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DE19822402A1 - Lawinenrettungsgerät - Google Patents

Lawinenrettungsgerät

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Publication number
DE19822402A1
DE19822402A1 DE1998122402 DE19822402A DE19822402A1 DE 19822402 A1 DE19822402 A1 DE 19822402A1 DE 1998122402 DE1998122402 DE 1998122402 DE 19822402 A DE19822402 A DE 19822402A DE 19822402 A1 DE19822402 A1 DE 19822402A1
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DE
Germany
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rescue device
avalanche rescue
gas
unit
buoyancy body
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1998122402
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English (en)
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Individual
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE1998122402 priority Critical patent/DE19822402A1/de
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Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63BAPPARATUS FOR PHYSICAL TRAINING, GYMNASTICS, SWIMMING, CLIMBING, OR FENCING; BALL GAMES; TRAINING EQUIPMENT
    • A63B29/00Apparatus for mountaineering
    • A63B29/02Mountain guy-ropes or accessories, e.g. avalanche ropes; Means for indicating the location of accidentally buried, e.g. snow-buried, persons
    • A63B29/021Means for indicating the location of accidentally buried, e.g. snow-buried, persons
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62BDEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
    • A62B33/00Devices for allowing seemingly-dead persons to escape or draw attention; Breathing apparatus for accidentally buried persons

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Pulmonology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Physical Education & Sports Medicine (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Lawinenrettungsgerät umfassend mindestens einen aufblasbaren Auftriebs­ körper, mindestens eine mit mindestens einem Auftriebs­ körper in Verbindung stehende Befülleinheit, eine Druckgaseinheit und eine Auslöseeinheit.
Abfahrten abseits markierter Pisten erleben viele Skifahrer, Snowboarder und Tourengeher als eindrucks­ volles Naturerlebnis. Doch der Genuß kann schnell zur lebensbedrohlichen Situation werden, wenn Tiefschnee­ fahrer in einen abbrechenden Hang geraten oder selbst ein Schneebrett lostreten. Den Absturz mit den Schnee­ massen überleben fast alle Betroffenen. Nur 7% sterben durch unmittelbare Sturzfolgen wie Schock oder Ver­ letzung. Bis 15 min Verschüttungsdauer können rund 90% aller Lawinenopfer gerettet werden. Länger überlebt man nur mit freien Atemwegen und nach 30 bis 45 min nur mit zusätzlicher Atemhöhle. Um die Verschüttung zu verhin­ dern und dadurch die Überlebenschancen bei einem Lawinenabgang deutlich zu verbessern, wurden Lawinen­ rettungssysteme der eingangs genannten Art entwickelt. Deren Funktionsweise besteht darin, daß der Benutzer durch körpernah angebrachtes Zusatzvolumen von den Schneemassen nach oben gespült wird, wodurch ein Verschütten und damit die Gefahr des Erstickens verhindert wird.
So beschreibt beispielsweise die EP-PS 0123684 ein Gerät zur Rettung von Personen in Lawinen mit einem über eine körpernahe Verbindung mit dem Benutzer verbundenen zerreißfesten Ballon, der im Rettungs­ einsatz mittels Druckgas aufgeblasen wird, so daß er wie ein Auftriebskörper seinen Benutzer an der Lawinen­ oberfläche hält. Dieses Rettungsgerät weist ein Füll­ gerät auf, an welchem eine oder mehrere Druckgas­ flaschen angeschlossen sind und welches einer nach dem Venturi-Prinzip arbeitenden Düsenanordnung vorgeschal­ tet ist. Des weiteren weist das dort beschriebene Gerät ein steifes, topfförmig ausgebildetes Gehäuse auf, daß über Gurte mit dem Benutzer verbunden ist. Durch die mit der Umgebung verbundenen Öffnungen des Gehäuses wird beim Befüllen des Ballons Umgebungsluft angesaugt, wodurch die Druckgasflasche ein entsprechend geringeres Volumen aufweisen kann.
Die WO 96/35479 beschreibt ein Rettungsgerät, welches zwei über eine körpernahe Verbindung mit dem Benutzer verbindbare zerreißfeste Ballone, die im Rettungs­ einsatz mittels Druckgas aufgeblasen werden, aufweist. Das Füllgerät zum Anschließen des Ballons an den Druck­ gasbehälter weist eine Vorrichtung zum Öffnen des Druckgasbehälters auf. Der Druckgasbehälter mit Füll­ gerät ist unabhängig vom Ballon mit dem Körper des Benutzers verbunden. Das Füllgerät ist für eine reine Gasfüllung über dem Ballon vorgesehen.
Nachteil beider beschriebener Geräte ist das als störend empfundene Volumen und Gewicht der Druckgas­ flaschen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein handliches, platzsparendes, geringes Gewicht auf­ weisendes, möglichst direkt in ein Rucksacksystem integrierbares Lawinenrettungsgerät zu schaffen, welches seine Funktion zuverlässig erfüllt.
Diese Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch gelöst, daß die mindestens eine Druckgaseinheit einen pyrotechnischen Gasgenerator aufweist und daß auf dem Strömungsweg von jedem Gasgenerator zum zugeordneten Auftriebskörper eine Mischeinrichtung vorgesehen ist, in welcher dem in dem Gasgenerator erzeugten Druckgas Kühlgas zugemischt wird. Das erfindungsgemäße Lawinenrettungsgerät unterscheidet sich somit durch die Kombination zweier Merkmale vom Stand der Technik. Das erste wesentliche Merkmal dieser Merkmalskombination ist, daß das Druckgas, das zum Füllen des mindestens einen Auftriebskörpers benötigt wird, nicht in einer Druckgasflasche mitgeführt, sondern vielmehr durch einen pyrotechnischen Gas­ generator erzeugt wird. Das zweite wesentliche Merkmal der Merkmalskombination ist die dem pyrotechnischen Gasgenerator nachgeschaltete Mischeinrichtung, in welcher dem in dem Gasgenerator erzeugten Druckgas Kühlgas zugemischt wird. Dies ist von elementarer Bedeutung für die Standzeit des/der Auftriebskörper(s) des Lawinenrettungsgeräts, d. h. denjenigen Zeitraum, in dem dieses nach seiner Auslösung seine Funktion zuverlässig erfüllt. Durch die Zumischung von Kühlgas in der Mischeinrichtung wird das in dem Gasgenerator erzeugte heiße Druckgas abgekühlt mit dem Ergebnis, daß das zum Auffüllen des mindestens einen Auftriebskörpers verwendete Mischgas in der Folgezeit nach dem Auslösen des Lawinenrettungsgeräts nur in relativ geringem Maße schrumpft. Durch das Zumischen von Kühlgas zum heißen Druckgas in der Mischeinrichtung wird somit verhindert, daß der aufgeblasene Auftriebskörper schon kurze Zeit nach Auslösen des Lawinenrettungsgeräts durch Wärme­ austausch mit der Umgebung und hierdurch hervor­ gerufenen Druckabfall kollabiert und seine Funktion nicht mehr zuverlässig erfüllt. In diesem Zusammenhang ist zu bedenken, daß ein Lawinenrettungsgerät der hier in Rede stehenden Art eine Standzeit von bis zu mehreren Minuten haben sollte, um den Benutzer zuverlässig zu schützen. Denn der Benutzer löst das von ihm getragene Lawinenrettungsgerät reflexartig aus, wenn er die Gefahr, in eine Lawine zu geraten, erkennt, wobei bisweilen noch erhebliche Zeit vergeht, bis er tatsächlich von der Lawine erfaßt wird. Ohne die durch die Erfindung bewirkte Abkühlung des in dem Gas­ generator erzeugten heißen Druckgases wäre innerhalb dieser Zeit der mindestens eine aufblasbare Auftriebs­ körper unter ungünstigen Umständen durch den Temperatur- und Druckabfall bereits wieder erschlafft, bevor das Rettungsgerät überhaupt zur Wirkung kommt.
Bei dem erfindungsgemäßen Lawinenrettungsgerät läßt sich die Standzeit des mindestens einen Auftriebs­ körpers weiter steigern, wenn gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung zusätzlich auf dem Strömungsweg von jedem Gasgenerator zur zugeordneten Mischeinrichtung ein Druckgaskühler vorgesehen ist, in welchem dem heißen Druckgas Wärme entzogen wird. Ein derartiger Druckgaskühler kann insbesondere eine Füllung aus einem Material mit einer hohen Wärme­ kapazität aufweisen, wobei zugleich für eine große Oberfläche gesorgt ist. Beispielsweise kann ein derartiger Druckgaskühler eine Füllung aus Stahlwolle aufweisen. Mit einem derartigen Druckgaskühler läßt sich das heiße Druckgas des pyrotechnischen Gas­ generators bereits auf eine Temperatur von etwa 200°C herunterkühlen. Durch die nachfolgende Mischkühlung in der Mischeinrichtung durch Zumischen von Kühlgas ist das in dem mindestens einen Auftriebskörper eingefüllte Mischgas derart "kalt", daß ein nennenswertes abkühlungsbedingtes Schrumpfen nicht mehr stattfindet.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung kann an die Misch­ einrichtung eine Kühlgaspatrone angeschlossen sein. Diese ist erheblich kleiner als die Druckgaspatrone bei herkömmlichen Lawinenrettungsgeräten. Die Kühlgas­ patrone ist dabei zweckmäßigerweise mit einem Kühlgas gefüllt, welches eine hohe spezifische Wärmekapazität aufweist. Die Kühlgaspatrone wird dabei zeitgleich mit dem Auslösen des pyrotechnischen Gasgenerators geöffnet. Das ihr entströmende Kühlgas kühlt sich bei seiner Entspannung ab, was wiederum ein besonders effizientes Kühlen des heißen Druckgases ermöglicht und dazu beiträgt, daß die Kühlgaspatrone besonders klein ausgebildet sein kann.
Alternativ oder additiv zur Zumischung von einem einer Kühlgaspatrone entnommenen Kühlgas zu dem Druckgas in der Mischeinrichtung kann vorgesehen sein, daß die Mischeinrichtung einen Strömungsmischer umfaßt, in den ein Ansaugkanal für als Kühlgas verwendete Umgebungs­ luft mündet. In diesem Fall erfolgt das Abkühlen des heißen Druckgases des pyrotechnischen Gasgenerators ausschließlich oder additiv durch Umgebungsluft, welche durch das den Strömungsmischer durchströmende Druckgas bzw. Mischgas (s. o.) angesaugt wird. Für den Fall, daß die Kühlung des heißen Druckgases ausschließlich durch Umgebungsluft erfolgt, ist der Strömungsmischer gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung für ein Mischungsverhältnis von Umgebungsluft zu Druckgas von mindestens zwei ausgelegt. Das heißt, dem Druckgas wird in diesem Falle in der Mischeinrichtung mindestens die doppelte Menge Umgebungsluft zugemischt.
Das erfindungsgemäße Lawinenrettungsgerät läßt sich besonders kompakt gestalten. Hierzu ist gemäß einer wiederum anderen bevorzugten Weiterbildung der Erfindung die Mischeinrichtung im Bereich der Füll­ öffnung des Auftriebskörpers angeordnet. Dabei können insbesondere die Mischeinrichtung und der pyro­ technische Gasgenerator zu einer baulichen Einheit (Befülleinheit) zusammengefaßt sein.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die Auslösevorrichtung ohne Werkzeug von der die Verbindung zur Druckgaseinheit darstellenden Auslöse­ leitung abnehmbar. Insbesondere kann in diesem Sinne der als Auslösevorrichtung vorgesehene Auslösegriff über eine Schnellkupplung an die Auslöseleitung an­ geschlossen sein. Die Abnehmbarkeit der Auslöse­ einrichtung ermöglicht, ungewollte Auslösungen oder Fehlauslösungen zu vermeiden. Der Benutzer des Systems dockt den Auslösegriff erst dann an, wenn er sich in entsprechendes Gelände begibt. Vorher, insbesondere in der Bergbahn, im Zug, im Restaurant, im Omnibus, auf der Piste, wird der Auslösegriff nicht angedockt. Eine Auslösung des Systems ist dadurch ausgeschlossen. Ferner kann alternativ oder additiv die Auslöse­ vorrichtung beispielsweise durch ein Klettband gegen unbeabsichtigtes Auslösen gesichert werden.
Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung eines solchen Lawinenrettungsgeräts, bei dem das heiße Druckgas durch Zumischen von Umgebungsluft als Kühlgas gekühlt wird, sieht vor, daß die Befülleinheit eine Ejektordüse auf­ weist. Diese wird vom Druckgas mit hoher Geschwindig­ keit durchströmt. Dadurch wird während des Befüll­ vorganges des Auftriebskörpers Umgebungsluft besonders effizient angesaugt.
Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, daß die Ejektordüse von einem mit Löchern versehenen Mantel umgeben ist, wodurch eine zweistufige Ejektorwirkung erzeugt wird.
Außerdem ist es vorteilhaft, daß die in den Auftriebs­ körper integrierte Befülleinheit ein mit der Umgebung verbundenes Rückschlagventil aufweist. Bei Einsetzen des Befüllvorganges strömt zunächst Druckgas durch die Ejektordüse in den Auftriebskörper. Dabei ist das Rück­ schlagventil noch geschlossen. Der Auftriebskörper wird aus dem Stauraum befreit und der durch das einströmende Druckgas in der Mischeinrichtung erzeugte Unterdruck bewirkt das Öffnen des Rückschlagventils. Die Ejektor­ wirkung der Düse sorgt für ein stetiges Ansaugen von als Kühlluft dienender Umgebungsluft. Der Auftriebs­ körper weist im befüllten Zustand ein Gemisch aus Druckgas und Umgebungsluft auf. Bei Erreichen eines bestimmten Füllzustandes läßt die Ejektorwirkung nach und das Rückschlagventil schließt sich wieder, wodurch ein Ausströmen des Gasgemischs aus dem Auftriebskörpers verhindert wird.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sieht vor, daß die Befülleinheit ein Entlüftungsventil zum manuellen Entlüften des Auftriebskörpers aufweist. Hierdurch läßt sich das Lawinenrettungsgerät nach Benutzung wieder in einen leicht transportablen Zustand versetzen, d. h. die Auftriebskörper können wieder zusammengefaltet und in die dafür vorgesehenen Staufächer verbracht werden. Dabei ist es vorteilhaft, wenn das Entlüftungsventil in das Rückschlagventil integriert ist. Dies trägt zur Platz- und Gewichtsersparnis bei.
Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, daß ein kombiniertes Rückschlag- und Entlüftungsventil an der Befülleinheit angeordnet ist.
Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der vor­ liegenden Erfindung sieht vor, daß die Auslöse­ vorrichtung eine Kammer zum Erzeugen einer kontrollier­ ten Druckwelle aufweist. Es können zum einen gewöhn­ liche Platzpatronen mit Schießpulver, aber auch Stick­ stoffpatronen zur Anwendung kommen. Dabei kann das Aus­ lösegerät sowohl derart aufgebaut sein, daß die Patrone in einem Schlitten auf einen Dorn schnellt, als auch, daß ein Schlagbolzen auf ein Zündblättchen einer fest­ stehenden Patrone schnellt. Die dadurch ausgelöste Druckgaswelle wird über eine als Druckgasleitung aus­ geführte Auslöseleitung zu der Druckgaseinheit geführt. Vorteil einer derartigen Auslösevorrichtung ist, daß keine komplizierte Führung von Bowden-Zügen bzw. Gestängen erforderlich ist, wodurch mechanisches Versagen, wie z. B. Verklemmen eines Bowden-Zugs nahezu ausgeschlossen ist. Zum Auslösen können alle gängigen Vorrichtungen zum Zünden von Platzpatronen zur Anwendung kommen. Aber auch eine elektrische Auslösung über Draht oder Funk kann zur Anwendung kommen.
Vorteilhafterweise ist die Auslösevorrichtung als Hand­ griff zum Zugauslösen ausgebildet. Als zusätzliche Sicherheitsfunktion kann ein derartiger Handgriff eine Anzeige aufweisen, die den Ladezustand anzeigt. Dadurch wird der Benutzer vor der Mitnahme eines "abgeschossenen" Lawinenrettungssystems gewarnt.
Der Auftriebskörper weist vorteilhafterweise einen aus zusammenfaltbarem, zerreißfestem und gasdichtem Material bestehenden Mantel auf. Dieser kann beispiels­ weise aus gummiertem Gewebe bzw. kaschierter Folie oder reißfestem Ballonstoff bestehen. Der Auftriebskörper kann jede geeignete Form aufweisen, wie z. B. Ballon-, Kissen- oder Zigarrenform. Aber auch eine einfache Schlauchform kann ausreichen.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, daß der Auftriebskörper innerhalb des Mantels einen gasdichten Ballon aufweist. Durch einen derartigen Zweikammeraufbau ist der Auftriebskörper wesentlich kleiner faltbar bzw. "knüllbar", wodurch sich die Pack­ maße verringern. Der Ballon kann dabei beispielsweise aus PU beschichtetem Polyamidgewebe bestehen, während das Mantelmaterial dickes unbeschichtetes Polyamid­ gewebe sein kann.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorliegenden Erfindung sieht vor, daß das Mantel- und Ballongewebe des Auftriebskörpers mit der Ventilöffnung der Befülleinheit gasdicht verbunden ist. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß das Mantel- und Ballongewebe zwischen einem verzahnten Dichtungs­ ring und einer Andruckplatte mittels Schrauben oder Nieten gasdicht eingeklemmt wird.
Besonders vorteilhaft ist es, daß zwei seitlich über den Körper des Benutzers hervorstehende Auftriebskörper vorgesehen sind. Dies führt zum einen dazu, daß die Auftriebskörper an wenig störenden Stellen verstaut werden können, zum anderen dazu, daß die Auftriebs­ fläche insgesamt vergrößert wird, da der Körper des Benutzers ebenfalls als dynamische Auftriebsfläche dient. Dies bewirkt im Falle des Auslösens des Lawinen­ rettungsgeräts beim Abgang einer Fließlawine ein "Abgleiten" auf der Oberfläche der Schneemassen. Ein weiterer vorteilhafter Effekt der seitlichen Anordnung der Auftriebskörper besteht darin, daß der Skifahrer bzw. Snowboarder in seiner Bewegungsfreiheit kaum ein­ geschränkt wird, wodurch ein Fluchtversuch vor der herannahenden Lawine noch möglich ist. Auch wird der Kopf des Benutzers durch die seitlich über den Kopf hervorstehenden Auftriebskörper vor Verletzungen geschützt. Durch Ausnutzung des dynamischen Auftriebs­ effektes kann als weiterer wesentlicher Effekt das Gesamtvolumen der Auftriebskörper reduziert werden, was erheblich zu Reduzierung des Gewichtes sowie der Pack­ maße beiträgt. Zwei Auftriebskörper haben des weiteren eine zusätzliche Sicherheitsfunktion, da bei Beschädi­ gung oder Fehlfunktion eines der beiden Auftriebskörper der verbleibende Auftriebskörper immer noch genügend Auftrieb zur Verfügung stellt.

Claims (16)

1. Lawinenrettungsgerät umfassend mindestens einen aufblasbaren Auftriebskörper, mindestens eine mit mindestens einem Auftriebskörper in Verbindung stehende Druckgaseinheit und eine Auslöseeinheit, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Druckgaseinheit einen pyrotechnischen Gasgenerator aufweist und daß auf dem Strömungsweg von jedem Gasgenerator zum zugeordneten Auftriebskörper eine Misch­ einrichtung vorgesehen ist, in welcher dem in dem Gasgenerator erzeugten Druckgas Kühlgas zugemischt wird.
2. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Strömungsweg von jedem Gasgenerator zur zugeordneten Mischeinrichtung ein Druckgas­ kühler vorgesehen ist.
3. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß es eine an die Mischeinrichtung angeschlossene Kühlgaspatrone aufweist.
4. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischeinrichtung einen Strömungsmischer umfaßt, in den ein Ansaugkanal für Umgebungsluft mündet.
5. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungsmischer für ein Mischungs­ verhältnis von Umgebungsluft zu Druckgas von mindestens zwei ausgelegt ist.
6. Lawinenrettungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischeinrichtung im Bereich der Füll­ öffnung des Auftriebskörpers angeordnet ist.
7. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischeinrichtung und der Gasgenerator als eine bauliche Einheit (Befülleinheit) ausgeführt sind.
8. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Befülleinheit innerhalb des Auftriebs­ körpers angeordnet ist.
9. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungsmischer eine Ejektordüse zum Ansaugen von Umgebungsluft aufweist.
10. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Ejektordüse von einem mit Löchern ver­ sehenen Mantel umgeben ist, wodurch eine zwei­ stufige Ejektorwirkung erzeugt wird.
11. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Befülleinheit ein mit der Umgebung verbundenes Rückschlagventil aufweist.
12. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Befülleinheit ein Entlüftungsventil zum manuellen Entlüften des Auftriebskörpers aufweist.
13. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 11 und Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein kombiniertes Rückschlag- und Entlüftungs­ ventil vorgesehen ist.
14. Lawinenrettungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß zwei seitlich über den Körper des Benutzers hervorstehende Auftriebskörper vorgesehen sind.
15. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckgaseinheit in das Rückenteil eines Rucksacks integriert ist und die Auftriebskörper seitlich mit dem Rucksack verbunden sind.
16. Lawinenrettungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslöseeinheit über eine ohne Werkzeug betätigbare Schnellkupplung an eine die Verbindung zur Druckgaseinheit herstellende Auslöseleitung angeschlossen ist.
DE1998122402 1998-05-19 1998-05-19 Lawinenrettungsgerät Withdrawn DE19822402A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7878141B2 (en) 2009-01-21 2011-02-01 Backcountry Access, Inc. Airbag system for use in an avalanche

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US7878141B2 (en) 2009-01-21 2011-02-01 Backcountry Access, Inc. Airbag system for use in an avalanche

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