DE19912012A1 - Notablaufvorrichtung - Google Patents
NotablaufvorrichtungInfo
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Abstract
Eine Notablaufvorrichtung für eine mit Wasserabläufen entwässerte Fläche (1), insbesondere Flachdach, mit einer Ablauföffnung (6), mit einer die Höhe eines Wasseranstaugrenzwertes (H) zu der Fläche (1) bestimmenden Anstaueinrichtung (7) und mit einem mit der Ablauföffnung (6) in Verbindung stehenden vertikalen Ablaufrohr (2), erlaubt eine schlagartige Wasserabführung nach Erreichen des Wasseranstaugrenzwertes mit Hilfe einer Unterdruckwirkung dadurch, daß in Strömungsrichtung der Ablauföffnung (6) ein Behälter (8) vorgeschaltet ist, der eine Seitenwandung (9) aufweist, die bis zu einer Höhe, die kleiner als die Höhe der Seitenwandung (9) ist, wenigstens eine Einlauföffnung (15) aufweist und oberhalb der Einlauföffnung (15) mit einer Deckelwandung (10) einen luftdicht abgeschlossenen Raum bildet.
Description
Die Erfindung betrifft eine Notablaufvorrichtung für eine mit
Wasserabläufen entwässerte Fläche, insbesondere Flachdach, mit
einer Ablauföffnung, mit einer die Höhe eines Wasseranstaugrenz
wertes zu der Fläche bestimmenden Anstaueinrichtung und mit ei
nem mit der Ablauföffnung in Verbindung stehenden vertikalen
Ablaufrohr.
Insbesondere versiegelte und im wesentlichen ebene Flächen, auf
denen sich beispielsweise Regenwasser ansammeln kann, werden mit
üblichen Wasserabläufen entwässert, die mit Ablauföffnungen in
der Fläche versehen sind. Die Wasserabläufe können sich dabei
frei in der Fläche befinden, also von allen Seiten anströmbar
sein, oder an seitlichen Begrenzungen die Fläche ausgebildet
sein, beispielsweise als Attikaablauf eines Flachdaches. Die
Abführleistung der Wasserabläufe wird so dimensioniert, daß eine
gewisse Anstauhöhe des Wassers nicht überschritten werden soll.
Erbringen die Wasserabläufe die geforderte Ablaufleistung nicht,
kann die Wasseranstauhöhe auf der Fläche ansteigen, wodurch
nicht nur die etwaige Begehbarkeit der Fläche beeinträchtigt
werden kann sondern erhebliche statische Probleme verursacht
werden können, wenn nämlich die Fläche auf einem tragenden Un
terbau montiert ist, wie dies beispielsweise für Flachdächer und
Deckflächen auf Schiffen der Fall ist. Die Verminderung der Ab
laufleistung der normalen Wasserabläufe kann durch eine Verstop
fung des Wasserabführsystems der Wasserabläufe oder aber auch
der Ablauföffnungen der Wasserabläufe oder etwaiger vorgeschal
teter Gitter verursacht sein.
Es ist daher bekannt, insbesondere zur Vermeidung statischer
Probleme, Notablaufvorrichtungen vorzusehen, die im normalen
Betrieb der Entwässerung der Fläche unbenutzt bleiben und deren
Funktion nur dann einsetzt, wenn ein Wasseranstaugrenzwert
überschritten wird. Demgemäß sind die Notablaufvorrichtungen mit
einer Anstaueinrichtung kombiniert, die einen Wasseranstaugrenz
wert auf der Fläche definiert. Wenn also beispielsweise auf ei
nem Flachdach die üblichen Wasserabläufe eine maximale Anstau
höhe von 4 cm zulassen sollen, kann ein Wasseranstaugrenzwert
für die Notablaufvorrichtung bei 5 cm festgelegt werden. Die
Notablaufvorrichtung muß dann dafür sorgen, daß durch die eigene
Ablaufleistung die Wasseranstauhöhe nicht mehr nennenswert
steigt, da die statische Dimensionierung von Flachdächern eine
ausreichende statische Sicherheit nur für das durch eine Wasser
anstauhöhe von bis zu etwa 6 bis 7 cm bewirkte Gewicht gewähr
leistet ist. Demgemäß ist es erforderlich, die Notablaufvorrich
tung so zu dimensionieren, daß nach Erreichen des Wasseranstau
grenzwerts keine wesentliche zusätzliche Anstauhöhe mehr ent
steht. Die Notablaufvorrichtung muß daher möglichst schlagartig
eine hohe Ablaufleistung bereitstellen. Aus konstruktiven und
architektonischen Gründen soll diese hohe Ablaufleistung selbst
verständlich möglichst nicht durch überdimensionierte Ablauföff
nungen und Ablaufrohre erzielt werden.
Der Erfindung liegt daher die Problemstellung zugrunde, eine
Notablaufvorrichtung der eingangs erwähnten Art so auszubilden,
daß eine schlagartig einsetzende hohe Entwässerungsleistung mit
normalen Durchmessern für die Ablauföffnung und das vertikale
Ablaufrohr erzielt wird.
Ausgehend von dieser Problemstellung ist erfindungsgemäß eine
Notablaufvorrichtung der eingangs erwähnten Art dadurch gekenn
zeichnet, daß in Strömungsrichtung der Ablauföffnung ein Behäl
ter vorgeschaltet ist, der eine Seitenwandung aufweist, die bis
zu einer Höhe, die kleiner als die Höhe der Seitenwandung ist,
wenigstens eine Einlauföffnung aufweist und oberhalb der Ein
lauföffnung mit einer Deckelwandung einen luftdicht abgeschlos
senen Raum bildet.
Die erfindungsgemäße Notablaufvorrichtung beruht auf dem Effekt,
daß beim Überschreiten des Wasseranstaugrenzwertes die Einlauf
öffnung in der Seitenwandung des Behälters durch das angestaute
Wasser luftdicht verschlossen wird, so daß sich durch die Befül
lung des vertikalen Ablaufrohres in dem Behälter oberhalb der
Einlauföffnung ein Unterdruck ausbildet, der ein verstärktes
Ansaugen des Wassers von der Fläche in den Behälter - und damit
in das vertikale Ablaufrohr - bewirkt. Dieser Effekt tritt ein,
wenn sich die Einlauföffnung bis maximal nur wenig über die Höhe
des Wasseranstaugrenzwerts erstreckt, so daß die erwähnte Unter
druckwirkung beim Erreichen des Wasseranstaugrenzwerts schnell
"anspringt" und für eine schlagartig hohe Wasserabführleistung
sorgt, die wesentlich höher ist als bei einem herkömmlichen
Freispiegelablauf.
Die Ausnutzung einer möglichst großen Höhe der Einlauföffnung
zur Gewährleistung eines möglichst großen freien Querschnitts
der Einlauföffnung kann dazu führen, daß sich die Einlauföffnung
bis etwas über die Höhe des Wasseranstaugrenzwerts erstreckt.
Die Höhe der Einlauföffnung sollte aber den Wasseranstaugrenz
wert im Regelfall um nicht mehr als etwa 1 cm überschreiten.
Bevorzugt ist hingegen, daß sich die Einlauföffnung bis in die
oder unterhalb der Höhe des Wasseranstaugrenzwerts erstreckt.
Zur Gewährleistung eines möglichst großen Einlaufquerschnitts
der Einlauföffnung wird sich diese zweckmäßigerweise anderer
seits bis zum unteren Rand der Seitenwandung des Behälters er
strecken. Die Einlauföffnung kann zweckmäßigerweise gleichzeitig
die Funktion eines Einlaufgitters zum Schutz gegen Kies, Laub
und ähnlichen Verschmutzungen bilden, wenn sie aus einer Viel
zahl von Schlitzen gebildet ist. Die Schlitze sind zweckmäßiger
weise vertikal gerichtet.
Der Behälter kann zur Erleichterung der Befestigung des Behäl
ters mit einem Boden abgeschlossen sein, der unmittelbar auf der
Fläche, oder aber mit einem vorzugsweise der Anstauhöhe entspre
chenden Abstand zur Fläche montierbar sein kann.
Die für das "Anspringen" der Unterdruckwirkung erforderliche
Befüllung des vertikalen Ablaufrohres wird in einer bevorzugten
Ausführungsform dadurch unterstützt, daß die Einlauföffnung
trichterförmig aufgeweitet ist, wobei sie vorzugsweise einen
nach radial außen bis zur Horizontalen umgebogenen Rand auf
weist.
Zweckmäßigerweise wird die Anstaueinrichtung durch die Mündungs
öffnung eines Rohrstücks gebildet, das vorzugsweise unmittelbar
in das vertikale Ablaufrohr mündet. Es ist allerdings auch denk
bar, die Verbindung zu dem vertikalen Ablaufrohr über eine hori
zontale Leitung, beispielsweise eine horizontale Sammelleitung
für mehrere Ablauföffnungen der Notablaufvorrichtung herzustel
len.
Die Anstaueinrichtung dann als eine Art Wehr innerhalb oder au
ßerhalb des Behälters angeordnet sein. Ist die Notablaufeinrich
tung an einem die Fläche begrenzenden Rand angeordnet, kann ein
horizontales Ablaufrohr durch den Rand hindurchgeführt werden
und eine die Anstaueinrichtung ausbildende, sich über die Fläche
erhebende Stufe aufweisen.
Die Erfindung soll im folgenden anhand von in der Zeichnung dar
gestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Es zei
gen:
Fig. 1 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Notab
laufvorrichtung, bei der die Höhe der Schlitze
der Einlauföffnung gleich der Höhe der Anstauein
richtung ist
Fig. 2 eine Schnittdarstellung gemäß Fig. 1 für eine
Ausführungsform, bei der die Höhe der Schlitze
der Einlauföffnung geringer als die Höhe der An
staueinrichtung ist
Fig. 3 eine Ausführungsform gemäß Fig. 1, bei der die
Höhe der Schlitze der Einlauföffnung geringfügig
größer als die Höhe der Anstaueinrichtung ist
Fig. 4 eine Variante der Ausführungsform gemäß Fig. 1,
bei der die Anstaueinrichtung durch eine inner
halb eines Behälters angeordnete zylindrische
Wand gebildet ist
Fig. 5 eine erfindungsgemäße Notablaufvorrichtung mit
einem Behälter, dessen Boden in Anstauhöhe liegt
und in ein die Ablauföffnung bildendes Rohrstück
übergeht
Fig. 6 eine Ausführungsform gemäß Fig. 5, bei der der
Boden des Behälters selbst mit Einlauföffnungen
versehen ist
Fig. 7 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Notab
laufvorrichtung, die in Form eines seitlichen
Attikaablaufs ausgebildet ist und eine Anstauein
richtung innerhalb des Behälters aufweist
Fig. 8 eine Notablaufvorrichtung analog Fig. 7, bei der
jedoch die Anstaueinrichtung außerhalb des Behäl
ters ausgebildet ist
Fig. 9 eine Notablaufvorrichtung analog den Fig. 7
oder 8, bei der die Anstaueinrichtung durch eine
im horizontalen Ablaufrohr ausgebildete Stufe
gebildet ist
Fig. 10 einen vertikalen Schnitt durch eine Notablaufvor
richtung in Form eines seitlichen Attikaablaufs
mit einem Behälter, dessen Boden in Anstauhöhe
oberhalb der Dachfläche liegt
Fig. 11 eine Draufsicht auf die Anordnung gemäß Fig. 10.
Fig. 1 zeigt einen vertikalen Schnitt durch eine erfindungsge
mäße Notablaufvorrichtung, die durch eine versiegelte Fläche 1
eines Flachdaches hindurchgeführt ist. Hierzu ist ein vertikales
Ablaufrohr 2 mit einem als Muffe 3 aufgeweiteten oberen Ende
abgedichtet in die Fläche 1 des Flachdaches eingesetzt. In die
aufgeweitete Muffe 3 ragt ein Rohrstück 4 hinein, das durch eine
am Rand der Muffe 3 eingesetzte ringförmige Dichtung 5 abgedich
tet mit dem Ablaufrohr 2 verbunden ist. Die Abdichtung bezieht
sich dabei sowohl auf Wasserdichtheit als auch auf eine gewisse
Gasdichtheit. Das Rohrstück 4 bildet eine Ablauföffnung 6. Hier
bei ist das Rohrstück 4 am oberen Ende trichterförmig aufgewei
tet, indem ein oberer Rand 7 des Rohrstücks nach radial außen
umgebogen ist, so daß der Rand 7 in die Horizontale zeigt, also
parallel und mit einem dem Wasseranstaugrenzwert H entsprechen
den Abstand zur Fläche 1 liegt.
Die so gebildete, von allen Seiten anströmbare Ablauföffnung 6
ist von einem Behälter 8 umgeben, der eine zylindrische Seiten
wandung 9, eine luftdicht angeschlossene Deckelwandung 10 sowie
einen das Rohrstück 4 ringförmig umgebenden Boden 11 aufweist.
Der im Querschnitt kreisförmig ausgebildete Behälter 8 weist
einen solchen Durchmesser auf, daß die Seitenwandung 9 einen
deutlichen Abstand zum freien Ende des umgebogenen Randes 7 des
Rohrstücks 4 aufweist.
Der Boden 11 ist mit Durchgangsöffnungen 12 versehen, durch die
in der Fläche 1 verankerte Befestigungs-Schraubbolzen 13 hin
durchragen, auf die eine Mutter 14 zur Befestigung des Behälters
auf der Fläche 1 geschraubt ist.
Die Seitenwandung 9 weist eine Einlauföffnung 15 auf, die durch
eine Vielzahl von gleichmäßig auf dem Umfang der Seitenwandung 9
beabstandet angeordneten vertikalen Schlitzen 16 gebildet ist.
Die vertikalen Schlitze 16 erstrecken sich an ihrem unteren Ende
bis zum Boden 11 und an ihrem oberen Ende bis zur Höhe des in
die Horizontalen umgebogenen Randes 7 des Rohrstücks 4.
Die bei diesem Ausführungsbeispiel gewählte Höhe der Einlauföff
nung 15 entspricht dem Wasseranstaugrenzwert H, bei dem die Not
ablaufvorrichtung wirksam werden soll und über den das angestau
te Wasser nicht wesentlich ansteigen darf, um keine statischen
Überbelastungen zu riskieren.
Wird der Wasseranstaugrenzwert H erreicht, sind die die Einlauf
öffnung 15 bildenden vertikalen Schlitze 16 durch das angestaute
Wasser luftdicht verschlossen. Demzufolge besteht in dem Behäl
ter 10 oberhalb des Wasserspiegels ein abgeschlossener Luftraum.
Wird durch das in die Ablauföffnung 6 fließende Wasser das ver
tikale Ablaufrohr gefüllt, bewirkt das in dem vertikalen Ablauf
rohr 2 abfließende Wasser einen Unterdruck im Innern des Behäl
ters 8, der für eine starke Beschleunigung des durch die Ein
lauföffnung 15 in den Behälter 8 einströmenden Wassers sorgt,
das über das vertikale Ablaufrohr 2 abgeführt wird und somit die
Saugwirkung mit Hilfe des Unterdrucks in dem Behälter auf
rechterhält bzw. verstärkt.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der
Rand 7 etwas höher als der obere Rand der Einlauföffnung 15 an
geordnet. Das sich auf der Dachfläche 1 anstauende Wasser sorgt
für ein Ansteigen des Wasserspiegels innerhalb des Behälters 8.
Dies gilt wegen des Prinzips der kommunizierenden Röhren auch
dann, wenn der Wasserspiegel über die Höhe der Schlitze 16 der
Einlauföffnung 15 ansteigt. Wird der durch die Höhe der Ablauf
öffnung 6 bestimmte Wasseranstaugrenzwert H erreicht, ist somit
der Behälter 8 mit Sicherheit luftdicht abgeschlossen, da die
vertikalen Schlitze 16 der Einlauföffnung 15 mit Wasser gefüllt
sind.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel erstrecken
sich die Schlitze 16 der Einlauföffnung 15 etwas über die Höhe
des Randes 7 hinaus. Dies ist möglich, weil für das Befüllen des
vertikalen Abflußrohrs 2 eine gewisse Überschreitung des Wasser
anstaugrenzwerts H, der in der Höhe des Randes 7 liegt, erfor
derlich ist. Durch diese Erhöhung des Wasseranstauspiegels wer
den die Schlitze 16 luftdicht verschlossen, so daß sie ver
schlossen sind, wenn die Unterdruckwirkung durch die Befüllung
des vertikalen Ablaufrohrs 2 "anspringt". Durch die dann erfol
gende Ansaugung des Wassers durch die Einlauföffnung 15 hindurch
bleiben diese bis zu einer Absenkung des Wasserspiegels unter
den Wasseranstaugrenzwert verschlossen, da durch den Unterdruck
der Wasserspiegel im Innern des Behälters 8 höher liegt als
außerhalb.
Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die
Ablauföffnung 6 durch das in die versiegelte Fläche 1 eingesetz
te vertikale Ablaufrohr 2 gebildet. Der Wasseranstaugrenzwert H
entsteht bei dieser Ausführungsform durch eine innerhalb des
Behälters 8 vorgesehene, umlaufende zylindrische Wandung 17.
Erst wenn der Wasserstand auf der versiegelten Fläche 1 die Höhe
der zylindrischen Wand 17 übersteigt, kann es zu einer Füllung
des vertikalen Ablaufrohrs 2 und zur Ausbildung der Unterdruck
wirkung in dem oberhalb der Einlauföffnungen 15 geschlossenen
Behälters 8 kommen. Das dargestellte Ausführungsbeispiel weist
oberhalb der Ablauföffnung 6 zwei sich in der Achse des vertika
len Ablaufrohrs 2 kreuzende Leitwände 18 auf, die einer Wirbel
ausbildung oberhalb der Ablauföffnung 6 entgegenwirken.
Bei dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel befindet
sich der Boden 11 des Behälters 8 in der Höhe des Grenzstauwerts
H oberhalb der versiegelten Fläche 1 und weist zentral das Rohr
stück 4 auf, das in das vertikale Ablaufrohr eingesetzt ist.
Über den Umfang der Seitenwandung 9 verteilt sind die die Ein
lauföffnung 15 bildenden vertikalen Schlitze 16 verteilt, die
hier eine wesentlich geringere Höhe aufweisen als bei den in den
Fig. 1 bis 4 dargestellten Behältern 8. Der benötigte Gesamt
querschnitt der Einlauföffnung 15 wird hier dadurch erreicht,
daß der Durchmesser des Behälters 8 wesentlich größer ist als in
den Ausführungsbeispielen gemäß den Fig. 1 bis 4. Der Durch
messer des Gehäuses 8 ist in diesem Ausführungsbeispiel mehr als
fünfmal so groß wie der Durchmesser des vertikalen Ablaufrohrs 2
bzw. der Ablauföffnung 6, während der Durchmesser der in den
Fig. 1 bis 4 dargestellten Gehäuse 8 nur etwa dreimal so groß
ist wie der Durchmesser der Ablauföffnung 6.
Durch den wesentlich größeren Durchmesser des Gehäuses 8 in
Fig. 5 entsteht ein vergleichmäßigtes Ansaugen des Wassers in den
Unterdruckraum des Behälters 8. Hierdurch wird eine deutliche
Geräuschverminderung erzielt. Zusätzlich kann die Deckelwandung
10 mit einer akustischen Dämmschicht 19 versehen sein, wie dies
in Fig. 5 dargestellt ist.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 verdeutlicht, daß der Bo
den 11 des Behälters 8 mit Öffnungen 16' versehen sein kann, die
entweder allein oder zusammen mit vertikalen Schlitzen 16 die
Einlauföffnung 15 des Behälters 8 bilden.
Die Fig. 7 bis 9 zeigen Ausführungsbeispiele für eine Notab
laufvorrichtung, die an einem Rand 20 angeordnet ist, so daß ein
die Fläche 1 fortsetzendes horizontales Ablaufrohr 21 durch den
vertikal stehenden Rand 20 hindurchgeführt ist. Die Ablauföff
nung 6 steht in diesem Fall also vertikal und befindet sich in
einem Rohrstück 4, das zur Durchführung durch den Rand 20 zu
nächst einen rechteckigen Querschnitt aufweist und mit einem
Übergangsstück 22 in einen runden Querschnitt übergeht. Über
einen Krümmer 23 ist der Anschluß an das vertikale Ablaufrohr 2
hergestellt.
An das geschlossene Rohrstück 4 schließt sich der in diesem Fall
rechteckige Behälter 8 an, der an seinen drei nicht zum Rand 20
zeigenden Wandungen mit den vertikalen Schlitzen 16 zur Bildung
der Einlauföffnung 15 ausgestattet ist. Innerhalb des Behälters
8 befindet sich vor dem gesamten Querschnitt des Rohrstücks 4,
also der Ablauföffnung 6, ein als Wehr fungierender Kasten 7' in
der Höhe des Wasseranstaugrenzwerts H, der somit als Anstauein
richtung fungiert. Ein Ablauf über das horizontale Ablaufrohr 21
kann daher erst stattfinden, wenn das auf der Fläche 1 stehende
Wasser den Wasseranstaugrenzwert H erreicht bzw. überschritten
hat.
Bei dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel befindet
sich vor den Wandungen des Behälters 8 umlaufend der Kasten 7',
der außerhalb des Behälters die Funktion der Anstaueinrichtung
übernimmt.
Bei dem in Fig. 6 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das
Übergangsstück 22 so ausgebildet, daß sich eine von der Höhe der
Fläche 1 erhebende Stufe 7" bildet, deren Höhe dem Wasseran
staugrenzwert H entspricht. Demgemäß übernimmt hier die Stufe
7" die Funktion der Wasseranstaueinrichtung, da vor Erreichen
des Wasseranstaugrenzwerts H kein Wasser über das horizontale
Ablaufrohr 21 und das vertikale Ablaufrohr 2 abfließen kann.
Fig. 10 zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine Notablaufvor
richtung mit einem horizontalen Ablaufrohr 21, bei dem der Was
seranstaugrenzwert H wiederum durch einen hochgesetzten Behälter
8 in einer den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 5 und 6 ana
logen Form bestimmt wird. Die Einlauföffnung 15 wird hier - wie
bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 - durch kleine verti
kale Schlitze 16 und Öffnungen 16' im Boden 11 des Behälters 8
gebildet. Eine Wandung 24 vor dem Querschnitt des horizontalen
Ablaufrohrs 21 sorgt dafür, daß erst nach Übersteigen des Was
seranstaugrenzwerts H Wasser in das horizontale Ablaufrohr 21
eintreten kann.
Fig. 11 verdeutlicht, daß das Gehäuse 8 nicht rechteckig ausge
bildet sein muß, sondern in dem dargestellten Ausführungsbei
spiel eine in Draufsicht halbkreisförmige Kontur aufweist.
Die erfindungsgemäße Notablaufvorrichtung sorgt für eine durch
die Unterdruckwirkung schlagartig einsetzende Abführung großer
Wassermengen, so daß beim Überschreiten des Wasseranstaugrenz
wertes ein weiteres wesentliches Ansteigen des Wasserspiegels
auf der Fläche 1 um mehr als 1 oder 2 cm sicher verhinderbar
ist.
Claims (13)
1. Notablaufvorrichtung für eine mit Wasserabläufen entwäs
serte Fläche (1), insbesondere Flachdach, mit einer Ablauf
öffnung (6), mit einer die Höhe eines Wasseranstaugrenzwer
tes (H) zu der Fläche (1) bestimmenden Anstaueinrichtung
(7) und mit einem mit der Ablauföffnung (6) in Verbindung
stehenden vertikalen Ablaufrohr (2), dadurch gekenn
zeichnet, daß in Strömungsrichtung der Ablauföffnung (6)
ein Behälter (8) vorgeschaltet ist, der eine Seitenwandung
(9) aufweist, die bis zu einer Höhe, die kleiner als die
Höhe der Seitenwandung (9) ist, wenigstens eine Einlauföff
nung (15) aufweist und oberhalb der Einlauföffnung (15) mit
einer Deckelwandung (10) einen luftdicht abgeschlossenen
Raum bildet.
2. Notablaufvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß sich die Einlauföffnung (15) bis in den Bereich
der Höhe der Anstaueinrichtung (7) erstreckt.
3. Notablaufvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß sich die Einlauföffnung (15) bis in die oder un
terhalb der Höhe der Anstaueinrichtung (7) erstreckt.
4. Notablaufvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß sich die Einlauföffnung (15) an
dererseits bis zum unteren Rand der Seitenwandung (9) er
streckt.
5. Notablaufvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß die Einlauföffnung (15) durch
eine Vielzahl von Schlitzen (16) gebildet ist.
6. Notablaufvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß die Schlitze (16) vertikal gerichtet sind.
7. Notablaufvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß der Behälter (8) zur ebenen
Fläche (1) hin mit einem Boden (11) abgeschlossen ist.
8. Notablaufvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß die Anstaueinrichtung (7) durch
den Rand (7) eines Rohrstücks (4) gebildet ist.
9. Notablaufvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich
net, daß das Rohrstück (4) unmittelbar in das vertikale
Ablaufrohr (2) mündet.
10. Notablaufvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Rand (7) der Einlauföffnung (6)
trichterförmig aufgeweitet ist.
11. Notablaufvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich
net, daß die Einlauföffnung (6) eine nach radial bis zur
Horizontalen umgebogenen Rand (7) aufweist.
12. Notablaufvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß sich die Anstaueinrichtung (7',
7") außerhalb des Behälters (8) befindet.
13. Notablaufvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeich
net, daß die Anstaueinrichtung als sich über die Fläche (1)
erhebende Stufe (7") vor oder in einem horizontalen Ab
laufrohr (21) ausgebildet ist, das in das vertikale Ablauf
rohr (2) übergeht.
Priority Applications (6)
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|---|---|---|---|
| DE19912012A DE19912012C2 (de) | 1999-03-17 | 1999-03-17 | Notablaufvorrichtung |
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19912012A DE19912012C2 (de) | 1999-03-17 | 1999-03-17 | Notablaufvorrichtung |
Publications (2)
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