DE19822612C1 - Copolymerisate als Bindemittel für Druckfarben, Verfahren und Verwendung - Google Patents
Copolymerisate als Bindemittel für Druckfarben, Verfahren und VerwendungInfo
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Abstract
Copolymerisate mit einer Säurezahl von 5 bis 100 mg/g, enthaltend Massenanteile in der Monomerenmischung von a) 50 bis 99% Styrol, Halogen-, Alkyl-, Alkoxy- oder Aryl-substituiertem Styrol mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen im Substituenten, sowie Kombinationen davon; b) 1 bis 50% eines einfach olefinisch ungesättigten Esters von zweibasigen olefinisch ungesättigten Dicarbonsäuren und aliphatischen, linearen, verzweigten oder cyclischen Alkoholen mit mindestens einer Hydroxylgruppe und 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, sowie gegebenenfalls c) 0 bis 20% einer carboxylgruppenhaltigen, olefinisch ungesättigten Verbindung, die frei von Estergruppen ist, sowie gegebenenfalls d) 0 bis 30% eines ethylenisch ungesättigten Monomers mit mindestens einer unter den Polymerisationsbedingungen reaktiven Doppelbindung, das nicht unter die Definition a oder b oder c fällt, wobei eine bei 23 DEG C gemessene Lösungsviskosität von 100 mPaÈs mit einer toluolischen Lösung erreicht wird, die einen Massenanteil des Copolymerisats in der Lösung von 40% oder weniger aufweist.
Description
Diese Erfindung betrifft Copolymerisate von gegebenenfalls substituiertem Styrol und Ester-
sowie Säure-Gruppen-haltigen olefinisch ungesättigten Monomeren und deren Verwendung als
Bindemittel für toluolhaltige Druckfarben.
Aus der US-A 4,976,783 sind modifizierte Cyclopentadienharze bekannt, die als
Bindemittel in toluolhaltigen Tiefdruckfarben eingesetzt werden. Diese Harze
enthalten Bausteine abgeleitet von Cyclopentadien, von Resolen, nicht-
aromatischen ungesättigten Monocarbonsäuren sowie ungesättigten Dicarbonsäuren,
anderen copolymerisierbaren Monomeren und Verbindungen von Metallen der Gruppen
IIa, IIb und IIIa des Periodensystems, und werden in einer Umsetzungsstufe her
gestellt, wobei Polymerisation, Einbau der ungesättigten Dicarbonsäure und der
phenolischen Komponente gemeinsam vorgenommen werden.
Aus der US-A 3,563,937 sind Halbester von Styrol-Maleinsäureanhydrid-Copolymeren
bekannt, die als Bindemittel für Druckfarbenharze eingesetzt werden. In der JP-A
63-054 437 wird eine Methode zur Herstellung eines körnigen Copolymeren be
schrieben, wobei eine Lösung eines Copolymerisats, das Maleinsäure, deren An
hydrid oder Ester als Hauptbestandteil enthält, in ein Nichtlösungsmittel einge
düst wird. In der JP-A 52-059 709 wird ein Verstärkungsmittel für Wellpappe
beschrieben, das eine alkalische Lösung eines Styrol-Maleinsäuremonoalkylester-
Copolymerisats enthält. Aus der JP-A 50-055 688 (= DE-A 23 43 871) sind
Copolymere aus Acrylnitril und alpha-Methylstyrol bzw Maleinsäureanhydrid und
Styrol bekannt, die sich als Lösungspolymerisat ohne Polymerablagerungen her
stellen lassen, indem die aus dem Polymerisationsgefäß aufsteigenden Dämpfe
kondensiert und zurückgeführt werden.
Im Illustrationstiefdruck werden überwiegend Toluol enthaltende Druckfarben eingesetzt. Derartige
Druckfarben können bekanntlich durch Pigmentieren eines Firnisses hergestellt werden, der durch
Auflösen geeigneter Bindemittelharze z. B. von Metall-Resinaten in Toluol unter Zusatz üblicher
Hilfsstoffe gewonnen wird. Das Bindemittelharz hat dabei die Aufgabe, das Pigment auf dem
Bedruckstoff zu verankern.
Im allgemeinen werden zur technischen Herstellung von Toluol enthaltenden Druckfarben zunächst
Pigmentanreibungen oder Pigmentkonzentrate bereitet, die dann nach Verdünnen mit Toluol oder
durch Auflacken mit weiteren Bindemittelsystemen (sogenannten Verschnittfirnissen) die
druckfertigen Farben ergeben; das Bindemittel des Verschnittfirnisses muß dabei nicht den gleichen
chemischen Aufbau besitzen wie das Bindemittel, das zur Pigmentanreibung verwendet wurde.
Eines der wichtigsten Probleme bei Tiefdruckfarben betrifft die geforderte niedrige
Lösungsviskosität der verwendeten Farben.
Angestrebt werden toluolische Tiefdruckfarben, die aus Kostengründen möglichst viel Toluol, aber
wenig Bindemittel enthalten. Da bei der Anreibung des Farbstoffes eine bestimmte Menge
Bindemittel benötigt wird, um das Pigment ausreichend zu benetzen und um gute drucktechnische
Eigenschaften wie Glanz oder Farbstärke zu erzielen, konzentriert sich die Entwicklung neuer
Tiefdruckfarben auf die Suche nach leistungsstärkeren Bindemittel für Verschnittfirnisse. Ein Maß
für diese Eigenschaft von Verschnittfirnissen ist ihre sogenannte Verdünnbarkeit. Die Viskosität
wird charakterisiert durch die Zeit gemessen, die eine definierte Menge (100 g) einer Harzlösung
benötigt,
um infolge der Gravitation durch eine definierte Öffnung zu fließen. Die Verdünnbarkeit wird durch
das Volumen an Toluol charakterisiert, das erforderlich ist, um 100 g einer (z. B. 42%igen)
Harzlösung auf die Druckviskosität (ca. 18 Sekunden Auslaufzeit in dem standardisierten
Auslaufbecher) einzustellen. Je mehr Toluol dazu benötigt wird, umso leistungsfähiger ist das
Bindemittel des Verschnittfirnisses. Während die üblichen Verdünnbarkeits-Werte von
handelsüblichen Tiefdruckharzen zwischen 70 und 120 ml liegen, hätten Druckfarben-Hersteller
gerne höhere Verdünnbarkeiten, um besser die gewünschten Anforderungen an Festkörper,
Farbstärke und Viskosität in der fertigen Druckfarbe zu erzielen.
Um diese Probleme von Viskosität und Verdünnbarkeit zu lösen, setzen Druckfarbenhersteller
üblicherweise geringe Mengen von Ethylcellulose (EC) oder Ethylhydroxyethylcellulose (EHEC)
der Druckfarbe zur Verbesserung (Erhöhung) der Verdünnbarkeit hinzu (US-A 2,610,180). Auf
diese Weise kann durch Zugabe von EC oder EHEC eine drastische Reduzierung des Harzanteils
erzielt werden. Doch entstehen durch den Gebrauch von EC oder EHEC in der Druckfarbe auch
andere Probleme: so können z. B. sehr kleine Zusatzmengen dieser Derivate den Glanz der
Druckfarbe stark verschlechtern. Darüber hinaus sind diese Zusätze zur Druckfarbe relativ teuer.
Des weiteren wird häufig eine Unverträglichkeit der Resinate mit EC und EHEC gefunden, die
von Los zu Los variiert, und die sich in einem Absetzen (Phasentrennung) der Druckfarbe zeigt.
Es wurden Versuche gemacht, diese Probleme zu vermeiden, indem andere Bindemittel
hergestellt wurden, die die Verdünnbarkeit beeinflussen können. Zum Beispiel werden in den
Patentschriften US-A 3,468,829, US-A 4,528,036 und US-A4,552,592 Herstellungsverfahren
von Bindemittel für Verschnittfirnisse beschrieben, die von Naturharzen wie Kolophonium oder
Tallharzen ausgehen. Diese Harze weisen in der Regel gute Verträglichkeiten mit den in den
Pigmentanreibungen eingesetzten Resinaten auf, sie haben aber die Nachteile, daß die
Viskositäten dieser Produkte (abhängig von den Eigenschaften der als Ausgangsstoff
verwendeten Naturharze) sehr schwanken und daß sich die Viskosität der toluolischen Lösung
bei der Lagerung verändert.
Die Patentschrift US-A 4,289,678 lehrt die Verwendung von Acryl-Verdickern in
Druckfarbenharzen. Diese Verdicker, Reaktionsprodukte aus einer Additions-Polymerisations-
Reaktion, haben molare Massen im Bereich von 100,000 bis 2,000,000 g/mol. Aufgrund dieser
hohen molaren Masse (hohen Polymerisationsgrade) kann es bei Zusatz in Druckfarben zu
Verträglichkeitsproblemen mit den Resinaten kommen, wie sie von EC und EHEC bekannt sind.
Aus der europäischen Anmeldung EP-A 0 814 136 ist ein Polymerisatharz hergestellt aus Styrol
und Acryl- bzw. Methacrylsäureestern bekannt, das mit den gängigen Bindemitteln für
Tiefdruckharze verträglich ist und zu guten drucktechnischen Eigenschaften führt. Jedoch ist die
Verbesserung der Verdünnbarkeit noch nicht ausreichend. EC und EHEC bleiben daher die
bevorzugten Verbesserer der Verdünnbarkeit auf diesem Gebiet.
Ziel dieser Erfindung ist es deshalb, solche Harze zu entwickeln, die preiswert sind und die schon bei
einer möglichst geringen Einsatzmenge in der Druckfarbe eine gute Verdruckbarkeit und eine hohe
Toluolaufnahme (hohe Verdünnbarkeit) bewirken.
Ein weiterer Gegenstand dieser Erfindung ist die Herstellung von Druckfarbenharzen, die in
aromatischen Kohlenwasserstoffen löslich sind und die, wenn sie zur Herstellung von
Tiefdruckfarben benutzt werden, den Glanz und die Farbeigenschaften dieser Tiefdruckfarbe
verbessern.
Diese Aufgaben werden durch die Herstellung und Verwendung von speziellen, in aromatischen
Kohlenwasserstoffen löslichen Copolymerisaten erfüllt; diese Harze sind besonders als
Bindemittel für Tiefdruckfarben geeignet. Bei diesen Bindemitteln handelt es sich vorzugsweise
um mit Malein- oder Fumarsäureestern modifizierte Lösungscopolymerisate von Styrol.
Beispiele zeigen, daß Druckfarben, hergestellt mit diesen relativ preiswerten Bindemitteln,
Verdünnungseigenschaften zeigen, die vergleichbar sind mit jenen, die sich bei Tiefdruckfarben
ergeben, wenn mit EC oder EHEC die Viskosität eingestellt wurde.
Die erfindungsgemäßen Bindemittel sind Copolymerisate, enthaltend Massenanteile in der
Monomerenmischung von:
- a) 50 bis 99% Styrol, Halogen-, Alkyl-, Alkoxy- oder Aryl-substituiertem Styrol mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen im Substituenten, sowie Kombinationen davon;
- b) 1 bis 50% eines einfach olefinisch ungesättigten Esters von zweibasigen olefinisch ungesättigten Dicarbonsäuren und aliphatischen, linearen, verzweigten oder cyclischen Alkoholen mit mindestens einer Hydroxylgruppe und 1 bis 20 Kohlenstoffatomen,
sowie gegebenenfalls
- a) 0 bis 20% einer carboxylgruppenhaltigen, olefinisch ungesättigten Verbindung, die frei von Estergruppen ist
sowie gegebenenfalls
- a) 0 bis 30% eines ethylenisch ungesättigten Monomers mit mindestens einer unter den Polymerisationsbedingungen reaktiven Doppelbindung, das nicht unter die Definition a oder b oder c fällt.
Die Copolymerisate werden bevorzugt durch radikalisch initiierte Polymerisation in Lösung
hergestellt. Bevorzugt werden Massenanteile von 55 bis 95%, insbesondere 60 bis 90%, der
Monomeren a, 4 bis 45%, insbesondere 10 bis 40%, der Monomeren b, 0,5 bis 15%,
insbesondere 1 bis 10%, der Monomeren c und 0,5 bis 10%, insbesondere 1 bis 5%, der
Monomeren d eingesetzt.
Bevorzugt enthält die Monomer-Komponente a einen Massenanteil von mindestens 60% Styrol
und die Monomer-Komponente d einen Massenanteil von mindestens 50% eines mehrfach,
besonders bevorzugt eines zweifach olefinisch ungesättigten Monomeren. Weiter ist bevorzugt,
daß die Monomer-Komponente b eine Säurezahl von 0 bis 500, besonders 100 bis 480, und ganz
besonders bevorzugt 300 bis 450 mg/g aufweist.
Die Säurezahl ist gemäß DIN 53 402 definiert als der Quotient derjenigen Masse mKOH an
Kaliumhydroxid, die erforderlich ist, um eine zu untersuchende Probe zu neutralisieren, und der
Masse mB dieser Probe (Masse des Feststoffes in der Probe bei Lösungen oder Dispersionen);
ihre übliche Einheit ist "mg/g".
Monomere der Gruppe a können z. B. Styrol, die isomeren Vinyltoluole, höhere Alkylstyrole wie
Ethylstyrol, α-Methylstyrol, Methoxystyrol, Acetoxystyrol, halogenierte Styrole wie 2-, 3- und
4-Chlorstyrol, sowie Mischungen dieser Verbindungen sein. Bevorzugt werden Styrol,
Vinyltoluol und Acetoxystyrol, besonders bevorzugt wird Styrol. Ein bevorzugter Bereich für
den Massenanteil dieser Edukte (Reaktanden) liegt zwischen 50 und 95%.
Monomere der Gruppe b sind Ester von aliphatischen, linearen, verzweigten oder cyclischen
Alkoholen mit 1 bis 20, bevorzugt 2 bis 8 Kohlenstoffatomen und olefinisch ungesättigten
Dicarbonsäuren mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen. Solche Produkte lassen sich formal durch
vollständige oder partielle Veresterung von Dicarbonsäuren oder deren Derivaten wie
Maleinsäureanhydrid, Maleinsäure und Fumarsäure mit Mono-, Di- oder Polyolen oder durch
Veresterung eines Gemisches dieser Alkohole mit den genannten Säuren erhalten.
Als Monoole kommen für die Veresterung die linearen oder verzweigten, aliphatischen oder
cycloaliphatischen, primären, sekundären oder tertiären Alkohole mit 1 bis 20
Kohlenstoffatomen in Betracht. Namentlich seien hier genannt Methanol, Äthanol, die isomeren
Propanole, Butanole, Penta- oder Hexanole, Oktanol und Dodecanol, und Cyclohexylalkohol.
Auch gemischt aliphatisch-aromatische Hydroxyverbindungen, bei denen die Hydroxylgruppe an
ein aliphatisches Kohlenstoffatom gebunden ist, können für die vorliegende Erfindung eingesetzt
werde, beispielsweise Benzylalkohol. Geeignete Di - und Polyole sind z. B. Ethylen-, 1,2- und
1,3-Propylen- und Butylenglykol, Hexandiol, Neopentylglykol oder die durch Polymerisation von
Propylen- und/oder Ethylenoxid erhaltenen (gegebenenfalls gemischten) Polypropylen- oder
Polyethylenglykole, sowie Trimethylolethan und -propan, Mono- und Diglycerin, Mono- und
Dipentaerythrit sowie Hexantriol. Die Veresterung kann sowohl nur mit einem dieser Alkohole
als auch mit einer Kombination der verschiedensten Alkohole durchgeführt werden. Je nach
gewünschtem Eigenschaftsbild des erfindungsgemäßen Polymerisates kann die Veresterung
bezüglich des Carboxyl-/Hydroxylgruppenverhältnisses stöchiometrisch oder nicht stöchio
metrisch durchgeführt werden. Bevorzugt wird die Veresterung in Gegenwart eines
Überschusses an Carboxylgruppen durchgeführt. In der Regel werden die Monomere durch dem
Fachmann bekannte sauer katalysierte, azeotrope Veresterung der Säuren oder Anhydride in dem
Lösungsmittel hergestellt, daß auch für die spätere Polymerisation benötigt wird. Bevorzugt
werden Ester (Monoalkylester) von zweibasigen olefinisch ungesättigten Dicarbonsäuren mit
Alkylgruppen ausgewählt aus Methyl-, Ethyl-, n- und iso-Propyl-, n-, sek.-, iso- und tert. Butyl-
Gruppen. Werden als Monomerkomponente b hauptsächlich Dialkylester eingesetzt, so wird die
angestrebte Säurezahl des Copolymeren durch einen entsprechend höheren Anteil der
Säuregruppen-haltigen Monomeren c erreicht. Werden dagegen vor allem Halbester
(Monoalkylester) eingesetzt, so kann der Anteil der Säuregruppen-haltigen Monomeren c
entsprechend verringert werden.
Ein geeigneter und erfindungsgemäßer Maleinsäureester, der nicht über eine Kondensation von
Alkohol und Säure erhalten wird, ist das Additionsprodukt von Maleinsäureanhydrid an
Dicyclopentadien, das ohne weitere Umsetzung (als Monomer des Typs c, siehe weiter unten),
aber auch nach weiterer Veresterung mit einem der oben genannten Alkohole (als Monomer des
Typs b) eingesetzt werden kann.
Je nach Veresterungsgrad können diese verwendbaren Monomeren Säurezahlen von 0 bis
500 mg/g aufweisen.
Der Massenanteil der carboxylgruppenhaltigen Monomeren c in der Monomerenmischung kann
bis zu 20% betragen; die Menge an diesen Monomeren richtet sich in der Regel nach der
gewünschten Säurezahl, die der Verschnittfirnis aufweisen soll. Im allgemeinen wird mit diesem
carboxylgruppenhaltigem Monomer die durch das Monomer b vorgegebene Säurezahl auf den
gewünschten Wert ergänzt. Geeignete carboxylgruppenhaltige ungesättigte Monomere sind z. B.
Acryl- und Metharylsäure, Crotonsäure, Vinylessigsäure, Malein- und Fumarsäure, Itacon-,
Citracon-, Mesacon und Glutaconsäure sowie die oben erwähnten Addukte dieser Säuren an
(Cyclo)Aliphaten mit (mindestens) zwei konjugierten Doppelbindungen wie Cyclopentadien,
Methylcyclopentadien und Dimethylbutadien.
Geeignete mono- oder mehrfunktionelle äthylenisch ungesättigte Monomere der Gruppe d
können Alkyl- oder Cycloalkylester von Acryl- oder Methacrylsäure sein. Der bevorzugte
Bereich des Massenanteils für diese Ester in der Monomerenmischung ist von 0 bis zu 30%.
Geeignete Alkyl- oder Cycloalkylester der Acryl- oder Methacrylsäure können z. B. sein:
Butylacrylat, Butylmethacrylat, 2-Ethylhexylacrylat, Ethylacrylat, Methylmethacrylat,
Isobornylmethacrylat, Isodecylmethacrylat und Kombinationen davon. Andere geeignete einfach
ungesättigte Monomere der Kategorie d sind Vinyl- und Vinylidenhalogenide, Vinylester von
aliphatischen gesättigten Monocarbonsäuren mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen, Vinylether und
Vinylketone sowie Nitrile von olefinisch ungesättigte Carbonsäuren, wie z. B. Vinyl- und
Vinylidenchlorid, Vinylacetat, der Vinylester der ®Versatic-Säure, Methylvinylether,
Methylvinylketon, Acryl- und Methacrylnitril.
Geeignete mehrfunktionelle, ethylenisch ungesättigte Monomere sind z. B.
Ethylenglykoldiacrylat, Hexandioldiacrylat, Diethylenglykoldiacrylat, Tripropylenglykol
diacrylat, Pentaerythrittetraacrylat oder Trimethylolpropandiacrylat, die entsprechenden
Methacrylate, Divinylbenzol und Kombinationen davon. Diese als Vernetzer wirkende
Monomere dienen zur Korrektur des Polymerisationsgrades (der molaren Masse) und zur
Einstellung von deren Verteilung.
Der Massenanteil an diese ethylenisch ungesättigten Monomeren in der Monomerenmischung
kann 0 bis 20% betragen, bevorzugt liegt aber in der Regel der Anteil dieser Monomeren
zwischen 0 bis 10%.
Als Starter (Initiator) für die bevorzugt in Lösung vorgenommene Polymerisation werden
vorzugsweise peroxidische Initiatoren wie z. B. Di-t-Butylperoxid, t-Butylhydroperoxid, t-
Butylperoxidbenzoat, t-Butylperoctoat, Dibenzoylperoxid, Dicumylperoxid und Kombinationen
davon eingesetzt, zur Initiierung der Polymerisation ist man allerdings nicht auf diese genannten
Initiatoren beschränkt. So kann die Polymerisation auch durch erhöhte Temperatur oder anderen
Radikalquellen, wie Azoverbindungen, z. B. Azobisisobutyronitril oder durch Licht oder
energiereiche Strahlung gestartet werden.
Geeignete Lösungsmittel zur Verwendung in der Reaktion und zur Herstellung von
Tiefdruckfarben sind in erster Linie aromatische Kohlenwasserstoffe wie z. B. Toluol, oder Xylol.
Für ausgewählte Anwendungen kann die Polymerisation aber auch in aliphatischen
Kohlenwasserstoffen wie Oktan, Hexan oder Heptan durchgeführt werden.
Die erfindungsgemäßen Polymerisate weisen Säurezahlen im Bereich von 5 bis 100 vorzugsweise
10 bis 80 mg/g, besonders bevorzugt 15 bis 75 mg/g, auf.
Die molare Masse der erfindungsgemäßen Harze kann durch Gelpermeations-Chromatographie
der Harzlösungen z. B. in Tetrahydrofuran (THF) an Polystyrolgel nach bekannten Methoden
ermittelt werden. Die gewichtsmittlere molare Masse MW der erfindungsgemäßen Harze liegt
gemäß den erhaltenen Meßergebnisssen vorzugsweise bei Werten von MW von über 5000 g/mol
und ist nach oben nicht kritisch begrenzt. Besonders bevorzugt liegt MW jedoch in einem Bereich
von 5000 und 200000, insbesondere 10000 und 150000 g/mol.
Die Viskositäten werden bevorzugt an toluolischen Lösungen mit einem üblichen
Rotationsviskosimeter bei 23°C oder mit der Kapillarmethode nach Ubbelohde ermittelt. Die bei
einer Temperatur von 23°C gemessenen Viskositäten von Lösungen mit einem Massenanteil von
bis zu 40% liegen in einem Bereich von 100 bis 2000 mPa.s, vorzugsweise von 120 bis 1000
mPa.s. Bevorzugt werden die genannten Viskositäten bereits von Copolymerisatlösungen mit
einem Massenanteil von 20 bis 35%, besonders bevorzugt mit einem Massenanteil von 20 bis 30%
des Copolymerisats in der Lösung erreicht. Wesentlich für die Copolymerisate gemäß der
Erfindung ist, daß der Mindestwert für die Lösungsviskosität von 100 mPa.s mit einer
toluolischen Lösung erreicht wird, die einen Massenanteil des Copolymerisats in der Lösung von
40% oder weniger aufweist.
Die erfindungsgemäßen Bindemittelharze zeichnen sich vorteilhaft durch eine große
Lösungsmittelaufnahme beim Verdünnen in Toluol aus und einen sich deshalb insbesondere als
Verschnittfirnisse für konventionelle Tiefdruckfarben, die z. B. auf den dem Fachmann bekannten
Natur- oder synthetischen Druckfarbenharzen basieren. Die Viskosität der Harzlösungen nimmt
bei steigendem Harzgehalt nur wenig zu. Dies macht sie insbesondere auch überlegen gegenüber
Bindemittelharzen des Standes der Technik.
Darüber hinaus besitzen diese Polymerisate ein ausgezeichnetes Benetzungsverhalten für die im
Illustrationstiefdruck verwendeten Pigmente. Die Toluol enthaltenden Tiefdruckfarben werden
dabei nach den üblichen Methoden formuliert. Dazu wird die toluolische Polymerisatlösung
entweder direkt pigmentiert oder mit einer vorab hergestellten Pigmentanreibung versetzt.
Weiterer Gegenstand der Erfindung ist deshalb die Verwendung der erfindungsgemäßen Harze
als Bindemittelharze in Pigmentanreibungen und -konzentraten sowie in Druckfarben
vorzugsweise für den Illustrationstiefdruck mit Toluol.
Die erfindungsgemäßen Harze weisen eine ausgezeichnete Verträglichkeit mit anderen
Bindemitteln auf. Wo es gewünscht wird, können diese Polymerisate in Tiefdruckfarben und
Verschnittfirnissen als alleiniges Bindemittel eingesetzt werden, es ist aber auch möglich,
Naturharze, modifizierte Naturharze, oder synthetische Kohlenwasserstoffharze hinzuzufügen.
Beispielsweise können durch diese Vorgehensweise das rheologische Verhalten und die
Pigmentbenetzung optimiert werden. Naturharze oder modifizierte Naturharze können z. B. solche
sein, die auf Kolophonium, mit Phenol, Fumarsäure oder Maleinsäure modifiziertem
Kolophonium, polymerisiertem Kolophonium und Kombinationen daraus basieren. Diese Harze
können dabei auch als Resinate vorliegen, die z. B. durch vollständige oder partielle Umsetzung
mit Metallionen wie Zink, Calcium, Magnesium, Lithium und Kombinationen davon, erhalten
wurden. Das Naturharz kann auf Kolophonium, Wurzelharz, Tallharz sowie auf disproportioniertem
oder partiell hydriertem oder dimerisiertem Naturharz beliebiger Provenienz basieren.
Des weiteren kann die Druckfarbe Zuschlagstoffe enthalten, wie beispielsweise Füllstoffe z. B.
Calciumcarbonat, oder grenzflächenaktive Mittel zur Verbesserung der Pigmentdispersion wie
Lecithin, oder Wachse zur Verbesserung der Scheuerfestigkeit.
Wie dem Fachmann bekannt, können die genauen Komponenten und Eigenschaften der
Komponenten, die für jede Druckfarbe benötigt werden, variieren. Es sind deshalb ständige
Versuche nötig, um die optimalen Komponenten und die richtigen Verhältnisse der
Komponenten für eine gegebene Anwendung und für die gewünschten Eigenschaften zu
bestimmen.
Die Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele näher erläutert, ohne sie jedoch
einzuschränken. In den nachfolgenden Beispielen bedeuten ebenso wie im vorhergehenden Text
alle Angaben mit der Einheit "%" Massenanteile, soweit nicht anders angegeben. "Teile" sind
stets Massenteile. Konzentrationsangaben in "%" sind Massenanteile des gelösten Stoffes in der
Lösung.
In einem 1 l-Vierhalskolben wurden 70 Teile Maleinsäureanhydrid unter Stickstoffüberleiten und
unter Rühren bei 90 bis 100°C in 120 Teilen Toluol gelöst, innerhalb von 30 min wurden dann
50 Teile Isobutanol zugetropft. Anschließend wurde bei 110°C solange nachgerührt, bis die in
wäßriger Lösung gemessene Säurezahl konstant war. Man erhielt eine farblose, niedrigviskose
Lösung mit einer Säurezahl von 172 mg/g.
In einem 1 l-Vierhalskolben wurden 70 Teile Maleinsäureanhydrid unter Stickstoffüberleiten und
unter Rühren bei 90 bis 100°C in 113 Teilen Toluol gelöst, innerhalb von 30 min wurden dann
43 Teile Isopropanol zugetropft. Anschließend wurde bei 110°C solange nachgerührt, bis die in
wäßriger Lösung gemessene Säurezahl konstant war. Man erhielt eine farblose, niedrigviskose
Lösung mit einer Säurezahl von 185 mg/g.
In einem 1 l-Vierhalskolben wurden 98 Teile Maleinsäureanhydrid unter Stickstoffüberleiten und
unter Rühren bei 90 bis 100°C in 222 Teilen Toluol gelöst, innerhalb von 30 min wurden dann
104 Teile n-Butanol und 19 Teile 1,2-Propylenglykol zugetropft. Anschließend wurde solange
am Wasserabscheider erhitzt, bis sich kein Reaktionswasser mehr abschied und die in wäßriger
Lösung gemessene Säurezahl konstant war. Man erhielt eine farblose, niedrigviskose Lösung mit
einer Säurezahl von 18 mg/g.
In einem 1 l-Vierhalskolben wurden 9S Teile Maleinsäureanhydrid unter Stickstoffüberleiten und
unter Rühren bei 90 bis 100°C in 175 Teilen Toluol gelöst, innerhalb von 30 min wurden dann
141 Teile n-Butanol zugetropft. Anschließend wurde solange am Wasserabscheider erhitzt, bis
sich kein Reaktionswasser mehr abschied und die in wäßriger Lösung gemessene Säurezahl
konstant war. Man erhielt eine farblose, niedrigviskose Lösung mit einer Säurezahl von 12 mg/g.
In einem 1 l-Vierhalskolben wurden 98 Teile Maleinsäureanhydrid unter Stickstoffüberleiten und
unter Rühren bei 90 bis 100°C in 200 Teilen Toluol gelöst, innerhalb von 30 min wurden dann
112 Teile n-Butanol und 12,4 Teile Ethylenglykol zugetropft. Anschließend wurde solange am
Wasserabscheider erhitzt, bis sich kein Reaktionswasser mehr abschied und die in wäßriger
Lösung gemessene Säurezahl konstant war. Man erhielt eine farblose, niedrigviskose Lösung mit
einer Säurezahl von 15 mg/g.
In einem 1 l-Vierhalskolben wurden 98 Teile Maleinsäureanhydrid und 132 Teile
Dicyclopentadien unter Stickstoffüberleiten und unter Rühren auf 110°C erhitzt und innerhalb
von 1 h tropfenweise mit 18 Teilen Wasser versetzt. Anschließend wurde noch 2 h bei 110°C
nachgerührt und dann mit 40 Teilen n-Butanol, 12 Teilen Ethylenglykol und 280 Teilen Toluol
versetzt. Es wurde dann solange am Wasserabscheider erhitzt, bis sich kein Reaktionswasser
mehr abschied und die wäßrige Säurezahl konstant war. Man erhielt eine niedrigviskose Lösung
mit einer Säurezahl von 17 mg/g.
1200 Teile Toluol wurden in einem 4 l-Druckreaktor, der mit Rückflußkühler, Rührer,
Innenthermometer und Tropftrichter versehen war, mit 2 Teilen Di-t.-Butylperoxid versetzt und
zum Rückfluß erhitzt. Innerhalb von 4 h wurde dann eine Mischung aus 800 Teilen Styrol, 200
Teilen Maleinsäureisobutylester des Beispiels A1, 200 Teilen Toluol und 5 Teilen Di-t.-
Butylperoxid zudosiert. Nach einer Stunde Nachpolymerisationszeit wurde dann noch einmal
eine Mischung aus 50 Teilen Styrol und 3 Teilen Di-tert.Butylperoxid hinzudosiert. Nach
weiteren zwei Stunden Polymerisation unter Rückfluß wurde unter Druck auf 140°C erhitzt und
2 h bei dieser Temperatur gehalten. Anschließend wurde mit 730 Teilen Toluol verdünnt und
abgekühlt. Man erhielt eine farblose Harzlösung mit einem nichtflüchtigen Anteil von 30% und
einer Viskosität von 1020 mPa.s.
1200 Teile Toluol wurden in einem 4 l-Druckreaktor, der mit Rückflußkühler, Rührer,
Innenthermometer und Tropftrichter versehen war, mit 3 Teilen Di-t.-Butylperoxid versetzt und
zum Rückfluß erhitzt. Innerhalb von 6 h wurde dann eine Mischung aus 910 Teilen Styrol, 5
Teilen Divinylbenzol, 180 Teilen Maleinsäureisopropylester des Beispiels A2 und 8 Teilen Di-t.-
Butylperoxid zudosiert. Nach 2 h Nachpolymerisation wurde eine Mischung aus 50 Teilen Styrol
und 4 Teilen Di-t.-Butylperoxid hinzugegeben und weitere 2 h nachpolymerisiert. Anschließend
wurde für 3 h unter Druck auf 140°C erhitzt. Danach wurde mit 1040 Teilen Toluol verdünnt
und abgekühlt. Man erhielt eine farblose Harzlösung mit einem nichtflüchtigen Anteil von 30%
und einer Viskosität von 1480 mPa.s.
440 Teile Toluol wurden in einem 2 l-Vierhalskolben, der mit Rückflußkühler, Rührer,
Innenthermometer und Tropftrichter versehen war, mit 0,4 Teilen t.-Butylperbenzoat versetzt
und zum Rückfluß erhitzt. Innerhalb von 6 h wurde dann eine Mischung aus 352 Teilen Styrol,
100 Teilen Maleinsäurebutylester des Beispiels A3, 20 Teilen Acrylsäure und 18 Teilen t.-
Butylperbenzoat zudosiert. Nach 2 h Nachpolymerisation wurden 1,2 Teile t.-Butylperbenzoat
und 12 Teile Toluol zugesetzt und weitere drei Stunden unter Rückfluß nachpolymerisiert.
Anschließend wurde mit 290 Teilen Toluol verdünnt und abgekühlt. Man erhielt eine farblose
Harzlösung mit einem nichtflüchtigen Anteil von 35% und einer Viskosität von 1050 mPa.s.
270 Teile Toluol und 50 Teile des Maleinsäurebutylesters des Beispiels A4 wurden in einem 2-l
Vierhalskolben, der mit Rückflußkühler, Rührer, Innenthermometer und Tropftrichter versehen
war, vorgelegt und nach Zugabe von 0,25 Teilen t.-Butylperbenzoat zum Rückfluß erhitzt.
Innerhalb von 6 h wurde dann eine Mischung aus 205 Teilen Styrol, 15 Teilen Acrylsäure 5
Teilen Divinylbenzol und 7,5 Teilen t.-Butylperbenzoat zudosiert. Nach 2 h Nachpolymerisation
wurden 0,75 Teile t.-Butylperbenzoat und 12 Teile Toluol zugesetzt und weitere drei Stunden
unter Rückfluß nachpolymerisiert. Nach 3 h wurde diese Zugabe wiederholt und weitere 3 h
unter Rückfluß gehalten. Anschließend wurde mit 130 Teilen Toluol verdünnt und abgekühlt.
Man erhielt eine farblose Harzlösung mit einem nichtflüchtigen Anteil von 35% und einer
Viskosität von 420 mPa.s.
220 Teile Toluol und 70 Teile des Maleinsäurebutylesters des Beispiels A5 wurden in einem 2 l-
Vierhalskolben, der mit Rückflußkühler, Rührer, Innenthermometer und Tropftrichter versehen
war, vorgelegt und nach Zugabe von 0,25 Teilen t.-Butylperbenzoat zum Rückfluß erhitzt.
Innerhalb von 6 h wurde dann eine Mischung aus 212,5 Teilen Styrol, 12,5 Teilen Acrylsäure
und 7,5 Teilen t.-Butylperbenzoat zudosiert. Nach 2 Stunden Nachpolymerisation wurden 0,75
Teile t.-Butylperbenzoat und 12 Teile Toluol zugesetzt und weitere drei Stunden unter Rückfluß
nachpolymerisiert. Nach 3 h wurde diese Zugabe wiederholt und weitere 3 h unter Rückfluß
gehalten. Anschließend wurde mit 190 Teilen Toluol verdünnt und abgekühlt. Man erhielt eine
farblose Harzlösung mit einem nichtflüchtigen Anteil von ca. 30% und einer Viskosität von 840
mPa.s.
270 Teile Toluol und 50 Teile des Maleinsäurebutylesters des Beispiels A4 wurden in einem 2 l-
Vierhalskolben, der mit Rückflußkühler, Rührer, Innenthermometer und Tropftrichter versehen
war, vorgelegt und nach Zugabe von 0,25 Teilen t.-Butylperbenzoat zum Rückfluß erhitzt.
Innerhalb von 6 h wurde dann eine Mischung aus 205 Teilen Styrol, 15 Teilen Methacrylsäure,
6 Teilen Divinylbenzol und 7,5 Teilen t.-Butylperbenzoat zudosiert. Nach 2 h
Nachpolymerisation wurden 0,75 Teile t.-Butylperbenzoat und 12 Teile Toluol zugesetzt und
weitere drei Stunden unter Rückfluß nachpolymerisiert. Nach 3 h wurde diese Zugabe wiederholt
und weitere 3 h unter Rückfluß gehalten. Anschließend wurde mit 130 Teilen Toluol verdünnt
und abgekühlt. Man erhielt eine farblose Harzlösung mit einem nichtflüchtigen Anteil von 30%
und einer Viskosität von 910 mPa.s.
Nach üblichen Methoden wurde aus 100 Teilen eines handelsüblichen Bindemittelharzes durch
Anreiben auf einer Perlmühle in 150 Teilen Toluol mit 40 Teilen ®Litholrubin (Rotpigment,
Hersteller BASF AG) ein Pigmentkonzentrat hergestellt.
Durch Zugabe der erfindungsgemäßen Verschnittfirnisse und von Toluol zu 100 Teilen
Pigmentkonzentration wurden Druckfarben hergestellt, die gleiche Anteile an Pigment enthielten
und die die gleiche Auslaufviskosität besaßen. Mit dieser Druckfarbe wurde dann im
Tiefdruckverfahren Papier bedruckt. Als Vergleichsmaterial wurde ein handelsüblicher
Verschnittfirnis auf Basis eines phenolmodifizierten Kolophoniumharzes mit einem
Bindemittelgehalt von 42% und einer Viskosität von 660 mPa.s verwendet.
Der Glanz und die Farbstärke der Andrucke wurde mit dem Laborreflektometer nach Lange bei
einem Einstrahlwinkel von 60° bestimmt.
Claims (10)
1. Copolymerisate mit einer Säurezahl von 5 bis 100 mg/g, enthaltend Massenanteile in der
Monomerenmischung von:
- a) 50 bis 99% Styrol, Halogen-, Alkyl-, Alkoxy- oder Aryl-substituiertem Styrol mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen im Substituenten, sowie Kombinationen davon;
- b) 1 bis 50% eines einfach olefinisch ungesättigten Esters von zweibasigen olefinisch ungesättigten Dicarbonsäuren und aliphatischen, linearen, verzweigten oder cyclischen Alkoholen mit mindestens einer Hydroxylgruppe und 1 bis 20 Kohlenstoffatomen,
- a) 0 bis 20% einer carboxylgruppenhaltigen, olefinisch ungesättigten Verbindung, die frei von Estergruppen ist,
- a) 0 bis 30% eines ethylenisch ungesättigten Monomers mit mindestens einer unter den Polymerisationsbedingungen reaktiven Doppelbindung, das nicht unter die Definition a oder b oder c fällt,
2. Copolymerisate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Monomer-
Komponente a einen Massenanteil von mindestens 60% an Styrol enthält.
3. Copolymerisate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Monomer-
Komponente b eine Säurezahl von 0 bis 500 mg/g aufweist.
4. Copolymerisate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Monomer-
Komponente c in der Monomerenmischung vorhanden sind, und die Monomeren c ausgewählt
sind aus Acrylsäure, Methacrylsäure, Maleinsäure sowie den Addukten von Maleinsäure mit
Cyclopentadien, Methylcyclopentadien und Dimethylbutadien.
5. Copolymerisate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Monomer-
Komponente d einen Massenanteil von mindestens 50% eines mehrfach olefinisch ungesättigten
Monomeren enthält.
6. Copolymerisate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Monomer-
Komponente d einen Massenanteil von mindestens 50% eines zweifach olefinisch ungesättigten
Monomeren enthält.
7. Verfahren zur Herstellung von Copolymerisaten nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß zu einer Lösung eines Initiators bei einer Temperatur von mindestens
60°C eine Mischung von mindestens einem Monomeren und einer weiteren
Initiatormenge zugefügt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eines der
Monomeren gemeinsam mit dem Initiator vorgelegt und auf die Reaktionstemperatur erhitzt
wird.
9. Verwendung der Copolymerisate nach Anspruch 1 als Bindemittelkomponente in
Druckfarbenharzen für den Tiefdruck.
10. Verwendung der Copolymerisate nach Anspruch 1 als alleiniges Bindemittel in
Druckfarbenharzen für den Tiefdruck.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19822612A DE19822612C1 (de) | 1998-05-20 | 1998-05-20 | Copolymerisate als Bindemittel für Druckfarben, Verfahren und Verwendung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19822612A DE19822612C1 (de) | 1998-05-20 | 1998-05-20 | Copolymerisate als Bindemittel für Druckfarben, Verfahren und Verwendung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19822612C1 true DE19822612C1 (de) | 2000-03-02 |
Family
ID=7868392
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19822612A Expired - Fee Related DE19822612C1 (de) | 1998-05-20 | 1998-05-20 | Copolymerisate als Bindemittel für Druckfarben, Verfahren und Verwendung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19822612C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN114014982A (zh) * | 2021-12-02 | 2022-02-08 | 扬州金珠树脂有限公司 | 一种高压强大孔型强酸性苯乙烯系阳离子交换树脂的制备方法 |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3563937A (en) * | 1968-03-20 | 1971-02-16 | Monsanto Co | Monovinylidene aromatic hydrocarbons-half esters of unsaturated di-carboxylic acids or anhydrides as resinous binders for printing inks |
| US4976783A (en) * | 1985-08-31 | 1990-12-11 | Hoechst Ag | Modified cyclopentadiene resin, processes for its preparation, and its use |
-
1998
- 1998-05-20 DE DE19822612A patent/DE19822612C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3563937A (en) * | 1968-03-20 | 1971-02-16 | Monsanto Co | Monovinylidene aromatic hydrocarbons-half esters of unsaturated di-carboxylic acids or anhydrides as resinous binders for printing inks |
| US4976783A (en) * | 1985-08-31 | 1990-12-11 | Hoechst Ag | Modified cyclopentadiene resin, processes for its preparation, and its use |
Non-Patent Citations (3)
| Title |
|---|
| CAPLUS-Abstract 1976:478639 der DE 2343871 * |
| Derwent-Abstract 77-458494/26 der JP 52059709 * |
| Derwent-Abstract 88-103116/15 der JP 63054437 * |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN114014982A (zh) * | 2021-12-02 | 2022-02-08 | 扬州金珠树脂有限公司 | 一种高压强大孔型强酸性苯乙烯系阳离子交换树脂的制备方法 |
| CN114014982B (zh) * | 2021-12-02 | 2024-01-23 | 扬州金珠树脂有限公司 | 一种高压强大孔型强酸性苯乙烯系阳离子交换树脂的制备方法 |
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| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: AKZO NOBEL N.V., ARNHEIM/ARNHEM, NL |
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