DE19947257A1 - Stanz- und Bindemaschine - Google Patents
Stanz- und BindemaschineInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Stanz- und Bindemaschine für Blattstapel. Die Maschine weist einen Stanzmechanismus (10) auf, der einen Einschubspalt (12) mit verstellbaren Tiefen- und Seitenanschlägen (112, 66) für die zu stanzenden Blätter sowie eine Anzahl von Stanzmessern (46, 56) aufweist. Einzelne Stanzmesser (56) sind Bestandteil eines Schaltmessers (54), das von den übrigen Stanzmessern entkuppelbar ist. Weiter ist ein Bindemechanismus (16) zum Binden des Blattstapels mittels eines elastisch aufspreizbaren Binderückens vorgesehen. Um die Handhabbarkeit der Maschine zu erleichtern, ist ein Einstellorgan zur simultanen Betätigung eines Verstellmechanismus für den Seitenanschlag (66) und eines Kupplungsmechanismus für die Schaltmesser (54) vorgesehen. Weiter ist eine Meßanordnung (24) zur Bestimmung der Dicke des zu bindenden Blattstapels sowie eine mit der Meßanordnung gekoppelte Einrichtung zur Verstellung des Begrenzungsanschlags für den Bindemechanismus (16) sowie zur Verstellung des Tiefenanschlags (112) im Einschubspalt des Stanzmechanismus (10) nach Maßgabe der gemessenen Blattstapeldicke vorgesehen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Stanz- und Bindemaschine
für Blattstapel mit einem Stanzmechanismus, der einen
einseitig durch eine Stanzmatrize begrenzten Einschub
spalt vorzugsweise mit verstellbaren Tiefen- und/oder
Seitenanschlägen für die mit einer Reihe von randnahen
Bindelöchern zu versehenden Blätter des Blattstapels
aufweist, und der eine Anzahl von entlang dem Einschub
spalt in definierten Abständen voneinander angeordne
ten, über ein erstes Betätigungsorgan quer durch den
Einschubspalt und die Stanzmatrize hindurch bewegbaren
Stanzmessern aufweist, wobei vorzugsweise einzelne
Stanzmesser als Schaltmesser wahlweise von den übrigen
Stanzmessern entkuppelbar sind, und mit Einem Bindeme
chanismus zum Binden des Blattstapels mittels eines
durch die Bindelöcher hindurchgreifenden elastischen
Binderückens, der zwei Spreizkörper zum Aufspreizen des
Binderückens aufweist, die über ein zweites Betäti
gungsorgan vorzugsweise durch einen verstellbaren An
schlag begrenzt relativ zueinander bewegbar sind.
Kombinierte Stanz- und Bindemaschinen dieser Art
(EP-A-727327, EP-A-864441) weisen verschiedene Verstellmecha
nismen für den Tiefenanschlag und den Seitenanschlag
des Stanzmechanismus und für die Begrenzung der Spreiz
körper des Bindemechanismus auf, die jeweils getrennt
voneinander von Hand einzustellen sind. Der Stanzmecha
nismus weist einen Betätigungshebel auf, dessen Drehbe
wegung in eine Translationsbewegung der Stanzmesser um
gesetzt wird. Um unterschiedliche Lochmuster zu erzie
len, sind einzelne, auf einem Messerträger angeordnete
Stanzmesser wahlweise von Hand entkuppelbar. Des weite
ren ist dort ein Bindemechanismus mit zwei Spreizkör
pern vorhanden, die eine Vielzahl von Hakenelementen
zum Einhängen des Binderückens aufweisen und die mit
Hilfe eines als Betätigungshebel ausgebildeten Betäti
gungsorgans unter Aufspreizen eines eingehängten Binde
rückens auseinander gefahren werden können. In Anpas
sung an die Größe des ausgewählten Binderrückens kann
die Weite der Aufspreizung über einen von Hand ver
stellbaren Anschlag begrenzt werden. Bei den bekannten
Stanz- und Bindevorrichtungen wird als nachteilig ange
sehen, daß die vielen Einstellungen, die vor einem
Stanz- und Bindevorgang vorzunehmen sind, zeitaufwendig
und unübersichtlich sind und daher leicht zu Fehlbedie
nungen führen können.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zu
grunde, die bekannten Stanz- und Bindemaschinen der
eingangs angegebenen Art dahingehend zu verbessern, daß
die Einstellvorgänge vereinfacht und die Fehlbedie
nungsgefahr weitgehend vermieden wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe werden die in den Ansprüchen
1, 15, 17, 19 und 28 angegebenen Merkmalskombinationen
vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiter
bildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen
Ansprüchen.
Die erfindungsgemäße Lösung geht von der Erkenntnis
aus, daß die verschiedenen an der Stanz- und Bindema
schine vorzunehmenden Einstellungen unter Berücksichti
gung der jeweils vorhandenen Blattformate und Stapelab
messungen teilweise miteinander korrelieren. In Anwen
dung dieser Erkenntnis werden erfindungsgemäß mehrere
Verstelleinrichtungen so miteinander gekoppelt, daß bei
jedem Größenwechsel des Stanz- und Bindeguts nur weni
ge, übersichtliche Einstellungen notwendig sind.
Um dies zu erreichen, wird gemäß einer ersten Erfin
dungsalternative ein Einstellorgan zur simultanen Betä
tigung eines Verstellmechanismus für den Seitenanschlag
und eines Kupplungsmechanismus für die Schaltmesser
vorgeschlagen. Mit dieser Maßnahme ist es möglich, ein
Blattstapel mit vorgegebenem Blattformat mit einem be
züglich der Unter- und Oberkante symmetrischen Lochmu
ster zu versehen und gleichzeitig sicherzustellen, daß
bei der gegebenen Formateinstellung keine verbotenen
Kantendurchbrüche entstehen.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
weist das Einstellorgan mehrere, vorzugsweise über eine
Skala und/oder über Raststellungen definierte Stellpo
sitionen mit vorgegebenen Zuordnungen des Seitenan
schlags und des Kupplungszustands der Schaltmesser auf.
Der Verstellmechanismus für den Seitenanschlag weist
dabei zweckmäßig einen an seinem Ende ein Anschlagele
ment tragenden, über das Einstellorgan in Längsrichtung
des Einschubspalts verschiebbaren Stößel auf. Das
zweckmäßig als Drehknopf ausgebildete Einstellorgan ist
dabei vorteilhafterweise mit einem Kurvenrad gekuppelt,
das eine Verstellkurve zur Aufnahme eines stößelfesten
Gleitsteins aufweist. Um eine zusätzliche Justierung
des Seitenanschlags zu ermöglichen, die beispielsweise
bei der Verwendung von übergroßen Deckblättern oder
-folien notwendig ist, weist das Einstellorgan gemäß
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfin
dung ein Justierorgan für die Feinverstellung des Sei
tenanschlags in jeder Einstellposition des Einstellor
gans auf. Die Feinverstellung kann technisch dadurch
verwirklicht werden, daß das Kurvenrad mit dem Dreh
knopf drehfest und axial verschiebbar verbunden ist,
während das Justierorgan begrenzt gegenüber dem Dreh
knopf verdrehbar ist und mit mindestens einem Gleits
tein in eine vorzugsweise schraubenförmiges Feinver
stellkurve des Kurvenrads eingreift. Zur Verbesserung
der Genauigkeit beim Justiervorgang weist das Kurvenrad
mindestens zwei, vorzugsweise drei gleichartige, im
Winkelabstand voneinander angeordnete Feinverstellkur
ven zur Aufnahme einer entsprechenden Anzahl von am Ju
stierorgan im Winkelabstand voneinander angeordneten
Gleitsteinen auf.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung
sieht vor, daß der Kupplungsmechanismus für die Schalt
messer eine mit dem als Drehknopf ausgebildeten Ein
stellorgan drehfest gekoppelte Nockenwelle mit je einer
einem der Schaltmesser zugeordneten Nockenkurve, sowie
je ein über die zugehörige Nockenkurve radial verstell
bares Sperrorgan aufweist. Die Stanzmesser einschließ
lich der Schaltmesser sind dabei zweckmäßig auf einer
zur Nockenwelle konzentrischen Messerwelle angeordnet
und weisen eine in radialem Abstand von der Oberfläche
der Messerwelle koaxial zu dieser gekrümmte Stanzpartie
auf, so daß sie durch Drehen der Messerwelle unter Aus
lösung eines Stanzvorgangs betätigbar sind. Vorteilhaf
terweise sind die Schaltmesser und die Messerwelle re
lativ zueinander axial unverschiebbar und um die ge
meinsame Drehachse gegeneinander verdrehbar. Das als
Sperrstift ausgebildete Sperrorgan greift durch eine
Radialbohrung in der Messerwelle hindurch, wobei es in
der Sperrstellung unter der Einwirkung der betreffenden
Nockenkurve in eine zur radial innen liegenden Messer
welle hin offene Radialbohrung des Schaltmessers ein
greift und in der Abschaltstellung aus der Radialboh
rung des Schaltmessers in Richtung Messerwelle heraus
gedrängt ist und dabei die Relativdrehung zwischen
Schaltmesser und Messerwelle freigibt. Das abgeschalte
te Schaltmesser wird beim Verdrehen der Messerwelle
zwar unter der Einwirkung der Haftreibung bis zum An
schlag gegen den Blattstapel mitgenommen. Beim Weiter
drehen der Messerwelle reicht die Reibung wegen fehlen
der formschlüssiger Kupplung jedoch nicht zur Auslösung
eines Stanzvorgangs aus. Das Sperrorgan steht unter der
Einwirkung einer in Richtung Nockenwelle weisenden Fe
derkraft, so daß in der Abschaltstellung gewährleistet
ist, daß das Sperrorgan vollständig aus der Radialboh
rung des Schaltmessers herausgedrängt ist.
Die Betätigung der Messerwelle kann entweder von Hand
mit einem drehfest verbundenen Betätigungshebel oder
mit einem über einen Schalter auslösbaren Elektromotor
erfolgen.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften oder alternativen
Ausgestaltung der Erfindung ist eine Meßanordnung zur
Bestimmung der Dicke des zu bindenden Blattstapels vor
gesehen, die mit einer Einrichtung zur Verstellung des
Begrenzungsanschlags des Bindemechanismus und/oder ei
ner Einrichtung zur Verstellung des Tiefenanschlags im
Einschubspalt des Stanzmechanismus und/oder mit einer
Einrichtung zur Anzeige der auszuwählenden Binderücken
größe nach Maßgabe der gemessenen Blattstapeldicke ge
koppelt ist.
Vorteilhafterweise weist die Meßanordnung eine Meßkam
mer zur Aufnahme des zu bindenden Blattstapels sowie
ein in die Meßkammer eingreifendes Meßorgan auf, welch
letzteres mit der Verstelleinrichtung für den Begren
zungsanschlag und/oder den Tiefenanschlag und/oder mit
der Anzeigeeinrichtung für die Bandrückengröße gekop
pelt ist.
Vorteilhafterweise weist die Meßkammer einen Boden zum
Aufstellen einer der Kanten sowie eine vom Boden aus
schräg nach oben weisende Anlagefläche für die rückwär
tige Breitseite des Blattstapels auf, während das Meß
organ einen gegen die vordere Breitseite des Blattsta
pels anschlagenden Ausleger aufweist. Als besonders
vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn das Meßorgan um
eine zur Auflagefläche parallele Achse drehbar ist und
mit seinem Ausleger in die Meßkammer eingreift.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung
sieht vor, daß einer der beiden Spreizkörper mit einem
als Schieber ausgebildeten Betätigungsorgan gegenüber
dem anderen Spreizkörper bis zu dem Begrenzungsanschlag
verschiebbar ist. Dabei kann einer der beiden Spreiz
körper gerade und der andere winkelförmig gebogene
Spreizorgane aufweisen. Als vorteilhaft hat es sich er
wiesen, wenn der Spreizkörper mit den geraden Spreizor
ganen verschiebbar ist und der andere Spreizkörper
feststeht.
Je nach Auswahl der Binderückengröße können mit dem
Bindemechanismus mehr oder weniger dicke Blattstapel
gebunden werden. Mit dem vorhandenen Stanzmechanismus
können jedoch nur eine beschränkte Anzahl Blätter ge
stanzt werden. Beim Binden dicker Blattstapel müssen
daher zum Stanzen dünnere Teilstapel herausgegriffen
und nach dem Stanzen im Bindemechanismus zusammengefügt
werden. Um das Herausgreifen geeigneter Teilstapel zu
erleichtern, ist gemäß einer vorteilhaften oder alter
nativen Ausgestaltung der Erfindung eine Meßkammer oder
ein Stapelmagazin zur Aufnahme jeweils eines zu binden
den Blattstapels vorgesehen, mit einem Boden zum Auf
stellen einer der Stapelkanten sowie einer schräg vom
Boden aus nach oben weisenden Anlagefläche für eine der
Breitseitenflächen des Blattstapels, wobei der Boden
mehrere zur Anlagefläche hin absteigende Stufen auf
weist. Die Breite der Stufen ist dabei kleiner als die
Weite des Einschubspalts des Stanzmechanismus. Mit die
sen Maßnahmen wird erreicht, daß Teilstapel geeigneter
Dicke stufenförmig über die Meßkammer oder das Stapel
magazin überstehen, so daß sie nacheinander ergriffen,
in den Stanzmechanismus eingeführt und im Bindemecha
nismus abgelegt werden können.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher er
läutert. Es zeigen
Fig. 1a und b eine schaubildliche Darstellung einer
kombinierten Stanz- und Bindemaschine in auf
geklapptem und zusammengeklapptem Zustand;
Fig. 2a eine schaubildliche Darstellung der Bindema
schine nach Fig. 1a und b mit abgenommenem
Einstellrad für die Formateinstellung;
Fig. 2b und c einen Längsschnitt durch die Stanz- und
Bindemaschine nach Fig. 2a in schaubildlicher
Darstellung mit und ohne Messerwelle;
Fig. 2d einen Längsschnitt durch die Stanz- und Binde
maschine nach Fig. 2a;
Fig. 3a eine schaubildliche Explosionsdarstellung des
Verstellmechanismus für den Seitenanschlag mit
Nockenwelle für die Schaltmesser;
Fig. 3b eine Seitenansicht des Verstellmechanismus
nach Fig. 3a im montierten Zustand in teilwei
se geschnittener Darstellung;
Fig. 4a eine schaubildliche Explosionsdarstellung der
Messerwelle mit Stanzmessern und Nockenwelle
für die Ansteuerung der Schaltmesser;
Fig. 4b eine schaubildliche Ansicht der Messerwelle im
montierten Zustand;
Fig. 5a eine Stirnseitenansicht der Messerwelle mit
Nockenwelle und Schaltmesser;
Fig. 5b und c einen Schnitt durch die Messerwelle bei
gekuppeltem und entkuppeltem Schaltmesser;
Fig. 6 eine schaubildliche Darstellung der Meßanord
nung für die Bestimmung der Stapeldicke und
der mit dieser gekoppelten Verstellmechanismen
für die Tiefeneinstellung im Einschubspalt und
für die Verstellung des Begrenzungsanschlags
für den Bindemechanismus.
Die in der Zeichnung dargestellte Stanz- und Bindema
schine ist zum Stanzen und Binden von Blattstapeln un
terschiedlicher Dicke und mit verschiedenen Blattforma
ten bestimmt. Die Stanz- und Bindemaschine umfaßt einen
Stanzmechanismus 10 mit einem Einschubspalt 12 für die
mit einer Reihe von randnahen Bindelöchern zu versehen
den Blätter 14, einen Bindemechanismus 16 zum Binden
des Blattstapels im Bereich der Bindelöcher mittels ei
nes nicht dargestellten, elastisch aufspreizbaren Bin
derückens, ein gegenüber dem Maschinengehäuse 18 zwi
schen einer Arbeitsstellung (Fig. 1a) und einer Ruhe
stellung (Fig. 1b) verschwenkbares Blattmagazin 20 mit
Meßkammer 22, und eine in die Meßkammer des Blattmaga
zins 20 eingreifende Meßanordnung 24 für die Dickenmes
sung des in der Meßkammer befindlichen, nicht darge
stellten Blattstapels. Weiter vorgesehen sind eine An
ordnung 26 für die Formateinstellung, ein mit einer
Messerwelle 28 gekuppelter Betätigungshebel 30 für die
Betätigung der auf der Messerwelle angeordneten Stanz
messer 46, 56 des Stanzmechanismus 10 und ein als
Schieber ausgebildetes Betätigungsorgan 34 für die ge
genseitige Aufspreizung der den Bindemechanismus 16
bildenden Spreizkörper 36, 38.
Wie aus Fig. 2d und 4b zu ersehen ist, weist die an ih
rem einen Ende 40 mit dem Betätigungshebel 30 kuppelba
re Messerwelle sich über eine Teillänge der Messerwelle
erstreckende, radial überstehende Aufnahmerippen 42 für
Stanzkörper 44 auf. Die Stanzkörper 44 weisen mehrere
in Umfangsrichtung über die Aufnahmerippen 42 überste
hende und in axialen Abständen voneinander angeordnete
Stanzmesser 46 auf, die an ihrer Stirnseite eine Stanz
schneide 48 tragen. Die Stanzkörper 44 mit den Stanz
messern 46 sind im montierten Zustand koaxial zur Achse
50 der Messerwelle 28 gekrümmt. Die einzelnen Stanzmes
ser 46 der Stanzkörper 44 sind in Umfangsrichtung un
terschiedlich lang, so daß sie beim Stanzvorgang in
verschiedenen Winkelstellungen des Betätigungshebels 30
wirksam werden. Dadurch werden die zu überwindenden
Stanzkräfte reduziert. Die Stanzkörper 44 werden über
die Bohrungen 52 auf nicht dargestellten Zapfen der
Aufnahmerippen 42 gegen ein Verschieben in Umfangsrich
tung und in axialer Richtung fixiert. Auf der Messer
welle 28 sind bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel au
ßerdem drei in unterschiedlichen axialen Positionen be
findliche Schaltmesser 54 angeordnet, die in Umfangs
richtung überstehende gekrümmte Stanzmesser 56 aufwei
sen und über eine Nockenwelle 58 wahlweise mit der Mes
serwelle 28 formschlüssig kuppelbar sind.
Der Einschubspalt 12 ist auf der den Stanzschneiden 48
der Stanzmesser 46 und 56 gegenüberliegenden Seite
durch eine Stanzmatrize 60 begrenzt, die in gleichen
Abständen voneinander angeordnete Durchtrittsöffnungen
62 für die Stanzmesser 46, 56 aufweisen und die auf ih
rer dem Einschubspalt 12 abgewandten Seite in einen
Aufnahmebehälter 64 für Stanzabfälle münden. Beim
Stanzvorgang wird der Betätigungshebel 30 von einer
nach oben weisenden Ausgangsposition in die in Fig. 1a
gezeigte Endposition verschwenkt. Dabei gelangen die
Stanzmesser 46, 56 mit ihren Stanzschneiden 48 nachein
ander in den Einschubspalt 12 und die Durchtrittsöff
nung 62 der Stanzmatrize 60 und erzeugen auf diese Wei
se die randnahen Bindelöcher in den im Einschubspalt
befindlichen Blättern 14.
Um die Bindelöcher richtig im Rand der Blätter 14 zu
positionieren, müssen vor dem Stanzvorgang einige Ein
stellungen vorgenommen werden. Dazu dient einmal die
Anordnung 26 zur Auswahl des Blattformats und zum ande
ren die Meßanordnung 24 zur Bestimmung der Stapeldicke
und zur Einstellung der davon abhängigen Einstellpara
meter.
Mit Hilfe der Anordnung 26 für die Formateinstellung
wird innerhalb des Einschubspalts 12 ein Anschlag 66
für die zu stanzenden Blätter 14 eingestellt. Außerdem
werden damit die Schaltmesser 54 nach Maßgabe des vor
gegebenen Formats zugeschaltet oder abgeschaltet. Damit
wird eine symmetrische Lochanordnung entlang dem
Lochrand erzielt und gleichzeitig vermieden, daß es zu
Durchstanzungen von Seitenkanten kommt. Der Seitenan
schlag 66 befindet sich am einen Ende eines Stößels 68,
der an seinem anderen Ende mit einem Gleitstein 70 in
eine Verstellkurve 72 eines Kurvenrands 74 eingreift.
Das Kurvenrad 74 ist drehfest und axial verschiebbar an
einem Drehknopf 76 gelagert, der seinerseits verschie
befest in einem Drehlager des Maschinengehäuses 18
drehbar gelagert ist. Auf dem Drehknopf ist außerdem
ein Feinverstellknopf 78 verschiebefest und drehbar ge
lagert. Dieser greift mit drei in gleichen Winkelab
ständen voneinander angeordneten Auslegern 80 durch
teilkreisförmige Schlitze 82 des Drehknopfs 76 hin
durch. An den freien Enden der Ausleger 80 befinden
sich Gleitsteine 84, die in drei im Winkelabstand von
einander angeordnete, gleichartige schraubenförmige
Verstellkurven 86 des Kurvenrads 74 eingreifen. Damit
kann über den Feinverstellknopf 78 das Kurvenrad 74 und
damit der Seitenanschlag 66 axial gegenüber dem Dreh
knopf 76 und dem Einschubspalt 12 verschoben werden.
Mit dem Drehknopf 76 ist außerdem eine Nockenwelle 58
dreh- und verschiebefest verbunden. Die Nockenwelle 58
greift in eine zur Seite des Drehknopfs 76 hin offene
Zentralbohrung 90 der Messerwelle 28 ein und weist an
den axialen Positionen der auf der Messerwelle 28 um
die Achse 50 drehbar angeordneten Schaltmesser 54 je
weils eine Nockenkurve 92 auf. Wie aus den Fig. 5a bis
c zu ersehen ist, wird über die Nockenkurven 92 der
Nockenwelle 58 ein in einem radialen Durchbruch 94 der
Messerwelle 28 angeordneter Sperrstift 96 radial posi
tioniert. Der Sperrstift 96 steht unter der Einwirkung
einer im Schaltmesser 54 abgestützten Feder 98, die ihn
gegen die Nockenkurve 92 drückt. Je nach Drehstellung
der jeweiligen Nockenkurve 92 greift der Sperrstift 96
in ein zur Messerwelle 28 offenes Sackloch 100 ein oder
ist aus diesem herausgerückt. In der Eingriffstellung
des Sperrstifts ergibt sich eine formschlüssige Verbin
dung des betreffenden Schaltmessers 54 mit der Messer
welle 28, während in der ausgerückten Stellung der
Formschluß entfällt und das Schaltmesser 54 in einer
Umfangsnut 102 der Messerwelle 28 koaxial zur Achse 50
verdrehbar ist (Abschaltstellung).
Der Drehknopf 76 trägt an seinem Umfang eine Skala 103,
über die das Blattformat einstellbar ist. Bei dieser
Einstellung werden gleichzeitig der Seitenanschlag 66
eingestellt und die zugehörigen Schaltmesser 54 ausge
wählt. Um Formatabweichungen beispielsweise in einem
Deckblatt des zu bindenden Blattstapels berücksichtigen
zu können, kann über den Feinverstellknopf 78 der Sei
tenanschlag 66 ohne Verstellung der Schaltmesser 54 ju
stiert werden.
Über die Meßanordnung 24 kann die Dicke des zu binden
den Blattstapels bestimmt werden. Zu diesem Zweck wird
der Blattstapel in die Meßkammer 22 des Blattmagazins
20 eingestellt und mit seiner rückwärtigen Breitseiten
fläche gegen die vom Boden 104 der Meßkammer 122 aus
schräg nach oben weisende Anlagefläche 106 zur Anlage
gebracht. Die Meßanordnung 24 umfaßt einen Drehknopf
108 und/oder einen Hebel 110, die mit einem Ausleger
111 in das Innere der Meßkammer 22 eingreifen. Durch
Verstellen des Drehknopfs 108 oder des Hebels 110
schlägt der Ausleger gegen die vordere Breitseite des
Blattstapels an. Dadurch ergibt sich aus der Drehstel
lung des Drehknopfs 108 oder des Hebels 110 ein Maß für
die Dicke des Blattstapels. Die Drehstellung des Dreh
knopfs 108 oder des Hebels 110 wird dazu verwendet, ei
nen Tiefenanschlag 112 innerhalb des Einschubspalts 12
sowie einen Verschiebeanschlag 114 für das Betätigungs
organ 34 zu positionieren. Je dicker der zu bindende
Blattstapel ist, um so breiter muß der Lochrand gewählt
werden. Dies erfolgt über den Tiefenanschlag 112. Au
ßerdem sind für verschiedene Blattstapeldicken in Stu
fen unterschiedlich große Binderücken zu wählen, so daß
die Spreizkörper 36, 38 des Bindemechanismus 16 unter
schiedlich weit aufgespreizt werden müssen. Dies er
folgt über eine automatische Verstellung des Begren
zungsanschlags 114. Außerdem wird in einem Display 116
die zu der gemessenen Stapeldicke gehörende Binderüc
kengröße angezeigt. Anstelle der Dickenmessung kann
über den Drehknopf 108 oder den Hebel 110 am Display
116 die Binderückengröße ausgewählt und über diese Grö
ßenwahl der Tiefenanschlag 112 und der Begrenzungsan
schlag 114 eingestellt werden.
Wie aus den Fig. 2b bis d zu ersehen ist, weist der Bo
den 104 der Meßkammer 22 mehrere Stufen 118 auf, die
zur rückwärtigen Anlagefläche 106 hin absteigen. Mit
dieser Stufenanordnung ist es möglich, einen dicken
Blattstapel so zu unterteilen, daß die Teilstapel
leicht über ihren oberen Stufenrand einzeln erfaßt wer
den können. Die Stufen 118 sind dabei so gewählt, daß
die einzelnen Teilstapel in den Einschubspalt 12 pas
sen. Dadurch wird das Stanzen und Binden dicker
Blattstapel, die nicht auf einmal gestanzt werden kön
nen, erleichtert.
Zusammenfassend ist folgendes festzuhalten: Die Erfin
dung bezieht sich auf eine Stanz- und Bindemaschine für
Blattstapel. Die Maschine weist einen Stanzmechanismus
10 auf, der einen Einschubspalt 12 mit verstellbaren
Tiefen- und Seitenanschlägen 112,66 für die zu stanzen
den Blätter sowie eine Anzahl von Stanzmessern 46, 56
aufweist. Einzelne Stanzmesser 56 sind Bestandteil ei
nes Schaltmessers 54, das von den übrigen Stanzmessern
entkuppelbar ist. Weiter ist ein Bindemechanismus 16
zum Binden des Blattstapels mittels eines elastisch
aufspreizbaren Binderückens vorgesehen. Um die Handhab
barkeit der Maschine zu erleichtern, ist ein Einstell
organ zur simultanen Betätigung eines Verstellmechanis
mus für den Seitenanschlag 66 und eines Kupplungsmecha
nismus für die Schaltmesser 54 vorgesehen. Weiter ist
eine Meßanordnung 24 zur Bestimmung der Dicke des zu
bindenden Blattstapels sowie eine mit der Meßanordnung
gekoppelte Einrichtung zur Verstellung des Begrenzungs
anschlags für den Bindemechanismus 16 sowie zur Ver
stellung des Tiefenanschlags 112 im Einschubspalt des
Stanzmechanismus 10 nach Maßgabe der gemessenen
Blattstapeldicke vorgesehen.
Claims (29)
1. Stanz- und Bindemaschine für Blattstapel, mit einem
Stanzmechanismus (10), der einen einseitig durch
eine Stanzmatrize (60) begrenzten Einschubspalt
(12) vorzugsweise mit verstellbarem Tiefen-
und/oder Seitenanschlag (112, 66) für die mit einer
Reihe von randnahen Bindelöchern zu versehenden
Blätter des Blattstapels aufweist und der eine An
zahl von entlang dem Einschubspalt (12) in defi
niertem Abstand voneinander angeordneaen, über ein
erstes Betätigungsorgan (20) quer durch den Ein
schubspalt (12) und die Stanzmatrize (60) hindurch
bewegbaren Stanzmessern (46, 56) aufweist, wobei
vorzugsweise einzelne Stanzmesser (56) als Schalt
messer (54) wahlweise von den übrigen Stanzmessern
entkuppelbar sind, und mit einem Bindemechanismus
(16) zum Binden des Blattstapels mittels eines
durch die Bindelöcher hindurchgreifenden elastisch
aufspreizbaren Binderückens, der zwei Spreizkörper
(36, 38) zum Aufspreizen des Binderückens aufweist,
die über ein zweites Betätigungsorgan vorzugsweise
durch einen verstellbaren Anschlag (114) begrenzt
relativ zueinander bewegbar sind, gekennzeichnet
durch ein Einstellorgan (76, 78) zur simultanen Be
tätigung eines Verstellmechanismus (68, 70, 72, 74)
für den Seitenanschlag (66) und eines Kupplungsme
chanismus (88, 92, 94, 96, 98, 100) für die Schaltmesser
(54).
2. Stanz- und Bindemaschine nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Einstellorgan (76, 78) meh
rere, vorzugsweise über eine Skala (103) und/oder
Raststellungen definierte Stellpositionen mit vor
gegebenen Zuordnungen des Seitenanschlags (66) und
des Kupplungszustands der Schaltmesser (54) auf
weist.
3. Stanz- und Bindemaschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellmechanismus
für den Seitenanschlag (66) einen an seinem einen
Ende den Seitenanschlag (66) tragenden, über das
Einstellorgan (76, 78) in Längsrichtung des Ein
schubspalts (12) verschiebbaren Stößel (68) auf
weist.
4. Stanz- und Bindemaschine nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das als Drehknopf (76) ausge
bildete Einstellorgan mit einem Kurvenrad (74) ge
kuppelt ist, das eine Verstellkurve (72) zur Auf
nahme eines stößelfesten Gleitsteins (70) aufweist.
5. Stanz- und Bindemaschine nach einem der Ansprüche 2
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Einstellor
gan (76, 78) ein Justierorgan (78) für die Feinein
stellung des Seitenanschlags (66) in jeder Ein
stellposition aufweist.
6. Stanz- und Bindemaschine nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Kurvenrad (74) mit dem
Drehknopf (76) drehfest und axial verschiebbar ver
bunden ist, und daß das Justierorgan (78) begrenzt
gegenüber dem Drehknopf verdrehbar ist und mit min
destens einem Gleitstein (74) in eine vorzugsweise
schraubenförmige Feinverstellkurve (76) des Kurven
rads (74) eingreift.
7. Stanz- und Bindemaschine nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Kurvenrad (74) mindestens
zwei, vorzugsweise drei gleichartige, im Winkelab
stand voneinander angeordnete Feinverstellkurven
(86) zur Aufnahme einer entsprechenden Anzahl von
an dem Justierorgan (78) im Winkelabstand voneinan
der angeordneten Gleitsteinen (84) aufweist.
8. Stanz- und Bindemaschine nach einem der Ansprüche 1
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungsme
chanismus für die Schaltmesser (54) eine mit dem
als Drehknopf (76) ausgebildeten Einstellorgan
drehfest gekoppelte Nockenwelle (88) mit je einer
den einzelnen Schaltmessern (54) zugeordneten Noc
kenkurve sowie je ein über die zugehörige Nocken
kurve (92) radial verstellbares Sperrorgan (96)
aufweist.
9. Stanz- und Bindemaschine nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stanzmesser (46) ein
schließlich der Schaltmesser (54) auf einer zur
Nockenwelle (88) konzentrischen Messerwelle (28)
angeordnet und jeweils eine in radialem Abstand von
der Oberfläche der Messerwelle (28) koaxial zu die
ser gekrümmte Stanzpartie aufweisen, so daß durch
Drehen der Messerwelle (28) ein Stanzvorgang aus
lösbar ist.
10. Stanz- und Bindemaschine nach Anspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schaltmesser (54) und die
Messerwelle (28) relativ zueinander axial unver
schiebbar und um die gemeinsame Drehachse (50) ge
geneinander verdrehbar sind und daß das Sperrorgan
(96) durch einen radialen Durchbruch (94) in der
Messerwelle (28) hindurchgreift, wobei es in der
Sperrstellung unter der Einwirkung der Nockenkurve
(92) in eine zur radial innen liegenden Messerwelle
(28) hin offene Radialbohrung (100) des Schaltmes
sers (54) eingreift und in der Abschaltstellung aus
der Radialbohrung (100) des Schaltmessers in Rich
tung Messerwelle (28) herausgedrängt ist.
11. Stanz- und Bindemaschine nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß das Sperrorgan (96) unter der
Einwirkung einer in Richtung Nockenwelle (88) wir
kenden Kraft einer im Schaltmesser (54) abgestütz
ten Feder (98) steht.
12. Stanz- und Bindemaschine nach einem der Ansprüche 9
bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Messerwelle
(28) drehfest mit einem Betätigungshebel (30) ver
bunden ist.
13. Stanz- und Bindemaschine nach einem der Ansprüche 9
bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Messerwelle
(28) motorisch antreibbar ist.
14. Stanz- und Bindemaschine nach einem der Ansprüche 1
bis 11, gekennzeichnet durch eine Meißanordnung (26)
zur Bestimmung der Dicke des zu bindenden Blattsta
pels sowie eine mit der Meßanordnung (24) gekoppel
te Einrichtung zur Verstellung des Begrenzungsan
schlags (34) des Bindemechanismus (16) nach Maßgabe
der gemessenen Blattstapeldicke.
15. Stanz- und Bindemaschine für Blattstapel, mit einem
Stanzmechanismus (10), der einen einseitig durch
eine Stanzmatrize (60) begrenzten Einschubspalt
(12) vorzugsweise mit verstellbarem Tiefen-
und/oder Seitenanschlag (112, 66) für die mit einer
Reihe von randnahen Bindelöchern zu versehenden
Blätter des Blattstapels aufweist und der eine An
zahl von entlang dem Einschubspalt (12) in defi
niertem Abstand voneinander angeordneten, über ein
erstes Betätigungsorgan (20) quer durch den Ein
schubspalt (12) und die Stanzmatrize (60) hindurch
bewegbaren Stanzmessern (46, 56) aufweist, wobei
vorzugsweise einzelne Stanzmesser (56) als Schalt
messer (54) wahlweise von den übrigen Stanzmessern
entkuppelbar sind, und mit einem Bindemechanismus
(16) zum Binden des Blattstapels mittels eines
durch die Bindelöcher hindurchgreifenden elastisch
aufspreizbaren Binderückens, der zwei Spreizkörper
(36, 38) zum Aufspreizen des Binderückens aufweist,
die über ein zweites Betätigungsorgan vorzugsweise
durch einen verstellbaren Anschlag (114) begrenzt
relativ zueinander bewegbar sind, gekennzeichnet
durch eine Meßanordnung (26) zur Bestimmung der
Dicke des zu bindenden Blattstapels sowie eine mit
der Meßanordnung (24) gekoppelte Einrichtung zur
Verstellung des Begrenzungsanschlags (34) des Bin
demechanismus (16) nach Maßgabe der gemessenen
Blattstapeldicke.
16. Stanz- und Bindemaschine nach Anspruch 14 oder 15,
gekennzeichnet durch eine mit der Meßanordnung ge
koppelte Einrichtung zur Verstellung des Tiefenan
schlags (112) im Einschubspalt (12) des Stanzmecha
nismus (10) nach Maßgabe der gemessenen Blattsta
peldicke.
17. Stanz- und Bindemaschine für Blattstapel, mit einem
Stanzmechanismus (10), der einen einseitig durch
eine Stanzmatrize (60) begrenzten Einschubspalt
(12) vorzugsweise mit verstellbarem Tiefen-
und/oder Seitenanschlag (112, 66) für die mit einer
Reihe von randnahen Bindelöchern zu versehenden
Blätter des Blattstapels aufweist und der eine An
zahl von entlang dem Einschubspalt (12) in defi
niertem Abstand voneinander angeordneten, über ein
erstes Betätigungsorgan (20) quer durch den Ein
schubspalt (12) und die Stanzmatrize (60) hindurch
bewegbaren Stanzmessern (46, 56) aufweist, wobei
vorzugsweise einzelne Stanzmesser (56) als Schalt
messer (54) wahlweise von den übrigen Stanzmessern
entkuppelbar sind, und mit einem Bindemechanismus
(16) zum Binden des Blattstapels mittels eines
durch die Bindelöcher hindurchgreifenden elastisch
aufspreizbaren Binderückens, der zwei Spreizkörper
(36, 38) zum Aufspreizen des Binderückens aufweist,
die über ein zweites Betätigungsorgan vorzugsweise
durch einen verstellbaren Anschlag (114) begrenzt
relativ zueinander bewegbar sind, gekennzeichnet
durch eine Meßanordnung (24) zur Bestimmung der
Dicke des zu bindenden Blattstapels sowie eine mit
der Meßanordnung gekoppelte Einrichtung zur Ver
stellung des Tiefenanschlags (112) im Einschubspalt
(12) des Stanzmechanismus (10) nach Maßgabe der ge
messenen Blattstapeldicke.
18. Stanz- und Bindemaschine nach einem der Ansprüche
14 bis 17, gekennzeichnet durch eine mit der Meß
anordnung (24) gekoppelte Einrichtung (116) zur An
zeige der ausgewählten Binderückengröße nach Maßga
be der gemessenen Blattstapeldicke.
19. Stanz- und Bindemaschine für Blattstapel, mit einem
Stanzmechanismus (10), der einen einseitig durch
eine Stanzmatrize (60) begrenzten Einschubspalt
(12) vorzugsweise mit verstellbarem Tiefen-
und/oder Seitenanschlag (112, 66) für die mit einer
Reihe von randnahen Bindelöchern zu versehenden
Blätter des Blattstapels aufweist und der eine An
zahl von entlang dem Einschubspalt (12) in defi
niertem Abstand voneinander angeordneten, über ein
erstes Betätigungsorgan (20) quer durch den Ein
schubspalt (12) und die Stanzmatrize (60) hindurch
bewegbaren Stanzmessern (46, 56) aufweist, wobei
vorzugsweise einzelne Stanzmesser (56) als Schalt
messer (54) wahlweise von den übrigen Stanzmessern
entkuppelbar sind, und mit einem Bindemechanismus
(16) zum Binden des Blattstapels mittels eines
durch die Bindelöcher hindurchgreifenden elastisch
aufspreizbaren Binderückens, der zwei Spreizkörper
(36, 38) zum Aufspreizen des Binderückens aufweist,
die über ein zweites Betätigungsorgan vorzugsweise
durch einen verstellbaren Anschlag (114) begrenzt
relativ zueinander bewegbar sind, gekennzeichnet
durch eine Meßanordnung (24) zur Bestimmung der
Dicke des zu bindenden Blattstapels sowie eine mit
der Meßanordnung gekoppelte Einrichtung (116) zur
Anzeige der auszuwählenden Binderückengröße nach
Maßgabe der gemessenen Blattstapeldicke.
20. Stanz- und Bindemaschine nach einem der Ansprüche
14 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Meß
anordnung (24) eine Meßkammer (22) zur Aufnahme des
zu bindenden Blattstapels sowie ein in die Meßkam
mer (22) eingreifendes, mit der Verstelleinrichtung
für den Begrenzungsanschlag (114) und/oder den Tie
fenanschlag (118) und/oder mit der Anzeigeeinrich
tung (116) gekoppeltes Meßorgan (108, 110) aufweist.
21. Stanz- und Bindemaschine nach Anspruch 20, dadurch
gekennzeichnet, daß die Meßkammer (22) einen Boden
(104) zum Aufstellen einer der Kanten des Blattsta
pels sowie eine vom Boden aus schräg nach oben wei
sende Anlagefläche (106) für die rückwärtige Breit
seite des Blattstapels aufweist, und daß das Meßor
gan (108, 110) einen gegen die vordere Breitseite
des Blattstapels anschlagenden Ausleger aufweist.
22. Stanz- und Bindemaschine nach Anspruch 21, dadurch
gekennzeichnet, daß das Meßorgan (108, 110) um eine
zur Anlagefläche (106) parallele Achse drehbar ist
und mit seinem Ausleger in die Meßkammer (22) ein
greift.
23. Stanz- und Bindemaschine nach einem der Ansprüche
20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden
(104) der Meßkammer (22) mehrere, vorzugsweise zur
Anlagefläche (106) hin absteigende Stufen (118)
aufweist.
24. Stanz- und Bindemaschine nach Anspruch 23, dadurch
gekennzeichnet, daß die Breite der Stufen (118)
kleiner ist als die Weite des Einschubspalts (12)
des Stanzmechanismus (10).
25. Stanz- und Bindemaschine nach einem der Ansprüche 1
bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß einer der bei
den Spreizkörper (36) mit einem als Schieber ausge
bildeten Betätigungsorgan (34) gegenüber dem ande
ren Spreizkörper (38) begrenzt verschiebbar ist.
26. Stanz- und Bindemaschine nach Anspruch 25, dadurch
gekennzeichnet, daß einer der beiden Spreizkörper
(36) gerade und der andere winkelförmig gebogene
Spreizorgane aufweist.
27. Stanz- und Bindemaschine nach Anspruch 26, dadurch
gekennzeichnet, daß der Spreizkörper (36) mit den
geraden Spreizorganen verschiebbar ist.
28. Stanz- und Bindemaschine für Blattstapel, mit einem
Stanzmechanismus (10), der einen einseitig durch
eine Stanzmatrize (60) begrenzten Einschubspalt
(12) vorzugsweise mit verstellbarem Tiefen-
und/oder Seitenanschlag (112, 66) für die mit einer
Reihe von randnahen Bindelöchern zu versehenden
Blätter des Blattstapels aufweist und der eine An
zahl von entlang dem Einschubspalt (12) in defi
niertem Abstand voneinander angeordneaen, über ein
erstes Betätigungsorgan (20) quer durch den Ein
schubspalt (12) und die Stanzmatrize (60) hindurch
bewegbaren Stanzmessern (46, 56) aufweist, wobei
vorzugsweise einzelne Stanzmesser (56) als Schalt
messer (54) wahlweise von den übrigen Stanzmessern
entkuppelbar sind, und mit einem Bindemechanismus
(16) zum Binden des Blattstapels mittels eines
durch die Bindelöcher hindurchgreifenden elastisch
aufspreizbaren Binderückens, der zwei Spreizkörper
(36, 38) zum Aufspreizen des Binderückens aufweist,
die über ein zweites Betätigungsorgan vorzugsweise
durch einen verstellbaren Anschlag (114) begrenzt
relativ zueinander bewegbar sind, gekennzeichnet
durch ein Stapelmagazin (20) zur Aufnahme jeweils
eines der zu bindenden Blattstapel, das einen Boden
(104) zum Aufstellen einer der Stapelkanten sowie
eine schräg vom Boden (104) aus nach oben weisende
Anlagefläche (106) für eine der Breitseitenflächen
des Blattstapels aufweist, wobei der Boden (104)
mehrere zur Anlagefläche hin absteigende Stufen
aufweist.
29. Stanz- und Bindemaschine nach Anspruch 28, dadurch
gekennzeichnet, daß die Breite der Stufen (118)
kleiner ist als die Weite des Einschubspalts (12)
des Stanzmechanismus (10).
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19947257A DE19947257A1 (de) | 1999-09-30 | 1999-09-30 | Stanz- und Bindemaschine |
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