DE19648561A1 - Absaugeinrichtung an einer Textilmaschine - Google Patents
Absaugeinrichtung an einer TextilmaschineInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Absaugein
richtung an einer Textilmaschine, zum Abführen von Ab
gangmaterial, mit einer Absaugrohrleitung, einem in der
Leitung angeordneten Sauggebläse und einem an den Ausgang
der Leitung angeschlossenen Filterelement.
Solche Absaugeinrichtungen an Textilmaschinen,
insbesondere faserverarbeitenden Textilmaschinen, sind
bekannt. Sie dienen beispielsweise bei Kämmaschinen zum
Abführen von Abgangmaterial in der Form von Kurzfasern,
Schalenteilen und Staub. Das Filterelement, das in der
Regel als sich zu einem Auslaß hin konisch verjüngendes
Tuchfilter ausgebildet ist, hat die Aufgabe, einen größeren
Teil des Abgangmaterials, insbesondere Fasern und
Schalenteile, zurückzuhalten, jedoch einen größeren Teil
der Transportluft durchtreten zu lassen. Das zurückgehal
tene Abgangmaterial kann dann mit dem Rest der Transport
luft durch den Auslaß des Filters abgeführt und in einem
Sammelbehälter transportiert werden. Die durch das Filter
hindurchtretende Luft enthält in der Regel noch feinteili
ge Reste des Abgangmaterials, insbesondere in der Form von
Staub. Es ist daher nicht erwünscht, diese Luft direkt in
die Umgebung austreten zu lassen. Eine übliche Möglichkeit
besteht darin, die Luft in einem Fabrikgebäude einer
Klimaanlage zuzuführen, die einer Mehrzahl von Textilma
schinen gemeinsam zugeordnet ist und in der die Abluft der
Absaugeinrichtungen vor dem Austritt in die Umgebung unter
anderem filtriert und gegebenenfalls gewaschen wird.
Solche Textilmaschinenanlagen mit zentraler Klimaanlage
sind jedoch recht kostspielig.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die
Absaugeinrichtung der eingangs angegebenen Art so aus zu
bilden, daß die Abluft in der Absaugeinrichtung selbst so
weitgehend von Staub befreit werden kann, daß danach ein
direkter Austritt der Luft in die Umgebung unbedenklich
ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß an eine die Abluftseite des Filterelementes umgebende
Ummantelung ein Zentrifugalabscheider angeschlossen ist,
der einen Staubabscheiderkanal mit einer gekrümmten, die
Abluft umlenkenden äußeren Wand aufweist, die sich bis zu
einem Austrittsquerschnitt des Kanals erstreckt, und daß
ein an die äußere Wand anschließender Teil des Aus
trittsquerschnitts mit dem Hintrittsquerschnitt eines
Rückführungskanals zusammenfällt, der in die Absaugrohr
leitung mündet.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nach
stehend anhand der Zeichnung erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Teils
einer Kämmaschine mit einer Absaugeinrichtung und
Fig. 2 und Fig. 3 in gleicher Darstellung wie
Fig. 1 jeweils eine Variante eines Teils der Absaugein
richtung.
Die Fig. 1 zeigt schematisch einen Teil einer
Kämmaschine mit einer Reihe von Kämmköpfen. Jeder Kämmkopf
trägt einen Wattewickel 1, von dem im Betrieb Watte abge
wickelt und mit nicht dargestellten Kämmwerkzeugen gekämmt
wird. Mit dem Kämmen werden aus der Watte Kurzfasern und
Verunreinigungen entfernt. Dieses Abgangmaterial wird in
jedem Kämmkopf in einen Absaugschacht 2 gesaugt. Die
Absaugschächte 2 münden in eine gemeinsame Absaugrohrlei
tung 3, in der ein Sauggebläse 4 angeordnet ist. An den
Ausgang der Leitung 3 ist ein Tuchfilter 5 angeschlossen,
das sich zu einem Auslaß 6 hin konisch verjüngt.
In dem Filter 5 wird der größte Teil des durch
die Absaugrohrleitung 3 herangeführten Abgangmaterials,
insbesondere die Kurzfasern und allfällige Schalenteile,
zurückgehalten, während der größte Teil der Transportluft
durch das Filter 5 hindurchtritt.
Das zurückgehaltene Abgangmaterial wird mit dem
Rest der Transportluft, beispielsweise etwa 15% der durch
die Leitung 3 strömenden Luft, durch den Auslaß 6 des
Filters 5 und eine an diesen Auslaß 6 angeschlossene
Rohrleitung 7 abgeführt.
Die durch das Filtertuch des Filters 5 hindurch
tretende Abluft enthält noch einen gewissen Prozentsatz
feinteiligen Abgangmaterials in der Form von Staub. Daher
sollte diese Abluft nicht direkt in die Umgebung ausgebla
sen werden.
Für die Entfernung von Staub aus der Abluft ist
erfindungsgemäß die Abluftseite des konischen Filters 5
von einer Ummantelung 8 umgeben, die oben in einen Zen
trifugalabscheider 9 mündet. Der Zentrifugalabscheider 9
besitzt einen Staubabscheiderkanal 10 mit einer gekrümm
ten, die Abluft umlenkenden äußeren Wand 11 und einer
inneren Leitwand 12, Die Krümmung der äußeren Wand er
streckt sich zweckmäßig wie dargestellt über etwa 180°.
Seitlich ist der Staubabscheiderkanal 10 durch Seitenwände
verschlossen, die sich bis auf die Oberseite eines Kastens
13 nach unten erstrecken. Die innere Leitwand 12 ist so
ausgebildet, daß sich der Staubabscheiderkanal 10 in
Richtung der Luftströmung verengt. Das führt zu einer
Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit der Luft und damit
auch zu einer Erhöhung der Zentrifugalkraft.
Die äußere Wand 11 und die innere Wand 12 er
strecken sich bis zu einem Austrittsquerschnitt 14 des
Staubabscheiderkanals 10. Ein an die äußere Wand 11
angrenzender Teil des Austrittsquerschnitts 14 fällt mit
einem Eintrittsquerschnitt 15 eines Rückführungskanals 16
zusammen, dessen unteres Ende auf der Saugseite des Geblä
ses 4 in die Absaugrohrleitung 3 mündet.
Wenn im Betrieb die Abluft durch den Staubab
scheiderkanal 10 strömt, werden Staubteilchen in der
Abluft durch die Zentrifugalkraft in der Nachbarschaft der
äußeren Wand 11 angereichert. Ein der äußeren Wand 11
benachbarter, mit Staubteilchen angereicherter Teil der
Abluft tritt durch den Eintrittsquerschnitt 15 in den
Rückführungskanal 16 ein und wird wieder in die Absaug
rohrleitung 3 gesaugt. Dieser Teil der Abluft wird dann
erneut durch das Filter 5 und den Zentrifugalabscheider 9
gedrückt. Der Rest der Abluft, in welchem die Staubkonzen
tration durch die Zentrifugalwirkung verringert ist, tritt
aus dem Austrittsquerschnitt 14 des Staubabscheiderkanals
10 neben dem Eintrittsquerschnitt 15 aus.
Unter dem Austrittsquerschnitt 14 ist vorzugs
weise der auf dem Fußboden 17 stehende Kasten 13 angeord
net, der den Rest der Abluft mit verringerter Staubkonzen
tration auf nimmt. Der Kasten 13 besitzt in seinem unteren
Teil Austrittsöffnungen 18 für den Austritt der Abluft in
Fußbodennähe, so daß sich die in der Abluft verbliebenen
Staubteilchen dann leicht auf dem Fußboden absetzen
können und nicht ohne weiteres auf Kopfhöhe des Bedie
nungspersonals gelangen. In dem Kasten 13 sind auch das
Filter 5 mit seiner Ummantelung 8 und der Rückführungs
kanal 16 angeordnet.
Die Größe des Eintrittsquerschnitts 15 des
Rückführungskanals 16 kann zweckmäßig gleich 10 bis 50%
und vorzugsweise etwa gleich 30% der Größe des Aus
trittsquerschnitts 14 des Staubabscheiderkanals 10 sein.
In der beschriebenen Absaugeinrichtung gelingt es
mit einfachen Mitteln, den Staubgehalt der in die Umgebung
austretenden Abluft erheblich zu reduzieren. Wenn die
Staubkonzentration in der von den Kämmköpfen der Kämma
schine kommenden Luft in der Absaugrohrleitung 3 (vor der
Einmündung des Rückführungskanals 16) einen Wert K hat,
dann beträgt die Staubkonzentration in der Abluft, die aus
dem Austrittsquerschnitt 14 des Staubabscheiderkanals 10
in den Kasten 13 eintritt, nur noch etwa 20 bis 40% von K.
Die Fig. 2 zeigt eine Variante mit einem Staub
abscheiderkanal 10.1, bei dem die gekrümmte innere Leit
wand 12 von Fig. 1 durch eine kürzere, geradlinig ver
laufende innere Leitwand 12.1 ersetzt ist. Es ergibt sich
dadurch gegenüber Fig. 1 ein größerer Austrittsquer
schnitt 14.1 des Staubabscheiderkanals 10.1. Die übrigen
Teile der Absaugeinrichtung von Fig. 2 sind gleich wie in
Fig. 1.
Die Fig. 3 zeigt eine andere Variante, in welcher
der Staubabscheiderkanal 10 zunächst gleich aussieht wie
in Fig. 1. Zusätzlich ist unter der inneren Leitwand 12
eine zweite Leitwand 19 derart angeordnet, daß die Abluft
aus dem Austrittsquerschnitt 14 des Staubabscheiderkanals
10 neben dem Eintrittsquerschnitt 15 des Rückführungs
kanals 16 nicht in den Kasten 13 eintritt, sondern in den
Raum zwischen den beiden Leitwänden 12 und 19. Aus diesem
Raum wird die Abluft durch eine Öffnung 20 in einer der
bis auf die Oberseite des Kasten: 13 reichenden Seiten
wände des Staubabscheiderkanals 10 seitlich abgeführt.
Claims (10)
1. Absaugeinrichtung an einer Textilmaschine, zum
Abführen von Abgangmaterial, mit einer Absaugrohrleitung
(3), einem in der Leitung angeordneten Sauggebläse (4) und
einem an den Ausgang der Leitung angeschlossenen Filter
element (5), dadurch gekennzeichnet, daß an eine die
Abluftseite des Filterelementes (5) umgebende Ummantelung
(8) ein Zentrifugalabscheider (9) angeschlossen ist, der
einen Staubabscheiderkanal (10) mit einer gekrümmten, die
Abluft umlenkenden äußeren Wand (11) aufweist, die sich
bis zu einem Austrittsquerschnitt (14) des Kanals er
streckt, und daß ein an die äußere Wand (11) anschließender
Teil des Austrittsquerschnitts (14) mit dem Hin
trittsquerschnitt (15) eines Rückführungskanals (16)
zusammenfällt, der in die Absaugrohrleitung (3) mündet.
2. Absaugeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Rückführungskanal (16) auf der
Saugseite des Gebläses (4) in die Absaugrohrleitung (3)
mündet.
3. Absaugeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Filterelement (5) als
sich zu einem Auslaß (6) hin verjüngendes Filter ausge
bildet ist.
4. Absaugeinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Staubabscheiderka
nal (10) eine der äußeren Wand (11) gegenüberliegende
innere Wand (12) aufweist, die so ausgebildet und angeord
net ist, daß sich der Staubabscheiderkanal (10) in Rich
tung der Luftströmung verengt.
5. Absaugeinrichtung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die innere Wand (12) ebenfalls ge
krümmt ausgebildet ist.
6. Absaugeinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Wand (11)
des Staubabscheiderkanals (10) eine Krümmung aufweist, die
sich über etwa 180° erstreckt.
7. Absaugeinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe des Ein
trittsquerschnitts (15) des Rückführungskanals (16) gleich
10 bis 50% der Größe des Austrittsquerschnitts (14) des
Staubabscheiderkanals (10) ist.
8. Absaugeinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Aus
trittsquerschnitts (14) des Staubabscheiderkanals (10) ein
auf dem Fußboden stehender Kasten (13) angeordnet ist,
der durch seine Oberseite die außerhalb des Eintritts
querschnitts (15) des Rückführungskanals (16) aus dem
Austrittsquerschnitt (14) des Staubabscheiderkanals (10)
austretende Abluft aufnimmt und der in seinem unteren Teil
Austrittsöffnungen (18) für die Abfuhr der Abluft in die
Umgebung aufweist.
9. Absaugeinrichtung nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß das Filter (5) und der Rückführungs
kanal (16) in dem Kasten (13) angeordnet sind.
10. Absaugeinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an den außerhalb des
Eintrittsquerschnitts (15) des Rückführungskanals (16)
liegenden Teil des Austrittsquerschnitts (14) des Staub
abscheiderkanals (10) ein Querkanal (12, 19) mit einer
seitlichen Austrittsöffnung (20) für die Abluft anschließt.
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