DE19916835A1 - Kraftfahrzeugscheinwerfer - Google Patents
KraftfahrzeugscheinwerferInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Kraftfahrzeugscheinwerfer (1), umfassend eine Glühleuchte (2) mit zwei Glühfäden (7, 8), die unabhängig voneinander ansteuerbar sind, und einen die Glühleuchte (2) umgebenden Reflektor (3), wobei dem zweiten Glühfaden (8) eine Abdeckung (9) zugeordnet ist, um das Licht nur auf einer gegebenen Winkelausdehnung durchzulassen, wobei die Glühleuchte (2) mit einem dritten Glühfaden (12) ausgebildet ist, die Abdeckung (9) dem zweiten und dritten Glühfaden (8, 12) zugeordnet ist, wobei die Abdeckung (9) derart zu den beiden Glühfäden (8, 12) angeordnet ist, daß diese in unterschiedlichen Winkelbereichen abstrahlen.
Description
Die Erfindung betrifft einen Kraftfahrzeugscheinwerfer gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
Aufgrund verschiedener Verkehrssituationen oder Witterungsbedingungen benötigen
Kraftfahrzeuge verschiedene Beleuchtungsarten wie beispielsweise Fernlicht,
Abblendlicht und Nebelleuchten. Zur technischen Umsetzung dieser lichttechnischen
Anforderungen sind verschiedene Lösungen bekannt.
Zum einen können verschieden hell leuchtende Glühleuchten vorgesehen sein, die dann
witterungsbedingt und/oder in Abhängigkeit vom Verkehrsgeschehen angeschaltet
werden. Nachteilig an dieser Bauform ist die Vielzahl benötigter Glühleuchten, die
verhältnismäßig viel Bauraum benötigen.
Als Alternative zu der Vielzahl von separaten Glühleuchten ist es weiter bekannt, eine
einzige Glühleuchte vorzusehen, die mittels eines Stellmotors relativ zum Reflektor
bewegbar ist, wodurch die unterschiedlichen Beleuchtungsarten realisierbar sind. Weiter
ist es bekannt, anstelle der Glühleuchte, dieser zugeordnete Prismen durch
Stellmotoren zu bewegen, um dadurch die verschiedenen Beleuchtungsarten zu
erzeugen. Nachteilig an diesem Scheinwerfer ist neben dessen großer Bauform auch
der erhebliche Steuerungsaufwand für die Stellmotoren.
Aus der DE 22 54 058 ist ein Kraftfahrzeugscheinwerfer mit einem paraboloidförmigen
Reflektor und einer Glühleuchte mit einer linienförmigen Wendel als Glühfaden bekannt,
wobei die Wendel durch mehrere elektrische Anschlüsse in einzelne Abschnitte unterteilt
ist, von denen bei eingeschalteter Glühleuchte jeweils immer nur ein Abschnitt von
elektrischem Strom durchflossen ist und den Glühbereich ergibt. Der mittlere Abschnitt
der Wendel ist dabei vorzugsweise im Brennpunkt des Reflektors angeordnet. Nachteilig
an dem bekannten Kraftfahrzeugscheinwerfer ist neben seiner breiten Bauform, daß ein
nicht vernachlässigbarer Teil der von den äußeren Abschnitten emittierten Strahlung
direkt den Kraftfahrzeugscheinwerfer verläßt und somit den Gegenverkehr blenden
kann. Ein weiteres technisches Problem stellt die Herstellung der Anschlüsse an der
Wendel dar.
Aus der DE 40 39 948 ist ein Hauptscheinwerfer eines Kraftfahrzeuges mit einer einen
Glaskolben umfassenden Glühleuchte bekannt, in dem sich parallel zur Achse des
Glaskolbens wenigstens zwei Metallstäbe mit Abstand voneinander erstrecken, mit
einem Haupt- oder Fernlichtfaden sowie einem Abblendlicht- oder Nebenfaden, die
beide an beiden Enden zwischen den Metallstäben befestigt sind, und einer Blendkappe
an dem Vorderende des Glaskolbens.
Aus der EP 0 581 679 ist ein Kraftfahrzeugscheinwerfer, umfassend eine
Zweifadenlampe, bekannt, bei der ein erster Glühfaden mit einer Abdeckkappe versehen
ist, um das Licht nur auf einer gegebenen Winkelausdehnung durchzulassen und bei der
ein zweiter Glühfaden nicht mit einer solchen Abdeckkappe versehen ist, einen
Reflektor, der mit einem der beiden Glühfäden zusammenwirken kann, um ein
Nebellichtbündel bzw. ein Fernlichtbündel zu erzeugen, und eine Streuscheibe, wobei
der Reflektor eine reflektierende Oberfläche enthält, mit einem ersten Bereich, dessen
Ausdehnung wenigstens annähernd der besagten gegebenen Winkelausdehnung
entspricht und dessen Form so gestaltet ist, daß er selbsttätig Bilder des ersten
Glühfadens erzeugt, deren Punkte alle unterhalb einer allgemeinen horizontalen
ausgerichteten Hell-Dunkel-Grenze angeordnet sind und mit einem zweiten Bereich mit
dem zweiten Glühfaden zusammenwirken, unn das Fernlichtbündel zu bilden. Nachteilig
an den bekannten Kraftfahrzeugscheinwerfern ist, daß diese jeweils noch weitere
separate Leuchten für die Nebelscheinwerfer bzw. das Abblendlicht benötigen.
Der Erfindung liegt daher das technische Problem zugrunde, einen kompakten
Kraftfahrzeugscheinwerfer zu schaffen, der sowohl ein Fernlicht, ein Abblendlicht und
ein Nebellicht emittieren kann.
Die Lösung des technischen Problems ergibt sich durch die Merkmale des
Patentanspruchs 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen.
Durch die zusätzliche Ausbildung der Glühleuchte mit einem dritten Glühfaden, wobei
die Abdeckung dem zweiten und dritten Glühfaden zugeordnet ist, wobei die Abdeckung
derart zu den beiden Glühfäden angeordnet ist, daß diese in unterschiedlichen
Winkelbereichen abstrahlen, kann der zweite Glühfaden das Abblendlicht und der dritte
Glühfaden das Nebellicht erzeugen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher
erläutert. Die Figur zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Kraftfahrzeugscheinwerfers mit einer
Glühleuchte mit zwei Glühfäden im Fernlichtbetrieb,
Fig. 2 den Kraftfahrzeugscheinwerfer gemäß Fig. 1 im Abblendbetrieb und
Fig. 3 eine Seitenansicht eines Kraftfahrzeugscheinwerfers mit einer Glühleuchte
mit drei Glühfäden im Nebellichtbetrieb.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird zunächst die prinzipielle Wirkungsweise
an einer Glühleuchte mit zwei Glühfäden erläutert. Der Kraftfahrzeugscheinwerfer 1
umfaßt eine Glühleuchte 2 und einen Reflektor 3. Die Glühleuchte 2 umfaßt einen
Glaskolben 4 eine Fassung 5 mit elektrischen Anschlüssen 6, einen ersten Glühfaden
7, einen zweiten Glühfaden 8 und eine Abdeckung 9. Die beiden Glühfäden 7, 8 sind im
wesentlichen parallel zueinander angeordnet und in der Fassung 5 gesockelt, wo diese
mit den elektrischen Anschlüssen 6 elektrisch verbunden sind. Der Reflektor 3 ist als
Parabol-Reflektor ausgebildet, in dessen Brennpunkt der erste Glühfaden 7 angeordnet
ist.
Für den Fernlichtbetrieb wird der Glühfaden 7 elektrisch angesteuert, so daß dieser Licht
emittiert. Das aus dem Brennpunkt des Parabol-Reflektors kommende Licht trifft im
überwiegenden Teil auf den Reflektor 3 und wird parallel und horizontal als Fernlicht 10
abgestrahlt. Ein Teil des von dem ersten Glühfaden 7 emittierten Lichts fällt auf die
Abdeckung 9 und wird von dieser je nach Ausbildung absorbiert und reflektiert, wobei
diese Verluste jedoch aufgrund der Entfernung vom Brennpunkt zur Abdeckung 9
vernachlässigbar sind. Der prinzipielle Strahlengang des Fernlichts 10 ist in Fig. 1
dargestellt.
In der Fig. 2 ist der Strahlengang im Abblendbetrieb dargestellt. Hierzu wird der zweite
Glühfaden 8 angesteuert, der vor dem Brennpunkt des Reflektors 3 angeordnet ist.
Aufgrund der im wesentlichen im Querschnitt L-förmigen Abdeckung 9, die den zweiten
Glühfaden 8 sowohl im vorderen als auch im unteren Bereich abdeckt, kann dessen
emittierte Strahlung nur noch oben auf den Reflektor 3 treffen, von wo aus die Strahlung
als Abblendlicht 11 unter einem Winkel α den Kraftfahrzeugscheinwerfer 1 verlassen.
In der Fig. 3 ist nun ein Kraftfahrzeugscheinwerfer 1 mit einer Glühleuchte 2 mit einem
zusätzlichen dritten Glühfaden 12 dargestellt. Der dritte Glühfaden 12 ist im
wesentlichen parallel zu den beiden Glühfäden 7, 8 angeordnet, wobei dieser noch
etwas weiter als der zweite Glühfaden 8 zum Brennpunkt entfernt angeordnet ist. Die
Abdeckung 9 erstreckt sich dabei derart, daß der vordere und untere Bereich der
Glühfäden 12, 8 abgedeckt wird. Hinsichtlich der Wirkungsweise und des
Strahlenganges des ersten Glühfadens 7 und des zweiten Glühfadens 8 kann auf die
Fig. 1 und 2 verwiesen werden. Der dritte Glühfaden 12 wird nun zur Erzeugung eines
Nebellichts 13 benutzt. Aufgrund der Abdeckung 9 kann analog dem Abblendlichtbetrieb
die emittiert Strahlung des Glühfadens 12 wieder nur nach oben abgestrahlt auf den
Reflektor 3 treffen, von wo aus die Strahlung als Nebellicht 13 steil nach unten unter
einem Winkel β abgestrahlt wird. Aufgrund der größeren Entfernung vom Brennpunkt gilt
dabei β < α.
Zusätzlich können neben dem zweiten Glühfaden 8 weitere Glühfäden angeordnet
werden, die dann bei Kurvenfahrten beispielsweise über den Lenkwinkel ansteuerbar
wären und zur entsprechenden Ausleuchtung der jeweiligen Kurve herangezogen
werden könnten. Des weiteren könnten die Glühfäden auch asymmetrisch angeordnet
werden, wodurch bei Kurvenfahrten gleichzeitig die Kurve und der gerade
Streckenverlauf ausleuchtbar sind.
Claims (5)
1. Kraftfahrzeugscheinwerfer, umfassend eine Glühleuchte mit zwei Glühfäden, die
unabhängig voneinander ansteuerbar sind, und einen die Glühleuchte
umgebenden Reflektor, wobei dem zweiten Glühfaden eine Abdeckung
zugeordnet ist, um das Licht nur auf einer gegebenen Winkelausdehnung
durchzulassen,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Glühleuchte (2) mit einem dritten Glühfaden (12) ausgebildet ist, die Abdeckung
(9) dem zweiten und dritten Glühfaden (8, 12) zugeordnet ist, wobei die
Abdeckung (9) derart zu den beiden Glühfäden (8, 12) angeordnet ist, daß diese in
unterschiedlichen Winkelbereichen abstrahlen.
2. Kraftfahrzeugscheinwerfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
drei Glühfäden (7, 8, 12) im wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind.
3. Kraftfahrzeugscheinwerfer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Reflektor (3) mindestens einen Brennpunkt ausweist, wobei der erste
Glühfaden (7) im Brennpunkt des Reflektors (3) angeordnet ist.
4. Kraftfahrzeugscheinwerfer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Reflektor (3) als Paraboloid ausgebildet ist.
5. Kraftfahrzeugscheinwerfer nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß neben dem zweiten Glühfaden (8) weitere Glühfäden
angeordnet sind, die wahlweise in Abhängigkeit vom Lenkwinkel ansteuerbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19916835A DE19916835A1 (de) | 1999-04-14 | 1999-04-14 | Kraftfahrzeugscheinwerfer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19916835A DE19916835A1 (de) | 1999-04-14 | 1999-04-14 | Kraftfahrzeugscheinwerfer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19916835A1 true DE19916835A1 (de) | 2002-01-03 |
Family
ID=7904534
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19916835A Withdrawn DE19916835A1 (de) | 1999-04-14 | 1999-04-14 | Kraftfahrzeugscheinwerfer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19916835A1 (de) |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE2254058A1 (de) * | 1972-11-04 | 1974-05-16 | Licentia Gmbh | Lampe fuer einen kraftfahrzeugscheinwerfer |
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-
1999
- 1999-04-14 DE DE19916835A patent/DE19916835A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
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