DE3039237C2 - Vorrichtung zur Umformung eines Runddrahts zu einem Metallband - Google Patents
Vorrichtung zur Umformung eines Runddrahts zu einem MetallbandInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Umformung eines
Runddrahts zu abgeflachtem metallischem Halbzeug größerer
Breite, bei der in einem gemeinsamen Gestell gelagerte Wal
zen, deren formgebende Flächen durch eine exzentrische Lage
rung der Achsen der Walzen einen sich in Umfangsrichtung ver
ändernden Formspalt bilden und wobei die eine Walze mit klei
nerem Durchmesser innerhalb der größeren Walze mit um ein
gewisses Maß (E) exzentrischen Achsen angeordnet und min
destens eine der Walzen mechanisch antreibbar ist.
Eine solche Vorrichtung ist beispielsweise aus der DE-PS 9 23
961 bekannt.
Dünne Metallbänder werden für eine große Zahl verschiedener
Produkte in einer Reihe von Breiten- und Längenabmessungen
als Halbfabrikat benötigt. Derartige Metallbänder lassen sich
in der Regel nicht wirtschaftlich in den benötigten Abmessun
gen herstellen, sondern müssen aus Blechen mit erheblich grö
ßerer Breite auf die jeweils benötigte Breite geschnitten
werden. Das Herstellen von Metallbändern durch Zerteilen von
breiteren Blechen ist jedoch sowohl kostspielig als auch sehr
zeitaufwendig, besonders wenn große zusammenhängende Längen
solcher Bänder gebraucht werden. Lange Metallbänder müssen
nämlich zuerst von einem Blech entsprechender Länge abge
schnitten werden, das üblicherweise aufgewickelt ist und da
her schwierig zu handhaben ist. Dann müssen die Bänder noch
mechanisch nachbearbeitet werden, um die rohen beim Schneiden
entstehenden Kanten zu beseitigen, wenn rechtwinklige und vor
allem gratfreie Kanten der Ränder erforderlich sind.
Es ist im allgemeinen auch nicht wirtschaftlich, einen Me
talldraht nach der konventionellen Walzwerkspraxis durch meh
rere Stationen eines Walzwerks zu schicken, um den Draht in
ein flaches Metallband umzuformen. Bei einer solchen Bearbei
tung in einem konventionellen Walzwerk findet zwischen jedem
Walzenpaar einer Station eine Verformung des Ausgangsmateri
als statt, die ein Wandern des Metalls hauptsächlich in
Längsrichtung bewirkt, wodurch sich das Material beim Durch
gang durch jede Station erheblich verlängert. Dabei erfolgt
jeweils nur eine verhältnismäßig geringe Verformung in der
Breite. Infolgedessen müssen die Walzen der aufeinander fol
genden Stationen des Walzwerks jeweils mit einer höheren Um
fangsgeschwindigkeit angetrieben werden, um das aus der vor
hergehenden Station austretende Walzgut verarbeiten zu kön
nen. Hinzu kommt, daß bei einem konventionellen Walzwerk die
Breite eines durch Walzen eines Metalldrahts erzeugten Bands
im allgemeinen kleiner als der 1,5-fache Drahtdurchmesser
ist. Die hohen erforderlichen Investitionskosten für eine
solches Mehrstufenwalzwerk mit dem benötigten komplizierten
Antriebsmechanismus sind für das Verformen eines Runddrahts
in ein Metallband mit auch noch einer geringeren Breite als
dem 1,5-fachen Ursprungsdurchmesser nicht gerechtfertigt. Da
her werden Metallbänder größerer Breite bisher üblicherweise
durch Zerschneiden eines breiteren Blechmaterials herge
stellt.
Aus der US-PS 1 217 748 ist ferner eine Vorrichtung bekannt,
bei der ein auf Weißglut erhitzter Runddraht in einem konti
nuierlichen Schmiedeprozeß zwischen zwei ineinander liegenden
Walzen mit glatten Oberflächen in ein profiliertes Band mit
größerer Breite als dem Durchmesser des Ausgangsmaterials bei
im wesentlichen gleichbleibender Querschnittsfläche umgeformt
wird. Die Herstellung von flachen Metallbändern mit auf ein
Mehrfaches des Durchmessers des Runddrahts vergrößerter Brei
te war dabei offensichtlich nicht beabsichtigt. Wegen der je
weils einseitigen, d. h. "fliegenden" Lagerung der beiden zu
sammenwirkenden Werkzeugträgerscheiben für die profilierten
umlaufenden Verformungswerkzeuge und der sogar elastisch
nachgiebig ausgebildeten Halterung für die innere Scheibe
sowie des nur eine verhältnismäßig dünne Bodenplatte auf
weisenden Traggestells wäre eine solche Vorrichtung infolge
fehlender Steifigkeit auch keineswegs dazu brauchbar, einen
vorzugsweise im kalten Zustand eingeführten Runddraht auf die
mehrfache Breite des Drahtdurchmessers zu verformen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen,
mit der Metalldraht mit Durchmessern etwa zwischen 1 und 10
mm in Halbzeug bzw. Band mit einer mindestens 2,5-fachen,
vorzugsweise mit einer mehr als 4,5-fachen Breite des Draht
durchmessers, durch einen möglichst einstufigen Walzvorgang
umgeformt werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Pa
tentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen des Gegenstands
des Anspruchs 1 ergeben sich aus den Unteransprü
chen.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung lassen sich Metallbän
der aus Drähten im Durchmesserbereich von etwa 1 und 10 mm
äußerst wirtschaftlich herstellen, da nur ein geringer Bruch
teil der für die Erstellung einer konventionellen Anlage zum
Erzeugen derartiger Bänder durch mehrstufiges Walzen, an
schließendes Unterteilen und gegebenenfalls Nachbearbeiten
aus Blechen benötigten Investitionskosten erforderlich ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung schafft somit die Vorausset
zung dafür, dünne Metallbänder am Standort ihrer Weiterverar
beitung auch durch kleinere Betriebe herzustellen, was
gleichzeitig Einsparungen bei den Transport- und Lagerhal
tungskosten bedeutet.
Weitere Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergeben
sich aus der Beschreibung von in den Zeichnungen dargestell
ten Ausführungsbeispielen.
Es zeigen
Fig. 1 eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrich
tung, teilweise in Ansicht und im Teil-Querschnitt,
Fig. 2 ein mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung herge
stelltes Metallband in zwei Ansichten, die die er
zielte Verbreiterung ohne nennenswerte Verlängerung
beim Verformen erkennen lassen,
Fig. 3 eine schematische Ausführungsform, bei der die
äußere Walze als zwischen drei Walzen geführter
Ringkörper ausgebildet ist.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung wird ein Runddraht 10 mit dem
Durchmesser D durch eine nicht dargestellte Eintrittsöffnung
eines Gestells in die Walzvorrichtung eingeführt. Das Gestell
besteht aus zwei vertikalen parallel zueinander mit einem
gewissen Abstand angeordneten Wangen 14 und 16, die an
ringförmigen Gestellteilen 20 befestigt sind.
Eine kräftig bemessene Welle 25 ist im Gestell zentrisch
mittels der Rollenlager 26 und 28 drehbar abgestützt, die
ihrerseits von den vertikalen Wangen 14 und 16 ge
tragen werden. Der ringförmige Gestellteil 20 trägt eine
äußere ringförmige Walze 30, die durch das Rollenlager 32
drehbar im Gestell angeordnet ist. Die Welle 25 trägt eine
innere Walze 35, die mit der Welle drehfest verkeilt ist. Die
innere Walze 35 ist mit einer glatten teilkugeligen
Oberfläche 36 dargestellt. Die äußere Walze 30 ist frei
drehbar und wird durch Reibung an der Berührungsstelle mit
dem zwischen den beiden Walzen 30 und 35 zu verformenden
Runddraht 10 angetrieben.
Anstatt die Welle 25 der inneren Walze 35 anzutreiben kann
das Antriebsdrehmoment direkt auf die äußere Walze 30 aus
geübt werden bei frei drehbarer inneren Walze 35. Eine solche
- nicht dargestellte - Möglichkeit, das Antriebsdrehmoment
auf die äußere Walze 30 auszuüben, besteht z. B. darin, die
äußere Walze 30 mit einem Kegelzahnkranz zu versehen, der mit
einem durch das Gestell hindurchgeführten Antriebskegel
ritzel kämmt. Die dargestellte Art, die Welle 25 der inneren
Walze 35 anzutreiben, ist jedoch bevorzugt. Es ist jedoch
ebenfalls möglich, beide Walzen anzutreiben und dabei Schwie
rigkeiten infolge der unterschiedlichen Antriebsdrehzahlen
für die beiden Walzen zu vermeiden. Ein solcher Antrieb bei
der Walzen kann als direkter Antrieb einer Walze und eines
von diesem über eine drehmomentgesteuerte Kupplung von diesem
abgenommenen Nebenantriebs für die andere Walze gestaltet
werden.
Wie in Fig. 1 zu erkennen ist, dreht sich die innere Walze
35 um eine erste Achse 42, während sich die äußere Walze 30
um eine zweite Achse 44 dreht, welche gegenüber der ersten
Achse 42 exentrisch versetzt ist. Dieses exzentrische Maß E zwi
schen den Walzen 30 und 35 ergibt einen langen sich verjün
genden Spalt zwischen der äußeren Oberfläche 36 der Walze 35
und der inneren Oberfläche 34 der Walze 30. Fig. 1 zeigt
eine wirksame Zone bzw. einen Verengungsbereich zwischen den
einander gegenüberliegenden Oberflächen 34 und 36. Der
geringste Abstand zwischen den Oberflächen 34 und 36
ist als Spaltweite G bezeichnet, die der Dicke G des
erzeugten Metallbands entspricht.
Die Spaltweite G der beginnenden Trennung der gegenüberlie
genden Oberflächen 34 und 36 beim Ausführungsbeispiel nach
Fig. 1 beträgt weniger als 31% des Durchmessers D des
Runddrahts 10, wobei der Abstand und damit der sich verengende
wirksame Bereich der Walzenoberflächen viermal größer ist als
der Durchmesser D des Runddrahts 10. Unter dieser Bedingung er
gibt ein in den sich verengenden Spalt zwischen den Walzen 30
und 35 eingeführter Runddraht 10 ein Metallband 11, dessen Breite
mindestens das 2,5-fache des ursprünglichen Draht
durchmessers D beträgt. Das so erzeugte Metallband 11 wird
durch eine Auslaßöffnung im vertikalen Gestellteil ent
nommen. Durch die Anwendung des langen sich verengenden
Spalts und die Einbringung des Runddrahts 10 in die wirksame Zone
zwischen den gegenüberliegenden Oberflächen 34 und 36
wird der Runddraht 10 fortschreitend zusammengedrückt und abge
flacht durch eine starke Verlagerung und sich daraus ergeben
des umverteilende Fließen des verformten Metalls während sich
dieses durch den langen sich verengenden Spalt bewegt. Bei
diesem Ausführungsbeispiel erfolgt das umverteilende Fließen
fast vollständig nach den Seiten, um ein breites Metallband 11 zu er
zeugen. Das Metall ist beim Verformungsvorgang einem sehr
starken Druck ausgesetzt. Daher ist die Reibungskraft zwi
schen den Oberflächen 34 und 36 und dem Metall relativ
hoch. Das Metall kann infolgedessen nicht nennenswert in der
Längsrichtung gleiten gegenüber den Oberflächen 34 und
36 und gleichzeitig werden die beiden Oberflächen 34
und 36 dazu veranlaßt, sich mit annähernd gleicher Umfangsge
schwindigkeit zu bewegen, selbst wenn nur eine von ihnen
durch ein von außen aufgebrachtes Drehmoment angetrieben
wird.
Fig. 2 zeigt einen Runddraht 10 der zu einem Metallband 11 von der
Breite W und der Dicke G abgeflacht ist. Die in gleichmäßigen
Abständen angebrachten Pfeile 49 an dem in zwei Ebenen darge
stellten Runddraht 10 und dem sich ergebenden Metallband 11 lassen er
kennen, daß der Runddraht 10 nicht nennenswert verlängert wird
beim Durchgang durch den sich verengenden Spalt zwischen den
Walzen 30 und 35. Eine andere Methode, durch die das Fehlen
einer nennenswerten Verlängerung festgestellt werden kann,
besteht darin, die Querschnittsflächen des Runddrahts 10 und des
erzeugten Metallbands 11 zu messen und zu vergleichen. So wurde
z. B. auf der Walzvorrichtung nach Fig. 1 ein Runddraht 10 aus
Reinblei mit einem Durchmesser von 4,83 mm entsprechend einer
Querschnittsfläche
abgeflacht in ein
Metallband mit ca. 25,4 mm Breite und 0,712 mm Dicke. Dies ent
spricht einem Verhältnis W : D von ca. 5,3 bei einer Quer
schnittsfläche des erzeugten Metallbands FB = 25,4×0,712 = 18,2
mm². Die Querschnittsfläche des erzeugten Metallbands 11 lag
also verhältnismäßig nahe bei der Querschnittsfläche des
Runddrahtes 10.
Die gesamte Verformung des Runddrahtes 10 einem breiten fla
chen Metallband 11 ist hier als einstufiger Walzvorgang be
schrieben und dargestellt. Es ist jedoch selbstverständlich,
daß beim Bearbeiten von härteren Materialien auch mehrere
aufeinander folgende Walzvorgänge ausgeführt werden können,
um die gewünschte Verbreiterung bei vernünftigen Drücken zu
erzielen. Ebenso kann man auch eine Vorrichtung mit noch län
gerem sich verengenden Spalt im Berührungsbereich zwischen
dem Werkstück und den Walzoberflächen benutzt werden, wobei
sich der zum Verformen erforderliche gesamte Druck über eine
größere Arbeitsfläche verteilt und der örtliche Flächendruck
auf die Berührungsflächen der Walzen verringert wird.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung weist die innere
Walze 35 eine kugelförmige äußere Oberfläche 36 auf.
Die innere Walze 35 ist mittels der Welle 25 um eine erste
Achse 42 drehbar, während die äußere Walze 30 eine zweite
Achse 44 aufweist. Diese zweite Achse 44 ist dabei in
diesem Fall gegenüber der ersten Achse 42 sowohl um das Maß E
exzentrisch angeordnet, um den langen sich allmählich veren
genden Spalt zwischen den Oberflächen 34, 36 zu bilden, als
auch zusätzlich um einen gewissen Winkel geschränkt ange
bracht. Hierdurch wird einerseits vorteilhaft das Einführen
des zu verformenden Runddrahts 10 in den sich verengenden Spalt
erleichtert sowie andererseits das Herausführen des erzeugten
Metallbands 11. Die innere Oberfläche 34 der äußeren
Walze 30 ist dabei ebenfalls Teil einer Kugelhohlfläche mit
einem Krümmungsradius entsprechend dem Krümmungsradius der kugeligen
Oberfläche 36 zuzüglich der Spaltweite G. Die Spaltweite G
ist dabei der geringste Abstand zwischen den Oberflä
chen 34 und 36. Die windschiefe geschränkte Anordnung der
beiden Achsen 44 und 42 bei dem Ausführungsbeispiel nach
Fig. 1 ist dabei gleichzeitig dazu geeignet, den angestreb
ten Materialfluß quer zur Durchlaufrichtung durch den Spalt
zwischen den beiden Walzen 30, 35 wirksam zu unterstützen und da
durch das erreichbare Verhältnis von Bandbreite W zum Draht
durchmesser D noch weiter zu steigern. Teile der ringförmigen
Gestellteile 20 halten das Rollenlager 32 für die äußere Wal
ze 30 an seinem Platz. Ebenfalls ist in der Zeichnung er
sichtlich, wie die beiden seitlichen Wangen 14 und 16
die Rollenlager 26 und 28 für die Welle 25 aufnehmen.
Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel kann auch die äu
ßere Walze 30 lediglich durch die Welle 25 mit angetrieben
werden, die die innere Walze 35 direkt in Drehung versetzt,
wenn nämlich der Runddraht 10 in dem sich verengenden Spalt zwi
schen die beiden Walzen 30, 35 eingeführt ist und mit den gegen
überliegenden Oberflächen 34 und 36 in Berührung kommt.
Sobald der Runddraht 10 sich zwischen den beiden
Oberflächen 34, 36 festgeklemmt hat, dreht sich die äußere Walze 30
nämlich auch ohne äußeren Antrieb in derselben Drehrichtung
und mit angenähert gleicher Umfangsgeschwindigkeit wie die
innere Walze 35. Die beiden Walzen 30, 35 brauchen nicht gleich
breit zu sein. Wichtig ist nur, daß die sich gegenüberlie
genden Oberflächen 34, 36 der Walzen 30, 35 einen langen, sich allmählich
verengenden Spalt bilden mit genügendem Abstand und einer
Breite, die das Einbringen des Runddrahts 10 in den Spalt er
möglicht sowie das folgende Abflachen darin und das Entfernen
des sich ergebenden Metallband 11 daraus.
Wenn die Absicht besteht, die relative Länge des sich allmäh
lich verengenden Spaltes bei einer vorgegebenen Spaltbreite G
zu vergrößern, ist der Außendurchmesser der Oberfläche 36 der
inneren Walze 35 dem Innendurchmesser der Oberfläche 34 der
äußeren Walze 30 anzunähern, d. h. ihr Durchmesserunterschied
zu verringern. Um trotzdem ausreichenden Platz zum Einführen
des Runddrahtes 10 und Entfernen des Metallbands 11 in den bzw. aus dem
Spalt zu gewinnen, müssen die Durchmesser beider Walzen 30, 35 und
damit die Abmessungen der ganzen Vorrichtung entsprechend
vergrößert werden.
Bei dem in Fig. 3 schematisch dargestellten Ausführungsbei
spiel ist die äußere als Ring ausgebildete Walze 30 zwischen
den drei Walzen 35, 81 und 82 gehalten. Die beiden
Stützwalzen 81 und 82 stützen die äußere ringförmige
Walze 30 auf der Außenseite ab. Das Antriebsdrehmoment kann
dabei beispielsweise auf die Stützwalzen 81 und/oder 82
ausgeübt werden. An mindestens einer der Stützwalzen 81
und/oder 82 sind im Abstand voneinander Bunde 84 angeordnet,
um die äußere Walze 30 in ihrer richtigen Lage zur inneren
Walze 35 zu führen. Ein sich allmählich verengender Spalt ist
mit 40 bezeichnet, der von den äußeren bzw. inneren
Oberflächen 36 und 34 der beiden Walzen 35 und 30
gebildet wird. Die geringste Spaltweite G zwischen den
Oberflächen 34 und 36 ist kleiner als 31% des Durch
messers eines Runddrahts 10, der in dem sich verengenden Spalt 40
gewalzt werden soll. Ferner entspricht die Länge der Berüh
rungsstrecke dieses sich verengenden Spaltes 40 mindestens
dem vierfachen Durchmesser des zu verformenden Runddrahts 10.
- 1. Ein Runddraht aus Reinblei mit einem Durchmesser von 4,82 mm wurde zu einem Band mit ca. 25,4 mm Breite und 0,5 mm Dicke ausgewalzt. Dies entspricht einem Verhältnis von Breite W zu Dicke D des Drahtes von ca. 5,3.
- 2. Ein Lötdraht aus einer Blei-Zinn-Legierung mit einem Durchmesser von ca. 3,12 mm wurde zu einem Band mit einer Breite W von 15,5 mm und einer Dicke von ca. 0,4 mm aus gewalzt. Dies entspricht einem Verhältnis W : D von ca. 5,0.
- 3. Ein Runddraht aus Reinblei mit einem Durchmesser D von ca. 6,09 mm wurde zu einem Band mit einer Breite W von ca. 33 mm und einer Dicke von ca. 0,76 mm ausgewalzt. Dies ent spricht einem Verhältnis W : D von ca. 5,5.
Sofern vorteilhaft, kann mit der erfindungsgemäßen Vor
richtung auch vorgewärmter Runddraht umgeformt werden, da
dann der örtliche Flächendruck an den Berührungsflächen der
Walzen mit dem Metall verringert werden. Außerdem können die
Walzen mit so hoher Geschwindigkeit betrieben werden, daß das
Metall sich von selbst infolge der zum Verformen aufgewandten
mechanischen Energie erwärmt.
Obgleich in den oben beschriebenen drei Beispielen nur Drähte
aus Reinblei und einer Bleilegierung erwähnt wurden, ist es
selbstverständlich, daß nicht nur Runddraht aus Blei und
Bleilegierungen zu entsprechendem Metallband verformt werden
können. Diese Beispiele sollen die Erfindung keineswegs be
schränken, da auch Drähte aus anderen Metallen und Metall
legierungen mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung zu Bändern
verarbeitet werden können. Drähte aus Metall oder einer Me
tallegierung, die schwieriger zu verformen sind, können durch
Erwärmen vor dem Bearbeiten verformbar gemacht werden.
Claims (3)
1. Vorrichtung zur Umformung eines Runddrahts zu abgeflachtem
metallischem Halbzeug größerer Breite, bei der in einem
gemeinsamen Gestell gelagerte Walzen, deren formgebende
Flächen durch eine exzentrische Lagerung der Achsen der
Walzen einen sich in Umfangsrichtung verändernden Form
spalt bilden und wobei die eine Walze mit kleinerem
Durchmesser innerhalb der größeren Walze mit um ein ge
wisses Maß (E) exzentrischen Achsen angeordnet und min
destens eine der Walzen mechanisch antreibbar ist, da
durch gekennzeichnet, daß die innere Walze (35) eine
teilkugelige Oberfläche (36) und die äußere Walze (30)
eine teilhohlkugelige Oberfläche (34) aufweisen.
2. Vorrichtung mit als Ringkörper ausgestalteter äußerer Wal
ze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring
körper durch vorzugsweise zwei an der Außenfläche des
Ringkörpers angreifende gegebenenfalls mechanisch an
treibbare Stützwalzen (81, 82) gegen die innere Walze
(35) anpreßbar ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Drehachsen der beiden Walzen (30,
35) um einen Winkel geschränkt windschief zueinander
angeordnet sind.
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1980
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| Publication number | Publication date |
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