DE19817202A1 - Dichtungseinrichtung - Google Patents
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Abstract
Eine Dichtungseinrichtung (20) zur Verwendung in einer der Behandlung einer Faserstoffbahn (10), wie insbesondere einer Papier- und/oder Kartonbahn dienenden Vorrichtung, umfaßt eine Dichtplatte (22), die an einem Ende gelagert und mit ihrem gegenüberliegenden freien Ende der Faserstoffbahn (10) vorzugsweise in seinem solchen Bereich gegenüberliegt, in dem diese allein oder zusammen mit wenigstens einem Stützband (14), wie insbesondere einem Entwässerungsband, Preßband, Siebband und/oder dergleichen, über eine bewegte oder stationäre Stützfläche (16) geführt ist, um zumindest den größten Teil der durch die Faserstoffbahn (10) oder ein Stützband (14) mitgeschleppten Luftgrenzschicht abzustreifen. Dabei ist die relativ elastische Dichtplatte (22) an einer zwischen ihrem lagerseitigen Ende und ihrem freien Ende gelegenen Stelle (26) unter Ausbildung einer Drehachse so abgestützt, daß eine Durchbiegung des zwischen dem lagerseitigen Ende und der Abstützstelle (26) gelegenen Dichtplattenabschnitts (22') infolge eines zwischen den beiden Plattenseiten vorherrschenden Differenzdrucks einer Durchbiegung des zwischen der Abstützstelle (26) und dem freien Ende gelegenen Dichtplattenabschnitts (22'') zumindest entgegenwirkt, um insbesondere auch bei höheren Differenzdrücken einen insbesondere vorgebbaren maximalen Abstand (X) zwischen der Dichtplatte (22) und der Faserstoffbahn (10) bzw. einem Stützband (14) einzuhalten.
Description
Die Erfindung betrifft eine Dichtungseinrichtung zur Verwendung in einer
der Behandlung einer Faserstoffbahn wie insbesondere einer Papier-
und/oder Kartonbahn dienenden Vorrichtung, mit einer Dichtplatte, die
an einem Ende gelagert und mit ihrem gegenüberliegenden freien Ende
der Faserstoffbahn vorzugsweise in seinem solchen Bereich gegenüber
liegt, in dem diese allein oder zusammen mit wenigstens einem Stützband
wie insbesondere einem Entwässerungsband, Preßband, Siebband
und/oder dergleichen über eine bewegte oder stationäre Stützfläche ge
führt ist, um zumindest den größten Teil der durch die Faserstoffbahn
oder ein Stützband mitgeschleppten Luftgrenzschicht abzustreifen.
Bei einer aus der DE-A-44 20 242 bekannten Dichtungseinrichtung dieser
Art ist gegenüber einem von zwei einander benachbarten Trockenzylindern
eine sich quer zur Bahnlaufrichtung erstreckende Abstreifleiste vorgese
hen, die schwenkbar an einem Saugkasten angebracht ist, die zwischen
den beiden Trockenzylindern und einer perforierten Umlenkwalze ange
ordnet ist und zur äußeren Besaugung der perforierten Umlenkwalze
dient. Während des Betriebs ist die aus Kunststoff bestehende oder durch
einen Filzstreifen gebildete Abstreifleiste radial zum betreffenden Trocken
zylinder ausgerichtet und im Abstand von diesem angeordnet.
In der noch nicht veröffentlichten älteren DE 297 03 627 ist ein entgegen
der Bahnlaufrichtung nach außen gebogener Abweiser im Einlaufbereich
eines Dampfblaskastens vorgesehen, der am Außenumfang einer Preßwal
ze angeordnet ist, über die die Faserstoffbahn sowie ein Filzband geführt
sind. Durch den im Abstand von der Faserstoffbahn angeordneten Abwei
ser wird die Luftgrenzschicht zumindest teilweise zur Außenwand des
Dampfblaskastens hin umgelenkt, über die der betreffende Luftanteil
dann abgeleitet wird.
Ziel der Erfindung ist es, eine Dichtungseinrichtung der eingangs ge
nannten Art zu schaffen, die einerseits zwar gegenüber Störkörpern wie
insbesondere Papierbatzen und dergleichen relativ unempfindlich ist, an
dererseits jedoch insbesondere auch bei höheren Differenzdrücken stets
noch eine optimale Dichtheit gewährleistet.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die relativ
elastische Dichtplatte an einer zwischen ihrem lagerseitigen Ende und ih
rem freien Ende gelegenen Stelle unter Ausbildung einer Drehachse so ab
gestützt ist, daß eine Durchbiegung des zwischen dem lagerseitigen Ende
und der Abstützstelle gelegenen Dichtplattenabschnitts infolge eines zwi
schen den beiden Plattenseiten vorherrschenden Differenzdrucks einer
Durchbiegung des zwischen der Abstützstelle und dem freien Ende gele
genen Dichtplattenabschnitts zumindest entgegenwirkt, um insbesondere
auch bei höheren Differenzdrücken einen insbesondere vorgebbaren ma
ximalen Abstand zwischen der Dichtplatte und der Faserstoffbahn bzw.
einem Stützband einzuhalten.
Aufgrund dieser Ausbildung wird insbesondere gegenüber den bisher übli
chen Wollfilz- und Luftmesserdichtungen eine höhere Dichtheit erreicht,
wobei eventuelle Funktionsbeeinträchtigungen insbesondere auch bei hö
heren Geschwindigkeiten praktisch ausgeschlossen sind. Aufgrund der
elastischen Abdichtung werden eventuell auftretende Störkörper, wie ins
besondere Papierbatzen, ohne eine Beschädigung und ohne irgendeinen
Dichtigkeitsverlust durchgelassen. Infolge der erfindungsgemäßen Abstüt
zung der relativ elastischen Dichtplatte wird verhindert, daß sich bei hö
heren Differenzdrücken, wie sie beispielsweise im Bereich einer einen Un
terdruck erzeugenden lufttechnischen Einrichtung auftreten können, der
Abstand zwischen der Dichtplatte und der Faserstoffbahn bzw. einem
Stützband vergrößert. So wirkt sich eine jeweilige Durchbiegung des zwi
schen dem lagerseitigen Ende und der Abstützstelle gelegenen Dichtplat
tenabschnitts in der Weise auf den zwischen der Abstützstelle und dem
freien Ende gelegenen Dichtplattenabschnitt aus, daß eine unerwünschte
Durchbiegung oder Auslenkung des letzteren praktisch kompensiert wird.
Bei einer in der Praxis bevorzugten Ausführungsform der erfindungsge
mäßen Dichtungseinrichtung ist die Dichtplatte zumindest abschnittswei
se gekrümmt, wobei sie zweckmäßigerweise von der Unterdruckseite weg
zur Überdruckseite hin gewölbt ist.
Ist die Faserstoffbahn über eine gekrümmte Stützfläche geführt, so ist es
von Vorteil, wenn die Dichtplatte im Bereich ihres freien Endes zumindest
im wesentlichen tangential an die über die gekrümmte Stützfläche ge
führte Faserstoffbahn oder ein mit dieser über diese Stützfläche geführtes
Stützband herangeführt ist.
Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform liegt die Abstützstelle
dem freien Ende der Dichtplatte näher als dem lagerseitigen Ende, wobei
sie vorzugsweise im Bereich des freien Endes der Dichtplatte angeordnet
ist. Damit ergibt sich zwischen dem lagerseitigen Ende der Dichtplatte
und der Abstützstelle eine hinreichend große, dem jeweiligen Differenz
druck ausgesetzte Angriffsfläche, mit deren Durchbiegung einer uner
wünschten, den Abstand zur Faserstoffbahn bzw. einem Stützband ver
größernden Auslenkung des zwischen der Abstützstelle und dem freien
Ende gelegenen Dichtplattenabschnitts entgegengewirkt wird.
Die relativ elastische Dichtplatte kann insbesondere durch eine steifere
Stützplatte abgestützt sein. Eine solche Stützplatte ist vorzugsweise auf
der Unterdruckseite der Dichtplatte angeordnet und mit Durchgangsöff
nungen versehen. Durch die in der Stützplatte vorgesehenen Durchgangs-
oder Durchlaßöffnungen ist sichergestellt, daß auch der zwischen dem la
gerseitigen Ende und der Stützstelle gelegene Dichtplattenabschnitt dem
jeweiligen Unterdruck ausgesetzt ist und damit in der gewünschten Weise
durchgebogen werden kann, um einer Auslenkung des der Faserstoffbahn
bzw. dem Stützband benachbarten Dichtplattenabschnitts entgegenzuwir
ken.
Die erfindungsgemäße Dichtungseinrichtung kann vor allem im Bereich
einer insbesondere in einer Pressenpartie oder einer Trockenpartie einge
setzten lufttechnischen Einrichtung wie insbesondere einem Saugkasten,
einem Dampfblaskasten, einem Stabilisator, Belüftungseinbauten
und/oder dergleichen vorgesehen sein. So ist es beispielsweise möglich,
die Dichtungseinrichtung im Ablaufbereich eines Trockenzylinders anzu
ordnen, in dem die Faserstoffbahn und ein Stützband von dem Trocken
zylinder ablaufen, um anschließend einer durch einen äußeren Saugka
sten besaugten perforierten und/oder gewölbten Umlenkwalze zugeführt
zu werden. In diesem Fall ist die Dichtungseinrichtung zweckmäßigerwei
se in Bahnlaufrichtung vor dem Ablaufbereich angeordnet.
Der maximale Abstand kann einstellbar sein.
Das Dichtelement kann von vornherein, d. h. auch bei stillstehender Ma
schine oder geringen Laufgeschwindigkeiten, in einem insbesondere wie
der vorgebbaren minimalen Abstand von der Bahn bzw. dem Stützband
gehalten sein. Grundsätzlich ist jedoch auch eine dynamische Abdichtung
möglich, die unter anderem auch für Stabilisatoren geeignet ist. Hierbei
wird die relativ elastische Dichtplatte erst beim Hochfahren der Maschine,
d. h. mit zunehmender Bahngeschwindigkeit durch einen Teil der Luft
grenzschicht abgehoben. Spätestens während des normalen Betriebs er
gibt sich somit auch hier wieder eine berührungslose Abdichtung, wo
durch ein Abrieb vermieden wird. Es wird allenfalls ein kleinerer Luftvo
lumenstrom durchgelassen, der in keinem Fall mehr störend ist. Der
Hauptstrom wird in jedem Fall abgeblockt. Durch die erfindungsgemäße
Abstützung der Dichtplatte ist unabhängig von den jeweiligen Betriebsbe
dingungen stets sichergestellt, daß der Abstand oder Spalt nicht zu groß
wird. Dabei wird der gewünschte maximale Abstand insbesondere auch
beim Auftreten größerer Differenzdrücke zwischen den beiden Plattensei
ten eingehalten.
Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform ist zwischen der
Dichtplatte und der Faserstoffbahn bzw. dem Stützband ein Einlaufspalt
gebildet.
In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausführungsformen der
erfindungsgemäßen Dichtungseinrichtung angegeben.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels un
ter Bezugnahme die Zeichnung näher beschrieben. In dieser zeigt die ein
zige Figur eine rein schematische Teilansicht einer Trockenpartie einer
Vorrichtung zur Behandlung einer Faserstoffbahn mit einer im Bereich
eines Trockenzylinders angeordneten erfindungsgemäßen Dichtungsein
richtung.
Die betreffende Vorrichtung dient der Behandlung einer Faserstoffbahn 10
wie insbesondere einer Papier- und/oder Kartonbahn.
In der Figur ist teilweise ein Trockenzylinder 12 der Trockenpartie darge
stellt, der sich in Richtung des Pfeils F dreht und über den zusammen mit
der Faserstoffbahn 10 ein Stützband 14 geführt ist, das im vorliegenden
Fall durch ein Trockensieb gebildet ist.
Das zusammen mit der Faserstoffbahn 10 über den Trockenzylinder 12
geführte Stützband 14 läuft mit der Faserstoffbahn 10 in einem Ablaufbe
reich A von der durch die Außenumfangsfläche des Trockenzylinders 12
gebildeten Stützfläche 16 ab, um anschließend in Bahnlaufrichtung L bei
spielsweise einer durch einen lediglich angedeuteten äußeren Saugkasten
18 besaugten perforierten und/oder gerillten, hier nicht dargestellten
Umlenkwalze zugeführt zu werden.
Auf der von der Stützfläche 16 abgewandten Seite der Faserstoffbahn 10
sowie des im vorliegenden Fall außen liegenden Stützbandes 14 ist eine
Dichtungseinrichtung 20 vorgesehen, die beim dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel in Bahnlaufrichtung L vor dem Ablaufbereich A angeordnet
ist. Diese Dichtungseinrichtung 20 dient hier dazu, zumindest den größ
ten Teil einer durch das außen liegende Stützband 14 mitgeschleppten
Luftgrenzschicht abzustreifen. Nachdem die Faserstoffbahn 10 zwischen
dem Stützband 14 und dem Trockenzylinder 12 liegt, kommt sie zumin
dest bei stillstehender Maschine und niedrigen Geschwindigkeiten mit
dem Trockenzylinder 12 unmittelbar in Kontakt.
Die Dichtungseinrichtung 20 umfaßt eine relativ elastische Dichtplatte 22,
die an einem Ende mittels eines am Saugkasten 18 vorgesehenen Lagers
24 gelagert und mit ihrem gegenüberliegenden freien Ende dem außen lie
genden Stützband 14 gegenüberliegt, von dem sie im vorliegenden Fall ei
nen Abstand X aufweist.
Wie anhand der Figur zu erkennen ist, ist die Dichtplatte 22 bis auf das
im Lager 24 eingespannte Ende gekrümmt, wobei sie von der im Bereich
des Saugkastens 18 vorgesehenen Unterdruckseite P weg nach oben zur
Überdruckseite hin gewölbt ist. Dabei ist sie im Bereich ihres freien Endes
zumindest im wesentlichen tangential an das zusammen mit der Faser
stoffbahn 10 über die gekrümmte Stützfläche 16 geführte Stützband 14
herangeführt.
Die relativ elastische Dichtplatte 22 ist an einer zwischen ihrem lagerseiti
gen Ende und ihrem freien Ende gelegenen Stelle 26 unter Ausbildung ei
ner sich quer zur Bahnlaufrichtung L erstreckenden Drehachse so abge
stützt, daß eine Durchbiegung des zwischen dem lagerseitigen Ende und
der Abstützstelle 26 gelegenen Dichtplattenabschnitts 22' infolge eines
zwischen den beiden Plattenseiten vorherrschenden Differenzdrucks einer
unerwünschten Durchbiegung oder Auslenkung des zwischen der Ab
stützstelle 26 und dem freien Ende gelegenen Dichtplattenabschnitts 22''
zumindest entgegenwirkt, um insbesondere auch bei höheren Differenz
drücken einen maximalen Abstand X zwischen der Dichtplatte 22 und
dem Stützband 14 einzuhalten. Damit wird erreicht, daß insbesondere
auch bei höheren Differenzdrücken der gewünschte Abstand X zumindest
im wesentlichen beibehalten wird, d. h. insbesondere nicht größer wird.
Im vorliegenden Fall ist die relativ elastische Dichtplatte 22 durch eine auf
der Unterdruckseite P angeordnete steifere Stützplatte 28 abgestützt. Die
se auf der Unterdruckseite der Dichtplatte 22 angeordnete Stützplatte 28
ist mit Durchgangsöffnungen 30 versehen und an ihrem linken Ende zu
sammen mit dem benachbarten Ende der Dichtplatte 22 im Lager 24 ein
gespannt.
Die Abstützstelle 26 und damit die in deren Bereich gebildete Drehachse
liegt dem freien Ende der Dichtplatte 22 näher als deren lagerseitigem En
de, wobei sie im vorliegenden Fall im Bereich des freien Endes der Dicht
platte 22 angeordnet ist. Damit ergibt sich mit dem linken Dichtplattenab
schnitt 22' eine relativ große dem Differenzdruck ausgesetzte Angriffsflä
che, mit deren Durchbiegung einer unerwünschten Auslenkung des dem
Stützband 14 benachbarten verbleibenden Dichtplattenabschnitts 22'' in
der Weise entgegengewirkt wird, daß sich auch bei höheren Differenz
drücken praktisch keine Änderung des Abstands X ergibt. Mit den in der
Stützplatte 28 vorgesehenen Durchgangsöffnungen 30 ist sichergestellt,
daß der zwischen dem lagerseitigen Ende und der Stützstelle 26 gelegene
Dichtplattenabschnitt 22' in der erforderlichen Weise vom Unterdruck be
aufschlagt wird.
Wie anhand der Figur zu erkennen ist, wird die Dichtplatte 22 unter Bil
dung einer sich quer zur Bahnlaufrichtung L erstreckenden Drehachse
durch das freie rechte Ende der darunter liegenden steiferen Stützplatte
28 abgestützt.
Der einzuhaltende Abstand zwischen dem Dichtplattenabschnitt 22'' und
dem Stützband 14 kann einstellbar sein. Zudem kann dieser Abstand X
auch bereits bei stillstehender Maschine oder geringeren Bahnlaufge
schwindigkeiten gegeben sein. Grundsätzlich ist jedoch auch eine dynami
sche Abdichtung möglich, bei der der Dichtplattenabschnitt 22'' erst beim
Hochfahren der Maschine, d. h. mit zunehmender Bahngeschwindigkeit
durch einen Teil der Luftgrenzschicht abgehoben wird, wobei sich der ge
wünschte Abstand X jedoch spätestens bei Erreichen der Betriebsge
schwindigkeit einstellt. Aufgrund der sich spätestens im Betrieb einstel
lenden berührungslosen Abdichtung kann es somit auch in diesem Fall zu
keinem Abrieb kommen.
Durch die Dichtungseinrichtung 20 wird somit in jedem Fall verhindert,
daß ein größerer Anteil der durch das Stützband 14 mitgeschleppten Luft
in den Bereich der hier nicht dargestellten, von außen besaugten Um
lenkwalze gelangt, so daß der im Saugkasten 18 zu erzeugende Unter
druck und damit der zur Unterdruckerzeugung erforderliche Energieauf
wand gering gehalten werden können.
Die mit dem Stützband 14 mitgeschleppte Luftgrenzschicht wird zum
größten Teil abgeschabt oder abgestreift, so daß allenfalls ein kleiner Teil
des Grenzluftstromes in den zu evakuierenden Raum gelangt. Geht eine
sogenannte "Papierwurst" bei einem Abriß durch die Vorrichtung oder Ma
schine, so weicht der Abschnitt 22'' der relativ elastischen Dichtplatte 22
aus.
10
Faserstoffbahn
12
Trockenzylinder
14
Stützband
16
Stützfläche
18
Saugkasten
20
Dichtungseinrichtung
22
Dichtplatte
22
' Dichtplattenabschnitt
22
'' Dichtplattenabschnitt
24
Lager
26
Abstützstelle
28
Stützplatte
30
Durchgangsöffnungen
A Ablaufbereich
F Pfeil
L Bahnlaufrichtung
P Unterdruckseite
X Abstand
A Ablaufbereich
F Pfeil
L Bahnlaufrichtung
P Unterdruckseite
X Abstand
Claims (20)
1. Dichtungseinrichtung (20) zur Verwendung in einer der Behandlung
einer Faserstoffbahn (10) wie insbesondere einer Papier- und/oder
Kartonbahn dienenden Vorrichtung, mit einer Dichtplatte (22), die
an einem Ende gelagert und mit ihrem gegenüberliegenden freien
Ende der Faserstoffbahn (10) vorzugsweise in seinem solchen Be
reich gegenüberliegt, in dem diese allein oder zusammen mit wenig
stens einem Stützband (14) wie insbesondere einem Entwässe
rungsband, Preßband, Siebband und/oder dergleichen über eine
bewegte oder stationäre Stützfläche (16) geführt ist, um zumindest
den größten Teil der durch die Faserstoffbahn (10) oder ein Stütz
band (14) mitgeschleppten Luftgrenzschicht abzustreifen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die relativ elastische Dichtplatte (22) an einer zwischen ihrem
lagerseitigen Ende und ihrem freien Ende gelegenen Stelle (26) unter
Ausbildung einer Drehachse so abgestützt ist, daß eine Durchbie
gung des zwischen dem lagerseitigen Ende und der Abstützstelle
(26) gelegenen Dichtplattenabschnitts (22') infolge eines zwischen
den beiden Plattenseiten vorherrschenden Differenzdrucks einer
Durchbiegung des zwischen der Abstützstelle (26) und dem freien
Ende gelegenen Dichtplattenabschnitts (22'') zumindest entgegen
wirkt, um insbesondere auch bei höheren Differenzdrücken einen
insbesondere vorgebbaren maximalen Abstand (X) zwischen der
Dichtplatte (22) und der Faserstoffbahn (10) bzw. einem Stützband
(14) einzuhalten.
2. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtplatte (22) zumindest abschnittsweise gekrümmt und
vorzugsweise von der Unterdruckseite weg zur Überdruckseite hin
gewölbt ist.
3. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtplatte (22) im Bereich ihres freien Endes zumindest im
wesentlichen tangential an die über eine gekrümmte Stützfläche (16)
geführte Faserstoffbahn (10) oder ein mit dieser über eine solche
Stützfläche (16) geführtes Stützband (14) herangeführt ist.
4. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstützstelle (16) dem freien Ende der Dichtplatte (22) nä
her liegt als deren lagerseitigem Ende und vorzugsweise im Bereich
des freien Endes der Dichtplatte (22) angeordnet ist.
5. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die relativ elastische Dichtplatte (22) durch eine steifere Stütz
platte (28) abgestützt ist.
6. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützplatte (28) auf der Unterdruckseite der Dichtplatte (22)
angeordnet und mit Durchgangsöffnungen (30) versehen ist.
7. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützplatte (28) an einem Ende vorzugsweise gemeinsam mit
der Dichtplatte (22) gelagert ist und mit ihrem gegenüberliegenden
Ende die Dichtplatte (22) abstützt.
8. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtplatte (22) aus Metall, Kunststoff, faserverstärktem
Kunststoff oder einem Verbundwerkstoff besteht.
9. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß Dichtplatte (22) schwenkbar gelagert ist.
10. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtplatte (22) durch eine Stützplatte (28) abgestützt ist
und daß die Dichtplatte (22) und die Stützplatte (28) um eine ge
meinsame Achse vorzugsweise gemeinsam verschwenkbar sind.
11. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie im Bereich einer insbesondere in einer Pressenpartie oder
einer Trockenpartie eingesetzten lufttechnischen Einrichtung (18)
wie insbesondere einem Saugkasten, einem Dampfblaskasten, ei
nem Stabilisator, Belüftungseinbauten und/oder dergleichen vorge
sehen ist.
12. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtplatte (22) im Ablaufbereich (A) eines Trockenzylinders
(12) vorgesehen ist, in dem die Faserstoffbahn (10) und ein Stütz
band (14) von dem Trockenzylinder (12) ablaufen, um anschließend
einer durch einen äußeren Saugkasten (18) besaugten perforierten
und/oder gerillten Umlenkwalze zugeführt zu werden.
13. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtplatte (22) in Bahnlaufrichtung (L) vor dem Ablaufbe
reich (A) angeordnet ist.
14. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtplatte (22) im Einlaufbereich eines Dampfblaskastens
vorgesehen ist.
15. Dichtungseinrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtplatte (22) im Einlaufbereich eines Dampfblaskastens
vorgesehen ist, der am Außenumfang einer Preßwalze angeordnet
ist, über die die Faserstoffbahn (10) und gegebenenfalls das Stütz
band (14) geführt ist.
16. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtplatte (22) an der lufttechnischen Einrichtung (18) ge
lagert ist.
17. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der maximale Abstand in einem Bereich von etwa 0,5 mm bis
etwa 1,5 mm liegt.
18. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der maximale Abstand einstellbar ist.
19. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Dichtplatte (22) und der Faserstoffbahn (10) bzw.
dem Stützband (14) ein Einlaufspalt gebildet ist.
20. Dichtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine längliche, sich quer zur Bahnlaufrichtung (L) erstreckende
Dichtplatte (22) vorgesehen ist.
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|---|---|---|---|
| DE1998117202 DE19817202A1 (de) | 1998-04-17 | 1998-04-17 | Dichtungseinrichtung |
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