eines besonderen, an
der
Sanitäreinrichtung angebrachten und auf die Annäherung eines
Benutzers ansprechenden Sensors sichtbar steuerbar sind.
4. Sanitäreinrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der besondere Sensor in der Spritzschutzwand eingelassen ist.
5. Sanitäreinrichtung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der besondere Sensor das Leuchten der Bezeichnungsmittel (15-25)
veranlasst.
Priority Applications (1)
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