DE19959300A1 - Motor - Google Patents
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Abstract
Bei einem Motor, insbesondere Zweitakt-Großdieselmotor, mit wenigstens einem Zylinder (1) und einem hierin angeordneten Kolben (6), der entlang einer Lauffläche (13) des Zylinders (1) hin- und herbewegbar ist, der mehrere, vorzugsweise zylinderseitig angeordnete Schmiermittelauslässe (17) zur Zufuhr von Schmiermittel zugeordnet sind, wobei jedem Schmiermittelauslass (17) eine mittels einer zumindest einer Gruppe von Schmiermittelauslässen (17) zugeordneten common rail (14), in der das Schmiermittel unter einem vorgegebenen Druck ansteht, mit Schmiermittel versorgbare Ausstoßeinrichtung (19) zugeordnet ist, der eine mittels einer Steuereinrichtung (28) steuerbare Betätigungseinrichtung (20) zugeordnet ist, lassen sich dadurch eine zuverlässige Schmierung sowie ein sparsamer Schmiermittelverbrauch erreichen, dass das Fassungsvermögen jeder Ausstoßeinrichtung konstant ist und dass zur Veränderung der der Lauffläche (13) zugeführten Schmiermittelmenge mittels der Steuereinrichtung (28) die Frequenz der Ausstoßvorgänge der Ausstoßeinrichtungen (19) veränderbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Motor, insbesondere einen Zweitakt-
Großdieselmotoren, mit wenigstens einem Zylinder und einem
hierin angeordneten Kolben, der entlang einer Lauffläche des
Zylinders hin- und herbewegbar ist, der mehrere, vorzugsweise
zylinderseitig angeordnete Schmiermittelauslässe zur Zufuhr von
Schmiermittel zugeordnet sind, wobei jedem Schmiermittelauslaß
eine mittels einer zumindest einer Gruppe von
Schmiermittelauslässen zugeordneten common rail, in der das
Schmiermittel unter einem vorgegebenen Druck ansteht, mit
Schmiermittel versorgbare Ausstoßeinrichtung zugeordnet ist, der
eine mittels einer Steuereinrichtung steuerbare
Betätigungseinrichtung zugeordnet ist.
Eine Anordnung dieser Art ist aus der EP 678 152 B 1 bekannt.
Bei dieser bekannten Anordnung sind die Ausstoßeinrichtungen
als Dosierpumpen ausgebildet, deren Fassungsvermögen in
Abhängigkeit von einem entsprechenden Signal der
Steuereinrichtung veränderbar ist. Die Dosierpumpen werden
dabei im Takt des Motors bei jedem -Kolbenhub betätigt. Die der
Lauffläche zugeführte Schmiermittelmenge kann dabei nur durch
eine Veränderung des Fassungsvermögens der Dosierpumpen
geändert werden. Die bekannte Anordnung führt in Folge der
Verwendung von Dosierpumpen zu einer vergleichsweise
voluminösen Bauweise. Es können sich daher vergleichsweise
große Abstände zwischen Dosierpumpe und laufflächenseitigem
Schmiermittelauslass ergeben, was zu einer hohen
Systemelastizität führt, durch die Fehler beim tatsächlichen
Schmierbeginn bzw. bei der tatsächlich zugeführten
Schmiermittelmenge entstehen können. Außerdem ist bei der
bekannten Anordnung die bei jedem Takt des Motors pro
Schmiermittelauslass zugeführte Schmiermittelmenge in Folge der
hohen Frequenz der Schmiervorgänge zwangsläufig
vergleichsweise klein, was sich ungünstig auf die Verteilung des
Schmiermittels auf die gesamte Lauffläche auswirkt.
Hiervon ausgehend ist es daher die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, einen Motor eingangs erwähnter Art mit einfachen und
kostengünstigen Mitteln so zu verbessern, dass eine zuverlässige
Schmierung bei sparsamem Schmiermittelverbrauch gewährleistet
ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das
Fassungsvermögen jeder Ausstoßeinrichtung konstant ist und
dass zur Veränderung der der Lauffläche zugeführten
Schmiermittelmenge mittels der Steuereinrichtung die Frequenz
der Ausstoßvorgänge der Ausstoßeinrichtungen veränderbar ist.
Die der Lauffläche zugeführte Schmiermitteln enge wird hier
ausschließlich durch die Frequenz der Ausstoßvorgänge gesteuert.
Ein veränderliches Fassungsvermögen der Ausstoßeinrichtungen
wird daher in vorteilhafter Weise nicht benötigt. Dies ermöglicht
einen einfachen und kompakten Aufbau der
Ausstoßeinrichtungen. Diese können daher in vorteilhafter Weise
nahe neben dem jeweils zugeordneten Schmiermittelauslass
plaziert werden, was sich vorteilhaft auf die erzielbare Genauigkeit
auswirkt. Eine weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen
Maßnahmen ist darin zu sehen, dass nicht zwangsläufig bei jedem
Takt des Motors ein Ausstoßvorgang durchgeführt werden muß,
sondern die Abstände zwischen aufeinanderfolgenden
Ausstoßvorgängen bedarfsabhängig gewählt werden können. Die
Ausstoßeinrichtungen können daher ein vergleichsweise großes,
konstantes Fassungsvermögen aufweisen, so dass bei jedem
tatsächlich ausgeführten Ausstoßvorgang eine vergleichsweise
große Schmiermittelmenge ausgestoßen wird, was sich günstig auf
die Erzielung einer guten Schmiermittelverteilung auswirkt und
gleichzeitig dazu führt, dass sich durch eine gewisse
Systemelastizität hervorgerufene Fehler kaum auswirken. Trotz
des großen Fassungsvermögens der Ausstoßeinrichtungen ist in
Folge der Frequenzanpassung ein sparsamer
Schmiermittelverbrauch gewährleistet. Die erfindungsgemäßen
Maßnahmen ermöglichen zu dem, dass die Frequenz der
Ausstoßvorgänge der verschiedenen Schmiermittelauslässen
zugeordneten Ausstoßeinrichtungen unterschiedlich sein kann.
Hierdurch ist sichergestellt, dass hinsichtlich der Intensität der
Schmierung der lokalen Bedürfnissen innerhalb der Lauffläche
Rechnung getragen werden kann, d. h. für Bereiche mit hohem
Schmiermittelbedarf können hohe Ausstoßfrequenzen vorgesehen
werden und umgekehrt, was einen besonders sparsamen
Schmiermittelverbrauch gewährleistet.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der
übergeordneten Maßnahmen sind in den Unteransprüchen
angegeben. So kann die Steuereinrichtung wenigstens einen
Eingang für ein lastabhängiges Signal aufweisen und an Hand
dieses Signals die Frequenz der Ausstoßvorgänge der
Ausstoßeinrichtungen ermitteln. Dies ergibt in vorteilhafter Weise
eine besonders zuverlässige Schmierung, da der
Schmiermittelbedarf sehr stark lastabhängig ist.
Zweckmäßig kann die Steuereinrichtung auch wenigstens einen
Eingang für einen Ist-Wert eines von der zugeführten
Schmiermittelmenge abhängigen Parameters, vorzugsweise für die
Schmiermitteltemperatur, aufweisen und bei Abweichungen des
Ist-Werts von einem vorgegebenem Soll-Wert die Frequenz der
Ausstoßvorgänge entsprechend ändern. Diese Maßnahme ergibt
einen geschlossenen Regelkreis, was eine besonders hohe
Sicherheit gewährleistet.
Vorteilhaft kann die Steuereinrichtung auch einen Eingang für ein
vom Motortakt abhängiges Signal aufweisen und die Frequenz der
Ausstoßvorgänge der Ausstoßeinrichtungen in dem Motortakt
entsprechenden Stufen ändern. Hierdurch ist sichergestellt, dass
der Ausstoß des Schmiermittels immer bei derselben Position des
Kolbens erfolgt, was eine hohe Wirksamkeit der Schmierung
gewährleistet. Zweckmäßig erfolgt der Schmiermittelausstoß
während des Aufwärtshubs des Kolbens jeweils beim Vorbeigang
des Kolbenringpakets am beaufschlagten Schmiermittelauslass.
Vorteilhaft kann die common rail mit Abzweigungen für alle
Ausstoßeinrichtungen und/oder diesen zugeordneten
Betätigungseinrichtungen versehen sein. Hierdurch wird
sichergestellt, dass nur eine, über alle Zylinder durchgehende
common rail benötigt wird, was einen besonders einfachen Aufbau
gewährleistet.
Zweckmäßig kann auch die Steuereinrichtung mit Ausgängen für
alle Betätigungseinrichtungen versehen sein. Hierdurch wird
sichergestellt, dass die Betätigungseinrichtungen bzw. Gruppen
von Betätigungseinrichtungen unterschiedlich angesteuert werden
können, wodurch bei der Schmierung lokal unterschiedlichen
Bedürfnissen Rechnung getragen werden kann, so dass einerseits
eine zuverlässige Schmierung gewährleistet ist und andererseits
ein besonders sparsamer Schmiermittelverbrauch erreicht wird.
Zweckmäßig ist jeder Betätigungseinrichtung ein mittels der
Steuereinrichtung steuerbares Schaltelement zugeordnet. Dabei
kann es sich um einer Strömungsmittelleitung zugeordnete
elektromagnetisch betätigbare Schaltventile oder einer
Stromleitung zugeordnete Unterbrecherschalter handeln.
Elemente dieser Art sind vergleichsweise robust und besitzen
kurze Reaktionszeiten, was sich vorteilhaft auf die Sicherheit und
Genauigkeit auswirkt.
Da erfindungsgemäß das Fassungsvermögen der
Ausstoßeinrichtungen konstant ist, ist es in vorteilhafter Weise
auch möglich, den einer Gruppe von Schmiermittelauslässen
zugeordneten Ausstoßeinrichtungen eine gemeinsame
Betätigungseinrichtung zuzuordnen. Dies ergibt einen besonders
einfachen und kompakten Aufbau und erleichtert insbesondere
auch die Verdrahtung mit der Steuereinrichtung.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige
Fortbildungen der übergeordneten Maßnahmen sind in den
restlichen Unteransprüchen angegeben und aus der
nachstehenden Beispielsbeschreibung an Hand der Zeichnung
näher entnehmbar.
In der nachstehend beschriebenen Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Zweitakt-
Großdieselmotors mit erfindungsgemäßer
Schmiereinrichtung mit durch das Schmiermittel
beaufschlagbarer Betätigungseinrichtung,
Fig. 2 eine Variante zu Fig. 1 mit pneumatisch betätigbarer
Betätigungseinrichtung,
Fig. 3 eine weitere Variante zu Fig. 1 mit elektromagnetisch
betätigbarer Betätigungseinrichtung,
Fig. 4 eine Variante zu Fig. 1 mit lediglich einem
Schmiermittelanschluß für Betätigungs- und
Ausstoßeinrichtung und
Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel mit einer mehreren
Ausstoßeinrichtungen gemeinsamen Betätigungs
einrichtung im Schnitt.
Hauptanwendungsgebiet der vorliegenden Erfindung sind
Großmotoren, wie als Schiffsantriebe etc. Verwendung findende
Zweitakt-Großdieselmotoren der in Fig. 1 angedeuteten Art.
Motoren dieser Art besitzen mehrere, in Reihe angeordnete
Zylinder 1, die auf einem Motorgestell 2 aufgenommen sind. Die
Zylinder 1 sind in ihrem unteren Bereich mit Einlassschlitzen 3
versehen. Im dargestellten Beispiel sind die Zylinder mit einer im
Zylinderkopf angeordneten, durch ein Ventil beherrschten
Auslassöffnung 4 versehen. Die Zylinder 1 enthalten einen
Brennraum 5, der durch einen im Zylinder 1 auf und abbewegbar
angeordneten Kolben 6 begrenzt ist. Dieser ist über eine
Kolbenstange 7 mit einem achsparallel geführten Kreuzkopf 8
verbunden, der über eine Pleuelstange 9 mit einer im Motorgestell
2 gelagerten Kurbelwelle 10 zusammenwirkt. Der Kolben 6 ist mit
umfangsseitig umlaufenden Kolbenringnuten 11 versehen, in
denen jeweils ein Kolbenring 12 angeordnet ist. Die übereinander
angeordneten Kolbenringe 12 bilden ein sogenanntes
Kolbenringpaket.
Die Innenseite des Zylinders 1 ist als Lauffläche 13 ausgebildet,
mit der die Umfangsflächen der Kolbenringe 12 zusammenwirken.
Um eine lange Lebensdauer der Lauffläche 13 und der
Kolbenringe 12 zu gewährleisten, wird die Lauffläche 13 mit einem
geeigneten Schmiermittel geschmiert. Die hierzu vorgesehene
Schmiereinrichtung enthält eine über alle Zylinder 1
durchgehende common rail 14, in der das benötigte Schmiermittel
unter einem vorgegebenen Druck ansteht. Hierzu ist der common
rail 14 eine Pumpstation 15 zugeordnet, die saugseitig mit einem
Schmiermittelbehälter 16 verbunden ist. Die Pumpstation 15
kann zweckmäßig zwei Pumpen aufweisen, von denen jeweils eine
als sogenannte stand-by-Pumpe fungiert, die im Falle einer
Störung der ersten Pumpe sofort einspringt.
Die Schmiereinrichtung besitzt ferner im Bereich der Zylinder 1
vorgesehene, im dargestellten Beispiel durch Radialbohrungen
angedeutete Schmiermittelauslässe 17. Über dem Zylinderumfang
und über der Zylinderlänge sind jeweils mehrere
Schmiermittelauslässe 17 vorgesehen. Im dargestellten Beispiel
sind zwei übereinander angeordnete Kränze von jeweils mehreren,
gleichmäßig über den Umfang des Zylinders verteilten
Schmiermittelauslässen 17 vorgesehen. Diese sind so positioniert,
dass sie vom oben erwähnten Kolbenringpaket im oberen
Zylinderbereich passiert werden.
Die Schmiermittelauslässe 17 werden jeweils mittels einer in Fig.
1 durch eine strichpunktierte Umrisslinie angedeutete
Schmiermittelzuführeinrichtung 18 mit von der common rail 14
zur Verfügung gestelltem Schmiermittel versorgt. Die
Schmiermittelzuführeinrichtung 18 enthält im dargestellten
Beispiel eine Ausstoßeinrichtung 19 und eine dieser zugeordnete
Betätigungseinrichtung 20.
Die Ausstoßeinrichtung 19 wird hier durch einen stiftförmigen
Ausstoßkolben gebildet, der mit einem zugeordneten
Vorratszylinder zusammenwirkt, der druckseitig mit dem
zugeordneten Schmiermittelauslass 7 verbunden ist. Im
dargestellten Beispiel ist diese Verbindung zur Vereinfachung der
Darstellung durch eine Leitung angedeutet. In der Praxis kann die
Ausstoßeinrichtung 19 jedoch zwischenleitungslos an den
zugeordneten Schmiermittelauslaß 17 angebaut sein. Um einen
Durchschlag der Verbrennungsgase in die Schmier
mittelzuführeinrichtung 18 hinein zu vermeiden, können im
Bereich der Schmiermittelauslässe 17 Rückschlagventile 21
vorgesehen sein. Diese können jeweils in die
Schmiermittelzuführeinrichtung 18 integriert sein können, wie im
dargestellten Beispiel durch die Umrisslinien angedeutet ist.
Für jeden Schmiermittelauslass 17 ist zweckmäßig eine
zugeordnete Ausstoßeinrichtung 19 vorgesehen. Bei dem der Fig.
1 zu Grunde liegenden Beispiel soll jeder Ausstoßeinrichtung 19
eine Betätigungseinrichtung 20 zugeordnet sein. Diese ist hier als
Zylinder-Kolbenaggregat ausgebildet, wobei der Kolben der
Betätigungseinrichtung 20 mit dem Kolben der
Ausstoßeinrichtung 19 verbunden sein kann, so dass sich eine
einteilige Doppelkolbenanordnung ergibt. Der Kolben der
Betätigungseinrichtung 20 besitzt dabei einen größeren
Durchmesser als der Kolben der Ausstoßeinrichtung 19, wodurch
mit geringem Betriebsdruck eine hohe Ausstoßkraft erreichbar ist.
Selbstverständlich wäre es auch denkbar, mehreren
Ausstoßeinrichtungen eine gemeinsame Betätigungseinrichtung
zuzuordnen. Eine derartige Ausführung wird im Zusammenhang
mit der Fig. 5 weiter unten näher erläutert werden.
Die common rail 14 ist mit zu den einzelnen
Ausstoßeinrichtungen 19 führenden Stichleitungen 22 versehen.
Jeder Ausstoßeinrichtung 19 und damit jedem
Schmiermittelauslass 17 ist eine Stichleitung 22 zugeordnet. Die
Stichleitungen sind so angeordnet, dass der Zylinder der
zugeordneten Ausstoßeinrichtung 19 bei in eine Ausgangsstellung
zurückgefahrenem Ausstoßkolben mit Schmiermittel, das in der
common rail 14 unter dem gewünschten Druck ansteht, gefüllt
wird. Im dargestellten Beispiel ist am ausstoßeinrichtungsseitigen
Ende der Stichleitungen 22 jeweils ein Rückschlagventil 23
vorgesehen, das so eingestellt ist, dass es vom in der common rail
14 vorhandenen Druck überwunden werden kann. Das
Rückschlagventil 23 stellt sicher, dass beim Ausstoßvorgang eine
Trennung zwischen Ausstoßeinrichtung 19 und common rail 14
sichergestellt ist.
Das Fassungsvermögen der Ausstoßeinrichtung 19 ist konstant,
d. h. die oben erwähnte Ausgangsposition des Ausstoßkolbens ist
nicht veränderbar. Dies ist im dargestellten Beispiel durch einen
fix angebrachten Anschlag 24 verdeutlicht, an dem die oben
erwähnte Doppelkolbenanordnung in der zurückgefahrenen
Position anläuft. Die Rückstellbewegung der genannten
Doppelkolbenanordnung wird durch eine Rückstellfeder 25
bewerkstelligt.
Zur Durchführung eines Ausstoßvorgangs, d. h. zum Ausstoßen
der im Vorratszylinder der Ausstoßeinrichtung 19 enthaltenen
Schmiermittelmenge, wird der Ausstoßkolben der
Ausstoßeinrichtung 19 mittels der zugeordneten
Betätigungseinrichtung 20 in den zugeordneten Vorratszylinder
der Ausstoßeinrichtung 19 eingefahren. Hierzu wird der Kolben
des die Betätigungseinrichtung 20 bildenden Zylinder-
Kolbenaggregats auf der vom Ausstoßkolben abgewandten Seite
mit einem Druckmittel beaufschlagt.
Im dargestellten Beispiel findet hierzu das in der common rail 14
unter einem bestimmten Druck anstehende Schmiermittel
Verwendung. Hierzu ist die common rail 14 mit zu den
Betätigungseinrichtungen 20 führenden, in Fig. 1 durch eine
unterbrochene Linie angedeuteten Abzweigleitungen 26 versehen.
Da der Kolben der Betätigungseinrichtung 20 einen größeren
Durchmesser als der zugeordnete Ausstoßkolben aufweist, ergibt
sich trotz gleicher Flüssigkeitsdrücke vor und hinter der
genannten Doppelkolbenanordnung eine ausreichende
Ausstoßkraft. In den Abzweigleitungen 26 ist jeweils ein
Schaltventil 27 angeordnet, das mittels einer Steuereinrichtung 28
steuerbar ist. Beim Schaltventil 27 kann es sich um ein
elektromagnetisch betätigbares Schieberventil handeln, das zwei
Schaltpakete, nämlich auf bzw. zu, aufweist.
Selbstverständlich ist es denkbar, abweichend von dem der Fig.
1 zu Grunde liegenden Beispiel nicht das in der common rail
anstehende Schmiermittel zum Antrieb der
Betätigungseinrichtung zu verwenden, sondern ein anderes
Druckmittel, beispielsweise Hydrauliköl oder Druckluft. Eine
Anordnung dieser Art mit pneumatisch antreibbarer
Betätigungseinrichtung 20a liegt der Fig. 2 zu Grunde. In Fig.
2 ist eine Druckluftquelle 30 angedeutet, von der eine
Druckluftleitung 26a abgeht, die zu einer einem nicht näher
dargestellten Druckmittelauslaß zugeordneten
Druckmittelzuführeinrichtung 18a führt, deren Aufbau und
Anordnung dem der Fig. 1 zu Grunde liegenden Beispiel
entsprechen kann. Die Druckluftleitung 26a führt
dementsprechend über ein Schaltventil 27a, das mittels einer
Steuereinrichtung der in Fig. 1 angedeuteten Art ansteuerbar
ist, wie durch die Signalleitung 29a angedeutet ist. Beim
Schaltventil 27a kann es sich wiederum um ein elektromagnetisch
betätigbares Schieberventil handeln.
Die Fig. 3 zeigt eine Alternative mit einer elektromagnetisch
antreibbaren Betätigungseinrichtung 20b. Die der Fig. 3 zu
Grunde liegende Schmiermittelzuführeinrichtung 18b enthält, wie
bei den vorher geschilderten Beispielen eine Ausstoßeinrichtung
19b und eine Betätigungseinrichtung 20b. Der Aufbau und die
Wirkungsweise der Ausstoßeinrichtung 19b entspricht den obigen
Beispielen. Die Betätigungseinrichtung 20b ist anstelle eines
Kolbens mit einem mit dem Ausstoßkolben der
Ausstoßeinrichtung 19b verbundenen Magnetanker 31 versehen,
dem eine Magnetspule 32 zugeordnet ist. Der Anker 31 ist in
axialer Richtung verschiebbar geführt, was im dargestellten
Beispiel durch ein zylinderförmiges Gehäuse angedeutet ist, das
von der Spule 32 umfaßt ist. Diese ist über Stromleitungen 33 mit
einer Stromquelle 34 verbunden. In der Leitung 33 befindet sich
ein Schaltelement in Form eines Unterbrecherschalters 27b, der
durch eine zugeordnete Steuereinrichtung der in Fig. 1
angedeuteten Art steuerbar ist, wie durch die Signalleitung 29b
angedeutet ist.
Die Fig. 4 zeigt wiederum eine Ausführung mit durch das aus
der common rail 14c entnommene Schmiermittel betreibbarer
Schmiermittelzuführeinrichtung 18c. Diese enthält ein einerseits
mit dem zugeordneten Schmiermittelauslass 17 und andererseits
mit einer von der common rail 14c abzweigenden
Versorgungsleitung 26c verbundenes Aggregat 35, das als
Ausstoßeinrichtung und Betätigungseinrichtung fungiert. Die
Betätigungseinrichtung 20c ist dabei so ausgebildet, dass durch
sie hindurch die zugehörige Ausstoßeinrichtung 19c mit
Schmiermittel versorgbar ist. Es genügt daher nur eine von der
common rail 14c abzweigende Versorgungsleitung 26c, in der ein
Schaltventil 27c angeordnet ist, das durch eine Steuereinrichtung
der in Fig. 1 angedeuteten Art ansteuerbar ist, wie durch die
Signalleitung 29c angedeutet ist. Die Funktion ist dabei so, dass
nach Durchführung eines Ausstoßvorgangs automatisch eine
Füllung der Ausstoßeinrichtung mit gleichzeitiger Rückführung
der Betätigungseinrichtung in die Ausgangsposition stattfindet, so
dass bei der nächsten Betätigung des Schaltventils 27c sofort ein
Ausstoßvorgang stattfinden kann.
Die Steuereinrichtung 28 ist im dargestellten Beispiel mit
Ausgängen 36 für alle zugeordneten Schmiermittel
zuführeinrichtungen 18 bzw. deren Schaltelemente 27 versehen.
Jeder Ausgang 36 ist mit dem zugeordneten Schaltelement 27
durch eine Signalleitung 29 verbunden. Dies ermöglicht eine
gleichzeitige Datenübertragung. Es wäre aber auch eine
sequentielle Datenübertragung mit einem sogenannten Datenbus
denkbar, der Ausgänge für jede Schmiermittelzuführeinrichtung
18 bzw. deren Schaltelemente 27 aufweist. Auch eine Verbindung
mehrerer Schaltelemente, z. B. aller den auf gleicher Höhe eines
Zylinders und über den Zylinderumfang verteilt angeordneten
Schmiermittelzuführeinrichtungen 18 zugeordneter Schalt
elemente 27, in Form einer Schleife wäre denkbar, wobei
vorzugsweise jeder Schleife ein Datenbus-Ausgang zugeordnet
sein könnte. Sobald das Schaltelement 27 in der geeigneten Weise
angesteuert wird, wird ein Ausstoßvorgang eingeleitet. Da das
Fassungsvermögen der Ausstoßeinrichtung in jedem Fall konstant
ist, wird der Lauffläche 13 bei jedem Ausstoßvorgang über dem
betreffenden Schmiermittelauslass 17 eine konstante
Schmiermittelmenge zugeführt. Um dennoch die zugeführte
Gesamtmenge den speziellen Bedürfnissen anpassen zu können,
ist die Steuereinrichtung 28 so ausgebildet, dass die
Ausstoßfrequenz, d. h. der Abstand zwischen aufeinanderfolgenden
Ausstoßvorgängen, veränderbar ist. Zweckmäßig werden die
zugeführte Gesamtschmiermittelmenge und dementsprechend die
Ausstoßfrequenz in Abhängigkeit von der am Motor angreifenden
Last eingestellt. Aber auch die zusätzliche Berücksichtigung
besonderer Betriebszustände, wie Umsteuern oder Bremsen, kann
vorteilhaft sein.
Die Steuereinrichtung 28 besitzt dementsprechend wenigstens
einen Eingang 37 für ein lastabhängiges Signal, beispielsweise das
an der Kurbelwelle 10 angreifende Drehmoment. Dieses wird
mittels eines geeigneten Sensors 38 aufgenommen, der über eine
Signalleitung 39 mit dem zugeordneten Eingang 37 der
Steuereinrichtung 38 verbunden ist. Aus dem am Eingang 37
anstehenden, lastabhängigen Signal kann die Steuereinrichtung
28 an Hand in ihr abgelegter Kurven und Tabellen etc. die
benötigte Schmiermittelgesamtmenge und die daraus sich
ergebenden Ausstoßfrequenzen ermitteln. Zur Erhöhung der
Sicherheit ist eine Rückkopplung vorgesehen. Hierzu ist die
Steuereinrichtung 28 mit einem weiteren Eingang 40 für ein von
der zugeführten Schmiermittelmenge abhängiges Signal versehen.
Dabei kann es sich um ein der Schmiermitteltemperatur
entsprechendes Signal handeln. Hierzu ist ein geeigneter Sensor
41 vorgesehen, der über eine Signalleitung 42 mit dem
zugeordneten Eingang 40 der Steuereinrichtung 28 verbunden ist.
Der gemessene Ist-Wert der Schmiermitteltemperatur wird mit
einem in der Steuereinrichtung 28 abgelegten Soll-Wert bzw. Soll-
Wert-Bereich verglichen. Im Falle von Abweichungen ändert die
Steuereinrichtung 28 die Ausstoßfrequenz so lange in der
erforderlichen Richtung, bis die Schmiermitteltemperatur den
gewünschten Soll-Wert erreicht.
Die Ausstoßfrequenz wird von der Steuereinrichtung 28 innerhalb
des Motortaktes geändert, d. h. in jeweils einem Hub des Kolbens 6
entsprechenden Stufen. Die Steuereinrichtung 28 ist
dementsprechend auch mit einem Eingang 43 für ein mit dem
Motortakt korrelierendes Signal, beispielsweise die Drehzahl der
Kurbelwelle 10 oder den Hub des Kolbens 6 bzw. Kreuzkopfes 8
versehen. Bei dem der Fig. 1 zu Grunde liegenden Beispiel ist
zur Aufnahme eines derartigen Signals ein dem Kreuzkopf 8
zugeordneter Sensor 44 vorgesehen, der über eine Signalleitung
45 mit dem zugeordneten Eingang 43 der Steuereinrichtung 28
verbunden ist. Die auf diese Weise erreichbare Taktung der
Steuereinrichtung 28 stellt sicher, dass die Ausstoßvorgänge stets
bei der gewünschten Position des Kolbens 6 stattfinden, auch
wenn nicht bei jedem Hub des Kolbens 6 ein
Schmiermittelausstoß ausgeführt wird. Zweckmäßig erfolgt die
Steuerung dabei so, dass der Schmiermittelausstoß ausgeführt
wird, wenn das Kolbenringpaket beim Aufwärtshub des Kolbens 6
den betreffenden Schmiermittelauslaß 17 passiert.
Die durch die Steuereinrichtung 28 vorgegebene Ausstoßfrequenz
kann für alle Druckmittelauslässe 17 gleich sein. Aber auch
verschiedene Frequenzen sind denkbar. In der Regel ist es
zweckmäßig, wenn der Schmiermittelausstoß an den auf gleicher
Höhe über den Kolbenumfang verteilt angeordneten
Schmiermittelauslässen 17 gleichzeitig erfolgt, wenn also
diesbezüglich eine gleiche Ausstoßfrequenz vorliegt. Bezüglich der
in Achsrichtung gegeneinander versetzten Schmiermittelauslässe
kann eine unterschiedliche Ausstoßfrequenz vorgesehen sein. So
können beispielsweise die Schmiermittelauslässe 17, die sich etwa
im oberen Umkehrbereich des Kolbens 6 unterhalb des ersten
Kolbenrings 12 befinden, unter normalen Lastverhältnissen bei
jedem zweiten Kolbenhub mit Schmiermittel beaufschlagt werden.
Dasselbe gilt für die unterhalb des letzten Kolbenrings sich
befindenden Schmiermittelauslässe 17. Die dazwischen sich
befindenden Schmiermittelauslässe können seltener,
beispielsweise nur bei jedem dritten Hub des Kolbens 6, mit
Schmiermittel beaufschlagt werden.
Die Steuereinrichtung 28 kann zweckmäßig eine
Hauptsteuereinrichtung und eine Hilfssteuereinrichtung
aufweisen, die einspringt, sobald eine Störung der
Hauptsteuereinrichtung auftritt. Zweckmäßig sind die Haupt- und
Hilfssteuereinrichtung als Rechner ausgebildet, was kurze
Reaktionszeiten ergibt. Zur Programmierung und/ oder zur
Ermöglichung eines manuellen Eingreifens in die
Steuerungsabläufe kann der Steuereinrichtung eine mit einem
Display und einer Tastatur versehene, hier nicht näher dargestelle
Kommunikationseinrichtung zugeordnet sein. Vorteilhaft kann die
Steuereinrichtung 28 auch einen einer nicht dargestellten
Alarmeinrichtung zugeordneten Ausgang aufweisen, so dass bei
Gefahr im Verzuge, z. B. bei zu stark steigender
Schmiermitteltemperatur, Alarm ausgelöst oder der Motor
abgeschaltet werden kann.
Bei den den Fig. 1 bis 4 zu Grunde liegenden Beispielen ist
jeweils jeder Ausstoßeinrichtung eine eigene
Betätigungseinrichtung zugeordnet. Es wäre aber auch denkbar,
wie oben schon angedeutet würde, einer Gruppe von
Ausstoßeinrichtungen, beispielsweise den allen jeweils auf
gleicher Höhe angeordneten Schmiermittelauslässen 17
zugeordneten Ausstoßeinrichtungen eine gemeinsame
Betätigungseinrichtung zuzuordnen. Eine Anordnung dieser Art
liegt der Fig. 5 zu Grunde.
Die in Fig. 5 dargestellte Schmiermittelzuführeinrichtung 46
enthält einen Block 47 mit einer der Anzahl der jeweils
zugeordneten, nicht näher dargestellten Schmiermittelauslässe
entsprechenden Anzahl von Bohrungen 48, die jeweils über eine
mit einem Rückschlagventil 49 versehene Leitung 50 mit dem
jeweils zugeordneten Schmiermittelauslaß verbunden sind. Jeder
Bohrung 48 ist zur Bildung einer Ausstoßeinrichtung ein
stiftförmiger Ausstoßkolben 51 zugeordnet. Der Block 47 ist in
einem zylinderförmigen Gehäuse 52 aufgenommen, dessen dem
Block 47 benachbarter Innenraumbereich 53 über eine von einer
hier nicht näher dargestellten common rail abgehende
Stichleitung 54 mit in der common rail unter einem bestimmten
Druck anstehenden Schmiermittel beaufschlagbar ist.
Der Block 47 ist mit einer umlaufenden Nut 55 versehen, welche
die Bohrungen 48 schneidet. Im Bereich jeder Bohrung 48 ergibt
sich somit ein Einlaßschlitz 56 über den Schmiermittel aus dem
Innenraumbereich 53 in die zugeordnete Bohrung 48 des Blocks
47 einströmen kann. Die Bohrungen 48 und zugeordneten
Ausstoßkolben 51 sind zweckmäßig auf einem zur Achse des
Blocks 47 koaxialen Teilkreis angeordnet.
Die Ausstoßkolben 51 wirken an ihrem rückwärtigem, vom Block
47 abgewandten Ende mit einer gemeinsamen Schubplatte 57
zusammen, die mittels eines in einer zugeordneten Bohrung 58
des Gehäuses 52 angeordneten Vorschubkolbens 59 entgegen der
Kraft einer Rückstellfeder 60 so verschiebbar ist, dass die
Ausstoßkolben 51 in die zugeordneten Bohrungen 48 eingefahren
werden. Die Schubplatte 57 ist als Flansch einer vom
Vorschubkolben 59 abstehenden Kolbenstange 61 ausgebildet, die
mit ihrem vorderen Ende in einer zentralen, zur Bohrung 58
koaxialen Bohrung 62 des Blocks 47 geführt ist. Die
Rückstellfeder 60 stützt sich einerseits am Block 47 und
andererseits an einem weiteren, hinter dem die Schubplatte 57
bildenden Flansch angeordneten, diesen radial überragenden
Flansch 63 der Kolbenstange 61 ab.
Der Vorschubkolben 59 ist mittels eines in die zugeordnete
Bohrung 58 einleitbaren Druckmittels verschiebbar. Als
Druckmittel findet im dargestellten Beispiel wiederum das in der
common rail unter einem bestimmten Druck anstehende
Schmiermittel Verwendung. Hierzu ist eine von der common rail
abzweigende Versorgungsleitung 64 vorgesehen, die über einen
durch ein Bohrungssystem gebildeten Strömungsweg mit der dem
Vorschubkolben 59 zugeordneten Bohrung 58 verbunden ist. In
diesem Strömungsweg befindet sich ein erstes Schieberventil 65.
Dieses ist mittels eines Druckmittels entgegen der Kraft einer
Rückstellfeder in seine den zugeordneten Strömungsweg
freigebende Position verschiebbar. Als Druckmittel findet ebenfalls
das durch die common rail zur Verfügung gestellte Schmiermittel
Verwendung. Hierzu ist ein vom mit Schmiermittel
beaufschlagbaren Gehäuseinnenbereich 53 abzweigender, durch
ein Bohrungssystem gebildeter, zum Schieberventil 65 führender
Strömungsweg 66 vorgesehen, der durch ein zweites
Schieberventil 67 beherrscht wird, das als elektromagnetisch
betätigbares Schaltventil ausgebildet ist und durch eine
Steuereinrichtung der in Fig. 1 bei 28 angedeuteten Art
ansteuerbar ist, wie durch die Signalleitung 29 angedeutet ist. Um
die beim Ausstoßvorgang vom Vorschubkolben 59 verursachte
Verdrängung unschädlich zu machen, ist der Innenraum des
Gehäuses 52 über eine Rückführleitung 68 mit der common rail
verbunden.
Vorstehend sind zwar einige Ausführungsbeispiele der Erfindung
näher erläutert, ohne dass jedoch damit eine Beschränkung
verbunden sein soll. Vielmehr stehen dem Fachmann eine Reihe
von Möglichkeiten zur Verfügung, um den allgemeinen Gedanken
der erfindungsgemäßen Lösung an die Verhältnisse des Einzelfalls
anzupassen.
Claims (17)
1. Motor, insbesondere Zweitakt-Großdieselmotor, mit
wenigstens einem Zylinder (1) und einem hierin
angeordneten Kolben (6), der entlang einer Lauffläche (13)
des Zylinders (1) hin- und herbewegbar ist, der mehrere,
vorzugsweise zylinderseitig angeordnete Schmiermittel
auslässe (17) zur Zufuhr von Schmiermittel zugeordnet sind,
wobei jedem Schmiermittelauslass (17) eine mittels einer
zumindest einer Gruppe von Schmiermittelauslässen (17)
zugeordneten common rail (14), in der das Schmiermittel
unter einem vorgegebenen Druck ansteht, mit Schmiermittel
versorgbare Ausstoßeinrichtung (19; 48, 51) zugeordnet ist,
der eine mittels einer Steuereinrichtung (28) steuerbare
Betätigungseinrichtung (20; 57-59) zugeordnet ist, dadurch
gekennzeichnet, dass das Fassungsvermögen jeder
Ausstoßeinrichtung (19, 48, 51) konstant ist und dass zur
Veränderung der der Lauffläche (13) zugeführten
Schmiermittelmenge mittels der Steuereinrichtung (28) die
Frequenz der Ausstoßvorgänge der Ausstoßeinrichtungen
(19; 48, 51) veränderbar
ist.
2. Motor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Steuereinrichtung (28) wenigstens einen Eingang (37) für ein
lastabhängiges Signal aufweist und an Hand dieses Signals
die Frequenz der Ausstoßvorgänge der Ausstoßeinrichtungen
(19; 48, 51) ermittelt.
3. Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (28) wenigstens
einen Eingang (40) für einen Ist-Wert eines von der zugeführten
Schmiermittelmenge abhängigen Parameters, vorzugsweise die
Schmiermitteltemperatur, aufweist und bei Abweichungen des
Ist-Werts von einem vorgegebenen Soll-Wert die Frequenz der
Ausstoßvorgänge der Ausstoßeinrichtungen (19; 48, 51)
entsprechend verändert.
4. Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (28) wenigstens
einen Eingang (43) für ein vom Motortakt abhängiges Signal
aufweist und die Frequenz der Ausstoßvorgänge der
Ausstoßeinrichtungen (19; 48, 51) in dem Motortakt
entsprechenden Stufen ändert.
5. Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Ausstoßeinrichtungen (19; 48, 51)
jeweils so aktiviert werden, dass der Schmiermittelausstoß beim
Aufwärtshub des Kolbens (6) jeweils beim Vorbeigang des
Kolbenringpakets an den Schmiermittelauslässen (17) erfolgt.
6. Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Ausstoßeinrichtungen (19; 48, 51) von
in Richtung der Zylinderachse gegeneinander versetzt
angeordneten Schmiermittelauslässen (17) mit unterschiedlichen
Frequenzen betätigbar sind.
7. Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die common rail (14) mit Abzweigungen
(22 bzw. 26) für alle Ausstoßeinrichtungen (19; 48, 51) und/oder
Betätigungseinrichtungen (20; 57-59) versehen ist.
8. Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (28) mit Ausgängen
(36) für alle Betätigungseinrichtungen (20; 57-59) versehen ist.
9. Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass den einer Gruppe von vorzugsweise
niveaugleich angeordneten Schmiermittelauslässen (17) eines
Zylinders (1) zugeordneten Ausstoßeinrichtungen (48, 51) eine
gemeinsame Betätigungseinrichtung (57, 58, 59) zugeordnet ist.
10. Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass jeder Betätigungseinrichtung (20; 57-59)
ein mittels der Steuereinrichtung (28) steuerbares Schaltelement
(27; 67) zugeordnet ist.
11. Motor nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die
Betätigungseinrichtung (20; 57-59) als Zylinder-Kolbenaggregat
ausgebildet ist, das mittels eines Druckmittels betätigbar ist, das
mittels des durch die Steuereinrichtung (28) ansteuerbaren
Schaltelements (27; 67) auf und absteuerbar ist.
12. Motor nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der
Kolben der Betätigungseinrichtung (20; 57-59) einen größeren
Durchmesser als der Kolben der zugeordneten
Ausstoßeinrichtung bzw. -einrichtungen (19; 48, 51) aufweist.
13. Motor nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch
gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (19; 57-59) mit
einer Hydraulikflüssigkeit, vorzugsweise mit aus der common rail
(14) entnommenem Schmiermittel, beaufschlagbar ist.
14. Motor nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass für die
Ausstoßeinrichtung (19c) und die dieser zugeordnete
Betätigungseinrichtung (20c) eine gemeinsame, ein mittels der
Steuereinrichtung (28) ansteuerbares Schaltventil (27c)
enthaltende Versorgungsleitung (26c) vorgesehen ist, die von der
common rail (14c) abzweigt.
15. Motor nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass
die Betätigungseinrichtung (20a) mit Druckgas, vorzugsweise
Druckluft, beaufschlagbar ist.
16. Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (20b)
einen Magnetanker (31) aufweist, dem eine mit Strom
beaufschlagbare Spule (32) zugeordnet ist, wobei in der
Stromversorgung der Spule (32) ein mittels der Steuereinrichtung
(28) ansteuerbarer Unterbrecher (27c) angeordnet ist.
17. Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Ausstoßeinrichtung (20) ein
Rückschlagventil (21) nachgeordnet ist, das mit der
Ausstoßeinrichtung (20) eine Baueinheit bildet.
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