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DE19938194A1 - Webmaschinenanordnung mit Verfahren, Vorrichtung und Anwendung und schlauchförmiges Erzeugnis, das mit der Anordnung hergestellt wird - Google Patents

Webmaschinenanordnung mit Verfahren, Vorrichtung und Anwendung und schlauchförmiges Erzeugnis, das mit der Anordnung hergestellt wird

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DE19938194A1
DE19938194A1 DE19938194A DE19938194A DE19938194A1 DE 19938194 A1 DE19938194 A1 DE 19938194A1 DE 19938194 A DE19938194 A DE 19938194A DE 19938194 A DE19938194 A DE 19938194A DE 19938194 A1 DE19938194 A1 DE 19938194A1
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DE19938194A
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DE19938194B4 (de
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Bo Lindblom
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Texo AB
Original Assignee
Texo AB
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Publication date
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Publication of DE19938194B4 publication Critical patent/DE19938194B4/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D33/00Multiple looms, i.e. two or more looms assembled together, whether or not they have mechanisms in common
    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D3/00Woven fabrics characterised by their shape
    • D03D3/02Tubular fabrics
    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D37/00Circular looms

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)

Abstract

Eine Webmaschinenanordnung schließt eine Schaftwebmaschine (27') und zwei, zu beiden Seiten derselben angeordnete Jacquardmaschinen (26', 26'') ein. Die Webmaschinenanordnung ist in sich abgestimmt; die Schaftwebmaschine liefert erste Kettfäden, und die Jacquardmaschinen liefern zweite Kettfäden (11'''', 12') für das Gewebe. Die zweiten Kettfäden dienen dazu, in dem schlauchförmigen Gewebe ausgedehnte Unschlagbereiche zu bilden. Die Jacquardmaschinen bilden Muster für die Schließstellen der Schußfäden in den Umschlagbereichen. Durch die Verwendung ausgedehnter Umschlagbereiche und die Verteilung der Schließstellen der Schußfäden über diese Bereiche werden in dem Schlauchgewebe hochfeste Zusammenfügefunktionen erzielt. Abgeschnittene Fadenenden werden durch Wärmeeinwirkung fixiert. Im Vergleich zur herkömmlichen Herstellungsweise wird der Automatisierungsgrad erhöht, da die Zusammenfügefunktion unmittelbar in der Webmaschinenanordnung durchgeführt werden kann.

Description

Die nachfolgende Erfindung betrifft ein Verfahren, das, mittels einer Webmaschinen­ anordnung, die eine Schaftmaschine umfaßt, die Herstellung eines schlauchförmigen Er­ zeugnisses, z. B. von Formdraht, ermöglicht, das obere und untere Lagen und Umschlagbe­ reiche umfaßt, wobei Schußfäden durch Fächer hindurchgeführt werden können, die von Kettfäden gebildet werden. Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Verwendung in einer Webmaschinenanordnung für die Herstellung eines schlauchförmigen Erzeugnisses, das obere und untere Lagen umfaßt, die mittels eines Zusammenfüge- oder Umschlagbe­ reichs zusammengefügt werden können und mit Hilfe von Schuß- und Kettfäden gefertigt werden, wobei die Schußfäden durch Fächer hindurchgeführt werden können, die von den Kettfäden gebildet werden. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Schlauchgewebe, das mit Hilfe von Kett- und Schußfäden in einer Webmaschinenanordnung gefertigt wird und obere und untere Lagen umfaßt, die durch (einen) Zusammenfüge- oder Umschlagbereich(e) mit­ einander verbunden sind. Die Erfindung betrifft eine Anordnung, die es ermöglicht, den Webvorgang in höherem Maße zu automatisieren und gleichzeitig eine hohe Festigkeit be­ züglich eines Umschlagbereiches an Ober- und Unterteilmaterialien (Tuche, Filze, Drähte etc.) zu erzielen, die mittels der Webmaschinenanordnung gefertigt werden. Die Schaftma­ schine kann mit ersten Kett- und Schußfäden arbeiten, wobei der betreffende Schußfaden quer zu den ersten Kettfäden durch ein von den ersten Kettfäden gebildetes Fach hindurch­ geführt, von Greifelementen gefaßt und, in seiner eingezogenen Position, an seinen Enden abgeschnitten wird. Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Verwendung in einer Webmaschinenanordnung besagter Art, die es ermöglicht, einen höheren Automatisierungs- und Festigkeitsgrad bezüglich eines Umschlagbereiches für besagte obere und untere Ge­ webe zu erzielen. Die Schaftmaschine arbeitet dabei mit ersten Kett- und Schußfäden, wo­ bei der betreffende Schußfaden mit Hilfe von Greifern betätigt werden kann. Die Schußfä­ den können, jeweils in ihrer eingeführten Position, an ihren Enden abgeschnitten werden. Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Anwendung bezüglich einer Schaftmaschine, bei der besagte obere und untere Gewebe unter Verwendung von ersten Kett- und Schußfäden hergestellt werden können, wobei Letztere durch von den Kettfäden gebildete Fächer hin­ durchgezogen und an ihren jeweiligen Enden abgeschnitten werden können. Dabei können Greifelemente verwendet werden, um den jeweiligen Schußfaden zu fassen.
Stand der Technik
Bereits bekannt ist das Weben von Schlauchgeweben auf Schaftwebmaschinen, die mit einem Spulenschützen arbeiten, um den Schußfaden durch ein von den Kettfäden gebil­ detes Fach hindurchzuführen. Das Weben von Flachgeweben, die nach ihrer Entnahme aus der Maschine an ihren freien Enden gefaltet und zusammengefügt werden, ist ebenfalls be­ reits bekannt. Das Gewebe erstreckt sich dabei in Längsrichtung der Kettfäden, und das Schlauchgewebe wird durch Zusammenfügen der freien Enden der Kettfäden in der Nähabteilung gefertigt. Das Zusammenfügen erfolgt in einem Zusammenfügebereich, der sich in Längsrichtung der Kettfäden erstreckt, und es ist bekannt, die Austrittspositionen der Kettfadenenden so über den Zusammenfügebereich zu verteilen, daß eine feste Verbindung erzielt wird. Mit der bekannten Ausrüstung erfolgt das Weben des Flachgewebes auf einer Webmaschine, die in einem Websaal aufgestellt sein kann. Das Verbinden oder Zusam­ menfügen der Kettfadenenden erfolgt in einem Nähsaal, in den das Gewebe transportiert wird. In diesem Zusammenhang wird auf bekannte Art und Weise eine Spannmaschine ver­ wendet, um das Gewebe wärmezubehandeln und in Form zu ziehen und so das Zusam­ menfügen zu ermöglichen. Das in der Nähabteilung durchgeführte Zusammenfügen wurde als solches teilweise automatisiert, so daß das Zusammenfügen zum Teil unter Verwendung einer Jacquardmaschine durchgeführt werden konnte. Die bekannten Prozesse erfordern jedoch einen zweimaligen Einsatz der Spannmaschinenfunktion zu voneinander getrennten Zeitpunkten.
Detaillierte Darlegung der Erfindung Technisches Problem
Es besteht die Notwendigkeit, die Herstellung von Schlauchgeweben in höherem Maße zu automatisieren, dies jedoch bei gleichbleibend hoher Festigkeit des Umschlagbereiches. So besteht z. B. der Wunsch, daß die Arbeit im Nähsaal ganz oder teilweise entfällt; jedoch muß es auch bei automatisierter Herstellung von Geweben möglich sein, Schlauchgewebe zu fertigen, die über ihren gesamten Umfang hinweg im wesentlichen die gleiche Festigkeit aufweisen. Die Aufgabe der Erfindung besteht u. a. darin, dieses Problem zu lösen.
Das Weben von Schlauchware mit einem Spulenschützen bedingt Qualitätsprobleme, da die Zugspannung der Schußfäden nicht gleichmäßig und in geeignetem Maße aufrecht erhalten werden kann, was zu unterschiedlich starken Zugwirkungen auf die äußeren Kett­ fäden führt. Die Erfindung löst dieses Problem durch Aufzeigen eines neuen Weges im Rahmen des bekannten Verfahrens: Die Durchführung der Zusammenfügefunktion erfolgt nicht an den Kettfadenenden, sondern an den Schußfadenenden.
Es besteht definitiv der Wunsch, daß die neuen Vorrichtungen mit erprobter und be­ währter Technik umsetzbar sind und keine übermäßig teure Umgestaltung und konstruktive Veränderung der Strukturen vorhandener Schaftwebmaschinen erfordern. Dieses Problem wird durch die Erfindung ebenfalls gelöst.
Gemäß dem Erfindungsgedanken kann/können hinsichtlich eines betreffenden Um­ schlags in dem Schlauchgewebe ein relativ ausgedehnter, sich quer über die Kettfäden er­ streckender Umschlagbereich aufrecht erhalten und die Schließstellen der Schußfäden so verteilt werden, daß die Verbindung keine Schwachstellen aufweist. Dieses Problem wird durch die Erfindung ebenfalls gelöst.
Gemäß dem Erfindungsgedanken werden die Schließstellen als ein Muster behandelt, das mit existierenden Programmsteuerungen (Lochkartensteuerungssystemen) ausgewählt werden kann, um im Umschlagbereich eine Verbindung mit optimaler oder angemessener Festigkeit zu erzielen. Dieses Problem wird durch die Erfindung auf eine technisch einfache Art und Weise gelöst.
Frühere Verfahren, Vorrichtungen und Anwendungen bedingten einen zweimaligen Einsatz der Spannmaschinenfunktion: einmal vor dem Zusammenfügen, um die zusam­ menfügbaren Kettfadenenden zu stabilisieren, und einmal danach, um eine Prüfung des durchgeführten Zusammenfügens zu ermöglichen. Es besteht die Notwendigkeit, den Ein­ satz der Spannmaschinenanordnung zu reduzieren, da ihre Verwendung eine komplizierte Anwendungsfunktion bedingt. Dieses Problem wird durch die Erfindung gelöst.
Die Einstellarbeiten hinsichtlich der Automatisierung in der Nähabteilung sind aufwen­ dig und können nur an langen Schlauchgeweben vorgenommen werden. Es besteht die Notwendigkeit, die Produktion im Hinblick auf Schlauchgewebe, die in kleinen Serien herge­ stellt werden, vereinfachen zu können. Dieses Problem wird durch die Erfindung gelöst.
Gemäß dem Erfindungsgedanken wird eine Schaftwebmaschine mit Greifern für Schußfäden, die an sich bekannt ist, durch eine Webmaschine oder Webmaschinen zur Musterung des Gewebes, z. B. Jacquardmaschinen, ergänzt. Dabei besteht die Notwendig­ keit einer optimalen Anordnung der Maschinen, mit solchen Kettfadenanordnungen, Fach­ funktions- und Schußfadenanordnungen, daß ein technisch perfektes Weberzeugnis erzielt wird. Dieses Problem wird durch die Erfindung ebenfalls gelöst.
Es besteht ein Problem hinsichtlich der Erzielung perfekter Steuerungen der Webma­ schinenanordnung. Dieses Problem wird durch die Erfindung ebenfalls gelöst.
Lösung
Wesentliches Merkmal einer erfindungsgemäßen Webmaschinenanordnung ist u. a., daß die Anordnung umfaßt: erstens eine Schaftwebmaschine, die eine erste Fachfunktion liefert, die eine erste Kette betrifft, und zweitens zumindest eine zusätzliche Maschine, z. B. eine Jacquardmaschine, die eine zweite Fachfunktion liefert, die auf die erste Fachfunktion abgestimmt ist und eine zweite Kette betrifft. An einem jeweiligen Seiten- oder Umschlagbe­ reich sollten Schneidelemente für die Schußfäden angeordnet sein. Der Teil oder die Teile des Erzeugnisses, der/die von der jeweiligen zusätzlichen Maschine gefertigt wird/werden, ist/sind geteilt, so daß er/sie (einen) sich in Längsrichtung der Schußfäden erstreckende(n) Zusammenfügebereich(e) für abgeschnittene Schußfäden bildet/bilden. Am jeweiligen Um­ schlagbereich ist/sind (ein) die Fadenenden steuernde(s) Element(e) angeordnet, das/die dem jeweiligen abgeschnittenen Schußfadenende eine Austrittsposition zwischen zwei Kettfadenpaaren, die Teil der zweiten Kette sind, zuweist/zuweisen, wobei einander benach­ barte Kettfadenpaare einen gemeinsamen Kettfaden haben können. Die Kettfadenpaare für die verschiedenen Schußfadenenden können so ausgewählt werden, daß die Austrittsposi­ tionen in der/den Richtung(en), in der/denen sich der jeweilige Zusammenfüge- oder Um­ schlagbereich erstreckt, gegeneinander versetzt angeordnet sind.
In einer weiterentwickelten Anordnung weist/weisen das/die Fadensteuerungsele­ ment(e) dem/den zueinander gehörigen Paar(en) Schußfadenenden, das/die zu zwei abge­ schnittenen, im Muster einander folgenden Schußfäden gehört/gehören, eine Austrittspositi­ on zwischen den gleichen Kettfadenpaaren oder zwischen verschiedenen Kettfadenpaaren, die in Längsrichtung der Schußfäden nacheinander angeordnet sind, zu.
Besagte Weiterentwicklung beinhaltet ebenfalls, daß der durch die jeweilige zusätzli­ che Maschine gewebte Teil der oberen Lage einen Zusammenfüge- oder Umschlagbereich bildet und daß das/die die Schußfadenenden steuernde(n) Element(e) so gestaltet ist/sind, daß es/sie Fadenenden von Schußfäden, die zur unteren Lage gehören, so führt/führen, daß der jeweilige Fadenendteil vom äußeren Kettfaden oder von den äußeren Kettfäden der zweiten Kette in das durch die zweite Fachfunktion für die obere Lage gebildete Fach zurück geführt wird, so daß sich die Austrittsposition letztlich zwischen Kettfadenpaaren der oberen Lage befindet. Der durch die jeweilige zusätzliche Maschine gewebte Teil der unteren Lage kann einen Zusammenfügebereich bilden, und das/die die Schußfadenenden steuernde(n) Element(e) kann/können weiterhin so gestaltet sein, daß es/sie Fadenenden von Schußfä­ den, die zur oberen Lage gehören so führt/führen, daß der jeweilige Fadenendteil vom äuße­ ren Kettfadenende oder von den äußeren Kettfadenenden der zweiten Kette in das durch die zweite Fachfunktion gebildete Fach der unteren Lage zurück geführt wird, so daß sich die Austrittsposition letztlich zwischen Kettfadenpaaren der unteren Lage befindet.
In weiteren Fortentwicklungen des Erfindungsgedankens weist das jeweilige die Schußfadenenden steuernde Element dem jeweiligen Schußfaden nach der Führung des Schußfadenendes zwischen das zugehörige Kettfadenpaar der zweiten Kette, eine gleich­ mäßige Fadenspannung zu. Greifer- oder Beißzangenfunktionen kennen so angeordnet sein, daß der jeweilige Schußfaden an seinen beiden Enden abgeschnitten wird. Die Grei­ ferfunktion kann dabei so gestaltet sein, daß sie die Fadenenden steuernde Elemente bildet und ein Fadenende, das zur oberen und unteren Lage der zweiten Kette gehört, in das Fach für die zweite Kette ein und bis zum betreffenden Kettfadenpaar derselben hin führt. Ergän­ zend dazu kann die Greiferfunktion so gestaltet sein, daß sie mit einem zusätzlichen Ele­ ment zusammenwirkt, das besagtes die Fadenenden steuerndes Element bildet und in einer Ausführungsform z. B. ein Greiferelement umfassen und in einer anderen Ausführungsform von einer Druckluftsteuerungsanordnung gebildet werden kann, etc. Das zusätzliche Ele­ ment führt ein Fadenende, das zur oberen oder unteren Lage der zweiten Kette gehört, in das Fach für die zweite Kette ein und bis zum betreffenden Kettfadenpaar derselben hin. Die jeweilige zusätzliche Maschine, vorzugsweise in Form einer Jacquardmaschine, arbeitet in einer Ausführungsform mit doppelter Wiederholungsrate, bezogen auf die Schaftwebma­ schine, so daß im Zuge einer ersten Fachfunktion für die erste Kette die Einführung von Schußfadenenden für Schußfäden der unteren oder oberen Lage in das Fach der unteren bzw. oberen Lage und im Zuge einer zweiten Fachfunktion für die obere bzw. untere Lage eine Abstimmung auf die Fachbildung der Schaftwebmaschine möglich ist.
In einer Ausführungsform können Schußfadenenden der oberen und unteren Lage von Schußfadenenden, die im Webmuster aufeinander folgen, mit Hilfe von Zusammenfügefä­ den miteinander verbunden werden, die aus dem gleichen Material bestehen wie die Schußfäden. Die Zusammenfügefäden können mit Hilfe der besagten die Fadenenden steu­ ernden Elemente in Verbindung mit den Schußfadenenden der Schußfäden gesteuert wer­ den. Die ersten Enden der Zusammenfügefäden können dabei mit den Fadenenden der abgeschnittenen Schußfäden der oberen Lage und die zweiten Enden mit den Fadenenden der abgeschnittenen Schußfäden der unteren Lage verbunden werden. Ein Merkmal besteht darin, daß die Zusammenfügefäden mit einer gleichbleibenden und einheitlichen Faden­ spannung, die durch eine den Greifer und die Fadenenden steuernde Anordnung bewirkt wird, um (einen) äußere(n) Schußfaden/fäden herum verlaufen.
Eine Vorrichtung zur Verwendung in einer erfindungsgemäßen Webmaschinenanord­ nung ist dadurch gekennzeichnet, daß sich in Längsrichtung der Schußfäden ein Zusam­ menfügebereich in die obere und untere Lage hinein erstreckt und daß ein Schußfadenende, das zur unteren oder oberen Lage gehört, von die Fadenenden steuernden Elementen um den äußeren Kettfaden oder die äußeren Kettfäden herum in das Fach für die obere bzw. untere Lage hinein und bis zur Austrittsposition oder zum Kettfadenpaar im jeweiligen Zu­ sammenfüge- oder Umschlagbereich hin geführt werden kann.
In einer Ausführungsform kann ein Schußfadenende, das zur oberen bzw. unteren Lage gehört, mit Hilfe der zweiten Fachfunktion, die entsprechend der gewünschten Muste­ rung einstellbar ist, über besagtes Kettfadenpaar austreten.
Ein erfindungsgemäßes Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß in Längsrichtung der Schußfäden ein in die obere oder untere Lage hineinreichender Zusammenfüge- oder Umschlagbereich angeordnet ist und daß ein Schußfadenende, das zur unteren oder oberen Lage gehört, von die Fadenenden steuernden Elementen um den äußeren Kettfaden oder die äußeren Kettfäden herum in das Fach für die obere bzw. untere Lage hinein und bis zur Austrittsposition zwischen Kettfadenpaaren im jeweiligen Zusammenfüge- oder Umschlag­ bereich geführt werden.
Ein erfindungsgemäßes Verfahren ist vor allem dadurch gekennzeichnet, daß eine der Schaftmaschine beigestellte weitere Maschine eine Anzahl von zweiten Kettfäden liefert, die mit den ersten Kettfäden der Schaftwebmaschine im Zusammenhang stehen, sich jedoch außerhalb dieser befinden, daß die zweiten Kettfäden zur Bildung offener und geschlossener Fächer für die Schußfäden mit Hilfe von Steuerungen in der oder der zusätzlichen Maschine individuell und getrennt von den ersten Kettfäden betätigt werden und daß mit Hilfe der zweiten Kettfäden ein Umschlagbereich gebildet wird, der sich von der Umschlagkante aus in Richtung der Schußfäden in das betreffende Material hinein erstreckt. Ein weiteres Merk­ mal besteht darin, daß mit Hilfe besagter Steuerung(en) erreicht wird, daß die Schließstellen der Schußfäden im Umschlagbereich, in Längsrichtung der Schußfäden gesehen, versetzt angeordnet sind.
In einer Weiterentwicklung des Erfindungsgedankens, der dem neuen Verfahren zu­ grunde liegt, werden zu beiden Seiten oder vor der Schaftwebmaschine zwei zusätzliche Maschinen mit zugehörigen zweiten Kettfäden aufgestellt. In einer weiteren Ausführungs­ form ist der Umschlagbereich an der jeweiligen Seite der Schaftwebmaschine geteilt, so daß er sich sowohl in das obere als auch das untere Material hinein erstreckt. Für den Fall eines ersten Schußfadens mit einer Schließstelle, die etwas im oberen oder unteren Material liegt, wird das Ende des ersten Schußfadens bis zu einer Schließstelle für einen zweiten Schuß­ faden im unteren bzw. oberen Material geführt, nachdem er um den jeweiligen äußeren Kettfaden herum und zwischen die Kettfäden, die sich außerhalb der Schließstelle für den ersten Kettfaden befinden, geführt wurde.
Besagte Weiterentwicklung des neuen Verfahrens kann sich ebenfalls dadurch aus­ zeichnen, daß das auf diese Art und Weise gewebte schlauchförmige Erzeugnis zwecks Wärmebehandlung, bei der die Fadenenden durch Wärme (z. B. 185°C) fixiert werden, in eine, (an sich bekannte) Spannmaschinenanordnung eingebracht wird. Die Enden des Fa­ denmaterials werden dabei in das umgebende Fadenmaterial integriert.
Ein weiteres Merkmal besteht darin, daß die Spannmaschinenanordnung jetzt nur einmal zu Einsatz kommen muß und nicht, wie zuvor, zweimal. Dies sollte unter dem Aspekt gesehen werden, daß das Spannen eines Weberzeugnisses ein komplexer und zeitaufwen­ diger Prozeß ist.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß in oder neben der Schaftwebmaschine eine zusätzliche Maschine angeordnet ist, die zweite Kettfäden liefert, die außerhalb der ersten Kettfäden der Schaftwebmaschine befindlich sind. Ein weiteres Merkmal besteht darin, daß die zusätzliche Maschine, bezogen auf die ersten Kettfäden, individuell und getrennt auf die zweiten Kettfäden einwirkt, um mit diesen Fächer für die Schußfäden zu bilden. Besagte zweite Kettfäden können Teil eines Umschlagberei­ ches sein, der sich in Längsrichtung der Schußfäden in das jeweilige Gewebe hinein er­ streckt, und besagte zusätzliche Maschine ist so gestaltet, daß sie mit Hilfe einer Steuerung oder von Steuerungen betätigt werden kann, mittels der(er) die zusätzliche Maschine, mittels ihrer Fächer, die verschiedenen Schließstellen für Schußfadenenden im Umschlagbereich festlegt.
In einer bevorzugten Ausführungsform befindet sich auf jeder Seite der Kette der Schaftwebmaschine eine zusätzliche Maschine, um in dem Gewebe, das im zusammenge­ fügten Zustand, der in der Webmaschinenanordnung erzielt wird, ein Schlauchgewebe bil­ det, zwei Umschlagbereiche zu bilden. In einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt die jeweilige zusätzliche Maschine eine Musterwebmaschine in der Art einer Jacquardmaschine, die eine "Musterung" der Schließstellen der Schußfäden im jeweiligen Umschlagbereich be­ wirkt. Die Wahl der Positionen der Schließstellen in den Umschlagbereichen erfolgt mit Hilfe von programmgesteuerter Ausrüstung, die die Positionen der Schließstellen in den Um­ schlagbereichen entweder nach dem Zufallsprinzip auswählt und/oder mit langen Serien arbeitet, bei der in Längsrichtung der Schußfäden nebeneinanderliegende Schließstellen vermieden werden. Die jeweilige Musterungsmaschine ist dabei so gestaltet, daß sie mit einer Anzahl von Garnträgern arbeitet, die Kettfäden verschiedener Qualität tragen, und je­ dem Garnträger seine eigene Meßdose zur Ermittlung der im System realisierten Faden­ spannung zugeordnet ist. Die abgeschnittenen Fadenenden werden wärmebehandelt, wo­ durch die Fadenenden in das Schuß- und Kettfadenmaterial integriert werden.
Eine erfindungsgemäße Anwendung ist vor allem dadurch gekennzeichnet, daß eine Musterwebmaschine, z. B. eine Jacquardmaschine, verwendet wird, um zweite Kettfäden zu liefern, die sich außerhalb der ersten Kettfäden befinden und für die Schußfäden ein Fach bilden, welches das durch die Schaftwebmaschine gebildete Fach ergänzt, um so einen Umschlagbereich zu bilden, der sich in das jeweilige Gewebe hinein erstreckt, und daß die Musterwebmaschine ebenfalls dazu verwendet wird, ein Muster für die Schließstellen der Schußfäden zu bilden, bei dem Letztere gegeneinander versetzte Positionen einnehmen, um so im Umschlagbereich eine hochfeste (und sich über eine größere Fläche erstreckende) Verbindung zu erzielen.
Eine Ausführungsform der Anwendung ist vor allem dadurch gekennzeichnet, daß ein Element, das die Enden der Schußfäden oder die Enden von Zusammenfügefäden steuert, verwendet wird, um Fadenenden der Schußfäden des oberen Gewebes um (einen) äuße­ re(n) Kettfaden/fäden herum in ein für die Schußfäden des unteren Gewebes gebildetes Fach hinein und bis zu Fadenendpositionen im unteren Gewebe hin zu führen, oder umge­ kehrt, und um Enden von Zusammenfügefäden zu Positionen für die Schußfadenenden im oberen bzw. unteren Gewebe zu führen.
Ein erfindungsgemäßes Erzeugnis ist dadurch gekennzeichnet, daß sich der jeweilige Zusammenfügebereich in Längsrichtung der Schußfäden erstreckt und daß einem ersten Schußfadenende eines ersten abgeschnittenen Schußfadens, der zur oberen oder unteren Lage gehört, und einem zweiten Schußfadenende eines abgeschnittenen zweiten Schußfa­ dens, der zur unteren bzw. oberen Lage gehört und dem ersten Schußfaden im Muster des Schlauchgewebes vorausgeht oder folgt, eine gemeinsame Austrittsposition oder in Längs­ richtung der Schußfäden aufeinanderfolgende Austrittspositionen zugewiesen wird/werden: zwischen ein und demselben oder in Längsrichtung der Schußfäden aufeinanderfolgenden Kettfadenpaar(en) im jeweiligen Zusammenfügebereich, wobei nebeneinanderliegende Kettfadenpaare einen gemeinsamen Kettfaden haben können. Weitere Merkmale bestehen darin, daß die Austrittspositionen für die verschiedenen Schußfadenenden in der Ausdeh­ nungsrichtung des sich in Längsrichtung der Schußfäden erstreckenden Zusammenfügebe­ reichs verteilt angeordnet sind.
In einer beispielhaften Ausführungsform erstreckt sich der Zusammenfügebereich entlang von Teilen der oberen und/oder unteren Lage, jeweils in Längsrichtung der Schuß­ fäden. Das Fadenende eines jeweiligen abgeschnittenen Schußfadens in der oberen oder unteren Lage wird zu einer Austrittsposition geführt, die sich im Zusammenfüge- oder Um­ schlagbereich der unteren bzw. oberen Lage befindet, und wird um oder durch Kettfäden geführt oder gefädelt, die sich außerhalb des betreffenden Kettfadenpaars befinden.
In einer weiteren Ausführungsform werden Schußfäden, die von der oberen oder unte­ ren Lage zu Positionen in einem Zusammenfügebereich in der unteren bzw. oberen Lage geführt werden mit Zugspannungen gezogen, die gleichmäßige und einheitliche auf einen äußeren Kettfaden oder äußere Kettfäden im Zusammenfügebereich wirkende Spannungen ergeben.
Vorteile
Im Ergebnis des oben Vorgeschlagenen wird Zeit eingespart, da das manuelle Zu­ sammenfügen des oberen und unteren Gewebes über lose Fadenenden in der Nähabteilung entfällt. Ein höherer Automatisierungsgrad wird ebenfalls dadurch erzielt, daß die Positionen der Schußfäden nicht mehr manuell festgelegt werden müssen. Für ein schlauchförmiges Erzeugnis mit einem Durchmesser von z. B. 25 Metern und einer Länge von ca. 6 Metern liegt besagte Zeiteinsparung gegenüber dem früheren manuellen Zusammenfügen der Fä­ den in der Größenordnung von 1 bis 2 Wochen. Die Arbeit in der Nähabteilung kann entfal­ len. Die Spannmaschinenanordnung muß jetzt nur einmal eingesetzt werden, da der Ar­ beitsschritt der Versteifung der Fadenenden entfallen kann. Weiterhin können zwei Jacquardmaschinen zu beiden Seiten einer vorhandenen Schaftwebmaschine, die mit Grei­ fern für den Schußfaden arbeitet, der durch jeweilige, durch die Kettfäden gebildete Fächer geführt wird, aufgestellt oder angebaut werden. Dabei steuert/n die Schaftwebmaschine ihre Fächer und die Jacquardmaschinen ihre Fächer, wobei alle Fächer für den jeweiligen Schußfaden aufeinander abgestimmt sein können und die Mustersteuerungen in oder von den Jacquardmaschinen die Positionen für die eingezogenen Schußfäden im Umschlagbe­ reich bestimmen. Durch die Verwendung einer Musterungsfunktion nach dem Zufallsprinzip in der betreffenden Jacquardmaschine wird im Umschlagbereich eine hochwirksame Festig­ keit erzielt. Ein Element zur Steuerung der Fadenenden wird verwendet, um Schußfäden der oberen oder unteren Lage zu einem in der unteren bzw. oberen Lage befindlichen Zusam­ menfügebereich zu führen. Dabei erlaubt die Anordnung bezüglich des Ziehens um (einen) äußere(n) Kettfaden/fäden herum eine gleichmäßige Verteilung der Zugspannung. Die An­ ordnung erlaubt ebenfalls die Verwendung von gesonderten Zusammenfügefäden zwischen Positionen in der oberen und unteren Lage.
Beschreibung der Zeichnungen
Eine derzeit vorgeschlagene Ausführungsform einer/s Anordnung, Verfahrens, Vor­ richtung und Anwendung und ein schlauchförmiges Erzeugnis werden nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, von denen:
Fig. 1 schräg von rechts oben gesehen ein Schlauchgewebe während seiner Herstellung zeigt, wobei eine Schaftwebmaschine und zwei in Verbindung mit dieser angeordnete Jacquardmaschinen Kettfäden liefern, die so angeordnet sind, daß sie ein Fach bilden, und abgeschnittene Einschuß- oder Schußfäden quer zu den Kettfäden durch die Fächer gezo­ gen werden können;
Fig. 2 im Schnitt ein Beispiel für die Beziehung zwischen Kettfäden und Schußfäden be­ züglich der Zusammenfüge- oder Umschlagbereiche und der im wesentlichen flachgewebten Bereiche zeigt;
Fig. 3 in Form einer Draufsicht Teile eines flach ausgebreiteten Umschlagbereiches zeigt;
Fig. 4 von der Seite gesehen eine Schaftwebmaschine und Jacquardmaschinen zeigt, die Teil einer Webmaschinenanordnung sind;
Fig. 5 von oben gesehen Teile der Webmaschinenanordnung mit Schaftmaschine und Jacquardmaschinen zeigt;
Fig. 6 von oben gesehen die Anwendung der Jacquardmaschinen in Verbindung mit den Schaftrahmen einer Schaftwebmaschine sowie den nachfolgend angeordneten Luftkasten­ block und internen Breithalter zeigt;
Fig. 7 im Schnitt zeigt, wie die Schußfäden in einem Umschlagbereich durch die Kettfäden gezogen sind;
Fig. 8 Teile einer Spannmaschinenanordnung mit Wärmebehandlungselementen in Ver­ bindung mit einer Webmaschine (Websaal) für Schlauchgewebe zeigt;
Fig. 9 in Form eines Prinzipschemas eine Steuereinheitenanordnung für die Webmaschi­ nenanordnung zeigt und
Fig. 10 und 10a in Form einer Prinzipskizze (Draufsicht bzw. Aufriß) ein die Fadenenden steuerndes Element zeigen.
Detaillierte Ausführungsform
In Fig. 1 ist ein schematisch dargestelltes schlauchförmiges Erzeugnis mit 1 gekenn­ zeichnet; die Webbreite des Erzeugnisses ist mit VB bezeichnet und die Weblänge mit PM. Die Erfindung betrifft vor allem das Weben von Erzeugnissen mit Webbreiten von 18 Metern und Weblängen von 12 Metern. Bei dem Erzeugnis kann es sich um ein Schlauchgewebe für die Verwendung in Papiermaschinen handeln. Es ist wichtig, daß das schlauchförmige Erzeugnis über seinen gesamten Umfang hinweg eine hohe Qualität und Festigkeit aufweist. Hohe Festigkeit bezeichnet dabei im wesentlichen die Festigkeit, die bei herkömmlichem Flachweben und anschließendem Zusammenfügen in einer Nähabteilung erzielt wird. Das Erzeugnis wird in einer Schaftwebmaschine mit Greifern gewebt, so daß die gefertigten un­ teren und oberen Gewebe unter Verwendung der Schußfäden des Gewebes an den Sei­ ten 2 und 3 zusammengefügt werden können.
Das in Fig. 1 dargestellte Erzeugnis 1 in Form eines Schlauchgewebes wird gerade gewebt. Das Schlauchgewebe umfaßt zwei Umschlagbereiche 2, 3, die im wesentlichen flachgewebte obere und untere Lagen 4 und 5 mit einer Dicke 6 miteinander verbinden. Je­ de Lage kann aus einer Doppelschicht aufeinanderliegender Kettfäden und einem Bindefa­ den für diese sowie besagten Schußfäden bestehen. Kettfäden, die sich in Längsrichtung des Erzeugnisses 1 erstrecken, tragen das Bezugszeichen 7. Die betreffende Webmaschine arbeitet auf bekannte Art und Weise mit einer Fachfunktion und Schuß- oder Einschußfä­ den, die quer zu den Kettfäden jeweils durch ein Fach geschoben oder gezogen werden. An der jeweiligen Seite ist die Webmaschine ebenfalls mit Greifer- und Schneidelementen (in Fig. 1 nicht dargestellt) versehen. Mit den Schneidelementen wird der jeweilige ein- oder durchgezogene Faden an seinen beiden Enden abgeschnitten. Abgeschnittene Schußfade­ nenden werden im Muster so zusammengefügt, daß das hintere Ende eines eingezogenen und abgeschnittenen Fadens mit dem vorderen Ende eines folgenden Fadens verbunden wird, etc. In Fig. 1 sind abgeschnittene Schußfäden mit 8 und 9 gekennzeichnet, und die Enden der Fäden mit 8a, 8b und 9a, 9b. In einer bevorzugten Ausführungsform kann das Fadenende 8b mit dem Ende 9a des vorhergehenden Schußfadens 9 verbunden werden, etc.
In Fig. 1 besteht die Kette in der Webmaschinenanordnung aus drei Teilen. Einen er­ sten Teil 10 liefert eine Schaftwebmaschine (ohne Abbildung), die in der herkömmlichen Art und Weise gestaltet sein kann. Ein zweiter Teil 11 stammt von einer Jacquardmaschine (ohne Abbildung) oder einer vergleichbaren Musterungsmaschine oder Musterungsfunktion. Ein dritter Teil 12 stammt von einer zweiten Jacquardmaschine (ohne Abbildung). Die Fachfunktionen der Schaftwebmaschine und der Jacquardmaschinen sind aufeinander ab­ gestimmt, so daß im jeweiligen Maschinentyp Fächer für die Schußfäden 8, 9 gebildet wer­ den. Erfindungsgemäß sind die Kettfadenteile 11 und 12 für Zusammenfügebereiche an den Seiten 2 und 3 des Weberzeugnisses 1 vorgesehen. Besagte Zusammenfügebereiche wer­ den hier auch als Umschlagbereiche bezeichnet. Ein Merkmal der Erfindung besteht u. a. darin, daß der jeweilige Umschlagbereich eine relativ große Fläche umfaßt. In Fig. 1 ist die Ausdehnung der Umschlagbereiche durch in zwei Richtungen weisende Pfeile 13 und 14 symbolisiert. In der dargestellten Ausführungsform umfaßt der jeweilige Umschlagbereich, radial gesehen, in der Breite ca. 450 Kettfäden. Jeder Umschlag gemäß Fig. 1 besteht aus zwei übereinander angeordneten Teilen, von denen einer in der oberen Lage und einer in der unteren Lage befindlich ist, wobei der jeweilige Teil ca. 450 Kettfäden breit ist.
Gemäß Fig. 2 werden bei dem Weberzeugnis, das im dargestellten Querschnitt in der Längsrichtung aus zwei Kettfadenschichten 15 und 16 besteht, über den dargestellten Quer­ schnittsumfang hinweg, Schußfäden 17 und 18 eingezogen. Der Bindefaden ist in diesem Beispiel nicht dargestellt. Die Fadenenden 17a und 18a können an einer ersten Schließposi­ tion oder einer ersten Übergangsstelle 19 zusammengefügt werden. In Fig. 2 ist eine Über­ gangsstelle oder Schließposition für zwei zweite Fäden (ohne Abbildung) mit 20 und eine Übergangs- oder Schließposition für zwei dritte Fäden mit 21 bezeichnet, etc. Die Über­ gangsstellen oder Schließpositionen 19, 20 und 21 befinden sich in den Umschlagberei­ chen 11' und 12'. Der Bereich 10' hat keine solche Übergangsstelle oder Schließposition. Die Schließposition der Schußfadenenden 17a, 18a kann sich zwischen ein und demselben Paar oder aufeinanderfolgenden Paaren von Kettfäden in dem Schlauchgewebe befinden. Der Begriff Kettfadenpaar bezeichnet dabei das Paar Kettfäden in der unteren oder oberen Schicht. Das jeweilige Fadenende kann sowohl durch das Kettfadenpaar der unteren Schicht als auch das Kettfadenpaar der oberen Schicht nach außen geführt werden: Im vorliegenden Fall haben die Kettfadenpaare der oberen und unteren Lage einen gemeinsamen Kettfaden. Die jeweiligen Schußfadenenden, die zusammengefügt oder miteinander verbunden werden sollen, können sich durch ein und dasselbe Kettfadenpaar oder, alternativ dazu, durch in einem großen Abstand voneinander befindliche Kettfadenpaare erstrecken. In einer Ausfüh­ rungsform können die Fadenenden darüber hinaus aneinander vorbei gezogen, d. h. mitein­ ander verkreuzt, werden. In diesem Fall passiert das betreffende Fadenende, in der Rich­ tung des Umfangs gesehen, das Kettfadenpaar des anderen Fadenendes.
In Fig. 3 sind Teile 22 eines Umschlagbereiches flach ausgebreitet dargestellt. Die Kettfäden sind mit 7' bezeichnet, und die Schußfäden mit 8', 8'', 8''' und 8''''. Eine in Richtung der Kettfäden durch den Umschlagbereich verlaufende Kantenlinie trägt das Bezugszei­ chen 23. Der Umschlagbereich 22 besteht im wesentlichen aus zwei übereinanderliegenden Teilen 11' und 11'', die gemäß Fig. 1 von einer Jacquardmaschine geliefert werden. In Fig. 3 ist die gesamte Ausdehnungsbreite mit 11''' gekennzeichnet. Der Teil 11' gehört also zum oberen Gewebe, und der Teil 11'' zum unteren Gewebe (siehe auch Pfeil 13 in Fig. 1). Die Schließstellen (Übergangsstellen) für die verschiedenen zusammengefügten oder aneinan­ der annäherbaren Fadenenden sind in Fig. 3 ebenfalls dargestellt. Eine erste Schließstelle für die Schußfäden 8', 8'' ist mit 24 bezeichnet, eine zweite Schließstelle für die Fäden 8''', 8'''' mit 25, etc. Wie aus Fig. 3 ebenfalls ersichtlich ist, befinden sich einige Schließstellen im ersten Umschlagteil 11', der zum oberen Gewebe gehört, und andern Schließstellen im zweiten Umschlagteil 11'', der zum unteren Gewebe gehört. Der Umstand, daß die Schließ­ stellen nicht im wesentlichen nebeneinander, z. B. entlang einer parallel zur Linie 23 im aus­ gebreiteten Umschlagbereich verlaufenden Kantenlinie, angeordnet, sondern über die Flä­ che des Umschlagbereiches verteilt sind, verleiht dem Gewebe an den Verbindungsstellen an den Seiten 2 und 3 (siehe Fig. 1) eine hohe Festigkeit. Von der Kantenlinie 23 aus er­ strecken sich die Umschlagbereiche mit Breiten A, A', die vorzugsweise gleich groß sind, in das Gewebe hinein (siehe oben). Alternativ dazu wird lediglich der auf der Ober- oder Unter­ seite befindliche Umschlagteil verwendet, um Schließ- oder Austriftspositionen für Schußfa­ denenden aufzunehmen, vorzugsweise der Umschlagteil der oberen Lage. Das oben Ge­ sagte bedeutet, daß Schußfäden, die aus der oberen oder unteren Lage stammen und einer Schließposition der unteren bzw. oberen Lage zugeordnet werden, neu angeordnet und möglicherweise zwischen äußere Kettfäden gefädelt werden. Dies ist ein wesentlicher Be­ standteil der Erfindung und wird nachfolgend näher beschrieben.
In einer bevorzugten Ausführungsform gemäß Fig. 4 wird auf jeder Seite einer Schaft­ webmaschine 27 (bzw. am jeweiligen Umschlagbereich), die durch ihre Schaftrahmen 27a, Webeblatt 27b, Warenbaum 27c und Hauptteil 27d symbolisiert ist, eine Jacquardmaschi­ ne 26 verwendet. Als Beispiel für eine Schaftwebmaschine wird auf die Maschine TM300 verwiesen, die von TEXCO AB, Schweden, angeboten wird. Da die Arbeitsweise der Schaftwebmaschine hinreichend bekannt ist, wird hier auf eine nähere Beschreibung dersel­ ben verzichtet.
Die Jacquardmaschine ist an sich ebenfalls bekannt und zeichnet sich dadurch aus, daß sich mit ihr eine Musterung von textilen Geweben erzielen läßt. Das Arbeitsprinzip der Jacquardmaschine wird bei der vorliegenden Erfindung dazu verwendet, die o. g. Schließ­ positionen in Form eines "Musters" anzuordnen. Durch die Verteilung der Schließpositionen nach einem bestimmten, durch die Jacquardmaschine zu erzielenden Muster können/kann auf technisch einfache Art und Weise optimale oder hohe Festigkeiten erzielt und, aufgrund des Umstandes, daß der gesamte Prozeß des Zusammenfügens des gewebten Schlauch­ drahtes in der Webmaschinenanordnung erfolgt, gleichzeitig der Automatisierungsgrad er­ höht werden. Das manuelle Verknoten von Fäden in der Nähabteilung entfällt vollständig, und die Stillstandszeiten der Maschinen werden erheblich reduziert. Das Muster für die Schließpositionen kann über die Steuerung der Jacquardmaschine nach dem Zufallsprinzip oder gemäß einem bestimmten, im Voraus festgelegten Muster, das hohe Festigkeit garan­ tiert, gewählt werden. In Fig. 4 ist die Jacquardmaschine 26 mit ihrem Hauptteil 26a darge­ stellt, von dem, an Schnüren 26b oder ähnlichem, Haken oder Klemmen herabhängen, die mit den Kettfäden der Jacquardmaschine zusammenwirken können. Durch Einwirken auf bestimmte Schnüre werden, zusammen mit (einem) Gewicht(en) 26c, Fachfunktionen be­ wirkt. Diese Funktion ist hinreichend bekannt, so daß auf ihre nähere Beschreibung ver­ zichtet wird. Es wird auf die Jacquardmaschine "DRACUP 432×48 seaming machine" ver­ wiesen, die auf dem freien Markt verkauft wird. Der Jacquardmaschine sind drei Kettgarn­ träger 28, 29, 30 zugeordnet, die jeweils eine bestimmte Kettfadenqualität aufweisen und abwechselnd eingesetzt werden können. Die oben beschriebenen Kettfadenschichten in der jeweiligen Lage können z. B. in verschiedenen Qualitätsgraden konstruiert werden. Jedem der besagten Garnträger kann seine eigene Meßdosenfunktion 30a zur Festlegung der Kettfadenspannung im System zugeordnet werden. In Fig. 4 ist ebenfalls ein Steuerbaum 31 für die korrekte Lenkung der Kettfäden 32 für deren Verbindung mit den Kettfäden 33 der Schaftwebmaschine dargestellt.
Fig. 5 zeigt, daß zu beiden Seiten der Schaftwebmaschine 27' (und dieser gegenüber etwas nach vorn versetzt) jeweils eine Jacquardmaschine 26' und 26'' angeordnet ist, wobei die Schaftwebmaschine, auf bekannte Art und Weise, Kettfäden 10' von einem oder mehre­ ren Garnträgern 34 liefert. Dem oben Gesagten entsprechend, liefern die Jacquardmaschi­ nen die Kettfäden 11'''' und 12'. Alle Kettfäden werden einem gemeinsamen Warenbaum oder gemeinsamen Warenbaumsystem 27c' zugeführt.
An ihren beiden Seiten umfaßt die Maschinenanordnung Schußfadenrealisierungs­ ausrüstungen 35, 35', zu denen jeweils eine Schußspule 35a, 35'a, ein Fadenzubringer 35b, 35'b, ein Schußfaden 35c, 35'c und ein Greifer 35d, 35'd gehören. Ein Webschützen 35e mit einer Beißzange 35f, 35g zum Abschneiden des Schußfadens ist in der Abbildung in einer Position seitlich der Anordnung dargestellt. Struktur und Funktionsweise der beschriebenen Ausrüstung 35, 35' sind bekannt, so daß hier auf eine nähere Beschreibung derselben ver­ zichtet wird. Die Richtung, in der sich der Webschützen bewegt, ist mit 35'' gekennzeichnet. Bei einer beispielhaften Struktur stehen sechs Greifer, drei Kettbäume, zwei Jacquardma­ schinen und eine Schußspule für 400 Fäden, bzw. können drei Garnträger verwendet wer­ den.
Fig. 6 zeigt ein Beispiel der Anwendung der zwei Jacquardmaschinen 26''' und 26'''' bezogen auf Schaftrahmen 26a' der Schaftwebmaschine, deren Zahl z. B. 24 betragen oder höher liegen kann. Darüber hinaus sind ein Luftkastenblock oder eine Projektilbeschleuni­ gungsanordnung 36 der bekannten Art sowie ein in, auf oder neben der Maschine angeord­ neter innerer Breithalter 37 angedeutet.
Die Schaftwebmaschine und die Jacquardwebmaschinen bilden damit eine Webma­ schinenanordnung, bei der eine im wesentlichen bekannte Schaftwebmaschine mit im we­ sentlichen bekannten Jacquardmaschinen kombiniert wird. Der Unterschied gegenüber be­ kannten Maschinen besteht lediglich darin, daß die ausführbaren Steuerungen in geringe­ rem Maße aufeinander abgestimmt sind und die Jacquardmaschinen nicht nur das Gewebe mustern, sondern ebenfalls eine Musterung der Positionen der Schließstellen in den Um­ schlagbereichen vornehmen. Darüber hinaus sind Fadenumlenkungselemente vorgesehen, welche die Fadenenden des Schußfadens der oberen oder unteren Lage zu einer Schließ­ position im Umschlagteil der unteren bzw. oberen Lage führen.
Um die Beschreibung der Erfindung zu vereinfachen, zeigt Fig. 7 eine obere und unte­ re Lage mit jeweils einer Schicht Kettfäden und, in Form einer Prinzipskizze, einen Um­ schlagbereich, in dem in der Kette 15' des unteren Gewebes ein Schußfaden 8''''' durch alle Kettfäden gezogen wurde, und in der Kette 16' des oberen Gewebes der Schußfaden 8'''''' zwischen dem dritten und vierten Kettfaden, von der äußeren Kante 38 oder dem äußeren Kettfaden 16'' gerechnet, nach außen gezogen wurde. Der Faden wird dabei um den äuße­ ren Kettfaden 16'' herum geführt und im Zuge der Zusammenfügefunktion entsprechend dem Webmuster in der Richtung 39 nach innen, zur Zusammenfügestelle 40 zwischen ei­ nem inneren Kettfaden 16''' geführt. Diese Funktion wird in der Anordnung automatisch aus­ geführt.
Fig. 8 zeigt, in Form einer Prinzipskizze, eine Spannmaschinenanordnung 41; in der ein Schlauchgewebe 1' mit Hilfe von Walzen 41a, 41b in Form gezogen wird. Letztere sind gegeneinander beweglich (siehe Pfeil 41c) und können geöffnet werden, so daß das Gewe­ be auf die Walzen aufgebracht und von diesen abgenommen werden kann. Überstehende Fadenenden des Schlauchdrahtes, die darauf zurückzuführen sind: daß, wie oben beschrie­ ben, an den Schließstellen Fadenenden aus Kettfadenpaaren herausstehen, werden, z. B. durch Abschneiden, entfernt. Eine oder beide der Walzen sind mit einem wärmeliefernden Element 41d versehen, das als Walze mit einer heizbaren Oberfläche 41e konstruiert sein kann. Das Walzenelement 41d kann entlang der Peripherie der jeweiligen Walze 41a und/oder 41 b in Richtung des Pfeils 41f gerollt oder geführt werden. Ein wärmelieferndes Element 41g ist so angeordnet, daß es Wärme auf die Oberfläche 41e der Walze 41d über­ trägt oder für diese erzeugt. Die Walze 41d kann gegen die jeweilige Walze 41a, 41b ge­ drückt werden, wobei sich das Gewebe zwischen beiden befindet, und kann daher mit den Fadenenden und dem umgebenden Material im/in den Umschlagbereich(en) (siehe 2, 3 in Fig. 1) zusammenwirken. Die Wärmeabgabe wird dabei so gewählt, daß das/die Fadenma­ terial(ien) einer solchen Wärmeeinwirkung ausgesetzt wird/werden, die bekanntermaßen eine Versteifung des Gewebes bewirkt. Im Ergebnis der Wärmeeinwirkung werden die Fa­ denenden in das umgebende Kett- und Schußfadenmaterial integriert, so daß besagte Fe­ stigkeit erzielt wird. Die gewählten Temperaturen können in etwa 185°C betragen. In einer beispielhaften Ausführungsform kann die Wärmeübertragung berührungsfrei durch Wär­ mestrahlung erfolgen. In einer beispielhaften Ausführungsform kann das in der Webmaschi­ nenanordnung gewebte Erzeugnis vom Websaal A direkt der Spannmaschinenanordnung B zugeführt werden, d. h. ohne den Umweg über die Nähabteilung C, was zur Rationalisierung bzw. Automatisierung beiträgt (vgl. oben).
Fig. 9 zeigt die Steuerfunktionen für die Schaftwebmaschine 27'' und die Jacquardma­ schinen 28''' und 28''''. Die jeweilige Maschine ist mit einer Signalsteuereinheit 41' bzw. 42, 43 konstruiert, die von einer Bedieneinheit 44 für die Webmaschinenanordnung aus gesteu­ ert werden kann. Die Einheiten 41', 42 und 43 können in oder, alternativ dazu, neben der Einheit 44 positioniert werden. Die Jacquardmaschinen werden mit bekannter Software ge­ steuert, um eine "Musterbildung" bezüglich der Schließstellen der Schußfäden sowie eine Musterung des Gewebes in den Umschlagbereichen zu erzielen. Die Schaftwebmaschine wird ebenfalls mit bekannter Software gesteuert, um das gewünschte Muster für die im we­ sentlichen flachgewebten oberen und unteren Gewebe (die Drähte) zu erzielen. Dem Muste­ rungsprogramm der Jacquardmaschine wird eine Mustersteuerungsfunktion hinzugefügt, die der Mustersteuerungsfunktion der Schaftwebmaschine entspricht, so daß das Gewebe im oberen und unteren Teil sowie den Umschlagbereichen das gleiche Muster erhält. Diese Software-Interaktion kann auf bekannte Art und Weise realisiert werden. Die Steuerung des jeweiligen Musters des Schlauchgewebes und die Einstellung des Musterbildes für die Schließstellen in den Umschlagbereichen kann von der Steuereinheit 44 aus und/oder, er­ gänzend dazu, getrennt von den Einheiten 41', 42, 43 aus erfolgen. Für die Musterbildung bezüglich der Schließpositionen kann eine Zufallsgeneratorfunktion, in Fig. 9 mit 42a, 43a gekennzeichnet, verwendet werden. Das Muster für die Schließpositionen kann in den zwei Umschlagbereichen ähnlich oder verschieden sein. Wesentlich ist, daß in der Maschinenan­ ordnung feste Umschläge erzielt werden. Die Abstimmung der Antriebe für besagte Schaft­ webmaschine und Jacquardmaschinen aufeinander erfolgt ebenfalls mit Hilfe der besagten Steuerungsanordnung.
Im Ergebnis des oben Vorgeschlagenen erhält man einen schlauchförmigen Formdraht, der ebenfalls ein Greifersystem einschließt. Durch die Herstellung des gesamten Erzeugnisses in der oben beschriebenen Webmaschinenanordnung verkürzt sich die Her­ stellungszeit für Formdraht um zwei Wochen; dies entspricht einer Reduzierung auf ein Drittel der zuvor benötigten Zeit. Es wird ein wesentlich höherer Automatisierungs- oder Ra­ tionalisierungsgrad erzielt, als er möglich ist, wenn die Kettfäden des Gewebes in den Um­ schlägen in der Nähabteilung angespleißt werden müssen. In Fig. 4 ist ein Fach mit 27e be­ zeichnet, wobei sich besagte Kennzeichnung sowohl auf das in der Schaftwebmaschine als auch die in den Jacquardmaschinen 26', 26'' gebildete(n) Fach/Fächer bezieht, die aufein­ ander abgestimmt sind. In Fig. 5 tragen die Greifer die Bezugszeichen 35a und 35a'. In Fig. 9 sind die Steuerungen der jeweiligen Jacquardmaschinen 28''' und 28'''' der Steuerein­ heiten 42 und 43 mit i bzw. i' gekennzeichnet. Die Steuerungsfunktionen zwischen der Ein­ heit 44 und den Einheiten 41', 42 und 43 tragen die Bezugszeichen i1, i2 und i3.
Fig. 10 und 10a zeigen Beispiele für Fadensteuerungselemente, die in Verbindung mit der Fachbildung für Kettfäden 45 arbeiten. In der beispielhaften Ausführungsform umfassen diese Elemente zwei schwenkbare Arme 46, 47, die zusammen mit Lagerachsen 48, 49 in Richtung der Pfeile 50, 51 geschwenkt werden können. Die Achsen 48, 49 sind darüber hin­ aus in senkrecht zueinander verlaufende Richtungen 52, 53 bzw. 54, 55 beweglich angeord­ net. Die Bewegung der Achsen, und damit der Arme 46, 47, erfolgit von der Steuereinheit 56 aus, die die Steuereinheit für die Anordnung, die Jacquardmaschine etc. bilden kann (vgl. oben). Die Schwenkarme haben Elemente 46a, 47a, die mit Fadenenden zusammenwirken können und in Positionen, die in Fig. 9, 9a mit durchgehenden Linien dargestellt sind, sowie in andere Positionen, z. B. solche, die mit den gestrichelten Linien 46b, 47b dargestellt sind, bewegt werden können. Die erstgenannten Positionen befinden sich innerhalb des durch die Kettfäden gebildeten Faches, und die letztgenannten Positionen befinden sich neben den Kettfäden. In den letztgenannten Positionen hat der Schwenkarm 46 mit seinem Ele­ ment 46a das Ende 58 eines Schußfadens 59 gefaßt und dieses in das Fach 57 eingeführt. In Abhängigkeit von Steuerungen oder elektrischen Steuersignalen i4, i5 etc. kann das Fa­ denende in das Fach eingeführt und gegenüber einem Raum zwischen einem Paar Kettfä­ den, z. B. dem Kettfadenpaar 45a, 45b, positioniert werden. Die Schwenkarme werden in den Richtungen 60 voneinander weg und aufeinander zu bewegt. Werden die zusammen­ wirkenden Elemente 46a, 47a so bewegt, daß sie einander senkrecht gegenüber liegen, werden sie durch Steuerung von der Einheit mit den Signalen i4, i5 etc. aufeinander zu be­ wegt, so daß das Element 47a mit dem Element 46a zusammenwirken und durch eine be­ kannte Aufnahmefunktion das Fadenende vom Element 46a abnehmen und zwischen dem Kettfadenpaar 45a, 45b nach oben ziehen kann, über dem es dann das Fadenende freigibt, wenn dieses seine endgültige Position erreicht hat. Ist dies nicht der Fall, können die Schwenkarme durch die Einheit weiter in das durch die Kettfäden gebildete Fach hinein be­ wegt werden, z. B. zum Raum zwischen dem Kettfadenpaar 45c, 45d, woraufhin das Ele­ ment das Fadenende entsprechend vom Element 47 abnimmt etc., bis sich das betreffende Fadenende in der korrekten/gewünschten Position befindet. Die Zufuhr des Schußfadens erfolgt über (ein) Fadenspannungselement(e) (62), wodurch die Fadenspannung in der Ma­ schine während des Ablaufs des Zusammenfügeprozesses einheitlich auf dem gewünschten Niveau gehalten werden kann. Ergänzend oder alternativ zum Element 47, 47a kann eine ihrer Art nach bekannte Luftsauganordnung 62 verwendet werden, mit der das Fadenende durch Sog zwischen den Kettfäden nach oben gezogen werden kann. Das Einziehen der Schußfäden kann somit in einer Lage erfolgen, während sich der Umschlag in der anderen Lage befindet, oder umgekehrt (vgl. Fig. 2, 3 und 7). Die Jacquardmaschine oder ihr Äqui­ valent arbeitet mit einer erhöhten Wiederholungsrate, so daß die normale Musterung des Gewebes ebenfalls ausgeführt werden kann. In Fig. 10, 10a kann die dargestellte Anord­ nung mit der Greiferfunktion der Schaftwebmaschine integriert werden.
Die die Fadenenden steuernden Elemente sind daher so gestaltet, daß sie, wenn ei­ nem abgeschnittenen, aus der oberen oder unteren Lage stammenden Schußfaden für sein Ende eine Schließposition zugewiesen wird, die sich im Umschlagbereich der unteren bzw. oberen Lage befindet, den abgeschnittenen Schußfaden um den äußeren Kettfaden oder die äußeren Kettfäden herum und eventuell durch diese(n) hindurch führen. Stammt der Schußfaden aus derselben oberen bzw. unteren Lage, die den Umschlagbereich umfaßt, in dem die Schließposition anzuordnen ist, wird die Schließposition für das Ende des Schußfa­ dens durch die Fachfunktion realisiert.
Die Erfindung ist nicht auf die oben beispielhaft gezeigte Ausführungsform beschränkt; vielmehr kann sie im Rahmen der folgenden Patentansprüche und des Erfindungsgedan­ kens abgewandelt werden.

Claims (25)

1. Webmaschinenanordnung zur Herstellung eines schlauchförmigen Erzeugnisses, z. B. von Formdraht, das obere und untere Lagen und Umschlagbereiche umfaßt, wobei Schuß­ fäden durch von Kettfäden gebildete Fächer geführt werden können, dadurch gekennzeich­ net, daß die Anordnung erstens eine Schaftwebmaschine, die eine erste, eine erste Kette betreffende Fachfunktion liefert, und zweitens zumindest eine zusätzliche Maschine, z. B. eine Jacquardmaschine, die eine zweite, auf die erste Fachfunktion abgestimmte und eine zweite Kette betreffende Fachfunktion liefert, umfaßt, daß an den jeweiligen Seiten Schneid­ elemente für die Schußfäden angeordnet sind, daß ein Teil oder Teile des Erzeugnisses, der/die durch die jeweilige zusätzliche Maschine gefertigt wird/werden, dazu bestimmt ist/sind, (einen) Zusammenfügebereich(e) für abgeschnittene Schußfäden zu bilden, der/die sich in Längsrichtung der Schußfäden erstreckt/en, daß am jeweiligen Umschlagbereich (ein) die Fadenenden steuernde(s) Element(e) angeordnet ist/sind, das/die dem jeweiligen Schußfadenende eine Austrittsposition zwischen zwei Kettfadenpaaren zuweist, die Teil der zweiten Kette sind, wobei nebeneinanderliegende Kettfadenpaare einen gemeinsamen Kettfaden haben können, und daß die Kettfadenpaare für die verschiedenen Schußfadenen­ den so gewählt werden, daß die Austrittspositionen, in der/den Richtung(en), in der denen sich der jeweilige Zusammenfügebereich erstreckt, gegeneinander versetzt angeordnet sind.
2. Webmaschinenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das/die Fadensteuerungselement(e) (einem) zusammengehärigen Paar(en) von Schußfadenenden, die zu zwei abgeschnittenen, im Muster aufeinander folgenden Schußfäden gehören, eine Austrittsposition zwischen den gleichen Kettfadenpaaren oder verschiedenen, in Längsrich­ tung der Schußfäden nacheinander angeordneten Kettfadenpaaren zuweist.
3. Webmaschinenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der oberen Lage, der von der jeweiligen zusätzlichen Maschine gewebt wird, einen Zu­ sammenfügebereich bildet und daß das/die die Fadenenden steuernde(n) Element(e) so gestaltet ist/sind, daß es/sie Fadenenden von Schußfäden, die zur unteren Lage gehören, so führt/führen, daß das jeweilige Fadenendteil vom äußeren Kettfaden oder von den äuße­ ren Kettfäden der zweiten Kette in das im Zuge der zweiten Fachfunktion gebildete Fach für die obere Lage zurück und hin zu einer Austrittsposition zwischen Kettfadenpaaren der obe­ ren Lage verläuft.
4. Webmaschinenanordnung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der unteren Lage, der von der jeweiligen zusätzlichen Maschine gewebt wird, einen Zusammenfügebereich bildet und daß das/die die Fadenenden steuernde(n) Element(e) so gestaltet ist/sind, daß es/sie Fadenenden von Schußfäden, die zur oberen Lage gehören, so führt/führen, daß der jeweilige Fadenendteil vom/von den äußeren Kettfadenende oder -enden der zweiten Kette in das im Zuge der zweiten Fachfunktion gebildete Fach für die untere Lage zurück und bis zu einer Austrittsposition zwischen Kettfadenpaaren der unteren Lage verläuft.
5. Webmaschinenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeich­ net, daß das jeweilige die Fadenenden steuernde Element dem jeweiligen Schußfaden bei der Führung des Schußfadenendes zwischen das zugehörige Kettfadenpaar der zweiten Kette eine gleichmäßige Fadenspannung zuweist.
6. Webmaschinenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeich­ net, daß Greifer- oder Beißzangenfunktionen so angeordnet sind, daß sie den jeweiligen Schußfaden an seinen beiden Enden abschneiden.
7. Webmaschinenanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Grei­ ferfunktion so angeordnet ist, daß sie die Fadenenden steuernde Elemente bildet und ein Fadenende, das zur oberen oder unteren Lage der zweiten Kette gehört, in das Fach für die zweite Kette hinein und bis zum betreffenden Kettfadenpaar in dieser hin führt.
8. Webmaschinenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeich­ net, daß die Greiferfunktion so gestaltet ist, daß sie mit einem zusätzlichen Element zusam­ menwirkt, das besagtes, die Fadenenden steuerndes Element bildet und z. B. ein Greifer­ element, eine Druckluftsteuerungsanordnung etc. umfassen kann, das ein Fadenende, das zur oberen oder unteren Lage der zweiten Kette gehört, in das Fach für die zweite Kette hin­ ein und bis zum betreffenden Kettfadenpaar in dieser hin führt.
9. Webmaschinenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeich­ net, daß die jeweilige zusätzliche Maschine, vorzugsweise in Form einer Jacquardmaschine, bezogen auf die Schaftwebmaschine mit doppelter Wiederholungsrate arbeitet, um im Zuge einer ersten Fachfunktion für die erste Kette die Einführung von Schußfadenenden für Schußfäden der oberen oder unteren Lage in das Fach der unteren bzw. oberen Lage und im Zuge einer zweiten Fachfunktion für die obere bzw. untere Lage eine Abstimmung der Fachbildung der Schaftwebmaschine zu ermöglichen.
10. Webmaschinenanordnung für die Herstellung eines schlauchförmigen Erzeugnisses, z. B. von Formdraht, das obere und untere Lagen und Umschlagbereiche umfaßt, wobei Schußfäden durch von Kettfäden gebildete Fächer geführt werden können, dadurch ge­ kennzeichnet, daß Schußfadenenden der oberen und unteren Lage von abgeschnittenen Schußfadenenden, die im Webmuster aufeinander folgen, mit Hilfe von gesonderten Zu­ sammenfügefäden, die aus dem gleichen Material wie die Schußfäden bestehen, miteinan­ der verbunden werden, daß die Zusammenfügefäden mit Hilfe besagter die Fadenenden steuernder Elemente gemeinsam mit den Schußfadenenden der Schußfäden geführt wer­ den können, wobei die ersten Enden besagter Zusammenfügefäden gemeinsam mit den Fadenenden der abgeschnittenen Schlußfäden der oberen Lage und zweite Enden dersel­ ben gemeinsam mit den Fadenenden der abgeschnittenen Schußfäden der unteren Lage angeordnet werden können und die Zusammenfügefäden mit gleichmäßiger und einheitli­ cher Fadenspannung um (einen) äußere(n) Kettfaden/fäden herum verlaufen.
11. Verfahren zur Anwendung in einer Webmaschinenanordnung für ein schlauchförmiges Erzeugnis, das obere und untere Lagen umfaßt, die mittels eines Zusammenfügebereiches oder Umschlagbereiches zusammengefügt werden können und die mit Hilfe von Schuß- und Kettfäden gefertigt werden, wobei die Schußfäden durch von den Kettfäden gebildete Fä­ cher geführt werden können, dadurch gekennzeichnet, daß in Längsrichtung der Schußfä­ den ein Zusammenfügebereich angeordnet ist, der sich in die obere und untere Lage hinein erstreckt, und daß ein Schußfadenende, das zur unteren oder oberen Lage gehört, durch die Fadenenden steuernde Elemente um den äußeren Kettfaden oder die äußeren Kettfäden herum, in das Fach für die obere bzw. untere Lage hinein und bis zur Austrittsposition zwi­ schen Kettfadenpaaren im jeweiligen Zusammenfügebereich hin geführt wird.
12. Vorrichtung zur Verwendung in einer Webmaschinenanordnung für ein schlauchförmi­ ges Erzeugnis, das obere und untere Lagen umfaßt, die mittels eines Zusammenfügeberei­ ches oder eines Umschlagbereiches zusammengefügt werden können und die mit Hilfe von Schuß- und Kettfäden gefertigt werden, wobei die Schußfäden durch von den Kettfäden ge­ bildete Fächer geführt werden können, dadurch gekennzeichnet, daß sich in Längsrichtung der Schußfäden ein Zusammenfügebereich in die obere und untere Lage hinein erstreckt und daß ein Schußfadenende, das zur unteren oder oberen Lage gehört, durch die Fade­ nenden steuernde Elemente um den äußeren Kettfaden oder die äußeren Kettfäden herum, in das Fach für die obere bzw. untere Lage hinein und bis zu Austrittspositionen zwischen Kettfadenpaaren im jeweiligen Zusammenfügebereich hin geführt werden kann.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schußfaden, der zur oberen bzw. unteren Lage gehört, mit Hilfe der zweiten Fachfunktion, die entsprechend der Musterung einstellbar ist, über besagtes Kettfadenpaar austreten kann.
14. Verfahren, das mittels einer Webmaschinenanordnung, die eine Schaftwebmaschi­ ne (27) umfaßt, die Herstellung eines Schlauchgewebes ermöglicht, das obere und untere Gewebe (Tuche, Filze, Drähte etc.) umfaßt, die durch einen Umschlag miteinander verbun­ den sind, wobei besagtes Gewebe mit Hilfe der Webmaschinenanordnung gewebt wird, die mit ersten Kettfäden (10) und Schußfäden (8) arbeitet, wobei der jeweilige Schußfäden quer zu den Kettfäden in ein von den Kettfäden gebildetes Fach (27e) eingetragen und an seinen Enden (8a, 8b) abgeschnitten wird, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine zusätzli­ che, der Schaftwebmaschine beigestellte Maschine (26) eine Anzahl von zweiten Kettfäden (11 und 12) liefert, die in Verbindung mit den, jedoch außerhalb der oder neben den ersten Kettfäden (10) der Schaftwebmaschine befindlich sind, daß die zweiten Kettfäden (11 und 12) zur Bildung von Fächern für die Schußfäden individuell und getrennt von den ersten Kettfäden mit Hilfe von Steuerungen der jeweiligen zusätzlichen Maschine betätigt werden, daß mittels der zweiten Kettfäden zumindest ein Umschlagbereich (11 oder 12) gebildet wird, der sich von der Kante (23) des Umschlags in Richtung der Schußfäden in das jeweili­ ge Material hinein erstreckt, und daß mittels besagter Steuerungen erreicht wird, daß die Schließstellen der Schußfäden über den Umschlagbereich verteilt angeordnet sind.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei zusätzlichen Ma­ schinen (26', 26'') mit zugehörigen zweiten Kettfäden (11'''', 12') jeweils zu einer Seite der Schaftwebmaschine (27') befindlich sind.
16. Vorrichtung zur Verwendung in einer Schaftwebmaschine (27'), die eine Webmaschi­ nenanordnung zum Weben von oberen und unteren Gewebe (Filze, Drähte, Tuche etc.) umfaßt, die mit Hilfe von Umschlägen miteinander verbunden werden und mit Hilfe der Webmaschinenanordnung hergestellt werden können, wobei besagte Vorrichtung mit ersten Kettfäden (10') und Schußfäden (8) arbeitet und wobei der jeweilige Schußfaden quer zu den Kettfäden in ein von den Kettfäden gebildetes Fach (27e) eingetragen und an seinen Enden (8a, 8b) abgeschnitten und verbunden werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine zusätzliche Maschine in oder neben der Schaftwebmaschine angeordnet ist und zweite Kettfäden (11 und 12) liefert, die außerhalb der ersten Kettfäden angeordnet sind, daß die jeweilige zusätzliche Maschine individuell und getrennt von den ersten Kettfä­ den auf die zweiten Kettfäden einwirkt, um mit diesen Fächer für die Schußfäden zu bilden, daß besagte zweite Schußfäden Teil eines Umschlagbereiches (22) sind, der sich in Längs­ richtung der Schußfäden in das jeweilige Gewebe hinein erstreckt, daß besagte zusätzliche Maschine so gestaltet ist, daß sie mittels (einer) Steuerung(en) betätigt werden kann, durch welche die zusätzliche Maschine mittels ihrer Fächer unterschiedliche Schließstellen (25, 26) für die Fadenenden der abgeschnittenen Schußfäden im Umschlagbereich (22) festlegt.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß zu beiden Seiten der Kette der Schaftwebmaschine eine zusätzliche Maschine befindlich ist, um jeweils die äuße­ ren Kettfäden in dieser zu liefern und zwei Umschlagbereiche (22) im Gewebe zu bilden, das, im zusammengefügten Zustand, ein Schlauchgewebe (1) bildet.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweilige, die Kettfäden steuernde zusätzliche Maschine eine Musterwebmaschine in der Art einer Jacquardmaschine umfaßt, die ein Muster der Schließstellen (24, 25) der Schußfäden im jeweiligen Umschlagbereich bildet.
19. Vorrichtung nach Anspruch 16, 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Schließ­ stellen im jeweiligen Umschlagbereich mit Hilfe von programmgesteuerter Ausrüstung (42, 43) gewählt werden, die die Schließstellen (24, 25) nach dem Zufallsprinzip über den jeweili­ gen Umschlagbereich verteilt und/oder mit langen Serien arbeitet, so daß in Längsrichtung der Schußfäden nebeneinanderliegende Schließstellen vermieden oder gut verteilt werden.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweilige Musterwebmaschine mit einer Anzahl von Garnträgern (28, 29, 30) arbeitet, die Kettfäden verschiedener Qualität tragen, und daß dem jeweiligen Garnträger seine eigene Meßdose (30a) zur Ermittlung der im System realisierten Fadenspannung zugeordnet ist.
21. Anwendung bezüglich einer Schaftwebmaschine (27'), mit der obere und untere Ge­ webe unter Verwendung von ersten Kettfäden (9') und Schußfäden, die durch von den Kett­ fäden gebildete Fächer gezogen und an ihren jeweiligen Enden abgeschnitten werden kön­ nen, hergestellt werden können, dadurch gekennzeichnet, daß eine Musterwebmaschine, z. B. eine Jacquardmaschine (26'), verwendet wird, um zweite Kettfäden (11'''') zu liefern, die sich außerhalb der ersten Kettfäden (10') befinden und für die Schußfäden ein Fach bilden, welches das Fach der Schaftwebmaschine ergänzt, um einen Umschlagbereich (22) zu er­ zielen, der sich in Richtung der Schußfäden in das jeweilige Gewebe hinein erstreckt, und daß die Musterwebmaschine (26') ebenfalls dazu verwendet wird, ein Muster für die Schließ­ stellen (24, 25) der Schußfäden zu bilden, bei dem diese, im Hinblick auf die Erzielung einer hochfesten Verbindung im Umschlagbereich, gegeneinander versetzt angeordnet sind.
22. Anwendung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß ein Element, das die Enden der Schußfäden oder die Enden der Zusammenfügefäden steuert, verwendet wird, um die Fadenenden der Schußfäden des oberen Gewebes um (einen) äußere(n) Kettfa­ den/fäden herum, in ein für die Schußfäden des unteren Gewebes gebildetes Fach hinein und bis zu Fadenendpositionen im unteren Gewebe zu führen, oder umgekehrt, und um die Enden von Zusammenfügefäden zu Positionen für die Schußfadenenden im oberen bzw. unteren Gewebe hin zu führen.
23. Schlauchgewebe, das in einer Webmaschinenanordnung mit Hilfe von Kett- und Schußfäden gefertigt wird, wobei besagtes Schlauchgewebe eine obere und eine untere Lage umfaßt, die mittels (eines) Zusammenfügebereiches/en oder Umschlagbereiches/en miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß sich der jeweilige Zusammenfü­ gebereich in Längsrichtung der Schußfäden erstreckt, daß einem ersten Schußfadenende eines ersten abgeschnittenen Schußfadens, der zur oberen oder unteren Lage gehört, und einem zweiten Schußfadenende eines abgeschnittenen zweiten Schußfadens, der zur unte­ ren bzw. oberen Lage gehört und dem ersten Schußfaden im Muster des Schlauchgewebes vorausgeht oder folgt, eine gemeinsame Austrittsposition oder in Längsrichtung der Schuß­ fäden aufeinander folgende Austrittspositionen zwischen ein und demselben oder-in Längs­ richtung der Schußfäden aufeinander folgenden Kettfadenpaar(en) im jeweiligen Zusam­ menfügebereich zugewiesen wird/werden, wobei besagte Kettfadenpaare als solche einen gemeinsamen Kettfaden haben können, und daß die Austrittspositionen der verschiedenen Schußfadenenden in der Richtung, in der sich der Zusammenfügebereich in Längsrichtung der Schußfäden erstreckt, verteilt angeordnet sind.
24. Schlauchgewebe nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Zusam­ menfügebereich entlang von Teilen der oberen und/oder unteren Lage in Längsrichtung der Schußfäden erstreckt und daß der jeweilige abgeschnittene Faden der oberen oder unteren Lage, dessen Fadenende einer Austrittsposition, die sich im Zusammenfügebereich der un­ teren bzw. oberen Lage befindet, zugeführt wird, um oder durch Kettfäden geführt und mög­ licherweise gefädelt wird, die sich außerhalb des betreffenden Kettfadenpaars befinden.
25. Schlauchgewebe nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, daß Schußfä­ den, die von der oberen oder unteren Lage zu Positionen in einem Zusammenfügebereich der unteren bzw. oberen Lage geführt werden, mit Zugspannungen gezogen werden, die eine gleichmäßige und einheitliche Spannung über (einem) äußere(n) Kettfaden/fäden erge­ ben.
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