DE19928691A1 - Airbagentfaltungssystem und Verfahren zur Überwachung desselben - Google Patents
Airbagentfaltungssystem und Verfahren zur Überwachung desselbenInfo
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Abstract
Ein Airbagentfaltungssystem (20) enthält ein Programmschaltwerk (21), eine Gaspumpe (23) und einen Gaspumpensensor (24). Der Gaspumpensensor (24) ist zu der Gaspumpe (23) benachbart und überwacht die Zündung der Gaspumpe (23). Der Gaspumpensensor (24) überwacht die Zündung einer Zündladung (36) der Gaspumpe (23). Der Gaspumpensensor (24) überträgt ein Gaspumpenzündungssignal an das Programmschaltwerk (21), wenn die Zündladung (36) der Gaspumpe (23) aktiviert wurde. In Abwesenheit des Gaspumpenzündungssignals wird ein Reservezündsignal von dem Programmschaltwerk (21) generiert und zu einer Reservezündladung (37) übertragen.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich im allgemeinen auf
Automobilsicherheitssysteme und insbesondere auf Airbagent
faltungssysteme.
Airbagentfaltungssysteme für Kraftfahrzeuge verwenden norma
lerweise eine Gaspumpe, um den Airbag (Luftsack) aufzublasen
und zu entfalten. Herkömmliche Gaspumpen enthalten typi
scherweise ein pyrotechnisches Material. Beim Abbrennen
erzeugt das pyrotechnische Material ein nicht-toxisches Gas,
welches benutzt wird, um den Airbag aufzublasen. Einige
Gaspumpen nutzen ein unter Druck gesetztes Gas, um den Airbag
aufzupumpen.
Die Gaspumpen werden durch Initiatoren aktiviert. Initiatoren
werden auch als Zündladung oder Zünder bezeichnet.
Initiatoren sind Geräte, welche bei der Aktivierung das pyro
technische Material der Gaspumpe zünden, um so ein Gas zu
erzeugen. Im Fall einer Druckgaspumpe wird ein Projektil
durch eine Membran getrieben, wenn der Initiator aktiviert
ist, um das unter Druck stehende Gas der Gaspumpe frei zu
geben.
In heutigen Airbagsystemen wird die Zündung der Gaspumpe
bestätigt durch die Überwachung der Bedingung der Gaspumpen
steuerschaltung, die an die Zündladung der Gaspumpe geschal
tet ist. Frühere Verfahren zur indirekten Bestimmung, ob eine
Gaspumpe aktiviert ist, enthalten die Bestimmung, ob ein
Steuerschalter der Steuerschaltung geschlossen ist, unter
Messung des zu der Zündladung gelieferten Stroms oder der
Messung des spezifischen Widerstands der Zündladung. Diese
indirekten Verfahren gehen davon aus, daß ein Blindgänger
oder eine Fehlzündung bei der Zündladung nicht auftreten und
bestimmen nicht direkt, ob ein Gaspumpenfehler aufgetreten
ist.
Die versehentliche Zündung der Gaspumpe ist ein potentielles
Problem in einigen Airbagsystemen, welches darin resultieren
kann, daß ein Airbag unabsichtlich entfaltet wird. Dies kann
durch eine elektrostatische Entladungsenergie oder Funkfre
quenzsignale (RF) hervorgerufen werden, wie beispielsweise
Signale von einem Radar oder von Hochleistungsfunksendern.
Diese Art von Energie kann zu der Zündladung übertragen
werden und das pyrotechnische Material der Zündladung verse
hentlich auf seine Entzündungstemperatur erwärmen.
Demgemäß würde es vorteilhaft sein, ein Airbagentfaltungssystem
und ein Verfahren zu besitzen, welches eine versehentli
che Airbagentfaltung verhindert. Es würde weiterhin vorteil
haft sein, ein System und ein Verfahren zur direkten Bestim
mung eines Gaspumpenfehlers zu besitzen und damit alternative
Sicherheitseinrichtungen im Fall eines Gaspumpenfehlers zu
aktivieren.
Fig. 1 ist ein Blockdiagramm eines Abschnitts eines Airbag
entfaltungssystems gemäß einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 stellt teils in Blockform und teils in schematischen
Form einen Abschnitt eines Airbagentfaltungssystems
gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung dar; und
Fig. 3 stellt teils in Blockform und teils in schematischer
Form einen Abschnitt eines Airbagentfaltungssystems
gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung dar.
Im allgemeinen liefert die vorliegende Erfindung ein Airbag
entfaltungssystem und ein Verfahren zu Überwachung des
Airbagentfaltungssystems. Das Airbagentfaltungssystem enthält
eine Gaspumpe zum Aufpumpen und Entfalten eines Airbag.
Zusätzlich enthält das Airbagentfaltungssystem einen Gaspum
pensensor zur Überwachung der Gaspumpe, um zu bestimmen, ob
der Airbag entfaltet ist. Insbesondere überwacht der Gaspum
pensensor die Aktivierung eines Initiators der Gaspumpe, um
direkt zu bestimmen, ob die Gaspumpe aktiviert oder gezündet
ist. Dies wird erreicht durch die Überwachung entweder des
Zündungsgebiets der Gaspumpe oder der Oberfläche des Initia
tors. Wenn die Aktivierung der Gaspumpe fehlgeschlagen ist,
dann kann eine alternative Sicherheitseinrichtung, wie
beispielsweise eine Reservegaspumpe gezündet werden, um den
Airbag zu entfalten.
Fig. 1 ist ein Blockdiagramm eines Abschnitts eines Airbag
entfaltungssystems 10 gemäß einer ersten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung. Im allgemeinen enthält das System 10
eine Steuerschaltung 11, einen Unfallsensor 12, der an die
Steuerschaltung 11 geschaltet ist, eine Gaspumpe 13, die an
die Steuerschaltung 11 geschaltet ist, und einen Gaspumpen
sensor 14, der an die Gaspumpe 13 und an die Steuerschaltung
11 geschaltet ist. Insbesondere hat die Steuerschaltung 11
einen Unfalleingang, der zu einem Ausgang des Unfallsensors
12 geschaltet ist, einen Sensoreingang, der zu einem Ausgang
des Gaspumpensensors 14 geschaltet ist, und einen Ausgang der
zu einem Zündeingang der Gaspumpe 13 geschaltet ist. Die
Gaspumpe 13 hat einen Aktivierungsausgang, der an einen
Fühlereingang des Gaspumpensensors 14 geschaltet ist.
Während des Betriebs wird das Airbagentfaltungssystem 10
beispielsweise in einem Kraftfahrzeug benutzt, um einen
Airbag im Fall eines Unfalls zu entfalten. Geeignete Arten
von Sensoren für den Unfallsensor 12 umfassen Annäherungs
sensoren, Beschleunigungsmesser, Drucksensoren, optische
Sensoren oder dergleichen. Der Unfallsensor 12 ermittelt
einen Unfall durch Abtastung oder Messung der Verzögerung des
Fahrzeugs und sendet ein Unfallsignal an die Steuerschaltung
11. Die Steuerschaltung 11 sendet ein Zündsignal an die
Gaspumpe 13 in Reaktion auf das vom Unfallsensor 12 empfan
gene Unfallsignal. Die Gaspumpe 13 wird aktiviert oder gezün
det, wenn sie das Zündsignal von der Steuerschaltung 11
empfängt. In einem Beispiel wird die Gaspumpe 13 durch das
Abbrennen eines pyrotechnischen Materials (nicht gezeigt)
aktiviert, um so ein Gas für das Aufblasen eines Airbag
(nicht gezeigt) zu erzeugen. Der Gaspumpensensor 14 überwacht
die Gaspumpe 13. Ausdrücklich überwacht der Gaspumpensensor
14 die Aktivierung der Gaspumpe 13, um direkt zu bestimmen,
ob die Gaspumpe 13 aktiviert oder gezündet wurde. Dies wird
durch Überwachung entweder der Zündkammer (nicht gezeigt) der
Gaspumpe oder der Oberfläche (nicht gezeigt) der Gaspumpe 13
verwirklicht. Der Gaspumpensensor 14 erzeugt ein Zündungsab
tastsignal, wenn er die Aktivierung der Gaspumpe 13 abtastet.
In diesem Beispiel sendet der Gaspumpensensor 14 das
Zündungsabtastsignal zu der Steuerschaltung 11. Bei Abwesen
heit des Zündungsabtastsignals von dem Gaspumpensensor 14,
d. h. wenn das Zündungsabtastsignal nicht empfangen wird,
sendet die Steuerschaltung 11 ein Reservezündsignal an die
Gaspumpe 13, um die Gaspumpe 13 zu aktivieren.
Geeignete Geräte für die Steuerschaltung 11 umfassen ein
Programmschaltwerk, einen Mikroprozessor oder dergleichen.
Geeignete Geräte für den Gaspumpensensor 14 umfassen ein
Mikrophon, eine Wärmesensor, einen Licht- oder optischen
Sensor, einen Drucksensor, einen Beschleunigungsmesser, einen
Meßwandler oder dergleichen. Diese Arten von Geräten können
benutzt werden, um die Gaspumpe 13 zu überwachen und zu
bestimmen, ob die Gaspumpe 13 aktiviert wurde. Wenn zum
Beispiel ein pyrotechnisches Material abgebrannt wird, wird
Wärme erzeugt und diese kann von einem Wärmesensor abgetastet
werden, der an die Oberfläche der Gaspumpe 13 gekoppelt ist.
Alternativ kann ein Lichtsensor benutzt werden, um das durch
das Abbrennen des pyrotechnischen Materials erzeugte Licht
abzutasten. In anderen Beispielen wird eine Schallwelle von
der Zündkammer der Gaspumpe 13 erzeugt, wenn die Gaspumpe 13
aktiviert wird, und diese wird durch ein Mikrophon abgeta
stet. Wenn die Gaspumpe 13 ein unter Druck stehendes Gas
benutzt, um den Airbag aufzublasen, wird ein Drucksensor
benutzt, um die Änderung im atmosphärischen Druck der Zünd
kammer der Gaspumpe 13 oder des Gasausgangs der Gaspumpe 13
zu messen. Obwohl der Ausgang des Gaspumpensensors 14 in
einer an die Steuerschaltung 11 geschalteten Weise darge
stellt ist, ist dies keine Begrenzung der vorliegenden Erfin
dung. Der Ausgang des Gaspumpensensors 14 kann an eine
Gaspumpe 13 geschaltet sein, zur Aktivierung der Gaspumpe 13
oder der Ausgang kann an eine alternative Sicherheitsein
richtung gekoppelt sein, wie beispielsweise eine Reservegas
pumpe, für den Fall einer Fehlzündung durch die Gaspumpe 13.
Fig. 2 stellt teilweise in Blockform und teilweise in schema
tischer Form einen Abschnitt eines Airbagentfaltungssystems
20 gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung dar. Das System 20 umfaßt ein Programmschaltwerk
21, einen Unfallsensor 22, der an das Programmschaltwerk 21
geschaltet ist, eine Gaspumpe 23, die an das Programmschalt
werk 21 geschaltet, und einen Gaspumpensensor 24, der zu der
Gaspumpe 23 benachbart und an das Programmschaltwerk 21
geschaltet ist.
Eine Querschnittsansicht der Gaspumpe 23 ist in Fig. 2
gezeigt. Die Gaspumpe 23 hat eine Oberfläche 26, eine Viel
zahl von Wänden 31, 32, 33 und 34, eine mit der Wand 34
verbundene Zündladung 36, eine mit der Wand 32 verbundene
Zündladung 37 und eine in der Wand 31 angeordnete Öffnung 38.
Die Wände 31, 32, 33 und 34 wirken zusammen, um ein Zünderge
biet 41 zu bilden. Obwohl es nicht gezeigt ist, ist es dem
Fachmann bewußt, daß das Gebiet 41 mit einem sekundären pyro
technischen Material gefüllt ist. Die Zündladung 36 hat
Seitenwände 46, ein aufreißbares hermetisches Siegel 47 an
einem Ende der Seitenwände 46 und ein primäres pyrotechni
sches Material 48 innerhalb der Seitenwände 46. Zusätzlich
hat die Zündladung 36 Anschlüsse 51 und 52 und einen Draht 53
mit niedrigem Widerstand mit einem ersten Anschluß, der an
den Anschluß 51 geschaltet ist, und einem zweiten Anschluß,
der an den Anschluß 52 geschaltet ist. In ähnlicher Weise hat
die Zündladung 37 Seitenwände 56, ein aufreißbares hermeti
sches Siegel 57 an einem Ende der Seitenwände und ein primä
res pyrotechnisches Material 58 innerhalb der Seitenwände 56.
Zusätzlich hat die Zündladung 37 Anschlüsse 61, 62 und einen
Draht 63 mit niedrigem Widerstand mit einem ersten Anschluß,
der an den Anschluß 61 geschaltet ist, und einem zweiten
Anschluß, der an den Anschluß 62 geschaltet ist. Die
Anschlüsse 52 und 62 sind zum Empfang einer Leistungsversor
gungsspannung oder einer Quelle des Betriebspotentials, zum
Beispiel Massepotential, gekoppelt.
Nun wird auf den Gaspumpensensor 24 Bezug genommen, der zum
Beispiel ein Mikrophon sein kann, welches an die Oberfläche
26 der Gaspumpe 23 gekoppelt ist. Das Mikrophon 24 wandelt
die akustische Energie in elektrische Energie um. Das Mikro
phon 24 hat eine Eingangsoberfläche 66, die akustisch an die
Oberfläche 26 gekoppelt ist, und einen Ausgang, der an das
Programmschaltwerk 21 geschaltet ist. Mit anderen Worten, das
Mikrophon 24 ist an die Oberfläche 26 der Gaspumpe 23 gekop
pelt, zur Abtastung akustischer Energie an der Oberfläche 26.
Das Programmschaltwerk 21 hat einen Unfalleingang, der an
einen Ausgang des Unfallsensors 22 geschaltet ist, einen
Gaspumpensensoreingang, der an den Ausgang des Mikrophons 24
geschaltet ist, einen ersten Zündausgang, der an den Anschluß
51 der Zündladung 36 geschaltet ist, und einen zweiten
Zündausgang, der an den Anschluß 61 der Zündladung 37
geschaltet ist.
Der Unfallsensor 22 ermittelt einen Unfall und sendet ein
Unfallsignal an den Unfalleingang des Programmschaltwerks 21.
Das Programmschaltwerk 21 sendet ein erstes Zündsignal an den
Anschluß 51 der Zündladung 36, in Reaktion auf das von dem
Unfallsensor 22 empfangene Unfallsignal. Während des normalen
Betriebs wird die Zündladung 36 gezündet, wenn sie das erste
Zündsignal vom Programmschaltwerk 21 empfängt. Wenn das erste
Zündsignal über den Draht 53 geleitet wird, wird Wärme
erzeugt und dies ruft die Zündung und das Abbrennen des pyro
technischen Materials 48 hervor. Während des Abbrennens des
pyrotechnischen Materials 48 wird das Siegel 47 aufgerissen,
und dies zündet das sekundäre pyrotechnische Material (nicht
gezeigt), welches nachfolgend ein Gas erzeugt, das durch das
Gebiet 41 und die Öffnung 38 strömt, zum Aufblasen eines
Airbag (nicht gezeigt) . Das Mikrophon 24 überwacht die Ober
fläche 26 akustisch und tastet akustische Energie ab, die
durch die Zündung der Zündladung 36 erzeugt wird. Zum
Beispiel tastet das Mikrophon 24 die von dem Gas erzeugten
Schallwellen ab, welches gebildet wird, wenn die Gaspumpe 23
gezündet wird. Das Mikrophon 24 erzeugt ein Zündungsabtast
signal wenn die Gaspumpe 23 gezündet wird. Es sollte ange
merkt werden, daß das von dem Mikrophon 24 erzeugte Zündungs
abtastsignal auch als das Gaspumpenzündungssignal oder das
Zündladungszündungssignal bezeichnet wird. Das Zündungsab
tastsignal wir dann vom Ausgang des Mikrophons 24 zu dem
Zündungssensoreingang des Programmschaltwerks 21 übertragen
und zeigt an, daß die Zündladung 36 richtig gezündet wurde.
Während eines Fehlers der Zündladung 36, d. h. wenn die Zünd
ladung 36 über den Empfang des ersten Zündsignals vom
Programmschaltwerk 21 nicht gezündet wird, tastet das Mikro
fon 24 keine akustische Energie ab und erzeugt kein Zündungs
abtastsignal. Die Abwesenheit des Zündungsabtastsignals vom
Mikrofon 24, d. h. wenn das Zündungsabtastsignal vom Programm
schaltwerk 21 nicht empfangen wird, zeigt an, daß die Zündla
dung 36 fehlerhaft ist oder fehlgezündet wurde. Das Programm
schaltwerk 21 erzeugt ein zweites Zündsignal, wenn das
Zündungsabtastsignal nicht empfangen wurde, und überträgt das
zweite Zündsignal zum Anschluß 61 der Zündladung 37. Die
Zündladung 37 wird gezündet, wenn sie das zweite Zündsignal
vom Programmschaltwerk 21 empfängt und durchleitet. Wenn das
zweite Zündsignal durch den Draht 63 geleitet wird, wird
Wärme erzeugt und dies ruft die Zündung und das Abbrennen des
pyrotechnischen Materials 58 hervor. Während des Abbrennens
des pyrotechnischen Materials 58 wird das Siegel 57 aufgeris
sen und zündet das sekundäre pyrotechnische Material (nicht
gezeigt), welches nachfolgend ein Gas erzeugt, das durch das
Gebiet 41 und durch die Öffnung 38 strömt, zum Aufblasen des
Airbag. Das Mikrofon 24 tastet die von der gezündeten Zünd
ladung 37 erzeugte akustische Energie ab und erzeugt ein
Zündungsabtastsignal, welches von dem Ausgang des Mikrofons
24 zu dem Zündungssensoreingang des Programmschaltwerks 21
übertragen wird. Wenn alternativ die Zündladung 36 in Reak
tion auf das erste Zündsignal nicht gezündet wird, kann das
Programmschaltwerk 21 versuchen, die Zündladung 36 durch
Übertragung des zweiten Zündsignals an den Anschluß 51 der
Zündladung 36 zu aktivieren. Zusätzlich kann das Programm
schaltwerk 21 versuchen, eine alternative Sicherheitseinrich
tung, wie beispielsweise eine Reservegaspumpe (nicht gezeigt)
zu zünden. Es sollte angemerkt werden, daß das zweite Zünd
signal auch als ein Reservezündsignal bezeichnet werden kann
und daß die Zündladung 37 auch als eine Reservezündladung
bezeichnet werden kann.
Obwohl der Gaspumpensensor 24 als ein Mikrofon beschrieben
wurde, ist dies keine Begrenzung der vorliegenden Erfindung.
Alternativ kann der Gaspumpensensor 24 ein Wärmesensor sein,
welcher thermisch an die Oberfläche 26 der Gaspumpe 23 gekop
pelt ist. Mit anderen Worten, der Gaspumpensensor 24 ist an
die Oberfläche der Gaspumpe 23 gekoppelt, zum Abtasten von
Wärmeenergie an der Oberfläche 26. Wenn zum Beispiel die
Zündladung 36 gezündet ist, erzeugt das Abbrennen von pyro
technischem Material 48 und von dem zusätzlichen pyrotechni
schen Material (nicht gezeigt) Wärme, welche an die Oberflä
che 26 der Gaspumpe 28 übertragen wird.
Fig. 3 stellt teilweise in Blockform und teilweise in schema
tischer Form einen Abschnitt eines Airbagentfaltungssystems
90 gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung dar. Im allgemeinen umfaßt das System 90 eine Steu
erschaltung 91, einen Unfallsensor 92, Laser 93 und 94 und
einen Gaspumpensensor 96, wobei der Unfallsensor 92, die
Laser 93 und 94 und der Gaspumpensensor 96 jeweils an die
Steuerschaltung 91 geschaltet sind. Zusätzlich umfaßt das
System 90 eine Gaspumpe 97, wobei die Laser 93 und 94 und der
Gaspumpensensor 96 jeweils benachbart zur Gaspumpe 97 sind.
Insbesondere hat die Steuerschaltung 91 einen Unfalleingang,
der an einen Ausgang des Unfallsensors 92 geschaltet ist,
einen Gaspumpensensoreingang, der an einen Ausgang des
Gaspumpensensors 96 geschaltet ist, einen ersten Zündungsaus
gang, der an einen Eingang des Lasers 93 geschaltet ist, und
einen zweiten Zündungsausgang, der an einen Eingang des
Lasers 94 geschaltet ist.
Eine Querschnittsansicht der Gaspumpe 97 ist in Fig. 3
gezeigt. Die Gaspumpe 97 hat eine Vielzahl von Wänden 101,
102, 103 und 104, eine mit der Wand 104 verbundene Zündladung
106, eine mit der Wand 102 verbundene Zündladung 107 und eine
in der Wand 101 angeordnete Öffnung 108. Zusätzlich hat die
Gaspumpe 97 ein in der Wand 104 angeordnetes optisches
Fenster 111 und ein in der Wand 102 angeordnetes optisches
Fenster 112. Die Wände 101, 102, 103 und 104 wirken zusammen,
um eine Zündkammer 113 zu bilden. Obwohl es nicht gezeigt
ist, wird es dem Fachmann bewußt sein, daß die Kammer 113 mit
einem zusätzlichen pyrotechnischen Material gefüllt ist. Die
Zündladung 106 hat ein Zündplättchen 116 und ein primäres
pyrotechnisches Material 119, welches mit einem Abschnitt des
Zündplättchens 116 verbunden ist. In ähnlicher Weise hat die
Zündladung 107 ein Zündplättchen 118 und ein primäres pyro
technisches Material 119, welches mit einem Abschnitt des
Zündplättchens 118 verbunden ist.
Nun wird Bezug auf den Gaspumpensensor 96 genommen, welcher
zum Beispiel ein Lichtsensor sein kann, der einen Sensorein
gang (gekennzeichnet durch einen Pfeil 126), einen an den
Gaspumpensensoreingang der Steuerschaltung 91 geschalteten
Ausgang und einen Vorspannungseingang hat, der zum Empfang
einer Quelle des Betriebspotentials, zum Beispiel VCC, gekop
pelt ist. Der Lichtsensor 96 kann Photodioden, Phototransi
storen, Photozellen oder dergleichen umfassen. In diesem
Beispiel ist der Lichtsensor 96 als eine Photodiode darge
stellt. Der Lichtsensor 96 wandelt Lichtenergie in elektri
sche Energie um und ist optisch an das optische Fenster 111
gekoppelt. Mit anderen Worten, der Lichtsensor 96 ist benach
bart am optischen Fenster 111 angeordnet, so daß Strahlung
von der Zündkammer 113 zu dem Lichtsensor 96 geleitet wird.
Deshalb kann zum Abtasten von Licht (gekennzeichnet durch
einen Pfeil 129), das von der Zündkammer 113 gesendet wird,
der Lichtsensor 96 das optische Fenster 111 kontaktieren oder
der Lichtsensor 96 kann von dem optischen Fenster 111 beab
standet sein. Zusätzlich kann der Lichtsensor 96 optisch über
eine optische Faser (nicht gezeigt) an das optische Fenster
111 gekoppelt sein. In dieser Ausführungsform ist die Photo
diode 96 von dem optischen Fenster 111 beabstandet. Die
Photodiode 96 moduliert ihren Strom basierend auf dem Betrag
des eintreffenden Lichts, welches an ihrem Sensoreingang 126
empfangen wird. Die Photodiode 96 generiert ein Zündungsab
tastsignal, wenn sie Licht von der Zündkammer 113 abtastet.
Die Laser 93 und 94 generieren Lichtstrahlen (entsprechend
gekennzeichnet durch die Pfeile 136 und 137). Das optische
Fenster 111 ist bei der Frequenz des Lichts zum Zünden des
pyrotechnischen Materials 117 transparent, welche die
Frequenz des Lichtstrahles 136 ist. In ähnlicher Weise ist
das optische Fenster 112 bei der Frequenz des Lichts zum
Zünden des pyrotechnischen Materials 119 transparent, welches
die Frequenz des Lichtstrahles 137 ist.
Im Betrieb ermittelt der Unfallsensor 92 einen Unfall und
überträgt ein Unfallsignal an den Unfalleingang der Steuer
schaltung 91. Die Steuerschaltung 91 überträgt ein erstes
Zündsignal zum Laser 93 in Reaktion auf das vom Unfallsensor
92 empfangene Unfallsignal. Der Laser 93 generiert den Licht
strahl 136 in Reaktion auf das erste Zündsignal von der Steu
erschaltung 91. Der Lichtstrahl 136 wird vom Ausgang (gekenn
zeichnet durch einen Pfeil 141) des Lasers 93 zum pyrotechni
schen Material 117 durch das optische Fenster 111 gesendet.
Während des normalen Betriebs wird die Zündladung 106 gezün
det, wenn der Lichtstrahl 136 das pyrotechnische Material 117
kontaktiert und zündet. Während des Abbrennens des pyrotech
nischen Materials 117 wird das sekundäre pyrotechnische Mate
rial (nicht gezeigt) in der Kammer 113 gezündet, welches
nachfolgend ein Gas erzeugt, das von der Zündkammer 113 durch
die Öffnung 108 strömt und den Airbag (nicht gezeigt)
aufbläst. Der Lichtsensor 96 überwacht optisch die Zündkammer
113 und tastet die Lichtenergie ab, die durch die Zündung der
Zündladung 106 erzeugt wird. Zusätzlich generiert der Licht
sensor 96 ein Zündungsabtastsignal, welches von dem Ausgang
des Lichtsensors 96 zu dem Gaspumpensensoreingang der Steu
erschaltung 91 übertragen wird. Das Zündungsabtastsignal
zeigt an, daß die Zündladung 106 richtig gezündet wurde.
Im Falle eines Fehlers, beispielsweise wenn die Zündladung
106 in Reaktion auf die Übertragung eines ersten Zündsignals
zum Laser 93 durch die Steuerschaltung 91 nicht gezündet
wird, tastet der Lichtsensor 96 keine Lichtenergie ab und
generiert kein Zündungsabtastsignal. Die Abwesenheit des
Zündungsabtastsignals vom Lichtsensor 96, d. h. wenn das
Zündungsabtastsignal von der Steuerschaltung 91 nicht empfan
gen wird, zeigt an, daß die Zündladung 106 fehlerhaft ist
oder fehlgezündet wurde. Die Steuerschaltung 91 generiert ein
zweites Zündsignal, wenn das Zündungsabtastsignal nicht
empfangen wurde, und sendet ein Zündsignal zu dem Eingang des
Lasers 94. Der Laser 94 generiert den Lichtstrahl 137 in
Reaktion auf das zweite Zündsignal von der Steuerschaltung
91. Der Lichtstrahl 137 wird von dem Ausgang (gekennzeichnet
durch einen Pfeil 142) des Lasers 94 zu dem pyrotechnischen
Material 119 durch das optische Fenster 112 gesendet. Die
Zündladung 107 wird gezündet, wenn der Lichtstrahl 137 das
pyrotechnische Material 119 kontaktiert und zündet. Während
des Abbrennens des pyrotechnischen Materials 119 wird das
sekundäre pyrotechnische Material (nicht gezeigt in der
Kammer 113 gezündet, welches nachfolgend Gas erzeugt, das von
der Zündkammer 113 durch die Öffnung 108 strömt, zum Aufbla
sen des Airbag. Der Lichtsensor 96 tastet die Lichtenergie
ab, die durch die Zündung der Zündladung 107 erzeugt wird,
und generiert ein Zündungsabtastsignal. Dieses Signal wird
von dem Ausgang des Lichtsensors 96 zu dem Gaspumpensen
soreingang der Steuerschaltung 91 übertragen und zeigt an,
daß die Zündladung 107 richtig gezündet wurde. Wenn die Zünd
ladung 106 in Reaktion auf das erste Zündsignal nicht gezün
det wurde, dann kann die Steuerschaltung 91 alternativ versu
chen, die Zündladung 106 durch Übertragung des zweiten Zünd
signals zum Laser 93 zu aktivieren.
Obwohl es nicht gezeigt ist, kann der Laser 93 ein Halblei
terlaser sein und kann mit dem Lichtsensor 96 integriert
sein, um ein integriertes Halbleiterbauelement zu bilden. Die
Zündladungen 106 und 107 sind elektrisch von externer elek
trostatischer Entladungsenergie und von Funkfrequenzsignalen
(RF) isoliert, wodurch die ungewollte Zündung der Zündladun
gen 106 und 107 verhindert wird.
Um ungewollte Zündladungszündungen durch anderes Licht als
das der Lichtstrahlen 136 und 137 zu verhindern, können die
optischen Fenster 111 und 112 für Licht mit vorherbestimmten
Frequenzen transparent und für anderes Licht undurchlässig
ausgelegt sein. Weiterhin kann das optische Fenster 111 durch
zwei optische Fenster ersetzt werden, wobei ein Fenster für
die Frequenz der Lichtenergie transparent ist, die durch die
Zündung der Zündladungen 106 und 107 erzeugt wird, und das
andere Fenster für die Frequenz der Lichtstrahlen 136 und 137
transparent ist.
Es sollte nun verstanden worden sein, daß ein Airbagentfal
tungssystem und ein Verfahren zur Überwachung des Airbagent
faltungssystems bereitgestellt wurden. Ein Vorteil eines
optisch basierten Systems ist, daß es ungewollte Gaspumpen
zündungen verhindert, die von elektrostatischer Entladungs
energie hervorgerufen werden. Ein anderer Vorteil der vorlie
genden Erfindung ist, daß sie ein System und Verfahren für
die direkte Überwachung der Gaspumpe und die Ermittlung von
Gaspumpenfehlern bereitstellt. Weiterhin liefert die vorlie
gende Erfindung ein System und Verfahren zur Aktivierung
alternativer Sicherheitseinrichtungen im Falle eines Gaspum
penfehlers. Zusätzlich ist die vorliegende Erfindung mit
Mehrfachpegel-Airbagentfaltungssystemen kompatibel, die
Gaspumpen mit mehreren Zündladungen haben.
Claims (10)
1. Airbagentfaltungssystem (90), gekennzeichnet durch:
- - eine Gaspumpe (97); und
- - einen Gaspumpensensor (96), der an die Gaspumpe (97) gekoppelt ist.
2. Airbagentfaltungssystem (90) nach Anspruch 1, weiter
umfassend:
- - einen Laser (93), der benachbart zur Gaspumpe (97) ist; und
- - eine Steuerschaltung (91), die an den Laser (93) gekop pelt ist.
3. Airbagentfaltungssystem nach Anspruch 1, wobei der Gaspum
pensensor (96) eine Photodiode ist.
4. Airbagentfaltungssystem (90) nach Anspruch 1, wobei die
Gaspumpe (97) eine Wand (104) hat und weiter umfaßt
- - eine Zündladung (106), die an die Wand (104) der Gaspumpe (97) gekoppelt ist; und
- - ein optisches Fenster (111) in der Wand (104) der Gaspumpe (97).
5. Verfahren zur Überwachung eines Airbagsystems (90),
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
- - senden eines Zündsignals an eine Gaspumpe (97) des Airbagsystems (90); und
- - Überwachung der Gaspumpe (97).
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei der Schritt der Überwa
chung der Gaspumpe (97) die Überwachung eines Zündgebiets
(113) der Gaspumpe (97) umfaßt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei der Schritt der Überwa
chung des Zündgebiets (113) der Gaspumpe (97) die optische
Überwachung des Zündgebiets (113) der Gaspumpe (97)
umfaßt.
8. Verfahren nach Anspruch 5, weiter die folgenden Schritte
umfassend:
- - Benutzung eines Gaspumpensensors (96) des Airbagsystems (90), um ein Zündsignal zu generieren;
- - Aktivierung einer Zündladung (106) der Gaspumpe (97), wenn das Zündsignal von der Gaspumpe (97) empfangen wird; und
- - Senden eines Reservezündsignals an die Gaspumpe (97) bei Abwesenheit des Zündsignals von dem Gaspumpensensor (96).
9. Verfahren zur Überwachung eines Airbagentfaltungssystems
(90), gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
- - Senden eines ersten Zündsignals an eine Gaspumpe (97) des Airbagentfaltungssystems (90); und
- - Generierung eines zweiten Zündsignals in Abwesenheit eines Gaspumpenzündsignals.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei der Schritt der Gene
rierung eines zweiten Zündsignals in Abwesenheit eines
Gaspumpenzündsignals die folgenden Schritte umfaßt:
- - optische Überwachung eines Zündgebiets (113) der Gaspumpe (97); und
- - Generierung des Gaspumpenzündsignals, wenn eine Zündla dung (106) der Gaspumpe (97) in Reaktion auf das erste Zündsignal aktiviert wurde.
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