DE19509928A1 - Vorrichtung an einer Spinnereimaschine, z. B. Karde, Strecke, zum Fördern und Bereitstellen von Spinnkannen - Google Patents
Vorrichtung an einer Spinnereimaschine, z. B. Karde, Strecke, zum Fördern und Bereitstellen von SpinnkannenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an einer Spinnereimaschine, z. B. Karde, Strecke, zum
Fördern und Bereitstellen von Spinnkannen mit einer Fördereinrichtung mit mindestens einem
angetriebenen Förderelement, z. B. Förderband, Förderriemen, Rollgang o. dgl., bei dem ein
entfernbares Sperrelement für die Spinnkannen vorhanden ist.
Bei einer bekannten Vorrichtung (DE-OS 39 08 832) werden die Spinnkannen durch ein
horizontal umlaufendes, antreibbares Transportband vorwärtsbewegt. Dabei ist die
Mantelfläche der Spinnkanne zwischen einem Trum des Transportbandes mit hohem
Reibwert und einem unbeweglichen Geländer angeordnet. Die Boden rollen der Spinnkannen
rollen beim Transport auf dem Spinnereiboden. Die bekannte Vorrichtung nimmt die Kannen
zwangsläufig über die gesamte Förderstrecke mit, wobei alle Kannen gleichzeitig bewegt
werden. Es ist nicht möglich, die Kannen drucklos nacheinander aufzustauen und zu
vereinzeln. Wenn eine neue Leerkanne dem Kannenwechsler zugeführt werden soll, muß
stets die Transportvorrichtung mit allen Kannen in Bewegung gesetzt werden, d. h. die
Zuführung der vordersten Kanne, der Transport aller Kannen und die Nachführung einer
neuen Leerkanne sind stets zwangsweise gekoppelt. Außerdem ist die bekannte Vorrichtung
konstruktiv aufwendig. Schließlich ist ein Eingriff von der Seite her wegen des
Transportbandes und des Geländers nicht möglich.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs
beschriebenen Art zu schaffen, die die genannten Nachteile vermeidet, die insbesondere auf
verbesserte Weise ein Fördern und Bereitstellen von Spinnkannen ermöglicht und auf
konstruktiv einfache Art ein Aufstauen und eine Vereinzelung der Spinnkannen erlaubt.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
Erfindungsgemäß werden zur Zufuhr, Abfuhr und/oder zur Speicherung von Kannen an der
Karde, der Strecke, der Spinnmaschine, die Kannen auf angetriebene Förderelemente, z. B.
Bänder, gestellt und gegen Anschläge gefördert. Wenn die Kannen ihre Zielstellung erreicht
haben, werden sie von den Anschlägen gehalten, während bei weiterlaufendem
Förderelement, z. B. Band, ein Durchrutschen stattfindet. Damit entsteht auf konstruktiv
einfache Weise ein Aufschiebespeicher. Die Kannen werden gefördert, gespeichert und
vereinzelt.
Bei laufendem Förderelement ist für das Aufstauen der Kannen die geringe Gleitreibung
zwischen Förderelement und Bodenseite der Kannen (Förderfläche) wichtig, während für das
Fördern der Kannen der Druck (Schwerkraft) der Bodenseite der Kannen (Förderfläche) auf
das Förderelement von Bedeutung ist.
Zweckmäßig ist das Förderelement bei offenem oder geschlossenem Sperrelement
bewegbar. Vorzugsweise liegt die vorderste Spinnkanne am Sperrelement an und rutscht das
Förderelement durch. Mit Vorteil ist bei offenem oder geschlossenem Sperrelement die
Förderstrecke des Förderelements einstellbar. Bevorzugt sind der Antrieb für das
Sperrelement und der Antrieb für das Förderelement elektrisch miteinander verbunden.
Zweckmäßig ist eine elektronische Steuer- und Regeleinrichtung, z. B. Mikrocomputer,
vorhanden, an die Antriebe für die Spinnereimaschine, der Antrieb für das Förderelement und
der Antrieb für das Sperrelement angeschlossen sind.
Vorzugsweise ist das Förderelement ein Förderband. Mit Vorteil weist das Förderelement
mindestens zwei Riemen, z. B. Zahnriemen, auf. Bevorzugt sind die Riemen parallel
zueinander angeordnet und bewegen sich in derselben Richtung gleichzeitig und mit gleicher
Geschwindigkeit. Zweckmäßig laufen die Riemen in Stützrinnen. Vorzugsweise bestehen die
Stützrinnen aus verschleißfestem Kunststoff mit geringem Reibwert. Mit Vorteil sind die
Bänder, Riemen o. dgl. einzeln antreibbar. Bevorzugt sind mehrere Bänder, Riemen o. dgl.
gleichzeitig von einem Antrieb antreibbar. Zweckmäßig ist zwischen mindestens zwei
Vorrichtungen ein Wendegetriebe vorhanden. Vorzugsweise stehen die Riemen mit den
außenliegenden Bereichen der Bodenfläche (Förderfläche) der Spinnkannen in Eingriff. Mit
Vorteil überragt bzw. überragen das Förderelement, z. B. die Riemen, die Bodenfläche der
Spinnkannen nach außen teilweise. Bevorzugt sind die Förderflächen der Spinnkannen glatt.
Zweckmäßig berührt die Förderfläche der Kanne mindestens teilweise das Förderelement.
Vorzugsweise ist der Vorrichtung eine Kannenwechseleinrichtung, z. B. Linear- oder
Rotationskannenwechsler, zugeordnet. Zweckmäßig sind Sensoren, z. B. Lichtschranken, für
die Erkennung von Kannen vorhanden. Mit Vorteil ist am Eingang des Förderelements, z. B.
Band, Riemen, eine Zentriereinrichtung für die Spinnkannen vorgesehen. Bevorzugt wird ein
Mitnahmeelement, z. B. Arm, Rolle o. dgl. der Kannenwechseleinrichtung als Sperrelement
herangezogen. Zweckmäßig wird die Vorrichtung zur Zufuhr von Leerkannen zur
Spinnereimaschine herangezogen. Vorzugsweise wird die Vorrichtung zur Abfuhr von
Vollkannen von der Spinnereimaschine herangezogen. Mit Vorteil ist der Querschnitt der
Kanne kreisförmig. Bevorzugt ist der Querschnitt der Kanne rechteckig. Vorzugsweise ist das
Förderelement waagerecht angeordnet. Zweckmäßig ist bei der Zufuhr von Leerkannen das
Förderelement in Richtung zu der Spinnereimaschine abwärts geneigt. Vorzugsweise ist bei
der Abfuhr von Vollkannen das Förderelement in Richtung von der Spinnereimaschine
abwärts geneigt. Mit Vorteil weist das Förderelement auf seiner den Spinnkannen
zugewandten Seite einen geringen Reibwert auf.
Wenn eine Kanne aus dem Speicher entnommen werden soll, wird der Anschlag entfernt, das
Förderelement, z. B. Band, läuft um den Betrag eines Kannendurchmessers weiter, dann wird
das Förderelement, z. B. Band angehalten, die zu entnehmende Kanne entfernt und der
Anschlag wird wieder in Halteposition gebracht. Das Förderelement, z. B. Band, wird von
einer Steuerung in Betrieb und außer Betrieb gesetzt. Die Steuerung arbeitet mit der
Maschinensteuerung der Vor- und/oder Nachmaschine oder Vorrichtung zusammen. Der Start
des Förderelements, z. B. Bandtransport, kann vom Bediener per Hand ausgelöst werden,
wobei eine Laufzeit ausgelöst wird, die der längstmöglichen Förderstrecke entspricht. Danach
schaltet sich der Fördertransport automatisch ab. Diese Verfahrensweise reduziert die
Durchrutschzeit und verhindert Verschleiß am Band und den Kannen. Anstatt des Bandes
können zwei Riemen, z. B. Zahnriemen, eingesetzt werden, die sich parallel und gleichzeitig
bewegen. Sie sind in einem Abstand im Bereich des Durchmessers der Kanne zueinander
angeordnet. Die beiden Außenkanten der parallel laufenden Bänder haben vorzugsweise eine
Entfernung, die etwas größer ist als der äußere Kannendurchmesser im Bereich der
Standfläche. Die Kannentransportvorrichtung und/oder Speicher arbeitet mit Vorteil
zusammen mit Zufuhr- und Entnahmeeinrichtungen. Die Zufuhr- und/oder
Entnahmevorrichtung ist zweckmäßig ein Kannenwechsler in den Varianten Linear- und
Rotationswechsler. Der Speicher kann Sensoren für die Erkennung von Kannen enthalten. Die
Riemen laufen zweckmäßig in Stützrinnen. Die Stützrinnen sind vorzugsweise aus
gleitförderndem und verschleißfestem Kunststoff, z. B. Niederdruckpolyäthylen. Mit Vorteil
werden die Bänder einzeln angetrieben. Zweckmäßig werden mehrere Bänder gleichzeitig
von einem Antrieb angetrieben. Im Antriebssystem können Wendegetriebe eingesetzt werden.
Bevorzugt ist am Einlauf auf das Band eine Zentriervorrichtung für die Kannen angebracht.
Die Kontaktfläche (Förderfläche) der Kanne mit dem Förderelement kann z. B. als ebener
Kannenboden, als zusätzliche Grundplatte oder als kreisringförmiger Ansatz ausgebildet sein.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert:
Es zeigt:
Fig. 1a schematisch Draufsicht auf eine erfindungsgemäße
Vorrichtung an einer Strecke zur Zufuhr von Leerkannen und
zur Abfuhr von Vollkannen,
Fig. 1b Seitenansicht der Vorrichtung zur Zufuhr von Leerkannen,
Fig. 2a die Vorrichtung gemäß Fig. 1b mit einer aufgeschobenen
Kanne und zwei geförderten Kannen,
Fig. 2b die Vorrichtung gemäß Fig. 1b mit drei aufgeschobenen
Kannen,
Fig. 2c die Vorrichtung gemäß Fig. 1b mit einer vereinzelten Kanne
und zwei geförderten Kannen,
Fig. 3a Vorderansicht der Vorrichtung gemäß Schnitt I-I,
Fig. 3b vergrößert Einzeldarstellung des Förderelements auf einer
Seite der Vorrichtung gemäß Fig. 3a,
Fig. 3c Explosivdarstellung der Stützrinne, des Zahnriemens und der
Kanne,
Fig. 4a Seitenansicht eines Umlenkbereichs des Förderelements,
Fig. 4b Draufsicht auf den Umlenkbereich gemäß Fig. 4a,
Fig. 5 perspektivisch die Förderelemente der Vorrichtung für die
Zufuhr von Leerkannen und der Vorrichtung für die Abfuhr
von Vollkannen mit Wendegetriebe,
Fig. 6 eine Halteschranke mit Drehgelenk als Sperrelement,
Fig. 7 bis 11 Grundriß und Seitenansicht von Ausbildungen der
Förderfläche der Spinnkannen,
Fig. 12 eine Ausführungsform mit Stützrollen,
Fig. 13a, 13b eine Ausführungsform mit Förderrollen und
Fig. 14a, 14b die Vorrichtung gemäß Fig. 1a mit einem
Kannentransportwagen.
Nach Fig. 1a sind eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 für die Zufuhr von Leerkannen 5 und
eine erfindungsgemäße Vorrichtung 2 für die Abfuhr von mit Faserband gefüllten Vollkannen
6 einer Strecke 3, z. B. Trützschler Hochleistungsstrecke HS, mit Kannenwechseleinrichtung 4
(Rotationskannenwechsler) zugeordnet. Mit 29 ist der Drehteller für die Ablage des
Faserbandes in die Kanne 7 bezeichnet. Die Leerkannen 5 werden durch die Vorrichtung 1 in
Richtung des Pfeils A, die Vollkannen 6 werden durch die Vorrichtung 2 in Richtung des Pfeils
B und die Kannen 7 werden durch den Kannenwechsler 4 in Richtung des Pfeils C gefördert.
Der vordersten Kanne 5a auf der Vorrichtung 1 ist ein entfernbares Sperrelement 8 und der
vordersten Kanne 6a auf der Vorrichtung 2 ist ein entfernbares Sperrelement 9 zugeordnet.
Die Kanne 5 befindet sich auf einer Fördereinrichtung 10, z. B. Förderband, und die Kanne 6
befindet sich auf einer Fördereinrichtung 11, z. B. Förderband. Mit 30 ist der Drehteller, mit 31
ist eine ortsfeste Sperreinrichtung bezeichnet.
Gemäß Fig. 1b ist das Förderband 10 horizontal unterhalb der Kannen 5a bis 5c angeordnet,
d. h. die Kannen 5a bis 5c stehen auf dem Förderband 10 und üben mit ihrem Gewicht Druck
(Schwerkraft) auf die Außenseite 10′ des oberen Bandabschnitts des Förderbandes 10 aus.
Das Förderband 10 läuft um zwei Bandumlenkrollen 12,13 um, wobei der Bandumlenkrolle
13 eine Antriebseinrichtung 14, z. B. Elektromotor, zugeordnet ist. Die den Spinnkannen 5, 6
zugewandten Außenseiten 10′, 11′ der Förderbänder 10 bzw. 11 und die den Außenseiten 10′,
11′ der Förderbänder 10 bzw. 11 zugewandten Förderflächen 5′, 6′ der Spinnkannen 5 bzw. 6
weisen einen geringen Reibwert zueinander auf. Die Außenflächen 10′, 11′ und die
Förderflächen 5, 6′ sind glatt und gleitfördernd. Mit D und E sind die Drehrichtungen der
Umlenkrollen 12 und 13 bezeichnet. Mit 28 ist eine elektronische Steuer- und
Regeleinrichtung bezeichnet.
Die in Fig. 2a bis 2c gezeigte Fördereinrichtung 10 läuft im Betrieb in Richtung A. Nach Fig.
2a liegt die vorderste Kanne 5a am geschlossenen Sperrelement 8 ortsfest an, während der
Bandabschnitt 10′ - der mit der unteren Förderfläche 5′ der Kanne 5a in Eingriff steht - entlang
der Förderfläche 5′ in Richtung A durch rutscht. Zeitgleich werden die Kannen 5b und 5c, die
auf dem Band 10′ angeordnet sind, durch das Band 10 in Richtung F solange gefördert, bis
sie entsprechend Fig. 2b an die Kanne 5a angrenzen. Der Bandabschnitt 10′ rutscht nun auch
entlang der Förderflächen 5′ der Kannen 5b und 5c durch; die Kannen 5b und 5c sind dabei
ortsfest. Um der Strecke 3 (sh. Fig. 1a) eine Leerkanne 5a zuzuführen, wird gemäß Fig. 2c
das Sperrelement 8 entfernt. Dadurch entfällt die auf die Kanne wirkende Rückhaltekraft und
die Kanne 5a wird durch das Band 10 in Richtung des Pfeils F gefördert. Zugleich werden
auch die Kannen 5b und 5c in Richtung F gefördert, bis die Kanne 5b das Sperrelement 8
erreicht hat. Anschließend wird das Sperrelement 8 geschlossen.
Nach Fig. 2a bis 2c lastet die Kanne 5a mit ihrem Gewicht (Schwerkraft) auf dem Band 10′.
Entsprechend Fig. 2a, 2b drückt die langsam bewegte Bandfläche 10′ mit einer Normalkraft N
auf die ortsfeste Förderfläche 5′ der Kanne 5a. Der Zugkraft P des Bandes 10′ wirkt die
Rückhaltekraft des Sperrelements 8 entgegen. Die Zug kraft bei der Gleitreibung zwischen
Band 10′ und Förderfläche 5′ ist P = µ · N, wobei u die Reibungszahl (Reibfaktor) ist. Nach
Fig. 2c entfällt die Rückhaltekraft des Sperrelements 8, so daß die Kanne 5a durch die
Zugkraft P des Bandes 10′ in Richtung F gefördert wird.
Nach Fig. 3a, 3b sind in einem Gehäuse 15 als Förderelemente parallel zueinander zwei
Zahnriemen 22a, 22b angeordnet. Auf beiden Seiten sind an einem Halteelement 16a, 16b
ortsfest befestigte Stützrinnen 17a, 17b vorhanden, die sich in Längsrichtung der Vorrichtung
1 erstrecken. An der oberen Seite ist in jeder Stützrinne 17a, 17b eine Längsnut 18
(Ausnehmung) mit rechteckigem Querschnitt vorhanden, in der der untere Bereich des oberen
Riemenabschnittes verläuft. Der obere Bereich des oberen Riemenabschnittes ragt über die
Längsnut 18 heraus und steht mit seiner Außenseite 22′ mit der unteren Förderfläche 5′ der
Kanne 5, wie in Fig. 3c gezeigt, in Eingriff. Auf diese Weise stützen die Stützrinnen 17a, 17b
die Kanne 5 und die Zahnriemen 22a bzw. 22b ab und bilden zugleich ein Führungselement
für die (teilweise in der Längsnut 18) laufenden Zahnriemen 22a, 22b.
Nach Fig. 4a, 4b sind in dem oben offenen Gehäuse 15 zwei Wellen 18,19 (Welle 19 nicht
dargestellt) vorhanden. Auf den Wellen 18,19 sind als Umlenkrollen Zahnriemenräder 20a,
20b bzw. 21a, 21b (Zahnriemenräder 21a, 21b nicht dargestellt), angeordnet, um die als
Förderelemente die endlosen Zahnriemen 22a, 22b umlaufen.
Entsprechend Fig. 5, daß die Zahnriemen 22a, 22b und 23a, 23b der Vorrichtungen 1 bzw. 2
zeigt, ist zwischen dem Zahnriemenrad 20 der Vorrichtung 1 und dem Zahnriemenrad 24 der
Vorrichtung 2 ein Wendegetriebe 25 vorhanden, so daß die Fördereinrichtungen der
Vorrichtungen 1 und 2 durch eine Antriebseinrichtung (z. B. Antrieb 14 in Fig. 1b) angetrieben
werden.
Gemäß Fig. 6 ist der Vorrichtung 1 (bzw. in entsprechender Weise der Vorrichtung 2) als
Sperrelement 8 eine in Richtung der gebogenen Pfeile um ein Drehgelenk 8b
ausschwenkbare Halteschranke 8a zugeordnet, die an einem ortsfesten Pfeiler 8c angebracht
ist.
Die Kanne 5 nach Fig. 7a, 7b hat einen kreisrunden Querschnitt. Die außenliegende
Bodenfläche der Kanne 5 ist die Förderfläche 5′.
Nach Fig. 8, 8b ist die Kanne auf einer quadratischen Grundplatte 5 III angebracht, und nach
Fig. 9a, 9b ist die Kanne auf einer kreisrunden Grundplatte 5 IV angebracht. Die Grundplatten
5 III und 5 IV überragen die Mantelfläche der Kanne 5 und sorgen auf diese Weise für einen
Abstand zwischen benachbarten Kannen, so daß sich deren Mantelflächen nicht berühren.
Nach Fig. 10a, 10b ist unterhalb des Kannenbodens 5 II eine kreisringförmige Platte 5 V
angebracht. Das Sperrelement 8 kann eine ein- und ausrastbare Klinke o. dgl. sein, die von
unten in den Kreisring, eine Nut, Ausnehmung o. dgl. an der Kanne eingreift. Entsprechend
Fig. 11a, 11b weist die Kanne 5 einen rechteckigen Querschnitt auf.
Nach Fig. 12 sind zwischen dem oberen und dem unteren Bandabschnitt des Förderbandes
10 (oder zwischen den oberen und unteren Riemenabschnitten der Zahnriemen 22a, 22b, sh.
Fig. 3a) drehbare Stützrollen vorhanden, so daß eine rollende Reibung verwirklicht ist.
Entsprechend Fig. 13a ist als Fördereinrichtung ein Rollgang aus angetriebenen Förderrollen
27 vorhanden, deren Oberflächen glatt und reibarm sind und gemäß Fig. 13b mit einer
reibarmen Beschichtung 27a versehen sein können.
Nach Fig. 14a, 14b können die Leerkannen 5 durch einen Kannentransportwagen 32 zu der
Vorrichtung 1 transportiert werden. In entsprechender (nicht dargestellter) Weise können die
Vollkannen 6 durch einen Kannentransportwagen 32 von der Vorrichtung 2 abtransportiert
werden. Der Kannentransportwagen 32 kann z. B. vier Kannen aufnehmen und fährt nach Fig.
14a von der Seite her an die Vorrichtung 1 heran. Nach Fig. 14b sind die Stellfläche 32′ und
die Außenseiten 10′ auf gleicher Höhe angeordnet, so daß die Kannen 5 stufenlos von dem
Wagen 32 auf das Förderelement 10 der Vorrichtung 1 gefördert werden können.
Claims (33)
1. Vorrichtung an einer Spinnereimaschine, z. B. Karde, Strecke, zum Fördern und
Bereitstellen von Spinnkannen mit einer Fördereinrichtung mit mindestens einem
angetriebenen Förderelement, z. B. Förderband, Förderriemen, Rollgang o. dgl., bei dem ein
entfernbares Sperrelement für die Spinnkannen vorhanden ist, dadurch gekennzeichnet, daß
das Förderelement (10; 11; 22a, 22b; 27) unterhalb der Spinnkannen (5, 6) angeordnet ist,
das Sperrelement (8, 9) der - in Förderrichtung (A, B) gesehen - vordersten Spinnkanne (5a,
6b) zugeordnet ist und das Förderelement (10; 11; 22a, 22b; 27) und die Förderfläche (5′, 6′)
der Spinnkannen (5, 6) einen geringen Reibwert zueinander aufweisen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderelement
(10; 11; 22a, 22b; 27) bei offenem oder geschlossenem Sperrelement (8, 9) bewegbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die vorderste
Spinnkanne (5a, 6a) am Sperrelement (8, 9) ortsfest anliegt und das Förderelement (10; 11;
22a, 22b; 27) durch rutscht.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei
offenem oder geschlossenem Sperrelement (8, 9) die Förderstrecke des Förderelements (10;
11; 22a, 22b; 27) einstellbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Antrieb (29) für das Sperrelement (8) und der Antrieb für das Förderelement (10; 11; 22a,
22b; 27) elektrisch miteinander verbunden sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine
elektronische Steuer- und Regeleinrichtung (28), z. B. Mikrocomputer, vorhanden ist, an die
Antriebe für die Spinnereimaschine (3, 4), der Antrieb (14) für das Förderelement (10; 11;
22a, 22b; 27) und der Antrieb (29) für das Sperrelement (8) angeschlossen sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das
Förderelement (10; 11; 22a, 22b; 27) ein Förderband (10) ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das
Förderelement (10; 11; 22a, 22b; 27) mindestens zwei Riemen, z. B. Zahnriemen (22a, 22b),
aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Riemen (22a, 22b) parallel zueinander angeordnet sind und sich in derselben Richtung (A; B)
gleichzeitig und mit gleicher Geschwindigkeit bewegen.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Riemen (22a, 22b) in Stützrinnen (17a, 17b) laufen.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stützrinnen (17a, 17b) aus verschleißfestem Kunststoff mit geringem Reibwert bestehen.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Bänder (10), Riemen (22a, 22b) o. dgl. einzeln antreibbar sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
mehrere Bänder (10), Riemen (22a, 22b) o. dgl. gleichzeitig von einem Antrieb (14) antreibbar
sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen mindestens zwei Vorrichtungen (1, 2) ein Wendegetriebe (25) vorhanden ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
Riemen (22a, 22b) mit seitlich außenliegenden Bereichen (5) der Spinnkannen (5, 6) in
Eingriff stehen.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das
Förderelement (10; 11; 22a, 22b; 27), z. B. die Riemen, die Bodenfläche der Spinnkanne
nach außen teilweise überragt bzw. überragen.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die
Förderflächen (5′, 6′) der Spinnkannen (5, 6) glatt sind.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die
Förderfläche (5′, 6′) der Kannen (5, 6) mindestens teilweise das Förderelement (10; 11; 22a,
22b; 27) berührt.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der
Vorrichtung (1, 2) eine Kannenwechseleinrichtung (4), z. B. Linear- oder
Rotationskannenwechsler, zugeordnet ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß
Sensoren, z. B. Lichtschranken, für die Erkennung von Kannen (5, 6) vorhanden sind.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß am
Eingang des Förderelements (10; 11; 22a, 22b; 27), z. B. Band, Riemen, eine
Zentriereinrichtung für die Spinnkannen (5, 6) vorgesehen ist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Mitnahmeelement (4a), z. B. Arm, Rolle o. dgl., der Kannenwechseleinrichtung (4) als
Sperrelement herangezogen wird.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vorrichtung (1) zur Zufuhr von Leerkannen (5) zur Spinnereimaschine (3) herangezogen wird.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vorrichtung (2) zur Abfuhr von Vollkannen (6) von der Spinnereimaschine (3) herangezogen
wird.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß der
Querschnitt der Kanne (5, 6) kreisförmig ist.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß der
Querschnitt der Kanne (5, 6) rechteckig ist.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß das
Förderelement (10; 11; 22a, 22b; 27) waagerecht angeordnet ist.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß bei
der Zufuhr von Leerkannen (5) das Förderelement (10; 11; 22a, 22b; 27) in Richtung zu der
Spinnereimaschine (3) abwärts geneigt ist.
29. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß bei
der Abfuhr von Vollkannen (6) das Förderelement (10; 11; 22a, 22b; 27) in Richtung von der
Spinnereimaschine (3) abwärts geneigt ist.
30. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß das
Förderelement (10; 11; 22a, 22b; 27) auf seiner den Spinnkannen (5, 6) zugewandten Seite
(10′, 22′) einen geringen Reibwert aufweist.
31. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß das
Sperrelement eine ein- und ausrastbare Klinke o. dgl. ist, die von unten in eine Ausnehmung
an der Kanne (5a, 6a) eingreift.
32. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 31, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Kannentransportwagen (32) vorhanden ist, der die Leerkannen (5) zu der Vorrichtung (1) bzw.
die Vollkannen (6) von der Vorrichtung (2) transportiert.
33. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ladefläche (32′) des Transportwagens (32) und die Stellfläche (10′) auf dem Förderelement
(10) auf gleicher Höhe angeordnet sind.
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