DE19822402A1 - Lawinenrettungsgerät - Google Patents
LawinenrettungsgerätInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Lawinenrettungsgerät
umfassend mindestens einen aufblasbaren Auftriebs
körper, mindestens eine mit mindestens einem Auftriebs
körper in Verbindung stehende Befülleinheit, eine
Druckgaseinheit und eine Auslöseeinheit.
Abfahrten abseits markierter Pisten erleben viele
Skifahrer, Snowboarder und Tourengeher als eindrucks
volles Naturerlebnis. Doch der Genuß kann schnell zur
lebensbedrohlichen Situation werden, wenn Tiefschnee
fahrer in einen abbrechenden Hang geraten oder selbst
ein Schneebrett lostreten. Den Absturz mit den Schnee
massen überleben fast alle Betroffenen. Nur 7% sterben
durch unmittelbare Sturzfolgen wie Schock oder Ver
letzung. Bis 15 min Verschüttungsdauer können rund 90%
aller Lawinenopfer gerettet werden. Länger überlebt man
nur mit freien Atemwegen und nach 30 bis 45 min nur mit
zusätzlicher Atemhöhle. Um die Verschüttung zu verhin
dern und dadurch die Überlebenschancen bei einem
Lawinenabgang deutlich zu verbessern, wurden Lawinen
rettungssysteme der eingangs genannten Art entwickelt.
Deren Funktionsweise besteht darin, daß der Benutzer
durch körpernah angebrachtes Zusatzvolumen von den
Schneemassen nach oben gespült wird, wodurch ein
Verschütten und damit die Gefahr des Erstickens
verhindert wird.
So beschreibt beispielsweise die EP-PS 0123684 ein
Gerät zur Rettung von Personen in Lawinen mit einem
über eine körpernahe Verbindung mit dem Benutzer
verbundenen zerreißfesten Ballon, der im Rettungs
einsatz mittels Druckgas aufgeblasen wird, so daß er
wie ein Auftriebskörper seinen Benutzer an der Lawinen
oberfläche hält. Dieses Rettungsgerät weist ein Füll
gerät auf, an welchem eine oder mehrere Druckgas
flaschen angeschlossen sind und welches einer nach dem
Venturi-Prinzip arbeitenden Düsenanordnung vorgeschal
tet ist. Des weiteren weist das dort beschriebene Gerät
ein steifes, topfförmig ausgebildetes Gehäuse auf, daß
über Gurte mit dem Benutzer verbunden ist. Durch die
mit der Umgebung verbundenen Öffnungen des Gehäuses
wird beim Befüllen des Ballons Umgebungsluft angesaugt,
wodurch die Druckgasflasche ein entsprechend geringeres
Volumen aufweisen kann.
Die WO 96/35479 beschreibt ein Rettungsgerät, welches
zwei über eine körpernahe Verbindung mit dem Benutzer
verbindbare zerreißfeste Ballone, die im Rettungs
einsatz mittels Druckgas aufgeblasen werden, aufweist.
Das Füllgerät zum Anschließen des Ballons an den Druck
gasbehälter weist eine Vorrichtung zum Öffnen des
Druckgasbehälters auf. Der Druckgasbehälter mit Füll
gerät ist unabhängig vom Ballon mit dem Körper des
Benutzers verbunden. Das Füllgerät ist für eine reine
Gasfüllung über dem Ballon vorgesehen.
Nachteil beider beschriebener Geräte ist das als
störend empfundene Volumen und Gewicht der Druckgas
flaschen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein
handliches, platzsparendes, geringes Gewicht auf
weisendes, möglichst direkt in ein Rucksacksystem
integrierbares Lawinenrettungsgerät zu schaffen,
welches seine Funktion zuverlässig erfüllt.
Diese Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung
dadurch gelöst, daß die mindestens eine Druckgaseinheit
einen pyrotechnischen Gasgenerator aufweist und daß auf
dem Strömungsweg von jedem Gasgenerator zum
zugeordneten Auftriebskörper eine Mischeinrichtung
vorgesehen ist, in welcher dem in dem Gasgenerator
erzeugten Druckgas Kühlgas zugemischt wird. Das
erfindungsgemäße Lawinenrettungsgerät unterscheidet
sich somit durch die Kombination zweier Merkmale vom
Stand der Technik. Das erste wesentliche Merkmal dieser
Merkmalskombination ist, daß das Druckgas, das zum
Füllen des mindestens einen Auftriebskörpers benötigt
wird, nicht in einer Druckgasflasche mitgeführt,
sondern vielmehr durch einen pyrotechnischen Gas
generator erzeugt wird. Das zweite wesentliche Merkmal
der Merkmalskombination ist die dem pyrotechnischen
Gasgenerator nachgeschaltete Mischeinrichtung, in
welcher dem in dem Gasgenerator erzeugten Druckgas
Kühlgas zugemischt wird. Dies ist von elementarer
Bedeutung für die Standzeit des/der Auftriebskörper(s)
des Lawinenrettungsgeräts, d. h. denjenigen Zeitraum, in
dem dieses nach seiner Auslösung seine Funktion
zuverlässig erfüllt. Durch die Zumischung von Kühlgas
in der Mischeinrichtung wird das in dem Gasgenerator
erzeugte heiße Druckgas abgekühlt mit dem Ergebnis, daß
das zum Auffüllen des mindestens einen Auftriebskörpers
verwendete Mischgas in der Folgezeit nach dem Auslösen
des Lawinenrettungsgeräts nur in relativ geringem Maße
schrumpft. Durch das Zumischen von Kühlgas zum heißen
Druckgas in der Mischeinrichtung wird somit verhindert,
daß der aufgeblasene Auftriebskörper schon kurze Zeit
nach Auslösen des Lawinenrettungsgeräts durch Wärme
austausch mit der Umgebung und hierdurch hervor
gerufenen Druckabfall kollabiert und seine Funktion
nicht mehr zuverlässig erfüllt. In diesem Zusammenhang
ist zu bedenken, daß ein Lawinenrettungsgerät der hier
in Rede stehenden Art eine Standzeit von bis zu
mehreren Minuten haben sollte, um den Benutzer
zuverlässig zu schützen. Denn der Benutzer löst das von
ihm getragene Lawinenrettungsgerät reflexartig aus,
wenn er die Gefahr, in eine Lawine zu geraten, erkennt,
wobei bisweilen noch erhebliche Zeit vergeht, bis er
tatsächlich von der Lawine erfaßt wird. Ohne die durch
die Erfindung bewirkte Abkühlung des in dem Gas
generator erzeugten heißen Druckgases wäre innerhalb
dieser Zeit der mindestens eine aufblasbare Auftriebs
körper unter ungünstigen Umständen durch den
Temperatur- und Druckabfall bereits wieder erschlafft,
bevor das Rettungsgerät überhaupt zur Wirkung kommt.
Bei dem erfindungsgemäßen Lawinenrettungsgerät läßt
sich die Standzeit des mindestens einen Auftriebs
körpers weiter steigern, wenn gemäß einer bevorzugten
Weiterbildung der Erfindung zusätzlich auf dem
Strömungsweg von jedem Gasgenerator zur zugeordneten
Mischeinrichtung ein Druckgaskühler vorgesehen ist, in
welchem dem heißen Druckgas Wärme entzogen wird. Ein
derartiger Druckgaskühler kann insbesondere eine
Füllung aus einem Material mit einer hohen Wärme
kapazität aufweisen, wobei zugleich für eine große
Oberfläche gesorgt ist. Beispielsweise kann ein
derartiger Druckgaskühler eine Füllung aus Stahlwolle
aufweisen. Mit einem derartigen Druckgaskühler läßt
sich das heiße Druckgas des pyrotechnischen Gas
generators bereits auf eine Temperatur von etwa 200°C
herunterkühlen. Durch die nachfolgende Mischkühlung in
der Mischeinrichtung durch Zumischen von Kühlgas ist
das in dem mindestens einen Auftriebskörper eingefüllte
Mischgas derart "kalt", daß ein nennenswertes
abkühlungsbedingtes Schrumpfen nicht mehr stattfindet.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung kann an die Misch
einrichtung eine Kühlgaspatrone angeschlossen sein.
Diese ist erheblich kleiner als die Druckgaspatrone bei
herkömmlichen Lawinenrettungsgeräten. Die Kühlgas
patrone ist dabei zweckmäßigerweise mit einem Kühlgas
gefüllt, welches eine hohe spezifische Wärmekapazität
aufweist. Die Kühlgaspatrone wird dabei zeitgleich mit
dem Auslösen des pyrotechnischen Gasgenerators
geöffnet. Das ihr entströmende Kühlgas kühlt sich bei
seiner Entspannung ab, was wiederum ein besonders
effizientes Kühlen des heißen Druckgases ermöglicht und
dazu beiträgt, daß die Kühlgaspatrone besonders klein
ausgebildet sein kann.
Alternativ oder additiv zur Zumischung von einem einer
Kühlgaspatrone entnommenen Kühlgas zu dem Druckgas in
der Mischeinrichtung kann vorgesehen sein, daß die
Mischeinrichtung einen Strömungsmischer umfaßt, in den
ein Ansaugkanal für als Kühlgas verwendete Umgebungs
luft mündet. In diesem Fall erfolgt das Abkühlen des
heißen Druckgases des pyrotechnischen Gasgenerators
ausschließlich oder additiv durch Umgebungsluft, welche
durch das den Strömungsmischer durchströmende Druckgas
bzw. Mischgas (s. o.) angesaugt wird. Für den Fall, daß
die Kühlung des heißen Druckgases ausschließlich durch
Umgebungsluft erfolgt, ist der Strömungsmischer gemäß
einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung für ein
Mischungsverhältnis von Umgebungsluft zu Druckgas von
mindestens zwei ausgelegt. Das heißt, dem Druckgas wird
in diesem Falle in der Mischeinrichtung mindestens die
doppelte Menge Umgebungsluft zugemischt.
Das erfindungsgemäße Lawinenrettungsgerät läßt sich
besonders kompakt gestalten. Hierzu ist gemäß einer
wiederum anderen bevorzugten Weiterbildung der
Erfindung die Mischeinrichtung im Bereich der Füll
öffnung des Auftriebskörpers angeordnet. Dabei können
insbesondere die Mischeinrichtung und der pyro
technische Gasgenerator zu einer baulichen Einheit
(Befülleinheit) zusammengefaßt sein.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist
die Auslösevorrichtung ohne Werkzeug von der die
Verbindung zur Druckgaseinheit darstellenden Auslöse
leitung abnehmbar. Insbesondere kann in diesem Sinne
der als Auslösevorrichtung vorgesehene Auslösegriff
über eine Schnellkupplung an die Auslöseleitung an
geschlossen sein. Die Abnehmbarkeit der Auslöse
einrichtung ermöglicht, ungewollte Auslösungen oder
Fehlauslösungen zu vermeiden. Der Benutzer des Systems
dockt den Auslösegriff erst dann an, wenn er sich in
entsprechendes Gelände begibt. Vorher, insbesondere in
der Bergbahn, im Zug, im Restaurant, im Omnibus, auf
der Piste, wird der Auslösegriff nicht angedockt. Eine
Auslösung des Systems ist dadurch ausgeschlossen.
Ferner kann alternativ oder additiv die Auslöse
vorrichtung beispielsweise durch ein Klettband gegen
unbeabsichtigtes Auslösen gesichert werden.
Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung eines solchen
Lawinenrettungsgeräts, bei dem das heiße Druckgas durch
Zumischen von Umgebungsluft als Kühlgas gekühlt wird,
sieht vor, daß die Befülleinheit eine Ejektordüse auf
weist. Diese wird vom Druckgas mit hoher Geschwindig
keit durchströmt. Dadurch wird während des Befüll
vorganges des Auftriebskörpers Umgebungsluft besonders
effizient angesaugt.
Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, daß die
Ejektordüse von einem mit Löchern versehenen Mantel
umgeben ist, wodurch eine zweistufige Ejektorwirkung
erzeugt wird.
Außerdem ist es vorteilhaft, daß die in den Auftriebs
körper integrierte Befülleinheit ein mit der Umgebung
verbundenes Rückschlagventil aufweist. Bei Einsetzen
des Befüllvorganges strömt zunächst Druckgas durch die
Ejektordüse in den Auftriebskörper. Dabei ist das Rück
schlagventil noch geschlossen. Der Auftriebskörper wird
aus dem Stauraum befreit und der durch das einströmende
Druckgas in der Mischeinrichtung erzeugte Unterdruck
bewirkt das Öffnen des Rückschlagventils. Die Ejektor
wirkung der Düse sorgt für ein stetiges Ansaugen von
als Kühlluft dienender Umgebungsluft. Der Auftriebs
körper weist im befüllten Zustand ein Gemisch aus
Druckgas und Umgebungsluft auf. Bei Erreichen eines
bestimmten Füllzustandes läßt die Ejektorwirkung nach
und das Rückschlagventil schließt sich wieder, wodurch
ein Ausströmen des Gasgemischs aus dem Auftriebskörpers
verhindert wird.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung sieht vor, daß die Befülleinheit ein
Entlüftungsventil zum manuellen Entlüften des
Auftriebskörpers aufweist. Hierdurch läßt sich das
Lawinenrettungsgerät nach Benutzung wieder in einen
leicht transportablen Zustand versetzen, d. h. die
Auftriebskörper können wieder zusammengefaltet und in
die dafür vorgesehenen Staufächer verbracht werden.
Dabei ist es vorteilhaft, wenn das Entlüftungsventil in
das Rückschlagventil integriert ist. Dies trägt zur
Platz- und Gewichtsersparnis bei.
Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, daß ein
kombiniertes Rückschlag- und Entlüftungsventil an der
Befülleinheit angeordnet ist.
Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der vor
liegenden Erfindung sieht vor, daß die Auslöse
vorrichtung eine Kammer zum Erzeugen einer kontrollier
ten Druckwelle aufweist. Es können zum einen gewöhn
liche Platzpatronen mit Schießpulver, aber auch Stick
stoffpatronen zur Anwendung kommen. Dabei kann das Aus
lösegerät sowohl derart aufgebaut sein, daß die Patrone
in einem Schlitten auf einen Dorn schnellt, als auch,
daß ein Schlagbolzen auf ein Zündblättchen einer fest
stehenden Patrone schnellt. Die dadurch ausgelöste
Druckgaswelle wird über eine als Druckgasleitung aus
geführte Auslöseleitung zu der Druckgaseinheit geführt.
Vorteil einer derartigen Auslösevorrichtung ist, daß
keine komplizierte Führung von Bowden-Zügen bzw.
Gestängen erforderlich ist, wodurch mechanisches
Versagen, wie z. B. Verklemmen eines Bowden-Zugs nahezu
ausgeschlossen ist. Zum Auslösen können alle gängigen
Vorrichtungen zum Zünden von Platzpatronen zur
Anwendung kommen. Aber auch eine elektrische Auslösung
über Draht oder Funk kann zur Anwendung kommen.
Vorteilhafterweise ist die Auslösevorrichtung als Hand
griff zum Zugauslösen ausgebildet. Als zusätzliche
Sicherheitsfunktion kann ein derartiger Handgriff eine
Anzeige aufweisen, die den Ladezustand anzeigt. Dadurch
wird der Benutzer vor der Mitnahme eines
"abgeschossenen" Lawinenrettungssystems gewarnt.
Der Auftriebskörper weist vorteilhafterweise einen aus
zusammenfaltbarem, zerreißfestem und gasdichtem
Material bestehenden Mantel auf. Dieser kann beispiels
weise aus gummiertem Gewebe bzw. kaschierter Folie oder
reißfestem Ballonstoff bestehen. Der Auftriebskörper
kann jede geeignete Form aufweisen, wie z. B. Ballon-,
Kissen- oder Zigarrenform. Aber auch eine einfache
Schlauchform kann ausreichen.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform sieht vor,
daß der Auftriebskörper innerhalb des Mantels einen
gasdichten Ballon aufweist. Durch einen derartigen
Zweikammeraufbau ist der Auftriebskörper wesentlich
kleiner faltbar bzw. "knüllbar", wodurch sich die Pack
maße verringern. Der Ballon kann dabei beispielsweise
aus PU beschichtetem Polyamidgewebe bestehen, während
das Mantelmaterial dickes unbeschichtetes Polyamid
gewebe sein kann.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorliegenden
Erfindung sieht vor, daß das Mantel- und Ballongewebe
des Auftriebskörpers mit der Ventilöffnung der
Befülleinheit gasdicht verbunden ist. Dies kann
beispielsweise dadurch erreicht werden, daß das Mantel- und
Ballongewebe zwischen einem verzahnten Dichtungs
ring und einer Andruckplatte mittels Schrauben oder
Nieten gasdicht eingeklemmt wird.
Besonders vorteilhaft ist es, daß zwei seitlich über
den Körper des Benutzers hervorstehende Auftriebskörper
vorgesehen sind. Dies führt zum einen dazu, daß die
Auftriebskörper an wenig störenden Stellen verstaut
werden können, zum anderen dazu, daß die Auftriebs
fläche insgesamt vergrößert wird, da der Körper des
Benutzers ebenfalls als dynamische Auftriebsfläche
dient. Dies bewirkt im Falle des Auslösens des Lawinen
rettungsgeräts beim Abgang einer Fließlawine ein
"Abgleiten" auf der Oberfläche der Schneemassen. Ein
weiterer vorteilhafter Effekt der seitlichen Anordnung
der Auftriebskörper besteht darin, daß der Skifahrer
bzw. Snowboarder in seiner Bewegungsfreiheit kaum ein
geschränkt wird, wodurch ein Fluchtversuch vor der
herannahenden Lawine noch möglich ist. Auch wird der
Kopf des Benutzers durch die seitlich über den Kopf
hervorstehenden Auftriebskörper vor Verletzungen
geschützt. Durch Ausnutzung des dynamischen Auftriebs
effektes kann als weiterer wesentlicher Effekt das
Gesamtvolumen der Auftriebskörper reduziert werden, was
erheblich zu Reduzierung des Gewichtes sowie der Pack
maße beiträgt. Zwei Auftriebskörper haben des weiteren
eine zusätzliche Sicherheitsfunktion, da bei Beschädi
gung oder Fehlfunktion eines der beiden Auftriebskörper
der verbleibende Auftriebskörper immer noch genügend
Auftrieb zur Verfügung stellt.
Claims (16)
1. Lawinenrettungsgerät umfassend mindestens einen
aufblasbaren Auftriebskörper, mindestens eine mit
mindestens einem Auftriebskörper in Verbindung
stehende Druckgaseinheit und eine Auslöseeinheit,
dadurch gekennzeichnet,
daß die mindestens eine Druckgaseinheit einen
pyrotechnischen Gasgenerator aufweist und daß auf
dem Strömungsweg von jedem Gasgenerator zum
zugeordneten Auftriebskörper eine Misch
einrichtung vorgesehen ist, in welcher dem in dem
Gasgenerator erzeugten Druckgas Kühlgas
zugemischt wird.
2. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem Strömungsweg von jedem Gasgenerator
zur zugeordneten Mischeinrichtung ein Druckgas
kühler vorgesehen ist.
3. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 1 oder
Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß es eine an die Mischeinrichtung
angeschlossene Kühlgaspatrone aufweist.
4. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 1 oder
Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mischeinrichtung einen Strömungsmischer
umfaßt, in den ein Ansaugkanal für Umgebungsluft
mündet.
5. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Strömungsmischer für ein Mischungs
verhältnis von Umgebungsluft zu Druckgas von
mindestens zwei ausgelegt ist.
6. Lawinenrettungsgerät nach einem der Ansprüche 1
bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mischeinrichtung im Bereich der Füll
öffnung des Auftriebskörpers angeordnet ist.
7. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mischeinrichtung und der Gasgenerator als
eine bauliche Einheit (Befülleinheit) ausgeführt
sind.
8. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Befülleinheit innerhalb des Auftriebs
körpers angeordnet ist.
9. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Strömungsmischer eine Ejektordüse zum
Ansaugen von Umgebungsluft aufweist.
10. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ejektordüse von einem mit Löchern ver
sehenen Mantel umgeben ist, wodurch eine zwei
stufige Ejektorwirkung erzeugt wird.
11. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Befülleinheit ein mit der Umgebung
verbundenes Rückschlagventil aufweist.
12. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Befülleinheit ein Entlüftungsventil zum
manuellen Entlüften des Auftriebskörpers
aufweist.
13. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 11 und
Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein kombiniertes Rückschlag- und Entlüftungs
ventil vorgesehen ist.
14. Lawinenrettungsgerät nach einem der Ansprüche 1
bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei seitlich über den Körper des Benutzers
hervorstehende Auftriebskörper vorgesehen sind.
15. Lawinenrettungsgerät nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckgaseinheit in das Rückenteil eines
Rucksacks integriert ist und die Auftriebskörper
seitlich mit dem Rucksack verbunden sind.
16. Lawinenrettungsgerät nach einem der Ansprüche 1
bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Auslöseeinheit über eine ohne Werkzeug
betätigbare Schnellkupplung an eine die
Verbindung zur Druckgaseinheit herstellende
Auslöseleitung angeschlossen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998122402 DE19822402A1 (de) | 1998-05-19 | 1998-05-19 | Lawinenrettungsgerät |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998122402 DE19822402A1 (de) | 1998-05-19 | 1998-05-19 | Lawinenrettungsgerät |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19822402A1 true DE19822402A1 (de) | 1999-11-25 |
Family
ID=7868264
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998122402 Withdrawn DE19822402A1 (de) | 1998-05-19 | 1998-05-19 | Lawinenrettungsgerät |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19822402A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US7878141B2 (en) | 2009-01-21 | 2011-02-01 | Backcountry Access, Inc. | Airbag system for use in an avalanche |
-
1998
- 1998-05-19 DE DE1998122402 patent/DE19822402A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US7878141B2 (en) | 2009-01-21 | 2011-02-01 | Backcountry Access, Inc. | Airbag system for use in an avalanche |
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8181 | Inventor (new situation) |
Free format text: ASCHAUER, PETER, 82166 GRAEFELFING, DE BAUER, ULRIKE, 84333 MALGERSDORF, DE |
|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |