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DE2126995A1 - Verfahren zur herstellung einer loesbaren nahtverbindung von gewebtem bahnfoermigem material sowie nach diesem verfahren hergestellte nahtverbindung - Google Patents

Verfahren zur herstellung einer loesbaren nahtverbindung von gewebtem bahnfoermigem material sowie nach diesem verfahren hergestellte nahtverbindung

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DE2126995A1
DE2126995A1 DE2126995A DE2126995A DE2126995A1 DE 2126995 A1 DE2126995 A1 DE 2126995A1 DE 2126995 A DE2126995 A DE 2126995A DE 2126995 A DE2126995 A DE 2126995A DE 2126995 A1 DE2126995 A1 DE 2126995A1
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Pohl & Co
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Pohl & Co
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    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F1/00Wet end of machines for making continuous webs of paper
    • D21F1/0027Screen-cloths
    • D21F1/0054Seams thereof
    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D15/00Woven fabrics characterised by the material, structure or properties of the fibres, filaments, yarns, threads or other warp or weft elements used
    • D03D15/50Woven fabrics characterised by the material, structure or properties of the fibres, filaments, yarns, threads or other warp or weft elements used characterised by the properties of the yarns or threads
    • D03D15/56Woven fabrics characterised by the material, structure or properties of the fibres, filaments, yarns, threads or other warp or weft elements used characterised by the properties of the yarns or threads elastic
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
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  • Paper (AREA)

Description

  • Beschreibung zu Patentanmeldung Verfahren zur Herstellungeiner lösbaren Nahtverbindung von gewebtem bahnförmigem Material sowie nach diesem Verfahren hergestellte Nahtverbindung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer lösbaren Nahtverbindung zum Endlosmachen von gewebtem bahnförmigem Material, insbesondere von Trockenfilzen und Sieben für die Papier- und Zellstoffindustrie, mit einem Steckdorn, welcher durch wechselweise an den beiden Enden des Materials vorgesehene Schlaufen hindurchgeführt wird. Die Erfindung betrifft ferner eine nach diesem Verfahren hergestellte Nahtverbindung.
  • In der Papier- und Zellstoffindustrie werden Trockenfllze und Siebe verwendet, die dazu dienen, den Wassergehalt einer Papierbahn herabzusetzen, wobei die in der Siebpartie einer Papiermaschine angeordneten Siebe den stark wasserhaltigen Papierbrei aufnehmen, der schließlich in Form einer Papierbahn über einen Pressenabschnitt in die Trockenpartie weitergeleitet wird. In der Trockenpartie der Papiermaschine wird die Papierbahn durch mitlaufende Siebe und Filze fest an'die Oberfläche von beheizten Trockenzylindern gepreßt und weiter getrocknet.
  • Es sind bereits endlose Trockenfilze und Siebe für die Papier-und Zellstoffindustrie bekannt, welche zunächst in Form von bahnförmigem Material hergestellt werden, das anschließend in bekannter Weise auf Spezialwebstühlen endlos gemacht wird.
  • Diese Filze und Siebe haben den Nachteil, daß für ihr Auswechseln in der Papiermaschine ein erheblicher Zeitaufwand erforderlich ist, zumal sie in der Regel um eine große Anzahl von verschiedenen Zylindern und Rollen heruingeführt werden müssen.
  • Man hat bereits erkannt, daß der Einbau bzw. das Auswechseln von Trockenfilzen und Sieben dadurch erheblich vereinfacht werden kann, daß diese erst nach ihrem Einsetzen in die Papiermaschine endlos gemacht werden. Dabei ist es möglich, die bahnförmigen Filze und Siebe in Längsrichtung um die einzelnen Zylinder und Rollen herumzuführen und danach die beiden Enden miteinander zu verbinden, was sehr viel leichter durchzuführen ist, als einen derartigen Filz oder~ein-derwrtiges Sieb in Achsrichtung der Zylinder oder Rollen auf diese aufzuschieben, insbesondere wenn man bedenkt, daß die hier infrage stehenden Filze und Siebe Breiten bis zu etwa zehn Metern haben.
  • Essind auch bereits einige Nahtverbindungen bekannt, die ein Endlosmachen-der Filze oder-Siebe innerhalb der Papiermaschine ermöglichen. So ist es beispielsweise aus der deutschen Patentschrift 1 251 105 bekannt, eine lösbare Nahtverbindung von Trockenfilzen dadurch herzustellen, daß nahe den Enden des bahnförmigen Materials eine schußfadenfreie Zone gebildet wird, in welche ein Dsenrechen oder eine Spirale eingeführt wird.
  • Bei Verwendung:-eines Ösenrechens wird -dessen Steg dadurch festgelegt, daß der jeweils über die schußfadenfreie Zone hinaus vorstehende Endbereich des bahnförmigen Materials um 1800 zurückgeschlagen wird und dabei den Steg einschließt. Die Endabschnitte werden anschließend in dieser zurückgeklappten Stellung vernäht.
  • Die auf -diese Weise an den beiden Enden des bahnförmigen Materials angeordneten Öbenrech-en werden dann kammförmig ineinandergeführt und durch-einen Ste'ckdorn festgelegt, welcher durch die ineinandergreifenden Teile der Ösen hindurchgesteckt wird.
  • Bei Verwendung einer Spirale anstelle eines Ösenrechens werden deren Windungen im Bereich der schußfadenfreien Zone zwischen den Kettfäden hindurchgesteckt. Bei dieser bekannten Nahtverbindung ist nachteilig, daß sich beiderseits der Verbindungsstelle aufgrund der zurückgeklappten Endabschnitte die Stärke des Trockenfilzes verdoppelt. Dies führt zu Druckmarkierungen auf der Papierbahn. Ferner wird durch die unterschiedliche Luftdurchlässigkeit bei sich ändernder Stärke des Trockenfilzes eine nicht gleichmäßige Trocknung der Papierbahn bewirkt. Darüber hinaus sind die bei der bekannten Verbindung aus Metall bestehenden Ösen oder Spiralen nicht ausreichend flexibel, so daß sie aufgrund-der herrschenden Drücke brechen können. Ferner ist bei Verwendung eines mit einem festen Steg'versehenen Ösenrechens nachteilig, daß der Steg dieses Rechens in Richtung quer zum Trockenfilz nicht ausreichend flexibel ist.
  • Darüber hinaus ist bereits eine lösbare Nahtverbindung für DrahtgewebebRnderl insbesondere für Papiermaschinensiebe, bekannt (deutsche Patentanmeldung D 12 347 VII/55d) bei der durch Zurückflechten der Kettendrahtenden in das Gewebe Ösen oder Schlaufen zum Einstecken eines Steckdorns gebildet werden. Die auf diese Weise an den beiden Enden des Drahtgewebes gebildeten Schlaufen lassen sich kammartig ineinander führen und in dieser Stellung durch einen Dorn sichern.
  • Bei dieser bekannten Nahtverbindung ist es nachteilig, daß ein Zurückflechten bei einem dichten und steifen Gewebe nicht durchführbar list, so daß eine derartige Nahtverbindung bei weitem nicht für alle erforderlichen Qualitäten von Trockenfilzen und Sieben infrage kommt.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, ein Verfahren zur Herstellung einer lösbaren Nahtverbindung zum Endlosmachen von gewebtem bahnförmigem Material insbesondere von Trockenfilzen und Sieben für die Papier- und Zellstoffindustrie, anzugeben und eine danach hergestellte Nahtverbindung zu schaffen, womit die Nachteile der bisher bekannten derartigen Nahtverbindungen vermieden werden und die für Trockenfilze und Siebe jeglicher Art verwendbar ist sowie Markierungen auf der Papierbahn vermeidet.
  • Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß beim Weben des bahnfdrmigen Materials die beiden Enden der in Längsrichtung desselben verlaufenden Kettfäden unverwebt belassen und mit einer Schar von sich quer zur Längsrichtung des Materials erstreckenden zusätzlichen Kettfäden in der Art von Schußfäden verwebt werden, wobei diese Kettfadenenden zumindest zum Teil um einen gleichsinnig zwischen den zusätzlichen Kettfäden angeordneten Dorn unter Bildung von Schlaufen herumgeführt werden.
  • Dieses Verfahren, das auf einem bisher zum Endlosmachen von Trockenfilzen und Sieben verwendeten Spezialwebstuhl durchgeführt werden kann, ermöglicht die Verwendung jedes beliebigen Fadenmaterials und gestattet darüber hinaus jede gewünschte Gewebebindung, wobei sich der gewünschte Verlauf der Kettfadenenden bei der Fachbildung ergibt.
  • Eine nach diesem Verfahren hergestellte Nahtverbindung weist keinen plötzlichen Anstieg der Dicke des bahnförmigen Materials auf, so daß auf diese Weise Markierungen auf der Papierbahn vermieden werden. Da diese Nahtverbindung praktisch keine unterschiedliche Luftdurchlässigkeit aufweist, wird eine gleichmäßige Trocknung der Papierbahn slchergestellt. Darüber hinaus ist die neue Nahtverbindung bei Verwendung eines flexiblen Steckdorns sowohl in Längs- als auch in Querrichtung ausreichend flexibel.
  • Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung können mehrere nebeneinander liegende Kettfadenenden des bahnförmigen Materials vor ihrem Verweben miteinander verzwirnt werden.
  • Auf diese Weise kann zum Beispiel die Abriebfestigkeit der den Steckdorn umgebenden Schlaufen erhöht werden.
  • Es entspricht einem weiteren Vorschlag der Erfindung, daß ein Kettfadenende oder gleichzeitig mehrere nebeneinander liegende Kettfadenenden des bahnförmigen Materials durch das jeweilige Webfach der zusätzlichen Kettfäden bis zu dem Dorn geführt und anschließend vor oder nach dem Anschlagen unmittelbar oder nach vorhergehender Umschlingung des Dorns in dem Webfach der zusätzlichen Kettfäden zurückgeführt sowie zumindest annähernd an der Stelle aus dem Webfach herausgeführt und abgetrennt wird, bis zu welcher sich ein oder mehrere unmittelbar von dem bahnförmigen Material kommende Kettfadenenden erstrecken.
  • Durch diese Art des Verwebens wird sichergestellt, daß im Bereich der Nahtverbindung keine Schwachstellen entstehen, da in jedem parallel zum Dorn verlaufenden Schnitt die gleiche Anzahl von Kettfäden des Grundgewebes angeordnet ist.
  • Die Erfindung sieht ferner vor, daß ein Teil der Kettfadenenden des bahnförmigen Materials an einer beliebigen Stelle des jeweiligen Webfaches der zusätzlichen Kettfäden aus diesem herausgeführt und abgetrennt wird, daß anstelle eines oder mehrer solcher Kettfadenenden annähernd an der gleichen Stelle mindestens ein Faden aus Fremdmaterial eingeführt und nach Umschlingung des Dorns vor oder nach dem Anschlagen in das Webfach der zusätzlichen Kettfäden zurückgeführt sowie zumindest annähernd an der Stelle des Webfaches aus diesem wieder herausgeführt und abgetrennt wird, bis zu welcher sich ein oder mehrere unmittelbar von dem bahnförmigen -Material kommende Kettfadenenden erstrecken.
  • Durch diese Verbindung wird es möglich, daß für die Bildung der Schlaufen ein besonders geeignetes Material Verwendung finden kann, welches z.B. bei ausreichender Flexibilität besonders verschleißfest ist.
  • Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung haben die Stellen, an denen die Enden der Kettfäden des bahnförmigen Materials sowie der Fäden aus Fremdmaterial aus dem jeweiligen Webfach herausgeführt und abgetrennt werden, zumindest teilweise unterschiedliche Abstände von dem Dorn, so daß ein kontinuierlicher Ubergang zu dem Fäden aus Fremdmaterial enthaltenden Bereich des bahnförmigen Materials gegeben ist.
  • Die Erfindung schlägt ferner vor, daß die Dicke des Materialgewebes in dem Bereich'-deF-zusätzlichen Kettfäden in Richtung auf den Steckdorn zunimmt.
  • Durch diese Ausbildung des:MateriQlgewebes wird eine Entlastung der grundsätzlich hoch belas;teten, den Dorn umgebenden Schlaufen erreicht, da die Schlaufennicht mehr aus der Materialbahn heraus vorstehenden und demzufolge beim Auflaufen auf Zylinder oder Rollen-nicht mehr schlagartig beansprucht werden. Ferner trägt diese kontinuierli-che-Verdi-ckung des Materialgewebes im Bereich der zusätzlichen Kettfäden weiter dazu bei, Markierungen auf der Papierbahn auszuschließen.
  • Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung haben die parallel zum Steckdorn verlaufenden zusätzlichen Kettfäden einen in Richtung auf den Steckdorn zunehmenden Durchmesser Dadurch wird erreicht, daß das Materialgewebe in Richtung auf den Steckdorn stärker wird, wodurch eine Entlastung der Schlaufen bewirkt und das Auftreten von Markierungen auf der Papierbahn vermieden wird.
  • Die Zunahme der Dike-desMaterialgewebes in Richtung auf den Steckdorn kann erfindungsgemäß auch dadurch bewirkt werden, daß die Zahl der Gewebelagen in Richtung auf den Steckdorn ansteigt.
  • Die Erfindung schlägt ferner vor, daß innerhalb des Bereichs der zusätzlichen Kettfäden die unmittelbar-dem Steckdorn benachbarten Teile des Materialgewebes9-dreilagig ausgebildet sind, während die sich daran anschließenden Teile des Materialgewebes eine zweilagige Ausbildung besitzen.
  • Im folgenden Teil der Beschreibung werden einige Ausführungsformen der Erfindung anhand einer Zeichnung beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 zwei miteinander zu verbindende, mit nicht verwebten Kettfadenenden versehene Enden eines bahnförmigen Materialgewebes, Fig. 2 die in Fig. 1 dargestellten Enden des bahnförmigen'Materialgewebes mit einer zwischen diesen Enden angeordneten Schar zusätzlicher Kettfäden, Fig. 3 eine Draufsicht auf eine Ausführungsform der neuen Nahtverbindung, Fig. 4 eine Draufsicht auf eine weitere, Fäden aus Fremdmaterial verwendende Ausführungsform der neuen Nahtverbindung, Fig. 5 eine quer zu den zusätzlichen Kettfäden verlaufende Schnittansicht der Nahtverbindung nach Fig. 3, Fig. 6 eine der Fig. 5 ähnliche Schnittansicht, bei welcher der Durchmesser der zusätzlichen Kettfäden in Richtung auf den Dorn zunimmt, und Fig. 7 eine quer zu den zusätzlichen Kettfäden verlaufende Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform der Nahtverbindung, bei welcher im Bereich der zusätzlichen Kettfäden ein zweilagiges in ein dreilagiges Gewebe übergeht.
  • In Fig. 1 sind die beiden Enden 1 und 2 eines bahnförmigen Materialgewebes für ein Trockensieb schematisch dargestellt, welches Kettfäden 3 und Schußfäden 4 in beliebiger Bindung aufweist. An beiden Enden des Materialgewebes sind die Enden 5 der Kettfäden 3 unverwebt belassen. Die Kettfadenenden 5 werden dem Webstuhl, auf dem das Materialgewebe hergestellt worden ist, geleese-sortiert entnommen.
  • In Fig. 2 ist eine Schar zusätzlicher Kettfäden 6 angedeutet, die von einem Spezialwebstuhl getragen wird, welcher bisher zum Endlosmachen von bahnförmigem Material Verwendung findet.
  • Mittig innerhalb der Schar der zusätzlichen Kettfäden 6 ist ein Dorn 7 vorgesehen, welcher in der Draufsicht auf die zusätzlichen Kettfäden 6 parallel zu diesen gerichtet ist.
  • Die beiden Enden 1 und 2 des Materialgewebes werden beiderseits der Schar der zuatzlichen Kettfäden 6 an dem Spezialwebstuhl angeordnet, wobei die Kettfadenenden 5 des Materialgewebes geleesesortiert verbleiben. In dieser Stellung verlaufen die zusätzlichen Kettfäden 6 parallel zu den Schußfäden 4 des Materialgewebes und quer zu den Kettfäden 3 desselben. Auf dem Spezialwebstuhl werden anschließend- die Kettfadenenden 5 in der Art von Schußfäden mit den zusätzlichen Kettfäden 6 verwebt.
  • Anhand der Fig. 3 wird nun die Herstellung einer Ausführungsform der neuen Nahtverbindung beschrieben. Diese Nahtverbindung ist durch Weben in Fig. 3 von unten nach oben entstanden. Zunächst wird das Ende 10 des in Fig. 3 zuunterst liegenden Kettfadens 11 durch das von den zusätzlichen Kettfäden 6 gebildete Webfach bis an den Dorn 7 hindurchgeführt. Anschließend wird das andere Ende 12 des gleichen Kettfadens 11 ebenfalls durch das Fach der zusätzlichen Kettfäden 6 bis zum-Dorn 7 geführt. Danach erfolgt das Anschlagen und die Bildung eines neuen Fachs. Das Ende 10 des Kettfadens 11 umschlingt den dem Dorn 7 unmittelbar benachbarten zusätzlichen Kettfaden 6a und wird in dem neugebildeten Webfach zurückgeführt und zwischen zwei beliebigen zusätzlichen Kettfäden 6 aus dem Webfach herausgeführt. Anschließend wird das Ende 13 des in Webrichtung folgenden Kettfadens 14 bis zu der Stelle in das Webfach eingeführt, an der das Ende 10 des Kettfadens 11 aus diesem Fach herausgeführt ist.
  • Auch das Ende 13 des Kettfadens 14 wird an dieser Stelle dem Webfach entnommen.
  • Das andere Ende 12 des Kettfadens 11 wird vor seiner Zurückführung in dem neugebildeten Webfach um den Dorn 7 herumgeschlungen und dann in dem Webfach über einen Teil desselben zurückgeführt und zwischen zwei beliebigen Kettfäden 6 dem Fach entnommen. Das Ende 15 des Kettfadens 14 wird anschließend an der gleichen Stelle des Webfaches aus diesem herausgeführt. Nun erfolgt das Anschlagen und die Bildung eines neuen Webfaches.
  • Bei Fortsetzung des Webvorgangs wird nun das Ende 16 des in Webrichtung folgenden Kettfadens 17 um den Dorn 7 herumgelegt, während das andere Ende 18 nicht den Dorn 7, sondern lediglich den diesem Dorn 7 unmittelbar benachbarten zusätzlichen Kettfaden 6b umschlingt. Danach erfolgt erneut die Bildung eines Webfaches und die Zurückführung der Enden 16 und 18 des Kettfadens 17 bis zu einer beliebigen Stelle des Webfaches.
  • In der beschriebenen Weise wird nun die neue Nahtverbindung über die gesamte Breite des Materialgewebes hergestellt, wobei der Dorn 7 stets wechselweise von einem Kettfadenende des Endes 1 oder des Endes 2 des Materialgewebes unter Bildung jeweils einer Schlaufe 19 umschlungen wird. Ist die. Nahtverbindung auf diese Weise hergestellt, so werden die über die Breite des Materialgewebes vorstehenden zusätzlichen Kettfäden 6 abgeschnitten, verschweißt und durch Vernähen gesichert. Ferner werden die aus dem Materialgewebe herausgeführten Fadenenden - abgeschnitten. Der Dorn 7 kann nun entfernt werden, so daß das Materialgewebe von dem Spezialwebstuhl abgenommen werden kann.
  • Es ist jederzeit möglich, die Enden 1 und 2 des Materialgewebes wieder miteinander zu verbinden, indem die durch Umschlingung des Dorns7 gebildeten Schlaufen 19 kammartig ineinandergefügt und durch einen flexiblen, nicht gezeigten Steckdorn miteinander verbunden werden.
  • Die in Fig. 4 dargestellte Nahtverbindung weist erhebliche Gemeinsamkeiten mit der Nahtverbindung nach Fig. 3 auf. Bei der in Fig. 4 ebenfalls von unten nach oben gewebten Nahtverbindung wird das Ende 26 des untersten Kettfadens 25 durch das Webfach hindurchgeführt und nach Umschlingung des dem Dorn 7 benachbarten zusätzlichen Kettfadens 6a in dem gleichen Webfach über einen Teil desselben zurückgeführt. Anschließend wird das Ende 28 des folgenden Kettfadens 29 in das Webfach eingeführt und diesem an der gleichen Stelle entnommen wie das Ende 26 des Kettfadens 25. Die beiden anderen Enden 27 und 30 der Kettfäden 25 und 29-werden dann in das bestehende Webfach eingeführt und zwischen zwei beliebigen zusätzlichen Kettfäden 6 aus diesem entnommen. An der gleichen Stelle wird ein aus einem Fremdmaterial bestehender Faden31 in das Webfach eingeführt 'und nach Umschlingung des Dorns 7 in dem gleichen Webfach bis zu derselben Stelle zurückgeführt. Anschließend erfolgt das Anschlagen. Nach Bildung eines neuen Webfaches wird in der gleichen Weise weiterverfahren, wobei allerdings ein den Dorn 7 umschlingender, eine Schlaufe 19 bildender Faden- 32 aus Fremdniaterial im Anschluß an das Ende 1 des Materialgewebes verwendet wird. Die Enden'der Kettfäden 33 und 34 werden im Anschluß an das Ende 2 des Materialgewebes ebenso verwebt, wie das vorstehend für die Enden 26 und 28 der Kettfäden 25 und 29 beschrieben worden ist.
  • Bei dieser Nahtverbindung wird der Dorn 7 von aus einem geeigneten Fremdmaterial bestehenden Schlaufen 19 umgeben, wobei die in Webrichtung aufeinanderfolgenden Schlaufen mit den verschiedenen Enden des Materialgewebes in Verbindung stehen.
  • Nach Fertigstéilung dieser Nahtverbindung werden die zusRzlichen Kettfäden 6 abgetrennt, verschweißt und durch Vernähen gesichert.
  • Ferner werden die aus dem Gewebe herausgeführten Fadenenden abgeschnitten.
  • Als Material für die Schlaufen bildenden Fäden 31 und 32 kann jedes beliebige, hinreichend verschleißfeste und flexible Material Verwendung finden.
  • In Fig. 5 ist eine quer zu den zusätzlichen Kettfäden 6 verlaufende Schnittansicht dargestellt, bei der alle verwendeten zusätzlichen Kettfäden gleichen Durchmesser haben. Diese Schnittansicht zeigt, daß bei einer Ausbildung der Nahtverbindung gemäß dieser Figur die den Steckdorn 33 umgebenden Schlaufen 19 aus dem Materialgewebe seitlich herausstehen-:und demzufolge einer starken Belastung ausgesetzt sind. Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 wird die Belastung der Schlaufen 19 dadurch herabgesetzt, daß drei verschiedene Stärken von zusätzlichen Kettfäden 6 verwendet werden, wobei die beiden rechts und links des Steckdorns 33 angeordneten zusätzlichen Kettfäden 6c nur einen geringfügig kleineren Durchmesser haben als der Steckdorn-33 selbst. Die sich nach beiden Seiten hin daran anschließenden beiden Kettfäden 6d haben einen Durchmesser, der ein wenig kleiner ist als der Durchmesser der zusätzlichen Kettfäden 6c. Die übrigen zusätzlichen Kettfäden 6e haben einen noch geringeren Durchmesser, welcher dem Durchmesser der Schußfäden 4 des Materialgewebes entsprechen kann.
  • Selbstverständlich ist es möglich, anstelle von drei verschiedenen Stärken von zusätzlichen Kettfäden mehr oder weniger voneinander abweichende Kettfadenstärken zu verwenden. Auch die Zahl der verwendeten zusätzlichen Kettfäden 6 eines bestimmten Durchmessers ist variabel.
  • Eine in Richtung auf den Steckdorn33 zunehmende Stärke des Materialgewebes im Bereich der zusätzlichen Kettfäden 6 kann auch dadurch bewirkt werden, daß das Materialgewebetim Bereich des Steckdorns 33 mehr Lagen erhält als in dem von dem Steckdorn 33 entfernten Bereich. Wie aus Fig. 7 ersichtlich ist, kann z.B.
  • ein zweilagiges Materialgewebe 35 durch Einfügung einer Zwischenlage 36 in ein dreilagiges Gewebe 37 von größerer Dicke umgewandelt werden, wobei drei übereinander angeordnete Lagen von zusätzlichen Kettfäden 6 vorgesehen sind.
  • Fig. 7 stellt den Verlauf von vier aufeinanderfolgenden-Kettfadenenden des Materialgewebes dar, die in vier aufeinanderfolgenden Webfächern in Bezug auf die zusätzlichen Kettfäden 6 als Schußfäden geführt werden. Die Bildung der Schlaufen 19 erfolgt dabei in der gleichenWeise wieodas vorstehend bereits beschrieben wurde.
  • In den zuvor beschriebenen Ausführungsformen der Nahtverbindung können die einzelnen Kettfadenenden 5 einzeln oder mehrere nebeneinanderliegende Kettfadenenden 5 gemeinsam verwebt werden, wobei ein Verzwirnen dieser Kettfadenenden möglich ist.

Claims (1)

  1. Ansprüche
    Verfahren zur Herstellung einer lösbaren Nahtverbindung zum Endlosmachen von gewebtem bahnförmigem Material, ins--besondere von Trockenfilzen und Sieben für die Papier- und Zellstoffindustrie, mit einem Steckdorn, welcher durch wechselweise an den beiden Enden des Materials vorgesehene SchBufn hindurchgeführt wird, d a d u r c h g e k e n nz e i-e h n e~t, daß beim Weben des bahnförmigen Materials die beiden Enden der in Längsrichtung desselben verlaufenden Kettfäden unverwebt belassen und mit einer Schar von sich quer zur Längsrichtung des Materials erstreckenden zusätzlichen Kettfäden in der Art von Schußfäden verwebt werden, wobei diese Kettfadenenden zumindest zum Teil um einen gleichsinnig zwischen den zusätzlichen Kettfäden angeordneten Dorn Unter Bildung von Schlaufen herumgeführt werden.
    2, Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere -nebeneinanderliegende Kettfadenenden des bahnförmigen Materials vor ihrem Verweben miteinander verzwirnt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeiohnety daß ein Kettfadenende oder gleichzeitig mehrere nebeneinanderliegende Kettfadenenden des bahnförmigen Materials durch das jeweilige Webfach der zusätzlichen Kettfäden bis zu dem Dorn geführt und anschließend vor oder nach dem Anschlagen unmittelbar oder nach vorhergehender Umschlingung des Dorns in das Webfach der zusätzlichen Kettfäden zurückgeführt sowie zumindest annähernd an der Stelle aus dem Webfach herausgeführt und abgetrennt wird, bis zu welcher sich ein oder mehrere unmittelbar von dem bahnförmigen Material kommende Eettfadenenden erstrecken.
    4. Verfahren nach Anspruch 1- oder 2, dadurch gekènnzeichnet, daß ein Teil der Kettfadenenden des bahnförmigen Materials an einer beliëbigen Stelle des jeweiligen Webfaches der zusätzlichen Kettfäden aus diesem herausgeführt und abgetrennt wird, daß anstelle einea oder mehrerer solcher Kettfadenenden annähernd an der gleichen Stelle mindestens ein Faden aus Fremdmaterial eingeführt und naoh Umsohlingung des Dorns vor oder nach dem Anschlagen in das Webfach der zusätzlichen Kettfäden zurückgeführt wird sowie zumindest annähernd an der Stelle des Webfaches aus diesem wieder herausgeführt und abgetrennt wird, bis zu welcher sich ein oder mehrere unmittelbar von dem bahnförmigen Material kommende Kettfadenenden erstrecken.
    5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellen, an denen die Enden der Kettfäden des bahnförmigen Materials sowie der Fäden aus Bremdmaterial aus dem jeweiligen Webfach herausgeführt und abgetrennt werden, zumindest teilweise unterschiedliche Abstände von dem Dorn haben.
    6. Nach dem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5 hergestellte Nahtverbindung, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke des Materialgewebes in-dem Bereich der zusätzlichen Kettfäden (6) in Richtung auf den Steckdorn (33) zunimmt.
    7. Nahtverbindung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die parallel zum Steckdorn (33) verlaufenden zusätzlichen Kettfäden (6) einen in Richtung auf den Steckdorn(33) zunehmenden Durchmesser haben.
    8. Nahtverbindung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahl der Gewebelagen in Richtung auf den Steckdorn (33) ansteigt.
    9. Nahtverbindung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Bereiches der zusätzlichen Kettfäden (6) die unmittelbar dem Steckdorn (33) benachbarten eile des-Materialgewebes dreilagig ausgebildet sind und die sich daran anschließenden Teile des Materialgewebes zweilagige Ausbildung besitzen.
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