DE19856155A1 - System von Sanitärarmaturen - Google Patents
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Abstract
Ein System von Sanitärarmaturen enthält einen für alle Armaturen identisch aufgebauten Anschlussblock, der mit den Wasserleitungen einer Hausinstallation verbunden werden kann. Der Anschlussblock enthält eine Trennfläche, in der Durchgangsöffnungen münden, die mit den Anschlüssen der Leitungen in Verbindung stehen. DOLLAR A Die Sanitärarmaturen werden an einem Funktionsblock angebracht, der eine mit der Trennfläche des Anschlussblocks zusammenwirkende Trennfläche und von dieser Trennfläche ausgehende Kanäle aufweist.
Description
Es ist ein System von sanitären Mischarmaturen bekannt
(DE 196 22 368), bei dem ein identisches Anschlussgehäuse mit Hilfe
einer Vielzahl von Kartuschenadaptern einen Satz von Mischar
maturen aufnehmen kann. Das Universalgehäuse enthält dabei
zwei Vertiefungen, von denen die eine zur Aufnahme des
Adapters und die andere zur Aufnahme von Ventilteilen ausge
bildet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein System von
Sanitärarmaturen zu schaffen, das einfach aufgebaut ist und
sich leicht installieren lässt.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung ein System
von Sanitärarmaturen mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vor.
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche, deren Wortlaut ebenso wie der Wortlaut der Zusam
menfassung durch Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung
gemacht wird.
Von dem Installateur wird zunächst der Anschlussblock mit den
Wasserleitungen der Hausinstallation verbunden und montiert.
Nach Montage können die Leitungen durchgespült und auf
Druckfestigkeit überprüft werden. Nach Fertigstellung der
Bauarbeiten hat der Benutzer noch die Möglichkeit, sich
auszusuchen, welche Sanitärarmatur an dem Anschlussblock
angebracht werden soll. Er kann nicht nur die Farbe oder die
Form der Armatur auswählen, sondern auch die Art der Armatur.
Es lassen sich sowohl komfortable Thermostatarmaturen als
auch Einhebelmischer oder sonstige Armaturen anbringen. Es
ist nicht erforderlich, dass alle Anschlussleitungen oder
Durchgangsöffnungen der Trennfläche des Anschlussblocks
tatsächlich benutzt werden. Es ist auch möglich, dass bei
spielsweise die eigentlich für Mischwasser gedachte An
schlussleitung nicht benutzt wird.
In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die
Sanitärarmatur einen Armaturengrundkörper aufweist, der die
armaturenseitige Trennfläche und von dieser zu der Sanitär
armatur führende Kanäle aufweist. Der Armaturengrundkörper
ist daher einerseits auf die Trennfläche des Anschlussblocks
und andererseits auf die in ihm unterzubringenden Armaturen
teile, beispielsweise Ventiloberteile oder Mischerkartuschen,
abgestimmt.
In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der
Armaturengrundkörper in mindestens zwei verschiedenen Posi
tionen mit dem Anschlussblock verbindbar ist, und somit auch
die Sanitärarmatur. Dies kann dazu verwendet werden, unabhän
gig von der Anordnung der Leitungen der Hausinstallation die
vom Benutzer gewünschte oder vorgeschriebene Orientierung der
Sanitärarmatur zu ermöglichen.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die beiden Positionen
um 180 Grad versetzt sind.
Der Armaturengrundkörper kann beispielsweise direkt an dem
Anschlussblock angeschraubt werden. Hierzu kann dieser
Gewindebohrungen aufweisen, in die die Befestigungsschrauben
eingeschraubt werden können.
In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass
durch die Befestigung des Armaturengrundkörpers an dem
Anschlussblock gleichzeitig die Wasserverbindung herstellbar
ist. Es kann sich sowohl um eine Verbindung des fließenden
Wassers von den Eingangsleitungen zu einem Auslauf in der
Sanitärarmatur als auch zu einem Auslass handeln, der an der
Mischwasserleitung angeordnet ist, mit der der Anschlussblock
verbunden ist, oder auch um Verbindungen mit Hohlkammern,
z. B. für Schalldämpfer.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass alle Funktionstei
le der Sanitärarmatur auf der der Armatur zugeordneten Seite
der Trennfläche angeordnet sind, so dass der Anschlussblock
nur den tatsächlichen Anschluss zu den Leitungen der Instal
lation herstellt und mit diesen Leitungen in Verbindung
stehende Öffnungen in der Trennfläche zur Verfügung stellt.
Die Trennfläche kann in Weiterbildung eben ausgebildet sein.
Es wird dadurch möglich, den Anschlussblock sehr flach zu
bauen, so dass er wenig Platz in Richtung senkrecht zur
Wandoberfläche benötigt.
Erfindungsgemäß kann der Anschlussblock in seiner Trennfläche
zusätzlich mindestens ein Sackloch aufweisen. Dieses Sackloch
kann beispielsweise einen zur Unterbringung eines Schalldämp
fers benötigten Hohlraum bilden.
Der Anschlussblock ist mit Vorteil so ausgebildet, dass er
in unterschiedlicher Position angebracht werden kann, bei
spielsweise um 90 oder 180 Grad verdreht. Hierzu können alle
Leitungsanschlüsse des Anschlussblocks identisch und damit
austauschbar ausgebildet sein.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass durch die Sanitär
armatur und/oder den Armaturengrundkörper zwei Leitungsan
schlüsse des Anschlussblocks miteinander verbindbar sind.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass der Armaturen
grundkörper nicht nur eine einzige Sanitärarmatur aufnimmt,
sondern auch mehr als eine Armatur. Beispielsweise kann der
Armaturengrundkörper eine Mischarmatur und einen Auslaufum
steller aufnehmen, bei denen es sich um zwei vollständig
getrennte Teile handeln kann.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Sanitärarmatur
übliche Kartuschen aufweist.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung sowie anhand der Zeichnung.
Hierbei zeigen:
Fig. 1 eine Aufsicht auf einen Anschlussblock für das
System nach der Erfindung;
Fig. 2 einen abgewinkelten Schnitt längs Linie II-II
in Fig. 1;
Fig. 3 eine teilweise geschnittene Seitenansicht
eines mit dem Anschlussblock zu verbindenden
Duschventils;
Fig. 4 eine teilweise geschnittene Seitenansicht
eines an dem Anschlussblock befestigten
Thermostatventils mit einem Absperrventil;
Fig. 5 eine teilweise geschnittene Seitenansicht
eines Wannenventils.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht eines Anschlussblocks, wie er von
der Erfindung als gemeinsames Teil aller Sanitärarmaturen
vorgeschlagen wird. Der Anschlussblock enthält ein zentrales
plattenartiges Bauteil 1 mit einer ebenen Oberfläche 2. In
der Mitte dieser Oberfläche 2 ist eine senkrecht zur Oberflä
che verlaufende Gewindebohrung 3 vorhanden, die die Mittel
achse des Anschlussblocks 1 bildet. Radial von dieser Mittel
achse ausgehend sind, jeweils um 90 Grad versetzt, vier
Anschlüsse 4 vorhanden, die jeweils mit einem Innengewinde 5
oder einer Steckaufnahme versehen sind. In die Anschlüsse 4
können Leitungen der Hausinstallation eingeschraubt werden,
wobei es sich sowohl um Leitungen, aus denen das Wasser
herauskommt, als auch um Leitungen handeln kann, in die das
Wasser hineinströmen soll. Beispielsweise können zwei An
schlüsse mit der Kalt- und Warmwasserversorgung verbunden
werden, während zwei weitere Anschlüsse 4 mit einem Wannen
auslauf und einem Duschauslauf verbunden sind.
Jeweils mittig zwischen zwei Anschlüssen 4 sind weitere
Gewindebohrungen 6 vorhanden, die an Vorsprüngen des An
schlussblocks angeordnet sind. Die Gewindebohrungen 3 und 6
dienen dazu, an dem Anschlussblock eine Sanitärarmatur
anzuschrauben, die eine entsprechende Trennfläche aufweist.
Jeder Anschluss 4 ist, siehe Fig. 2, über einen abgewinkel
ten Kanal 7 mit einer Durchgangsöffnung 8 verbunden, die in
der ebenen Trennfläche 2 des Anschlussblocks ausmünden.
Mittig zwischen den Durchgangsöffnungen 8 sind Vertiefungen 9
in der Trennfläche 2 vorhanden, die keine weitere Verbindung
aufweisen.
Fig. 3 zeigt nun eine Sanitärarmatur 10, die mit Hilfe eines
im Schnitt dargestellten Armaturengrundkörpers 11 an dem
Anschlussblock der Fig. 1 und 2 angebracht werden kann. Bei
der Sanitärarmatur 10 handelt es sich um ein Einhebelmisch
ventil, bei dem der Auslauf durch das Ventil hindurch wieder
zu dem Anschlussblock zurück geführt ist. Das Mischventil ist
an dem Armaturengrundkörper 11 angeschraubt. Der Armaturen
grundkörper enthält Kanäle 12, von denen in der Figur nur
einer zu sehen ist, die das kalte und warme Wasser zu dem
Mischventil führen, sowie einen Kanal, der das gemischte
Wasser zu einem Anschluss 4 leitet, der mit einer zu dem
Brausekopf führenden Leitung verbunden ist. Der Schnitt der
Fig. 3 ist durch eine Ebene gelegt, die bei der Befestigung
an dem Anschlussblock zwei Gewindebohrungen 6 miteinander
verbindet. Hier sind in dem Armaturengrundkörper 11 Kanäle 13
gebildet, in denen jeweils ein Schalldämpfer 14 angeordnet
ist. Der Schalldämpfer 14 ist in einem Raum 15 angeordnet,
der sich in die Vertiefung 9 fortsetzt.
An der äußeren Abdeckung 16 des Mischventils ist eine Rosette
17 festgelegt, die die Wandöffnung abschließt, in der der
Anschlussblock untergebracht ist.
Fig. 4 zeigt eine Darstellung, bei der der Querschnitt durch
den Anschlussblock durch die Achse zweier Anschlüsse 4 gelegt
ist. Der Anschlussblock ist in einem Unterputzkasten 20
untergebracht, in dem er dadurch festgelegt ist, dass durch
Öffnungen des Unterputzkastens kurze Stutzen 21 eingeschraubt
oder gesteckt sind, die die Anschlüsse 4 von außen her
umgreifen.
An der Trennfläche 2 des Anschlussblocks ist wieder ein
Armaturengrundkörper 22 befestigt, der in diesem Fall ganz
anders aussieht als der Armaturengrundkörper 11 der Fig. 3.
Er enthält eine Vielzahl von Kanälen, die Verbindungen
zwischen den Durchgangsöffnungen 8 des Anschlussblocks und
den Sanitärarmaturen herstellen. In diesem Fall enthält der
Armaturengrundkörper 22 eine Aufnahme für ein Thermostatven
til 23 und ein Absperrventil 24. Bei beiden Ventilen handelt
es sich um selbständige in sich funktionsfähige Ventile, die
jedoch mit Aufnahmen in den Funktionsblock 22 zusammenwirken.
In Fig. 5 ist ein Armaturengrundkörper 32 dargestellt, der
an seiner Unterseite eine Trennfläche 33 bildet, die mit der
Trennfläche 2 des Anschlussblocks zusammenwirkt. Dieser
Armaturengrundkörper 32 kann ebenfalls an dem Anschlussblock
angeschraubt werden. Er enthält Kanäle 34, die Verbindungen
zwischen den Durchgangsöffnungen 8 des Anschlussblocks und
den Sanitärarmaturen herstellen. Im dargestellten Fall
enthält der Armaturengrundkörper 32 eine Aufnahme für ein
Umschaltventil 35 und ein Einhebelmischventil 36.
Bei dem von der Erfindung vorgeschlagenen System von Armatu
ren ist der Anschlussblock für alle Armaturen identisch,
während der Armaturengrundkörper auf seiner dem Anschluss
block zugewandten Seite so ausgebildet ist, dass alle Armatu
rengrundkörper mit dem identischen Anschlussblock zusammen
funktionsfähig sind. Auf seiner gegenüberliegenden Seite ist
der Armaturengrundkörper jeweils an die aufzunehmenden
Armaturenteile angepasst.
Claims (13)
1. System von Sanitärarmaturen, mit
- 1. 1.1 einem für alle Sanitärarmaturen identischen Anschlussblock, der
- 2. 1.1.1 mindestens einen Anschluss (4) für eine Warmwasserleitung,
- 3. 1.1.2 mindestens einen Anschluss (4) für eine Kaltwasserleitung,
- 4. 1.1.3 mindestens einen Anschluss (4) für eine weiterführende Mischwasserleitung und
- 5. 1.1.4 eine Trennfläche (2) mit Durchgangsöffnungen (8) aufweist, die
- 6. 1.2 mit jeweils einem Anschluss (4) des Anschluss blocks in Verbindung stehen,
- 7. 1.3 einer Mehrzahl von unterschiedlichen Sanitär armaturen, die
- 8. 1.3.1 eine Trennfläche mit Durchgangsöffnungen aufweisen und
- 9. 1.3.2 derart an dem Anschlussblock angebracht werden können, dass
- 10. 1.3.3 die Sanitärarmatur funktionsfähig ist.
2. System nach Anspruch 1, bei dem die Sanitärarmaturen
einen Armaturengrundkörper (11, 22, 32) aufweisen, der
die Trennfläche und von dieser zu den Sanitärarmatu
renteilen führende Kanäle (12) aufweist.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, bei dem der Armaturen
grundkörper (11, 22, 32) Funktionsteile der Sanitärarma
turen aufweist.
4. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem
der Armaturengrundkörper (11, 22, 32) in vier verschie
denen Positionen mit den Anschlussblock verbindbar ist.
5. System nach Anspruch, bei dem die vier Positionen um
180 Grad versetzt sind.
6. System nach einem der Ansprüche 2 bis 5, bei dem der
Armaturengrundkörper (11, 22, 32) direkt an dem An
schlussblock angeschraubt werden kann.
7. System nach einem der Ansprüche 2 bis 6, bei dem durch
das Befestigen des Armaturengrundkörpers (11, 22, 32) an
dem Anschlussblock gleichzeitig die Wasserverbindung
herstellbar ist.
8. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem
alle Funktionsteile in dem Armaturengrundkörper (11, 22,
32) und/oder der Sanitärarmatur angeordnet sind.
9. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem
die Trennfläche (2) des Anschlussblocks eben ist.
10. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem
der Anschlussblock in seiner Trennfläche (2) mindestens
ein Sackloch (9) aufweist.
11. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem
die Leitungsanschlüsse (4) des Anschlussblocks identisch
ausgebildet sind.
12. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem
durch die Sanitärarmaturen zwei Leitungsanschlüsse (4)
des Anschlussblocks miteinander verbindbar sind.
13. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem
der Armaturengrundkörper (11, 22, 32) Teile mehr als
einer Sanitärarmatur aufnimmt.
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