DE19856637C2 - Vorrichtung zur kontrollierten Stromabnahme zwischen einem Fahrdraht und einem gleisgebundenen, elektrisch betriebenen Hochgeschwindigkeitsfahrzeug - Google Patents
Vorrichtung zur kontrollierten Stromabnahme zwischen einem Fahrdraht und einem gleisgebundenen, elektrisch betriebenen HochgeschwindigkeitsfahrzeugInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur kontrollierten Stromabnahme zwischen
einem Fahrdraht und einem gleisgebundenen, elektrisch betriebenen
Hochgeschwindigkeitsfahrzeug gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Die von Hochgeschwindigkeitsfahrzeugen, insbesondere Schienenfahrzeuge,
erreichbare Maximalgeschwindigkeit wird bekanntlich durch die Stromabnahme vom
Fahrdraht über den Stromabnehmer maßgeblich bestimmt, der gegen den Fahrdraht
gedrückt wird. Es ergibt sich eine Kontaktkraft zwischen Fahrdraht und
Stromabnehmer, die infolge der dynamischen Interaktion von Fahrdraht und
Stromabnehmer beträchtlich variieren kann.
Die Größe dieser Kontaktkraft wird erheblich beeinflußt durch die Reibung zwischen
den Schleifleisten und dem Fahrdraht, der Steifigkeit der Oberleitung, der örtlichen
oder temporären Geometrieveränderungen durch unterschiedliche Fahrdrahthöhen,
Zickzack-Verlegung des Fahrdrahtes, Abnutzung der Schleifleiste und des
Fahrdrahtes, unterschiedliche aerodynamische Einflüsse infolge wechselnder
Fahrrichtung und Fahrzeugformen, Wind und Fahrzeuggeschwindigkeit,
Schwingungsverhalten des Stromabnehmers und des Fahrdrahtes sowie Änderung der
Strömungsgeschwindigkeit bei Gegenverkehr in Tunneln.
Zur Regelung der Kontaktkraft in Abhängigkeit deutlicher Veränderungen der
Fahrleitungshöhe auch bei hohen Geschwindigkeiten beschreibt die DE-A 30 33 449
einen zweistufigen Scherenstromabnehmer mit zwei aktiven Regelstufen zum
Vertikalen Bewegen eines Stromabnehmers und mit einer über die
Stromabnehmerwippe an der Fahrleitung anliegenden, bezüglich dieser auf konstante
Kontaktkraft geregelten oberen Schere, einer diese tragenden Hauptschere, einer
ersten, der oberen Schere zugeordneten Stellvorrichtung, einer an diese zur
Konstanthaltung der Kontaktkraft Stellsignale abgebenden Regelvorrichtung sowie
einer zweiten, der zweiten Hauptschere zugeordneten Stellvorrichtung. Mit einer
zweiten Regelvorrichtung werden zur Aufrechterhaltung eines im zeitlichen Mittel
konstanten Stellweges des ersten Stellvorrichtung Steilsignale geliefert. Die
Hauptschere ist nicht mehr verriegelt und ihre Stellung wird kontinuierlich so geregelt,
daß der Stellweg der oberen Schere im Mittel konstant gehalten wird. Es tritt eine
Arbeitsteilung zwischen den beiden Stufen des Scherenstromabnehmers derart auf,
daß niederfrequente Schwingungen relativ großer Amplitude von der Hauptschere
aufgenommen und ausgeregelt werden und hochfrequente Schwingungen relativ
kleiner Amplitude von der der oberen Schere zugeordneten Stellvorrichtung verarbeitet
werden. Dabei oszilliert die obere Schere innerhalb eines relativ engen
Toleranzbereiches um einen im zeitlichen Mittel konstanten Stellweg.
Die Regelung dieses bekannten Scherenstromabnehmers verläuft so, daß zunächst
der zweiten, der Hauptschere zugeordneten Regelvorrichtung der Istwert des
Stellweges als Meßgröße zugeführt wird. Stellsignale für die zweite, der Hauptschere
zugeordneten Stellvorrichtung werden dann aus der Abweichung dieser Istwerte von
einem Sollwert gebildet, der dem anzustrebenden zeitlichen Mittel des Stellweges der
ersten, der oberen Schere zugeordneten Stellvorrichtung entspricht. Bei in einer
Richtung erfolgenden Änderung des Stellweges wird zunächst zur Konstanthaltung der
Kontaktkraft zur Fahrleitung die obere Schere nachgeführt und dann die Hauptschere
soweit nachgeregelt, daß der ursprüngliche Wert des Stellweges der ersten
Stellvorrichtung wieder erreicht wird.
Die hydraulischen Stellmotore dieser bekannten Lehre verkomplizieren die
Konstruktion und sind letztendlich die Ursache dafür, daß sich dieser zweistufige
Scherenstromabnehmer in der Praxis nicht durchsetzen konnte. Außerdem muß im
Fall der Überbrückung großer Höhendifferenzen im Fahrbetrieb die Hauptschere
vollkommen aufgestellt werden, so daß der von der oberen Schere getragene
Miniaturstromabnehmer lediglich einen geringen Arbeitsbereich hat, der bei
Geschwindigkeiten < 250 km/h nicht ausreichend ist. Der vorgeschlagene
Scherenstromabnehmer hat des weiteren den Nachteil, daß mit ihm nur die
Höhendifferenzen ausregelbar sind, andere Einflußfaktoren auf die Kontaktkraft bleiben
unberücksichtigt. Andererseits ist die Hauptschere auch nicht in der Lage
hochfrequentere Kontaktkraftschwankungen wie sie im Hochgeschwindigkeitsbereich
zwischen 250 bis 400 km/h auftreten, auszuregeln.
Dieser bekannte zweistufige Scherenstromabnehmer verursacht außerdem im
Hochgeschwindigkeitsbereich einen erheblichen Schalldruck.
Die EP-A 0 649 767 offenbart einen Stromabnehmer für elektrisch betriebene
Hochgeschwindigkeitsfahrzeuge mit einer Schleifleiste und einem Isolator, wobei
zwischen Schleifleiste und Isolatorflansch eine Feder-Dämpfereinheit zur Entkopplung
der vertikal einwirkenden Kräfte und zur Dämpfung der Kontaktkraftschwankungen
angeordnet ist.
Die Probleme versucht die Lehre nach der EP-A 0 649 767 dadurch zu lösen, daß auf
dem Fahrzeugdach ein stromlinienförmiges starres Domgehäuse befestigt ist, das den
unteren Teil des Stromabnehmers zusammen mit seinem an den unteren Füßen der
beiden Isolatoren (Isolator und Leiter) angeordneten Schwenkmechanismus aufnimmt.
Der Leiter und der Isolator sind in einem vorgegebenen Abstand voneinander in
Querrichtung des Fahrzeuges zueinander so versetzt angeordnet, daß eine
Reduzierung des aerodynamischen Geräusches erreicht werden soll. Der Isolator oder
der Leiter hat ferner einen stromlinienförmigen Querschnitt.
Trotzdem der zweite Isolator (Leiter) im Bereich der Abrißkante der Luftströmung
angeordnet wird, ist er in nicht unbeträchtlichem Maß an dem immer noch sehr hohen
Schallpegel des gesamten Stromabnehmeraufbaus beteiligt. Durch die vergleichsweise
starre Befestigung des Isolatorschaftes und Leiters hat dieser bekannte
Stromabnehmer ein insgesamt unbefriedigendes Regelverhalten im Ausgleich der
Kontaktkraftschwankungen und in der Überbrückung großer Höhendifferenzen.
Die EP-A 0 697 304 beinhaltet einen Stromabnehmer mit einem auf dem
Fahrzeugdach angeordneten stromlinienförmigen Domaufbau zur Aufnahme einer
ersten, teleskopartig geführten Hubeinrichtung und einer zweiten Hubeinrichtung, an
der eine, eine Schleifleiste tragende, Hörner aufweisende Wippe eines
Stromabnehmers befestigt ist, wobei die Wippe mit Schleifleiste und Isolator relativ zur
ersten Hubeinrichtung durch einen hochfrequenten Antrieb vertikal verfahrbar ist,
einem Isolator zum Halten und Isolieren des Stromabnehmers und einem Leiter zum
Ableiten des vom Stromabnehmer aufgenommenen Stromes, der als ein auf
unterschiedliche Hubhöhen verstellbares Hochspannungskabel ausgebildet ist.
Durch zwei senkrecht übereinander angeordnete hydraulische Hub- und
Senkeinrichtungen ist der beschriebene Stromabnehmer in der Lage ist,
Höhendifferenzen zwischen 100 bis 800 mm zu überbrücken. Der untere Teil des
Stromabnehmers mit seinen Hub- und Senkeinrichtungen ist von einem Aufnahmedom
umschlossen, wobei die untere der beiden Hub- und Senkeinrichtungen in den
Wagenkörper integriert ist. Die Kontaktkraft oder die Distanz zwischen Schleifleiste und
Fahrdraht wird ermittelt und mit dem ermittelten Wert die Vertikalbewegung der Hub-
oder Senkeinrichtung geregelt.
Bei großen Höhendifferenzen muß der Kopf des Stromabnehmers einschließlich der
Isolatoren durch die Hub- und Senkeinrichtungen entsprechend aus dem
Aufnahmedom ausgefahren werden, wodurch die beiden wiederum in Querrichtung
versetzt angeordneten Isolatoren über den Dom hinausragen und einen
entsprechenden Schallpegel verursachen. Die hydraulischen Hub- und
Senkeinrichtungen haben darüber hinaus einen beträchtlichen Platzbedarf, der
einerseits durch die Integration in den Wagenkörper und andererseits durch die
erhebliche Baulänge des Aufnahmedoms über zwei Wagenkörper geschaffen wurde.
Dies führt zu einem komplizierten, aufwendigen und schweren Aufbau.
Bei diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen
Stromabnehmer der eingangs genannten Art zu entwickeln, der unter Vermeidung der
genannten Nachteile des Standes der Technik eine kontrollierte Stromabnahme durch
eine Kraft- und/oder Lagerregelung im Hochgeschwindigkeitsbereich problemlos
ermöglicht und zugleich die aerodynamischen Geräusche signifikant reduziert sowie
vertikal einwirkende Kräfte entkoppelt und Kontaktkraftschwankungen dämpft.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung der eingangs genannten Gattung mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen entnehmbar.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht es, große Ausfahrhöhen des
Stromabnehmers zu realisieren und zugleich auch extreme Höhendifferenzen des
Kettenwerkes zu überbrücken. Dadurch, daß der gesamte Hubmechanismus und der
Isolator durch das Gehäuse auch im ausgefahrenen Zustand umhaust bleibt sowie nur
ein einziger Isolator zur Anwendung kommt, werden die aerodynamischen Geräusche
wirksam reduziert. Das den Stromabnehmer aufnehmende Gehäuse erreicht
andererseits im eingefahrenen Zustand eine geringe Bauhöhe, ist wartungsarm und
einfach auf dem Dach des Fahrzeuges zu montieren.
Die aufwendige im Stand der Technik realisierte Domaufnahme kann vollständig
entfallen. Andererseits ist die erfindungsgemäße Lösung problemlos in Domaufbauten
vorhandener Fahrzeuge integrierbar.
Die Erfindung soll nachstehend in einem Ausführungsbeispiel anhand der
Zeichnungen näher veranschaulicht werden.
Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen
Stromabnehmeraufbaus mit den Hauptkomponenten Cover, Cover-
Dach, Isolator und Stromabnehmerkopf,
Fig. 2 eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen Stromabnehmers
im ausgefahrenen Zustand gemäß Linie A-A der Fig. 1,
Fig. 3 eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen Stromabnehmers
im eingefahrenen Zustand gemäß Linie A-A der Fig. 1,
Fig. 4 das Grundprinzip der Hubeinrichtung für normale Hubhöhen,
Fig. 5 einen Schnitt durch zwei mit Seilzug verbundene Cover-Segmente,
Fig. 6 eine Aufsicht der Fig. 5 mit schematischer Darstellung der
Seilzugbefestigung,
Fig. 7 eine Aufsicht des elektromechanischen Antriebes in Form eines
Kettenantriebes für die Hubeinrichtung,
Fig. 8 eine Ansicht des Wippe mit Schleifleiste,
Fig. 9 eine Draufsicht gemäß Fig. 8,
Fig. 10 einen Schnitt durch den Wippenkörper gemäß Linie C-C der Fig. 8,
Fig. 11 eine schematische Darstellung Ansicht der höhenvariablen
Kabelführung zwischen Isolator/Stromabnehmer und fahrzeugseitiger
Anschlußstelle,
Fig. 12 die Seilzugführung mit Gaszugfeder nach Fig. 11 und
Fig. 13 die Seilzugführung mit Gaszugfeder nach Fig. 11.
Auf dem Dach 1 eines Hochgeschwindigkeitsfahrzeuges 2 ist wie in Fig. 1 gezeigt ein
stromlinienförmiger Domaufbau 3 mit einem Grundrahmen 4 montiert.
Der Domaufbau 3 setzt sich nach Fig. 2 aus fünf teleskopartig ineinandergesteckten,
rohrartig umlaufenden Cover-Segmenten 5 zusammen, von denen jeweils das
innenliegende Cover-Segment am außenliegenden abgestützt und geführt ist. Das
innere Cover-Segment ist zugleich als ein nach außen gewölbtes Cover-Dach 6
ausgebildet und deckt den Domaufbau 3 ab. In das gewölbte Cover-Dach 6 ist mittig
eine Mulde 7 eingeformt, in deren Zentrum eine Öffnung 8 vorgesehen ist. Am inneren
Cover-Dach 6 ist ein Dachrahmen 9 mit einer zur Öffnung 8 korrespondierenden
Öffnung 10 eines Isolatorsträgers 12 befestigt, durch die ein Isolator 11 führbar ist. Der
Isolator 11 ruht auf dem Isolatorträger 12, der symmetrisch zur Isolatorachse B-B
jeweils endseitig eine Spindelmutter 13 trägt. In die Spindelmutter 13 greift eine
senkrecht zum Dachrahmen 9 verlaufende, durch einen Elektromotor 14 über ein
Zahnradgetriebe 15 angetriebene Spindel 16 ein. Die Drehbewegung des Motors wird
über das Zahnradgetriebe 15 auf die Spindel 16 übertragen, die die Drehbewegung in
eine vertikale Hubbewegung umsetzt und somit den Isolatorträger 12 mit dem
Isolator 11 durch die Öffnung 8 aus- und einfährt.
Elektromotor 14, Spindel 16, Spindelmutter 13 und Zahnradgetriebe 15 bilden einen
hochfrequenten Antrieb 71.
Wie in Fig. 5 und 6 zu erkennen ist, besitzt jedes der Cover-Segmente 5 eine untere,
in das Gehäuseinnere gerichtete L-förmige anschlagartige Abwinklung 17 und eine
obere, ebenfalls in das Innere gerichtete Abwinklung 18. Die untere Abwinklung 17 hat
einen gegenüber der oberen Abwinklung 18 etwas längeren Schenkel, der als
Anschlag für das jeweils innere Cover-Segment dient. Im Bereich der unteren
Abwinklung 17 ist innenseitig des Cover-Segmentes 5 eine Vertiefung 19 ausgebildet,
die sich entlang des inneren Umfangs des Cover-Segments erstreckt. Die Cover-
Segmente 5 bestehen aus einem Faserverbundmaterial, beispielsweise GFK, das im
Bereich der Vertiefung 19 mit Inserts verstärkt ist. Die obere Abwinklung 18 ist mit
einer Dichtlippe 70 versehen, die den Zwischenraum von innerem und äußerem Cover-
Segment 5 gegen Feuchtigkeit abdichtet.
Eine Umlenkeinrichtung 20, bestehend aus einer Seilführung 21 und Gleitrolle 22, ist
innenseitig in diesem Teil der Vertiefung 19 positioniert.
Außenseitig ist etwa oberhalb der Drehachse der Gleitrolle 22 eine Einhängplatte 23
am Cover-Segment 5 verankert. Im Fall zweier ineinandergesteckter Cover-
Segmente 5 liegt die Seilführung 21 etwa in senkrechter Flucht zur Einhängplatte und
ist der Gleitrolle 22 vorgeordnet. Die Gleitrolle 22 ist am Insert drehbar gelagert. Dies
stellt eine sichere Seilumlenkung dar.
Wie Fig. 6 zeigt, ist ein Seil 24 mit seinem einen Ende in der Einhängplatte 23
unverlierbar eingehängt. Dieses Seil 24 verläuft von der Einhängplatte 23 zunächst in
senkrechter Flucht zur Seilführung 21 und wird über die Gleitrolle 22 etwa waagerecht
auf eine am Umfang des äußeren Cover-Segmentes tangential festgelegte
Zugeinrichtung 25 umgelenkt. Die Zugeinrichtung 25 umfaßt eine Zugfeder 26 und ein
Verankerungsteil 27, das ebenfalls an einem Insert festgelegt ist.
Vier derartig aus Seil 24, Einhängplatte 23, Seilführung 21, Gleitrolle 22 und
Zugeinrichtung 25 bestehende Seilzüge sind gleichmäßig über den Umfang der Cover-
Segmente verteilt und verbinden jeweils ein inneres Cover-Segment mit einem
äußeren Cover-Segment.
Der Dachrahmen 9 hat an ihren den Cover-Segmenten 5 zugeordneten Enden in den
Innenraum des Domaufbaus 3 gerichtete Befestigungslaschen 28 für die Befestigung
der Hubeinrichtungen 29, mit denen das Cover-Dach 6 gehoben oder gesenkt wird
(siehe Fig. 2 und 3). Die Hubeinrichtung 29 setzt sich aus vier scherenartigen
Traggestellen 30 zusammen, von denen jeweils ein Traggestell aus zwei unteren
Tragarmen 31 und 32 sowie einem oberen Tragarm 33 gebildet ist. Die beiden unteren
Tragarme 31 und 32 sind mit einem Gelenk 34 verbunden. Der obere Tragarm 33 ist
mit seinem einen Ende schwenkbar an der Befestigungslasche 28 des Dachrahmens 9
ortsfest angelenkt, sein anderes Ende ist mit dem unteren Tragarm 31 über ein Gelenk
35 verbunden. Der andere untere Tragarm 32 ist über ein Gelenk 36 mit dem unteren
Tragarm 31 scherenartig verbunden. Das Ende des Tragarmes 32 ist durch einen
weiteren Hebelarm 37 mit dem oberen Tragarm 33 verbunden. Die vier Gelenke 35,
36, 34 und 38 schließen so ein Parallelogramm ein, daraus entsteht eine
Doppelschere. In der vertikalen Flucht des am Dachrahmen 9 ortsfest befestigten
oberen Tragarmes 33 befindet sich am Grundrahmen 4 eine Befestigungslasche 39, an
der der Tragarm 31 schwenkbar, aber ortsfest festgelegt ist (siehe Fig. 2). Diese
Hubeinrichtung ist beispielsweise besonders für große Ausfahrhöhen, vorzugsweise
bis 2,8 m über Fahrzeugdachhöhe, geeignet.
Für die Kompensation von normalen Hubhöhen, beispielsweise des
Schnellbahnnetzes, besteht die Hubeinrichtung 29 aus mindestens zwei
Traggestellen 30, die aus einem am Dachrahmen 9 schwenkbar angelenkten
Tragarm 33 und einem am Grundrahmen 4 ebenfalls schwenkbar angelenkten
Tragarm 32 besteht. Der Tragarm 32 ist mit seinem anderen Ende mit dem Tragarm 33
gelenkig verbunden, wobei wie in Fig. 4 prinzipmäßig dargestellt, der Tragarm 32 die
Länge L und der Tragarm 33 die Länge 2L hat. Der Anlenkpunkt des Tragarmes 32 am
Tragarm 33 teilt diesen in zwei gleichlange Hebelarme und das Ende des
Tragarmes 33 ist gegenüber dem Schwenkpunkt des Tragarmes 32 am
Grundrahmen 4 linear verfahrbar, so daß sich der Tragarm 33 aufrichtet und das
Cover-Dach 6 anhebt.
Fig. 7 zeigt einen auf den Grundrahmen 4 montierten elektromechanischen Antrieb 40.
Dieser Antrieb besitzt zwei entlang den Längsseiten der Cover-Segmente 5
positionierte, parallel zueinanderliegende Führungsbahnen 41 für die Aufnahme eines
zwischen zwei mit Wellen 42 versehenen Zahnkränzen geführten Kettenzuges 43.
Beide Kettenzüge 43 sind angetrieben durch einen von einem Elektromotor bewegten
Kettentrieb 44. Die Bewegung des Kettentriebes 44 wird auf die Wellen 42 der beiden
Kettenzüge 43 übertragen.
Das untere Ende des Tragarmes 32 ist beiderseits mit dem Kettenzug 43 verbunden,
lagert in der Führungsbahn 41 auf und läßt sich somit bei Bewegung des
Kettenantriebes 44 entlang der Führungsbahn 41 linear verschieben. Da der andere
untere Tragarm 31 ortsfest gehalten ist, läßt sich bei Verschieben des unteren Endes
des jeweils anderen Tragarmes 32 das gesamte Traggestell 30 über die Gelenke und
Verschiebelager kontinuierlich heben oder senken. Der Kettentrieb 44 treibt synchron
die parallelen Kettenzüge 43 an, so daß das Heben oder Senken aller vier
Traggestelle 30 gleichmäßig erfolgt. Diese Hub- oder Senkbewegung wird auf das
Cover-Dach 6 übertragen. Beim Heben des Cover-Daches 6 werden die einzelnen
Cover-Segmente 5 von innen nach außen entgegen ihrer jeweiligen unter Federkraft
stehenden Seilzüge teleskopartig ausgefahren. Beim Senken werden die Cover-
Segmente 5 von außen nach innen durch die unter Federkraft stehenden Seilzüge
eingefahren. Beim Einfahren legen sich die Tragarme der Traggestelle 30 nach innen
um. Der Dachrahmen 9 des Cover-Daches 6 liegt bei vollständig eingefahrenen
Traggestellen 30 auf dem Grundrahmen 4 des Domaufbaus 3 auf.
Die Höhe der Cover-Segmente 5 entspricht ungefähr der Isolatorhöhe, wobei der
Isolatorkopf aus der Öffnung 8 ragt (siehe Fig. 5).
Der Isolator 11 ist starr auf dem Isolatorträger 12 befestigt. Wie Fig. 8 und 9 zeigt, trägt
der obere Isolatorflansch 45 eine Wippe 46 mit stromlinienförmigem Wippenkörper 47,
in dem die Schleifleiste 48 gelagert ist.
Zwischen der Schleifleiste 48 und dem Isolatorflansch 45 befindet sich eine Feder-
Dämpfereinheit 49 (siehe Fig. 9 und 10). Diese Feder-Dämpfereinheit 49 setzt sich aus
zwei etwa in der Breite der Schleifleiste 48 beabstandete laschenartige, jeweils zwei
zueinander senkrechte stehende, miteinander verbundene Hebelarme 51 und 52
aufweisende, einstückige Hebel 50 zusammen. Beide Hebelarme 51 und 52 sind
gemeinsam um einem festen Drehpunkt Dp drehbar, wobei der gegenüber dem
Hebelarm 52 etwas längere Hebelarm 51 mit seinem leicht abgewinkelten Ende an der
Schleifleistenhalterung 53 schwenkbar angelenkt ist. Der kürzere Hebelarm 52 ist
anderenends an einer Zugfeder 54 befestigt, die einstellbar am Isolatorflansch 45
festgelegt ist. Zwischen den beiden parallel zueinander gelegenen Hebeln 50 ist ein
hydraulischer Drehdämpfer 55 befestigt, dessen Betätigungsglied 56 in ein im Hebel 50
eingearbeitetes Langloch 57 eingreift. Die Zugfeder 54 veranlaßt bei einer
Krafteinwirkung auf die Schleifleiste 48 eine Drehbewegung des Hebels 50, so daß der
leicht abgewinkelte Hebelarm 51 eine Schwenk- bzw. Drehbewegung ausführt. Diese
Drehbewegung wird nachhaltig durch den Drehdämpfer 55 aufgefangen und gedämpft.
Die Zugfedern 54 haben ein sehr geringe Steifheit. Diese Feder-Dämpfereinheit 49
ermöglicht ausschließlich eine vertikale Einfederung. Die starre Befestigung des
Wippenkörpers 47 am Isolator 11 stellt sicher, daß die Windlast vom
stromlinienförmigen Wippenkörper aufgenommen wird und nur ein sehr geringer
aerodynamischer Anteil von der Schleifleiste entfällt.
Die Wippe 46 ist mit Hörnern 58 (Fig. 8) versehen, die durch einen im Wippenkörper 47
montierten pneumatischen Antrieb 59 auf unterschiedliche Wippenbreiten,
beispielsweise 1950 mm und 1600 mm, einstellbar sind.
Im Cover-Dach 6 befinden sich wie in Fig. 1 prinzipiell gezeigt nach innen öffnende, in
Längsrichtung des Domaufbaus 3 positionierte Klappen 60, in die die Hörner 58
eintauchen können, wenn die Wippe 46 um 90° in Längsrichtung des Domaufbaus 3
um ihre vertikale Achse gedreht und abgesenkt ist.
Das zwischen Isolator 11 und nicht dargestellter Anschlußstelle am Fahrzeug 2
verlegte Hochspannungsskabel 61 (siehe Fig. 11-13) verläuft in vertikaler Flucht
wendelartig etwa annähernd um die verlängerte Isolatorachse auf das Dach des
Fahrzeuges zu und wird durch einen Seilzug 62 gehalten. An der Öffnung 10 des
Isolatorträgers 12 ist eine Rollenaufnahme 63 (Fig. 13) angeflanscht, mit der ein
Lagerbock 64 gehalten ist. Der Lagerbock 64 nimmt eine Welle 65 mit zwei
nebeneinander gelegenen Seilrollen 66 auf. Um jede Seilrolle 66 ist ein Seil 67 unter
180° Umlenkung geführt, dessen beide Seilenden in vertikaler Flucht zu zwei am
Grundrahmen 4 befestigten Umlenkrollen 68 führen, die die Seilenden des Seiles 67 zu
einer Gaszugfeder 69 extrem großer Länge führen. Das Seil 67 bildet so einen
Seilzug 72, der unter einer Zugkraft gehalten ist, die bei Aus- und Einfahren der
Hubeinrichtung 29 das Hochspannungskabel 61 immer gestrafft hält.
Die Seile 67 bestehen aus nichtleitendem Material, beispielsweise Kunststoff.
Die auf die Schleifleiste 48 einwirkende Anpreßkraft ist eine komplexe Größe, welche
infolge der Fahrzeuggeschwindigkeit, der Windintensität und -richtung, der Lage des
den Fahrdraht führenden Kettenwerkes und dessen stromabnehmer-, reibungs- und
windinduzierten Schwingungen und der Relativbewegung des Fahrzeuges ständigen
Veränderungen unterworfen ist. In der ersten aktiven Regelungsstufe des
erfindungsgemäßen Verfahren werden die Höhendifferenzen des Kettenwerkes
kompensiert. Die Kompensation erfolgt mit einem elektromechanischen Antrieb,
beispielsweise einem Kettenantrieb, der Höhendifferenzen des Kettenwerkes zwischen
4,8 bis 6,3 m und vertikale Kettenoszillationen mit Amplituden < 50 mm im
Frequenzbereich unter 3 Hz ausgleicht. Der Kettenantrieb setzt eine entsprechende
Horizontalbewegung in eine Vertikalbewegung der im Domaufbau 3 gekapselten
Hubeinrichtungen 29 um. Relativ zu dieser in der ersten Regelstufe stattfindenden
Vertikalbewegung oszilliert zeitgleich der Stromabnehmer (Isolator, Wippe, Kabel) in
einer zweiten aktiven Regelungsstufe in einem Vertikalhub von maximal ±50 mm in
einem Frequenzbereich bis 15 Hz. Die Hubbewegung der zweiten Regelungsstufe wird
durch einen hochfrequenten Aktuator, beispielsweise einem elektromotorischen
Linearantrieb, erzeugt.
Die hochfrequenten Vibrationen zwischen Fahrdraht und Schleifleiste werden in einem
quasi-zeitgleichen weiteren Schritt durch Entkoppeln der Kräfte zwischen Schleifleiste
und Stromabnehmer aufgenommen und gedämpft.
1
Dach
2
Hochgeschwindigkeitsfahrzeug
3
Domaufbau
4
Grundrahmen
5
Cover-Segmente
6
Cover-Dach
7
Mulde in
6
8
Öffnung in
6
9
Dachrahmen
10
Öffnung in Isolatorträger
11
Isolator
12
Isolatorträger
13
Spindelmutter
14
Elektromotor
15
Zahnradgetriebe
16
Spindel
17
untere Abwinklung von
5
18
obere Abwinklung von
5
19
Vertiefung
20
Umlenkeinrichtung
21
Seilführung
22
Gleitrolle
23
Einhängplatte
24
Seil
25
Zugeinrichtung
26
Zugfeder
27
Verankerungsteil
28
Befestigungslaschen
29
Hubeinrichtung
30
Traggestelle
31
unterer Tragarm
32
unterer Tragarm
33
oberer Tragarm
34
Gelenk
35
Gelenk
36
Gelenk
37
Hebelarm
38
Gelenk
39
Befestigungslaschen
40
Elektromechanischer Antrieb
41
Führungsbahn
42
Wellen
43
Kettenzug
44
Kettenantrieb
45
Isolatorflansch
46
Wippe
47
Wippenkörper
48
Schleifleiste
49
Feder-Dämpfereinheit
50
Hebel
51
Hebelarm
52
Hebelarm
53
Schleifleistenhalterung
54
Zugfeder
55
Drehdämpfer
56
Betätigungsglied
57
Langloch in
51
58
Hörner
59
Pneumatischer Antrieb
60
Klappe in
6
61
Hochspannungskabel
62
Seilzug
63
Rollenaufnahme
64
Lagerbock
65
Welle in
65
66
Seilrolle
67
Seil
68
Umlenkrolle
69
Gaszugfeder
70
Dichtlippe
71
Hochfrequenter Antrieb
72
Seilzug
B-B Isolatorachse
L Länge des Tragarmes
B-B Isolatorachse
L Länge des Tragarmes
32
Dp Drehpunkt
Claims (29)
1. Vorrichtung zur kontrollierten Stromabnahme zwischen einem Fahrdraht
und einem gleisgebundenen, elektrisch betriebenen Hochgeschwindigkeitsfahrzeug,
mit einem auf dem Fahrzeugdach angeordneten stromlinienförmigen Domaufbau (3)
zur Aufnahme einer ersten, teleskopartig geführten Hubeinrichtung und einer zweiten
Hubeinrichtung, an der eine, eine Schleifleiste (48) tragende, Hörner (58) aufweisende
Wippe (46) eines Stromabnehmers befestigt ist, wobei die Wippe (46) mit einer
Schleifleiste (48) und einem Isolator (11), zum Halten und Isolieren des
Stromabnehmers, relativ zur ersten Hubeinrichtung durch einen hochfrequenten
Antrieb (71) vertikal verfahrbar ist und mit einem auf unterschiedliche Hubhöhen
verstellbaren Hochspannungskabel (61) zum Ableiten des vom
Stromabnehmer aufgenommenen Stromes, ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Hubeinrichtung ein Teil des Domaufbaus (3) ist, mit teleskopartig
geführten, sich überdeckenden inneren und äußeren Elementen, den Cover-
Segmenten (5) mit einem integral am innersten Cover-Segment angeformten Cover-
Dach (6) und mit mindestens zwei symmetrisch zur Isolatorachse (B-B), durch einen
horizontal zu der Isolatorachse gelegenen elektromechanischen Antrieb (40)
betätigbaren, scherenartigen, in unterschiedlichen Hubhöhen ein- und ausfahrbaren
Traggestellen (30), wobei die Traggestelle (30), des Hochspannungskabels (61) und weitere
Einbauten (40, 13, 14, 15, 16) durch die Cover-Segmente (5) vertikal umschlossen sind,
und daß zwischen Schleifleiste (48) und Isolatorflansch (45) eine Feder-
Dämpfereinheit (49) zur Entkopplung der vertikal einwirkenden Kräfte und zur
Dämpfung der Kontaktkraftschwankungen angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite
Hubeinrichtung um die Achse (B-B) drehbar angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Cover-Segmente (5) jeweils mit einer nach innen geformten oberen und unteren
anschlagschlagartigen Abwinklung (17, 18) versehen sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichent,
daß die inneren und äußeren Cover-Segmente (5) miteinander durch mindestens vier
umfangsmäßig gleichmäßig verteilte, etwa parallel zur Isolatorachse (B-B) verlaufende,
gegen Federkraft gespannte, einfach umgelenkte Seile (24) verbunden sind, wobei die
Seile (24) zwischen äußerem und innerem Cover-Segment (5) so angeordnet sind, daß
sie jeweils mit ihrem einen Ende am äußeren Umfang des inneren unteren Cover-
Segmentes (5) einhängbar befestigt und das andere Ende über eine am inneren
Umfang des unteren äußeren Cover-Segments (5) befestigte
Umlenkungeinrichtung (20) zu einer am Umfang des äußeren Cover-Segments (5)
tagential festgelegten Zugeinrichtung (25) geführt sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die inneren und äußeren Cover-Segmente (5) miteinander durch am Umfang der
Cover-Segmente (5) gleichmäßig verteilt angeordnete, etwa parallel zur
Isloatorachse (B-B) verlaufende, gegen Federkraft gespannte, mehrfach umgelenkte
Seile (24) verbunden sind, wobei die Seile (24) zwischen äußerem und innerem Cover-
Segment (5) so angeordnet sind, daß sie jeweils mit ihrem einen Ende am äußeren
Umfang des inneren unteren Cover-Segmentes (5) einhängbar befestigt und das
andere Ende über eine am inneren Umfang des unteren äußeren Cover-Segments (5)
befestigte Umlenkungeinrichtung (20) zu einer am Umfang des äußeren Cover-
Segments (5) tagential festgelegten Zugeinrichtung (25) geführt sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die untere Abwinklung (17) L-förmig ausgebildet ist, wobei sich im eingefahrenen
Zustand der Cover-Segmente (5) jeweils die Abwinklung des inneren Cover-
Segments (5) auf dem des äußeren Cover-Segmentes (5) abstützt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umlenkungeinrichtung (20) aus einer Gleitrolle (22) und einer der Gleitrolle
vorgeordneten Seilführung (21) gebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zugeinrichtung (25) aus einer Zugfeder (25) und Verankerungsteil (27) oder
Seilwinde gebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß innenseitig am äußeren Cover-Segment (5) eine Vertiefung (19) ausgebildet ist, in
der die Umlenkungeinrichtung (20) und die Zugeinrichtung (25) angeordnet sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die obere Abwinklung (18) des jeweils äußeren Cover-Segments (5) mit einer
Dichtlippe (70) versehen ist, die gegen den Umfang des jeweils inneren Cover-
Segmens (5) satt anliegt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Cover-Segmente (5) vorzugsweise annähernd gleiche Höhe
aufweisen.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Höhe der Cover-Segmente (5) annähernd der Isolatorhöhe
entspricht.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Cover-Segmente (5) und das Cover-Dach (6) aus GFK- oder
CFK-Verbundwerkstoffen bestehen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hubeinrichtung (29) aus mindestens zwei Traggestellen (30) gebildet ist, die jeweils
aus einem an einem mit dem Cover-Dach (6) verbundenen Dachrahmen (9)
schwenkbar angelenkten Tragarm (33) und einem unteren Tragarm (32)
zusammengesetzt sind, von denen der untere Tragarm (32) mit seinem einen Ende in
der Flucht der Befestigungslasche (28) des Tragarmes (33) am Grundrahmen (4) des
Domaufbaus (3) ortsfest schwenkbar aufgenommen und mit seinem anderen Ende am
Tragarm (33) schwenkbar angelenkt ist, wobei Tragarm (32) auf der
Führungsbahn (41) linear verschieblich angeordnet ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der
Tragarm (33) gegenüber dem unteren Tragarm (32) die doppelte Länge aufweist und
der untere Tragarm (32) so am Tragarm (33) angelenkt ist, daß dadurch eine
Doppelschere entsteht.
16. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hubeinrichtung (29) aus mindestens zwei scherenartigen Traggestellen (30)
gebildet ist, die jeweils aus einem an einem mit dem Cover-Dach (6) verbundenen
Dachrahmen (9) schwenkbar angelenkten oberen Tragarm (33) und zwei unteren
Tragarmen (31, 32) zusammengesetzt sind, von denen der eine untere Tragarm (31) in
der Flucht der Befestigungslasche (28) des oberen Tragarmes (33) am
Grundrahmen (4) des Domaufbaus (3) ortsfest schwenkbar aufgenommen und der
andere untere Tragarm (32) zum ersteren linear verschieblich angeordnet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der
obere Tragarm (33) und der unterer, ortsfeste Tragarm (31) durch ein Gelenk (35) und
der linear verschiebliche untere Tragarm (32) mit dem oberen Tragarm (33) über ein
weiteres Gelenk (36), einen Hebelarm (37) und ein drittes Gelenk (38) verbunden ist, wobei die
beiden unteren Tragarme (31, 32) miteinander durch ein weiteres Gelenk (34) so in
Verbindung stehen, daß die Gelenke (35, 36, 34, 38) ein Parallelogramm bilden.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß der elektromechanische Antrieb (40) als ein Seil-, Spindel- oder
Kettenantrieb (44) ausgebildet ist, der zueinander parallel ausgerichtete, entlang den
Längswände der Cover-Segmente (5) verlaufende Führungsbahnen (41) für einen
umlaufenden Zug (43) aufweist, in welchem der untere linear verschiebliche
Tragarm (32) der Hubeinrichtungen als Teil des Zuges befestigt ist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch
gekennzeichnet, daß die Tragarme (33) der ausgefahrenen Traggestelle (30) eine
nach innen oder außen gerichtete Neigung aufweisen.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichet,
daß die Tragarme (33, 31, 32, 37) der Traggestelle (30) im eingefahrenen Zustand nach
innen aufeinander zu angeordnet sind.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch
gekennzeichnet, daß die Hubeinrichtung (29) eine Hubhöhe über Fahrzeugdach von
650 mm bis 2,8 m besitzt.
22. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Cover-
Dach (6) in Fahrtrichtung gelegene, voneinander in Wippenbreite beabstandete Öffnungen
mit Klappen (60) aufweist.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Wippe
(46) um mindestens 180° drehbar ist und die Hörner (58) der Wippe (46) im
eingefahrenen Zustand in die Klappenöffnung der Klappen (60) eintauchen.
24. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wippe (46) durch einen im Wippenkörper angeordneten pneumatischen Antrieb (59)
breitenvariabel ausgebildet ist, der die Hörner (58) einzieht bzw. ausfährt.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch
gekennzeichnet, daß der hochfrequente Antrieb (71) ein Linearantrieb, vorzugsweise
eine durch einen Elektromotor (14) angetriebene Spindel (16) mit
Zahnradgetriebe (15), ist.
26. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wippe (46) und Isolator (11) miteinander fest verbunden sind und die Schleifleiste (48)
im Wippenkörper einen einzigen Freiheitsgrad für eine Vertikalbewegung aufweist.
27. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Hochspannungskabel (61) eine flexible Leitung ist, die um mindestens einem,
zwischen einer am Isolatorträger (12) befestigten Rollenaufnahme (63) und am
Grundrahmen (4) befestigten Umlenkrollen (68) vertikal verlaufenden, unter Zugkraft
stehenden Seilzug (72) in Achsflucht der Isolatorachse (B-B) wendelartig angeordnet
ist.
28. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rollenaufnahme (63) mindestens zwei nebeneinander angeordnete Rollen (66)
aufweist, über die jeweils ein Seil (67) unter Umlenkung zu einer außerhalb der
Achsflucht der Isolatorachse (B-B) am Grundrahmen (4) befestigten Gaszugfeder (69)
großer Länge geführt ist, wobei zwischen den beiden Seilenden des Seiles (67) die
Gaszugfeder (69) zur Aufbringung der Zugkraft auf den Seilzug (72) angeordnet ist.
29. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder-
Dämpfereinheit (49) Zugfedern (54) mit extrem geringer Steifheit und einen
Drehdämpfer (55) umfaßt.
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