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Unterputz-Anschlußkasten für Sanitärarmaturen
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Beschreibung Die Erfindung betrifft einen Unterputz-Anschlußkasten
für Sanitärarmaturen mit einem Basiskörper, der an zwei gegenüberliegenden Seiten
Einlauföffnungen für Kalt- und Warmwasser und an der in der Einbaulage vorderen
Seite eine Montageöffnung, durch welche Kalt- und Warmwasser getrennt in den Anschlußkörper
einer Sanitärarmatur auslaufen kann, auf weist.
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Ein derartiger Anschlußkasten ist aus der deutschen Offenlegungsschrift
23 24 023 bekannt. Er ist dort im wesentlichen zylindrisch aufgebaut, besitzt vier
in einer Ebene liegende, nach außen ragende Einlauf- und Auslaufstutzen sowie eine
nach vorne zeigende Montageöffnung, in welcher die Sanitärarmatur angebracht werden
kann. Bei letzterer handelt es sich im allgemeinen um ein Mischventil; eine leichte
Verwendbarkeit für eine Vielzahl anderer Sanitärarmaturen ist nicht gegeben. Daher
ist es bereits bei der Planung eines Gebäudes, in dem der bekannte Anschlußkasten
eingebaut werden soll, notwendig, festzulegen, was für eine Art der Sanitärarmatur
an welcher Stelle des Gebäudes angebracht werden soll.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Unterputz-Anschlußkasten
der eingangs genannten Art derart forzubilden, daß eine möglichst große Vielzahl
unterschiedlicher Sanitärarmaturen hieran angeschlossen werden können.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Basiskörper
zusätzlich besitzt: a) zwei symmetrisch gelegene weitere Montageöffnungen (7, 8),
an der in der Einbaulage vorderen Seite; b) zwei symmetrische, in den Verbindungskanälen
zwischen
den Einlauföffnungen und der mittleren Montageöffnung liegende
Ventilsitze, die auf die vordere Seite des Basiskörpers zu zeigen und jeweils mit
einer der äußeren Montageöffnungen koaxial sind.
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Auf diese Weise ist der erfindungsgemäße Anschlußkasten nahezu universell
einsetzbar. Soll an der Einbaustelle des Anschlußkastens eine Zweigriff-Sanitärarmatur
installiert werden, so werden zwei Ventiloberteile in den beiden äußeren Montageöffnungen
angebracht, die dann mit den inneren Ventilsitzen zusammenwirken. In der mittleren
Montageöffnung wird in diesem Falle ein einfacher Wannen-, Beckeneinlauf oder dergleichen
montiert. Alternativ können in den beiden äuBeren Montageöffnungen Vorabsperrventile
mit Sieb eingesetzt werden, was insbesondere dann geschieht, wenn an der mittleren
Montageöffnung ein Thermostatventil mit Mengenregelung oder ein Einhebel-Mischventil
angeordnet wird. Die beiden äußeren Montageöffnungen können gegebenenfalls auch
mit einem Stopfen verschlossen werden, falls die inneren Ventilsitze nicht benötigt
werden.
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Zweckmäßigerweise ist der Abstand der beiden äußeren Montageöffnungen
etwa gleich dem üblichen Ventilabstand von bekannten Zweigriffarmaturen.
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Koaxial zu den äußeren Montageöffnungen und den entsprechenden Ventilsitzen
können Gewindebohrungen im Basiskörper vorgesehen sein, die dann beispielsweise
der Aufnahme von Ventilspindeln dienen, welche zu Vorabsperrventilen gehören.
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Es ist zweckmäßig, wenn der Basiskörper von einem Blechgehäuse umgeben
ist, das auf der in der Einbaulage nach vorne weisenden Seite offen ist. Das Blechgehäuse
kann mittels Uberwurfmuttern am Basiskörper befestigt werden.
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Einer der Verbindungskanäle kann zu einer Durchlaßöffnung führen,
die koaxial zur mittleren Montageöffnung des Basiskörpers ist. Auf diese Weise kann
das hier strömende Wasser über eine Axialöffnung in den Anschlußkörper gelangen.
In diesem Falle führt zweckmäßigerweise der andere Verbindungskanal zu einem Raum,
der zwischen der Durchlaßöffnung und der mittleren Montageöffnung liegt, sodaß das
hier strömende Wasser über eine. Umfangsöffnung in den Anschlußkörper gelangen kann.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der
Zeichnung näher erläutert; die einzige Figur zeigt einen erfindungsgemäßen Unterputz-Anschlußkasten,
wobei in der linken und der rechten Hälfte unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten
dargestellt sind.
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Der gezeigte Unterputz-Anschlußkasten umfaßt einen Basiskörper 1,
vorzugsweise ein zusammenhängendes Gußstück, in dem die verschiedenen, nachfolgend
beschriebenen Kanäle, Sitze und dergleichen ausgebildet sind. Er wird von einem
im Querschnitt rechteckigen Blechgehäuse 2 umgeben, das mittels Uberwurfmuttern
3, 4 am Basiskörper 1 befestigt ist.
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An diametral gegenüberliegenden Schmalseiten des Blechgehäuses 2 besitzt
der Basiskörper 1 zwei mit Anschlußgewinde versehene Einlauföffnungen 5, 6, für-Warm-
bzw. Kaltwasser.
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An der Seite, die nach dem Einbau vorne liegt, ist das Blechgehäuse
2 offen. Auf diese Weise sind drei Montageöffnungen 7, 8 und 9 zugänglich. In diesen
Montageöffnungen werden wahlweise - je nach Verwendung des AnsChlußkastens -unterschiedliche
Einrichtungen (Ventile, Armaturen usw.) angebracht.
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Die beiden äußeren Montageöffnungen 7, 8 liegen symmetrisch zur mittleren
Montageöffnung 9 in einem Abstand voneinander,
der dem üblichen
Ventilabstand von Zweigriffarmaturen entspricht.
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Der Wasserfluß durch das im Basiskörper 1 ausgebildete Kanalsystem
ist folgender: Das über die Einlauföffnung 5 zuströmende Wasser gelangt zunächst
zu einem Einlaufkanal 7, der zu einem zur Vorderseite des Gehäuses 2 weisenden und
mit der Montageöffnung 7 koaxialen Ventilsitz 11 führt. Das Wasser durchtritt dann
ein gegebenenfalls in der Montageöffnung 7 befestigtes, mit dem Ventilsitz 11 zusammenwirkendes
Ventil, wie später noch erläutert wird, und fließt dann über einen schräg auf die
Gehäuserückwand zu führenden Kanal 13 zu einer mit Gewinde versehenen Durchlaßöffnung
14. Diese ist wieder auf die Vorderseite des Gehäuses. 2 zu gerichtet und mit der
Montageöffnung 9 koaxial. Das Wasser fließt dann in eine Axialöffnung 22 des Anschlußkörpers
15 einer Sanitärarmatur ein, der durch die Montageöffnung 9 hindurchgeführt, gegenüber
dieser mit einem O-Ring 16 abgedichtet und in das Gewinde der Durchlaßöffnung 14
eingeschraubt ist. Die Axialöffnung 22 kommuniziert mit einem ersten Kanal 23 innerhalb
des Anschlußkörpers 15.
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Der Fluß des über die Einlauföffnung 6 zuströmenden Wassers ist, von
der Funktion her, der gleiche wie oben beschrieben.
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Die Kanalführung innerhalb des Basiskörpers 1 ist geometrisch jedoch
etwas anders, sodaß eine getrennte Wasserführung zum Anschlußkörper 15 hin möglich
ist.
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So strömt das Wasser von der Einlauföffnung 6 wieder über einen Einlaufkanal
17, der zu einem Ventilsitz 18 führt.
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Der Ventilsitz 18 zeigt zur Vorderseite des Gehäuses 2 und ist mit
der Montageöffnung 8 koaxial. Der weiterführende Kanal 19 mündet in den Raum 20,
der zwischen der Durchlaßöffnung 14 und der Montageöffnung 9 liegt. Der Raum 20
kommuniziert
über eine Umfangsöffnung 21 (Schlitz) des Anschlußkörpers 15 mit einem zweiten,
im Ansch-lußkörper 15 ausgebildeten Kanal 24.
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In den beiden Hälften der einzigen Figur sind verschiedene Einsatzmöglichkeiten
des beschriebenen Unterputz-Anschlußkastens dargestellt.
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In der linken Zeichnungshälfte ist schematisch die Anbringung eines
Absperrventil-Oberteils 25 in der Montageöffnung 7 angedeutet. Der in das Gehäuse
2 reichende Abschnitt des an und für sich bekannten Ventiloberteils 25 ist aus doppeltem
Grunde nicht dargestellt: zum einen können auf diese Weise die konstruktiven Einzelheiten
des Basiskörpers 1 besser dargestellt werden, zum anderen können auch unterschiedliche
Bauarten des Ventiloberteils 25 verwendet werden. Es kann sich beispielsweise um
einen herkömmlichen Typ handeln, bei dem das Ventilschließteil direkt mit dem Ventilsitz
11 zusammenwirkt. Es kann auch ein modernes, kartuschenartig aufgebautes und mit
Steuerscheiben als Schließelementen arbeitendes Ventiloberteil 25 eingesetzt werden.
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In diesem Falle liegt der Boden des Kartuschengehäuses (oder eine
der Steuerscheiben) über eine zwischengeschaltete Dichtung am Ventilsitz 11 an.
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Bei der beschriebenen Einsatzart des Unterputz-Anschlußkastens befindet
sich selbstverständlich auch in der rechten Montageöffnung 8 ein entsprechendes
Ventiloberteil.
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Der Anschlußkörper 15 gehört dann zu einem einfachen Wannen- oder
Beckeneinlauf oder dergleichen.
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Eine alternative Einsatzmöglichkeit ist in der rechten Hälfte der
Figur gezeigt. Hier befindet sich in der seitlichen Montageöffnung 8 ein herkömmliches
Vorabsperrventil 26 (ein entsprechendes Vorabsperrventil ist dann auch
Sieb
in der linken Montageöffnung 7 angeordnet) mit 27. Die Ventilspindel 33 ist dabei
in eine Gewindebohrung 32 des Basiskörpers 1 eingeführt, die koaxial zum Sitz 18
und zur Montageöffnung 8 ist.
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Der Anschlußkörper 15 führt in diesem Fall beispielsweise zu einem
Thermostatventil mit Mengenregelung oder auch zu einem Einhebel-Mischventil.
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Falls die inneren, seitlichen Ventilsitze 11, 18 nicht benötigt werden,
können die entsprechenden Montageöffnungen 7, 8 durch Stopfen verschlossen werden.
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In der Zeichnung ist der Unterputz-Anschlußkasten in der Einbaulage
hinter einer Verkachelung 28 dargestellt. Die Zugangsöffnung 29 der Verkachelung
28 ist durch eine Sichtrosette 30 abgedeckt.
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Die obige Beschreibung macht deutlich, daß nach dem Einbau eines erfindungsgemäßen
Unterputz- Anschlußkastens noch eine große Freiheit in der Gestaltung der jeweils
konkret zu installierenden Sanitärarmatur besteht. Dies erleichtert nicht nur erheblich
die Planung von neuen Gebäuden, sondern ermöglicht auch, falls gewünscht, eine nachträgliche
Umrüstung auf eine andere Sanitärarmatur ohne größere Umstände.
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