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DE19942090A1 - Steueranlage für ein Sportboot - Google Patents

Steueranlage für ein Sportboot

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Publication number
DE19942090A1
DE19942090A1 DE1999142090 DE19942090A DE19942090A1 DE 19942090 A1 DE19942090 A1 DE 19942090A1 DE 1999142090 DE1999142090 DE 1999142090 DE 19942090 A DE19942090 A DE 19942090A DE 19942090 A1 DE19942090 A1 DE 19942090A1
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DE
Germany
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control
control system
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DE1999142090
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Joerg Scheffler
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SCHEFFLER, JOERG, DIPL.-ING., 30169 HANNOVER, DE
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Individual
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H25/00Steering; Slowing-down otherwise than by use of propulsive elements; Dynamic anchoring, i.e. positioning vessels by means of main or auxiliary propulsive elements
    • B63H25/06Steering by rudders
    • B63H25/38Rudders
    • B63H25/382Rudders movable otherwise than for steering purposes; Changing geometry
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
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    • B63H2025/385Rudders movable otherwise than for steering purposes; Changing geometry with means for retracting or lifting by pivoting

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Component Parts Of Construction Machinery (AREA)
  • Operating, Guiding And Securing Of Roll- Type Closing Members (AREA)

Abstract

Bei einer Steueranlage (9) greift ein mit einem Steuerkopf (8) verbundener Vorsprung (12) in eine Ausnehmung (11) eines Steuerblattes (10) ein. Entlang der durch die Ausnehmung (11) begrenzten Bewegungsbahn ist das Steuerblatt (10) mittels eines Seilzuges (13) von einer in die Wasseroberfläche (4) eintauchenden Gebrauchsstellung in eine auf einem Achterdeck (3) aufliegende Ruhestellung verschiebbar. Ein hierbei vorgespanntes Federelement (15) ermöglicht nach Lösen des Seilzuges (13) eine selbsttätige, entgegengesetzte Bewegung in die dargestellte Gebrauchsstellung. DOLLAR A Die Steueranlage (9) ist hierbei mit lediglich geringen Handbetätigungskräften bedienbar, wobei die äußeren Abmessungen der Steueranlage (9) erheblich reduziert sind, um so auftreffendem Wind eine möglichst geringe Angriffsfläche zu bieten.

Description

Die Erfindung betrifft eine Steueranlage für ein Sportboot, insbesondere Kajak, mit einem Steuerkopf und einem Steuerblatt, welches zur Durchfüh­ rung der Steuerbewegung schwenkbar angeordnet und insbesondere mittels eines Seilzuges fernbetätigbar von einer Ruhestellung in eine in die Wasser­ oberfläche eintauchende Gebrauchsstellung beweglich ist.
Eine solche Steueranlage wird zur Kurskorrektur des Sportbootes insbeson­ dere bei Großgewässerfahrten eingesetzt und erlaubt so insbesondere den Ausgleich der bei Kajaks zumeist auftretenden Luvgierigkeit. Um bei geringer Wassertiefe eine Beschädigung der Steueranlage zu vermeiden, läßt sich das Steuerblatt aus dem Wasser herausheben und in dieser Ruhestellung fixieren. Hierzu dient ein Seilzug, der vom Cockpit aus auch während der Fahrt eine Fernbetätigung des im allgemeinen am Heck angebrachten Steu­ erblattes ermöglicht. Der Benutzer ist dadurch unabhängig von der Hilfe fremder Personen, so daß er die Steueranlage wahlweise einsetzen und auch Positionen zwischen der Ruhestellung und der Gebrauchsstellung einstellen kann.
Zur Durchführung der Bewegung von der Ruhestellung in die Gebrauchsstel­ lung sind im wesentlichen zwei verschiedene Systeme gebräuchlich. Beim ersten, vergleichsweise einfachen System ist das Steuerblatt um eine hori­ zontale Achse schwenkbar angeordnet. Ein in einer Öse geführter Seilzug greift außenseitig an dem Steuerblatt an, so daß das Steuerblatt bei ausrei­ chender Zugkraft aus dem Wasser gehoben und in eine Ruheposition geringfügig oberhalb der Wasseroberfläche geschwenkt wird. Dabei wird die Schwenkbewegung durch einen Anschlag derart begrenzt, daß das Steuer­ blatt bei nachlassender Zugkraft unter dem Einfluß der Schwerkraft selbsttä­ tig in die Gebrauchsstellung zurückkehrt. Als nachteilig hat sich dabei erwie­ sen, daß das Steuerblatt in der derart festgelegten Ruhestellung weit über das hintere Ende des Sportbootes hinausragt und daher einer Beschädigung ausgesetzt ist. Weiterhin bietet das ausladende Steuerblatt dem Wind eine Angriffsfläche, was zu einer unerwünschten Abdrift und zugleich zu einer weiter erhöhten Luvgierigkeit des Sportbootes führen kann, die das Sportboot je nach Windstärke schwer beherrschbar macht. Ferner stört das Steuerblatt in der beschriebenen Ruhestellung das optische Erscheinungsbild, so daß der Käufer des Sportbootes davon nach Möglichkeit Abstand nehmen wird.
Das zweite zunehmend eingesetzte System einer solchen Steueranlage er­ laubt demgegenüber eine Schwenkbewegung von der in die Wasseroberflä­ che eintauchenden, vertikalen Gebrauchsstellung in eine horizontale Ruhe­ stellung, bei der das Steuerblatt auf dem Achterdeck des Sportbootes auf­ liegt. Dabei führt das Steuerblatt eine Schwenkbewegung um max. 270 Grad aus. Das Steuerblatt ragt daher in der Ruhestellung nicht über das hintere Ende des Sportbootes hinaus, wodurch das Risiko einer Beschädigung er­ heblich vermindert wird. Zusätzlich kann zu diesem Zweck die Kontur des Achterdecks entsprechend angepaßt werden, so daß das Steuerblatt einer­ seits in der Ruhestellung gehalten, andererseits aber auch die Windangriffs­ fläche vermindert wird. Als nachteilig wirkt sich hierbei in der Praxis aus, daß die Schwenkbewegung von der Ruhestellung in die Gebrauchsstellung nicht durch die Schwerkraft bewirkt werden kann. Um die Schwenkbewegung aus­ zuführen ist das Steuerblatt mit einer Kreisscheibe fest verbunden, die von dem Seilzug umschlungen ist. Der Benutzer kann dadurch die gewünschte Schwenkbewegung ausführen, indem er an dem entsprechenden Ende des Seilzuges eine Zugkraft aufbringt. Die Kreisscheibe ist dabei in ihrem Umfang so bemessen, daß sich einerseits die Handbetätigungskraft für den Benutzer in einem erträglichen Rahmen hält, andererseits aber die Baugröße der Kreisscheibe nicht ihrerseits die Windangriffsfläche unnötig vergrößert und dabei zugleich durch ihre exponierte Stellung verstärkt einer Beschädigung ausgesetzt ist. Dabei ist in der Praxis eine zusätzliche Umlenkung des Seilzuges schon aufgrund der damit verbundenen Reibungsverluste kaum möglich, so daß für die mit dem Steuerblatt verbundene Kreisscheibe eine gegenüber dem Achterdeck deutlich überhöhte Position vorgesehen werden muß, die letztlich zu beachtlichen Abmessungen und einem erheblichen Gewicht der gesamten Steueranlage führt.
In ähnlicher Weise sind auch solche Systeme mit den genannten Nachteilen behaftet, bei denen das Steuerblatt in der Ruhestellung nicht auf dem Ach­ terdeck aufliegt, sondern in einen im hinteren Abschnitt des Unterschiffes eingelassenen Schacht eingeklappt wird. Hierbei entfällt zwar die Problematik der Windangriffsfläche, jedoch wird hierbei auch entweder eine hohe Handbetätigungskraft auftreten oder aber die Steueranlage vergleichsweise große Abmessungen aufweisen.
Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Steueranlage der eingangs genannten Art derart auszuführen, daß diese einfach bedienbar ist, und die Bewegung des Steuerblattes von der Ruhestellung in die Gebrauchsstellung lediglich geringe Handbetätigungskräfte erfordert.
Diese Aufgabe wird gelöst mit einer Steueranlage gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Die Unteransprüche betreffen besonders zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung.
Erfindungsgemäß ist also eine Steueranlage vorgesehen, bei der das Steu­ erblatt an dem Steuerkopf verschiebbar geführt ist. Hierdurch läßt sich das Steuerblatt von einer in die Wasseroberfläche eintauchenden Gebrauchsstellung in eine auf dem Achterdeck angeordnete Ruhestellung bewegen, ohne daß hierzu eine Kreisscheibe erforderlich ist. Hierzu wird das Steuerblatt lediglich mittels des Seilzuges herausgezogen und liegt anschließend in der gewünschten Position auf dem Achterdeck. Dabei ist die zur Betätigung erforderliche Handbetätigungskraft gegenüber einer nach dem Stand der Technik mit einer Kreisscheibe ausgestatteten Steueranlage erheblich vermindert, wobei insbesondere die Länge des Steuerblattes keinen wesentlichen Einfluß auf die Handbetätigungskräfte hat. Daher lassen sich insbesondere lang gestreckte Steuerblattformen realisieren, die dadurch auch für ein relativ hoch über der Wasserlinie verlaufendes Achterdeck geeignet sind. Weiterhin sind die Abmessung der Steueranlage durch Wegfall der Kreisscheibe wesentlich geringer als gewöhnliche Steueranlagen, so daß einerseits das Gewicht, andererseits die Windangriffsfläche reduziert werden kann. Dabei ragt das Steuerblatt in der Ruhestellung nicht über das hinter Ende des Sportbootes hinaus, so daß die Gefahr der Beschädigung vermindert wird. Ferner ist dabei die Betätigung mit lediglich einem Seilzug möglich, wodurch die Bedienung weiter vereinfacht wird.
Das Steuerblatt kann entlang einer gegenüber der Wasserlinie geneigte Ebene verschiebbar sein. Eine andere besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung wird jedoch dadurch realisiert, daß das Steuerblatt an dem Steuerkopf entlang einer individuell festlegbaren Bewegungsbahn verschieb­ bar ist, welche sowohl eine in Richtung der Längsachse verlaufende Kompo­ nente als auch eine in Richtung der Hochachse des Sportbootes verlaufende Komponente umfaßt. Hierdurch kann die Bewegungsbahn der jeweiligen Kontur des hinteren Abschnitts des Sportbootes angepaßt werden. Dabei kann insbesondere eine Bewegung realisiert werden, bei der das Steuerblatt zunächst im wesentlichen vertikal angehoben und anschließend entlang des Achterdeckes verschoben wird.
Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist dann gegeben, wenn das Steuerblatt zusätzlich zu der verschiebbaren Anordnung auch um eine im wesentlichen horizontale Achse schwenkbar ist. Hierdurch wird eine Bewegung des Steuerblattes erreicht, bei der das Steuerblatt zunächst von der Gebrauchsstellung in eine im wesentlichen horizontale Lage, ähnlich dem Stand der Technik, geschwenkt und anschließend lediglich entlang der Längsachse des Sportbootes verschoben wird. Hierdurch werden die Rei­ bungskräfte vermindert und die Gefahr einer Verklemmung des Steuerblattes in dem Steuerkopf weitgehend ausgeschlossen. Die genaue Bewegung des Steuerblattes hängt dabei wesentlich von dem Angriffspunkt des Seilzuges an dem Steuerblatt ab, wobei in der Praxis die Schwenkbewegung und die Verschiebung einander überlagert erfolgen.
Dabei ist eine günstige Ausgestaltung der Erfindung dadurch gegeben, daß das Steuerblatt mit einer Ausformung in einer an dem Steuerkopf angeord­ neten Aufnahme geführt ist. Die Ausformung ermöglicht dabei in einfacher Weise eine vorbestimmte Bewegungsbahn, wobei die Ausformung beispiels­ weise als Schiene ausgeführt werden kann. Die hierzu außenseitig an dem Steuerblatt angebrachte Schiene greift dabei in die als Nut ausgeführte Auf­ nahme ein, wobei ein an dem jeweiligen Ende der Schiene angebrachter An­ schlag die Unverlierbarkeit des Steuerblattes sicherstellt.
Eine andere besonders günstige Weiterbildung der Erfindung ist dadurch ge­ geben, daß das Steuerblatt mit einer im wesentlichen länglichen und entsprechend der gewünschten Bewegungsbahn gestalteten Ausnehmung versehen ist, in die ein mit dem Steuerkopf verbundener Vorsprung eingreift. Eine solche Ausnehmung kann an dem Steuerblatt angebracht werden, ohne daß hierdurch die äußeren Abmessungen der Steueranlage vergrößert werden. Die Ausnehmung kann beispielsweise durch Einfräsen einer Nut erfolgen.
Besonders günstig ist es hierbei auch, wenn das Steuerblatt eine Durch­ brechung hat, in die ein Bolzen des Steuerkopfes eingreift. Hierdurch läßt sich die Erfindung mit lediglich geringfügigen Änderungen gegenüber bekannten Steueranlagen realisieren, indem der nach dem Stand der Technik bereits vorgesehene Bolzen weiterhin verwendet wird und hierbei in die an dem Steuerblatt angebrachte Durchbrechung eingreift. Hierdurch wird die Steueranlage unanfällig gegen Störungen und ist zugleich auch bei bereits vorhandenen Steueranlagen problemlos nachrüstbar.
Eine besonders empfehlenswerte Ausgestaltung der Erfindung ist dann ge­ geben, wenn die Steueranlage ein Fixiermittel zur lösbaren Festlegung des Steuerblattes in seiner Ruhestellung hat. Hierdurch wird eine unbeabsichtigte Bewegung des Steuerblattes von der Ruhestellung in die Gebrauchsstellung auch bei heftigem Wellengang wirkungsvoll verhindert. Das Fixiermittel kann hierzu beispielsweise eine den Seilzug festlegende Seilklemme sein, die insbesondere im Bereich des Cockpits des Sportbootes angebracht ist.
Dabei ist eine einfache Ausführungsform dadurch gegeben, daß das Steuer­ blatt derart an dem Steuerkopf geführt ist, daß sich das Steuerblatt selbsttätig unter dem Einfluss der Schwerkraft von der Ruhestellung in die Gebrauchsstellung bewegt. Hierdurch entfällt ein zweiter Seilzug für die Bewegung des Steuerblattes von der Ruhestellung in die Gebrauchsstellung, weil das Steuerblatt die hierzu erforderliche Bewegung durch seine Gewichtskraft nach dem Lösen des Fixiermittels selbsttätig ausführt. Hierzu kann das Steuerblatt insbesondere über das hintere Ende des Sportbootes hinausragen, wobei der Massenschwerpunkt des Steuerblattes gegenüber der Lagerstelle des Steuerblattes nach außen verlagert ist. Denkbar ist auch eine Schrägfläche auf dem Achterdeck, auf der das Steuerblatt entlang gleiten kann.
Eine demgegenüber abgewandelte Ausführungsform der Erfindung wird dann erreicht, wenn das Steuerblatt mittels eines in der Ruhestellung durch Handbetätigungskraft vorgespannten Federelementes in die Gebrauchsstellung bewegbar ist. Hierdurch wird die Funktionsweise der Steueranlage unabhängig von Lage des Sportbootes, so daß insbesondere eine Fehlfunktion durch eine Kenterung mit anschließender Wiederaufrichtung des Sportbootes ausgeschlossen ist. Das hierzu beispielsweise als Gummikordel ausgeführte Federelement wird dabei durch Bewegung des Steuerblattes in die Ruhestellung gespannt.
Eine demgegenüber veränderte Ausführungsform wird dadurch erreicht, daß die Steueranlage ein weiteres, dem ersten Federelement entgegenwirkendes zweites Federelement mit einer demgegenüber erhöhten Federkraft und ein das Steuerblatt in der Gebrauchsstellung festlegendes, mit einer Schnellauslösung versehenes Fixiermittel hat. Hierdurch wird das Steuerblatt mittels des zweite Federelementes von der Gebrauchsstellung in die Ruhestellung bewegt, wobei zugleich das erste Federelemente gespannt wird. Für die entgegengesetzte Bewegung in die Gebrauchsstellung ist daher eine Handbetätigungskraft erforderlich. Um das Steuerblatt in die Ruhestellung zu bewegen ist daher lediglich das Lösen des Fixiermittels erforderlich, so daß bei plötzlich unzureichender Wassertiefe die Bewegung des Steuerblattes in die Ruhestellung lediglich ausgelöst werden muß. Bei einem schwerkraftbetätigten Steuerblatt kann dabei auch das erste Federelement entfallen.
Hierbei ist es auch günstig, wenn das Fixiermittel zum Schutz vor Beschädi­ gung in der Gebrauchsstellung bei einem unerwünschten Kontakt mit dem Untergrund eine Schwenkbewegung des Steuerblattes erlaubt. Hierdurch ist das Steuerblatt in der Gebrauchsstellung eingeschränkt beweglich, so daß eine Ausweichbewegung des Steuerblattes nicht durch das Fixiermittel be­ hindert wird.
Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutli­ chung ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Diese zeigt in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht eine hinteren Abschnitt eines Sportbootes in
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Steueranlage in Gebrauchsstellung,
Fig. 2 die in Fig. 1 gezeigte Steueranlage in Ruhestellung.
Fig. 1 zeigt einen hinteren Abschnitt 1 eines Sportbootes 2 mit einem Ach­ terdeck 3 und einem im wesentlichen unterhalb einer Wasseroberfläche 4 liegenden Unterschiff 5. In das Achterdeck 3 eingelassen ist eine Lager­ büchse 6, welche eine Achse 7 eines Steuerkopfes 8 einer Steueranlage 9 aufnimmt und so die Durchführung einer Steuerbewegung der Steueranlage 9 ermöglicht. Die Steueranlage 9 hat hierzu ein Steuerblatt 10 mit einer als Durchbrechung ausgeführten Ausnehmung 11, in die ein mit dem Steuerkopf 8 verbundener und als Bolzen ausgeführter Vorsprung 12 eingreift. Durch die Formgebung der Ausnehmung 11 ist daher zugleich die Bewegungsbahn des Steuerblattes 10 festgelegt. Das Steuerblatt 10 ist hierzu mit einem Seilzug 13 verbunden, auf den in der dargestellten Gebrauchsstellung, in der das Steuerblatt 10 gegen eine Auflagefläche 14 des Steuerkopfes 8 anliegt und in die Wasseroberfläche 4 eintaucht, im wesentlichen keine Zugkraft wirkt. Dabei ist auch ein als Zugfeder ausgeführtes Federelement 15, welches einerseits mit dem Steuerblatt 10, andererseits mit dem Vorsprung 12 verbunden ist, weitgehend spannungsfrei.
Demgegenüber ist das Federelement 15 in der in Fig. 2 dargestellten Ruhestellung des Steuerblattes 10 der Steueranlage 9 entgegen seiner Fe­ derkraft vorgespannt. Zur Fixierung des Steuerblattes 10 in der auf dem Achterdeck 3 aufliegenden Ruhestellungen ist daher eine der Federkraft ent­ gegenwirkende Zugkraft FZug des Seilzuges 13 erforderlich. Bei nachlassen­ der Zugkraft FZug wird das Steuerblatt 10 daher mittels des Federelementes 15 in die Gebrauchsstellung bewegt. In der dargestellten Ruhestellung tritt das Steuerblatt 10 gegenüber einem Heck 16 des Sportbootes 2 nicht hervor und ist daher gegen Beschädigung weitgehend geschützt.
Zur Verschiebung des Steuerblattes 10 in dem Steuerkopf 8 ist lediglich eine geringe und damit kraftsparende Hubbewegung erforderlich, um das Steuer­ blatt 10 in die gewünschte Ruhestellung auf dem Achterdeck 3 des Sport­ bootes 2 zu bewegen. Zugleich weist die Steueranlage 9 eine lediglich ge­ ringe Baugröße auf, die dadurch auftreffendem Seitenwind eine verminderte Angriffsfläche bietet.
Bezugszeichenliste
1
Abschnitt
2
Sportboot
3
Achterdeck
4
Wasseroberfläche
5
Unterschiff
6
Lagerbüchse
7
Achse
8
Steuerkopf
9
Steueranlage
10
Steuerblatt
11
Ausnehmung
12
Vorsprung
13
Seilzug
14
Auflagefläche
15
Federelement
16
Heck
FZug
Zugkraft

Claims (11)

1. Steueranlage für ein Sportboot, insbesondere Kajak, mit einem Steuerkopf und einem Steuerblatt, wobei das Steuerblatt zur Durchführung der Steuer­ bewegung schwenkbar angeordnet und insbesondere mittels eines Seilzuges fernbetätigbar von einer Ruhestellung in eine in die Wasseroberfläche eintauchende Gebrauchsstellung beweglich ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerblatt (10) an dem Steuerkopf (8) verschiebbar geführt ist.
2. Steueranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steu­ erblatt (10) an dem Steuerkopf (8) entlang einer individuell festlegbaren Be­ wegungsbahn verschiebbar ist, welche sowohl eine in Richtung der Längs­ achse verlaufende Komponente als auch eine in Richtung der Hochachse des Sportbootes (2) verlaufende Komponente umfaßt.
3. Steueranlage nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerblatt (10) zusätzlich zu der verschiebbaren Anordnung auch um eine im wesentlichen horizontale Achse (Vorsprung 12) schwenkbar ist.
4. Steueranlage nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerblatt (10) mit einer Ausformung in einer an dem Steuerkopf (8) angeordneten Aufnahme geführt ist.
5. Steueranlage nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß das Steuerblatt (10) mit einer im wesentlichen länglichen und entsprechend der gewünschten Bewegungsbahn gestalteten Ausnehmung (11) versehen ist, in die ein mit dem Steuerkopf (8) verbun­ dener Vorsprung (12) eingreift.
6. Steueranlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Steu­ erblatt (10) eine Durchbrechung hat, in die ein Bolzen des Steuerkopfes (8) eingreift.
7. Steueranlage nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steueranlage (9) ein Fixiermittel zur lös­ baren Festlegung des Steuerblattes (10) in seiner Ruhestellung hat.
8. Steueranlage nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerblatt (10) derart an dem Steuerkopf (8) geführt ist, daß sich das Steuerblatt (10) selbsttätig unter dem Einfluß der Schwerkraft von der Ruhestellung in die Gebrauchsstellung bewegt.
9. Steueranlage nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerblatt (10) mittels eines in der Ruhe­ stellung durch Handbetätigungskraft vorgespannten Federelementes (15) in die Gebrauchsstellung bewegbar ist.
10. Steueranlage nach Ansprüche 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Steu­ eranlage (9) ein weiteres, dem ersten Federelement (15) entgegenwirkendes zweites Federelement mit einer demgegenüber erhöhten Federkraft und ein das Steuerblatt (10) in der Gebrauchsstellung festlegendes, mit einer Schnellauslösung versehenes Fixiermittel hat.
11. Steueranlage nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Fixiermittel zum Schutz vor Beschädigung in der Gebrauchsstellung bei einem unerwünschten Kontakt mit dem Unter­ grund eine Schwenkbewegung des Steuerblattes (10) erlaubt.
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Citations (2)

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DE2919330A1 (de) * 1979-05-14 1980-11-27 Int Intec Co Ets Rudereinrichtung mit aufholbarem ruderblatt, insbesondere fuer segelboote
US4556006A (en) * 1983-06-24 1985-12-03 Kaupat Peter H Kayak steering system

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KRINGS,Martin: Fester Platz am Spiegel. In: YACHT 20/93, S.148,149 *

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