DE19951235A1 - Absauganlage für Spinnmaschine - Google Patents
Absauganlage für SpinnmaschineInfo
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Abstract
In einer Absauganlage einer Spinnmaschine wird Luft aus dem Innenraum eines Konusfilters (33) einerseits in einen Saugraum (42) und weiter einer Unterdruckquelle (43) zugeführt, während andererseits eine Teilluftmenge in einen Filterraum (42a) eintritt und von dort über mindestens einen Filter (21) und eine Saugleitung (03) ebenfalls zur Unterdruckquelle gelangt. Periodisch kann ein Filter (21) sowie ein weiterer Filter (41) durch Umsteuerung der Luft infolge Öffnen von Klappen (51) gereinigt werden, wobei auch Abfall aus dem Primärfilter (33) in einen Sammelraum (62) gelangt. Durch Überwachung der Druckverhältnisse mit einem Fühler (22) kann die Entsorgung von Abfall mittels einer Steuerung (63) automatisch gehandhabt werden.
Description
Die Erfindung betrifft eine Absauganlage nach dem Oberbegriff des unabhängigen
Anspruchs, wobei mit vornehmlich textilem Material befrachtete Luft über einen
Primärfilter aus dem Bereich der Spinnmaschine in Richtung auf eine Unterdruckquelle
geleitet wird. Die von der Spinnmaschine abgeführte Luft durchströmt dabei zum
grössten Teil den Primärfilter, wobei aber ein Teilstrom der gesamten abgeführten Luft,
welcher noch mit Textilmaterial beladen ist, auf separatem Weg einer Unterdruckquelle
zuzuführen ist. Bei Ausführungen aus der Praxis wird für diesen Teilstrom in der Regel
ein Ventilator eingesetzt, mittels dessen der Teilstrom abgezogen und separat gereinigt
wird.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Absauganlage mit einem Primärfilter
so weiterzuentwickeln, dass der technische Aufwand und der Platzbedarf hierfür
verringert wird. Diese Aufgabe wird mit einer Absauganlage mit den Merkmalen des
unabhängigen Anspruchs gelöst. Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte
Weiterbildungen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung im Detail erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 schematisch eine Übersicht über die Absauganlage gemäss der Erfindung,
Fig. 2 einen Seitenriss der Übersicht nach Fig. 1.
Die von der Spinnmaschine stammende Luft wird zunächst in einem primären
Filterraum dem Primärfilter 33, vorzugsweise einem Konusfilter, von rechts zugeführt,
wobei die Luft nach oben und nach unten durch den Konusfilter in einen Saugraum 42
eintritt. Dabei verbleibt filtriertes Material zunächst in diesem ersten Filter. Etwa 10%
der einströmenden Luft verlassen den Primärfilter nach links in einen Filterraum 42a.
Von hier aus kann die Teilluftmenge durch einen weiteren Filter 21 in ein Filtergehäuse
11 sowie durch einen dritten Filter 41 und ein zweites Filtergehäuse 31 durch eine
Überleitung 02 bzw. eine Saugleitung 03 einer Unterdruckquelle 43 zugeführt werden.
Sie ist in Fig. 1 als Ventilatorrad 43 dargestellt, dem einerseits die radial aus dem
Konusfilter 33 austretende Luft (90% der gesamten Luftmenge) und die durch die
Saugleitung 03 zugeleitete Teilluftmenge zuströmt. Bei der Unterdruckwelle 43 kann es
sich auch um eine zentrale Absauganlage in der Spinnerei handeln, welche auch mit
einem Schacht unterhalb einer Klappe 51 bzw. einem Sammelraum 62 für Filterkuchen
in Verbindung steht.
Im stationären Betrieb der Anlage wird Abgang oder Abfall einerseits im Konusfilter 33
abgeschieden, der kontinuierlich in Richtung des Filterraums 42a weiterbefördert wird
und in dessen unterem Bereich zu liegen kommt. Weiter setzt sich Material aus der
Teilluftmenge sowohl auf dem weiteren Filter 21 und dem dritten Filter 41 ab. Durch
Fühler 22, die im Filterraum 42a oder im Filtergehäuse 11 oder neben der Klappe 51
angebracht sein können, wird die Druckentwicklung im Filterraum 42a oder in dessen
Umgebung überwacht. Wenn der Druck ein bestimmtes Mass überschritten hat, deutet
dies darauf hin, dass der im Filterraum 42a gesammelte Abgang ein zulässiges Mass
überschritten hat und zu entsorgen ist.
Sobald der Messwert im Fühler 22 einen bestimmten Betrag erreicht hat, wird durch
eine zentrale Steuerung, von der lediglich Leitungen bzw. Verteiler 63 angedeutet sind,
das Öffnen der Klappe 51 über einen Stellantrieb 61 sowie das Umschalten eines
Stellantriebs 36 mit einer ersten Klappe 26 und einer zweiten Klappe 16 bewirkt.
Durch das Öffnen der Klappe 51 kann auf ihr liegender Abfall nach unten in einen
Sammelraum 62 gelangen. Durch das Öffnen der Klappe 51 wird auch eine Verbindung
in dem Schacht unterhalb der Klappe 51 zu einer zentralen Absaugung geschaffen,
oder zu der Saugseite der Unterdruckquelle 43, insbesondere zu einem Ventilatorrad.
Andererseits wird durch die gleichzeitige Betätigung des Stellantriebs 36 die
Saugleitung 03 durch die Klappe 26 geschlossen und gleichzeitig eine Zuluftleitung 06
gemäss Fig. 2 geöffnet, indem die Klappe 16 durch Wegschwenken nach unten den
Durchgang in die Zuluftleitung 06 freigibt. Die beiden Klappen 16 und 26 befinden sich
auf einem Schwenkhebel, der in der Mitte gelagert ist, und an welchem einseitig der
Stellantrieb 36 angreift. Durch das Umsteuern des Stellantriebs 36 wird auch die
Strömungsrichtung durch die Filter 21 und 41 umgekehrt, so dass auf der Seite des
Filterraums 42a auf den Filtern 21 und 41 anhaftender Abfall von diesen Filtern
weggedrückt wird und nach unten, vorbei an der geöffneten Klappe 51, in den
Sammelraum 62 fallen kann bzw. gesaugt wird. Während dieser Entsorgungsphase
des Abfalls, die nur während eines kurzen Zeitabschnittes andauert, strömt die von der
Spinnmaschine abgesaugten Luft durch den Konusfilter 33 in den Saugraum 42. Eine
Gummiklappe 42b verschliesst den Konusfilter 33 gegen den Filterraum 42a. Sobald
der Fühler 22 oder ein weiterer Fühler wieder einen grösseren Druckabfall im Filterraum
42a oder einem benachbartem Raum feststellt, werden die Stellantriebe 61 und 36 über
die Steuerung 63 im umgekehrten Sinn beaufschlagt, so dass die Klappe 51 wieder
geschlossen wird, während die Klappe 26 den Durchgang zur Saugleitung 03 wieder
freigibt und die Klappe 16 die Zuluftleitung 06 verschliesst. Damit ist wieder auf den
normalen Betriebsmodus umgestellt.
Wenn eine Unterdruckwelle 43 in der Spinnmaschine in Form eines Ventilatorrads
vorgesehen ist, wird diese zweckmässigerweise in einem Raum 04 neben einem
Saugraum 42 untergebracht.
Mit Hilfe der Steuerung 62 und der sekundären Filter 21 und 41 kann die Absauganlage
im wesentlichen automatisch betrieben werden.
Claims (9)
1. Absauganlage für eine Spinnmaschine mit einem Primärfilter (33), durch welchen ein
Grossteil der aus der Spinnmaschine abgesaugten Luft in einen Saugraum (42) und
weiter zu einer Unterdruckquelle (43) führbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass
ausgangseitig des Primärfilters mind. ein Sekundärfilter (21, 41) in einem
sekundären Filterraum (42a) angeordnet ist, von welchem aus gefilterte Luft über
eine Saugleitung (03) der Unterdruckquelle (43) zuführbar ist, wobei die
Strömungsrichtung am Sekundärfilter (21, 41) derart umschaltbar ist, dass bei einer
Gegenströmung am Sekundärfilter (21, 41) anhaftender Abgang aus dem
sekundären Filterraum (42a) abführbar ist.
2. Absauganlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Abgang aus einem
primären Filterraum im Primärfilter (33) in den sekundären Filterraum (42a) abführbar
ist.
3. Absauganlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Abgang aus
dem Primärfilter (33) und aus dem sekundären Filterraum (42a) bei Öffnung einer
Klappe (51) in einen Sammelraum (62) abführbar ist.
4. Absauganlage nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der sekundäre Filterraum (42a) an eine Unterdruckquelle (43) sowohl über eine
erste Klappe (51) als auch eine weitere Klappe (26) anschliessbar ist, wobei die
beiden Klappen wechselweise in Öffnungsstellung bzw. Geschlossenstellung
schaltbar sind.
5. Absauganlage nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der sekundäre Filterraum (42a) bei Betätigung eines Stellantriebs (36), der an
eine Steuerung (63) angeschlossen ist, durch Öffnen einer dritten Klappe (16) an
eine Zuluftleitung (06) anschliessbar ist, während gleichzeitig mit der weiteren
Klappe (26) eine Saugleitung (03) verschliessbar ist, welche zur Unterdruckquelle
(43), insbesondere einer zentralen Absauganlage, vorzugsweise einem Ventilatorrad
führt.
6. Absauganlage nach einem vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
neben einem Saugraum (42) ein Ventilatorrad (43) in einem Raum (04) für einen
Ventilator angeordnet ist.
7. Absauganlage nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Primärfilter (33) als Konusfilter ausgebildet ist.
8. Absauganlage nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Druckverhältnisse der Anlage durch mind. einen Fühler (22) überwachbar
sind und mittels einer Steuerung (63) Stellantriebe (61, 36) für Klappen (51, 16, 26)
betätigbar sind.
9. Verfahren zum Betrieb einer Absauganlage für eine Spinnmaschine mit einem
Primärfilter (33), dadurch gekennzeichnet, dass ein Teilstrom von Abluft, welche
ungefiltert aus dem Primärfilter (33) austritt, in einen Filterraum (42a) mit mind.
einem sekundären Filter (21, 42) geleitet wird, und dass bei übermässigem
Druckanstieg im sekundären Filterraum (42a) durch Öffnen und Schliessen von
Klappen (51, 26) die Strömungsrichtung über den Sekundärfilter (21) umgekehrt
wird, so dass Abfall am Sekundärfilter (21) an einer geöffneten Klappe (51) vorbei
zusammen mit Abfall vom Primärfilter (33) in einen Sammelraum (62) abgeführt wird.
Priority Applications (4)
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| DE19951235A DE19951235A1 (de) | 1999-10-25 | 1999-10-25 | Absauganlage für Spinnmaschine |
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| DE19951235A DE19951235A1 (de) | 1999-10-25 | 1999-10-25 | Absauganlage für Spinnmaschine |
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|---|---|
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Family
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Family Applications (1)
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- 2000-10-23 JP JP2000322526A patent/JP2001159037A/ja active Pending
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| ITMI20002136A1 (it) | 2002-04-03 |
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