DE2303012B2 - Brennstoffeinspritzvorrichtung für mehrzylindrige Brennkraftmaschinen - Google Patents
Brennstoffeinspritzvorrichtung für mehrzylindrige BrennkraftmaschinenInfo
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Description
richtung für mehrzylindrige Brennkraftmaschinen mit
einer Einspritzpumpe und einem Steuerschieber, der den vom Pumpenarbeitsraum eines Pumpenkolbens
über einen Druckkanal zugeführten Brennstoff wechselweise an zwei über Einspritzleitungen mit dem
Steuerschieber in Verbindung stehende Einspritzdüsen weiterleitet, und der aus einem Schieberkolben besteht,
welcher in einer Bohrung im Schiebergehäuse axial zwischen zwei Endstellungen verschiebbar ist, in denen
der Druckkanal über jeweils eine von zwei am
Schieberkolben angeordnete Umfangsnuten mit einer
der beiden Einspritzleitungen in Verbindung steht.
Bei einer derartigen, aus der DE-PS 4 89 51t bekannten Brennstoffeinspritzvorrichtung wird der
Steuerschieber von einem Exzenter über ein Steuerge
stange mechanisch angetrieben. Der Schieber selbst
wird dabei in einer Durchgangsbohrung eines im Pumpengehäuse eingeschraubten Schiebergehäuses geführt
Nachteile des bekannten mechanischen Steuerschie
berantriebs sind darin zu sehen, daß der als Schieberkol
ben ausgebildete Schieber selbst wegen seiner Verbindung mit einem Antriebsgestänge stabil ausgebildet sein
muß, und daß aufgrund des Antriebsgestänges und der damit insgesamt zu bewegenden Massen der Antriebs
aufwand relativ groß ist
Darüber hinaus ergibt sich bei Schiebersteuerungen allgemein das Problem, daß es während der Einspritzung aufgrund des unter hohem Einspritzdruck
stehenden Brennstoffs zu Leckverlusten entlang der
Führungsflächen des Schiebers kommt. Insbesondere
bei größeren Schieberabmessungen, wie sie bei dem bekannten, mechanisch angetriebenen Schieber vorliegen, gehen diese Leckverluste zu Lasten der Einspritzung und sind diese außerdem auch deshalb nachteilig,
weil der Leckkraftstoff einfach ins Freie austritt, was zu Verschmutzungen führt.
Schließlich kann Hohlraumbildung in der jeweils nach der Einspritzung durch den Steuerschieber vom
Pumpenarbeitsraum getrennten Einspritzleitung zu
Erosionserscheinungen sowie dazu führen, daß es
aufgrund der Notwendigkeit, entstandene Hohlräume vor Beginn der nächsten Einspritzung erst wieder
auffüllen zu müssen, zu ungleichmäßigen Einspritzungen kommt.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde,
bei einer Brennstoffeinspritzvorrichtung der eingangs beschriebenen Art den Steuerschieber so auszubilden
und zu betätigen, daß die vorstehend genannten, den Antrieb, die Abdichtung sowie die Hohlraumbildung in
es den vom Steusrschieber gesteuerten Einspritzleitungen
betreffenden Probleme weitgehend beseitigt bzw. verringert werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst.
daß der Schieberkolben hydraulisch durch den Druck wechselweise an den beiden Enden der den Schieberkolben
aufnehmenden Bohrung zugeführten Brennstoffs betätigt wird, daß ferner innerhalb des Schieberkolbens
zwei voneinander getrennte, zu den Schieberkolbenenden hin offene Kammern angeordnet sind, und daß
schließlich während der Zeit, in der unter Einspritzdruck stehender Brennstoff vom Pumpenarbeitsraum über
den Druckkanal und eine der beiden Umfangsnuten einer der beiden Einspritzleitungen zugeführt wird, die
andere Einspritzleitung über die auf derselben Seite des Schieberkolbens wie die unter Einspritzdruck stehende
Umfangsnut liegende Kdnmer sowie eine mit dieser in Verbindung stehende, im Laufflächenbereieh des Schieberkolbens
zwischen den beiden Umfangsnuten angeordnete Ringnut mit unter Betätigungsdruck für den
SchiebCikolben stehendem Brennstoff beaufschlagt wird.
Aufgrund des hydraulischen Steuerschieberantriebs kann der Schieberkolben selbst relativ kleine Abmessungen
erhalten. Überdies entfallen alle beir.' mechanischen
Antrieb erforderlichen Übertragungsgestänge. Die Abdichtung des Schieberkolbens nach außen hin
stellt, abgesehen davon, daß die Leckagen aufgrund der
hinsichtlich des Umfangs möglichen kleineren Schieberabmessungen ohnehin geringer sind kein Problem mehr
dar, da diese Leckagen von den erforderlichen Leitungen für die hydraulische Schieberbetätigung
aufgenommen werden können. Dadurch, daß stets eines der beiden Schieberkolbenenden von unter Steuerdruck
stehendem Brennstoff beaufschlagt ist, ist es ferner in vorteilhafter und einfacher Weise möglich, immer die
jeweils gerade nicht für die Einspritzung henötigte Leitung an diesen Druck anzuschließen, wodurch die
oben erwähnten Hohlräume und damit die Erosionserscheinungen sowie ungleiche Anfangsbedingungen für
die Einspritzung weitgehend vermieden werden können.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung lassen sich den Unteransprüchen entnehmen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Ansicht einer Brennstoffeinspritzvorrichtung
mit einem abwechselnd Brennstoff zu zwei Einspritzdüsen fördernden -Pumpenkolben und
einem der Steuerung des Schieberkolbens dienenden Verteiler;
F i g. 2 teilweise im Schnitt eine Endansicht der Brennstoffeinspritzvorrichtung gemäß Fig. 1, welche
die Speisepumpe und den Verteiler veranschaulicht;
F i g. 3 einen Längsschnitt auf Linie 3-3 von F i g. 2, welcher innere Einzelheiten der Pumpe veranschaulicht;
F i g. 4 in größerer Darstellung einen teilweisen Längsschnitt auf Linie 4-4 von Fig. 3, welcher
Einzelheiten des den Schieberkolben enthaltenden Schiebergehäuses zeigt;
Fig.5 in kleinerer Darstellung eine Endansicht auf
Schnitt 5-5 von Fig. 2, welche die inneren Durchlässe für den den Schieberkolben betätigenden Brennstoff
zeigt;
Fig.6 in kleinerer Darstellung, teilweise im Schnitt,
einen teilweisen Längsschnitt auf Linie 6-6 von F i g. 3, welcher die Brennstoffdurchlässe zeigt, die vom
drehbaren Verteiler zum Schieberkolben führen;
F i g. 7 in stark vergrößerter Darstellung einen Längsschnitt des Schiebrrkolbens von F i g. 4, wobei der
Schieberkolben so eingestellt ist. daß die eingespritzte Brennstoffmenge durch die rechte Einspritzleitung geht;
F i g. 8 eine ähnliche Ansicht wie F i g. 7, wobei der Schieberkolben so eingestellt ist, daß die eingespritzte
Brennstoffmenge durch die linke Einspritzleitung geht;
F i g. 9 eine ähnliche Ansicht wie F i g. 7, welche eine
F i g. 9 eine ähnliche Ansicht wie F i g. 7, welche eine
s abgeänderte Ausführungsform des Schieberkoibens zeigt;
F i g. 10 eine ahnliche Ansicht wie F i g. 8, welche die
abgeänderte Ausführungsform des Schieberkoibens gemäß F i g. 9 zeigt; und
Fig. 11 eine Ansicht des Schieberkolbens gemäß F i g. 7 und 8 in einer mittleren Stellung.
In Fig. 1 ist eine Brennstoffeinspritzpumpe 20 mit einem einzigen Pumpenkolben 26 dargestellt, der die
Fördermenge der Pumpe abwechselnd einem Paar
ι? Brennstoffeinspritzdüsen 22 und 24 zuführt Die Düsen
sind mittels der Düsenhalter 22a und 24a so angeordnet, daß sie sich in die Verbrennungskammern einer
Brennkraftmaschine erstrecken und zerstäubten Brennstoff in einer Menge einführen, u;lche in zeitlicher
Abhängigkeit von den Bewegungen »es Pumpenkolben bemessen wird. Die Düsen sind mit der Einspritzpumpe
20 durch Einspritzleitungen 226 und 24b verbunden. Sie öffnen sich bei Zunahme des Druckes in den
Einspritzleitungen und schließen sich bei Abnahme des Druckes nach erfolgter Zuführung einer abgemessenen
Brennstoffmenge.
Das obere Ende des Pumpenkolbens 26 erstreckt sich in den Pumpenzylinder 28 und pumpt Brennstoff in
üblicher Weise. Der Kolben 26 wird durch Nocken 30 auf der Pumpennockenwelle 32 hin- und herbewegt,
welche mit dem brennstoffgespeisten Motor gekuppelt ist. Ein Rolienstößel 34 am unteren Ende des Kolbens 26
liegt gegen die Nocken 30 an und wird durch eine Feder 36 ständig in Berührung mit der Nockenoberfläche
gehalten. Das obere Ende der Feder liegt gegen den im Pumpengehäuse 76 ortsfest angeordneten Federsitz 40
an, während das untere Ende gegen den an den Stößel 34 angrenzenden unteren Federsitz 42 auf dem Kolben
anliegt. Eine Steuerhülse 44, die mit einem Zahnradsegment und mit einem nach unten gerichteten zylindrischen
Teil 46 versehen ist, ist durch eine Steuerzahnstange verdrehbar, wodurch der Kolben verdreht und
die Brennstoffeinspritzmenge bemessen wird. Der Kolben ist in bezug auf die Steuerhülse 44 in axialer
Richtung verschiebbar, wird aber an einer Drehung relativ zu dieser durch radial gerichtete Ansätze 48
gehindert, welche in Schlitzen 50 des Hülsenteiles 46 in axialer Richtung verschiebbar sind.
Bei der dargestellten Ausführungsform ist ein Schiebergehäuse 52 oberhalb eines Druckventils angeordnet,
welches die Fördermenge des Kolbens A über einen Druckkanal 54 aufnehmen kann. Eine
Querbohrung 56 im Schiebergehäuse enthält einen Schieberkolben 58.58', welcher den Brennrtoff aus dem
Druckkanal 54 abwechselnd zu den Durchlässen 60 oder 62 lenkt, die mittels Verbindungsstücken 60a und 60i>
mit den Einspritzleitungen 22bbzw. 246 verbunden sind.
Der Schieberk ylben 58, 58' wird innerhalb der
Bohrung 56 durch ein hydraulisches Steuersystem hin-
So und herbewegt
Dieses System (Fig. 1) weist Leitungep 64und 66auf,
welche in die Enden der Bohrung 56 münden und zu einem Verteiler 68 führen. Dieser weist ein durch eine
Nockenwelle angegebenes Pumpenzahnrad 140 und
*5 unter Druck stehende Brennstoffkammern 162,164 auf,
weiche abwechselnd mit den Leitungen 64 und 66 in Verbindung kommen und dadurch den Enden der
Bohrung 56 abwechselnd Brennstoff unter Druck
zuführen. Dadurch wird eine Hin- und Herbewegung des Schieberkolbens 58, 58' in zeitlicher Abhängigkeit
von den Hüben des Pumpenkolbens hervorgerufen.
Bei den in den F i g. 2 und 3 dargestellten bevorzugten Ausführungsformen sind entsprechende Teile mit den
gleichen Bezugsziffern bezeichnet wie in Fig. I. Die Einspritzpumpe 20 ist innerhalb des Gehäuses 76
angeordnet. Eine Kammer 80 am unteren Ende des Gehäuses 76 nimmt die Nockenwelle 32 auf. Wie F i g. 3
zeigt, ist die Kammer 80 am rechten Ende der Pumpe durch die Deckelplatte 82 geschlossen, die am Gehäuse
durch Bolzen befestigt ist. Ebenso ist das entgegengesetzte Ende der Kammer 80 durch die Deckelplatte 84
geschlossen, welche einen nach innen gerichteten Teil 86 aufweist. Auf diesem sind Dichtungen 88 angeordnet,
welche das Schmieröl in der Nockenwellenkammer von dem Brennstoff im Verteiler trennen. Die Nockenwelle
32 isl direkt mit Her Brennkraftmaschin? apkiinnpli S'p
wird bei einem Viertaktmotor mit halber Motordrehzahl, bzw. bei einem Zweitaktmotor mit der Motordrehzahl angetrieben.
Aus F i g. 3 ist ersichtlich, daß der innerhalb einer Bohrung 78 des Gehäuses 76 angeordnete Federsitz 40
durch den Absatz 90 der Bohrung gebildet wird. Ebenso wird der Stößel 34 in einer senkrechten Bahn durch den
zur Bohrung 78 konzentrischen Halsteil 92 des Gehäuses geführt. Der obere, zylindrische Teil des
Kolbens 26 gleitet innerhalb einer Bohrung 94 des Pumpenzylinders 28. Dieser ist seinerseits innerhalb der
Hülse 98 abgestützt, deren unteres Ende innerhalb des oberen Endes der Bohrung 78 angeordnet ist. Ein oberer
Teil 100 der Hülse 98 wird durch die erweiterte, zur Bohrung 78 koaxiale Bohrung 102 aufgenommen. Das
obere Ende 104 der Hülse 98 ist mit einem Flansch 104 zur Befestigung des oberen Endes der Hülse 98 am
Gehäuse 76 versehen.
Ein Pumpenarbeitsraum 106 wird innerhalb der Bohrung 94 des Pumpenzylinders 28 durch das obere
Ende des Pumpenkolbens 26 und den Druckventilhalter 108 gebildet. Ein Druckventil 110 üblicher Bauart ist im
Ventilhalter 108 zum Einlassen von Brennstoff in den Druckkanal 54 des Schiebergehäuses 52 angeordnet.
Das Schiebergehäuse 52 ist oberhalb des Druckventilhalters 108 innerhalb des mit Doppelgewinde versehenen Ringes 112 befestigt.
Die Einrichtung zum Verdrehen des Pumpenkolbens 26 zwecks Messung seiner unter Einspritzdruck
befindlichen Brennstoffmenge besteht aus einer Steuerzahnstange 114, welche sich in waagerechter Richtung
durch das Gehäuse 76 zur Verbindung mit dem Motorregler erstreckt. Die Zahnstange 114 steht mit
den Zähnen des Zahnradsegments auf der Steuerhülse 44 in Eingriff, welche sich um einen nach unten
gerichteten zylindrischen Teil 116 des Pumpenzylinders
28 dreht Die zusammenwirkenden Elemente zur Kupplung des Kolbens zwecks Drehung mit der
Steuerhülse 44 (F i g. 3) bestehen aus der ringförmigen Lagerfläche 118 des Kolbens, von welcher aus sich die
Ansätze 48 erstrecken, die innerhalb der Schlitze 50 des Teils 46 der Steuerhülse verschiebbar sind.
Ein Ringraum 120 (Fig.4) steht in der Nähe des
oberen Endes des Kolbens 26 mit dem Pumpenarbeitsraum 106 durch einen in Achsrichtung des Pumpenkolbens verlaufenden Schlitz 122 in Verbindung. Der
Kolben ist oberhalb des Ringraums i20 und angrenzend
an den Schlitz 122 ausgenommen und steht mit einem von einer schraubenlinienförmigen Steuerkante 124
begrenzten Absatz in Verbindung. Die Steuerkante
wirkt mit einer Brennstoffüberlauföffnung 126 im
Pumpenzylinder 28 zusammen. Eine Füllöffnung 128 im Gehäuse gegenüber der Überlauföffnung 126 steht
ebenso wie die Überlauföffnung mit einem Brennstoffs sumpf 130 zwischen der äußeren Hülse 98 und der
Gehäusebohrung 102 in Verbindung. Dem Brennstoffsumpf 130 wird unter Druck stehender Brennstoff von
einer Brennstoffzufuhrpumpe 138 zugeführt
Die in Fig.2 dargestellte Brennstoffzufuhrpumpe
ίο 138 ist eine Zahnradpumpe mit einem unteren Zahnrad
140 und einem kleineren oberen Zahnrad 142. Die ineinander eingreifenden Zähne setzen den zwischen
den Zahnrädern befindlichen, vom Brennstoffeinlaß 146 her eingeführten Brennstoff unter Druck, und dieser
unter Druck befindliche Brennstoff wird in den Brennstoffauslaß 144 geleitet. Wie Fig. 3 zeigt, ist das
Zahnrad 140 auf der Stummelwelle 148 verkeilt, und dip«p kf in der Bohrung 150 des TeÜE 86 der
Deckelplatte 84 gelagert. Die Stummelwelle 148 weist
ein mit einer Keilnut versehenes inneres Ende 152 auf.
welches innerhalb der mit einer Keilnut versehenen Bohrung 154 der Nockenwelle 32 aufgenommen wird.
Diese Anordnung ermöglicht die Entfernung entweder
der Stummelwelle 148 oder der Nockenwelle 32
unabhängig voneinander.
Ein mit einem Flansch versehenes Pumpengehäuse 156 be.üeckt die Zahnradpumpe und weist die
kreisförmigen Ausnehmungen für die Zahnräder 140, 142 sowie die Kanäle für die Brennstoffzuführung aus.
Die Pumpe 138 wird durch die Keilnutveibindung der
Stummelwelle 148 mit der Nockenwelle 32 angetrieben. Das obere Zahnrad 142 ist auf der Reglerwelle 158
befestigt und treibt sie an. Die Reglerwelle erstreckt sich in den angrenzenden (nicht gezeigten) Motorregler.
Zwischen dem Pumpengehäuse 156 und der Deckelplatte 84 ist die mit Verteilerkanälen versehene Platte 160
angeordnet.
Das Zahnrad 140 der Brennstoffzufuhrpumpe stellt einen Verteiler für die hydraulische Betätigung des
Schieberkolbens dar, wobei dieser Verteiler den Brennstoffdurchlässen 64 und 66 abwechselnd unter
Druck stehenden Brennstoff zuführt Das Zahnrad 140 enthält eine bogenförmige Kammer 162 mit unter
Druck stehendem Brennstoff für den Antrieb des
Schieberkolbens und eine diametral gegenüberliegende
bogenförmige Kammer 164 für den Abfluß vom Schieberkolben. Die Antriebskammer 162 ist stets mit
einer Brennstoffzufuhröffnung 166 in der Verteilerplatte 160 (F i g. 3) verbunden. Die Zuführöffnung 166 steht
so über einen Durchlaß 168 (Fig.6) in der Platt« 84
(F i g. 3) mit einem Durchlaß 170(Fi g. 5) in Verbindung,
welcher mit dem Brennstoffzufuhrdurchiaß 171 verbunden ist (F i g. 4 und S). Eine öffnung 172 im Gehäuse
verbindet den Durchlaß 171 mit dem Sumpf 130,
welchem Brennstoff unter Druck vom Auslaß 146 der
Pumpe 138 durch (nicht gezeigte) Gehäusedurchlässe zugeführt wird. Eine Ringnut 173 im Zahnrad 140,
welche außerhalb der Abflußkammer 164 verläuft, ist
auf dem gleichen Halbmesser wie die Zufuhröffnung 166
angeordnet und führt der Antriebskanuner 162 ständig
der Platte 84 (F i g. 3) strömt schmierender Brennstoff
zur Stummelwelle 148.
es steht mit einer Abflußöffnung 176 in der Verteiierpiatte
160 in Verbindung, die ihrerseits in den Abflußdurchlaß 177 (F i g. 3 und 6) in der Deckelplatte 84 mündet, aus
welchem der Brennstoff durch den Durchlaß 178 in den
Gehäusesumpf gelangt. Eine Ringnut 180 im Zahnrad
140 auf dem gleichen Halbmesser wie die Abflußöffnung 176 hält die Abflußkammer 164 in ständiger Verbindung
mit der Abflußöffnung 176. Den Ringnuten 173 und 180
gegenüberliegende Ringnuten 173' und 180' gleichen die '>
Brenns'iffclruckkräfte auf jeder Seite des Zahnrades
140 aus.
Den entgegengesetzten Enden der Schiebergehäusebohrung 56 wird abwechselnd Brennstoff unter Druck
aus der Kammer 162 zugeführt, während der vom m Schieberkolben verdrängte Brennstoff durch Verbindung mit der Kammer 164 abfließt. In F i g. I bis 6 steht
der Durchlaß 64 mit der Abflußkammer 164 in Verbindung. Der Durchlaß weist in der mit Verteilerkanälen versehenen Platte 160 eine Öffnung 64a (Fig. 2) n
auf. die zu dem senkrechten Durchlaß646(Fig. 6)in der
Deckelplatte 84 führt. Die«er mündet in die Durchlässe 64c(Fig. 6)und64c/(Fig. 4 und 5) im Seitendeckel des
Gehäuses, welche durch die öffnung 64e (Fig.4) im
Gehäuse mit dem Ringraum 64/" der Hülse 98 in Verbindung stehen. Eine öffnung 64g in der Hülse 98
führt vom Ringraum 64/ zu einem Ringraum 64Λ im Druckventilhalter 108. Ein senkrechter Durchlaß 64/im
Ventilhalter ist mit einem ähnlichen Durchlaß 64/ im Schiebergehäuse ausgerichtet, welcher in einen Ringraum 64* an einem Ende der Schiebergehäusebohrung
56 mündet.
Ebenso ist der Durchlaß 66, der den Verteiler mit dem
entgeg"ngesetzten Ende der Schiebergehäusebohrung verbindet, mit einer öffnung 66a (Fig. 2) in der mit Jo
Verteilerkanälen versehenen Platte 160, mit einem Durchlaß 666 (F i g. 6) in der Deckelplatte 84, mit einem
Durchlaß 66c im Gehäuse, mit einem Durchlaß 66</ (F i g. 4 und 5) im Seitendeckel des Gehäuses, mit einer
öffnung 66e(F i g. 4) im Gehäuse, mit dem Ringraum 66/"
und der öffnung 66g in der Hülse 98, mit einen Ringraum 66.Ί zwischen der Hülse 98 und dem
Druckventilhalter. mit senkrechten Durchlässen 66; bzw. 667 im Ventilhalter und im Schiebergehäuse, sowie
mit dem Ringraum 66Jt an einem Ende der Schiebergehäusebohrung 56 verbunden.
Die Antriebskammer 162 und die Abflußkammer 164 sind mit diametral gegenüberliegenden und radial
ausgerichteten Enden versehen. Die Öffnungen 64a und 66a liegen in bezug zum Drehmittelpunkt des Zahnrades
140 diametral, so daß die öffnungen 64a und 66a für die Verbindung mit den Antriebs- und Abflußkammern
gleichzeitig geöffnet werden. Wenn demgemäß ein Ende der Schiebergehäusebohrung 56 für den Abfluß
geöffnet wird, wird dem anderen Ende Brennstoff unter Druck zugeführt Wenn sich beispielsweise (F i g. 2) das
Zahnrad 140 im Uhrzeigersinn dreht ist die Öffnung 66a zu der Verteilerkaminer 162 hin offen, so daß Brennstoff
unter Druck dem Ringraum 66Jt durch die öffnungen und Durchlässe 666 bis 66/ zugeführt wird. Gleichzeitig
ist die öffnung 64a zur Abflußkammer 164 hin offen und der Ringraum 64Ar hat durch die Öffnungen und
Durchlässe 646 bis 64/ das entgegengesetzte Ende der
Schiebergehäusebohrung zum Ahflußsumpf geöffnet Da die Antriebskammer 162 und die Abflußkammer 164
die gleiche bogenförmige Ausdehnung aufweisen, werden die öffnungen 64a und 66a zu den Kammern
gleichzeitig geöffnet und geschlossen.
Dsr Schiebsrkoibssi 58 (F i g. 7 und 8) besitzt einen
zylindrischen Schieberkörper 182, der mit einer axialen
Durchgangsbohrung 184 versehen ist Die Durchgangsbohrung 184 weist am rechten Ende eine zum
Schieberkolbenende hin offene Kammer 184a in einem
Abschnitt der Bohrung 184 mit einem kleineren
Durchmesser auf, welche an ihrem inneren Ende in einen im Schieberkörper 182 ausgebildeten konischen
Sitz 186 übergeht. Am linken Ende ist eine zweite, zum anderen Schieberende hin offene Kammer 1846
ausgebildet, die von einer in eine Vergrößerung der Bohrung 184 eingesetzten Hülse 188 gebildet wird und
deren inneres Ende mit einem weiteren, am inneren Hülsenende ausgebildeten konischen Sitz 190 versehen
ist. Ein Ventilkörper 192 in Form einer Kugel trennt die beiden Kammern voneinander und ist zwischen den
Sitzen 190 und 186 verschiebbar angeordnet.
Die Außenfläche des Schieberkolbens 182 ist mit Umfangsnuten 194 und 196 beträchtlicher axialer
Länge, sowie mit einer Kingnut 198 zwischen den Nuten 194 und 196 versehen. Die Ringnut 198 ist von den
Umfangsnuten 194, 196 durch Laufflächenbereiche 200 und 202 getrennt. Querbohrungen 204 in der Ringnut
198 stellen die Verbindung zwischen der Ringnut und den Kammern 184a bzw. 1846 in dem vom Ventilkörper
192 bestrichenen Bereich her.
Eine Anhalleeinrichtung an jedem Ende der den Schieberkolben aufnehmenden Bohrung 56 verhindert
den schädlichen Aufprall des Schieberkolbens an den Enden seines Hubes. Diese Anhalteeinrichtung besteht
aus Einsätzen 206 und 208 innerhalb der Enden der Bohrung 56. Radiale Durchlässe 210 bzw. 212 in den
Einsätzen 206 und 208 stehen mit den Ringräumen 64* und 66* im Schiebergehäuse 52 in Verbindung. In axialer
Richtung nach innen gerichtete zylindrische Teile 214 und 216 der Einsätze 206, 208. welche Durchlässe 218
und 220 aufweisen, verbinden die Durchlässe 210 und 212 mit der Bohrung 56. Die Enden 222 bzw. 224 des
Schieberkolbens weisen axiale Gegenbohrungen 226 und 228 auf, welche die Teile 214 und 216 der Einsätze
206 und 208 aufnehmen können. Der zwischen den Einsätzen und den Enden des Schieberkolbens radial
außerhalb der Teile 214 und 216 eingeschlossene Brennstoff übt einen Dämpfungseffekt aus, welcher
einen unerwünschten Aufprall der Schieberkolbenenden auf die Einsätze am Ende jedes Schieberkolbenhubes verhindert.
Zum Betrieb der Pumpe ist die Nockenwelle 32 mit dem mit Brennstoff zu speisenden Motor verbunden und
die Welle 158 steht mit einem angrenzenden Regler in Verbindung. Die Verbindungsstücke 60a und 606 sind
durch Einspritzleitungen mit den Einspritzdüsen verbunden (Fig. 1). Die mit dem Regler verbundene
Zahnstange 114 steuert die Einspritzmenge der Pumpe.
Während des Betriebes bewirkt die Drehung der Nockenwelle 32 bzw. der Nocken 30 eine Auf- und
Abbewegung des Kolbens 26. Der durch den Einlaß 146 zugeführte Brennstoff wird durch die Brennstoffzufuhrpumpe 138 unter Druck gesetzt und vom Pumpenauslaß
144 über (nicht gezeigte) Durchlässe dem Ringraum 130 zugeführt Wenn die obere Seite des Kolbens 26 die
öffnungen 126 und 128 zum Pumpenarbeitsraum 106 hin öffnet wird dieser sowie der Ringraum 120 und der
Schlitz 122 mit Brennstoff gefüllt Beim Aufwärtshub des Kolbens werden die Öffnungen 126 und 128 durch
den Kolben geschlossen und der Brennstoff im Pumpenarbeitsraum 106 wird über das Druckventil 110
in den Druckkanal 54 gepumpt Die Brennstoffeinspritzmengs wird durch Verdrehen des Kolbens gesteuert
weil die Steuerkante 124 das Ende der Zufuhr durch öffnung des Oberlaufs 126 bestimmt so daß der
Brennstoff im Pumpenarbeitsraum durch den Schlitz 122 in den Sumpf 130 abfließen kann. Beim öffnen des
Überlaufs 126 schließt sich das Druckventil 110, bis es
beim nachfolgenden Pumpenhub wieder geöffnet wird. Die Drehung des Kolbens zur Bemessung des
Brennstoffs wird vom Regler durch Bewegung der Steuerzahnstange 114 ausgeführt. Diese verdreht die
Steuerhülse 44, deren nach unten gerichteter Teil 46 die in die Schlitze SO eingreifenden Ansätze 48 des Kolbens
verdreht
Die Brennstoffmengen, welche in den Druckkanal 34
gelangen, werden durch den Schieberkolben 58 abwechselnd in einen der Durchlässe 60 bzw. 62 in die
Einspritzdüsen 22 und 24 gelenkt. Das Zahnrad 140 der Brennstoffpumpe ist so angeordnet, daß es unter Druck
stehenden Brennstoff durch die öffnungen und Durchlässe 66a bis 66k dem rechten Ende der Bohrung 56
zufuhrt, wie am besten aus Fig. 7 ersichtlich. Das Zuführen des Brennstoffs zum rechten Ende bewegt den
Ventilkörper 192 in die linke Grenzstellung innerhalb des Schieberkolbens, so daß der Ventükcr^er ü«f dcrri
konischen Sitz 190 der Hülse 188 aufsitzt, wodurch der Durchlaß innerhalb der Hülse abgedichtet ist. Der
Schieberkolben wird dann durch den unter Druck befindlichen Brennstoff nach links gegen den linken
Einsatz 206 bewegt und durch den außerhalb des Teiles 214 des Einsatzes eingeschlossenen Brennstoff angehalten.
Wenn sich der Schieberkolben in der in F i g. 7 gezeigten Stellung befindet, gelangt der eingespritzte
Brennstoff über den Druckkanal 54 in die Umfangsnut 1% des Schieberkolbens, wobei die Nut 1% mit dem
Durchlaß 62 bzw. der Einspritzdüse 24 in Verbindung steht. Während der Brennstoffeinspritzung in den
Durchlaß 62 wird 60 mit unter Druck stehendem Brennstoff gefüllt gehalten, und zwar durch die
Verbindung über die Ringnut 198 des Schieberkolbens, die Querbohrungen 204 und die Kammer 184a des
Schieberkolbens 182 mit dem unter Druck stehenden rechten Ende der Bohrung 56. Daß der Durchlaß 60
sowie die Einspritzleitung 22b während der Brennstoffeinspritzung über den Durchlaß 62 und die Einspritzleitung 24b in gefülltem Zustand gehalten werden, hat zur
Folge, daß eine Erosion durch Hohlraumbildung verringert und die Gleichmäßigkeit der Einspritzung
verbessert wird.
Falls am Ende der Einspritzung ein hoher Restdruck verbleibt, dient die Verbindung zwischen dem Durchlaß
60 und der Ringnut 198 des Schieberkolbens zur Druckentlastung. In jedem Fall weisen zu Beginn der
nächsten Einspritzung die Durchlässe Brennstoffzuführdruck auf.
Nach Beendigung der Einspritzung in die Düse 24 öffnet die Drehung des Zahnrades 140 die öffnungen
und Durchlässe 66a bis 66k zur Abflußkammer 164 und die öffnungen und Durchlässe 64a bis 6Ak zu der unter
Druck stehenden Antriebskammer 162. Die Einführung unter Druck stehenden Brennstoffs durch den Einsatz
210 in die linke Seite der Bohrung 56 bewegt zuerst den Ventilkörper 192 in die rechte Grenzstellung gegen den
Sitz 186, worauf sich der Schieberkolben in die in F i g. 8 gezeigte Rechtsstellung gegen den Einsatz 208 bewegt
Dort wird der Schieberkolben in der gleichen Weise angehalten, wie oben für den Einsatz 206 beschrieben
wurde. Während sich der Schieberkolben quer zum Druckkanal 54 bewegt (F i g. 11), steht die Ringnut 198
mit dem Druckkanal 54 in Verbindung und führt über die Querbohrung 204 und die Durchgangsbohrung 184
unter Druck stehenden Brennstoff vom Verteiler zum Druckk?naL Demgemäß wird der Druckkanal 54 in
ähnlicher Weise, wie oben für Durchlaß 60 beschrieben, in einem gefüllten, unter Druck stehenden Zustand
gehalten so daß Erosion durch Hohlraumbildung auf ein Mindestmaß herabgesetzt und die Gleichmäßigkeit der
Einspritzung verbessert wird.
Nach der Bewegung des Schieb'·Kolbens in die in
F i g. 8 gezeigte Rechtsstellung geh' Brennstoff über den Druckkanal 54 in die Umfangsnut 194 des
Schieberkolbens, wobei die Nut 194 in dieser Stellung
ίο sowohl mit dem Druckkanal 54 als auch mit dem
Durchlaß 60, der Einspritzleitung 22b und der Düse 22 in Verbind'ing steht. Gleichzeitig steht die Ringnut 198 des
Schieberkolbens mit dem Durchlaß 62 in Verbindung und hält demgemäß über die Querbohrungen 204 einen
r. Druckzustand im Durchlaß 62 und der Einspritzleifjng
24b aufrecht.
Für den Fall, daß der Schieberkolben m einer
mittleren Stellung anhalten sollte (Fig. II), muß eine
Systems dann zu verhindern wenn die Einspritzung erfolgt, bevor der Schieberkolben in eine Grenzstellung
gegen einen der Einsätze der Bohrung 56 bewegt worden ist. Falls eine Einspritzung in solcher mittlerer
Stellung des Schieberkolbens erfolgt, tritt der Brennen stoff in die Ringnut 198 ein, gelangt durch die
Querbohrungen 204 zum Beispiel in die Kammer 184b und über die Durchlässe 64a bis 64A: in den Verteiler 68
und schließlich in die Brennstoffzufuhrpumpe 138. Da die Pumpe 138 positive Verdrängung besitzt, ist ein
ίο (nicht gezeigter) Auslaßdruckregler erforderlich, um die
bei einer Mittelstellung des Schieberkolbens eintretende schädliche Druckausbildung aufzuheben. Die Breite
der Laufflächenbereiche 200 und 202 darf nicht größer sein als der Durchmesser des Druckkanals 54, da sonst
ji einer der Laufflächenbereiche den Druckkanal vollständig blockieren würde.
Falls der Motor angelassen wird, während sich der Schieberkolben in der Mittelstellung befindet und die
Einspritzung beginnt, wenn der Ventilkörper 192 in der
zu der in Fig. 11 gezeigten entgegengesetzten Grenzstellung liegt, gelangt die Einspritzung in -*en Abflußsumpf der Pumpe und kann ebenfalls keine Beschädigung verursachen.
bensistin Fig. 9 und 10 dargestellt. Der Schieberkolben
58' besitzt hier Umfangsnuten 194' und 1%', welche den Nuten 124 und 196 des Schieberkolbens 58 entsprechen
und dem gleichen Zweck dienen Anstelle einer einzigen Ringnut 198 enthält der Schieberkolben 58' jedoch
zwischen den Nuten 194' und 196' ein Paar Ringnuten 240 und 242, die durch eine Lagerfläche 244 voneinander
getrennt sind. Anstelle der durch einen axial beweglichen Ventilkörper 192 voneinander getrennten Kammern 184a und 1846 der vorhergehenden Ausführungs-
form enthält der Schieberkolben 58' eine zum linken Schieberkolbenende hin offene Kammer 246 und eine
zum rechten Schieberkolbenende hin offene Kammer 248, die durch eine feste Wand voneinander getrennt
sind. Die Kammern 246 und 248 sind zum Schieberkol
ben über eine zu den Umfangsnuten 194' und 196'
gleiche Länge koaxial. Verlängerungen 246' und 248' der Kammern 246 und 248 erstrecken sich versetzt
nebeneinander. Eine Querbohrung 250 in der Ringnut 242 verbindet die Nut mit der Kammerverlängerung
(,' 246', während die Querbohrung 252 die Ringnut 240 mit
der Kammerverlängerung 248' verbindet
Die Wirkungsweise dieser Ausführungsform ist die gleiche wie die der vorstehend beschriebenen, da sich
die Ringnuten 240 und 242 mit den Durchlässen 60 bzw.
62 in den Grenzstellungen des Schieberkolbens ausrichten. In der in Fig.9 gezeigten linken Grenzstellung
des Schieberkolbens geht der aus dem Drückkanal 54 zugeführte Brennstoff durch die Umfangsnut 196'
hindurch und gelangt in den Durchlaß 62. während gleichzeitig unter Brennstoffdruck der Brennstoffzufuhrpumpe
stehender Brennstoff vom rechten Ende her durch die Kammer 248, die Kammerverlängerung 248',
die Querbohrung 252 und die Ringnut 240 in den Durchlaß 60 gelangt. Wenn der Druck zum linken Ende
umgekehrt wird, so wird der Schieberkolben in die in Fig. 10 gezeigte rechte Grenzstellung bewegt, so daß
der eingespritzte Brennstoff aus dem Druckkanal 54 durch die Umfangsnut 194' in den Durchlaß 60 gelangt, n
Gleichzeitig gelangt der unter Druck stehende Brennstoff durch die Kammer 246, die Kammerverlängerung
24€\ die Querbohrung 250 und die Ringnut 242 in den Duiciiläu 62, ιοί! in diesem miwic der anschließenden
Einspritzleitung 24b einen Restdruck aufrechtzuerhalten. Wenn Jer Schieberkolben 58' die Mittelstellung
durchläuft, so wird entweder die Ringnut 240 oder die Ringnut 242 unter Druck gesetzt, welche den unbenutzten
Zufuhrdurchlaß beim Vorbeigang mit unter Druck stehendem Brennstoff füllt. Die Ausführungsform der _>-,
F i g. 9 und 10 führt somit die gleichen Aufgaben aus wie die vorhergehende Ausführungsform.
Die Aufrechterhaltung eines gleichmäßigen Restdruckes in den Durchlässen 60, 62 hinter dem
Druckventil und den angeschlossenen Einspritzleitungen 22b, 24b bringt erhebliche Vorteile mit sich. Das
Druckventil 110 sieht eine plötzliche Abs^ei rutig der
Brennstoffeinspritzung durch die Dii.se vor. Bei plötzlicher Verringerung des Leitungsdruckes können sich
Blasen bilden, und wenn die hohen Einspritzdrücke diese Blasen zusammendrücken, kann Erosion der
Öffnungen und Durchlässe durch Hohlraumbildung eintreten. Sind dagegen die Durchlässe mit Brennstoff
unter gewissem Druck gefüllt, so ist das Zusammendrükken der Blasen unschädlich. Wenn die Zuführungsdurchlässe
durch den Schieberkolben unter Druck stehen, wird außerdem die Gleichmäßigkeit der Einspritzung
wesentlich verbessert, weil die Höhe des Restdruckes nicht mehr von der Tätigkeit des Druckventils abhängt.
Ein den Schieberkolben betätigender Brennstoffzuführdruck von etwa i.i>
bis 7 kp/cm^ hat sich als zufriedenstellend erwiesen, um die erforderliche Schieberkolbenbewegung
sowie die Füllung und Unterdrucksetzung der Zuführungsdurchlässe zu bewirken. Der
Schieberkolben ist dabei so wirksam, daß das Druckventil unter Umständen sogar fortgelassen werden kann,
um den Zustand der gefüllten und unter Druck gesetzten Durchlässe 60, 62 und Einspritzleitungen 22b. 24b
aufrecht zu erhalten.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Brennstoffeinspritzvorrichtung für mehrzylindrige Brennkraftmaschinen mit einer Einspritzpumpe und einem Steuerschieber, der den vom
Pumpenarbeitsraum eines Pumpenkolbens Ober einen Druckkanal zugeführten Brennstoff wechselweise an zwei über Einspritzleitungen mit dem
Steuerschieber in Verbindung stehende Einspritzdüsen weiterleitet, und der aus einem Schieberkolben
besteht, welcher in einer Bohrung im Schiebergehäuse axial zwischen zwei Endstellungen verschiebbar ist, in denen der Druckkanal über jeweils eine
von zwei am Schieberkolben angeordnete Umfangsnuten mit einer der beiden Einspritzleitungen in
Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieberkolben (58, 58') hydraulisch
durch den Druck wechselweise an den beiden Enden der den Schieberkolben aufnehmenden Bohrung (36)
zugeführt«! Brennstoffs betätigt wird, daß ferner innerhalb des Schieberkolbens (58, 58') zwei
voneinander getrennte, zu den Schieberkolbenenden hin offene Kammern (184% 1846; 246, 248)
angeordnet sind, und daß schließlich während der Zeit, in der unter Einspritzdruck stehender Brennstoff vom Pumpenarbeitsraum (106) über den
Druckkanal (54) und eine der beiden Umfangsnuten (194,196; 194', 196') einer der beiden Einspritzleitungen (22b, 24b) zugeführt wird, die andere Einspritzleitung über die auf derselben Seite des Schieberkolbens wie die unter Einspritzdruck stehende Umfangsnut (194, 196; 194', 1ST') liegende Kammer
(184a 1846; 246, 248) sowie eine mit dieser in Verbindung stehende, im LauHächenbereich des
Schieberkolbens zwischen den beiden Umfangsnuten angeordnete Ringnut (198; 240, 242) mit unter
Betätigungsdruck für den Schieberkolben stehendem Brennstoff beaufschlagt wird.
2. Brennstoffeinspritzvorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Kammern (184a, 184/>; im Innern des Schieberkolbens (58) durch eine diesen axial durchsetzend«.·
Bohrung (184) und einen in dieser zwischen zwei in Achsrichtung einander gegenüberliegenden Sitzen
(190, 186) axial beweglich angeordneten Ventilkörper (192) gebildet werden, der, jeweils in Bewegungsrichtung des Schieberkolbens (58) vom Brennstoffbetätigungsdruck für diesen beaufschlagt, an
seinem dieser Beaufschlagungsrichtung entsprechenden Sitz zur Anlage gelangt und hierdurch den
Durchgang für dsn unter Betätigungsdruck stehenden Brennstoff von der jeweiligen Kammer (184a,
1Mb) über Querbohrungen (204) zu der beiden Kammern zugeordneten, zwischen den beiden
Umfangsnuten (194, 196) angeordneten einzigen Ringnut (198) freigibt.
3. Brennstoffeinspritzvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Laufflächenbereiche (200,202) zwischen der Ringnut (198) und den beiden Umfangsnuten (194, 196) eine
Breite aufweisen, die nicht größer ist als der Durchmesser des Druckkanals (54).
4. Brennstoffeinspritzvorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Kammern (246, 248) im Innern des Schieberkolbens (58') durch eine feste Wand voneinander getrennt
sind und jeder Kammer (246, 248) eine eigene, zwischen den beiden Umfangsnuten (194', 196')
angeordnete Ringnut (240, 242) zugeordnet ist, deren axiale Anordnung mit Bezug auf die jeweilige
Kammer so gewählt ist, daß die der gerade vom Brennstoffbetätigungsdruck für den Schieberkolben
s (58') beaufschlagten Kammer (245,248) zugeordnete
Ringnut (240, 242) in Beaufschlagungsrichtung des Schieberkolbens gesehen jeweils hinter der der nicht
vom Brennstoffdruck beaufschlagten Kanvner zugeordneten Ringnut liegt.
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