DE19907740A1 - Verfahren zum Abtrennen eines Rohrstückes von einem zylindrischen Rohr, sowie einer Abtrennvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Abtrennen eines Rohrstückes von einem zylindrischen Rohr, sowie einer Abtrennvorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Abstract
Die erfindungsgemäße Abtrennvorrichtung 1 umfaßt eine Spanneinheit 2 und eine Trenneinrichtung 17, wobei diese Trenneinrichtung 17 wiederum eine Abscherrolle 3 und mindestens eine Gegenrolle 4 umfaßt. Zusätzlich kann zwischen der Spanneinheit 2 und der Gegenrolle 4 ein Kalibrierring 5 vorgesehen sein. DOLLAR A Zum Abtrennen eines Rohrstücks 7 von einem zylindrischen Rohr 6 mittels einer Abtrennvorrichtung 1 sind folgende Arbeitsschritte vorgesehen: DOLLAR A (a) Spannen des Rohrs 6 im Bereich der Trennebene 8, DOLLAR A (b) Einführen einer die Trenneinrichtung 17 mitausbildenden Abscherrolle 3 in das abzutrennende Rohrstück 7 bis zur vorgesehenen Trennebene 8, DOLLAR A (c) Anordnen mindestens einer ebenfalls die Trenneinrichtung 17 mitausbildenden Gegenrolle 4 im Bereich der Trennebene 8 auf der Außenseite des abzutrennenden Rohrstücks 6 (Grundstellung A), DOLLAR A (d) kontinuierliches radiales Verfahren der Trenneinrichtung 17 bei gleichzeitiger Rotation des Rohrs 6 bis zur Abtrennung des Rohstücks 7 von dem übrigen zylindrischen Rohr 6, wobei alternativ zum einen vorgesehen werden kann, daß der Innen- und Außendurchmesser des abzutrennenden Rohrstücks erhalten bleibt oder daß durch die radiale Bewegung der Abscherrolle 3 das abzutrennende Rohrstück aufgeweitet und gleichzeitig abgetrennt oder aufgeweitet und dabei gleichzeitig verformt und abgetrennt wird (Endstellung B).
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Abtrennen eines Rohrstückes von einem
zylindrischen Rohr, sowie einer Abtrennvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Das Abtrennen von Rohrstücken von langgestreckten Rohren wird fertigungstechnisch
derzeit durch Absägen bzw. Abstechen realisiert. Dabei entsteht ein mehr oder weniger
breiter Spalt, der der Dicke des Sägeblattes bzw. der Abstechstahlbreite entspricht. Ferner
entsteht dadurch abzuführender Abfall in Form von Spänen, der in der Regel mit
Kühlemulsion durchsetzt ist.
Ein Nachteil dieses fertigungstechnischen Verfahrens ist, daß ein Verlust an Material durch
den Schnittspalt entsteht. Ferner verursachen diese fertigungstechnischen Verfahren einen
erheblichen Späneabfall, der zudem mit Kühlemulsion durchsetzt ist und der entsprechend
aufbereitet bzw. entsorgt werden muß.
Ein weiterer wesentlicher und für die Fertigung kostenintensiver Verfahrensschritt beim
Trennen von Rohren ist die Notwendigkeit, die abgetrennten Rohrstücke von den Spänen zu
reinigen.
Aus der DE-OS 32 14 275 ist ein Rohrabtrennapparat bekannt, bei dem ein abzutrennendes,
zylindrisches Rohr in eine Vorrichtung eingeführt wird, wobei die Vorrichtung zwei Scherteile
umfaßt, die gegeneinander liegen und gegenseitig entlang einer Schneid- bzw. Trennebene
bewegbar sind. An den Scherteilen sind Bohrungen zur Aufnahme des Rohrs ausgebildet,
die die äußeren Scherkanten bilden. Das Innere des Rohrs wird durch einen Dorn abgestützt,
von dem zwei Abschnitte gegenseitig verschiebbar sind und die inneren Scherkanten bilden.
Das Abscheren eines Rohrabschnitts erfolgt durch eine pendelnde Bewegung.
Ein Nachteil dieser Vorrichtung besteht darin, daß durch den pendelnden Trennvorgang an
den Teilen ein Grat entsteht, der in einem zusätzlichen Arbeitsschritt entfernt werden muß.
Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, ein Verfahren, sowie eine Vorrichtung zur
Durchführung des Verfahrens zu schaffen, mit dem auf einfache Art und Weise, ohne
Materialverluste, beispielsweise ein Rohrstück von einem zylindrisch langgestrecktem Rohr
maschinell abgetrennt werden kann.
Das Lösungsprinzip der Aufgabe besteht darin, ein Verfahren, sowie eine Vorrichtung zur
Durchführung des Verfahrens zu schaffen, bei dem eine Abscherrolle in das abzutrennende
Rohr eingeführt wird und in einem nächsten Verfahrensschritt die Abscherrolle radial nach
außen verfahren wird, wobei das langgestreckte zylindrische Rohr in Rotation versetzt wird.
Dadurch dringt das eingeführte Teil der Abscherrolle in das Material des Rohres ein und
trennt das Rohrstück von dem übrigen Rohr ab.
Die Lösung der Aufgabe wird dadurch erreicht, daß ein Verfahren zum Abtrennen eines
Rohrstücks von einem zylindrischen Rohr vorgeschlagen wird, bei dem die
Abtrennvorrichtung eine Spanneinrichtung zum Spannen des zylindrischen Rohres und einer
Trenneinrichtung zum Trennen des Rohrstückes von dem zylindrischen Rohr entlang einer
Trennebene umfaßt, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
- a) Spannen des Rohrs im Bereich der Trennebene,
- b) Einführen einer einen Bestandteil der Trenneinrichtung bildenden Abscherrolle in das abzutrennende Rohrstück bis zur vorgesehenen Trennebene,
- c) Anordnen mindestens einer ebenfalls einen Bestandteil der Trenneinrichtung bildenden Gegenrolle im Bereich der Trennebene auf der Außenseite des abzutrennenden Rohrstückes,
- d) kontinuierliches radiales Verfahren der Trenneinrichtung bei gleichzeitiger Rotation des Rohres bis zur Abtrennung des Rohrstückes von dem übrigen zylindrischen Rohr.
Ferner wird eine Abtrennvorrichtung zum Abtrennen eines Rohrstücks von einem
zylindrischen Rohr vorgeschlagen, umfassend eine Spanneinrichtung zum Spannen des
zylindrischen Rohres sowie einer Trenneinrichtung zum Trennen des Rohrstücks von dem
zylindrischen Rohr, dadurch gekennzeichnet, daß die Trenneinrichtung
- - eine Abscherrolle umfaßt, wobei ein Teil dieser Abscherrolle einen Durchmesser aufweist, der nahezu dem Innendurchmesser des abzutrennenden Rohrs entspricht und
- - mindestens eine Gegenrolle umfaßt, die auf den Umfang des abzutrennenden Rohrstücks aufsetzbar ist.
Zum Abtrennen eines Rohrstückes von einem sehr langen Rohr wird das langgestreckte
Rohr mittels einer Spanneinrichtung beispielsweise einem Spannbackenfutter mit drei
Spannbacken gespannt. Vorzugsweise ist von der vorgesehenen Trennebene aus vor den
Spannbacken ein sogenannter Kalibrierring angeordnet, der vorteilhafterweise eine
Gratbildung oder unsauberes Trennen des Rohrstückes von dem übrigen Rohr verhindert.
In das abzutrennende Rohrstück fährt nun zentrisch eine Abscherrolle ein, deren
Außendurchmesser vorzugsweise nur geringfügig kleiner ist als der Innendurchmesser des
Rohrstücks. Die Abscherrolle weist auf ihrem in das Rohrstück einzuführenden Umfang einen
Schneidlinie auf, die vorzugsweise geringfügig aus der Umfangsfläche heraussteht und mit
Hilfe der ein einfaches Abtrennen des Rohrstücks ermöglicht. Vorteilhafterweise weist auch
der Kalibrierring auf der der Abscherrolle zugewandten Seite ebenfalls eine Schneidlinie auf,
so daß das Abtrennen des Rohrstücks von dem übrigen Rohr erleichtert wird.
Die Abscherrolle fährt zum Abtrennen des Rohrstückes von dem übrigen Rohr bis an eine
zuvor festgelegte Trennebene in das Rohrstück hinein. Von Außen fahren gleichzeitig
vorzugsweise zwei Rollen an den Außenmantel des abzutrennenden Rohrstück zum
Gegenhalten heran. Das Rohr selbst wird in Rotation versetzt und die Abscherrolle fährt nun
mit einem der Drehzahl angeglichenen Vorschub in das Material des abzutrennenden
Rohrstückes hinein. Dadurch beginnt der Abtrennvorgang.
Es besteht nun die Möglichkeit, daß insbesondere bei der Bearbeitung von dünnwandigen
Rohren die Gegenrollen in ihrer Lage ortsfest und in sich drehbar gelagert sind, so daß das
abzutrennende Rohrstück seinen ursprünglichen Durchmesser beibehält.
Eine alternative Ausführung dieses erfinderischen Verfahrens besteht darin, dass ein
Abtrennen eines Rohrstücks ohne Durchmesser- und Wanddickenänderung derart
durchgeführt werden kann, indem das abzutrennende Rohrstück durch die radiale Bewegung
der Abscherrolle lediglich lokal verformt und während des Abtrennvorgangs durch die
Gegenrollen wieder rundgeformt wird.
Alternativ hierzu kann vorgesehen werden, daß mit dem Trennvorgang gleichzeitig ein
Aufweiten des abzutrennenden Rohrstücks verbunden ist. Dies wird dadurch erreicht, daß
die beiden Gegenrollen mit einem entsprechenden Gegendruck arbeiten, so daß durch die
radiale Bewegung der Abscherrolle das abzutrennende Rohrstück aufgeweitet wird. Ist der
gewünschte Durchmesser erreicht, so üben die Gegenrollen in einem weiteren Arbeitsschritt
einen grösseren Gegendruck auf das Rohrstück aus und der Abtrennvorgang kann
beginnen. Nach entsprechendem Vorschubweg der Abscherrolle wird das nun im
Durchmesser geänderte Rohrstück vom langgestreckten zylindrischen Rohr abgeschert.
Hierfür ist es nicht notwendig, daß die Schneidlinie definierte Winkel aufweist. Es reicht aus,
daß die Schneidlinie der Abscherrolle und die Schneidlinie des Kalibrierrings jeweils einen
Winkel von 90° aufweisen.
Durch das alternativ vorgestellte Verfahren ergibt sich u. a. der Vorteil, daß das Transport-
bzw. Lagervolumen von zu bearbeitenden Rohren gesenkt wird, da aufgrund der
gleichzeitigen Aufweitung unterschiedliche Rohrdurchmesser realisiert werden können, so
daß nur eine bestimmte Anzahl von definierten Rohrdurchmessern gelagert bzw. transportiert
werden muß. Voraussetzung hierfür ist, daß bei Aufweitung des abzutrennenden Rohrstücks
die Wandungsdicke verringert wird.
Die Gegenrollen können entweder federbelastet gelagert sein oder die Gegenrollen werden
abhängig vom gewünschten Durchmesser des Rohrstücks mittels einer Steuerung
entsprechend positioniert.
Bei beiden vorgestellten Verfahren entfallen die Späneentsorgungen, da die Abscherung
ohne Spanentwicklung und auch vorzugsweise ohne Kühlmittelzufuhr erfolgt.
Durch das Entfallen des Abtrennspaltes und Reduzierung des Reststückes beim Abtrennen
können aus den langgestreckten Rohren wesentlich mehr Teile gewonnen werden.
Ein weiterer Vorteil dieser Verfahren besteht darin, daß mit einem niedrigeren
Rohmaterialpreis im Vergleich zu herkömmlichen Trennverfahren aufgrund der Einsparung
des Zerspanungsvolumens gerechnet werden kann.
Ferner ist es denkbar, daß das in das Rohrstück eingeführte Teil eine entsprechende
Außenkontur aufweist. Dadurch kann gewährleistet werden, daß das abgetrennte Rohrstück
beispielsweise eine sphärische Form in einem Arbeitsgang mit dem Trennvorgang erhält.
Auch dadurch werden an sich notwendige Arbeitsvorgänge eingespart.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung der in den Zeichnungen schematisch dargestellten
Ausführungsbeispielen.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung im Schnitt, wobei
die Abscherrolle in das Rohr eingeführt ist;
Fig. 2 eine Seitenansicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäss Fig. 1,
wobei in der unteren Hälfte die Grundstellung der Abscherrolle und in der
oberen Hälfte die Endstellung der Abscherrolle mit dem jeweiligen Rohrstück
dargestellt ist;
Fig. 3 eine Vorderansicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung gem. Fig. 1, jedoch
ohne Spanneinheit und ohne Kalibrierring;
Fig. 4 eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispieles der
erfindungsgemäßen Vorrichtung, im Schnitt.
Die erfindungsgemäße Abtrennvorrichtung 1 umfaßt eine Spanneinheit 2 und eine
Trenneinrichtung 17, wobei diese Trenneinrichtung 17 wiederum eine Abscherrolle 3 und
mindestens eine Gegenrolle 4 umfaßt. Bei dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten
Ausführungsbeispiel ist zusätzlich zwischen der Spanneinheit 2 und der Gegenrolle 4 ein
Kalibrierring 5 vorgesehen.
Das zu trennende Rohr 6 wird in der Spanneinheit 2 derart gespannt, daß diese nahe des
Bereichs der Trennebene 8 am Außenmantel 9 des Rohrs 6 angreift. Zwischen der
Schnittebene 8 und der Spanneinheit 2 ist der Kalibrierring 5 angeordnet, wobei der
Kalibrierring 5 an seiner, zur Trennebene 8 hinweisenden Seite, im Bereich des
Außenmantels 9 des Rohres 6 eine scharfkantige Schneidlinie 10 vorgesehen hat.
Wie in Fig. 3 dargestellt, sind bei diesem Ausführungsbeispiel vorzugsweise zwei
Gegenrollen 4 vorgesehen, die vorzugsweise im Winkel von 90° zueinander angeordnet sind.
Ein in den Figuren nicht dargestellter Antrieb versetzt das Rohr 6 in Rotation.
Die Abscherrolle 3 ist vorzugsweise zweiteilig aufgebaut, wobei ein erster Teil 3a der
Abscherrolle 3 derart ausgebildet ist, daß dieses Teil 3a in das Rohr 6 hinein verfahren
werden kann. Der übrige Teil 3b der Abscherrolle ist in seinem Durchmesser größer als der
Innendurchmesser des abzutrennenden Rohrstücks 7 bemessen. Am freien Ende des Teils
3a der Abscherrolle 3 ist jeweils zum Innenmantel 11 des Rohres 6 eine umlaufende
Schneidlinie 12 vorgesehen.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Verfahren zum Abtrennen eines
Rohrstücks von einem zylindrischen Rohr dargestellt.
In einer ersten Grundstellung A wird die Abscherrolle 3 in das Rohr 6 eingeführt, und zwar so
weit, bis ein an der Abscherrolle vorgesehener Anschlag 13 an die Stirnseite 14 gelangt.
Alternativ hierzu kann auch vorgesehen werden, daß die Abscherrolle mittels eines
Steuerantriebes um eine definierte Strecke in das Rohr eingeschoben wird, so daß eine
zweiteilige Ausbildung der Abscherrolle nicht notwendig ist.
Anschließend wird das langgestreckte Rohr durch einen in der Zeichnung nicht näher
dargestellten Antrieb in Rotation versetzt, wobei gleichzeitig, wie in Fig. 3 dargestellt, die
Abscherrolle 3 einen Vorschub ausführt, der radial (Pfeil 15 in Fig. 3) von dem Inneren des
Rohrs nach außen gerichtet ist. Dadurch vollzieht die Abscherrolle 3 einen Arbeitshub 16.
Gleichzeitig mit dem Abschervorgang wird durch den Vorschub der Abscherrolle das
abzutrennende Rohrstück aufgeweitet. Dies bedeutet, daß der Innendurchmesser des
Rohrstückes verändert, wobei sich ebenfalls die Wandungsdicke des Rohrstückes 7
verändern kann. Durch die Veränderung der Wandungsdicke kann auch eine Verfestigung
des Materials eintreten.
Ist der vorgesehene Arbeitshub 16 erreicht, so ist das Rohrstück 7 von dem übrigen Rohr 6
abgetrennt (siehe Endstellung B in Fig. 2).
Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
handelt es sich um eine Abwandlung der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung. Sie
unterscheidet sich dadurch, daß das Teil 3a der Abscherrolle, das in das abzutrennende
Rohrstück 7 eingeführt wird, gleichzeitig als Formgebungsteil ausgebildet ist, wobei die
Gegenrollen 4 ebenfalls entsprechend ausgebildet sein müssen. Im vorliegendem Fall ist
dieses Teil 3a sphärisch ausgebildet. Dadurch läßt sich in einem einzigen Arbeitsvorgang ein
Rohrstück von einem langen Rohr abtrennen verformen und gleichzeitig verfestigen, wobei
während des Arbeitsvorgangs keine zu entsorgende Späne anfallen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung sowie das erfindungsgemäße Verfahren beschränken
sich nicht nur auf die Verarbeitung von langgestreckten Rohren. Es lassen sich die
Gegenstände verarbeiten, die rotationssymmetrisch aufgebaut sind und einen Hohlraum
aufweisen, in den die Abscherrolle eingeführt werden kann.
1
Abtrennvorrichtung
2
Spanneinheit
3
Abscherrolle
4
Gegenrolle
5
Kalibrierring
6
Rohr
7
Rohrstück
8
Trennebene
9
Außenmantel des Rohrs
6
10
Schneidkeil des Kalibrierrings
5
11
Innenmantel des Rohrs
6
12
Schneidkante der Abscherrolle
3
13
Anschlag
14
Stirnseite
15
Pfeil (
Fig.
3)
16
Arbeitshub
A Grundstellung
B Endstellung
A Grundstellung
B Endstellung
Claims (17)
1. Verfahren zum Abtrennen eines Rohrstücks (7) von einem zylindrischen Rohr (6)
mittels einer Abtrennvorrichtung (1), die aus einer Spanneinrichtung (2) zum Spannen
des zylindrischen Rohres (6) und einer Trenneinrichtung (17) zum Trennen des
Rohrstückes (7) von dem zylindrischen Rohr (6) besteht, gekennzeichnet durch
folgende Verfahrensschritte:
- a) Spannen des Rohrs (6) im Bereich der Trennebene (8),
- b) Einführen einer die Trenneinrichtung (17) mitausbildenden Abscherrolle (3) in das abzutrennende Rohrstück (7) bis zur vorgesehenen Trennebene (8),
- c) Anordnen mindestens einer ebenfalls die Trenneinrichtung (17) mitausbildenden Gegenrolle (4) im Bereich der Trennebene (8) auf der Außenseite des abzutrennenden Rohrstückes (6),
- d) kontinuierliches radiales Verfahren der Trenneinrichtung (17) bei gleichzeitiger Rotation des Rohres (6) bis zur Abtrennung des Rohrstückes (7) von dem übrigen zylindrischen Rohr (6).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufweitung des
abzutrennenden Rohrstücks (7) mindestens eine Gegenrolle (4) parallel zur Bewegung
der Abscherrolle (3) mitgeführt wird, bis der gewünschte Außendurchmesser des
Rohrstücks (7) erreicht ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufweitung des
abzutrennenden Rohrstücks (7) mindestens eine Gegenrolle (4) entsprechend der
Wanddickenänderung des abzutrennenden Rohrstücks (7) mitgeführt wird, bis der
gewünschte Außendurchmesser des Rohrstücks (7) erreicht ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenrollen (4) das
durch die Bewegung der Abscherrolle (3) aufgeweitete Rohrstück (7) in seinen
ursprünglichen Durchmessermasse zurückverformt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß in einem ersten Verfahrensschritt unmittelbar an der Trennebene (8) ein
Kalibrierring (5) anzubringen ist.
6. Abtrennvorrichtung zum Abtrennen eines Rohrstücks (7) von einem zylindrischen Rohr
(6), aufweisend eine Spanneinrichtung (2) zum Spannen des zylindrischen Rohres (6),
sowie eine Trenneinrichtung (17) zum Trennen des Rohrstücks (7) von dem
zylindrischen Rohr (6), dadurch gekennzeichnet, daß die Trenneinrichtung (17)
- - eine Abscherrolle (3) umfaßt, wobei ein Teil (3a) dieser Abscherrolle (3) einen Durchmesser aufweist, der nahezu dem Innendurchmesser des abzutrennenden Rohrstücks (7) entspricht und
- - mindestens eine Gegenrolle (4) umfaßt, die auf den Umfang des abzutrennenden Rohrstücks (7) aufsetzbar ist.
7. Abtrennvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der
Trennebene (8) zusätzlich auf dem Außenmantel (9) des Rohrs (6) ein Kalibrierring (5)
aufsetzbar ist.
8. Abtrennvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwei
Gegenrollen (4) vorgesehen sind.
9. Abtrennvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenrollen
(4) im Winkel von 90° zueinander angeordnet sind.
10. Abtrennvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß am freien Ende der Abscherrolle (3) ein Schneidkeil vorgesehen
ist.
11. Abtrennvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
am freien Ende der Abscherrolle (3) eine Schneidlinie (12) vorgesehen ist.
12. Abtrennvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß an der der Trennebene (8) und dem Außenmantel (9) des Rohrs
(6) zugewandten Seite am Kalibrierring (5) ein Schneidkeil vorgesehen ist.
13. Abtrennvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß an der der Trennebene (8) und dem Außenmantel (9) des Rohrs (6) zugewandten
Seite am Kalibrierring (5) eine Schneidlinie (10) vorgesehen ist.
14. Abtrennvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gegenrolle (4) ortsfest drehbar gelagert ist.
15. Abtrennvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gegenrolle (4) radial verschiebbar und drehbar gelagert ist.
16. Abtrennvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Außenkontur der Gegenrolle(n) (4) der Außenkontur des in
das Rohrstück (7) einführbaren Teils (3a) der Abscherrolle (3) entspricht.
17. Abtrennvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Teil (3a) der Abscherrolle (3) der gewünschten
Fertigungsform des Rohrstücks (7) entspricht.
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| DE1999107740 DE19907740B4 (de) | 1999-02-23 | 1999-02-23 | Verfahren zum Abtrennen eines Rohrstückes von einem zylindrischen Rohr, sowie einer Abtrennvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
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