DE19915701A1 - Anschlussgarnitur für einen Plattenheizkörper - Google Patents
Anschlussgarnitur für einen PlattenheizkörperInfo
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Abstract
Die Anschlußgarnitur (1) für einen Plattenheizkörper (2) weist einen Garnituroberteil (3) und einen Garniturunterteil (4) auf. Der Garnituroberteil (3) und der Garniturunterteil (4) sind über eine Vorlaufleitung (11) und eine Rücklaufleitung (12) mit den mittig im Bereich der unteren Längskante (9) des Plattenheizkörpers (2) positionierten und mit den Rohren der Heizungsanlage koppelbaren Vorlaufstutzen (7) und Rücklaufstutzen (8) lösbar verbunden. Die Verbindung zwischen dem Garnituroberteil (3) und dem Vorlaufstutzen (7) einerseits sowie zwischen dem Garniturunterteil (4) und dem Rücklaufstutzen (8) andererseits sind als Steckverbindungen (19) mit integrierten Dichtelementen gestaltet.
Description
Die Erfindung betrifft eine Anschlussgarnitur für einen
Plattenheizkörper gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Plattenheizkörper mit integriertem Thermostatventil wei
sen im allgemeinen Anschlussgarnituren in Form je eines
Garnituroberteils und eines Garniturunterteils auf, wel
che durch ein Steigrohr verbunden sind und durch die zum
einen das Heizwasser in den Plattenheizkörper eintreten
und zum anderen wieder austreten kann. Für die Zirkula
tion des Heizwassers im Plattenheizkörper sind Garnitur
oberteil und Garniturunterteil im Regelfall am oberen
bzw. unteren Ende der Stirnseiten des Plattenheizkörpers
angeordnet. Um Garnituroberteil und Garniturunterteil mit
dem gebäudeseitigen Heizkreislauf zu verbinden, werden
Vorlauf- und Rücklaufleitungen verwendet.
Für die leichtere Positionierung bei der Installation
eines Plattenheizkörpers ist bei einigen Plattenheizkör
pern ein Anschluss an den Heizkreislauf im mittleren Be
reich der unteren Längskante des Plattenheizkörpers vor
gesehen. Vorlaufstutzen und Rücklaufstutzen der An
schlussgarnitur werden dann an dieser Stelle mit den Roh
ren der Heizungsanlage verbunden.
Aus der DE 197 10 509 A1 ist eine Anschlussgarnitur zum
Anschließen eines Plattenheizkörpers an eine Heizungsan
lage bekannt, der zwei einander benachbarte Radiatorplat
ten umfasst, welche auf einer Stirnseite über ein Garni
turoberteil und ein Garniturunterteil verbunden sind. Die
Anschlussgarnitur gliedert sich in zwei Verbindungsteile,
wobei das eine Verbindungsteil zwei Rohrstücke umfasst,
die horizontal am Garnituroberteil bzw. Garniturunterteil
befestigt und über ein vertikal verlaufendes Verstei
fungselement verbunden sind. Die dem Garniturober- und
-unterteil abgewandten Enden der Rohrstücke sind zur Ver
bindung mit den Enden des zweiten Verbindungsteils, die
kegelstumpfförmige Ringdichtungen und Überwurfmuttern
aufweisen, mit einem Außengewinde versehen. Von diesen
Schraubverbindungen erstrecken sich dann lange Rohre zu
den im Bereich der unteren Längskante des Plattenheizkör
pers angeordneten Vorlaufstutzen und Rücklaufstutzen.
Bei diesem Vorschlag werden zwar bei langen Anschlussgar
nituren auftretende Handhabungsprobleme vermindert, al
lerdings bedeutet jede zusätzliche Schraubkupplung eine
Erhöhung des Montageaufwands. Nachteilig kommt noch
hinzu, dass zwischen den Radiatorplatten eines Platten
heizkörpers nur sehr wenig Raum zum Ansetzen von Werkzeu
gen für ein Drehen der Überwurfmuttern vorhanden ist. Vor
allem die Verschraubung der Verbindungsstücke ist somit
material- und zeitaufwendig und folglich kostenintensiv.
Der Erfindung liegt ausgehend vom Stand der Technik die
Aufgabe zugrunde, eine Anschlussgarnitur bereitzustellen,
welche die Vorteile einer geteilten Ausführungsform be
sitzt und ohne aufwendige Schraubverbindungen zusammenge
fügt werden kann.
Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den im Anspruch 1
angegebenen Merkmalen.
Der Grundgedanke der Erfindung ist die Einteilung der An
schlussgarnitur in Baugruppen, die dicht zusammensteckbar
sind. Die Anschlussgarnitur umfasst dazu eine Vorlauflei
tung, die sich zwischen einem Vorlaufstutzen und dem Gar
nituroberteil erstreckt, und eine Rücklaufleitung, die
sich zwischen einem Rücklaufstutzen und dem Garniturun
terteil erstreckt. Die Vorlaufleitung wie auch die Rück
laufleitung sind in Längenabschnitte gegliedert, deren
einander benachbarte Enden durch Steckverbindungen mit
integrierten Dichtelementen gekoppelt sind.
Diese Art der Verbindung ist einfach realisierbar und
kostengünstig. Aufwendige Kupplungen, z. B. mit Gewinde
elementen und kegelstumpfförmigen Ringdichtungen, sind
nicht erforderlich. Dichtelemente können dabei leicht in
die Steckverbindungen integriert werden und erfordern nur
einen minimalen konstruktiven Aufwand.
Weiterhin beschleunigt die Verwendung von Steckverbindun
gen den Montageprozess. Insbesondere wenn der Platten
heizkörper aus zwei Heizplatten besteht, zwischen denen
die Anschlussgarnitur angeordnet ist, sind Schraubverbin
dungen aufgrund des begrenzten Montageraums nur bedingt
für eine schnelle und wirtschaftliche Montage geeignet.
Steckverbindungen dagegen sind auch auf engstem Raum
schnell und kostengünstig zu montieren.
Im Rahmen der Ausführungsform des Anspruchs 2 sind die
Vorlauf- und Rücklaufleitung der Anschlussgarnitur durch
Rohre gebildet, die in je zwei Längenabschnitte geglie
dert sind, wobei die einander benachbarten Enden der Län
genabschnitte von einer Hülse umgriffen sind. Diese Hülse
weist innere nutenartige Ausprägungen auf, in denen
Dichtelemente gekammert sind, die zur Abdichtung des
Verbindungsbereichs an den äußeren Oberflächen der Enden
zur Anlage gelangen. Bei den Dichtelementen handelt es
sich bevorzugt um Dichtringe mit kreisrundem Querschnitt.
Die Hülsen sind universell einsetzbar, erfordern keine
zusätzliche Bearbeitung der Enden der Längenabschnitte
und sind leicht herzustellen.
In einer weiteren Ausgestaltung der Steckverbindung gemäß
Anspruch 3 sind die Vorlauf- und Rücklaufleitungen der
Anschlussgarnitur ebenfalls durch Rohre gebildet und in
Längenabschnitte gegliedert, wobei jedoch ein freies Ende
eines Längenabschnitts muffenartig erweitert ist. Diese
Erweiterung umfasst dann das freie Ende des jeweils be
nachbarten anderen Längenabschnitts. In der endseitigen
Erweiterung ist eine Ausprägung angeformt, die einen
Dichtring aufnimmt, der an die äußere Oberfläche des an
deren Endes gedrückt ist. Diese Ausführungsform hat den
Vorteil, dass kein besonderes Verbindungselement für die
Steckverbindung notwendig ist. Eine muffenartige Er
weiterung ist ohne großen Aufwand herzustellen, wobei
hier noch von Vorteil ist, dass nur noch ein Dichtring
zur Abdichtung der Steckverbindung benötigt wird.
Abschnittsweise nebeneinander verlaufende Längenab
schnitte der Vorlauf- und Rücklaufleitungen (Anspruch 4)
können zur besseren Fixierung und zur Erleichterung der
Montage mit Laschen, z. B. in Form von Rohrschellen, ge
koppelt werden. Es kann dabei zweckmäßig sein, mindestens
eine Lasche starr mit einer Heizplatte des Plattenheiz
körpers zu verbinden, z. B. durch Schrauben, Klammern,
Heften, Schweißen oder Löten.
Durch die Kopplung der Längenabschnitte können diese ge
bündelt eingebracht werden. Das erleichtert ihre für die
Steckverbindung notwendige passgenaue Positionierung in
dem Plattenheizkörper.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnun
gen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Plattenheizkörper von der Rückseite mit
einer teilweise geschnittenen Anschlussgarni
tur;
Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine Steckverbindung
mit einer Hülse;
Fig. 3 einen Längsschnitt durch eine Steckverbindung
mit einer muffenartigen Erweiterung und
Fig. 4 einen Plattenheizkörper von der Rückseite ge
mäß einer zweiten Ausführungsform mit einer
teilweise geschnittenen Anschlussgarnitur.
Fig. 1 zeigt eine Anschlussgarnitur 1 für einen Platten
heizkörper 2, die einen Garnituroberteil 3 und einen
Garniturunterteil 4 umfasst. Der Garnituroberteil 3 ist
im oberen Höhenbereich einer Stirnseite 5 des
Plattenheizkörpers 2 angeordnet und der Garniturunterteil
4 im unteren Höhenbereich der gegenüberliegenden Stirn
seite 6.
Die Anschlussgarnitur 1 weist einen Vorlaufstutzen 7 und
einen Rücklaufstutzen 8 auf, die mittig im Bereich der
unteren Längskante 9 des Plattenheizkörpers 2 positio
niert und über einen Koppelsteg 10 abstandsgerecht mit
einander verbunden sind. Der Vorlaufstutzen 7 ist über
eine rohrartige, S-förmig gekrümmte Vorlaufleitung 11 mit
dem Garnituroberteil 3 und der Rücklaufstutzen 8 ist über
eine rohrartige L-förmige Rücklaufleitung 12 mit dem Gar
niturunterteil 4 verbunden. Die Vorlaufleitung 11 und die
Rücklaufleitung 12 sind jeweils in zwei Längenabschnitte
13, 14 bzw. 15, 16 gegliedert.
Die benachbarten Enden 17, 18 der Längenabschnitte 13, 14
bzw. 15, 16 (siehe auch Fig. 2) sind durch Steckverbin
dungen 19 miteinander verbunden. Jede Steckverbindung 19
weist eine Hülse 20 auf, welche die Enden 17, 18 um
greift. In die Hülse 20 sind Dichtelemente 21 in Form von
Dichtringen integriert, die in innere nutenartige Ausprä
gungen 22 der Hülse 20 eingebettet und an die äußeren
Oberflächen 23, 24 der Enden 17, 18 gedrückt sind.
Eine weitere Ausführungsform einer Steckverbindung 19a
ist in Fig. 3 dargestellt. Hierbei ist ein Ende 17a
eines Längenabschnitts 13 bzw. 15 muffenartig erweitert.
Diese muffenartige Erweiterung 25 umschließt das freie
Ende 18 des anderen Längenabschnitts 14, 16. Die Erweite
rung 25 weist eine innere nutenartige Ausprägung 26 auf,
in die ein Dichtelement 21 in Form eines Dichtrings ein
gebettet ist, welcher an der äußeren Oberfläche 24 des
Endes 18 anliegt.
Bei der Anschlussgarnitur 1a gemäß Fig. 4 sind Garnitur
oberteil 3 und Garniturunterteil 4 im oberen bzw. unteren
Höhenbereich einer Stirnseite 5 angeordnet. Gegenüber der
Ausführungsform nach Fig. 1 sind die Positionen des
Rücklaufstutzens 8 und des Vorlaufstutzens 7 vertauscht.
Wie in der Ausführungsform nach Fig. 1 sind Vorlaufstut
zen 7 und Garnituroberteil 3 durch eine rohrartige S-för
mige Vorlaufleitung 11 und der Rücklaufstutzen 8 über
eine rohrartige L-förmige Rücklaufleitung 12 mit dem Gar
niturunterteil 4 verbunden. Die Steckverbindungen 19 um
fassen ebenfalls Hülsen 20 mit integrierten Dichtelemen
ten 21 in Form von Dichtringen gemäß Fig. 2.
Auch die Steckverbindung 19a der Fig. 3 kann bei der
Ausführungsform der Fig. 4 zur Anwendung gelangen.
Die benachbarten Längenabschnitte 13, 16 bzw. 14, 15 der
Vorlaufleitung 11 und der Rücklaufleitung 12 und durch
Laschen 27 gekoppelt, von denen mindestens eine Lasche 27
starr aber lösbar mit einer Heizplatte 28 des Platten
heizkörpers 2 verbunden ist.
1
Anschlussgarnitur
1
a Anschlussgarnitur
2
Plattenheizkörper
3
Garnituroberteil
4
Garniturunterteil
5
Stirnseite v.
2
6
Stirnseite v.
2
7
Vorlaufstutzen
8
Rücklaufstutzen
9
untere Längskante v.
2
10
Koppelsteg
11
Vorlaufleitung
12
Rücklaufleitung
13
Längenabschnitt v.
11
14
Längenabschnitt v.
11
15
Längenabschnitt v.
12
16
Längenabschnitt v.
12
17
Ende v.
13
,
15
17
a Ende v,
13
,
15
18
Ende v.
14
,
16
19
Steckverbindung
19
a Steckverbindung
20
Hülse
21
Dichtelement
22
Ausprägungen in
20
23
äußere Oberfläche v.
17
24
äußere Oberfläche v.
18
25
Erweiterung
26
Ausprägung in
25
27
Laschen
28
Heizplatte v.
2
Claims (4)
1. Anschlussgarnitur (1, 1a) für einen Plattenheizkörper
(2), die einen Garnituroberteil (3) und einen Garni
turunterteil (4) aufweist, welche über eine Vor
laufleitung (11) und eine Rücklaufleitung (12) mit
den mittig im Bereich der unteren Längskante (9) des
Plattenheizkörpers (2) positionierten und mit den
Rohren der Heizungsanlage koppelbaren Vorlaufstutzen
(7) und Rücklaufstutzen (8) lösbar verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die
Verbindung zwischen dem Garnituroberteil (3) und dem
Vorlaufstutzen (7) einerseits sowie zwischen dem Gar
niturunterteil (4) und dem Rücklaufstutzen (8) ande
rerseits als Steckverbindungen (19, 19a) mit inte
grierten Dichtelementen (21) gestaltet sind.
2. Anschlussgarnitur nach Anspruch 1, bei welcher die
Vorlauf- und Rücklaufleitungen (11, 12) durch Rohre
gebildet sind, dadurch gekennzeich
net, dass die Vorlaufleitung (11) und die Rücklauf
leitung (12) in zwei Längenabschnitte (13, 14; 15,
16) gegliedert und die einander benachbarten Enden
(17, 18) der Längenabschnitte (13, 14; 15, 16) von
einer Hülse (20) umgriffen sind, wobei in innere nu
tenartige Ausprägungen (22) der Hülsen (20) an die
äußeren Oberflächen (23, 24) der Enden (17, 18) an
drückbare Dichtelemente (21) eingebettet sind.
3. Anschlussgarnitur nach Anspruch 1, bei welcher die
Vorlauf- und Rücklaufleitungen (11, 12) durch Rohre
gebildet sind, dadurch gekennzeich
net, dass die Vorlaufleitung (11) und die Rücklauf
leitung (12) jeweils in zwei Längenabschnitte (13,
14; 15, 16) gegliedert sind, wobei eine muffenartige
Erweiterung (25) am freien Ende (17a) eines Längenab
schnitts (13, 15) das freie Ende (18) des anderen
Längenabschnitts (14, 16) umgreift und in eine innere
nutenartige Ausprägung (26) der Erweiterung (25) ein
an die äußere Oberfläche (24) des Endes (18) an
drückbares Dichtelement (21) eingebettet ist.
4. Anschlussgarnitur nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die
Längenabschnitte (14, 15) der Vorlaufleitung (11) und
der Rücklaufleitung (12) zwischen den Steckverbindun
gen (19, 19a) und den Vor- und Rücklaufstutzen (7, 8)
und/oder die Längenabschnitte (13, 16) der Vorlauf
leitung (11) und der Rücklaufleitung (12) zwischen
den Steckverbindungen (19, 19a) und dem Garniturober-
bzw. -unterteil (3, 4) durch Laschen (27) miteinander
koppelbar sind.
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