DE19830195A1 - Verschlußeinrichtung für Öffnungen, insbesondere Öffnungen von Garagen - Google Patents
Verschlußeinrichtung für Öffnungen, insbesondere Öffnungen von GaragenInfo
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Abstract
Eine Verschlußeinrichtung für Öffnungen, insbesondere für Öffnungen von Garagen, weist zumindest ein Verschlußelement, insbesondere Tor, auf, das zwischen seiner Öffnungsstellung und seiner Schließstellung auf und ab bewegbar ist. Die Verschlußeinrichtung weist ferner ein zweites Verschlußelement auf, mittels dessen bei in Öffnungsstellung gebrachtem ersten Verschlußelement die dadurch freigegebene Öffnung bedarfsweise verschließbar ist. Das zweite Verschlußelement ist auf der dem Raum zugewandten Innenseite und dabei an der Unterseite des ersten Verschlußelements und in der Weise gehalten, daß es bei der Bewegung des ersten Verschlußelements von dessen Schließstellung in dessen Öffnungsstellung in seine betriebsbereite Bereitschaftsstellung am oberen Randbereich der Öffnung der Garage gebracht wird.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verschlußeinrichtung
für Öffnungen, insbesondere für Öffnungen von Garagen,
mit den Merkmalen im Oberbegriff des Anspruchs 1.
Vor allem bei Garagen sind die Öffnungen, die als Einfahr
öffnung in das Garageninnere dienen, mit einem Verschluß
element in Form eines Tores, z. B. Kipptores, Schwingtores,
Rolltores, Sektionaltores od. dgl., verschließbar, das zwi
schen der vertikalen Schließstellung und der Öffnungsstellung
auf und ab bewegbar ist, in der das Verschlußelement sich
nahe der Decke der Garage innerhalb des Innenraumes und im
wesentlichen in horizontaler Kopflage befindet. Häufig wer
den Garagen als zusätzlicher Arbeitsraum zur Verrichtung von
Reparaturen, Handwerks- oder Bastelarbeiten benötigt und ge
nutzt, ebenso wie als zusätzliche Spielfläche für Erwachsene
und Kinder, z. B. zum Tischtennis od. dgl. Diese zusätzliche
Nutzung bei in Öffnungsstellung befindlichem Verschluß
element führt zu Problemen, da dann der Innenraum den
äußeren Witterungseinflüssen ausgesetzt ist. Auch können
sich nicht ungefährliche Situationen ergeben, z. B. dann,
wenn bei der Nutzung des Garagenraumes als Spielraum, z. B.
beim Tischtennisspiel, die Bälle unverhofft durch die Öff
nung nach außen gelangen und bei Versuchen, die Bälle zu
erhaschen, gefährliche, unverhoffte Verkehrssituationen
und Unfallgefahren entstehen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verschluß
einrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die
einfach und kostengünstig ist und bei der Zusatznutzung
eines mittels des Verschlußelements zu verschließbaren
Raumes eine Abschottung dieses nach draußen mit einfachen
Mitteln ermöglicht.
Die Aufgabe ist bei einer Verschlußeinrichtung der ein
gangs genannten Art gemäß der Erfindung durch die Merk
male im Anspruch 1 gelöst. Die Anordnung eines zweiten
Verschlußelements, mittels dessen bei in Öffnungsstellung
gebrachtem ersten Verschlußelement die dadurch freigege
bene Öffnung bedarfsweise verschließbar ist, macht dann
einen Verschluß der Öffnung und somit einen Schutz des
Innenraumes gegen äußere Witterungseinflüsse möglich, wo
bei zugleich eine räumliche Abschrankung nach außen er
reichbar ist und zumindest in Grenzen auch eine Absiche
rung gegen unerwünschten Zugang von außen.
Weitere vorteilhafte Erfindungsmerkmale und Ausgestaltun
gen sind in den Ansprüchen 2 bis 5 enthalten. Eine solche
Gestaltung des zweiten Verschlußelementes ist besonders
einfach und kostengünstig. Bei der Gestaltung der als Be
hang dienenden Bahn aus zumindest im wesentlichen durch
sichtigem Material, z. B. aus Kunststoff, insbesondere
PVC, ist erreicht, daß im Innenraum im wesentlichen vol
les Tageslicht herrschen kann, so daß es aufgrund maxima
len Lichteinfalls die Einschaltung künstlicher Lichtquellen
nicht bedarf. Außerdem besteht Sichtkontakt nach außen und
eine optische Öffnung des gleichwohl abgeschlossenen Raumes
nach außen, was sich auch gestalterisch und psychologisch
vorteilhaft erweist.
Besonders vorteilhaft sind die Merkmale im Anspruch 6
sowie ferner im Anspruch 7. Dadurch, daß das zweite Ver
schlußelement am ersten Verschlußelement fest angebracht ist,
und zwar auf der dem Innenraum zugewandten Innenseite und
dabei an der Unterseite des ersten Verschlußelements, ist
das zweite Verschlußelement automatisch dann in seine be
triebsbereite Bereitschaftsstellung am oberen Randbereich
der Öffnung gebracht, wenn das erste Verschlußelement in
seine Öffnungsstellung überführt ist. Die Anordnung des
zweiten Verschlußelements auf der Innenseite des ersten
Verschlußelements hat zugleich den Vorteil, daß dadurch
das zweite Verschlußelement gegen äußere Einflüsse, z. B.
Witterungseinflüsse oder ungewollten Zugriff von außen,
in einfacher Weise geschützt ist. Befindet sich das erste
Verschlußelement in seiner herabbewegten Schließstellung,
so lagert das zweite Verschlußelement innenseitig unten
des ersten Verschlußelements, ohne daß es dort in irgend
einer Weise störend ist oder gefährdet ist. Befindet sich
das erste Verschlußelement in seiner nach oben bewegten
endgültigen Öffnungsstellung, so liegt das zweite Ver
schlußelement oben und im Bereich der Öffnung in Bereit
schaftsstellung, so daß es zum Verschließen der Öffnung
durch Abwickeln der Bahn aktiviert werden kann.
Weitere besondere Erfindungsmerkmale und Ausgestaltungen
der Erfindung ergeben sich aus den übrigen Ansprüchen
8 bis 29.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung, auf die aus
drücklich zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen an die
ser Stelle verwiesen ist.
Der vollständige Wortlaut der Ansprüche ist vorstehend
allein zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen nicht
wiedergegeben, sondern statt dessen lediglich durch Nennung
der Anspruchsnummern darauf Bezug genommen, wodurch je
doch alle diese Anspruchsmerkmale als an dieser Stelle
ausdrücklich und erfindungswesentlich offenbart zu gelten
haben. Dabei sind alle in der vorstehenden und folgenden
Beschreibung erwähnten Merkmale sowie auch die allein aus
der Zeichnung entnehmbaren Merkmale weitere Bestandteile
der Erfindung, auch wenn sie nicht besonders hervorgehoben
und insbesondere nicht in den Ansprüchen erwähnt sind.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen
gezeigten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische, teilweise geschnittene
Seitenansicht einer Verschlußeinrichtung
für Öffnungen von Garagen, deren Verschluß
element in verschiedenen Positionen darge
stellt ist,
Fig. 2 eine schematische, perspektivische Ansicht
der Einzelheit II der Verschlußeinrichtung
in Fig. 1 in größerem Maßstab,
Fig. 3 eine Ansicht der Verschlußeinrichtung in
Pfeilrichtung III in Fig. 1 in Schließ
stellung,
Fig. 4 eine schematische, teilweise geschnittene
Seitenansicht etwa entsprechend derjenigen
in Fig. 1 lediglich des oberen Teils der
Öffnung einer Garage gemäß einem abgewandelten
Ausführungsbeispiel,
Fig. 5 eine schematische Seitenansicht der Kupplungs
einrichtung in Fig. 4.
In den Zeichnungen ist schematisch eine Verschlußeinrichtung
10 für Öffnungen 11, insbesondere für solche von Garagen 12,
gezeigt. Diese Öffnung 11 ist bei Garagen 12 üblicherweise
als Einfahröffnung gestaltet, durch die man mit einem Fahr
zeug in das Innere 13 der Garage 12 hineinfahren kann. Die
Garage 12 weist einen Boden 14, eine Decke 15 und seitliche
Wände 16 und 17 auf, wobei die stirnseitige Rückwand nicht
dargestellt ist. Die Verschlußeinrichtung 10 weist zumindest
ein zwischen der Schließstellung und Öffnungsstellung auf
und ab bewegbares Verschlußelement 18 auf, insbesondere ein
Tor, Kipptor, Schwingtor, Rolltor, Sektionaltor od. dgl.,
wobei dieses erste Verschlußelement 18 dazu dient, in der
Vertikalposition die Öffnung 11 zu schließen und in der
Öffnungsstellung, in der das Verschlußelement 18 sich nahe
der Decke 15 befindet und etwa horizontal verläuft, die
Öffnung 11 freizugeben. Häufig weisen derartige Garagen 12
im Bereich der Öffnung 11 einen Blockrahmen 19 mit oberer
Sturzleiste 20 auf. Das Verschlußelement 18, z. B. in Form
eines Kipptores, ist meist mittels beidseitiger Führungs
schienen 21 geführt, die nahe der Decke 15 auf jeder Seite
bauwerkfest montiert sind und zumindest annähernd horizontal
verlaufen. Von diesen Führungsschienen 21 ist in Fig. 1 und
4 lediglich eine Führungsschiene 21 sichtbar.
Eine Besonderheit der Verschlußeinrichtung 10 liegt darin,
daß diese ein zweites Verschlußelement 30 aufweist, mittels
dessen bei in Öffnungsstellung gebrachtem ersten Verschluß
element 18 die dadurch für die Ausfahrt und Einfahrt eines
Fahrzeuges freigegebene Öffnung 11 bedarfsweise verschließ
bar ist, obwohl sich das erste Verschlußelement 18 in
seiner Öffnungsstellung befindet. Diese zweite Verschluß
element 30 weist mindestens eine aufwickelbare Bahn 31
auf, die mit Vorzug aus zumindest im wesentlichen durch
sichtigem Material, z. B. Kunststoff, besteht. Die Bahn 31
ist z. B. aus mit Vorzug reißfestem Folienmaterial ge
bildet. Das zweite Verschlußelement 30 weist eine Wickel
welle 32 auf, auf der die Bahn 31 gehalten ist und von der
die Bahn 31 abgebbar bzw. auf die die Bahn 31 gegensinnig
aufwickelbar ist. In dieser Gestaltung ist das zweite
Verschlußelement 30 ähnlich einem transparenten Rollo
gestaltet. Die Wickelwelle 32 mit aufgewickelter Bahn 31
kann offen oder in einem Schutzbehältnis, z. B. Alumini
um-Kanal, verdeckt angeordnet sein. Die Bahn 31 ist im wesent
lichen in in Fig. 1 bis 4 vertikaler Richtung aufwickelbar
und abwickelbar, wobei die Wickelwelle 32 im wesentlichen
horizontal verläuft und dabei quer zur Ein- und Ausfahr
richtung eines in die Garage 12 einfahrenden bzw. aus
fahrenden Fahrzeuges.
Eine wesentliche Besonderheit liegt ferner darin, daß das
zweite Verschlußelement 30 auf der dem Inneren 13 der
Garage 12 zugewandten Innenseite des ersten Verschluß
elements 18 fest angebracht ist, und dabei an dessen Unterseite
und in der Weise, daß das zweite Verschlußelement 30 bei
der Bewegung des ersten Verschlußelements 18 von der Schließ
stellung in die Öffnungsstellung in seine betriebsbereite
Bereitschaftsstellung am oberen Randbereich der Öffnung 11
gebracht wird. Die Wickelwelle 32 ist an beiden Enden
mittels nur angedeuteter Halter 33 an der Innenseite des
ersten Verschlußelements 18 gehalten.
Die Bahn 31 weist ein oder mehrere etwa horizontale Ver
steifungsteile 34, z. B. Versteifungsstäbe, auf, die auf
gesetzt oder eingezogen oder in sonstiger Weise mit der
Bahn 31 verbunden sind. Ferner enthält die Bahn 31 min
destens eine Öffnung 35, die z. B. aus einer Fensteröffnung
oder, wie in Fig. 3 gezeigt ist, aus einer Durchgangsöffnung
besteht. Diese mindestens eine Öffnung 35 ist mittels eines
Verschlusses 36, vorzugsweise aus dem gleichen Material
wie die Bahn 31, verschlossen bzw. verschließbar. Beim
gezeigten Ausführungsbeispiel besteht der Verschluß 36 in
vorteilhafter Weise aus einer Schlupftür 37, die vorzugs
weise flexibel ist. Der Verschluß 36 ist z. B. an einzelnen
Rändern mittels einzelner dort vorgesehener Klettverschlüsse
38 im Bereich der Öffnung 35 mit dem übrigen Teil der Bahn
31 verbunden. Die etwa horizontalen Versteifungsteile 34 dienen
der Aussteifung der Bahn 31, wobei deren Länge und/oder Abstand
voneinander je nach Breite der Bahn 31 und der zu erwartenden
Windbelastung variieren kann. Als Versteifungsteile 34
kommen z. B. Leichtmetalleisten in Betracht, die in die
Bahn 31 integriert sein können. Die Öffnung 35, die mittels
des Verschlusses 36 verschließbar ist, macht ein Begehen
des mittels des zweiten Verschlußelementes 30 verschlossenen
Innenraumes 13 und bedarfsweise auch eine Belüftung dieses
möglich. Insbesondere dann, wenn die Bahn 31 aus im wesent
lichen lichtdurchlässigem Material besteht, z. B. von opal
bis transparent, ist trotz des Abschlusses der Öffnung 11
bei in Schließstellung befindlichem, zweitem Verschlußelement
30 ein guter Lichteinfall in das Innere 13 möglich, so daß
es je nachdem keiner zusätzlichen elektrischen Beleuchtung
im Inneren 13 bedarf.
Das zweite Verschlußelement 30 kann so gestaltet sein, daß
an der Wickelwelle 32 ein Handkurbelgetriebe angreift, so
daß über eine Handkurbel die Wickelwelle 32 zum Abwickeln
bzw. Aufwickeln der Bahn 31 manuell betätigt werden kann.
Statt dessen kann an der Wickelwelle 32 an einem Ende auch
ein üblicher Endlosschnurzug angreifen, z. B. mit Spannvor
richtung für das Auf- und Abwickeln.
Von Vorteil kann es ferner sein, wenn die Wickelwelle 32
einen beim Abwickeln der Bahn 31 spannbaren und ein selbst
tätiges Aufwickeln der Bahn 31 auf die Wickelwelle 32 be
wirkenden Federmechanismus, z. B. Federmotor, aufweist, der
in üblicher Weise in der Wickelwelle 32 angeordnet ist,
so daß in einem solchen Fall das zweite Verschlußelement
30 wie ein Spannrollo mit integriertem Federzug gestaltet
ist.
Ein anderes vorteilhaftes Ausführungsbeispiel, das nicht
gezeigt ist, sieht vor, daß an der Wickelwelle 32 ein
elektrischer Antriebsmotor zur motorischen Betätigung der
Wickelwelle 32 angreift. Dies ist nur sinnbildlich in Fig. 4
durch den dortigen Motor 39 angedeutet. Üblicherweise ist
der Motor 39 als Achswellenmotor in der Wickelwelle 32
angeordnet, wie dies z. B. bei Wickelwellen für Rolläden
bekannt ist.
Dem zweiten Verschlußelement 30 ist eine Halteeinrichtung 40
zugeordnet, mittels der das zweite Verschlußelement 30 in
seiner Schließstellung, in der dessen Bahn 31 die vom
ersten Verschlußelement 18 freigegebene Öffnung 11 ver
schließt, bauwerksseitig fixierbar ist, z. B. am Boden 14 oder
am Blockrahmen 19. Die Halteeinrichtung 40 sorgt dafür, daß
bei oben befindlicher Wickelwelle 32 und abgewickelter
Bahn 31 die Bahn unten im Bereich des Bodens 14 fixiert ist,
und zwar mit Vorzug an beiden unteren Enden der Bahn 31.
Die Halteeinrichtung 40 besteht z. B. aus einem seitlichen
Verschluß und kann z. B. jeweils ein Widerlager aufweisen,
an dem mindestens ein zugeordnetes Fixierelement am zweiten
Verschlußelement 30 zur Fixierung angreifen kann. In Fig. 2
ist ein Ausführungsbeispiel verdeutlicht, bei dem als
Widerlager eine Lochaufnahme 41, z. B. Öse, vorgesehen ist,
und bei der als zugeordnetes Fixierelement ein als Schieber,
z. B. Schiebestab, ausgebildeter Riegel 42 vorgesehen ist,
der seitlich in die Lochaufnahme 41 einschiebbar ist.
Das zweite Verschlußelement 30 weist am Ende der Bahn 31 ein
Abschlußprofil 43 auf, das der Handhabung, Versteifung und
der Fixierung der Bahn 31 dienen kann. Das Abschluß
profil 43 ist z. B. als Hohlprofil ausgebildet, z. B. als
Aluminium-Klemmprofil, und am unteren Ende der Bahn 31
durch Klemmen fest angebracht. Der jeweilige als Schieber,
z. B. Schiebestab, ausgebildete Riegel 42 befindet sich
im Inneren des hohlen Abschlußprofiles 43 und ist aus diesem
in Richtung zur Lochaufnahme 41 und zum Eingreifen in diese
ausschiebbar. Hierzu kann eine Handhabe 44 dienen, die aus
einem Schlitz 45 des Abschlußprofiles 43 herausragt und
mittels der der Riegel 42 verschoben werden kann. Die Loch
aufnahme 41 ist bauwerkseitig befestigt, z. B. am Blockrahmen
19, am Boden 14 od. dgl.
Am Ende der Bahn 31, insbesondere am Abschlußprofil 43, ist
eine Dichtleiste 46, insbesondere Gummi-Lippendichtung,
angeordnet, die eine fußseitige Abdichtung bewirken kann.
Ist das erste Verschlußelement 18, z. B. Garagentor, in die
hochgeschwenkte, etwa horizontale Öffnungsstellung gebracht,
wie sie in Fig. 1 und 4 angedeutet ist, befindet sich das
zweite Verschlußelement 30 in seiner betriebsbereiten
Position, in der zum Verschluß der Öffnung 11 die Bahn 31
im wesentlichen in vertikaler Richtung von oben nach unten
von der Wickelwelle 32 abgewickelt werden und mittels der
Halteeinreichtung 14 fußseitig fixiert werden kann. In
diesem Zustand ist die Öffnung 11 mittels der vorzugsweise
transparenten flexiblen Bahn 31 verschlossen und dadurch
ein Windschutz, Staubschutz und auch zumindest in Grenzen
ein Schutz gegen unbefugten Zugang erreicht. Dadurch läßt
sich die Garage 12 mit besonderem Vorteil als zusätzlicher
Arbeitsraum zur Verrichtung von Reparaturen, Handwerks- oder
Bastelarbeiten nutzen ebenso wie als zusätzliche Spielfläche
für Kinder, z. B. zum Tischtennisspiel. Durch die Trans
parenz der Bahn 31 als Behang kann Tageslicht in das Innere
13 einfallen, wobei gleichwohl ein Schutz bei ungünstiger
Witterung erreicht ist, z. B. ein Schutz gegen Wind, Regen,
Zugluft od. dgl. Auch ist in gewisser Weise eine thermische
Isolierung erreicht und somit ein Kälteeinbruch reduziert.
Von Vorteil ist ferner, daß bei im wesentlichen transparenter,
flexibler Bahn 31 nicht nur ein maximaler Lichteinfall in
das Innere 13 erreicht wird sondern gleichermaßen auch
Sichtkontakt nach außen hin besteht. Die Bahn 31 ermöglicht
im geschlossenen Zustand somit im wesentlichen volles
Tageslicht bei gleichzeitigem Wind- und Regenschutz. Es
versteht sich, daß bei größeren Öffnungen 11 auch eine
Addition mehrerer Bahnen 31 oder auch ein Nebeneinander
plazieren mehrerer Verschlußelemente 30 im Rahmen der
Erfindung liegt. Das zweite Verschlußelement 30 ist einfach
und kostengünstig. Es macht eine leichte Montage möglich
und läßt sich leicht handhaben. Dabei ist das zweite Ver
schlußelement 30 für alle möglichen Arten erster Verschluß
elemente 18 geeignet, insbesondere sämtliche Rolltore und
Schwingtore, Sektionaltore od. dgl. Aufgrund der Anordnung
des zweiten Verschlußelementes 30 auf der Innenseite des
ersten Verschlußelements 18 ergibt sich ein Wind- und Wetter
schutz sowie ein Diebstahlschutz und Schutz gegen sonstige
unerwünschte Manipulationen, und dies in einfacher, kosten
günstiger Weise. Das zweite Verschlußelement 30 kann sowohl
bei Verschlußeinrichtungen 10 werksseitig gleich installiert
werden als auch nachträglich ohne Schwierigkeiten bei
bereits vorhandenen Verschlußeinrichtungen 10 angebracht
werden. Von besonderem Vorteil ist es, daß das zweite Ver
schlußelement 30 ohne besonderes Zutun automatisch dann
in die Betriebsbereitschaft überführt wird, wenn das erste
Verschlußelement 18 in seine Öffnungsstellung gebracht
wird.
In Fig. 4 und 5 ist gezeigt, daß die Verschlußeinrichtung
10 für den Fall eines vorhandenen, elektrischen Antriebs
motors 39 mit einer elektrischen Kupplungseinrichtung 50
versehen ist, die beim Überführen des ersten Verschluß
elements 18 in dessen Öffnungsstellung selbsttätig schließt
und mittels der eine elektrische Anschlußleitung 51 des
Motors 39 selbsttätig mit einer elektrischen Stromversor
gungsleitung 52 kuppelbar ist. Bei der Anschlußleitung 51
und der Stromversorgungsleitung 52 handelt es sich jeweils
um eine vierpolige Leitung, wobei die Anschlußleitung 51
auf der Innenseite des ersten Verschlußelements 18 fest
montiert ist und dort bis zum Antriebsmotor 39 der Wickel
welle 32 geführt ist.
Die Kupplungseinrichtung 50 weist eine Steckdose 53 auf,
an die die Stromversorgungsleitung 52 angeschlossen ist
und die bauwerkfest angeordnet ist, z. B. an einer der
Führungsschienen 21 befestigt ist. Bestandteil der Kupplungs
einrichtung 50 ist ferner ein Stecker 54, der an der An
schlußleitung 51 angeschlossen ist und der am beweglichen
ersten Verschlußelement 18, vorzugsweise am oberen Endbe
reich dieses, angeordnet ist, so daß beim Überführen des
ersten Verschlußelements 18 in dessen Öffnungsstellung ge
mäß Fig. 4 selbsttätig der Stecker 54 mit seinen Steckstif
ten in die Aufnahmebuchsen der Steckdose 53 einfährt und auto
matisch die elektrische Verbindung der Leitungen 51 und 52
hergestellt und der Motor 39 an die Stromversorgung ange
schlossen wird. Dadurch ergibt sich der Vorteil einer stän
digen und automatischen Bereitschaft eines mittels des Mo
tors 39 motorisch angetriebenen, zweiten Verschußele
ments 30 dann, wenn das erste Verschlußelement 18
sich in Öffnungsstellung befindet. Flexible und sich
mitbewegende, ausgleichende, freie, elektrische Leitun
gen sind somit nicht erforderlich, wodurch ein Höchst
maß an elektrischer Sicherheit erreicht ist.
Von Vorteil kann es sein, wenn das zweite Verschlußelement
30 bauwerkseitige beidseitige Führungen, z. B. Führungs
schienen, mit oder ohne Dichtelemente für die Bahn 31
aufweist, wodurch bei Bedarf auch eine Führung der bei
den vertikalen Seitenränder der Bahn 31 erreicht wird. Diese
Führungsschienen können z. B. an beiden Rändern auf der Innen
seite des ersten Verschlußelements 18 und dabei z. B. um eine
horizontale Achse im Bereich des unteren Randes des ersten
Verschlußelements 18 derart klappbar gehalten sein, daß sie
bei sich in Öffnungsstellung befindlichem, erstem Verschluß
element 18 um die Klappachse in eine etwa vertikale Lage
abklappbar sind. In dieser abgeklappten Stellung können die
Führungsschienen verrastet werden, z. B. selbsttätig mittels
im Bereich der Klappachsen befindlicher Rasteinrichtungen
oder anderer Rastvorrichtungen.
Von Vorteil kann es ferner sein, wenn am ersten Verschluß
element 18 fußseitig eine Dichtung, z. B. eine Dichtleiste,
angebracht ist, die bei sich in Öffnungsstellung befindlichem,
erstem Verschlußelement 18 am oberen Sturz der Öffnung 11
anliegt und dort eine Abdichtung bewirkt.
Claims (29)
1. Verschlußeinrichtung für Öffnungen (11), insbesondere
für Öffnungen von Garagen (12), die als Einfahr
öffnungen dieser dienen, mit zumindest einem zwischen
der Schließstellung und Öffnungsstellung auf und ab
bewegbaren Verschlußelement (18), insbesondere Tor,
wie Kipptor, Schwingtor, Rolltor, Sektionaltor od. dgl.,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein zweites Verschlußelement (30) vorgesehen ist,
mittels dessen bei in Öffnungsstellung gebrachtem, erstem
Verschlußelement (18) die dadurch freigegebene Öffnung (11)
bedarfsweise verschließbar ist.
2. Verschlußeinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Verschlußelement (30) mindestens eine
aufwickelbare Bahn (31) als Behang aufweist.
3. Verschlußeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Verschlußelement (30) mindestens eine
Bahn (31) als Behang aus zumindest im wesentlichen
durchsichtigem Material, z. B. aus Kunststoff, bei
spielsweise PVC, aufweist.
4. Verschlußeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Verschlußelement (30) auf einer
Wickelwelle (32) angeordnet ist, von der es abgeb
bar bzw. auf die es gegensinnig aufwickelbar ist.
5. Verschlußeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bahn (31) im wesentlichen in vertikaler Rich
tung auf- und abwickelbar ist und die Wickelwelle (32)
im wesentlichen horizontal verläuft.
6. Verschlußeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Verschlußelement (30) auf der dem
Innenraum (13) zugewandten Innenseite des ersten
Verschlußelements (18) fest angebracht ist.
7. Verschlußeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Verschlußelement (30) an der Unter
seite des ersten Verschlußelements (18) und in der
Weise gehalten ist, daß es bei der Bewegung des er
sten Verschlußelements (18) von der Schließstellung
in dessen Öffnungsstellung in seine betriebsbereite
Bereitschaftsstellung am oberen Randbereich der Öff
nung (11) gebracht wird.
8. Verschlußeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
gekennzeichnet,
durch mindestens eine Halteeinrichtung (40), z. B.
einen seitlichen Verschluß, mittels der das zweite
Verschlußelement (30) in seiner die vom ersten Ver
schlußelement (18) freigegebene Öffnung (11) ver
schließenden Schließstellung bauwerkseitig, z. B. am
Boden (14), Rahmen (19) od. dgl., fixierbar ist.
9. Verschlußeinrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteeinrichtung (40) mindestens ein Wider
lager, insbesondere eine Lochaufnahme (41), z. B.
Öse, aufweist, an dem bzw. in die mindestens ein zu
geordnetes Fixierelement am zweiten Verschlußelement
(30) zur Fixierung angreifen bzw. eingreifen kann.
10. Verschlußeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Verschlußelement (30) am Ende der
Bahn (31) ein Abschlußprofil (43) aufweist, das der
Fixierung dienen kann.
11. Verschlußeinrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Abschlußprofil (43) als Hohlprofil ausgebil
det ist und zumindest ein Fixierelement aufweist.
12. Verschlußeinrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Abschlußprofil (43) als Fixierelement min
destens einen als Schieber, z. B. als Schiebestab,
ausgebildeten Riegel (42) aufweist, der seitlich aus
dem Abschlußprofil (43) ausschiebbar ist und bauwerk
seitig, z. B. am Rahmen (19), arretierbar ist.
13. Verschlußeinrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die mindestens eine Lochaufnahme (41) z. B. Öse,
im unteren Bereich des Rahmens (19) der Öffnung (11)
angeordnet ist.
14. Verschlußeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Ende der Bahn (31), insbesondere am Abschluß
profil (43), eine Dichtleiste (46), insbesondere
eine Gummilippe, angeordnet ist.
15. Verschlußeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bahn (31) einzelne, etwa horizontale Verstei
fungsteile (34), z. B. Versteifungsstäbe, aufweist.
16. Verschlußeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bahn (31) mindestens eine Öffnung (35), z. B.
Fensteröffnung oder Durchgangsöffnung, enthält.
17. Verschlußeinrichtung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß die mindestens eine Öffnung (35) mittels eines
Verschlusses (36), vorzugsweise aus dem Material der
Bahn (31), verschlossen oder verschließbar ist.
18. Verschlußeinrichtung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Verschluß (36) aus einer Schlupftür (37)
besteht.
19. Verschlußeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wickelwelle (32), auf die die Bahn (31) aufge
wickelt ist, mittels Haltern (33) lösbar auf der In
nenseite und fußseitig des ersten Verschlußelements (18),
z. B. Tores, gehalten ist.
20. Verschlußeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19,
gekennzeichnet durch
ein an der Wickelwelle (32) angreifendes Hand
kurbelgetriebe.
21. Verschlußeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19,
gekennzeichnet durch
einen an der Wickelwelle (32) angreifenden Endlosschnur
zug.
22. Verschlußeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wickelwelle (32) einen beim Abwickeln der Bahn
(31) spannbaren und ein selbsttätiges Aufwickeln der
Bahn (31) auf die Wickelwelle (32) bewirkenden Feder
mechanismus, z. B. Federmotor, aufweist.
23. Verschlußeinrichtung nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Federmechanismus, insbesondere Federmotor,
in der Wickelwelle (32) angeordnet ist.
24. Verschlußeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Wickelwelle (32) ein elektrischer Antriebs
motor (39) zur motorischen Betätigung der Wickelwelle
(32) angreift.
25. Verschlußeinrichtung nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Antriebsmotor (39) als Achswellenmotor
in der Wickelwelle (32) angeordnet ist.
26. Verschlußeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 25,
gekennzeichnet durch
eine beim Überführen des ersten Verschlußelements (18)
in dessen Öffnungsstellung selbsttätig schließende,
elektrische Kupplungseinrichtung (50), mittels der
eine elektrische Anschlußleitung (51), z. B. des elek
trischen Antriebsmotors (39), selbsttätig mit einer
elektrischen Stromversorgungsleitung (52) kuppelbar
ist.
27. Verschlußeinrichtung nach Anspruch 26,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kupplungseinrichtung (50) eine Steckdose (53)
und einen Stecker (54) aufweist, von denen ein Teil
fest am bewegbaren, ersten Verschlußelement (18) und
das andere Teil bauwerkfest angeordnet ist.
28. Verschlußeinrichtung nach Anspruch 27,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steckdose (53) bauwerkfest, z. B. an einer
Führungsschiene (21), und der Stecker (54) am beweg
lichen ersten Verschlußelement (18), vorzugsweise am
oberen Endbereich dieses und auf dessen Innenseite,
angeordnet sind.
29. Verschlußeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 28,
gekennzeichnet durch
bauwerkseitige, beidseitige Führungen, z. B. Führungs
schienen, mit oder ohne Dichtungselementen für die
Bahn (31) des zweiten Verschlußelements (30).
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998130195 DE19830195B4 (de) | 1998-07-06 | 1998-07-06 | Verschlusseinrichtung für Einfahröffnungen, insbesondere von Garagen |
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| DE1998130195 DE19830195B4 (de) | 1998-07-06 | 1998-07-06 | Verschlusseinrichtung für Einfahröffnungen, insbesondere von Garagen |
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| DE19830195B4 DE19830195B4 (de) | 2011-04-14 |
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|---|---|---|---|
| DE1998130195 Expired - Fee Related DE19830195B4 (de) | 1998-07-06 | 1998-07-06 | Verschlusseinrichtung für Einfahröffnungen, insbesondere von Garagen |
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|---|---|
| DE (1) | DE19830195B4 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20211605U1 (de) | 2002-07-10 | 2002-10-10 | Kreppner-Yang, Ling, 90441 Nürnberg | Einbruchhemmender Sicherheitsrollladen mit im Rollladenpanzer eingebauter Schließmechanik zum Schutz gegen unbefugtes Hochschieben |
| DE102004003244A1 (de) * | 2004-01-21 | 2005-08-18 | Martin Reuter | Schutztür |
| DE202005004286U1 (de) * | 2005-03-15 | 2006-07-27 | Kowalewski, Klaus | Staubschutzvorrichtung |
| DE202011000725U1 (de) * | 2011-03-30 | 2012-07-04 | Inalfa Roof Systems Group B.V. | Rollomechanismus und damit versehene Offendachkonstruktion |
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| US5427169A (en) * | 1993-07-27 | 1995-06-27 | Saulters; Wade E. | Flexible garage door screen |
-
1998
- 1998-07-06 DE DE1998130195 patent/DE19830195B4/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
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