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Die Erfindung betrifft eine Sedimentationseinrichtung für in Flüssigkeit, insbesondere Niederschlagswasser, enthaltenem Material.
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Derartige Sedimentationseinrichtungen sind bereits seit langem bekannt. Ein wichtiges Anwendungsgebiet solcher Sedimentationseinrichtungen ist das Abscheiden von Material aus Regenwasser, insbesondere bei einem Regenereignis mitgeschwemmter Schmutz, Staub, Dreck usw.. Bei nach Stark-Niederschlägen gefüllten Regenwasserrückhaltesystemen besteht der Bedarf, das angestaute Regenwasser wieder abzuleiten. Ein Ableiten des aufgeschauten Regenwassers ohne Zwischenschaltung einer Sedimentationseinrichtung in die Kanalisation oder zum Zwecke der Versickerung ist problematisch.
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Eine Sedimentationseinrichtung in Form einer hydrodynamischen Behandlungsvorrichtung ist beispielsweise in der
EP 1 651 325 B1 beschrieben. Die dort offenbarte Behandlungseinrichtung besitzt eine zylindrische Außenwand, an deren Mantelfläche ein Einlass für Flüssigkeit ausgebildet ist. Der Einlass führt in einen Stauraum, der wiederum in eine äußere Abtrennungskammer mündet. An der Unterseite der äußeren Abtrennungskammer befindet sich ein trichterförmiges Bodenelement, mit einer zentralen Öffnung über die die äußere Abtrennungskammer mit einem Sedimentationsraum oder Sumpf verbunden ist. Die äußere Abtrennungskammer wird von einer inneren Abtrennungskammer durchsetzt, die ebenfalls eine zylindrische Kammerwand aufweist. In der Mantelfläche dieser Kammerwand sind Eintrittsöffnungen ausgebildet, in die Flüssigkeit, insbesondere Wasser von außen nach innen in die innere Abtrennungskammer einströmen kann. Die innere Abtrennungskammer ist bodenseitig geschlossen, sodass Flüssigkeit nach dem Eintreten in die innere Abtrennungskammer hochsteigt und zu einem ebenfalls an der Mantelfläche der Kammerwand ausgebildeten Auslass gelangt und von dort aus der Behandlungsvorrichtung abströmt. Die Durchströmung der Behandlungsvorrichtung erfolgt also von außen nach innen, wobei die Strömung zunächst nach unten über den Sumpf geleitet wird und von dort wieder nach oben gerichtet ist.
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In der
EP 2 957 683 B1 ist eine Abwasserbehandlungsanordnung beschrieben, die einen Schacht aufweist, in den ein Ringraumpaar mit einem in Höhenrichtung des Schachts oberen Ringraum und einem unteren Ringraum aufgenommen ist. Die Abwasserbehandlungsanordnung wird im Aufstrom durchströmt, das heißt an der Mantelfläche des Schachts befindet sich ein Einlauf und ein demgegenüber höher gelegener Ablauf, wobei mehrere Ringraumpaare im Schachtinneren aufgenommen und im Aufstrom durchströmt werden, sodass im Wasser beziehungsweise in der Flüssigkeit befindliche Schwebstoffe bzw. Sedimente zurückgehalten werden.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Sedimentationseinrichtung zu schaffen, die einfach aufgebaut und kostengünstig ist und mit der ein hoher Durchsatz an zu reinigender Flüssigkeit möglich ist.
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Diese Aufgabe wird durch eine Sedimentationseinrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen dargestellt.
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Die erfindungsgemäße Sedimentationseinrichtung für in Flüssigkeit, insbesondere Niederschlagswasser, enthaltenem Material weist einen Sedimentationseinsatz auf, der in Gebrauchslage in ein Schachtelement eingesetzt ist, wobei der Sedimentationseinsatz eine Einlaufkammer aufweist, die durch eine mit einer seitlichen Einlauföffnung ausgestattete Einlaufkammer-Seitenwand begrenzt ist und an ihrer Unterseite eine Austrittsöffnung aufweist, wobei der Austrittsöffnung eine Strömungsbrechereinrichtung zur Strömungsbrechung einer zwischen der Einlauföffnung und einer Auslauföffnung in einer Durchströmrichtung erzeugten Flüssigkeitsströmung zugeordnet ist, und wobei der Sedimentationseinsatz eine die Einlaufkammer ringförmig umgebene Auslaufkammer aufweist, die durch eine innere Auslaufkammer-Seitenwand einen Boden und eine äußere Auslaufkammer-Seitenwand begrenzt ist, wobei an der Begrenzung der Auslaufkammer die Auslauföffnung ausgebildet ist, und wobei die äußere Auslaufkammer-Seitenwand als Überfall ausgebildet ist.
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Die Durchströmung erfolgt in diesem Fall also von innen nach außen und von dort über einen Überfall zur Auslauföffnung. In der Gebrauchslage der Sedimentationseinrichtung kann der Ringraum zwischen der Schachtwand und dem Sedimentationseinsatz eine äußere Kammer bilden, während das Innere des Sedimentationseinsatzes die innere Kammer bilden kann, die zunächst angeströmt wird, bevor die Flüssigkeit in die äußere Kammer tritt. Eine Anpassung der Schachtelemente an den Sedimentationseinsatz ist nicht notwendig, das heißt der Sedimentationseinsatz kann in einfacher Weise in ein Schachtelement eingesetzt werden. Flüssigkeit läuft mithin zunächst in die Einlaufkammer ein, die derart ausgebildet ist, dass eine Flüssigkeitsströmung erzeugt wird, die einen hohen Durchsatz durch den Sedimentationseinsatz ermöglicht. Die Flüssigkeitsströmung wird jedoch durch die Strömungsbrechereinrichtung gebrochen, wodurch verhindert wird, dass abgesetzte Sedimente wieder aufgewirbelt werden. Die nach dem Passieren der Austrittsöffnung aufsteigende Flüssigkeit ist weitestgehend frei von Sedimenten und gelangt dann über den Überfall zur Auslauföffnung.
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In besonders bevorzugter Weise ist die Einlaufkammer-Seitenwand zylindrisch ausgebildet.
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In besonders bevorzugter Weise weist die Einlaufkammer einen der Einlauföffnung zugeordneten Einlaufabschnitt und einen in Durchströmungsrichtung dem Einlaufabschnitt nachgeschalteten der Austrittsöffnung zugeordneten Austrittsabschnitt auf.
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Zweckmäßigerweise ist der Austrittsabschnitt trichterförmig ausgebildet.
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Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist die innere Auslaufkammer-Seitenwand von der Einlaufkammer-Seitenwand gebildet. Alternativ wäre es jedoch auch denkbar, dass die Auslaufkammer eine separat von der Einlaufkammer-Seitenwand ausgebildete innere Auslaufkammer-Seitenwand aufweist.
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In besonders bevorzugter Weise ist in Durchströmungsrichtung nach der Einlauföffnung in der Einlaufkammer ein Strömungsleitelement derart angeordnet, dass einströmende Flüssigkeit in eine Tangentialströmung versetzbar ist. Das Strömungsleitelement kann beispielsweise als im Strömungsweg der durch die Einlauföffnung einströmenden Flüssigkeit liegender Abweiser, insbesondere in Form einer Abweiserplatte, ausgebildet sein.
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Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist der Überfall als Wehr ausgebildet.
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In besonders bevorzugter Weise ist das Wehr als Zacken ausgebildet, mit einer Vielzahl in Umfangsrichtung der äußeren Auslaufkammer-Seitenwand die Oberkante der äußeren Auslaufkammer-Seitenwand bildenden Zacken.
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Zweckmäßigerweise weisen die Zacken die Form gleichschenkliger Dreiecke auf. Es können jedoch auch andere Überströmströmquerschnitte, insbesondere andere Dreiecksgeometrien eingesetzt werden. Maßgeblich dabei ist, dass ein gleichmäßiges Überströmen über das Wehr möglich ist, selbst wenn das Wehr nicht exakt horizontal ausgerichtet ist.
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Bei einer Weiterbildung der Erfindung weist die Strömungsbrechereinrichtung wenigstens ein, insbesondere mehrere quer zur Strömungsrichtung stehende Strömungsbrecherelemente auf. Maßgeblich dabei ist, dass insbesondere eine in der Einlaufkammer vorherrschende Tangentialströmung mittels der Strömungsbrecherelemente gebrochen wird, sodass der unterhalb der Einlaufkammer befindliche Sumpf beziehungsweise Sedimentationsraum frei von einer turbulenten Strömung ist, was ein Aufwirbeln abgesetzter Sedimente verhindert.
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In besonders bevorzugter Weise sind die Strömungsbrecherelemente in Durchströmungsrichtung der Austrittsöffnung nachgeschaltet.
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Zweckmäßigerweise sind die Strömungsbrecherelemente schwertartig ausgebildet.
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In besonders bevorzugter Weise bilden die Strömungsbrecherelemente ein Standgestell, auf dem der Sedimentationseinsatz in der Gebrauchslage im Schachtelement steht.
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Bei einer Weiterbildung der Erfindung weist die Strömungsbrechereinrichtung ein Gitter auf, das vorzugsweise in oder unterhalb der Austrittsöffnung angeordnet ist.
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Zweckmäßigerweise ist die Auslauföffnung an der äußeren Auslaufkammer-Seitenwand angeordnet.
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In besonders bevorzugter Weise ist die Auslauföffnung höhenverstellbar. Dadurch ist es möglich, ein Höhenunterschied zwischen einer am Schachtelement ausgebildeten Ablauföffnung und der Auslauföffnung des Sedimentationseinsatzes auszugleichen. Die Höhenverstellbarkeit kann beispielsweise durch einen in der Höhe verstellbaren Schieber mit Blendenöffnung durchgeführt werden.
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In besonders bevorzugter Weise besteht der Sedimentationseinsatz aus Kunststoff. Beispielsweise kann es sich bei dem Sedimentationseinsatz um ein mittels Rotationsformen hergestelltes Kunststoffteil handeln.
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Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- 1 einen Längsschnitt durch ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Sedimentationseinrichtung,
- 2 eine perspektivische Draufsicht auf die Sedimentationseinrichtung von 1,
- 3 eine perspektivische Ansicht des Sedimentationseinsatzes der Sedimentationseinrichtung von 1,
- 4 eine perspektivische Ansicht aus gegenüber 3 anderer Richtung auf den Sedimentationseinsatz von 1,
- 5 eine Seitenansicht auf den Sedimentationseinsatz von 3 und
- 6 eine 90° gegenüber 5 gedrehte Seitenansicht des Sedimentationseinsatzes von 3.
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Die 1 bis 6 zeigen ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Sedimentationseinrichtung 11. Die Sedimentationseinrichtung 11 wird im folgenden beispielhaft beim Einsatz zur Abscheidung von in Niederschlagswasser enthaltenem Material, insbesondere Sedimenten in Form von Schmutzpartikeln beschrieben. Prinzipiell wäre es möglich, mit der Sedimentationseinrichtung 11 auch andere Flüssigkeiten als Wasser zu behandeln, jedoch ist das Hauptanwendungsgebiet die Behandlung von Niederschlagswasser, insbesondere Regenwasser.
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Im beschriebenen Beispielsfall kann die Sedimentationseinrichtung 11 beispielsweise einem Regenrückhaltebecken vor- oder nachgeschaltet oder im Regenrückhaltebecken angeordnet sein, sodass im Regenrückhaltebecken aufgestautes Niederschlagswasser über die Sedimentationseinrichtung abgeleitet werden kann. Eine unbehandelte Ableitung von aufgestautem Niederschlagswasser beispielsweise aus einem Regenrückhaltebecken in die Kanalisation, in ein Gewässer oder zum Zwecke der Versickerung ist gemäß Trennerlaß des Gesetzgebers nicht mehr zulässig, sodass der Bedarf besteht, solch aufgestautes Niederschlagswasser zu behandeln.
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Der Einsatz der erfindungsgemäßen Sedimentationseinrichtung 11 ist jedoch nicht an ein Regenrückhaltebecken gekoppelt, sondern die Sedimentationseinrichtung 11 kann überall dort eingesetzt werden, wo Niederschlagswasser in die Kanalisation, in ein Gewässer oder zur Versickerung abgegeben wird.
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Wie insbesondere in 1 dargestellt, besitzt die Sedimentationseinrichtung 11 einen Sedimentationseinsatz 12, der in Gebrauchslage in ein Schachtelelement 13 eingesetzt ist. Das in 1 beispielhaft gezeigte Schachtelement 13 besteht in der Regel aus Betonmaterial und ist im Erdreich eingegraben. Das Schachtelement 13 besitzt einen Schachtmantel 14, der oberseitig offen ist und unterseitig durch einen Schachtboden 15 geschlossen ist. Der untere Teil des Schachtelements 13 und der Schachtboden 15 bilden gemeinsam einen Sumpf oder Sedimentsammelraum. Der Schachtmantel 14 besitzt zweckmäßigerweise eine zylindrische Form.
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Dadurch, dass das Schachtelement 13 oben offen ist, lässt sich der Sedimentationseinsatz 12 in einfacher Weise von oben her in das Schachtelement 13 einsetzen. Wie insbesondere in 1 gezeigt, besitzt das Schachtelement 13 am Schachtmantel 14 eine Schacht-Einlauföffnung 16 und eine diametral bezüglich einer Schachtelement-Längsachse dieser entgegengesetzt am Schachtmantel 14 angeordnete Schacht-Ablauföffnung 17.
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Der Sedimentationseinsatz 12 ist im Gegensatz zum Schachtelement 13 zweckmäßigerweise ein Kunststoff-Bauteil. Der Sedimentationseinsatz 12 kann beispielsweise durch Kunststoff-Rotationsformen hergestellt werden.
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Der Sedimentationseinsatz 12 besitzt eine Einlaufkammer 18, die durch eine mit einer seitlichen Einlauföffnung 19 ausgestatteten Einlaufkammer-Seitenwand 20 begrenzt ist.
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Wie in den 1 und 2 gezeigt, ist die Einlauföffnung 19 der Einlaufkammer 18 über ein Einlaufrohr 21 mit der Schacht-Einlauföffnung 16 verbunden, wobei das Einlaufrohr 21 über die Außenseite des Schachtmantels 14 hinaus steht.
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Die Einlaufkammer 18 besitzt eine der Einlauföffnung 19 zugeordneten Einlaufabschnitt 22. Der Einlaufabschnitt 22 wird durch einen zylindrischen Teil der Einlaufkammer-Seitenwand 20 begrenzt.
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Die Einlaufkammer 18 weist an ihrer Unterseite eine Austrittsöffnung 23 auf, wobei der Austrittsöffnung 23 eine Strömungsbrechereinrichtung zur Strömungsbrechung einer zwischen der Einlauföffnung 19 und einer Auslauföffnung 24 in einer Durchströmungsrichtung 25 erzeugten Flüssigkeitsströmung zugeordnet ist.
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Die Einlaufkammer 18 besitzt eine in Durchströmungsrichtung 26 dem Einlaufabschnitt 22 der Einlaufkammer 18 nachgeschaltete, der Austrittsöffnung 23 zugeordneten Austrittsabschnitt 27, der im Beispielsfall trichterförmig ausgebildet ist. Der Austrittsabschnitt 27 bildet zweckmäßigerweise einen hydrodynamischen Abscheider. Die Austrittsöffnung 23 befindet sich an der Unterseite des Austrittsabschnitts 27.
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Wie insbesondere in der 2 zu erkennen, ist in Durchströmungsrichtung 26 nach der Einlauföffnung 19 in der Einlaufkammer 18 ein Strömungsleitelement 28 in Form eines Abweisers derart angeordnet, dass einströmendes Wasser in eine Tangentialströmung versetzt wird. Im gezeigten Beispielsfall ist das Strömungsleitelement 28 in Form des Abweisers als Winkelprofil ausgebildet, das zweckmäßigerweise einstückig mit der Einlaufkammer-Seitenwand 20 verbunden ist. Der Abweiser besitzt einen Vertikalschenkel 29, der, wie in 2 gezeigt, in Höhenrichtung der Einlaufkammer 18 verläuft und gegenüber der Mündungsfläche der Einlauföffnung 19 schräg ausgerichtet ist und zwar derart, dass einströmendes Wasser von der als Leitfläche 30 dienende Innenwand des Vertikalschenkels 29 abprallt und in Richtung Innenwand der Einlaufkammer-Seitenwand 20 geführt wird, wo dann eine Tangentialströmung erzeugt wird. Der Vertikalschenkel 29 ist einstückig mit einem Horizontalschenkel 31 verbunden, der winkelig mit dem Vertikalschenkel 29 verbunden ist und ebenfalls einstückig mit der Einlaufkammer-Seitenwand 20 verbunden ist.
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Wie insbesondere in den 3 und 4 gezeigt, besitzt der Sedimentationseinsatz 12 eine die Einlaufkammer 18 ringförmig umgebende Auslaufkammer 32, die durch eine innere Auslaufkammer-Seitenwand, einen Boden 33 und eine äußere Auslaufkammer-Seitenwand 34 begrenzt ist. Wie insbesondere in den 3 und 4 gezeigt, wird die innere Auslaufkammer-Seitenwand im Beispielsfall durch die Einlaufkammer-Seitenwand gebildet. Der Boden der Auslaufkammer 32 und die äußere Auslaufkammer-Seitenwand 34 sind einstückig mit der Einlaufkammer-Seitenwand 20 verbunden. Wie insbesondere in 2 gezeigt, befindet sich die Auslauföffnung 25 an der Begrenzung der Auslaufkammer 32, insbesondere an der äußeren Auslaufkammer-Seitenwand 34.
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Wie insbesondere die Zusammenschau der 3 und 4 zeigt, ist die Auslauföffnung 25 höhenverstellbar.
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Die Höhenverstellbarkeit wird dadurch erzielt, dass die Auslauföffnung 25 Bestandteil eines Schiebers 35 ist, der höhenverstellbar an einer Schieberführung 36 an der äußeren Auslaufkammer-Seitenwand 34 gelagert ist.
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Wie insbesondere in den 1 und 2 dargestellt, ist die Auslauföffnung 25 über ein Auslaufrohr 37 mit der Schacht-Ablauföffnung 17 verbunden. Die Höhenverstellbarkeit der Auslauföffnung 25 insbesondere mittels des Schiebers 35 dient zum Ausgleich eines Höhenunterschieds zwischen der AuslaufÖffnung 25 und der Schacht-Ablauföffnung 17.
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Wie insbesondere in 2 und auch in den 3 bis 6 gezeigt, ist die äußere Auslaufkammer-Seitenwand 34 als Überfall 38 ausgebildet. Der Überfall 38 ist im Beispielsfall als Wehr ausgebildet, zweckmäßigerweise als Zackenwehr. Das Zackenwehr besitzt eine die Oberkante der äußeren Auslaufkammer-Seitenwand 34 bildende Zackenreihe 39 mit einer Vielzahl von in Umfangsrichtung insbesondere in gleichmäßigem Abstand zueinander angeordneten Zacken 40. Die Zacken 40, die auch als Zähne bezeichnet werden können, besitzen im Beispielsfall die Form gleichschenkliger Dreiecke. Somit werden zwischen jeweils benachbarten Zacken 40 dreiecksförmige, insbesondere die Form von gleichschenkligen Dreiecken aufweisende Überströmquerschnitte 41 gebildet. Die dreiecksförmigen Überströmquerschnitte 41 ermöglichen einen gleichmäßigen Überlauf von Wasser, das von außen, das Zackenwehr überströmend in die Auslaufkammer einströmt.
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Wie insbesondere in den 3 und 4 gezeigt, ist der Sedimentationseinsatz 12 mit einer Strömungsbrechereinrichtung 24 ausgestattet. Die Strömungsbrechereinrichtung 24 ist der Austrittsöffnung 23 zugeordnet und dient zur Strömungsbrechung der turbulenten Tangentialströmung in der Einlaufkammer. Dies hat den Zweck, dass sich am Schachtboden 15 abgesetztes Material nicht wieder aufgewirbelt wird. Die Strömungsbrechereinrichtung 24 besitzt mehrere quer zur Strömungsrichtung stehende Strömungsbrecherelemente 42a-c. Wie insbesondere in den 3 und 4 gezeigt, sind die Strömungsbrecherelemente 42a-c in Durchströmungsrichtung 26 der Austrittsöffnung 23 nachgeschaltet, befinden sich also unterhalb der Einlaufkammer 18.
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Die Strömungsbrecherelemente 42a-c sind im Beispielsfall schwertartig ausgebildet und sind im Beispielsfall in Form von drei in regelmäßigen Abständen zueinander sternförmig angeordneten plattenartigen Strömungsbrecherelementen 42a-c gezeigt. Die Strömungsbrecherelemente 42a-c sind einstückig miteinander verbunden und bilden gemeinsam ein Standgestell 43 für die darüber befindliche Einlauf- und Auslaufkammer 18, 32. Beispielsweise ist es möglich, dass die Unterkante der Einlaufkammer-Seitenwand 20 auf dem Standgestellt 43 aufsitzt. Wesentlich dabei ist, wie bereits erwähnt, dass die Strömungsbrecherelemente quer zur Strömungsrichtung stehen. Im gezeigten Beispielsfall entsteht in der Einlaufkammer eine Tangentialströmung die durch die quer dazu ausgerichteten Strömungsbrecherelemente, die in Höhenrichtung ausgerichtet sind, gebrochen wird.
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Wie insbesondere in 3 gezeigt, befinden sich an der Unterseite des Standgestells 43 höhenverstellbare Füße 44 und zwar an wenigstens zwei von den drei Strömungsbrecherelementen angeordnete Füße 44. Dadurch ist es möglich, die Einbaulage des Sedimentationseinsatzes 12 zu justieren.
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Wie ferner in den 3 und 4 gezeigt, sind zwischen jeweils zwei benachbarten Strömungsbrecherelementen 42 Versteifungsstege 45 angeordnet, die dem Standgestell 43 eine ausreichende Stabilität geben.
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Die Strömungsbrechereinrichtung 24 besitzt ferner ein Gitter 46, das im gezeigten Beispielsfall etwas unterhalb der Austrittsöffnung 23 angeordnet ist. Auch das Gitter 46 dient zur Brechung der turbulenten Tangentialströmung in der Einlaufkammer 18.
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Im Betrieb strömt mit Sedimenten belastetes Niederschlagswasser über das Einlaufrohr 21 und die Einlauföffnung 19 in die Einlaufkammer 18 ein. Dabei trifft das einströmende Niederschlagswasser auf das Strömungsleitelement 28 in Form des Abweisers und wird in Richtung Innenwand der Einlaufkammer 18 geleitet. Es entsteht eine Tangentialströmung, die dafür sorgt, dass innerhalb der Einlaufkammer 18 eine relativ hohe Geschwindigkeit und somit ein hoher Durchsatz entsteht. Wasser strömt in der Einlaufkammer 18 nach unten und gelangt in die trichterförmige Auslaufkammer 32, wo es dann über die Austrittsöffnung 23 in das Innere des Schachtelements 13 austritt. Die Strömungsbrechereinrichtung 24 mit den beiden plattenartigen Strömungsbrecherelementen 42 sorgt für die Beruhigung der Strömung, das heißt der Brechung der Tangentialströmung. Mitgeschwemmte Sedimente setzen sich am Schachtboden 15 ab. Die sternförmig angeordnete Strömungsbrecherelemente 42 verhindern eine Tangentialströmung am Schachtboden 15.
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Das Niederschlagswasser steigt nun im Innern des Schachtelements 13 nach oben und überströmt den Überfall 38 in Form des Zackenwehrs. Das überströmende Niederschlagswasser ist im Wesentlichen frei von den sich am Schachtboden 15 abgesetzten Sedimenten. Das Niederschlagswasser gelangt über das Zackenwehr in die Auslaufkammer 32 von wo es lediglich über die Auslauföffnung 25 abfließen kann. Das derart gereinigte Niederschlagswasser fließt dann über die Auslauföffnung 25 ab und kann von dort in die Kanalisation, in ein Gewässer oder zur Versickerung geleitet werden.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- EP 1651325 B1 [0003]
- EP 2957683 B1 [0004]