DE19953994A1 - Verfahren und Schaltungsanordnung zur Betätigung einer Fahrzeugbeleuchtung - Google Patents
Verfahren und Schaltungsanordnung zur Betätigung einer FahrzeugbeleuchtungInfo
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- B60Q1/1407—General lighting circuits comprising dimming circuits
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Abstract
Es wird ein Verfahren zur Betätigung einer an einem Fahrzeug angebrachten Außenbeleuchtung sowie eine Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens vorgeschlagen. Nach dem Abstellen des Fahrzeugs kann die Außenbeleuchtung durch kurzzeitiges Wiedereinschalten des Fahrlichts für eine vorgegebene Einschaltdauer aktiviert werden. Die Einschaltdauer wird von einem Zeitglied (7) bestimmt, welches sich nur unmittelbar nach dem Abstellen des Fahrzeugs aktivieren läßt. Als Außenbeleuchtung wird vorzugsweise das Fahrlicht (3) benutzt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Betätigung einer an einem Fahrzeug
angebrachten Außenbeleuchtung gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine
Schaltungsanordnung gemäß Oberbegriff des Anspruchs 4 zur Durchführung des
Verfahrens.
Beim nächtlichen Parken ist es nach dem Aussteigen aus dem Kraftfahrzeug oft
schwierig Pfützen, Hindernisse oder dergl. wahrnehmen zu können, wenn eine
entsprechende Parkplatzbeleuchtung fehlt.
Aus der DE 197 07 543 A1 ist ein Beleuchtungssystem für Kraftfahrzeuge bekannt, das
mindestens eine Lichtquelle im Bereich der Fahrzeuglängsseiten aufweist. Mit dem
Beleuchtungssystem wird der Bereich vor den Fahrzeugtüren ausgeleuchtet, um beim
nächtlichen Parken und Aussteigen aus dem Fahrzeug Schlamm und Pfützen besser
erkennen zu können. Die Aktivierung der Außenbeleuchtung erfolgt dabei mit dem
Betätigen der Zentralverriegelung.
Aus der DE 196 33 193 A1 ist eine Türaustiegsleuchte für ein Kraftfahrzeug bekannt, die
zusammen mit dem sie schaltenden Türkontaktschalter zu einem Teil integriert und in
einem vertikalen Bereich des karosserieseitigen feststehenden Türrahmens angebracht
ist. Um den Bereich vor einer Fahrzeugtüre ausleuchten zu können, muß die
entsprechende Fahrzeugtüre geöffnet sein.
Die bekannten Beleuchtungssysteme verwenden zusätzliche Leuchtmittel, die im
Seitenbereich eines Fahrzeugs anzubringen sind. Außerdem wird die Außenbeleuchtung
bei jedem Öffnen der Fahrzeugtüren betätigt, was insbesondere am Tag oder bei heller
Umgebungsbeleuchtung nicht erforderlich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Betätigung einer an einem
Fahrzeug angebrachten Außenbeleuchtung anzugeben, die auf Wunsch des Fahrers
nach dem Abstellen des Fahrzeugs dessen Umgebung für eine gewisse Zeitdauer
ausleuchtet.
Die Lösung dieser Aufgabe erhält man durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale.
Der Fahrer kann innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums nach dem Parken des
Fahrzeugs einen Aktivierungskontakt betätigen, worauf die Außenbeleuchtung für eine
vorgegebene Einschaltdauer eingeschaltet wird. Während dieser Einschaltdauer kann
der Fahrer aus dem Fahrzeug aussteigen und beispielsweise zur Haustüre seines
Wohnhauses gehen. Als Außenbeleuchtung werden dabei vorzugsweise das ohnehin
vorhandene Fahrlicht bzw. die Rückfahrscheinwerfer oder andere
Fahrzeugbeleuchtungen verwendet, welche eine hohe Leuchtstärke aufweisen und somit
für die Ausleuchtung der Fahrzeugumgebung sehr gut geeignet sind.
Besonders vorteilhaft ist es, den zum Einschalten der Außenbeleuchtung vorgesehenen
Aktivierungskontakt nur für eine vorgegebene Zeitspanne nach dem Ausschalten des
Fahrlichts und/oder des Fahrzeugmotors betätigen zu können. Dabei kann das
Ausschalten des Fahrlichts als "Parkzustand" erkannt werden, so daß danach durch ein
kurzes Ein-Ausschalten des Fahrlichts das Fahrlicht für eine vorgegebene Zeitspanne als
Außenbeleuchtung eingeschaltet wird.
Der Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens anzugeben. Die Lösung dieser
Aufgabe erhält man durch die im Anspruch 4 angegebenen Merkmale. Ein erstes
Zeitglied, welches von einem Parksignal aktiviert wird, bestimmt den Zeitraum, innerhalb
dessen eine Aktivierung der Außenbeleuchtung möglich ist. Ein zweites Zeitglied
bestimmt die Einschaltdauer der aktivierten Außenbeleuchtung, so daß beispielsweise
nach 20 Sekunden die Außenbeleuchtung automatisch abgeschaltet wird. Da es sich bei
der Außenbeleuchtung vorzugsweise um das ohnehin am Fahrzeug vorhandene
Fahrlicht handelt, läßt sich die Beleuchtung des Fahrzeugumfeldes beim nächtlichen
Parken mit äußert geringem Aufwand realisieren. Dabei wird die Außenbeleuchtung
bevorzugt mittels des ebenfalls ohnehin vorhandenen Fahrlichtschalters betätigt, der
hierzu aus seiner Aus-Stellung kurzfristig in die Ein-Stellung gebracht wird. Mit dem
kurzen Ein-Ausschalten des Fahrlichts wird das zweite Zeitglied, welches die
Einschaltdauer der Außenbeleuchtung bestimmt, aktiviert.
Die Einschaltdauer kann mittels eines Potentiometers oder dergl. einstellbar sein, damit
ein Fahrer die Einschaltdauer innerhalb vorgegebener Grenzen an seine Anforderungen
optimal anpassen kann.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel für
ein Blockschaltbild der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung zeigt, näher erläutert.
Das Blockschaltbild umfaßt einen Fahrlichtschalter 1 mit einem Aktiverungskontakt 2 für
das Fahrlicht 3, welches über ein Relais R geschaltet wird. Der Fahrlichtschalter 1 hat
außerdem einen Aus-Kontakt 4, über den mittels einer Spannung U ein erstes Zeitglied 5
aktivierbar ist. Ausgangsseitig ist das erste Zeitglied 5 mit dem einen Eingang eines
UND-Gatters 6 verbunden, dessen anderer Eingang an den Aktivierungskontakt 2
angeschlossen ist. Der Ausgang des UND-Gatters 6 ist an ein zweites Zeitglied 7
angeschlossen, das ausgangsseitig einen Schaltimpuls mit einer über ein Potentiometer
8 einstellbaren Einschaltdauer abgeben kann.
Das erste Zeitglied 5 ist an einem Steuereingang mit dem Ausgang einer Steuerung S
verbunden, die nach dem Abschalten des Fahrzeugmotors das erste Zeitglied 5
freischaltet, d. h. daß das erste Zeitglied 5 nur nach dem Abstellen des Fahrzeugmotors
über den Aus-Kontakt 4 aktivierbar ist.
Nachfolgend wird nun beschrieben, wie sich das Fahrlicht 3 als Außenbeleuchtung nach
dem Abstellen des Fahrzeugs für einen vom zweiten Zeitglied 7 bestimmten Zeitraum
einschalten läßt.
Es wird zunächst davon ausgegangen, daß das Fahrzeug mit eingeschaltetem Fahrlicht
zu einem Parkplatz gefahren wurde. Nun wird vom Fahrer der Motor am Zündschloß 9,
welches hier als einfacher Kontakt dargestellt ist, abgestellt, worauf die Steuerung S das
erste Zeitglied 5 für etwa 1 bis 2 Sekunden freischaltet. Diese Freischaltung erfolgt
vorzugsweise erst dann, wenn sowohl der Motor abgestellt ist als auch der
Fahrlichtschalter 1 sich in der nicht dargestellten Aus-Stellung mit Kontaktierung des
Aus-Kontakts 4 befindet. Innerhalb dieser kurzen Zeitspanne hat der Fahrer nun die
Möglichkeit, durch kurzzeitiges Ein-Ausschalten des Fahrlichts über den
Aktivierungskontakt 2 einen Spannungsimpuls mit der Spannung U an den anderen
Eingang des UND-Gatters 6 anzulegen, während vom ersten Zeitglied 5 an das UND-
Gatter 6 der Schaltimpuls abgegeben wird, so daß am Ausgang des UND-Gatters 6 das
zweite Zeitglied 7 aktiviert wird. Dadurch wird am Ausgang 10 des zweiten Zeitglieds 7
für eine gewünschte Einschaltdauer ein Spannungsimpuls abgegeben, der das Relais R
betätigt, um das Fahrlicht 3 für die Impulsdauer des vom zweiten Zeitglied 7
abgegebenen Schaltimpulses einzuschalten. Die Impulsdauer, die die Einschaltdauer
bestimmt, kann beispielsweise mittels des Potentiometers 8 in einem Zeitbereich von 15
bis 30 Sekunden einstellbar sein. Das erste Zeitglied 5 kann über die Steuerung S. wie
oben erwähnt, nur nach dem Ausschalten des Fahrzeugmotors für einen gewissen
Zeitraum freigeschaltet werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, daß das erste
Zeitglied 5 nach jedem Ausschalten des Fahrlichts 3 über die Steuerung S für einen
gewissen Zeitraum freigeschaltet wird, um durch ein kurzzeitiges, nochmaliges
Einschalten des Fahrlichts über das UND-Gatter 6 den Schaltimpuls des zweiten
Zeitglieds 7 auszulösen.
Die Maßnahme, daß über die Steuerung S eine Aktivierung der Außenbeleuchtung nur
einmal nach Abschalten des Fahrzeugmotors möglich ist, dient zur Schonung der
Fahrzeugbatterie. Grundsätzlich könnte diese Maßnahme auch entfallen, insbesondere
dann, solange sich die Fahrzeugbatterie in einem sehr guten Ladezustand befindet.
U Spannung
S Steuerung
R Relais
S Steuerung
R Relais
1
Fahrlichtschalter
2
Aktivierungskontakt
3
Fahrlicht
4
Aus-Kontakt
5
Zeitglied
6
UND-Gatter
7
Zeitglied
8
Potentiometer
9
Zündschloß
10
Ausgang
Claims (7)
1. Verfahren zur Betätigung einer an einem Fahrzeug angebrachten
Außenbeleuchtung, die nach dem Abstellen des Fahrzeugs aktivierbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Fahrer innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums nach
dem Parken des Fahrzeugs einen Aktivierungskontakt (2) betätigt, der die
Außenbeleuchtung einschaltet, und daß am Ende einer vorgegebenen
Einschaltdauer die Außenbeleuchtung selbsttätig wieder abgeschaltet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einschalten der
Außenbeleuchtung der Aktivierungskontakt (2) innerhalb einer vorgegebenen
Zeitspanne nach dem Ausschalten des Fahrlichts (3) durch kurzzeitiges Ein-
Ausschalten des Fahrlichts (3) betätigt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als
Außenbeleuchtung das Fahrlicht (3) oder das Standlicht eingeschaltet wird.
4. Schaltungsanordnung zur Betätigung einer an einem Fahrzeug angebrachten
Außenbeleuchtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein erstes Zeitglied (5),
welches von einem Parksignal aktiviert wird, den Zeitraum bestimmt, innerhalb
dessen eine Aktivierung der Außenbeleuchtung möglich ist, und das ein zweites
Zeitglied (7) die Einschaltdauer der aktivierten Außenbeleuchtung bestimmt.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Parksignal mit Erreichen der Ausstellung des Fahrlichts (3) auftritt.
6. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß mit kurzem Wiedereinschalten des Fahrlichts (3) der
Fahrlichtschalter (1) das zweite Zeitglied (7) startet und damit die Außenbeleuchtung
einschaltet.
7. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einschaltdauer der Außenbeleuchtung mittels eines
Potentiometers (8) einstellbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19953994.4A DE19953994B4 (de) | 1999-11-10 | 1999-11-10 | Verfahren und Schaltungsanordnung zur Betätigung einer Fahrzeugbeleuchtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19953994.4A DE19953994B4 (de) | 1999-11-10 | 1999-11-10 | Verfahren und Schaltungsanordnung zur Betätigung einer Fahrzeugbeleuchtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19953994A1 true DE19953994A1 (de) | 2001-05-17 |
| DE19953994B4 DE19953994B4 (de) | 2017-05-11 |
Family
ID=7928505
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19953994.4A Expired - Lifetime DE19953994B4 (de) | 1999-11-10 | 1999-11-10 | Verfahren und Schaltungsanordnung zur Betätigung einer Fahrzeugbeleuchtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19953994B4 (de) |
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