DE19825788A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen einer am Umfang verpackten Materialbahnrolle und Materialbahnrolle - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen einer am Umfang verpackten Materialbahnrolle und MaterialbahnrolleInfo
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Abstract
Es wird ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen einer am Umfang verpackten Materialbahnrolle (2) angegeben, bei dem eine Materialbahn (7) zu der Materialbahnrolle (2) aufgewickelt wird und eine Verpackungsbahn (11) um den Umfang der Materialbahnrolle (2) gelegt wird. Die Erfindung betrifft ferner die daraus entstehende Materialbahnrolle. DOLLAR A Hierbei möchte man die Materialbahnrolle platzsparend herstellen können. DOLLAR A Dazu wird die Verpackungsbahn (11) mit der zulaufenden Materialbahn (7) verbunden und die Materialbahnrolle (2) wird weiter gedreht.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen ei
ner am Umfang verpackten Materialbahnrolle, bei dem ei
ne Materialbahn zu der Materialbahnrolle aufgewickelt
wird und eine Verpackungsbahn um den Umfang der Ma
terialbahnrolle gelegt wird. Ferner betrifft die Erfin
dung eine Vorrichtung zum Herstellen einer am Umfang
verpackten Materialbahnrolle mit einem Materialbahn-
Zuführpfad und einer Wickeleinrichtung. Schließlich be
trifft die Erfindung auch eine Materialbahnrolle aus
einer aufgewickelten Materialbahn, deren Umfang von ei
ner Verpackungsbahn umhüllt ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Papierbahn
als Beispiel für eine Materialbahn beschrieben. Sie ist
jedoch auch bei anderen Materialbahnen anwendbar, bei
spielsweise bei Folien aus Kunststoff oder Metall oder
bei Kartonbahnen.
In einem der letzten Herstellungsschritte wird eine Pa
pierbahn zu einer verkehrsfähigen Wickelrolle aufge
wickelt und dann verpackt. In der Regel ist es hierbei er
forderlich, die fertige Papierbahn noch auf eine gewis
se Breite zu schneiden. Papierbahnen werden in größeren
Breiten bis zu etwa 10 m hergestellt. Die Verbraucher,
beispielsweise Druckereien, benötigen jedoch nur Brei
ten bis derzeit maximal 3,8 m. In den meisten Fällen
haben die Rollen eine noch kleinere Breite. Dementspre
chend durchläuft die Papierbahn, die hierzu von einer
Mutterrolle mit der angegebenen großen Breite abge
wickelt wird, zunächst eine Längsschneideinrichtung, die
Teilbahnen erzeugt, die dann zu den einzelnen Wickel
rollen aufgewickelt werden.
Wenn die einzelnen Materialbahnrollen ihren gewünschten
Durchmesser erreicht haben, muß die letzte Lage der Ma
terialbahn mit dem Umfang der Materialbahnrolle ver
klebt werden. Die Materialbahnrollen werden dann aus
der Wickeleinrichtung ausgestoßen und einer Ver
packungseinrichtung zugeführt. In dieser Verpackungsein
richtung wird der Umfang mit einer Verpackungsbahn, in
der Regel Packpapier, umhüllt und die Stirnseiten der
einzelnen Materialbahnrollen werden mit Stirndeckeln
versehen.
Die Verpackungseinrichtung benötigt relativ viel Platz,
unter anderem deswegen, weil sie in vielen Fällen eine
große Anzahl unterschiedlich breiter Verpackungsbahn
rollen vorrätig halten muß, um Materialbahnrollen mit
wechselnden Breiten verpacken zu können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, beim Herstel
len einer Materialbahnrolle Platz zu sparen.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs ge
nannten Art dadurch gelöst, daß die Verpackungsbahn mit
der zulaufenden Materialbahn verbunden wird und die Ma
terialbahnrolle weiter gedreht wird.
Man verbindet also an einem Ort die Verfahrensschritte
des Aufwickelns und des Verpackens der Materialbahnrol
le am Umfang. Hierbei spart man unter anderem deswegen
Bauraum ein, weil die Zuführeinrichtung für die Ver
packungsbahn relativ einfach gehalten werden kann. Das Zu
führen der Verpackungsbahn zu der Materialbahnrolle er
folgt einfach dadurch, daß die Verpackungsbahn mit der
Materialbahn verbunden wird. Die Materialbahn zieht
dann die Verpackungsbahn sozusagen hinter sich her. Die
Verpackungsbahn wird dann beim Weiterdrehen der Ma
terialbahnrolle auf den Umfang der Materialbahnrolle
aufgewickelt. Man nutzt also die Wickeleinrichtung
nicht nur zum Wickeln der Materialbahnrolle, sondern
man nutzt sie gleichzeitig auch zum Herstellen der Um
fangsverpackung. Dies hat den zusätzlichen Vorteil, daß
die Materialbahnrolle beim weiteren Handhaben bereits
einen gewissen Schutz hat. Beim Ausstoßen aus der
Wickeleinrichtung rollt sie in der Regel auf ihrem Umfang
zu weiteren Handhabungs- oder Transporteinrichtungen.
Da nun der Umfang aber bereits mit einer Verpackungs
bahn versehen ist, ist das Risiko von Beschädigungen
des Umfangs der Materialbahnrolle, d. h. der obersten
Lagen der Materialbahn geringer. Dies verringert auch
den Ausschuß beim Verarbeiter. Ein zusätzlicher Antrieb
für die Materialbahnrolle in einer getrennten Ver
packungseinrichtung kann entfallen. Dies spart Investiti
ons- und Wartungskosten.
Vorzugsweise wird die Materialbahn vor dem Aufwickeln
in Längsrichtung geschnitten und das Verbinden mit der
Verpackungsbahn erfolgt vor dem Schneiden. Dies hat den
Vorteil, daß auch die Verpackungsbahn in Längsrichtung
geschnitten wird und zwar genau auf die Breite der Ma
terialbahn und damit der Materialbahnrolle. Die Ver
packungsbahn schließt also bündig mit den Stirnseiten der
Materialbahnrolle ab. Dies sichert einerseits den wün
schenswerten Effekt, daß die Materialbahnrolle auf ih
rer gesamten axialen Länge am Umfang von der Ver
packungsbahn abgedeckt ist. Andererseits hat man keine
Probleme mehr damit, einen eventuell vorhandenen axia
len Überstand handhaben zu müssen. Schließlich kann man
mit dieser relativ einfachen Maßnahme erreichen, daß
man nicht mehr viele unterschiedliche Breiten von Ver
packungsbahnen vorrätig halten muß. Die Verpackungsbahn
wird automatisch an die Breite der zu verpackenden Ma
terialbahnrolle angepaßt. Diese Vorgehensweise hat ne
ben der Platzersparnis noch einen weiteren Vorteil.
Wenn man bei herkömmlichen Verpackungsvorrichtungen
darauf vorbereitet sein wollte, unterschiedlich breite
Materialbahnrollen zu verpacken, mußte man eine ent
sprechend große Anzahl unterschiedlich breiter Verpackungs
bahnrollen vorrätig halten. Diejenigen Verpackungs
bahnrollen, die relativ wenig genutzt werden,
trocknen im Laufe der Zeit aus. Werden diese Rollen
schließlich einmal verwendet, so zeigt sich, daß sie
aufgrund ihrer stark herabgesetzten Feuchte den Verpackungs
vorgang negativ beeinflussen können. Beispielswei
se kann die Reißfestigkeit sinken, die statische Aufla
dung erhöhen, der Leimauftrag problematisch werden,
usw. Wenn man hingegen, wie dies erfindungsgemäß vorge
schlagen wird, immer die gleiche, also eine frische
Verpackungsbahn verwenden kann, entstehen diese Proble
me nicht. Weiterhin gewährleistet diese Vorgehensweise
eine erhebliche Zeitersparnis. Da in dem Rollenwickler
gleichzeitig mehrere Materialbahnrollen umfangsmäßig
verpackt werden, sinkt die zum Verpacken der Rollen
notwendige Zeit gegenüber einer Vorgehensweise, bei der
alle Rollen zeitlich nacheinander verpackt werden, ganz
erheblich.
Vorzugsweise wird die Verpackungsbahn an ihrem Ende ein
weiteres Mal mit der Materialbahn verbunden. Dies er
gibt in einer Ausgestaltung einen sehr stabilen Verbund
zwischen der Verpackungsbahn und der Materialbahn. In
einer anderen Ausgestaltung, die weiter unten bespro
chen wird, kann man die Verpackungsbahn zum Führen der
Materialbahn verwenden, um beispielsweise eine neue Ma
terialbahnrolle anzufangen.
Vorzugsweise wird die Verpackungsbahn gemeinsam mit der
Materialbahn aufgewickelt. Die äußeren Lagen der Ma
terialbahnrolle sind also abwechselnd oder sandwichar
tig aus mehreren Lagen von Verpackungsbahn und Ma
terialbahn gebildet. Dies ergibt einen sehr innigen Zu
sammenhang von Verpackungsbahn und Material. Das Risi
ko, daß sich die Materialbahnrolle in der Umfangsver
packung axial verschiebt (teleskopieren) wird sehr
klein gehalten.
Vorzugsweise wird die Materialbahn im Bereich der zwei
ten Verbindung mit der Verpackungsbahn mit der Oberflä
che der Materialbahnrolle verklebt. Die zweite Verbin
dung mit der Verpackungsbahn erfolgt am Ende der Ma
terialbahn. Dort finden sich also zwei Verklebungen,
nämlich einmal auf der radialen Innenseite und einmal
auf der radialen Außenseite der Materialbahn. Dies
stellt nicht nur eine stabile Befestigung des Endes der
Verpackungsbahn am Umfang sicher, sondern auch eine ge
nauso stabile Befestigung des Endes der Materialbahn
auf ihrer Materialbahnrolle.
In einer alternativen Ausgestaltung ist vorgesehen, daß
die Materialbahn in Laufrichtung hinter dem Verbinden
mit der Verpackungsbahn durchtrennt wird, wobei das En
de der Verpackungsbahn erneut mit der Materialbahn ver
bunden wird. Bei dieser Ausführungsform besteht die Um
fangsverpackung praktisch ausschließlich aus der Ver
packungsbahn ohne dazwischen liegender Materialbahnen.
Auch hier gestaltet sich aber das Nachführen der Ma
terialbahn, das beispielsweise zum Starten des Wickelns
einer neuen Materialbahn notwendig ist, relativ ein
fach. Die Materialbahn wird durch die Verpackungsbahn
wieder zu der Materialbahnrolle hingezogen, so daß er
neute Einfädelvorgänge entfallen können.
Vorzugsweise wird die Verpackungsbahn in Laufrichtung
vor der erneuten Verbindung am Umfang der Materialbahn
rolle befestigt. Man stellt also sicher, daß der Anfang
der "neuen" Materialbahn bis in die unmittelbare Nach
barschaft der Materialbahnrolle gezogen werden kann.
Wenn die Verpackungsbahn an der "alten" Materialbahn
rolle befestigt ist, kann man die Verpackungsbahn
durchtrennen und die alte Materialbahnrolle ausstoßen.
Beim Wickeln einer neuen Materialbahnrolle befindet
sich dann zwar ein kleiner Rest der Verpackungsbahn am
Rollenkern. Dies ist jedoch akzeptabel, weil die Füh
rung der Materialbahn in die Wickeleinrichtung prak
tisch keinen zusätzlichen Aufwand erfordert.
Vorzugsweise werden die Materialbahn oder Verpackungs
bahn geschwächt, insbesondere perforiert, und zwar in
Laufrichtung hinter einem Bereich, in dem sie an der
Oberfläche der Materialbahnrolle befestigt werden. Die
Frage, ob die Materialbahn oder die Verpackungsbahn ge
schwächt wird, richtet sich danach, ob die Materialbahn
gemeinsam mit der Verpackungsbahn auf den Umfang der
Materialbahnrolle aufgewickelt wird oder ob man die Ma
terialbahn unterbricht und nur die Verpackungsbahn auf
wickelt. Im letzteren Fall kann die Verpackungsbahn und
im ersteren Fall die Materialbahn geschwächt, bei
spielsweise perforiert, werden. Die Schwächung hat den
Vorteil, daß man zwar noch eine gewisse Zugkraft auf
bringen kann, um die Materialbahn bzw. die Verpackungs
bahn in die gewünschte Position zu ziehen. Wenn dann
aber in dieser Position eine höhere Zugkraft aufge
bracht wird, dann reißt die Materialbahn bzw. die Ver
packungsbahn ab, ohne daß zusätzliche Eingriffe durch
Schneiden oder Abschlagen erforderlich sind.
Vorzugsweise wird die Verpackungs- oder Materialbahn
beim Ausstoßen der Materialbahnrolle aus der Wickelein
richtung abgerissen. Zu diesem Zweck ist es lediglich
notwendig, die zulaufende Materialbahn festzuhalten.
Wenn die Materialbahnrolle dann aus der Wickeleinrich
tung heraus bewegt wird, dann muß man ohnehin relativ
hohe Kräfte aufbringen. Diese sind ohne weiteres in der
Lage, eine Trennung entlang der Schwächungs- oder Per
forationslinie durchzuführen.
In einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, daß
die Verpackungsbahn aus mehreren quer zur Laufrichtung
nebeneinander angeordneten Verpackungsbahnen zusammen
gesetzt wird, die einander überlappen, wobei man den
Überlappungsbereich so legt, daß er außerhalb einer
Kante der Materialbahnrolle verläuft. Wie oben angege
ben, haben Mutterrollen, von denen die noch nicht ge
schnittenen Materialbahnen abgezogen werden, eine rela
tiv große Breite von bis zu 10 m. Verpackungsbahnen aus
Packpapier stehen aber in der Regel nur bis zu Breiten
von etwa 4 m zur Verfügung. Wenn man alle Materialbahn
rollen, die aus einer Mutterrolle geschnitten werden,
gleichzeitig und gleichartig verpacken möchte, könnte
diese zu Problemen führen. Diese Probleme werden aber
dadurch vermieden, daß man die gewünschte Breite der
Verpackungsbahn dadurch erzeugt, daß man die Ver
packungsbahn aus mehreren Abschnitten zusammensetzt, die
einander überlappen. Gegebenenfalls kann man die be
nachbarten Verpackungsbahnen in den Überlappungsberei
chen miteinander verkleben. Auf diese Weise kann man
die gewünschten großen Gesamtbreiten erzielen. Zusätz
lich ist nun noch vorgesehen, daß die Überlappungsbe
reiche so gelegt werden, daß sie beim Längsschneiden
nicht durchtrennt werden. Es wird also sichergestellt,
daß die Überlappungsbereiche, die ja die doppelte Dicke
einer Verpackungsbahn aufweisen, nicht an den Kanten
der verpackten Materialbahnrollen angeordnet sind, son
dern zwischen den Kanten. Dies hat erhebliche Vorteile
bei der weiteren Handhabung. Würde man an einem axialen
Ende einen größeren Durchmesser der Materialbahnrolle
als am anderen axialen Ende zulassen, dann würde die
Materialbahnrolle beim Abrollen nicht mehr entlang ei
ner Geraden rollen, sondern einen Bogen beschreiben.
Dieser Effekt tritt zwar unter Umständen auch dann auf,
wenn sich der verdickte Durchmesser im mittleren Be
reich der Materialbahnrolle befindet. Er ist aber spä
testens dann unkritisch, wenn zusätzlich noch Kanten
schutzstreifen aufgebracht werden, die in vielen Fällen
ohnehin notwendig sind, um einen Stirndeckel festzuhal
ten. Wenn die Kantenschutzstreifen außerhalb des ver
dickten Durchmessers aufgebracht werden, dann kann ihr
Außendurchmesser mindestens so groß gemacht werden, wie
der verdickte Durchmesser, so daß die so verpackten Ma
terialbahnrollen wieder geradeaus rollen können. Für
einen kurzen Weg zwischen der Wickeleinrichtung und ei
ner Transporteinrichtung, die die Materialbahnrolle zu
einer Kantenverpackungseinrichtung führt, hat der ver
dickte Durchmesser keinen nennenswerten Einfluß.
Die Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs ge
nannten Art dadurch gelöst, daß ein Verpackungsbahn
spender einen in den Materialbahnzuführpfad mündenden
Ausgabepfad aufweist.
Wie oben im Zusammenhang mit dem Verfahren erläutert,
kann man mit dieser Ausgestaltung erreichen, daß die
Verpackungsbahn der Materialbahnrolle auf die gleiche
Art zugeführt wird, wie die Materialbahn selbst. Dem
entsprechend werden komplizierte Einfädel- oder
Leiteinrichtungen vermieden, mit denen die Verpackungs
bahn dem Umfang der Materialbahnrolle zugeführt werden
müssen. Die Verpackungsbahn kann bei dieser Ausgestal
tung vielmehr von der Materialbahn nachgezogen werden
(und gegebenenfalls umgekehrt). Die Wickeleinrichtung
wird doppelt ausgenutzt und zwar einmal zum Aufwickeln
der Materialbahn zur Materialbahnrolle und zum anderen
zur Erzeugung der Drehbewegung, die notwendig ist, um
die Verpackungsbahn auf den Umfang der Materialbahnrol
le aufzuziehen.
Vorzugsweise ist eine Längsschneideinrichtung im Ma
terialbahnzuführpfad angeordnet und der Ausgabepfad
mündet vor der Längsschneideeinrichtung. Damit wird die
Verpackungsbahn automatisch auf die gleiche Breite ge
schnitten, wie die Materialbahn. Die Verpackungsbahn
hat dann genau die gleiche axiale Erstreckung wie die
Materialbahnrolle. Die Materialbahnrolle ist also auf
ihrer gesamten axialen Länge von der Verpackungsbahn
abgedeckt, ohne daß ein Überstand entsteht. Die Aus
richtung der Verpackungsbahn zur Materialbahnrolle er
folgt automatisch.
Vorzugsweise ist eine erste Klebevermittlungsstation im
Bereich der Mündung des Ausgabepfades angeordnet. Die
Klebevermittlungsstation erzeugt eine Klebeschicht oder
Fläche zwischen der Verpackungsbahn und der Material
bahn, vorzugsweise auf der Verpackungsbahn. Es ist aber
auch möglich, die Klebeschicht auf der Materialbahn zu
erzeugen. Die Klebeschicht kann auf viele verschiedene
Weisen erzeugt werden. Es ist einerseits möglich, einen
Klebstoff oder Leim, beispielsweise Hotmelt oder Was
serglas, auf die Verpackungsbahn oder die Materialbahn
aufzutragen. Es ist aber auch möglich, eine bereits mit
einem Kleber beschichtete Verpackungsbahn zu verwenden,
wobei der Kleber in der Klebevermittlungsstation
"aktiviert" wird. Derartige Kleber können beispielswei
se durch eine Gummierung gebildet werden, die durch die
Zufuhr von Wasser klebrig gemacht wird. Es kann sich
aber auch um einen Heißkleber handeln, der dann klebrig
wird, wenn er erwärmt wird.
Hierbei ist besonders bevorzugt, daß eine zweite Klebe
vermittlungsstation in einem Bereich vor einem Nip an
geordnet ist, den die Materialbahnrolle mit einer Walze
bildet. Während die erste Klebevermittlungsstation dazu
dient, die Verpackungsbahn und die Materialbahn mitein
ander zu verbinden, dient die zweite Klebevermittlungs
station dazu, eine "Endblattverklebung" herbeizuführen,
d. h. das Ende der Verpackungsbahn bzw. das Ende der mit
der Verpackungsbahn verbundenen Materialbahn auf dem
Umfang der Rolle festzulegen. Wenn die radiale Innen
seite der Materialbahn bzw. der Verpackungsbahn klebrig
gemacht worden ist, dann reicht es aus, wenn dieses En
de den Nip zwischen der Materialbahnrolle und der Walze
(z. B. einer Tragwalze) durchläuft, um mit ausreichender
Festigkeit an die Materialbahnrolle angedrückt zu wer
den.
Vorzugsweise ist eine Schwächungseinrichtung, insbeson
dere Perforiereinrichtung, in der Nachbarschaft der
zweiten Klebevermittlungsstation angeordnet. Die Schwä
chungseinrichtung schwächt dann entweder die Material
bahn oder die Verpackungsbahn in der Nähe der durch die
zweite Klebevermittlungsstation aufgebrachten Verkle
bung. Man kann dann zwar nach wie vor die Verpackungs
bahn oder die Materialbahn flachziehen. Eine Trennung
ist jedoch durch einfaches Abreißen möglich. Die Perfo
riereinrichtung perforiert die Materialbahn, wenn zuvor
Materialbahn und Verpackungsbahn gemeinsam aufgewickelt
worden sind, und zwar hinter der übereinander liegenden
Verklebung von Verpackungsbahn und Materialbahn und Ma
terialbahn und Materialbahnrolle. Sie perforiert die
Verpackungsbahn, wenn die Verpackungsbahn alleine auf
gewickelt worden ist und zwar zwischen der Verklebung
der Verpackungsbahn mit der Materialbahn und der Ver
klebung der Verpackungsbahn mit der Materialbahnrolle.
In einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, daß
die Wickeleinrichtung ein Wickelbett aufweist und eine
Materialbahnhalteeinrichtung im Einlaufbereich des Wickel
betts angeordnet ist. Die Materialbahnhalteeinrich
tung hält die Materialbahn fest, um zwei Funktionen zu
erfüllen. Zum einen erleichtert sie das Abreißen der
Materialbahn bzw. Verpackungsbahn beim Ausstoßen der
Materialbahnrolle aus der Wickeleinrichtung. Zum ande
ren hält sie den "Anfang" der Materialbahn fest, so daß
mit dem Einlegen eines neuen Wickelkernes ein neuer
Wickelvorgang beginnen kann.
Vorzugsweise weist der Verpackungsbahnspender mehrere
quer zur Laufrichtung der Materialbahn verschiebbare
Verpackungsbahnrollen zur Ausgabe einander überlappen
der Verpackungsbahnen auf. Wie oben im Zusammenhang mit
dem Verfahren beschrieben, ist es auf diese Weise mög
lich, auch dann mehrere Materialbahnrollen gleichzeitig
zu verpacken, wenn die Breite der Mutterrolle, aus der
die Materialbahnrollen geschnitten werden, die Breite
einer einzelnen Verpackungsbahn überschreitet. Die Ver
packungsbahn wird dann einfach durch mehrere in Axial
richtung nebeneinander liegende Verpackungsbahnen ge
bildet, die einander überlappen.
Hierbei ist besonders bevorzugt, daß der Verpackungs
bahnspender eine Längsverklebungseinrichtung aufweist.
In manchen Fällen reicht es zwar aus, die Verpackungs
bahnen einfach überlappen zu lassen und mit einer ge
wissen Zugspannung aufzuwickeln. Eine noch bessere Ver
packung erreicht man aber dadurch, daß die benachbarten
Verpackungsbahnen in ihrem Überlappungsbereich mitein
ander verklebt werden.
In einer bevorzugten Ausgestaltung ist eine Steuerein
richtung vorgesehen, die einen Überlappungsbereich be
nachbarter Verpackungsbahnen außerhalb von Längskanten
der Materialbahnrollen hält. Da durch den Überlappungs
bereich ein Verpackungsbahnabschnitt mit der doppelten
Dicke gebildet wird, trägt man auf diese Weise dafür
Sorge, daß die dadurch bedingte Durchmesservergrößerung
der verpackten Materialbahnrolle nicht in einem stören
den Bereich liegt. Sie wird also von den Kanten der Ma
terialbahnrolle ferngehalten.
Die Aufgabe wird bei einer Materialbahnrolle der ein
gangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Breite der
Verpackungsbahn genau der Breite der Materialbahnrolle
entspricht und die Verpackungsbahn in mindestens einem
Abschnitt in Umfangsrichtung radial unterhalb der Ma
terialbahn liegt.
Eine derartige Materialbahnrolle spart bei ihrer Her
stellung Bauraum, weil es nicht notwendig ist, eine
Vielzahl von unterschiedlich breiten Verpackungsbahnen
vorrätig zu halten. Ferner ist es zu ihrer Herstellung
möglich, das Verpacken als einen Teilabschnitt des
Wickelns anzusehen. Bei dieser Ausgestaltung ist es aber
bei jeweils einem Abschnitt am Anfang oder am Ende des
Wickelns bzw. des Verpackens praktisch unumgänglich,
daß die Verpackungsbahn und die Materialbahn in Radial
richtung so aufeinander liegen, daß die Verpackungsbahn
innen liegt.
Hierbei ist in einer besonders bevorzugten Ausgestal
tung vorgesehen, daß die Materialbahnrolle eine Außen
schicht aufweist, die mehrfach abwechselnd aus einer
Lage Materialbahn und einer Lage Verpackungsbahn be
steht. Bei dieser Ausgestaltung werden zum Abschluß des
Wickelns bzw. zum Herstellen der Verpackungsbahn ein
fach die Verpackungsbahn und die Materialbahn gemeinsam
aufgewickelt.
In einer alternativen Ausgestaltung ist vorgesehen, daß
die Verpackungsbahn einen Teil der innersten Lage der
Materialbahnrolle bildet. In diesem Fall ist die Ver
packungsbahn von der Verpackung von der zuvor an der
gleichen Position gewickelten Materialbahnrolle übrig
geblieben.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von bevorzugten
Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung
näher beschrieben. Hierin zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausgestaltung des Verfahrens zur
Herstellung einer verpackten Materialbahnrol
le in einzelnen Verfahrensschritten,
Fig. 2 eine zweite Ausgestaltung,
Fig. 3 eine schematische Darstellung zur Erläuterung
der Zusammensetzung einer Verpackungsbahn und
Fig. 4 eine schematische Ansicht einer Stirnseiten
verpackungsstation.
Fig. 1 zeigt eine Wickelstation 1, in der eine Ma
terialbahnrolle 2 in einem Wickelbett 3 ruht, das durch
zwei angetriebene Tragwalzen 4, 5 gebildet ist. In dem
Wickelbett wird die Materialbahnrolle 2 in Richtung ei
nes Pfeiles 6 gedreht und zieht dabei eine Materialbahn
7 auf sich, d. h. bei einer Drehung der Wickelrolle 2
wird die Materialbahn 7 aufgewickelt.
Die Materialbahn 7 durchläuft hierbei einen Zuführpfad,
der ein Lenkrollenpaar 8, das einen Nip 9 bildet, der
geschlossen werden kann, und eine Längsschneideinrich
tung 10 aufweist. Die Längsschneideinrichtung 10 ist in
den übrigen Darstellung der Fig. 1 aus Gründen der
Übersicht weggelassen.
Die Materialbahn 7 wird von einer nicht näher darge
stellten Mutterrolle abgewickelt, in der Längsschneid
einrichtung 10 in Teilbahnen mit passenden Breiten ge
schnitten und in mehreren, in Axialrichtung hinterein
ander im Wickelbett 3 angeordneten Materialbahnrollen 2
aufgewickelt.
Wenn die Materialbahnrolle 2 ihren Enddurchmesser er
reicht hat, der beispielsweise im Bereich von 0,8 bis
1,5 m liegen kann, muß sie verpackt werden.
Hierzu wird von einem ebenfalls nicht näher dargestell
ten Verpackungsbahnspender eine Verpackungsbahn 11, in
der Regel Packpapier, abgegeben. Dargestellt ist, daß
die Verpackungsbahn 11 auf einem Ausgabepfad bis zum
Nip 9 des Lenkrollenpaares 8 geführt wird. Die hierfür
verwendeten Mittel an sich sind bekannt und können bei
spielsweise durch Luft-Leitbleche, Bänder oder ähnli
ches gebildet sein.
Um die Übersicht zu erleichtern, wird in den folgenden
Teilansichten die Verpackungsbahn 11 mit einem etwas
dickeren Strich dargestellt als die Materialbahn 7.
Fig. 1b zeigt nun, daß kurz vor dem Nip 9 eine erste
Klebevermittlungsstation 12 angeordnet ist, die einen
Klebstoff 13 auf die Verpackungsbahn 11 aufträgt. Aus
Gründen der Übersicht ist hier der Klebstoff punkt- oder
linienförmig dargestellt. Es ist aber ohne weite
res einsehbar, daß sich der Klebstoff 13 über eine
größere Fläche erstrecken kann, beispielsweise über 100 mm
in Laufrichtung der Materialbahn 7.
Der Nip 9 kann nun geschlossen werden. Die Materialbahn
7 fördert nun die Verpackungsbahn 11 durch Reibschluß
mit und wird aufgrund des Klebstoffs 13 mit ihr ver
klebt. Damit man die Materialbahn 7 von der Ver
packungsbahn 11 in Fig. 1c unterscheiden kann, ist der Nip 9
hier nicht geschlossen dargestellt, obwohl er in die
ser Betriebssituation tatsächlich geschlossen ist.
Die Verpackungsbahn 11 wird nun gemeinsam mit der Ma
terialbahn 7 um die Wickelrolle 2 herumgezogen, wenn
die Materialbahnrolle 2 weitergedreht wird. Die Ma
terialbahnrolle 2 weist dann eine Außenschicht auf, die
durch abwechselnden Lagen von Materialbahn 7 und Ver
packungsbahn 11 gebildet ist, wobei die Verpackungsbahn
11 immer die radial äußere Lage bildet.
Wenn nun die notwendige Anzahl von Verpackungsbahnlagen
um die Materialbahnrolle 2 gewickelt worden ist
(beispielsweise zwei bis vier), dann trägt die Klebe
vermittlungsstation 12 einen weiteren Klebstoff 14 auf
die Verpackungsbahn 11 auf. In Laufrichtung hinter der
Klebevermittlungsstation 12 ist eine Trenneinrichtung
15 angeordnet, die die Verpackungsbahn 11 durchtrennt.
Die Materialbahn 7 wird dementsprechend mit dem Ende
der Verpackungsbahn 11 erneut verklebt, wenn sie durch
den Nip 9 des Lenkrollenpaares 8 durchläuft. Die abge
trennte Verpackungsbahn 11, also der Anfang der Ver
packungsbahn, kann entweder vor dem Nip 9 des Lenkrollen
paares festgehalten werden, um im Bedarfsfall mit nicht
näher dargestellten, aber an sich bekannten Einfädel
einrichtungen wieder dem Nip zugeführt zu werden. Der
artige Einrichtungen können Luftleitbleche oder Saug
bänder oder ähnliches umfassen. In einer alternativen
Ausgestaltung kann man den Anfang unmittelbar nach dem
Durchtrennen zur unteren Rolle des Lenkrollenpaares 8
fördern und dort festklemmen oder festsaugen. Gegebe
nenfalls kann man das Durchtrennen auch unmittelbar auf
der unteren Rolle des Lenkrollenpaares durchführen,
wenn diese Rolle einen entsprechenden Schlitz aufweist,
in den ein Abschlagmesser oder eine sonstige Schnei
deinrichtung eintreten kann.
Natürlich ist es auch möglich, die Materialbahn 7 und
die Verpackungsbahn 11 auf ihrer gesamten Länge zu ver
kleben, wodurch eine Art "Panzerverpackung" mit einer
stabilen umfangshülle erzeugt wird.
Fig. 1d zeigt, daß nun die Materialbahn 7 zusammen mit
dem Ende der Verpackungsbahn 11 weiter auf die Ma
terialbahnrolle 2 gezogen wird. Mit nicht näher darge
stellten, aber an sich bekannten Mitteln wird der An
fang der verbleibenden Verpackungsbahn 11 wieder in den
Bereich des Nips 9 des Lenkrollenpaares 8 gefördert.
Kurz vor der ersten Tragwalze 4 ist eine zweite Klebe
vermittlungsstation 16 angeordnet, die einen dritten
Klebstoff 17 auf die Innenseite der Materialbahn 7 auf
trägt, d. h. auf die Seite, die an die Umfangsfläche der
Materialbahnrolle 2 zur Anlage kommt. Der Klebstoff 17
liegt dem Klebstoff 14 gegenüber. Auch er ist in Wirk
lichkeit natürlich nicht linienförmig aufgetragen, son
dern erstreckt sich über eine Fläche, die der Fläche
des Klebstoffs 14 entspricht.
In Laufrichtung hinter der Klebevermittlungsstation 16
ist eine Perforiereinrichtung 18 angeordnet, die die
Materialbahn 7 über ihre gesamte Breite perforiert.
Wenn nun (Fig. 1f) die Materialbahnrolle 2 weiterge
dreht wird, dann klebt die Materialbahn 7 an ihrem Um
fang fest, d. h. die Materialbahn 7 klebt mit Hilfe des
Klebstoffs 17 an der vor letzten Lage der Verpackungs
bahn 11 fest. Die äußerste Lage der Verpackungsbahn 11
klebt mit Hilfe des Klebstoffs 14 an der äußersten Lage
der Materialbahn 7 fest. Beide Klebstellen werden noch
einmal zusammengedrückt, wenn die aus Materialbahn 7
und Verpackungsbahn 11 zusammengesetzte Bahn einen Nip
zwischen der Tragwalze 4 und der Wickelrolle 2 durch
läuft.
Wenn die Wickelrolle 2 den in Fig. 1f dargestellten Zu
stand erreicht hat, wird der Antrieb der Tragwalzen 4,
5 gestoppt und die Wickelrolle 2 mit Hilfe eines Aus
stoßers 19 ausgestoßen. Hierbei reißt die Perforation
ab. Es verbleibt die Materialbahn 7, die auf der linken
Tragwalze 4 ruht. Damit sie von dort nicht herunter
rutscht, ist eine Halteeinrichtung 20 vorgesehen, die
die Materialbahn 7 an der Tragwalze 4 hält.
Sodann kann eine vorbereitete Wickelhülse 21 in das
Wickelbett 3 eingelegt werden. Die Wickelhülse 21 weist
bereits eine Klebestelle 22 auf. Wenn nun die Tragwal
zen 4, 5 wieder in Bewegung gesetzt werden, dann kommt
die Klebstelle 22 in Kontakt mit der Materialbahn 7 und
verbindet die Materialbahn 7 mit der Wickelhülse 21
(Fig. 1i). Wenn nun die Tragwalzen 4, 5 weitergedreht
werden, dann wickelt sich die Materialbahn 7 auf der
Wickelhülse 21 auf, wie in Fig. 1k dargestellt ist.
Selbstverständlich können die erste und zweite Klebe
vermittlungsstationen 12, 16 bei der Herstellung der
Umfangsverpackung auch permanent im Betrieb sein, so
daß die gesamte Verpackung mit der zu verpackenden Ma
terialbahnrolle 2 verklebt wird.
Bei der Ausgestaltung nach Fig. 1 entsteht eine Um
fangsverpackung mit einem sandwichartigen Aufbau, bei
dem immer eine Lage Materialbahn 7 und eine Lage Ver
packungsbahn 11 aufeinander folgen. Hierbei ist, auch
wenn die Verpackung nur etwas mehr als eine Lage hat,
immer vorgesehen, daß die Verpackungsbahn 11 radial in
nerhalb einer Lage oder eines Teils einer Lage der Ma
terialbahn 7 liegt.
Fig. 2 zeigt nun eine Ausgestaltung, bei der die Ver
packung nur durch die Verpackungsbahn gebildet ist,
d. h. ohne dazwischen befindliche Materialbahnlagen.
Gleiche Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen ver
sehen.
Bei der Ausgestaltung nach Fig. 2 ist vor dem Nip 9 des
Lenkrollenpaares 8 eine Schneideinrichtung 23 für die
Materialbahn 7 vorgesehen. Anstelle der dargestellten
Schneideinrichtung 23 kann auch eine Schneideinrichtung
vorgesehen sein, die mit der oberen Rolle des Lenkrol
lenpaares 8 zusammenwirkt. In diesem Fall kann der An
fang der Materialbahn 7 an der Lenkrolle festgeklemmt,
festgesaugt oder auf andere Weise festgehalten werden,
damit die Materialbahn 7, wenn der Nip 9 sich schließt,
weiter gefördert werden kann.
Wenn die Wickelrolle 2 ihren gewünschten Durchmesser
erreicht hat, wird die Klebevermittlungsstation 12 in
Betrieb genommen und bringt einen Klebstoff 13 auf die
Verpackungsbahn 11 auf. Gleichzeitig damit oder kurz
darauf wird mit Hilfe der Trenneinrichtung 23 die Ma
terialbahn 7 durchtrennt. Aus Fig. 2b ist ersichtlich,
daß nun der Anfang der Verpackungsbahn 11 mit Hilfe des
Klebstoffs 13 mit dem Ende der Materialbahn 7 verklebt
ist.
Beim weiteren Drehen der Materialbahnrolle 2 wird daher
die Verpackungsbahn 11 auf den Umfang der Materialbahn
rolle 2 gezogen (Fig. 2c).
Wenn nun die nötige Anzahl von Verpackungsbahn lagen auf
dem Umfang der Materialbahnrolle 2 aufgewickelt ist,
tritt die Trenneinrichtung 15 in Aktion und durchtrennt
die Verpackungsbahn 11. Wie bei der Ausgestaltung nach
Fig. 1c auch, ist zuvor ein zweiter Klebstoff 14 so auf
die Verpackungsbahn 11 aufgetragen worden, daß nun das
Ende der Verpackungsbahn 11 mit dem Anfang der Ma
terialbahn 7 verbunden wird (Fig. 2d).
Wenn nun das Ende der Verpackungsbahn 11 die zweite
Klebevermittlungsstation 16 erreicht hat, dann wird
dort der dritte Klebstoff 17 aufgetragen. Gleichzeitig
perforiert die Perforiereinrichtung 18 die Verpackungs
bahn 11 zwischen dem dritten Klebstoff 17 und dem zwei
ten Klebstoff 14 (Fig. 2e).
Die Materialbahnrolle 2 wird nun weitergedreht, wodurch
der dritte Klebstoff 17 den Nip zwischen der Material
bahnrolle 2 und der linken Tragwalze 4 durchläuft. Da
durch haftet die Verpackungsbahn 11 am Umfang der Ma
terialbahn 3 an. Die Materialbahnrolle 2 wird dann so
lange weitergedreht, bis die Perforationslinie 24 kurz
vor der rechten Tragwalze 5 liegt. Wenn nun die Ma
terialbahnrolle mit Hilfe des Ausstoßers 19 ausgestoßen
wird, dann reißt die Perforation, die sich in der Ver
packungsbahn 11 befindet, ab und es verbleibt im
Wickelbett 3 das vordere Ende der Materialbahn 7 mit dem
Rest des hinteren Endes der Verpackungsbahn 11.
Die weitere Vorgehensweise ist dann so, wie in Fig. 1g
bis 1k beschrieben. Wenn die neue Materialbahnrolle be
wickelt wird, dann befindet sich am Kern ein Rest der
Verpackungsbahn 11.
Mit beiden Vorgehensweisen kann man erreichen, daß man
gleichzeitig eine Vielzahl von Materialbahnrolle ver
packen kann, wobei die aufgebrachte Verpackungsbahn die
gleiche Breite wie die jeweilige Materialbahnrolle auf
weist. Hierbei ist man nicht einmal auf Doppeltragwal
zenwickler beschränkt. Man kann auch Stützwalzenwickler
verwenden, bei denen die Materialbahnrollen abwechselnd
und auf Lücke zueinander an einer Stützwalze anliegen.
Die grundsätzliche Vorgehensweise bleibt die gleiche.
Wenn man nun eine Mutterrolle hat, die eine größere
Breite als die breiteste Verpackungsbahn aufweist, dann
muß man zwei oder mehr Verpackungsbahnrollen 25, 26 ne
beneinander anordnen und zwar so, daß sie einander in
einem Überlappungsbereich 27 überlappen können. In die
sem Überlappungsbereich 27 können die beiden Ver
packungsbahn auch noch miteinander verleimt werden.
Beide Verpackungsbahnrollen sind in Richtung der Pfeile
28, 29 bewegbar und zwar dergestalt, daß der Überlap
pungsbereich 27 nicht geschnitten wird, also niemals an
der Kante einer Materialbahnrolle 2 zu liegen kommt. Es
ist aber ohne weiteres möglich, daß der Überlappungsbe
reich in der axialen Mitte einer Materialbahnrolle 2 zu
liegen kommt. Wenn man später auf die Materialbahnrolle
Kantenstreifen aufbringt, um die Kanten zu schützen und
einen Stirndeckel festzuhalten, dann spielt die durch
die doppelte Lage im Überlappungsbereich 27 hervorgeru
fene Durchmesservergrößerung keine größere Rolle mehr.
Anstelle der in Fig. 3a dargestellten Abwicklung der
Verpackungsbahnrollen 25, 26 kann auch vorgesehen sein,
daß beide Verpackungsbahnrollen 25, 26 im gleichen
Drehsinn abgewickelt werden. In diesem Fall ist sicher
gestellt, daß immer die gleichen Seiten, also radiale
Innenseiten oder radiale Außenseite, bei der zusammen
gesetzten Verpackungsbahn 11, 11' in die gleiche Rich
tung weisen. Dies vereinheitlicht nicht nur das Ausse
hen, auch die Qualität der Verpackung wird dann für al
le in der Wickeleinrichtung verpackten Materialbahnrol
le 7 gleich.
Fig. 4 zeigt nun einen weiteren Bestandteil einer Ver
packungseinrichtung, nämlich eine Stirnseiten-Ver
packungseinrichtung 30. Auf einer Rollbahn 31 werden
Materialbahnrollen 2, 2', 2'' der Reihe nach einem Trag
walzenpaar 32 zugeführt. Um die Sache zu verdeutlichen,
haben die Wickelrollen 2, 2', 2'' unterschiedliche
Durchmesser und gegebenenfalls auch unterschiedliche
axiale Längen. Wenn alle Wickelrollen aus einem "Wurf",
d. h. alle gemeinsamen gewickelten Wickelrollen nachein
ander zugeführt werden, haben sie natürlich zumindest
im wesentlichen den gleichen Durchmesser.
Die Wickelrolle 2 wird auf dem Tragwalzenpaar 32 abge
legt. Dieses kann hierzu gegebenenfalls angehoben wer
den.
Seitlich neben dem Tragwalzenpaar 32 und im wesentli
chen parallel dazu ist ein Schienenpaar 33 angeordnet,
auf dem ein Wagen 34 parallel zu der Achse der Wickel
rolle 2 verfahrbar ist. Auf dem Wagen 34 ist eine
Stirndeckelzuführanordnung 35 angeordnet, die in der
Lage ist, Stirndeckel 36, die auf der anderen Seite des
Schienenpaares 33 in unterschiedlichen Durchmessern ne
beneinander gestapelt sind, zu ergreifen und sie je
weils einer Stirnseite der Wickelrolle 2 zuzuführen. Im
vorliegenden Betriebszustand ist dargestellt, daß die
rechte Stirnseite der Wickelrolle 2 gerade einen Stirn
deckel zugeführt bekommt. Hierzu weist die Stirndeckel
zuführanordnung 35 einen Schwenkarm 37 auf, der sowohl
in einer Ebene verschwenkbar ist, die senkrecht auf dem
Schienenpaar 33 steht, als auch um 180° gedreht werden
kann. Diese Drehung kann gegebenenfalls auch durch Zu
sammenwirken mit einem Drehteller 38 auf dem Wagen 34
bewirkt werden, wobei dessen Drehbewegung dann mit ei
ner Schwenkbewegung des Schwenkarms 37 zusammenwirkt.
Beidseits des Schwenkarms 37 sind Kantenstreifenspender
39 angeordnet. Der linke Kantenstreifenspender gibt ge
rade einen Kantenstreifen 40 ab, der mit nicht näher
dargestellten, aber an sich bekannten Mitteln dem rech
ten axialen Ende der Wickelrolle 2 zugeführt wird. Der
Kantenstreifen 40 wird auf dem Umfang der Wickelrolle 2
so festgelegt, daß er axial etwas übersteht. Wenn die
ser Überstand auf die Stirnseite der Wickelrolle 2 ein
gefaltet wird, kann er den Stirndeckel 36 festhalten.
Der rechte Kantenstreifenspender 39 ist dementsprechend
für die linke Stirnseite einer Wickelrolle 2 vorgese
hen.
Insgesamt läßt sich also mit der dargestellten Ver
packungsweise eine erhebliche Zeitersparnis dadurch reali
sieren, daß die Umfangsverpackung für alle Material
bahnrollen, die sich in der Wickelstation befinden,
gleichzeitig aufgebracht wird. Lediglich die Kantenver
packung erfolgt für jede Wickelrolle 2 einzeln.
Man kann nun die Kantenverpackung mit Hilfe der Kanten
streifen 40 so dick machen, daß eine etwa in der axia
len Mitte befindliche Durchmesservergrößerung, die sich
durch das Zusammensetzen von zwei Verpackungsbahnen er
geben hat, keine Rolle mehr spielt, weil die Durchmes
servergrößerung durch die Kantenstreifen 40 noch größer
ist.
Natürlich kann man einer Wickelstation 1 auch zwei der
artige Stirndeckelanlege- und -zuführstationen 30 zu
ordnen, um das Verpacken weiter zu beschleunigen. In
vielen Fällen ist dies aber nicht notwendig, weil die
Zeit, die zum Wickeln der Wickelrollen 2 benötigt wird,
ausreicht, um sämtliche Rollen eines Wurfs mit den Kan
tenstreifen 40 zu versehen.
Claims (22)
1. Verfahren zum Herstellen einer am Umfang verpackten
Materialbahnrolle, bei dem eine Materialbahn zu der
Materialbahnrolle aufgewickelt wird und eine Ver
packungsbahn um den Umfang der Materialbahnrolle
gelegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver
packungsbahn (11) mit der zulaufenden Materialbahn
(7) verbunden wird und die Materialbahnrolle (2)
weiter gedreht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Materialbahn (7) vor dem Aufwickeln in
Längsrichtung geschnitten wird und das Verbinden
mit der Verpackungsbahn (11) vor dem Schneiden er
folgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Verpackungsbahn (11) an ihrem En
de ein weiteres Mal mit der Materialbahn (7) ver
bunden wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verpackungsbahn (11) ge
meinsam mit der Materialbahn (7) aufgewickelt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Materialbahn (7) im Bereich der zweiten
Verbindung mit der Verpackungsbahn (11) mit der
Oberfläche der Materialbahnrolle (2) verklebt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Materialbahn (7) in Lauf
richtung hinter dem Verbinden mit der Verpackungs
bahn (11) durchtrennt wird, wobei das Ende der Ver
packungsbahn (11) erneut mit der Materialbahn (7)
verbunden wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verpackungsbahn (11) in Laufrichtung vor
der erneuten Verbindung am Umfang der Materialbahn
rolle (2) befestigt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Materialbahn (7) oder Ver
packungsbahn (11) geschwächt, insbesondere perfo
riert, werden und zwar in Laufrichtung hinter einem
Bereich, in dem sie an der Oberfläche der Material
bahnrolle (2) befestigt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verpackungs- oder Materialbahn (7, 11) beim
Ausstoßen der Materialbahnrolle (2) aus der
Wickeleinrichtung abgerissen wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verpackungsbahn (11) aus
mehreren quer zur Laufrichtung nebeneinander ange
ordneten Verpackungsbahnen (11, 11') zusammenge
setzt wird, die einander überlappen, wobei man den
Überlappungsbereich (27) so legt, daß er außerhalb
einer Kante der Materialbahnrolle verläuft.
11. Vorrichtung zum Herstellen einer am Umfang verpack
ten Materialbahnrolle mit einem Materialbahn-
Zuführpfad und einer Wickeleinrichtung, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein Verpackungsbahnspender (25,
26) einen in den Materialbahnzuführpfad mündenden
Ausgabepfad aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß eine Längsschneideinrichtung (10) im Ma
terialbahnzuführpfad angeordnet ist und der Ausga
bepfad vor der Längsschneideeinrichtung (10) mün
det.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine erste Klebevermittlungssta
tion (12) im Bereich der Mündung des Ausgabepfades
angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeich
net, daß eine zweite Klebevermittlungsstation (16)
in einem Bereich vor einem Nip angeordnet ist, den
die Materialbahnrolle (2) mit einer Walze (4) bil
det.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeich
net, daß eine Schwächungseinrichtung, insbesondere
Perforiereinrichtung (18), in der Nachbarschaft der
zweiten Klebevermittlungsstation (16) angeordnet
ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, da
durch gekennzeichnet, daß die Wickeleinrichtung ein
Wickelbett (3) aufweist und eine Materialbahnhalte
einrichtung (20) im Einlaufbereich des Wickelbetts
(3) angeordnet ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 16, da
durch gekennzeichnet, daß der Verpackungsbahnspen
der mehrere quer zur Laufrichtung der Materialbahn
(7) verschiebbare Verpackungsbahnrollen (25, 26)
zur Ausgabe einander überlappender Verpackungsbah
nen (11, 11') aufweist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeich
net, daß der Verpackungsbahnspender eine Längsver
klebungseinrichtung aufweist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder 18, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine Steuereinrichtung vorgesehen
ist, die einen Überlappungsbereich (27) benachbar
ter Verpackungsbahnen (11, 11') außerhalb von
Längskanten der Materialbahnrollen (2) hält.
20. Materialbahnrolle aus einer aufgewickelten Ma
terialbahn, deren Umfang von einer Verpackungsbahn
umhüllt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite
der Verpackungsbahn (11) genau der Breite der Ma
terialbahnrolle (2) entspricht und die Verpackungs
bahn (11) in mindestens einem Abschnitt in Umfangs
richtung radial unterhalb der Materialbahn (7)
liegt.
21. Materialbahnrolle nach Anspruch 20, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Materialbahnrolle (2) eine Außen
schicht aufweist, die mehrfach abwechselnd aus ei
ner Lage Materialbahn (7) und einer Lage Ver
packungsbahn (11) besteht.
22. Materialbahnrolle nach Anspruch 20, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Verpackungsbahn (11) einen Teil
der innersten Lage der Materialbahnrolle (2) bil
det.
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