DE19819376A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Zuführen und Abstellen von Kannen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Zuführen und Abstellen von KannenInfo
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Abstract
Eine vorgegebene Vielzahl von leeren Rundkannen (2) wird gemeinsam mit einem Kannenträger (5) in das Leerkannenmagazin (3) der bandabgebenden Textilmaschine gebracht. Vom Kannenträger (5) aus werden die zu füllenden Rundkannen (2) nacheinander einer Füllstation (1) zugeführt, von wo aus die gefüllten Rundkannen (20) nacheinander einem im Vollkannenmagazin (4) befindlichen, zunächst leeren Kannenträger (50) zugeführt werden, der nach dem Aufnehmen der vorgegebenen Vielzahl von gefüllten Rundkannen (20) aus dem Vollkannenmagazin (4) abtransportiert wird. Daraufhin wird der inzwischen entleerte, im Leerkannenmagazin (3) befindliche Kannenträger (5) mittels einer Überführvorrichtung in das frei gewordene Vollkannenmagazin (4) überführt. Zum zeitlichen Abkoppeln des Bereitstellens eines mit leeren Rundkannen (2) beladenen Kannenträgers (52) sowie des Abtransportes eines mit gefüllten Rundkannen (20) beladenen Kannenträgers (50) vom Füllvorgang sind eine als Pufferstation dienende Wartestellfläche (31) für einen leere Rundkannen (2) mit sich führenden Kannenträger (52) sowie eine als Pufferstation dienende Abholstellfläche (41) für einen mit gefüllten Rundkannen (20) beladenen Kannenträger (50) vorgesehen.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß Oberbegriff des Anspru
ches 1 sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Üblicherweise sind für die Zuführung von leeren Kannen zum Füllkopf einer
Strecke und zum Aufnehmen der gefüllten Kannen an der Strecke Rollenbahnen
vorgesehen (RIETER-Hochleistungsstrecke RSB 951). Die zu füllenden Kannen
müssen hierbei durch eine Bedienungsperson von einem Transportwagen abge
nommen und auf die Rollenbahn gesetzt werden wobei wegen der erforderlichen
Neigung der Rollenbahn die Kannen insbesondere zum Aufsetzen auf das der
Strecke abgewandte Ende der Rollenbahn relativ hoch angehoben werden müs
sen. In gleicher Weise müssen die vollen Kannen von einer Rollenbahn abgeho
ben und auf einen Transportwagen verbracht werden. Diese Vorgehensweise ist
somit arbeits- und kräfteintensiv.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren und eine Vorrich
tung zu schaffen, die die genannten Nachteile vermeiden, indem diese arbeits- und
kräfteintensiven Arbeiten eingespart werden.
Die genannte Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Da der
Kannenträger bei der Strecke oder einer anderen bandabgebenden Textilma
schine verbleibt, während die Kannen gefüllt werden, und die Kannen nach dem
Füllen direkt auf einem Kannenträger wieder abgestellt werden, wird die durch die
Bedienungsperson oder eine automatische Transportvorrichtung durchzuführende
Arbeit auf das Zuführen und Abtransportieren von Kannenträgern reduziert. Das
arbeits- und kräfteintensive Übergeben von leeren Kannen von dem Kannenträger
auf eine Rollenbahn bzw. das Abnehmen von vollen Kannen von einer Rollenbahn
und das Übergeben dieser jetzt schweren Kannen an einen Kannenträger ent
fallen somit.
Um bei der Übergabe einer leeren Kanne an die bandabgebende Textilmaschine
bzw. bei der Abgabe einer gefüllten Kanne durch die bandabgebende Textilma
schine die Sicherheit zu erhöhen, ist eine Verfahrensweise gemäß Anspruch 2
besonders vorteilhaft.
Um eine Abkoppelung des Zeittaktes für das Zuführen eines Kannenträgers zum
Füllkopf bzw. für das Wegnehmen "eines Kannenträgers vom Ausgang des Füll
kopfes von der Zufuhr und dem Abtransport von Kannenträgern zur bzw. von der
Strecke zu erreichen, wird in erfindungsgemäßer Weiterentwicklung des beschrie
benen Verfahrens gemäß Anspruch 3 eine als Puffer dienende zusätzliche Posi
tion für die Kannenträger vorgesehen.
Prinzipiell kann ein Kannenträger aus einem Leerkannenmagazin, von welchem
aus die leeren Kannen dem Füllkopf zugeführt werden, in eine Pufferstellung ge
bracht werden, aus welchem er bei Bedarf wieder herausgenommen werden kann,
um in das Vollkannenmagazin verbracht zu werden. Wenn jedoch in einer Aus
gangssituation der sich im Leerkannenmagazin befindliche Kannenträger gefüllt ist
und sich im Vollkannenmagazin ein leerer Kannenträger befindet, so ist eine Ver
fahrensweise gemäß Anspruch 4 besonders vorteilhaft, da zur gleichen Zeit, wenn
der Kannenträger im Leerkannenmagazin leer wird, auch der sich im Vollkannen
magazin befindliche Kannenträger voll wird, so daß ein Austausch der Kannen
träger sowohl im Leerkannenmagazin als auch im Vollkannenmagazin durchzu
führen ist.
Zur Durchführung des Verfahrens ist erfindungsgemäß eine Vorrichtung gemäß
Anspruch 5 vorgesehen. Die Aufnahmevorrichtung für jeweils einen Kannenträger
und dessen Arretierung sowohl am Einlauf als auch am Auslauf des Füllkopfes
führen zu der oben angesprochenen Arbeitserleichterung. Durch die vorteilhafte
Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes nach Anspruch 6 wird eine hohe Si
cherheit beim der Übergabe einer Kanne an die bzw. von der bandabgebenden
Textilmaschine gewährleistet.
Vorzugsweise ist der Erfindungsgegenstand gemäß Anspruch 7 weiterentwickelt,
da hierdurch eine besonders platzsparende Ausbildung des Erfindungsgegen
standes erreicht wird.
Damit nicht jedesmal dann, wenn der Kannenträger auf der Zuführseite vom Füll
kopf alle seine leeren Kannen an den Füllkopf abgegeben bzw. der Kannenträger
an der Ausgangsseite des Füllkopfes mit gefüllten Kannen gefüllt ist, die Bedie
nungsperson oder eine Transportvorrichtung mit einem neuen Kannenträger mit
leeren Kannen bereitstehen bzw. zur Abholung des Kannenträgers mit gefüllten
Kannen bereit sein muß, wird der Erfindungsgegenstand vorteilhafterweise nach
Anspruch 8 ausgebildet. Auf diese Weise kann die Bereitstellung eines Kannen
wagens mit leeren Kannen bzw. das Abholen eines Kannenträgers mit vollen
Kannen unabhängig vom Ablauf des Füllvorganges erfolgen. Die Nebeneinander-
Anordnung der Stellflächen gemäß Anspruch 9 ist dabei in der Regel sowohl im
Hinblick auf die Raumverhältnisse als auch für die Handhabung der Kannenträger
besonders vorteilhaft.
Die leeren Kannen müssen vom Kannenträger der Füllstation zugeführt werden.
Damit eine Ausstoßvorrichtung an den einzelnen Kannen auf deren der Füllstation
abgewandten Seite angreifen kann, ist es von Vorteil, wenn eine Ausbildung der
Vorrichtung gemäß der Erfindung nach Anspruch 10 vorgesehen wird.
Um das Überführen von Kannenträgern von einer Stellfläche in eine weitere in be
sonders einfacher Weise durchführen zu können, kann in vorteilhafter Weise eine
Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes gemäß Anspruch 11 vorgesehen wer
den. Hierdurch können, nachdem an der Abholseite der Strecke ein Kannenträger
abgeholt worden und dadurch der für den Versatz der Kannenträger erforderliche
Freiraum geschaffen worden ist, nun sämtliche sich an der Strecke befindliche
Kannenträger gemeinsam um eine Stellfläche versetzt werden.
Prinzipiell kann der Kannenträger in beliebiger Weise, z. B. als Palette, ausgebil
det sein, doch hat sich die Verwendung von Kannenwagen als besonders vorteil
haft erwiesen. In einem solchen Fall kann eine Ausbildung der erfindungsgemä
ßen Vorrichtung nach Anspruch 12 von Vorteil sein, da die lenkbare Rolle wäh
rend der Überführung des Kannenwagens von einer auf die nächste Stellfläche
zur Mitarbeit herangezogen werden kann.
Unabhängig davon, ob nur ein Ende des Kannenträgers oder der gesamte Kan
nenträger für den Versatz des Kannenträgers angehoben wird, hat sich eine Wei
terbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Anspruch 13 als besonders
zweckmäßig erwiesen.
Für eine einfache und sichere Kannenhandhabung während der Zuführung zum
Füllkopf bzw. während der Aufnahme der vom Füllkopf abgegebenen gefüllten
Kannen ist eine Ausbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Anspruch
14 und/oder 15 von Vorteil.
Je nach Anwendungszweck können Kannen unterschiedlicher Größe zum Einsatz
kommen. So sind beispielsweise bei Kannen Durchmesser zwischen 250 und 600
mm üblich. Um nicht für jede Kannengröße unterschiedliche Vorrichtungen bauen
zu müssen, ist der Erfindungsgegenstand gemäß Anspruch 16 weiterentwickelbar.
Auf diese Weise läßt sich eine Grundausführung durch einfaches Verstellen bzw.
An- und Abbauen von Führungselementen u. dgl. an die gewünschte Kannen
größe anpassen.
Um sicherzustellen, daß der Kannenträgerversatz nur dann durchgeführt wird,
wenn sämtliche Voraussetzungen hierfür gegeben sind, ist es von Vorteil, wenn
der Erfindungsgegenstand gemäß Anspruch 17 weitergebildet ist.
Zur Erleichterung der Kannenhandhabung beim Verschieben der Kannen relativ
zum Kannenträger ist es von Vorteil, wenn der Kannenträger gemäß Anspruch 18
und/oder 19 ausgebildet ist.
Das Verfahren und die Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung vermeiden
die kräftezehrenden und auch unfallträchtigen Arbeiten insbesondere am Einlauf
zum Füllkopf der Strecke und verhindern auch an der Abholstelle der Füllstation
ein kräfteintensives Hantieren von Kannen. Darüber hinaus wird vermieden, daß
an diesen Stellen ein übermäßiger Verschleiß auftritt, wie er an Rollenbahnen
durch das Aufsetzen von Kannen unvermeidbar ist. Die Realisierung der Erfindung
ist zudem unabhängig von der Kannenform und kann im Zusammenhang mit
Rundkannen, aber auch im Zusammenhang mit sogenannten Flach- oder Recht
eckkannen, Anwendung finden.
Der Begriff "Rechteckkanne" ist nicht einschränkend zu verstehen, sondern soll
alle Kannenformen umfassen, die ein größeres sowie ein kleineres Querschnitts
maß aufweisen unabhängig von der Querschnittsform der Kanne, d. h. unabhän
gig davon, ob die Enden durch einen Kreisabschnitt oder durch gerade Wandflä
chen gebildet werden und somit auch unabhängig von der Größe evtl. vorgesehe
ner Abrundungsradien am Übergang von einer Seitenfläche der Kanne in eine
Endfläche.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend mit Hilfe von Zeichnun
gen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1a) bis 1f) eine erste Ausführung des Erfindungsgegenstandes in schemati
scher Darstellung;
Fig. 2a) bis 2e) im Schema eine abgewandelte Ausführung der erfindungsgemä
ßen Vorrichtung;
Fig. 3 und 4 die bevorzugte Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
in der Draufsicht bzw. in der Vorderansicht;
Fig. 5 in schematischer Darstellung eine weitere Abwandlung der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung im Zusammenhang mit zwei Streck
passagen;
Fig. 6 den Erfindungsgegenstand in schematischer Darstellung im Zu
sammenhang mit einer Anordnung der Kannenträger vor der
Füllstation in zwei Reihen; und
Fig. 7 eine weitere Abwandlung der erfinderischen Vorrichtung im Zu
sammenhang mit sogenannten Flach- oder Rechteckkannen.
Fig. 1, mit deren Hilfe das erfindungsgemäße Verfahren zunächst erläutert werden
soll, beschränkt sich auf die Darstellung der für die Durchführung dieses Verfah
rens erforderlichen prinzipiellen Elemente.
Von einer bandabgebenden Textilmaschine 8 (siehe Fig. 4), z. B. einer Strecke, ist
in Fig. 1 lediglich die Füllstation 1 in Form eines punktierten Kreises schematisch
angedeutet. Dieser ist ein Kannenmagazin 6 zugeordnet, das in ein Leerkannen
magazin 3 zur Zuführung von leeren Kannen 2 (Leerkannen) an die Füllstation 1
und ein Vollkannenmagazin 4 zur Aufnahme der in der Füllstation 1 gefüllten Kan
nen 20 unterteilt ist. Zur Zuführung von leeren Kannen 2 zur Füllstation 1 ist dem
Leerkannenmagazin 3 eine Zuführeinrichtung 30 zugeordnet, während das Zufüh
ren der gefüllten Kannen 20 in das Vollkannenmagazin 4 durch Ausstoßen aus der
Füllstation 1 bewirkt wird.
Die einzelnen Verfahrensschritte werden nun mit Hilfe der Fig. 1a bis 1f näher er
läutert. In der in Fig. 1a gezeigten Ausgangssituation befindet sich im Leerkan
nenmagazin 3 ein mit einer vorgegebenen Anzahl leerer Kannen 2 (Leerkannen)
beladener Kannenträger 5, während im Vollkannenmagazin 4 ein weiterer, jedoch
leerer Kannenträger 50 bereitsteht. Mit Hilfe der Zuführeinrichtung 30 werden die
leeren Kannen 2 einzeln nacheinander von dem Kannenträger 5 herab in den Be
reich der Füllstation 1 gebracht (siehe Pfeil f1 in Fig. 1 b). Dort wird die Kanne 2 mit
Faserband gefüllt. Anschließend gelangt die frühere Leerkanne nun als gefüllte
Kanne 20 auf den im Vollkannenmagazin 4 bereitgestellten Kannenträger 50.
Fig. 1b zeigt den Zeitpunkt, an welchem der sich im Leerkannenmagazin 3 befind
liche Kannenträger 5 leergeräumt und der sich im Vollkannenmagazin 4 befindli
che Kannenträger 50 mit der vorgegebenen Anzahl voller Kannen 20 beladen wor
den ist. Jetzt wird der Kannenträger 50 aus dem Vollkannenmagazin 4 abgeholt
(siehe Pfeil f2) und einer bandverarbeitenden Textilmaschine (nicht gezeigt) zur
Verarbeitung zugeführt (Fig. 1c). Sodann wird der zuvor geleerte Kannenträger 5
aus dem Leerkannenmagazin 3 entnommen (siehe Pfeil f3 in Fig. 1d) und dem
Vollkannenmagazin 4 zugeführt (Pfeil f4 in Fig. 1e). In das auf diese Weise leer
gewordene Leerkannenmagazin 3 wird ein neuer, mit Leerkannen (leeren Kannen
2) beladener Kannenträger 51 gebracht (siehe Pfeil f5 in Fig. 1f), wodurch die
Anfangssituation nach Fig. 1a wieder hergestellt ist und der beschriebene Ar
beitszyklus von vorne beginnen kann.
Gemäß dem zuvor geschilderten Verfahren werden die Kannenträger 5, mit denen
jeweils eine ganze Gruppe von leeren Kannen 2 transportiert wird, einfach in das
Leerkannenmagazin 3 auf der Zuführseite der Füllstation 1 der bandabgebenden
Textilmaschine 8 (Fig. 4) eingefahren und dort während des Füllvorganges belas
sen. Auf diese Weise bleiben der Bedienungsperson körperlich sehr anstrengende
Tätigkeiten erspart, da sie keine leeren Kannen 2 von dem Kannenträger 5 abzu
nehmen braucht, um sie dem Leerkannenmagazin 3 zuzuführen, noch später die
gefüllten Kannen 20 aus dem Vollkannenmagazin 4 herausnehmen muß, um sie
auf dem Kannenträger 50 abzustellen. Die einzige, bei der zuvor geschilderten
Version des Verfahrens noch verbleibende Arbeit ist das Verbringen von Kannen
trägern 5, 50, 51 . . . in das Leerkannenmagazin 3, das Überführen eines abge
räumten Kannenträgers 5, 50, 51 . . . aus dem Leerkannenmagazin 3 in das Voll
kannenmagazin 4 sowie das Abholen eines derartigen Kannenträgers 5, 50, 51
aus dem Vollkannenmagazin 4.
Aber auch das Überführen eines entleerten Kannenträgers 5 aus dem Leerkan
nenmagazin 3 in das Vollkannenmagazin 4 kann ohne menschlichen Eingriff
durchgeführt werden, indem, wie dies Fig. 2 an einem abgewandelten Ausfüh
rungsbeispiel zeigt, der sich im Leerkannenmagazin 3 befindliche, entleerte Kan
nenträger 5 nach Freiwerden des Vollkannenmagazins 4 auf dem direkten Wege,
d. h. quer zur Zuführ- bzw. Abholrichtung (siehe Pfeile f5 und f2 in den Fig. 2d und
2e) der Kannenträger, in das Vollkannenmagazin 4 verbracht wird. Die Mittel
hierfür werden später anhand der Fig. 3 und 4 näher erläutert.
Bei dem zuvor mit Hilfe der Fig. 1 beschriebenen Ausführungsbeispiel können der
Abtransport des mit gefüllten Kannen 20 gefüllten Kannenträgers 50 aus dem
Vollkannenmagazin 4, das Bereitstellen eines leeren Kannenträgers 5 im Vollken
nenmagazin 4 sowie das Bereitstellen eines mit leeren Kannen 2 beladenen Kan
nenträgers 51 im Leerkannenmagazin 3 erst nach Beladen des im Vollkannen
magazin 4 befindlichen Kannenträgers 50 durchgeführt werden. Um die hierbei
unvermeidlich auftretende Produktionsunterbrechung möglichst kurz zu halten,
muß die Bedienungsperson diese Arbeiten unverzüglich nach Beladen des Kan
nenträgers 50 mit vollen Kannen 20 durchführen.
Aus dem oben genannten Grunde wird das oben beschriebene Verfahren in der
Weise abgewandelt, daß das Bereitstellen eines Kannenträgers 52 (Fig. 2d) mit
leeren Kannen 2 im Leerkannenmagazin 3 unabhängig davon erfolgt, ob der die
Füllstation 1 mit leeren Kannen 2 versorgende Kannenträger 5 bereits leer ist oder
nicht. In analoger Weise erfolgt auch der Abtransport eines mit vollen Kannen 20
beladenen Kannenträgers 50 (Fig. 2e) unabhängig davon, ob der von der Füll
station 1 bediente Kannenträger 5 bereits teilweise oder sogar vollständig mit vol
len Kannen 20 beladen worden ist oder nicht. Zu diesem Zweck weisen sowohl
das Leerkannenmagazin 3 als auch das Vollkannenmagazin 4 als Pufferstation
jeweils einen zusätzlichen Stellplatz für einen weiteren Kannenträger auf. So be
sitzt das Leerkannenmagazin 3 außer einer Zuführstellfläche 32 für den Kannen
träger 5, von welchem die erwähnte Zuführvorrichtung 30 die leeren Kannen 2
einzeln und somit nacheinander entsprechend dem Füllablauf der Füllstation 1
zum Befüllen zuführt, eine ihr vorgeschaltete Puffer- oder Wartestellfläche 31, auf
welche ein neu zugeführter, leere Kannen 2 mit sich führender Kannenträger 51
gelangt, bevor er der Zuführstellfläche zugeführt wird. Das Vollkannenmagazin 4
seinerseits besitzt eine Aufnahmestellfläche 40 und eine Puffer- oder Abholstell
fläche 41. Die von der Füllstation 1 abgegebenen gefüllten Kannen 20 gelangen
auf einen auf der Aufnahmestellfläche 40 bereitgestellten, zunächst leeren Kan
nenträger 50, der nach dem Beladen der Abholstellfläche 41 zugeführt wird, wo er
darauf wartet, daß er abgeholt wird.
Die vier Stellflächen (Wartestellfläche 31, Zuführstellfläche 32, Aufnahmestellflä
che 40 und Abholstellfläche 41) des Leerkannenmagazins 3 und des Vollkannen
magazins 4, d. h. sämtliche Stellflächen des Kannenmagazins 6, sind gemäß Fig.
2 nebeneinander angeordnet.
Die einzelnen Arbeitsschritte auch dieses abgewandelten Verfahrens sollen nach
stehend näher erläutert werden. In der gezeigten Ausgangsstellung gemäß Fig. 2a
stehen im Leerkannenmagazin 3 zwei Kannenträger 51, 5 mit leeren Kannen 2
bereit. Der erste Kannenträger 51 mit leeren Kannen 2 befindet sich noch auf der
Wartestellfläche 31 in seiner Puffer- oder Wartestellung, während der andere, mit
leeren Kannen 2 beladene Kannenträger 5 sich bereits in seiner Zuführstellung auf
der Zuführstellfläche 32 befindet (Fig. 2a). Im Vollkannenmagazin 4 dagegen steht
lediglich auf der Aufnahmestellfläche 40 ein leerer Kannenträger 50 bereit, wäh
rend die Abholstellfläche 42 unbesetzt ist.
Die Zuführvorrichtung 30 (siehe Fig. 1), die in an sich bekannter Weise ausgebil
det und nach Bedarf neben einem Kannenträger oder auch oberhalb eines Kan
nenträgers angeordnet sein kann, führt nun der Füllstation 1 jeweils eine leere
Kanne 2 zu (Pfeil f1), die in an sich bekannter Weise die Kanne 2 ergreift und unter
einen Füllkopf (nicht gezeigt) befördert. Hier erfolgt nun der eigentliche Füllvor
gang, nach dessen Abschluß die nun gefüllte Kanne 20 weiterbefördert und
schließlich aus der Füllstation 1 auf den in der Aufnahmestellung auf der Auf
nahmestellfläche 40 bereitstehenden Kannenträger 50 ausgestoßen wird. Auf
diese Weise führt die Zuführvorrichtung 30 nach und nach alle leeren Kannen 2
vom Kannenträger 5 der Füllstation 1 zu. Die nach durchgeführtem Füllvorgang
jeweils an den Kannenträger 50 weitergeleitete, aus der Füllstation 1 ausgesto
ßene volle Kanne 20 läuft dabei jeweils auf die als letzte zuvor ausgestoßene
Kanne 20 der sich hier bildenden Reihe auf und schiebt diese Kannenreihe immer
weiter von der Füllstation 1 weg, bis der Kannenträger 50 gefüllt ist (Fig. 2b).
Ist der sich in der Zuführstellung plazierte Kannenträger 5 abgeräumt und der sich
auf der Aufnahmestellfläche 40 des Vollkannenmagazins 4 befindliche Kannenträ
ger 50 beladen, so werden mittels einer später noch zu beschreibenden Überführ
vorrichtung 7 (Fig. 3 und 4) sämtliche sich im Kannenmagazin 6 befindlichen
Kannenträger 51, 5, 50 angehoben und seitlich um einen solchen Versatzweg
versetzt, daß der Kannenträger 5 von der Zuführstellfläche 31 auf die Aufnahme
stellfläche 40 gelangt (siehe Pfeil f6 in Fig. 2c). Die diesem Kannenträger 5 be
nachbarten beiden Kannenträger 51, 50 werden in gleicher Bewegungsrichtung
auf die ihrer Ausgangsstellfläche benachbarte Stellfläche gebracht, so daß der
Kannenträger 50 mit den vollen Kannen 20 in die Abholstellung auf der Abhol
stellfläche 41, die bisher frei war, und der in der Wartestellung bereitgestellte
Kannenträger 51 mit den leeren Kannen 2 auf die Zuführstellfläche 31 gelangen.
Die beiden mittleren Stellflächen 32 und 40, die mit der Füllstation 1 zusammenar
beiten, befinden sich wieder im normalen Arbeitszustand. Die beiden äußeren
Stellflächen dagegen sind am Füllvorgang nicht beteiligt und bilden Pufferstatio
nen. Es ist somit unerheblich, wann hier ein neuer Kannenträger 52 mit leeren
Kannen 2 zugeführt wird (siehe Pfeil f5 in Fig. 2d) bzw. wann der Kannenträger 50
mit den gefüllten Kannen 20 abgeholt wird (siehe Pfeil f3 Fig. 2e), solange dies im
Zeitraum zwischen zwei vorzunehmenden Überführversätzen geschieht. Somit
kann dies in weitgehender zeitlicher Abkopplung vom Füllvorgang durchgeführt
werden. Es spielt auch keine wesentliche Rolle, ob diese Zu- oder Abfuhr von
Kannenträgern manuell durch eine Bedienungsperson oder vollautomatisch mit
Hilfe einer automatischen Transport- und Transportsteuervorrichtung geschieht.
Ehe weitere Verfahrensvarianten beschrieben werden, soll nun unter Bezugnahme
auf die Fig. 3 und 4 eine Vorrichtung beschrieben werden, mit deren Hilfe das Ver
fahren gemäß Fig. 2 realisiert werden kann. Dabei wird auf die Darstellung der für
das Verständnis der Erfindung nicht relevanten Elemente verzichtet.
In Fig. 3 ist als Teil der Füllstation 1 (siehe Fig. 1 und 2) lediglich ein Teilbereich
eines Kannenwechslers 10 dargestellt. Dieser weist eine bogenförmige Kannen
führung 100 auf, die im wesentlichen von der Zuführstellfläche 32 bis zu dem nicht
gezeigten Füllkopf der Füllstation 1 reicht. Der Kannenwechsler 10 besitzt ferner
einen rotierenden Mitnehmerarm 11, von dem in Fig. 3 lediglich das freie, mit der
zu transportierenden Kanne (siehe mit strichpunktierter Kontur angedeutete Kanne
2a) zusammenarbeitende Ende zu sehen ist. Eine andere bogenförmige Kan
nenführung 101 des Kannenwechslers 10 erstreckt sich vom Füllkopf bis zur Auf
nahmestellfläche 40. Eine weitere Kannenführung 102 ist der Aufnahmestellfläche
40 zugeordnet und hat die Aufgabe, eine vom Füllkopf kommende gefüllte Kanne
20 aus der Kreisbahn des Kannenwechslers 10 weg in Richtung zu dem sich auf
der Aufnahmestellfläche 40 befindenden Kannenträger 50 zu lenken. Die ge
nannten Kannenführungen 100, 101 und 102 sind unterhalb des Arbeitsbereiches
des rotierenden Mitnehmerarmes 11 angeordnet, so daß dessen Bewegungs
freiheit nicht eingeschränkt wird.
Der Kannenträger 5, 50, 51, 52. . . kann in jeder geeigneten Form ausgebildet sein,
beispielsweise als Palette o. dgl. Bei dem in den Fig. 3 und 4 gezeigten Ausfüh
rungsbeispiel findet als Kannenträger 5, 50, 51, 52 . . . ein Kannenwagen Anwen
dung. Dieser weist an seinem dem Kannenwechsler 10 abgewandten Ende einen
sich nach oben erstreckenden Griffbügel 53 auf, mit dessen Hilfe der Kannenträ
ger 5, 50, 51, 52 . . . (Kannenwagen) durch eine Bedienungsperson gehandhabt
werden kann. Vom Griffbügel 53 bis zu seinem der Füllstation 1 zugewandten
Ende besitzt der Kannenwagen (Kannenträger 5, 50, 51, 52. . .) eine Kannenstell
fläche 54, die seitlich durch zwei Führungen 55 und 56 begrenzt ist, um die Kan
nen 2 bzw. 20 in Reihe zu halten. Zwischen diesen Führungen 55 und 56 besitzt
die Kannenstellfläche 54 zwei oder mehr Stützleisten 540 und 541, um die Rei
bung zwischen den Kannen 2 bzw. 20 und dem Kannenwagen (Kannenträger 5,
50, 51, 52. . .) zu reduzieren.
Die beschriebenen Merkmale des Kannenwagens sind deutlich erkennbar bei dem
sich auf der Aufnahmestellfläche 40 befindlichen Kannenträger 50.
Der Kannenwagen besitzt an seiner Unterseite zwei Räderpaare 59 und 590, von
denen das dem Griffbügel 53 abgewandte Räderpaar 59 nicht lenkbar oder
schwenkbar ist, während das näher beim Griffbügel 53 angeordnete Räderpaar
590 lenkbar, d. h. der Bewegungsrichtung des Kannenwagens durch Verschwen
ken seiner Halterung anpaßbar, ist. Gegebenenfalls kann statt des einen oder
anderen Räderpaares 59 bzw. 590 auch eine einzelne Rolle Anwendung finden.
Das Kannenmagazin 6 weist im Abstand der Länge eines Kannenträgers 5, 50,
51, 52. . . jeweils auf seiner dem Kannenwechsler 10 zugewandten und auf seiner
dem Kannenwechsler 10 abgewandten Seite eine ein Arretiermittel bildende Füh
rung 60 bzw. 61 auf, um den Kannenträger 5, 50, 51, 52. . . sowohl auf der Zuführ
stellfläche 32 als auch auf der Aufnahmestellfläche 40 in einer definierten Position
gegenüber dem Kannenwechsler 10 zu arretieren. Dieses Sichern der sich im
Führungsbereich der Führungen 60 und 61 befindlichen Kannenträger 5, 50, 51,
52. . . ist für eine fehlerfreie Funktion bei der Zuführung von leeren Kannen 2 zum
Kannenwechsler 10 als auch bei der Abgabe von gefüllten Kannen 20 vom Kan
nenwechsler 10 von großer Bedeutung.
Den Kannenträgern 5, 50, 51, 52. . . sind auf jeder der Stellflächen (Wartestellflä
che 31, Zuführstellfläche 32, Aufnahmestellfläche 40 und Abholstellfläche 41)
weitere Arretiermittel 62 zugeordnet, welche die Kannenträger 5, 50, 51, 52
quer zu der Kannenbewegung beim Zuführen zum Kannenwechsler 10 bzw. bei
der Aufnahme der vom Kannenwechsler 10 abgegebenen Kannen 20 sichern.
Diese Arretiermittel 62 können unterschiedlich ausgebildet sein, wie ein Vergleich
der Stellflächen (Wartestellfläche 31 und restliche Stellflächen 32, 40 und 41)
zeigt. Wie aus Fig. 4 deutlich ersichtlich, sind in den auf die Wartestellfläche 31
folgenden drei Stellflächen 32, 40 und 41 diese Arretiermittel 62 in Keilform (Pris
menform) ausgebildet, während die Wartestellfläche 31 auf ihrer Zuführseite (d. h.
auf ihrer der Füllstation 1 abgewandten Seite) als Arretiermittel zwei keilartige
Positionierführungen 620 aufweist, mit deren Hilfe der dieser Wartestellfläche 31
zugeführte Kannenträger 5 in eine seitlich exakt vorgegebene Position gebracht
wird. Zu diesem Zweck sind die beiden Positionierführungen 620 an die Breite des
der Wartestellung zuzuführenden Kannenträgers 5, 50, 51, 52. . . durch Einstellen
anpaßbar ausgebildet. Die Wartestellfläche 31 besitzt ferner eine Schwelle 310,
über welcher der als Kannenwagen ausgebildete Kannenträger 51 hinwegrollen
muß, wenn er in seine Wartestellung gebracht wird. Dabei gelangt ein auf der
Unterseite des Kannenwagens vorgesehener Führungsbolzen 510 in eine statio
näre keilförmige Führung 311, die den Kannenträger 51 exakt ausrichtet. Aus dar
stellerischen Gründen ist der Führungsbolzen 510 lediglich bei dem sich in der
Wartestellung befindlichen Kannenträger 51 gezeigt, doch versteht es sich von
selbst, daß alle Kannenträger 5, 50, 51, 52 . . . gleich ausgebildet sind. Die
Schwelle 310 zusammen mit der Führung 311 bildet hierbei ein Arretiermittel für
den Kannenträger 51, um dessen Position gegenüber dem Kannenwechsler 10
festzulegen.
Die bereits erwähnte Zuführeinrichtung 30, die einen Zuführbügel 300 aufweist,
befindet sich gemäß den Fig. 3 und 4 zwischen der Zuführstellfläche 32 und der
Aufnahmestellfläche 40. Der Zuführbügel 300 greift an dem der Füllstation 1 abge
wandten Ende der Kannenreihe an, die auf dem auf der Zuführstellfläche 32 depo
nierten Kannenträger 5 angeordnet ist, und schiebt die Kannen 2 dem Kan
nenwechsler 10 taktweise in Abstimmung auf dessen Arbeit zu.
Damit der Zuführbügel 300 sicher an das der Füllstation 1 abgewandte Ende der
Kannenreihe gelangen kann, ist gemäß der in den Fig. 3 und 4 gezeigten Vor
richtung ein stationärer Auflaufkeil 33 vorgesehen, der sich von der der Warte
stellfläche 31 abgewandten Seite der Zuführstellfläche 32 bis in unmittelbare Nähe
der Wartestellfläche 31, d. h. über die volle Breite der Zuführstellfläche 32, er
streckt. Wird somit ein Kannenträger 5, 50, 51, 52. . . von der Wartestellfläche 31
auf die Zuführstellfläche 32 überführt, so läuft die der Füllstation 1 abgewandte
Kanne 2 der auf dem zu überführenden Kannenträger 5 befindlichen Kannenreihe
auf den Auflaufkeil 33 auf. Dieser verschiebt nun die gesamte Kannenreihe um
eine durch seine Dimension vorgegebene Strecke in Richtung Kannenwechsler 10
und schafft somit den für das Einführen des Zuführbügels 300 notwendigen Platz.
Beispielsweise befindet sich dieser Zuführbügel 300 zunächst in einer
hochgeschwenkten Ausgangsposition, aus welcher er dann für seine Zuführarbeit
in die in Fig. 3 gezeigte Arbeitsstellung herabgeschwenkt werden kann.
Falls gewünscht, kann jedoch auch vorgesehen werden, daß der Zuführbügel 300
die beschriebene Funktion des Auflaufkeiles 33 mit übernimmt, so daß auf ein se
parates Element hierfür verzichtet werden kann.
Für das Überführen der Kannenträger 5, 50, 51, 52. . . von einer Stellfläche auf die
Nachbarstellfläche ist unterhalb des Bodens der Kannenträger 5, 50, 51, 52
eine Überführvorrichtung 7 angeordnet. Diese besteht gemäß dem gezeigten
Ausführungsbeispiel im wesentlichen aus einem Wagen oder Schlitten 70, der
quer zur Zufuhr- bzw. Abholrichtung der Kannenträger 5, 50, 51, 52. . . bewegbar
ist (siehe Pfeile f5 und f2 in Fig. 2d bzw. 2e) und eine Tragefläche 700 zur Auf
nahme von Kannenträgern 5, 50, 51, 52 . . . aufweist. Gemäß Fig. 3 steht der
Schlitten 70 mit zwei Antriebskolben 71 in Verbindung, die mit einer Medium-Zu- und
-Abführleitung in Verbindung stehen. Dies ist durch die Leitungen 710, 711
und 712 angedeutet, die mit einer Steuervorrichtung 72 in Verbindung stehen,
welche ihrerseits in steuermäßiger Verbindung mit der Füllstation 1 steht (siehe
Leitung 720). Der Schlitten 70 ist auf Schienen 73 o. dgl. verfahrbar, die an ihren
Enden mittels Führungen 730 (Fig. 4) höhenverstellbar geführt werden. Aus Grün
den der Übersichtlichkeit wurde in Fig. 4 lediglich eine einzige Führung 730 ge
zeigt, doch versteht es sich von selbst, daß an jedem Ende der Schiene 73 eine
derartige Führung 730 vorzusehen ist. Als Hubantrieb für jede der beiden Schie
nen 73 dient ein mittels Klemmstücken 740 und 741 an seinen Enden geschlosse
ner Schlauch 74, der mit Hilfe von Leitungen 742 bzw. 743 und 744 mit der
Steuervorrichtung 72 verbunden ist. Gemäß Fig. 4 nehmen die Klemmstücke 740
und 741 auch jeweils eine der genannten Führungen 730 auf.
Um zu verhindern, daß die Kannenträger 5, 50, 51, 52. . . sich relativ zu dem Wa
gen oder Schlitten 70 bewegen können, während sie von der Überführvorrichtung
7 versetzt werden, sind auf der Tragefläche 700 des Schlittens 70 analog zu den
stationären Arretiermitteln 62 des Kannenmagazins 6 ebenfalls Arretiermittel 75
vorgesehen. Außerdem wird die relative Abstandsposition der Kannenträger 5, 50,
51, 52 . . . zur Füllstation 1 nicht nur dann, wenn diese auf dem Boden abgestellt
sind, sondern auch während ihrer" Versatzbewegung von einer Stellfläche zur
nächsten durch die erwähnten Führungen 60 und 61 gesichert.
An ihrem dem Kannenwechsler 10 zugewandten Ende ist der Zuführstellfläche 32
des Leerkannenmagazins 3 eine Überwachungseinrichtung 9 (Fig. 3) zugeordnet,
die feststellt, ob der dort befindliche Kannenträger 5 abgeräumt ist oder ob sich
noch eine Kanne 2 auf ihm befindet. Die Überwachungseinrichtung 9 kann unter
schiedlich ausgebildet werden, z. B. als Zählwerk, das auf die Anzahl der auf
einem Kannenträger 5 befindlichen Kannen 2 voreingestellt ist und bei jeder
Kanne, die diese Überwachungseinrichtung passiert, um einen Wert rückgestellt
wird und bei Erreichen des Wertes Null diesen Zustand der Steuervorrichtung 72
meldet. Alternativ kann aber auch eine einfache Lichtschranke 90 vorgesehen
sein, die durch die Kannen 2 unterbrochen wird, bis die letzte Kanne 2 den Kan
nenträger 5 verlassen hat, und dann mittels einer Leitung 900 ein entsprechendes
Signal an die Steuervorrichtung 72 abgibt. Die Lichtschranke 90 kann statt quer
zur Kannenvorschubrichtung auch parallel hierzu vorgesehen werden, indem
beispielsweise die die Lichtschranke 90 begrenzende Lichtquelle oder Photodiode
auf dem Zuführbügel 300 und das Gegenelement an geeigneter Stelle auf der der
Füllstation 1 zugewandten Seite der Zuführstellfläche 32 angeordnet ist.
Eine weitere, mit der Steuervorrichtung 72 mittels einer Leitung 911 verbundene
Überwachungsvorrichtung 91 ist der Aufnahmestellfläche 40 des Vollkannenma
gazins 4 zugeordnet, die - beispielsweise wiederum mit Hilfe einer Lichtschranke
910 - feststellt, ob der sich in der Aufnahmestellung befindliche Kannenträger 50
restlos mit gefüllten Kannen 20 beladen ist.
Die über die Leitung 720 mit einer Steuervorrichtung der bandabgebenden Textil
maschine 8 in Verbindung stehende Steuervorrichtung 72 stimmt die Arbeit des
Kannenmagazins 6 auf die Arbeit der bandabgebenden Textilmaschine 8 ab. So
kann die Zuführeinrichtung 30, die in nicht gezeigter Weise mit der Steuervorrich
tung 72 verbunden ist, nur in auf die Arbeit des Kannenwechslers 10 abge
stimmter Weise arbeiten.
Auf die Darstellung weiterer evtl. benötigter Überwachungsvorrichtungen wurde
der Übersichtlichkeit halber verzichtet.
Sind sämtliche Kannen 2 von dem sich in der Zuführstellung befindlichen Kan
nenträger 5 dem Kannenwechsler 10 und von diesem der Füllstation 1 zugeführt
worden und ist auch der sich in der Aufnahmestellung befindliche Kannenträger 50
wieder mit neu gefüllten Kannen 20 voll beladen, so muß der beladene Kannen
träger 50 Platz schaffen, damit der geleerte Kannenträger 5 aus der Zuführstellung
im Leerkannenmagazin 3 in die Aufnahmestellung im Vollkannenmagazin 4
überführt werden kann. Gleichzeitig soll ein Kannenträger 51 mit leeren Kannen 2
in die Zuführstellung gelangen, damit die Füllarbeit sofort weitergeführt werden
kann. Somit sind während dieser Arbeitsphase drei Kannenträger, nämlich der
entleerte Kannenträger 5 und die ihm benachbarten Kannenträger 51 und 50, zu
bewegen.
Um diese Wechsel der Kannenträger 51, 5, 50 so zeitsparend wie möglich durch
führen zu können, ist die Überführvorrichtung 7 bei einer Nebeneinander-Anord
nung der Stellflächen des Kannenmagazins 6 so ausgebildet und dimensioniert,
daß sie alle drei Kannenträger 51, 5 und 50 zeitgleich versetzt. Zu diesem Zweck
erstreckt sich die Tragefläche 700 des Schlittens 70 über drei benachbarte Stellflä
chen, d. h. über die um die Breite einer Stellfläche reduzierte Breite der Ge
samtstellfläche. In der gezeigten Ruhestellung befindet sich der Schlitten 70 in
einer abgesenkten Stellung, wobei sich die Tragefläche 700 von der Zuführstell
fläche 32 bis über die Abholstellfläche 41 erstreckt.
Liegen die Meldungen der Überwachungseinrichtungen 9 und 91 an der Steuer
vorrichtung 72 vor, so löst diese die Überführung eines Kannenträgers vom Leer
kannenmagazin 3 ins Vollkannenmagazin 4 aus. Diese Überführung wird somit
erst dann zugelassen, nachdem der im Leerkannenmagazin 3 angeordnete Kan
nenträger 5 abgeräumt und ein mit vollen Kannen 20 beladener Kannenträger aus
dem Vollkannenmagazin 4 abgeholt worden ist. Zunächst bewirkt die Steuervor
richtung 72 ein Entleeren der Antriebskolben 71, die nun den sich in seiner abge
senkten Stellung unterhalb der Kannenträger 5 und 50 befindlichen Schlitten 70
aus einer Ruhe- oder Wartestellung um die Breite einer Stellfläche seitwärts be
wegt, bis sich der Schlitten 70 unter den Kannenträgern 51, 5 und 50 befindet und
sich somit von der Wartestellung bis zur Aufnahmestellung einschließlich er
streckt. In dieser Stellung, deren Erreichen durch eine nicht gezeigte Überwa
chungseinrichtung, z. B. in Form eines Endschalters, der Steuervorrichtung 72
signalisiert werden kann, bewirkt die Steuervorrichtung 72, daß den beiden
Schläuchen 74 Luft oder ein anderes gasförmiges oder flüssiges Fluid zugeführt
wird. Die Schläuche 74 füllen sich somit und heben dabei die beiden Schienen 73
und somit auch den Schlitten 70 an. Bei dieser Hubbewegung nimmt der Schlitten
70 die sich in seinem Erstreckungsbereich befindlichen drei Kannenträger 51, 5
und 50 auf und hebt diese dabei aus dem Wirkungsbereich der stationären Arre
tiermittel (Führung 311, Positionierführungen 620 sowie Arretiermittel 62). Der
Schlitten 70 kann nun in seine Ausgangsposition zurückgefahren werden, wobei er
die von ihm mitgenommenen Kannenträger 51, 5 und 50 in der Weise versetzt,
daß sich nun der mit leeren Kannen 2 bestückte Kannenträger 51 in der Zuführ
stellung, der leere Kannenträger 5 in der Aufnahmestellung und der mit vollen
Kannen 20 bestückte Kannenträger 50 in der Abholstellung befindet. Nach Errei
chen seiner Ausgangsposition wird der Schlitten 70 wieder abgesenkt, indem das
Fluid aus den beiden Schläuchen 74 abgelassen wird.
Während der Überführbewegung werden die auf dem Schlitten 70 angeordneten
Kannenträger 51, 5, 50 gegen seitliches Verrutschen durch die auf dem Schlitten
70 angeordneten Arretiermittel 75 und gegenüber dem Kannenwechsler 10 durch
die beiden Führungen 60 und 61 gesichert.
Aus darstellerischen Gründen wurde für Fig. 4 der Zeitpunkt des allerersten Ar
beitsbeginnes gewählt, zu dem geradeeben die an der Arbeit beteiligten beiden
Stellflächen (Zuführstellfläche 32 und Aufnahmestellfläche 40) durch Versatz des
Wagens oder Schlittens 70 belegt worden sind und dieser noch nicht abgesenkt
worden ist. Bereits jetzt kann die Wartestellung durch einen neuen Kannenträger
51 neu belegt werden, wie Fig. 4 zeigt.
Wenn zu einem späteren Zeitpunkt auf der Abholstellfläche 41 ein mit vollen Kan
nen 20 beladener Kannenträger zur Abholung bereitsteht, so wird der Schlitten 70
aus der in den Fig. 3 und 4 gezeigten Stellung vorübergehend nach links gefah
ren, damit der Schlitten 70 die Abholstellfläche 41 freigibt. Zur Auslösung dieser
Funktion kann an geeigneter Stelle ein Schalter 92 (Fig. 3) vorgesehen sein, der
mit Hilfe einer Leitung 920 mit der Steuervorrichtung 72 in steuermäßiger Verbin
dung steht. Hat der Kannenträger 50 die Abholstellfläche 41 verlassen (Fig. 2e),
so kann mit Hilfe des Schalters 92 (oder einer anderen Schaltvorrichtung, z. B.
einem Zeitschalter, einer Lichtschranke o. dgl.) bewirkt werden, daß der Wagen
oder Schlitten 70 wieder in seine Ruhe- oder Ausgangsstellung zurückkehrt, ohne
für diese Rückkehrbewegung jedoch angehoben zu werden, so daß er keine
Kannenträger mitnimmt. Da der Wagen oder Schlitten 70, wenn er sich in seiner
Ausgangs- oder Ruhestellung befindet, die Wartestellfläche 31 freigibt, kann dort
zu einem beliebigen Zeitpunkt ein Kannenträger 51 mit leeren Kannen 2 bereit
gestellt werden.
Die Überführung eines Kannenträgers 5, 50, 51, 52. . . von einer Position (Stellflä
che) zur nächsten kann prinzipiell in beliebiger Weise erfolgen, und zwar je nach
Ausbildung des Kannenmagazins 6 einzeln oder gemeinsam mit anderen Kan
nenträgern.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung können sowohl das Verfahren als auch die
Vorrichtung in vielfältiger Weise abgewandelt werden, insbesondere durch Aus
tausch einzelner Merkmale durch Äquivalente oder durch andere Merkmalskombi
nationen. So bringt zwar die Überführung der Kannenträger in einer einzigen
Richtung im Hinblick auf die Ausbildung der Überführvorrichtung 7 besondere
Vorteile, ist aber dennoch nicht die einzige Möglichkeit, die für das Überführen von
Kannenträgern 5 aus einer der Stellflächen auf die im Hinblick auf den Ar
beitszyklus als nächstes zu besetzende Stellfläche in Frage kommt. So zeigt Fig. 6
eine Anordnung, die bei besonders enger Anordnung benachbarter Füllstationen 1
vorzuziehen ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob die benachbarten Füllstationen 1
zu verschiedenen bandabgebenden Textilmaschinen 8 (Fig. 4) gehören oder
immer paarweise Teil einer sogenannten Doppelkopfstrecke bilden. Damit in
einem derartigen Fall bei unverändert enger Anordnung der Füllstationen 1 den
noch sowohl eine Wartestellfläche 31 als auch eine Abholstellfläche 41 - zusätz
lich zu der Zuführstellfläche 32 und der Aufnahmestellfläche 40 mit den mit der
Füllstation 1 zusammenarbeitenden Kannenträgern - vorsehen zu können, sind
diese beiden zusätzlichen Stellflächen nicht in der selben Reihe wie die Zuführ
stellfläche 31 und die Aufnahmestellfläche 40 angeordnet, sondern in einer Reihe
davor, d. h. auf der der Füllstation 1 abgewandten Seite. Das Leerkannenmagazin
3 umfaßt somit die beiden linken Stellflächen (Wartestellfläche 31 und Zuführ
stellfläche 32), während das Vollkannenmagazin 4 die beiden rechten Stellflächen
(Aufnahmestellfläche 40 und Abholstellflache 41) umfaßt. Je nach Ausbildung der
bandabgebenden Textilmaschine 8 und ihrer Füllstation 1 ist natürlich auch eine
spiegelbildliche Anordnung hierzu möglich.
Die Arbeitsphase gemäß Fig. 6 entspricht der Arbeitsphase gemäß Fig. 2d). Die
leeren Kannen 2 werden mit Hilfe einer nicht gezeigten Zuführeinrichtung 30
(siehe Fig. 1 und 3) der Füllstation 1 zugeführt und gelangen nach dem Füllvor
gang als gefüllte Kannen 20 auf den sich in der Aufnahmestellung befindlichen
Kannenträger 5. Während dieser Zeit muß der Kannenträger 50 von der Abhol
stellfläche 41 abgeholt werden, um diese für die spätere Aufnahme des Kannen
trägers 5 freizugeben. Ist der Kannenträger 5 beladen, so wird er aus seiner Auf
nahmestellung auf die inzwischen frei gewordene Abholstellfläche 41 überführt.
Der leer gewordene Kannenträger 51 wird sodann von der Zuführstellfläche 32 auf
die Aufnahmestellfläche 40 überführt. Hierdurch wird die Zuführstellfläche 32 frei,
auf welche nun der zuvor auf der Wartestellfläche 31 deponierte Kannenträger 52
gebracht wird. Die Wartestellfläche 31 steht nun zur Aufnahme eines anderen, mit
leeren Kannen 2 gefüllten Kannenträgers bereit.
Für die Überführung eines Kannenträgers 5, 50, 51, 52. . . aus einer Stellposition in
die nächste kann beispielsweise ein nicht gezeigter, in der Höhe verstellbarer Wa
gen oder Schlitten vorgesehen werden, auf dem sich ein weiterer Wagen oder
Schlitten befindet, wobei die Bewegungsrichtungen der übereinander angeordne
ten Wagen oder Schlitten im rechten Winkel zueinander festgelegt werden. Ist der
untere Wagen oder Schlitten beispielsweise quer zu der Zuführ- oder Abholbewe
gung der Kannenträger 5, 50, 51, 52. . . (Pfeile f5 und f2 in den Fig. 1c und 1f) be
wegbar, so ist der obere Wagen oder Schlitten parallel hierzu verfahrbar.
Die Arretierung der Kannenträger 5, 50, 51, 52 . . . kann auch bei einer solchen
Ausbildung in ähnlicher Weise erfolgen, wie dies im Zusammenhang mit den Fig.
3 und 4 beschrieben wurde (Arretiermittel 62, Führungen 60 und 61, Arretiermittel
75, Schwelle 310, Führung 311, Positionierführung 620).
Die Arretiermittel können jedoch auch abweichend von den zuvor beschriebenen
Ausführungen ausgebildet sein. Dabei ist es möglich, statt die Kannenträger aus
dem Wirkungsbereich der Arretiermittel herauszuheben, die Arretiermittel aus dem
Bewegungsbereich der Kannenträger für die Dauer der Überführbewegungen bzw.
während des Zustellens zum Leerkannenmagazin 3 bzw. 3a bzw. des Abholens
aus dem Vollkannenmagazin 4 bzw. 4a aus dem Bewegungsbereich der
Kannenträger wegzubewegen (nicht gezeigt).
Im Zusammenhang mit den Fig. 3 und 4 wurden verschiedene Arretiermittel be
schrieben (Arretiermittel 62, Positionierführungen 620, Führungen 60 und 61,
Schwelle 310, Führung 311 . . .). Es versteht sich von selbst, daß nicht alle diese
genannten Arretiermittel gleichzeitig und in der gezeigten Ausbildung zur Anwen
dung kommen müssen. Auch ist es möglich, diese Arretiermittel oder einige von
ihnen durch Füße - an Stelle der Räderpaare 59 bzw. 590 - der Kannenträger 5,
50, 51, 52. . . zu ersetzen, so daß die Arretierung bereits durch die Reibung zwi
schen den Füßen und dem Untergrund sichergestellt ist. Andererseits wurde oben
angegeben, daß die Arretiermittel an die zum Einsatz kommende Größe der die
Kannen 2 bzw. 20 transportierenden Kannenträger 5, 50, 51, 52. . . angepaßt wer
den. Dies geschieht durch Versetzen oder Austausch derartiger Arretiermittel. Um
nicht unnötig Platz zu vergeuden, ist es ratsam, ein Kannenmagazin 6 nicht für
sämtliche in Betracht kommenden Größen einstellbar zu gestalten, sondern diese
Einstellbarkeit lediglich in einem gewissen Rahmen, d. h. für nicht zu weit vonein
ander abweichende Kannendurchmesser, vorzusehen.
Prinzipiell kann statt einer Höhenverstellung des in den Fig. 3 und 4 gezeigten
Schlittens 70 oder eines für eine Vorrichtung gemäß Fig. 6 geeigneten Schlittens
alternativ auch lediglich eine Höhenverstellung der Tragefläche 700 relativ zum
Schlitten 70 vorgesehen werden, wobei diese Höhenverstellung und auch der
Schlittenantrieb mittels Motoren, Zahnstangen etc. durchgeführt werden kann.
Es ist nicht erforderlich, daß sich die Überführvorrichtung 7 unterhalb der Kan
nenwagen oder -träger befindet; vielmehr kann die Überführvorrichtung 7 auch an
anderer Stelle und in anderer Weise ausgebildet sein. Beispielsweise befinden
sich an den beiden Enden der ihre Arbeitsposition im Kannenmagazin 6 einneh
menden Kannenträger Transportbänder oder -ketten (nicht gezeigt). Diese kön
nen durch jeweils eine Band- oder Kettenführung geführt werden und einen oder
mehrere Mitnehmer aufweisen, mit dessen bzw. deren Hilfe die Kannenträger
dazu gebracht werden, der Band- oder Kettenbewegung zu folgen. Eine steuer
bare Kupplung sorgt dabei für das Herstellen oder Aufheben der Mitnahmever
bindung.
Gemäß den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen ist vorausgesetzt wor
den, daß die innerhalb des Kannenmagazins 6 zu versetzenden Kannenträger 5,
50, 51, 52. . . stets restlos angehoben werden. Dies ist jedoch nicht unbedingt er
forderlich. Alternativ kann z. B. auch vorgesehen werden, daß im Falle eines als
Kannenwagen ausgebildeten Kannenträgers mit einer einzelnen, lenkbaren Rolle
bzw. einem verschwenkbaren Rollen- oder Räderpaar 590 (siehe Fig. 3) und einer
einzelnen, nicht lenkbaren Rolle bzw. einem zweiten, nicht verschwenkbaren
Rollen- oder Räderpaar 59 lediglich das Ende des Kannenwagens vom Boden
abhebbar ist, das dem der Bewegungsrichtung anpaßbaren Räderpaar 590 (oder
einer entsprechenden lenkbaren Rolle) abgewandt ist, um den Kannenwagen für
die Überführbewegung des Kannenwagens von einer Stellfläche auf eine andere
freizugeben. Das andere Räderpaar 590 (bzw. die entsprechende einzelne Rolle)
kann durchaus Bodenkontakt behalten und sich bei dieser Bewegung in
Bewegungsrichtung des Kannenwagens orientieren und den Kannenwagen ab
stützen.
Wie schon oben beschrieben, können die Kannenträger 5, 50, 51, 52. . . in unter
schiedlicher Weise ausgebildet sein. So können, nicht zuletzt auch in Abhängigkeit
von der Ausbildung und Arbeitsweise der Zuführvorrichtung 30, welche die leeren
Kannen 2 auch von dem der Füllstation zugewandten Ende eines Kannenträgers
aus abräumen kann, ohne die gesamte Kannenreihe verschieben zu müssen, u. U.
spezielle Führungsmittel (Führungen 55 und 56 - siehe Fig. 3) entfallen. Das
selbe trifft auch für die gleitreduzierenden Mittel (Stützleisten 540 und 541 - siehe
Fig. 3) zu, die beispielsweise durch ein besonders reibungsarmes Material, z. B.
Kunststoff, gebildet werden. Gegebenenfalls sind überhaupt keine reibungsredu
zierenden Maßnahmen erforderlich, insbesondere dann, wenn die Zuführvorrich
tung die leeren Kannen 2 bei deren Zufuhr zum Kannenwechsler 10 anhebt.
Bei den bisherigen Ausführungsbeispielen waren stets sowohl für das Leerkan
nenmagazin 3 als auch für das Vollkannenmagazin 4 jeweils zwei Stellflächen
(Warte- und Zuführstellfläche 31 und 32 bzw. Aufnahme- und Abholstellfläche 40
und 41) vorgesehen. Das in Fig. 5 gezeigte Ausführungsbeispiel zeigt, daß es
durchaus sinnvoll sein kann, auch mehr Puffer-Stellflächen für die beiden Maga
zine (Leerkannenmagazin 3 und Vollkannenmagazin 4) vorzusehen.
Fig. 5 zeigt zwei in der Produktion aufeinanderfolgende Füllstationen 1 und 12,
von denen beispielsweise die erste Füllstation Teil einer ersten Strecke (nicht ge
zeigt) und die zweite Füllstation 12 Teil einer zweiten Strecke 80 ist. Die erste
Strecke mit der Füllstation 1 bildet eine erste Streckpassage I, während die zweite
Strecke 80 eine zweite Streckpassage II bildet. Das Kannenmagazin 6 dieser
zweiten Streckpassage II kann in der Weise ausgebildet sein, wie dies zuvor mit
Hilfe der Fig. 2 bis 4 erläutert wurde. Auf der Eingangsseite dieser zweiten Streck
passage II befinden sich zwei Kannenträger 57 und 58 mit vollen Kannen 20,
deren Bänder (nicht gezeigt) der Strecke 80 zugeführt werden. Auf der einen Seite
neben diesen beiden Kannenträgern 57 und 58 befinden sich zwei weitere Kan
nenträger 570 und 571 mit vollen Kannen 20, welche die Stelle der Kannenträger
57 und 58 einnehmen sollen, sobald deren Kannen 20 entleert worden sind. Auf
der anderen Seite der Kannenträger 57 und 58 befinden sich zwei weitere Kan
nenträger 580 und 581, deren Kannen 2 jedoch bereits an der Strecke entleert
worden sind.
Die erste Streckpassage I weist als Puffer in ihrem Leerkannenmagazin 3a insge
samt zwei Wartestellflächen 31 und 31a und in ihrem Vollkannenmagazin 4a zwei
Abholstellflächen 41 und 41a auf.
Für die Arbeit der zweiten Streckpassage II müssen der zweiten Strecke 80 immer
zwei Kannenträger 57 und 58 gleichzeitig zur Verfügung stehen. Hierzu ist es
denkbar, der Strecke 80 der zweiten Streckpassage II entsprechende Magazine
zuzuordnen, um die Kannenträger paarweise zu sammeln. Gemäß Fig. 5 wird
anders vorgegangen, indem sichergestellt wird, daß der Strecke 80 die mit vollen
Kannen 20 beladenen, benötigten Kannenträger 57 und 58 stets paarweise zu
geführt und entsprechend auch paarweise von ihr wieder abgeführt werden. Die
von der Strecke 80 der zweiten Streckpassage II abgegebenen Kannenträger 582
und 583 gelangen somit paarweise in das Leerkannenmagazin 3a der ersten
Streckpassage I, wo sie auf den beiden Wartestellflächen 31 und 31a abgestellt
werden. Ein Kannenträger nach dem anderen wird dann einzeln innerhalb des
Kannenmagazins 6 von einer Stellfläche auf die nächste überführt. lm Vollkan
nenmagazin 4 werden die Kannenträger gesammelt und erst dann, wenn ein Paar
komplett ist, als Paar wieder an die zweite Streckpassage II weitergeleitet werden.
In der Regel arbeiten die beiden Streckenpassagen I und II nicht synchron. Aus
diesem Grunde ist, wie in Fig. 5 angedeutet, zwischen der Strecke der ersten
Streckpassage I und der Strecke 80 der zweiten Streckpassage II eine Verteiler
bahn 81 angeordnet, die es ermöglicht, daß Kannenträger nach Bedarf von ver
schiedenen Strecken der ersten Streckpassage I unterschiedlichen Strecken 80
der zweiten Streckpassage II zugeführt werden können.
Durch die oben geschilderte Ausbildung der beiden Streckpassagen I und II
braucht jedoch die Möglichkeit nicht ausgeschlossen zu werden, Kannenträger
jeweils nur einzeln von einer Strecke der ersten Streckpassage I einer Strecke 80
der zweiten Streckpassage II zuführen zu können, um Kannenträger von ver
schiedenen Strecken der ersten Streckpassage I einer Strecke 80 der zweiten
Streckpassage II gleichzeitig vorlegen zu können, beispielsweise um Faserbänder
verschiedener Qualität mischen zu können.
Zuvor wurden Ausführungsbeispiele zur Handhabung und zum Füllen von Rund
kannen 2, 2a, 20 beschrieben, doch ist die Erfindung nicht auf derartige Ausbil
dungen eingeschränkt. Fig. 7 zeigt eine weitere Abwandlung, die speziell zum
Zuführen von sogenannten Flach- oder Rechteckkannen 21 zu einer Füllstation 13
und zum Bereitstellen derartiger gefüllter Rechteckkannen 21a für die Abholung
geeignet ist. Die Füllstation 13 ist bei diesem Ausführungsbeispiel in für Flach- oder
Rechteckkannen 21 üblicher Weise derartig ausgebildet, daß die Rechteck
kanne 21 während des Füllens eine Changierbewegung (siehe Doppelpfeil f7) in
Richtung ihrer größeren Achse erhält, während dieser Changierbewegung eine
Pendelbewegung (siehe Doppelpfeil f8) quer zur Changierbewegung überlagert
wird.
Auf der Zuführseite der Füllstation 13 befindet sich ein Leerkannenmagazin 34 mit
einer Wartestellfläche 340 und einer Zuführstellfläche 341, welcher eine Zuführein
richtung 342 zugeordnet ist. Auf der Abholseite der Füllstation 13 befindet sich ein
Vollkannenmagazin 42 mit einer Aufnahmestellfläche 420 und eine Abholstellflä
che 421.
Die vier Stellflächen 340, 341, 420 und 421 der beiden Kannenmagazine 34 und
42 sind beim gezeigten Ausführungsbeispiel im wesentlichen längs einer Linie an
geordnet. Parallel hierzu befindet sich eine Überführvorrichtung 76, beispielsweise
in Form eines Transportbandes, in deren Verlängerung sich bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel zuführseitig eine Kannenträgerzuführbahn 82 befindet, wäh
rend sich abführseitig eine Kannenträgerabführbahn 83 befindet. Sowohl die Kan
nenträgerzuführbahn 82 als auch die Kannenträgerabführbahn 83 kann dabei der
artig ausgebildet sein, daß die Kannenträger automatisch in an sich bekannter
Weise transportiert werden; es kann jedoch auch eine Bahn in Form eines Weges
ohne eine besondere Markierung oder Ausbildung vorgesehen sein, längs welcher
eine Bedienungsperson einen Kannenträger 500 in eine Bereitschaftsstellung 820
bringt (siehe Pfeil f17), aus welcher er nach Freiwerden der Wartestellfläche 340
auf diese überführt wird, was auf beliebige Weise durch die Bedienungsperson
oder eine automatische Vorrichtung erfolgen kann. In analoger Weise wird ein zur
Abholung auf der Abholstellfläche 421 bereitgestellter Kannenträger 503 von der
Abholstellfläche 421 in geeigneter Weise in eine Abholbereitschaftsstellung 830
überführt, von wo er durch die Bedienungsperson oder eine geeignete Transport
vorrichtung (z. B. Selbstfahrerwagen etc.) abgeholt wird (siehe Pfeil f18).
Je nach Ausbildung der Kannenzuführbahn 82 kann die Bereitschaftsstellung 820
durch die Wartestellfläche 340 gebildet werden. In analoger Weise kann auch die
Abholstellfläche 421 mit der Abholbereitschaftsstellung 830 zusammenfallen.
Die im Aufbau beschriebene Vorrichtung gemäß Fig. 7 arbeitet wie folgt:
Zunächst wird davon ausgegangen, daß die in Fig. 7 dargestellte Situation gege ben ist. Somit ist durch die Arbeit der Zuführeinrichtung 342 eine Rechteckkanne 21 von einem sich auf der Zuführstellfläche 341 befindlichen Kannenträger 501 dem Arbeitsbereich der Füllstation 13 zugeführt worden (siehe Pfeil f9) und kann gefüllt werden. Hierbei wird der Rechteckkanne 21 in an sich bekannter Weise innerhalb der Füllstation 13 eine Changierbewegung erteilt (siehe Doppelpfeil f7) und dieser Changierbewegung noch eine Pendelbewegung überlagert (siehe Pfeil f8). Ist die Rechteckkanne 21 gefüllt, so wird sie durch eine nicht gezeigte Aus stoßvorrichtung, die Teil der Füllstation 13 bzw. dieser zugeordnet ist, in Richtung des Pfeiles f9a aus der Füllstation 13 heraus auf den Kannenträger 502 gestoßen, wo die gefüllten Kannen 21a gesammelt werden, bis der Kannenträger 502 gefüllt ist.
Zunächst wird davon ausgegangen, daß die in Fig. 7 dargestellte Situation gege ben ist. Somit ist durch die Arbeit der Zuführeinrichtung 342 eine Rechteckkanne 21 von einem sich auf der Zuführstellfläche 341 befindlichen Kannenträger 501 dem Arbeitsbereich der Füllstation 13 zugeführt worden (siehe Pfeil f9) und kann gefüllt werden. Hierbei wird der Rechteckkanne 21 in an sich bekannter Weise innerhalb der Füllstation 13 eine Changierbewegung erteilt (siehe Doppelpfeil f7) und dieser Changierbewegung noch eine Pendelbewegung überlagert (siehe Pfeil f8). Ist die Rechteckkanne 21 gefüllt, so wird sie durch eine nicht gezeigte Aus stoßvorrichtung, die Teil der Füllstation 13 bzw. dieser zugeordnet ist, in Richtung des Pfeiles f9a aus der Füllstation 13 heraus auf den Kannenträger 502 gestoßen, wo die gefüllten Kannen 21a gesammelt werden, bis der Kannenträger 502 gefüllt ist.
Während des Füllens der auf dem Kannenträger 502 abzustellenden Rechteck
kannen 21a wird der zu einem früheren Zeitpunkt beladene Kannenträger 503 von
der Abholstellfläche 421 abgeholt, wobei er entweder von hier direkt abtranspor
tiert wird oder, falls vorgesehen, zuvor in die Abholbereitschaftsstellung 830 über
führt wird (siehe Pfeil f10).
Wenn der Kannenträger 502 restlos gefüllt ist, ist somit die Abholstellfläche 421 für
seine Aufnahme frei. Der Kannenträger 502 wird nunmehr von der Aufnahmestell
fläche 420 in Richtung des Pfeiles f11 auf die zuvor frei gewordene Abholstellfläche
421 überführt.
Während sich die letzte, vom Kannenträger 501 abgenommene und der Füllstation
13 zugeführte Rechteckkanne 21 noch in der Füllstation 13 befindet, wird dieser
geleerte Kannenträger 501 in Richtung des Pfeiles f12 in geeigneter, nicht darge
stellter Weise an die Überführvorrichtung 76 übergeben (siehe Überführstellung
760), welche den Kannenträger 501 in Richtung des Pfeiles f13 in eine Aufnahme-
Wartestellung 761 bringt.
Da nun die Zuführstellfläche 341 leer ist, kann der sich auf der Wartestellfläche
340 befindliche, leere Rechteckkannen 21 mit sich führende Kannenträger 500 auf
die Zuführstellfläche 341 überführt werden (siehe Pfeil f14). Dies geschieht wäh
rend der Zeit, während welcher sich die letzte Rechteckkanne 21 des zuvor ent
leerten Kannenträgers 501 noch in der Füllstation 13 befindet, so daß nach Füllen
der erwähnten Rechteckkanne 21 ohne Produktionsunterbrechung sofort wieder
eine neue Rechteckkanne 21 - jetzt von dem Kannenträger 500 - der Füllstation
13 zugeführt werden kann.
Sowie der Kannenträger 502 mit vollen Rechteckkannen 21 beladen und aus der
Aufnahmestellfläche 420 auf die Abholstellfläche 421 gebracht worden ist, wird der
zuvor geleerte Kannenträger 501 aus der Aufnahme-Wartestellung 761 in die Auf
nahmestellfläche 421 überführt (Pfeil f15). Dies geschieht während der Zeit, wäh
rend die erste Rechteckkanne 21 des nachgerückten Kannenträgers 500 gefüllt
wird, damit die Füllstation 13 ohne Produktionsunterbrechung die gefüllte Recht
eckkanne 21a an den inzwischen auf der Aufnahmestellfläche 420 bereitgestellten
Kannenträger 501 abgeben kann.
Während die Rechteckkannen 21 vom Kannenträger 500 der Füllstation 13 zum
Füllen zugeführt werden, wird ein inzwischen in der Bereitschaftsstellung 820 be
reitgestellter neuer Kannenträger (nicht gezeigt) in Richtung des Pfeils f16 aus der
Bereitschaftsstellung 820 auf die Wartestellfläche 340 überführt.
Die spezielle Ausbildung der (nicht gezeigten) Vorrichtungen zum Überführen der
Kannenträger 500 bis 503 aus einer bzw. in eine der erwähnten Stellungen 820
bzw. 830 bzw. das Verbringen eines der Kannenträgers auf die eine oder andere
der Stellflächen 340, 341, 420 bzw. 421 kann in beliebiger Weise konstruktiv ge
löst werden. Dabei spielt auch die relative Anordnung der Stellflächen 340, 341,
420 bzw. 421 und/oder das Vorsehen der Stellungen 820 bzw. 830 keine wesent
liche Rolle. So sind Anordnungen gemäß den Fig. 1, 2, 5 oder auch 6 durchaus
auch im Zusammenhang mit Flach- oder Rechteckkannen möglich.
1
Füllstation
10
Kannenwechsler
100
Kannenführung
101
Kannenführung
102
Kannenführung
11
Mitnehmerarm
12
Füllstation
13
Füllstation
2
Rundkanne
2
a Rundkanne
20
Rundkanne
21
Rechteckkanne
21
a Rechteckkanne
3
Leerkannenmagazin
3
a Leerkannenmagazin
30
Zuführeinrichtung
300
Zuführbügel
31
Wartestellfläche
31
a Wartestellfläche
310
Schwelle
311
Führung
32
Zuführstellfläche
33
Auflaufkeil
34
Leerkannenmagazin
340
Wartestellfläche
341
Zuführstellfläche
342
Zuführeinrichtung
4
Vollkannenmagazin
4
a Vollkannenmagazin
40
Aufnahmestellfläche
41
Abholstellfläche
41
a Abholstellfläche
42
Vollkannenmagazin
420
Aufnahmestellfläche
421
Abholstellfläche
5
Kannenträger
50
Kannenträger
500
Kannenträger
501
Kannenträger
502
Kannenträger
503
Kannenträger
51
Kannenträger
510
Führungsbolzen
52
Kannenträger
53
Griffbügel
54
Kannenstellfläche
540
Stützleiste
541
Stützleiste
55
Führung
56
Führung
57
Kannenträger
570
Kannenträger
571
Kannenträger
58
Kannenträger
580
Kannenträger
581
Kannenträger
582
Kannenträger
583
Kannenträger
59
Räderpaar
590
Räderpaar
6
Kannenmagazin
60
Führung
61
Führung
62
Arretiermittel
620
Positionierführung
7
Überführvorrichtung
70
Schlitten
700
Tragefläche
71
Antriebskolben
710
Leitung
711
Leitung
712
Leitung
72
Steuervorrichtung
720
Leitung
73
Schiene
730
Führung
74
Schlauch
740
Klemmstück
741
Klemmstück
742
Leitung
743
Leitung
744
Leitung
75
Arretiermittel
76
Überführvorrichtung
760
Überführstellung
761
Aufnahme-Wartestellung
8
Textilmaschine
80
Strecke
81
Verteilerbahn
82
Kannenträgerzuführbahn
820
Bereitschaftsstellung
83
Kannenträgerabführbahn
830
Abholbereitschaftsstellung
9
Überwachungseinrichtung
90
Lichtschranke
900
Leitung
91
Überwachungseinrichtung
910
Lichtschranke
911
Leitung
92
Schalter
920
Leitung
f1
f1
Pfeil
f2
f2
Pfeil
f3
f3
Pfeil
f4
f4
Pfeil
f5
f5
Pfeil
f6
f6
Pfeil
f7
f7
Doppelpfeil
f8
f8
Doppelpfeil
f9
f9
Pfeil
f9a
f9a
Pfeil
f10
f10
Pfeil
f11
f11
Pfeil
f12
f12
Pfeil
f13
f13
Pfeil
f14
f14
Pfeil
f15
f15
Pfeil
f16
f16
Pfeil
f17
f17
Pfeil
f18
f18
Pfeil
I Streckpassage
II Streckpassage
I Streckpassage
II Streckpassage
Claims (19)
1. Verfahren zum Zuführen von in einer Reihe angeordneten leeren Kannen zu
einem Leerkannenmagazin und von dort zu einer Füllstation einer bandabge
benden Textilmaschine und zum Abstellen von gefüllten Kannen in einer
Reihe in einem Vollkannenmagazin, aus welchem die gefüllten Kannen ab
geführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß eine vorgegebene Vielzahl
von leeren Kannen gemeinsam mit einem Kannenträger in das Leerkan
nenmagazin der bandabgebenden Textilmaschine gebracht wird, die zu fül
lenden Kannen vom Kannenträger nacheinander der Füllstation zugeführt
werden, von wo aus die gefüllten Kannen nacheinander einem im Vollkan
nenmagazin befindlichen, zunächst leeren Kannenträger zugeführt werden,
der nach dem Aufnehmen der vorgegebenen Vielzahl von gefüllten Kannen
aus dem Vollkannenmagazin abtransportiert wird, woraufhin der inzwischen
entleerte, im Leerkannenmagazin befindliche Kannenträger in das frei gewor
dene Vollkannenmagazin überführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kannenträger
im Leerkannenmagazin und/oder im Vollkannenmagazin arretiert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kan
nenträger mit den leeren Kannen innerhalb des Leerkannenmagazins zu
nächst in eine Wartestellung gebracht wird, bevor er in eine Zuführstellung
zum einzelnen Zuführen der leeren Kannen an die Füllstation überführt wird,
und/oder daß der Kannenträger mit den gefüllten Kannen innerhalb des
Vollkannenmagazin aus einer Aufnahmestellung, in welcher er die von der
Füllstation nacheinander abgegebenen gefüllten Kannen aufnimmt, zur Be
reitstellung für den Abtransport in eine Abholstellung gebracht wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß nach Abtransport des die gefüllten Kannen aufnehmen
den Kannenträgers der entleerte, sich im Leerkannenmagazin befindliche
Kannenträger quer zu der Zuführ- und Abtransportrichtung der Kannenträger
in das Vollkannenmagazin bewegt wird.
5. Vorrichtung zum Zuführen von in einer Reihe angeordneten leeren Kannen
zu einem Leerkannenmagazin und von dort zu einer Füllstation einer
bandabgebenden Textilmaschine und zum Abstellen von gefüllten Kannen in
einer Reihe in einem Vollkannenmagazin, aus welchem die gefüllten Kannen
abtransportiert werden, zur Durchführung des Verfahrens nach den An
sprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine dem Leerkannenmagazin (3,
3a, 34) zugeordnete Zuführvorrichtung (30, 342), mit deren Hilfe die Kannen
(2, 20, 21), welche sich auf dem im Leerkannenmagazin (3, 3a, 34) angeord
neten Kannenträger (5, 50, 500, 501, 502, 503, 51, 52, 57, 570, 571, 58, 580,
581, 582, 583) befinden, der Füllstation (1, 13) einzeln zuführbar sind, sowie
durch eine Überführvorrichtung (7, 76) zum Überführen eines entleerten
Kannenträgers (5, 50, 500, 501, 502, 503, 51, 52, 57, 570, 571, 58, 580, 581,
582, 583) vom Leerkannenmagazin (3, 3a, 34) ins Vollkannenmagazin (4, 4a,
42).
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch im Leerkannenmagazin
(3, 3a, 34) und/oder im Vollkannenmagazin (4, 4a, 42) vorgesehene Ar
retiermittel (310, 311, 60, 61, 62, 620) für jeweils einen Kannenträger (5, 50,
500, 501, 502, 503, 51, 52, 57, 570, 571, 58, 580, 581, 582, 583).
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Überführvorrichtung (7, 76) unterhalb der Kannenträger (5, 50, 500, 501,
502, 503, 51, 52, 57, 570, 571, 58, 580, 581, 582, 583) bewegbar ist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Leerkannenmagazin (3, 3a, 34) mindestens eine
Wartestellfläche (31, 31a, 340) zur Aufnahme eines leere Kannen (2, 21) mit
sich führenden Kannenträgers (5, 50, 500, 501, 502, 503; 51, 52, 57, 570,
571, 58, 580, 581, 582, 583) und eine Zuführstellfläche (32, 341) zur
Aufnahme eines Kannenträgers (5, 50, 500, 501, 502, 503, 51, 52, 57, 570,
571, 58, 580, 581, 582, 583) aufweist, von welchem die leeren Kannen (2,
21) der Füllstation (1,13) zuführbar sind, und/oder das Vollkannenmagazin
(4, 4a, 42) in eine Aufnahmestellfläche (40, 420) zum Aufnehmen eines Kan
nenträgers (5, 50, 500, 501, 502, 503, 51, 52, 57, 570, 571, 58, 580, 581,
582, 583), dem die von der Füllstation (1,13) abgegebenen gefüllten Kannen
(20, 21a) zugeführt werden, und mindestens eine Abholstellfläche (41, 41a,
421) zur Bereitstellung eines Kannenträgers (5, 50, 500, 501, 502, 503, 51,
52, 57, 570, 571, 58, 580, 581, 582, 583) mit gefüllten Kannen (20, 21a) für
den Abtransport unterteilt ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellflächen
(31, 31a, 32, 340, 341, 40, 41, 41a, 420, 421) des Leerkannenmagazins (3,
3a, 34) und des Vollkannenmagazins (4, 4a, 42) nebeneinander angeordnet
sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch einen sich bis zur
Wartestellfläche (31, 31a, 340) erstreckenden Auflaufkeil (33), gegen welche
die der Füllstation (1, 13) abgewandte leere Kanne (2, 21) zum Auflaufen
bringbar ist beim Überführen eines Kannenwagens (5, 50, 500, 501, 502,
503, 51, 52, 57, 570, 571, 56, 580, 581, 582, 583) von der Wartestellfläche
(31, 31a, 340) auf die Zuführstellfläche (32, 341).
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Überführvorrichtung (7, 76) sich über die um die Breite einer Stellfläche redu
zierte Gesamtstellfläche der nebeneinander angeordneten Stellflächen (31,
31a, 32, 340, 341, 40, 41, 41a, 420, 421) des Leerkannenmagazins (3, 3a,
34) und des Vollkannenmagazins (4, 4a, 42) erstreckt und in seiner einen
Bewegungsrichtung ohne Mitnahme von Kannenträgern (5, 50, 500, 501,
502, 503, 51, 52, 57, 570, 571, 58, 580, 581, 582, 583) in eine
Aufnahmestellung und in ihrer anderen Bewegungsrichtung unter Mitnahme
sämtlicher sich in seinem Erstreckungsbereich befindlicher Kannenträger (5,
50, 500, 501, 502, 503, 51, 52, 57, 570, 571, 58, 580, 581, 582, 583) um die
Breite einer Stellfläche derart bewegbar ist, daß ein im Leerkannenmagazin
(3, 3a, 34) befindlicher Kannenträger (5, 50, 500, 501, 502, 503, 51, 52, 57,
570, 571, 58, 580, 581, 582, 583) in das Vollkannenmagazin (4, 4a, 42)
gelangt.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Kannenträger (5, 50, 500, 501, 502, 503, 51, 52, 57,
570, 571, 58, 580, 581, 582, 583) als Kannenwagen ausgebildet ist und
mindestens eine in Bewegungsrichtung orientierbare Rolle (590) aufweist
und die Überführvorrichtung (7, 76) zur Freigabe des Kannenträgers (5, 50,
500, 501, 502, 503, 51, 52, 57, 570, 571, 58, 580, 581, 582, 583) eine
Hubeinrichtung (74) für mindestens ein der orientierbaren Rolle (590)
abgewandtes Ende des Kannenwagens aufweist.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Überführvorrichtung (7, 76) eine in der Höhe ver
stellbare Führung (73) mit einer Hubeinrichtung insbesondere in Form eines
aufblasbaren Schlauchs (74) zugeordnet ist.
14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 13, dadurch ge
kennzeichnet, daß dem Leerkannenmagazin (3, 3a, 34) und dem
Vollkannenmagazin (4, 4a, 42) gemeinsame Führungen (60, 61) zugeordnet
sind, welche sich parallel zur Bewegungsbahn der Überführvorrichtung (7)
erstrecken und die relative Abstandsposition der sich im Leerkannenmagazin
(3, 3a, 34) und im Vollkannenmagazin (4, 4a, 42) befindlichen Kannenträger
(5, 50, 500, 501, 502, 503, 51, 52, 57, 570, 571, 58, 580, 581, 582, 583) zur
Füllstation (1, 13) sowohl während der Abgabe bzw. Aufnahme von Kannen
(2, 20, 21, 21a) als auch während der Überführung eines Kannenträgers (5,
50, 500, 501, 502, 503, 51, 52, 57, 570, 571, 58, 580, 581, 582, 583) vom
Leerkannenmagazin (3, 3a, 34) in das Vollkannenmagazin (4, 4a, 42) si
chern.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 14, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Überführvorrichtung (7, 76) einstellbare Arretiermittel
(75) zum Arretieren des Kannenträgers (5, 50, 500, 501, 502, 503, 51, 52,
57, 570, 571, 58, 580, 581, 582, 583) aufweist.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 15, dadurch
kennzeichnet, daß das Leerkannenmagazin (3, 3a, 34) eine an die Breite des
Kannenträgers (5, 50, 500, 501, 502, 503, 51, 52, 57, 570, 571, 58, 580, 581,
582, 583) einstellbare Führung (62, 620) für den ihm zustellbaren
Kannenträger (5, 50, 500, 501, 502, 503, 51, 52, 57, 570, 571, 58, 580, 581,
582, 583) aufweist.
17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 16, dadurch ge
kennzeichnet daß dem Leerkannenmagazin (3, 3a, 34) eine erste Überwa
chungseinrichtung (9) und dem Vollkannenmagazin (4, 4a, 42) eine zweite
Überwachungsvorrichtung (91) zugeordnet sind, die ein Überführen eines
Kannenträgers (5, 50, 500, 501, 502, 503, 51, 52, 57, 570, 571, 58, 580, 581,
582, 583) vom Leerkannenmagazin (3, 3a, 34) ins Vollkannenmagazin (4, 4a,
42) erst darin zulassen, nachdem der sich im Leerkannenmagazin (3, 3a, 34)
befindliche Kannenträger (5, 50, 500, 501, 502, 503, 51, 52, 57, 570, 571, 58,
580, 581, 582, 583) abgeräumt und ein zuvor im Vollkannenmagazin (4, 4a,
42) zur Abholung bereitgestellter Kannenträger (5, 50, 500, 501, 502, 503,
51, 52, 57, 570, 571, 58, 580, 581, 582, 583) das Vollkannenmagazin (4, 4a,
42) verlassen hat.
18. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 17, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Kannenträger (5, 50, 500, 501, 502, 503, 51, 52, 57,
570, 571, 58, 580, 581, 582, 583) Führungsmittel (55, 56) aufweist, um die
Kannen (2, 20, 21, 21a) in Reihe zu halten.
19. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 18, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Kannenträger (5, 50, 500, 501, 502, 503, 51, 52, 57,
570, 571, 58, 580, 581, 582, 583) gleitreduzierende Mittel (540, 541) trägt.
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
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