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DE60306111T2 - Verfahren, vorrichtung und system zur verhinderung unbeabsichtigter entfaltung einer fahrzeug oder flugzeug sicherheitsvorrichtung - Google Patents

Verfahren, vorrichtung und system zur verhinderung unbeabsichtigter entfaltung einer fahrzeug oder flugzeug sicherheitsvorrichtung Download PDF

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DE60306111T2
DE60306111T2 DE60306111T DE60306111T DE60306111T2 DE 60306111 T2 DE60306111 T2 DE 60306111T2 DE 60306111 T DE60306111 T DE 60306111T DE 60306111 T DE60306111 T DE 60306111T DE 60306111 T2 DE60306111 T2 DE 60306111T2
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Germany
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Ronald Eduard PLANTINGA
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PLANTINGA EDUARD
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R21/00Arrangements or fittings on vehicles for protecting or preventing injuries to occupants or pedestrians in case of accidents or other traffic risks
    • B60R21/01Electrical circuits for triggering passive safety arrangements, e.g. airbags, safety belt tighteners, in case of vehicle accidents or impending vehicle accidents
    • B60R21/017Electrical circuits for triggering passive safety arrangements, e.g. airbags, safety belt tighteners, in case of vehicle accidents or impending vehicle accidents including arrangements for providing electric power to safety arrangements or their actuating means, e.g. to pyrotechnic fuses or electro-mechanic valves

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Air Bags (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

  • Eine steigende Anzahl und Vielfalt von Sicherheitsvorrichtungen, die eine Explosivladung umfassen, und Passagierschutzelementen wie etwa Airbags, Gurtstraffer, aktive Kopfstützen und Überrollbügel, Pedalprotektoren und andere Vorrichtungen (nachstehend als „Sicherheitsvorrichtungen" bezeichnet) werden in Kraftfahrzeugen, Flugzeugen und schnellen Booten verwendet. Die Explosivladung wird gezündet und detoniert in Reaktion auf unfalltypische Zustände, die durch Sensoren wahrgenommen werden, und sind dazu gedacht, die Insassen eines Fahrzeugs gegen den Aufprall eines Zusammenstosses oder eines anderen ernsthaften Unfalls zu schützen, üblicherweise durch Beschränken einer Bewegung des Passagiers relativ zu dem Verkehrsmittel oder Fahrzeug, aber in manchen Fällen auf andere Arten, wie etwa durch Wegbewegen potentiell gefährlicher Hindernisse, wie etwa Pedalen, aus dem Weg der Passagiere. Ein Beispiel solch eines Systems ist in US Patent Nr. 6 052 634 offenbart, welches den Oberbegriff von Anspruch 7 offenbart.
  • Generell haben solche Sicherheitsvorrichtungen die Sicherheit von Insassen stark erhöht. Wenn keines oder nicht alle der Sicherheitsvorrichtungen nach einem Unfall ausgelöst wurden, können sie in einem instabilen Zustand verbleiben und auf eine verzögerte oder unbeabsichtigte Weise detonieren. Dies stellt für Opfer, die in einem Verkehrsmittel eingeschlossen wurden, eine Gefahr dar. Außerdem, wenn Hilfe von außerhalb notwendig ist, um Insassen zu befreien, und besonders, wenn Teile eines Fahrzeugs weggeschnitten werden müssen, besteht die Gefahr eines Kurzschließens oder eines anderweitigen Aktivierens von Sicherheitsvorrichtungen, was deren unbeabsichtigte Detonation verursacht. Dies hat unter Rettungskräften ernste Verletzungen und sogar Todesfälle verursacht. Die vorliegenden aktiven Sicherheitsvorrichtungen stellen auch während einer Wartung und einer Reparatur eines Verkehrsmittels oder Fahrzeugs eine Gefahr dar. Verkehrsmittel können bis zu 20 dieser potentiell explosiven Vorrichtungen enthalten, und es ist nicht praktikabel und manchmal unmöglich, diese alle zu deaktivieren. Ein Abklemmen der Hauptbatterie des Verkehrsmittels stellt keinen vollständigen Schutz bereit und wird andere (Computer-)Systeme stören.
  • Die deutsche Patentanmeldung 197 47 708 beschreibt ein System, das erlaubt, Sicherheitsvorrichtungen nach einem Unfall durch Betreiben destruktiver Schalter oder durch Durchtrennen von Energieleitungen oder Signalleitungen, die in einem speziellen Fenster sichtbar sind, außer Kraft zu setzen. Eine Deaktivierung durch dieses System erfordert geschultes Rettungspersonal, das mit dem System vertraut ist, um den Betriebsbereich von einer oder mehreren der Sicherheitsvorrichtungen zu betreten. Die Sicherheitsvorrichtungen werden nicht immer durch das System gesichert sein, weil viele der Vorrichtungen eine unabhängige Energiequelle besitzen, welche ihnen erlaubt auszulösen, auch wenn sie von einer externen Energiequelle abgeklemmt sind. In diesem Fall wird ein Durchtrennen der Energieleitungen die Sicherheitsvorrichtungen nicht entschärfen. Zusätzlich kann das System unzuverlässig werden, wenn Signalleitungen durch einen Unfall beschädigt wurden, weil es von Verbindungen zwischen den Sicherheitsvorrichtungen und einer zentralen Steuerungseinheit abhängig ist.
  • Es ist auch beschrieben, verbleibende Sicherheitsvorrichtungen zu deaktivieren, wenn eine von diesen aktiviert wurde. Sie deaktivieren sich jedoch nicht automatisch, wenn keiner der Airbags ausgelöst wurde, was möglicherweise alle Sicherheitsvorrichtungen instabil verbleiben lässt und eine mögliche Bedrohung für Passagiere und Rettungskräfte darstellt, Rettungspersonal und Wartungspersonal können sich nicht voll auf dieses System verlassen. Das System kann nicht während dem Verlauf einer normalen Wartung aktiviert werden, weil es einen bleibenden Schaden verursacht.
  • Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine sehr verlässliche Lösung bereitzustellen, die automatisch verhindert, dass explosiv geladene Sicherheitsvorrichtungen in Situationen, in denen das Risiko eines ungewollten und gefährlichen Auslösens solcher Sicherheitsvorrichtungen erhöht ist, auslösen, wie etwa während Rettungsoperationen wie nach einem Unfall oder wenn an dem Verkehrsmittel oder dem Fahrzeug gearbeitet wird.
  • Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch Bereitstellen einer Sicherheitsvorrichtung erreicht, die gemäß dem Verfahren nach Anspruch 1 arbeitet. Die Erfindung stellt weiter eine Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 7, ein Passagierschutzsystem nach Anspruch 16 und ein Sicherheitssystem nach Anspruch 17 bereit, die speziell für eine Verwendung bei dem Verfahren nach Anspruch 1 angepasst sind.
  • Besondere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen dargelegt.
  • Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass ein brauchbares Auslösen von Sicherheitsvorrichtungen nur angegeben wird, wenn sich ein Verkehrsmittel oder Fahrzeug in einem Betriebszustand befindet, in welchem ein Risiko eines Unfalls mit Passagieren an Bord besteht, wie etwa während es sich bewegt und/oder unter Motorenergie steht, oder zumindest bis zu einer kurzen Zeit nachdem ein Unfallzustand wahrgenommen wurde und in einer kurzen Dauer danach.
  • Gemäß einem gegenwärtig bevorzugten Ausführungsbeispiel ist eine Aktivierung von Sicherheitsvorrichtungen von einem laufenden Motor abhängig: es macht Sicherheitsvorrichtungen nach Starten des Motors automatisch scharf und es entschärft diese eine kurze Zeit nach Stoppen oder Abschalten des Motors. Nach einem ernsthaften Unfall, wird der Motor von selbst oder ausgelöst durch Sensoren stoppen, wonach alle verbleibenden Sicherheitsvorrichtungen automatisch entschärft und gesperrt werden. Eine automatische Kraftstoffabschaltung wird ebenso den Motor stoppen. Nach einem geringeren Aufprall und während einer Wartung, wird der Motor manuell abgeschaltet, wonach auch die Sicherheitsvorrichtungen entschärft werden. Das verzögerte Entschärfen der Sicherheitsvorrichtungen kann auch abhängig von dem Zum-Stehen-kommen eines Verkehrsmittels oder Fahrzeugs oder direkt abhängig von dem Erkennen des Unfallzustands gemacht werden.
  • Wenn die Sicherheitsvorrichtungen automatisch scharfgemacht und entschärft werden, kann das Scharfmachen nicht vergessen werden und können sie ohne Autorisierung oder unbeabsichtigterweise nicht (leicht) deaktiviert werden. Ein unnormaler Zustand der Sicherheitsvorrichtungen kann an der Instrumententafel angegeben werden, z.B. durch eine Anzeigelampe.
  • Viele Sicherheitsvorrichtungen umfassen einen Kondensator für die Speicherung von Energie, was ein Auslösen der Sicherheitsvorrichtung ermöglicht, auch wenn sie von der Hauptenergieversorgung eines Verkehrsmittels oder Fahrzeugs abgeklemmt ist. Bei solch einer Sicherheitsvorrichtung kann ein Entschärfen z.B. dadurch erreicht werden, dass ein Aufladen des Kondensators nur nach dem Starten des Motors eines Verkehrsmittels oder Fahrzeugs und während der Motor läuft erlaubt ist. Nach dem Anhalten des Motors wird das Aufladen dieses Kondensators gesperrt. Eine vorbestimmte Zeit, nachdem der Motor angehalten wurde, entlädt die Entschärfungselektronik den Kondensator vollständig. Zur etwa gleichen Zeit werden Schalter betrieben, die verursachen, dass die Zünder von der Zündsteuerungsschaltung isoliert werden und die Zünder kurzgeschlossen werden, wobei die Zündung effektiv elektrisch gesperrt wird.
  • Diese Schalter sind vorzugsweise vom im Normalzustand abgeklemmten Typ und ein Kurzschluss ist vorzugsweise unmittelbar an den Zündern angeordnet oder in diesen integriert. Vorzugsweise kann nur ein aktiv moduliertes Signal (z.B. ein Wechselstrom) diese Schalter umschalten und die Zündung entsperren. Die Schalter können von einer intelligenten Art sein, die eine Zeitsteuerungsfunktion umfasst, die die Schalter kurz nach Aktivieren durch das modulierte Signal umschaltet und diese selbst automatisch mit einer Verzögerung (z.B. ungefähr 2 Minuten) zurücksetzt, nachdem das modulierte Signal stoppt. Diese Schalter, deren Betrieb ein moduliertes Signal erfordert, machen Zündungen, die von der Zündsteuerungsschaltung unabhängig sind, zu einer sicheren Option. In gesperrter Position, können die Zündungen nicht unbeabsichtigt aktiviert werden, nicht einmal durch einen Kurzschluss nach einem Unfall oder durch ein fehlerhaftes Signal von der Zündsteuerungsschaltung. Sogar die zufällige Aktivierung eines Sensors während einer Wartung oder Entsorgung kann die Explosiv- oder pyrotechnischen Ladungen nicht aktiveren. Vorzugsweise ist für jede Zündung ein Kurzschlussschalter bereitgestellt. Kurz nachdem das Laufen des Motors stoppt können die Explosivladungen von Sicherheitsvorrichtungen nicht aktiviert werden und werden diese automatisch und sicher gesperrt, bis der Motor wieder zu laufen beginnt.
  • Die Energieversorgung in dem Zündungskondensator kann als eine Energieversorgung für die Elektronik der Entschärfungsschaltung selbst verwendet werden. Wenn kein solcher Kondensator verfügbar ist, kann ein dedizierter Kondensator bereitgestellt werden, um die Entschärfungsschaltung zu versorgen und seine Zeitgeber und Steuerungsschaltungen von der Hauptenergieversorgung für eine kurze Zeit, aber lange genug zum sicheren Entschärfen und Sperren aller Sicherheitsvorrichtungen, wenn angegeben, unabhängig zu halten.
  • In der Praxis sind z.B. 2 Minuten nach dem Anhalten des Motors eine geeignete Zeit, um die Sicherheitsvorrichtungen automatisch zu entschärfen: bei einem ernsthaften Zusammenstoß gibt dies genug Zeit, um zweite Aufpralle aufgrund hoher Geschwindigkeit oder wegen Kettenkollisionen zu berücksichtigen. Wenn Insassen nicht selbständig herauskommen können, dauert es üblicherweise mehr als 2 Minuten bis sie von Rettungsleuten erreicht werden. Sie werden den Gefahrenbereich nur betreten, nachdem die Sicherheitsvorrichtungen (automatisch) entschärft wurden. Während einer Wartung eines Verkehrsmittels oder Fahrzeugs sind 2 Minuten eine akzeptable Zeit für Sicherheitsvorrichtungen um entschärft zu werden. Es kann auch vorgesehen werden, dass das Entschärfen nach einer kürzeren Verzögerung oder sogar augenblicklich nach einem Wartungs-Entschärfungssignal auftritt.
  • Das Entschärfen kann durch ein kurzes Tonsignal signalisiert werden. Sogar Sicherheitsvorrichtungen, die von einem Verkehrsmittel oder Fahrzeug entfernt wurden, von welchen bekannt ist, dass sie hin und wieder unerwarteterweise auslösen, werden sicherer: wegen der Abwesenheit eines Signals eines laufenden Motors, wird der Schalter die Sicherheitsvorrichtung automatisch entschärfen und sperren. Die Verzögerungszeit des Entschärfungssystems kann, wenn erwünscht, auf eine kürzere Zeit oder bei hohen Geschwindigkeiten auf eine längere Zeit eingestellt werden. Erfahrung oder ein Gesetz können andere Verzögerungszeiten vorschreiben, wobei das Wichtige ist, dass der vorgeschlagene Weg des Entschärfens komplette Sicherheit gibt, dass alle explosiv geladenen Sicherheitsvorrichtungen entschärft sind, nachdem eine vorbestimmte Zeit nach dem Ende des Betriebszustandes, in welchem deren scharfgemachter Zustand erwünscht ist, beendet ist.
  • Die Angabe z.B. eines laufenden Motors kann auf verschiedene Weisen ermittelt werden. Eine Eingabe kann über eine getrennte Datenleitung von dem Motorverwaltungssystem stattfinden. Alternativ kann die Pulsation auf der Hauptenergieleitung, die durch den Generator oder die Zündung verursacht wird, durch einen getrennten Detektor oder durch einen Detektor, der in der Sicherheitsvorrichtung oder in einer Sicherheitsvorrichtungssteuerungseinheit zum Erkennen eines laufenden Motor enthalten ist, erkannt werden. Ebenso kann eine einfache Empfängerschaltung (z.B. eine abgestimmte Schaltung) verwendet werden, um entfernt eine hohe Frequenz oder ein Lichtsignal zu erkennen, das absichtlich übertragen wird, solange der Motor läuft. Dies macht ein getrenntes Signalkabel überflüssig und ist besonders bei beweglichen Teilen nützlich, wie einem Lenkrad. Das Wichtige ist das Erkennen eines laufenden Motors oder einer anderen Angabe des Betriebszustandes, der zum Erlauben einer Detonation der Sicherheitsvorrichtungen erforderlich ist. Zur Wartung und Entsorgung kann ein dedizierter Schalter in den Motorraum eingepasst werden, um das Signal eines laufenden Motors zu unterbrechen, um alle Sicherheitsvorrichtungen sogar nach einem Starten des Motors entschärft und gesperrt zu halten. Ein Versäumen des Zurücksetzens dieses Schalters wird vorzugsweise durch ein markantes Warnlicht auf der Instrumententafel angegeben.
  • 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitssystems, das eine Sicherheitsvorrichtung gemäß der Erfindung umfasst.
  • Eine Sicherheitsvorrichtung 17 besitzt eine Energieverbindung 1 zu einer externen Energieversorgung und eine zurückgehende Energieleitung 2 zu der Hauptbatterie des Verkehrsmittels. Das System besitzt eine unabhängige interne Energieversorgung 3, z.B. den Zündkondensator, um eine angemessene Zeit eines einwandfreien Funktionierens zu gewährleisten, auch wenn es von der Hauptenergieversorgung abgeklemmt ist. Ein Ladegerät 11 zum Aufladen des Kondensators 3 ist in der Vorrichtung 17 enthalten. Die Zündung der Sicherheitsvorrichtungen umfasst eine Steuerung und Zündsteuerungsschaltung 4 und Zünder 5 zum Zünden der Sprengstoffe 6. Die Zünder sind mit der Zündsteuerungsschaltung 4 verbunden und werden durch diese betrieben, zum Steuern der Zünder 5 der Explosivladungen 6, um die Passagierschutzelemente 7 wenn angegeben auszulösen. Diese können die gleichen sein, wie in kommerziell verfügbaren Sicherheitsvorrichtungen.
  • Die Entschärfungssteuerung 8 ist über einen Datenbus 10 und einen Eingangsport 9 verbunden, um ihre Eingabe bezüglich Geschwindigkeit und Motorfunktion von einem Detektor 15 des laufenden Motors und einem Verkehrsmittelgeschwindigkeitssignalerzeuger 16 zu erhalten, um eine optimale Reaktion auf die Umgebung zu erlauben. Andere Sicherheitsvorrichtungen 19, 20 sind mit dem gleichen Datenbus 9 verbunden. Beim Mangel einer Angabe eines laufenden Motors, wird das Ladegerät 11 des Zündkondensators 3 geblockt. Intelligente Schalter 12 sind mit der Steuerung/dem Controller 8 verbunden und sind zum Umschalten zwischen einer Position, die die Zündsteuerungsschaltung 4 und die Zünder 5 verbindet, und der gezeigten Position, in der die Kontakte von jedem der Zünder 5 kurzgeschlossen sind, verbunden. Nach einer geeigneten Verzögerung werden die intelligenten Schalter 12 betrieben, um die Zünder 5 von der Zündsteuerungsschaltung 4 zu trennen und um deren Verbindungen direkt an den Zündern 5 kurzzuschließen, und wird ein Entladegerät 13 zum Entladen des Kondensators 3 aktiviert. Das Sperren der Sicherheitsvorrichtung 17 kann durch ein kurzes Warnsignal 14 angegeben werden. Die Schalter 12 müssen vorzugsweise elektronisch und vom im Normalzustand offenen Typ sein, wobei ein aktives moduliertes Signal notwendig gemacht wird, um die Zündschaltung 4 mit den Zündern 5 zu verbinden.
  • Es wird für den Fachmann deutlich, dass innerhalb des Rahmens der vorliegenden Erfindungen viele Varianten vorstellbar sind. Zum Beispiel kann und wird ein aktives Passagiereinschränkungssystem oft eine Vielzahl von Sicherheitsvorrichtungen umfassen und kann ein Detektor zum Erkennen des Betriebszustands des Verkehrsmittels ein zentraler Detektor sein, oder kann jede Sicherheitsvorrichtung oder manche der Sicherheitsvorrichtungen mit einem zugehörigen Detektor versehen werden. Des Weiteren, wenn nicht besonders spezifiziert, können anstelle von einzelnen funktionalen Einheiten zwei oder mehrere solcher Einheiten bereitgestellt sein, welche in einer Zusammenarbeits-, Parallel- oder Unterstützungs-Beziehung arbeiten.

Claims (21)

  1. Verfahren zum Verhindern des unbeabsichtigten oder verzögerten Auslösens eines Passagierschutzelements (7) einer Sicherheitsvorrichtung (17, 20, 21) in einem Verkehrsmittel oder Fahrzeug, wobei die Sicherheitsvorrichtung eine Explosivladung (6) und einen Zünder (4, 5) zum Zünden der Explosivladung (6) aufweist, mit den folgenden Schritten: – Erkennen des Endes eines Betriebszustandes des Verkehrsmittels oder Fahrzeugs, und – automatisches Entschärfen der Zündung (4, 5) nach einer zeitlichen Verzögerung in Reaktion auf das Erkennen des Endes des Betriebszustandes des Verkehrsmittels oder Fahrzeugs.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, mit dem automatischen Scharfmachen der Zündung (4, 5) in Reaktion auf das Erkennen des Betriebszustands des Verkehrsmittels oder Fahrzeugs.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem das Verkehrsmittel oder Fahrzeug motorgetrieben ist und bei dem mindestens ein Merkmal des Betriebszustands ist, dass der Motor läuft.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem das Laufen des Motors durch das Erkennen der Generatorpulsation in der Stromversorgung erkannt wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, bei dem das Laufen des Motors durch Fernabtasten eines zweckbestimmten Signals erkannt wird, das erzeugt wird, wenn der Motor läuft.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner mit dem Erkennen der Geschwindigkeit des Verkehrsmittels oder Fahrzeugs und dem Bestimmen der Dauer der zeitlichen Verzögerung in Abhängigkeit von dem erkannten Signal.
  7. Sicherheitsvorrichtung für ein Verkehrsmittel oder Fahrzeug, mit: – einem Passagierschutzelement (7) zum Schutz eines Passagiers bei einem Unfall; – einer Explosivladung (6) zum Auslösen des Passagierschutzelements (7); – einer Zündung (4, 5) zum Zünden der Explosivladung (6), und – einer Entschärfungseinrichtung (8, 12, 9), dadurch gekennzeichnet, dass die Entschärfungseinrichtung (8, 12, 9) nach einer zeitlichen Verzögerung in Reaktion auf ein Signal, welches das Ende des Betriebszustands des Fahrzeugs angibt, die Zündung (4, 5) automatisch entschärft.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, bei der die Entschärfungseinrichtung (8, 12, 9) in der Lage ist, die Zündung (4, 5) in Reaktion auf das Erkennen des Signals, welches den Betriebszustand des Verkehrsmittels oder Fahrzeugs anzeigt, automatisch scharf zu machen.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 7, ferner mit einer Einrichtung zum Scharfmachen, welche die Zündung (4, 5) in Reaktion auf das Erkennen des Signals, welches den Betriebszustand des Verkehrsmittels oder Fahrzeugs anzeigt, automatisch scharf macht.
  10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, bei der die Entschärfungseinrichtung einen Eingangsport (9) zum Empfangen des Signals, welches den Betriebszustand des Verkehrsmittels oder Fahrzeugs anzeigt, einen mit dem Eingangsport (9) verbundenen Controller (8) und Entschärfungselemente (12) aufweist, und wobei der Eingangsport (9), der Controller (8) und die Entschärfungselemente (12) in der Vorrichtung (17) integriert sind.
  11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, bei der die Zündung eine Zündsteuerung (4) aufweist, die mit einem Zünder (5) zum Steuern des Zünders (5) verbunden ist, und wobei die Entschärfungseinrichtung einen Schalter (12) aufweist, der die Zündsteuerung (4) von dem Zünder (5) isoliert.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 11, bei welcher der mindestens eine Schalter (12) vom im Normalzustand offenen Typ aufweist, der nur bei Vorhandensein eines modulierten Aktivierungssignals, das den Normalbetriebszustand des Verkehrsmittels oder Fahrzeugs angibt, geschlossen ist, und der in der Lage ist, nach dem Wegfall des modulierten Aktivierungssignals zeitverzögert automatisch in den offenen Zustand zurückzukehren.
  13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 bis 10, bei der die Zündung einen Zünder (5) umfasst und wobei die Entschärfungseinrichtung einen Schalter (12) zum Kurzschließen des Zünders (5) aufweist.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 13, bei welcher der mindestens eine Schalter (12) zum Kurzschließen des Zünders (5) vom im Normalzustand offenen Typ ist, der nur bei Vorhandensein eines modulierten Aktivierungssignals, das den Normalbetriebszustand des Verkehrsmittels oder Fahrzeugs angibt, geschlossen ist, und der in der Lage ist, nach dem Wegfall des modulierten Aktivierungssignals zeitverzögert automatisch in den offenen Zustand zurückzukehren.
  15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, bei welcher der Schalter unmittelbar an den Zündern (5) der Explosivladungen (6) angeordnet oder in diesen integriert ist.
  16. Passagierschutzsystem mit mindestens einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 15.
  17. Sicherheitssystem zum Verhindern des unbeabsichtigten oder verzögerten Auslösens von Airbags (7), Gurtstraffern, aktiven Kopfstützen, aktiven Überrollbügeln, Pedalprotektoren und anderen Sicherheitsvorrichtungen in einem Verkehrsmittel oder Fahrzeug, welche explosive oder pyrotechnische Ladungen (6) verwenden, nach einem Unfall, wobei es sämtliche Sicherheitsvorrichtungen (17, 20, 21) in einem Verkehrsmittel oder Fahrzeug kurze Zeit nach dem Anhalten oder Abstellen des Motors dieses Verkehrsmittels oder Fahrzeugs entschärft und blockiert, wobei das Aktivieren und Scharfmachen der Sicherheitsvorrichtungen (17, 20, 21) nur erfolgt, nachdem das Sicherheitssystem einen laufenden Motor erkannt hat, wobei das Sicherheitssystem in den Zündschaltungen sämtlicher Sicherheitsvorrichtungen integriert ist, um diese Systeme von einem externen Sicherheitssystem oder Verbindungen mit einem externen Sicherheitssystem unabhängig zu machen.
  18. System nach Anspruch 16 oder 17, ferner mit einem Detektor (15) zum Erkennen des laufenden Motors des Verkehrsmittels oder Fahrzeugs durch Überwachen von durch den Generator induzierten Spannungsfluktuationen in der Stromversorgung.
  19. System nach Anspruch 18, bei dem der Detektor (15) zum Erzeugen eines Signals in Reaktion auf das Erkennen des laufenden Motors geeignet ist, und wobei ein Eingangsport (9) des Sicherheitssystems zum Empfangen des Signals geeignet ist.
  20. System nach einem der Ansprüche 16 bis 19, ferner mit einem Sperrschalter (18) zum Sperren der Erkennung des laufenden Motors.
  21. System nach Anspruch 20, ferner mit einer Anzeigeeinrichtung (21) zum Anzeigen des Sperrzustands des Sperrschalters (18).
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