DE19817881C1 - Gurtförderer mit einem umlaufenden Transportgurt zum Aufstellen und zum Befördern von Fördergut - Google Patents
Gurtförderer mit einem umlaufenden Transportgurt zum Aufstellen und zum Befördern von FördergutInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65G—TRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
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Description
Die Erfindung betrifft einen Gurtförderer mit einem umlaufen
den Transportgurt zum Aufstellen und zum Befördern von För
dergut, wobei der Transportgurt über mindestens eine als Um
lenkung dienende, stirnseitig an einem Fördertisch des Gurt
förderers angeordnete Messerkante geführt ist.
Derartige, beispielsweise aus der DE 43 14 644 A1, der DE-AS 19 16 718
und der JP 5-193728 (A) bekannte, Gurtförderer werden beispielsweise in Sortier- und
Verpackungsanlagen genutzt, um zu beförderndes Fördergut, wie
Pakete, Kartons, Schachteln und dergleichen, von einem Punkt
der Anlage zu einer weiteren Stelle zu befördern. Diese wei
tere Stelle kann ein Senkrechtförderer oder ein weiterer
Gurtförderer sein.
Bei bislang bekannten Gurtförderern werden für die als Um
lenkpunkt dienende Messerkante Rollen verwandt, welche nadel
gelagert sein können. Man versucht hier den Durchmesser die
ser Rollen möglichst klein zu halten, da sonst am Übergabe
punkt von der Messerkante zu einem zweiten Gurtförderer bzw.
zu einem Senkrechtförderer oder ähnlichen Anlageteilen der
Abstand zwischen beiden Elementen entsprechend groß werden
würde. Ein großer Abstand zwischen zwei Elementen ist jedoch
unerwünscht, da ein großer Durchmesser der Messerkante und
ein entsprechend großer Abstand dazu führen kann, daß relativ
kleine Transportgüter in dem Übergangsbereich zwischen beiden
Elementen verkanten und festklemmen können. Daher ist ver
sucht worden, den Durchmesser der Messerkante dadurch mög
lichst gering zu halten, daß entsprechend Rollen mit einem
geringen Durchmesser von etwa 8-12 mm verwendet werden.
Diese Rollen weisen eine Länge von etwa 20 mm auf, so daß es
bei einer entsprechenden Breite des Transportgurtes von bei
spielsweise 1500 mm nötig ist, etwa 18 Rollen in Reihe an der
Stirnkante des Fördertisches anzubringen.
Diese Rollen sind aber einer sehr starken Belastung durch den
umlaufenden Transportgurt während des Betriebes des Gurtför
derers ausgesetzt. Dies ist darauf zurückzuführen, daß der
Transportgurt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2,5 m/sec
um die Rollen umläuft und dabei eine Auflast von bis zu 50 kg
zu tragen hat. Dies führt zu einer starken Reibung zwischen
den Rollen und der Unterseite des Transportgurtes und damit
einhergehend mit einer sehr starken Erwärmung der Rollen und
des Transportgurts. Diese starke Reibungs- und Druckbelastung
führt dazu, daß die Rollen bzw. der Transportgurt nach etwa 2
-3 Monaten verschlissen sind und ausgewechselt werden müs
sen. Dieses Auswechseln ist aber sehr Zeit- und arbeitsinten
siv und führt zu unerwünschten Ausfallzeiten des gesamten
Gurtförderers, dessen Teile ausgetauscht werden müssen. Au
ßerdem sind insbesondere die Rollen sehr teuer.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Gurtförderer der eingangs
genannten Art zu schaffen, dessen Messerkante möglichst nicht
verschleißen und den Transportgurt nicht belasten kann, der
preiswert sein und dessen Messerkante leicht auszutauschen
sein soll.
Diese Aufgabe wird mit einem Gurtförderer der eingangs ge
nannten Art gelöst, welcher die Merkmale des kennzeichnenden
Teils des Patentanspruchs 1 aufweist.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die Messerkante ein Rohr
ist, welches an einem ersten Ende geschlossen und an einem
zweiten Ende mit einem Druckluft-Anschluß und mit wenigstens
einer das Ausströmen von in das Rohr eingespeister Luft zur
Unterseite des Transportgurtes hin ermöglichenden radialen
Öffnung versehen ist, so daß ein Einspeisen von Luft in das
Rohr einen Abstand zwischen Rohr und Transportgurt bewirkt.
Die Aufgabe wird also auf überraschend einfache Weise dadurch
gelöst, daß nicht, wie bei bislang bekannten Lösungen, ein
rotierendes Teil oder eine Mehrzahl rotierender Teile einge
setzt wird, sondern daß die Messerkante durch ein feststehen
des Rohr gebildet ist, in welches Druckluft eingespeist und
zur Unterseite des Transportgurtes hin geführt wird, so daß
sich zwischen Unterseite des Transportgurtes und dem Rohr ein
Luftpolster bildet. Dieses Luftpolster sorgt für einen Ab
stand zwischen Rohr und Unterseite des Transportgurtes, so
daß die Umlenkung des Transportgurtes im Bereich der Messer
kante berührungslos erfolgen kann. Durch die berührungslose
Umlenkung des Transportgurtes kann aber eine Reibung zwischen
Messerkante und Transportgurt nicht stattfinden, d. h., weder
die Messerkante noch der Transportgurt können sich im Bereich
der Umlenkung des Transportgurtes erwärmen. Hierdurch kann
jeglicher Verschleiß zwischen Messerkante und Transportgurt
vermieden werden, es werden also weder die Messerkante noch
der Transportgurt durch Reibung und damit einhergehende Rei
bungswärme belastet.
Da der Transportgurt aber durch übliche Antriebsreibräder an
anderer Stelle einer Reibung und einhergehend einer Reibungs
erwärmung ausgesetzt ist, erzeugt die aus dem Rohr ausströ
mende Luft den zusätzlichen Effekt einer aktiven Kühlung des
Transportgurtes. An anderer Stelle des Gurtförderers auftau
chende Reibungswärme kann also durch die aus dem Rohr aus
strömende Luft aktiv vermindert werden.
In praktischen Versuchen hat sich gezeigt, daß es mit einer
derart ausgestalteten Messerkante möglich ist, mit Transport
geschwindigkeiten von bis zu 3 m/sec und mit Auflastgewichten
von bis zu 80 kg zu operieren, ohne daß es zu einer Berührung
von Transportgurt und der erfindungsgemäß ausgestalteten Mes
serkante gekommen wäre.
In praktischen Ausgestaltungen der Erfindung ist vorgesehen,
daß die Öffnung ein Loch oder ein Schlitz ist, wobei sich der
Schlitz längs oder radial erstrecken kann. Möglich ist auch,
daß die Öffnung in eine in das Rohr eingebrachte Rinne mün
det.
Je nach Anzahl, Ausgestaltung und Anordnung der Öffnungen am
Rohr können verschiedene Effekte erzielt bzw. imitiert wer
den, welche von als Rollen ausgebildeten Messerkanten bekannt
sind. Wird beispielsweise, durch entsprechende Ausgestaltung
der Öffnungen bedingt, der Luftstrom vor allem zur Mitte der
Messerkante hin gelenkt, ist es möglich, die Balligkeit bis
lang verwendeter Rollen zu imitieren. Dieser ballige Effekt
sorgt dafür, daß der Transportgurt stets gerade geführt wird
und nicht zu den Seiten des Gurtförderers pendeln kann.
In praktischen Versuchen hat sich ergeben, daß, je nach ge
wünschtem Einsatzzweck, ein Durchmesser des Rohres von 5-50
mm vorteilhaft sein kann, genauso wie ein Luftdruck von 1-
10 bar. Je nach Breite und je nach Größe des zu schaffenden
Luftpolsters kann es vorteilhaft sein, wenn 2-100 Öffnungen
im Rohr vorgesehen sind.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung werden an
hand eines Ausführungsbeispiels in der Beschreibung, der
Zeichnung und den Patentansprüchen beschrieben. In der Zeich
nung zeigt:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel des erfindungsge
mäßen Gurtförderers in perspektivischer
Ansicht, und
Fig. 2 eine Detailansicht des Gurtförderers aus
Fig. 1.
In Fig. 1 ist schematisch in perspektivischer Ansicht ein
Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Gurtförderers 10
dargestellt. Dieser weist einen Fördertisch 12 auf, welcher
mit einem Grundgestell 14 verbunden ist. An diesem Grundge
stell 14 ist ein Antriebsmotor 16 angeflanscht, welcher über
an sich bekannte Antriebsmittel einen Transportgurt 18 an
treibt. Dieser Transportgurt 18 läuft über zwei als Umlenk
punkte dienende Messerkanten 20, 22 um. Auf den Transportgurt
18 kann Fördergut, wie Kartons, Schachteln oder dergleichen,
aufgestellt und von der Messerkante 20 zur Messerkante 22
oder umgekehrt gefördert werden.
Die Messerkanten 20, 22 sind Rohre 24, 26, welche jeweils an
Stirnseiten 28, 30 des Fördertisches 12 angebracht sind. Bei
de Rohre 24, 26 sind jeweils mit einem Druckluft-Anschluß 32,
34 versehen.
In Fig. 2 ist die Messerkante 20 im Detail dargestellt. Ein
erstes Ende 36 des Rohres 24 ist fest verschlossen, ein zwei
tes Ende 38 ist mit dem Druckluft-Anschluß 32 versehen. Beim
Betrieb des Gurtförderers 10 wird über den Druckluft-Anschluß
32 Druckluft in das Rohr 24 eingespeist. Diese Druckluft ver
läßt das Rohr 24 über mindestens eine Öffnung 40, von denen
in Fig. 2 sieben Öffnungen 40 dargestellt sind. Hierbei sind
vier Öffnungen 40 als längs verlaufende Schlitze 42 und drei
Öffnungen 40 als Löcher 44 ausgestaltet. Hierbei ist es auch
möglich, eine oder mehrere Öffnungen 40 anders auszugestal
ten, beispielsweise ist es möglich, eine oder mehrere Öffnun
gen 40 als radial verlaufende Schlitze, als Düsenöffnungen
oder in anderer Art auszuführen. Es ist auch möglich, Rände
lungen oder Rinnen in das Rohr 24 einzubringen, in welche ei
ne oder mehrere Öffnungen 40 jeweils mündet bzw. münden.
Die Öffnungen 40 sorgen dafür, daß Druckluft aus dem Rohr 24
zur Unterseite 46 des Transportgurtes 18 hinströmt und hier
durch die Schaffung eines Luftpolsters zwischen Rohr 24 und
Unterseite 46 des Transportgurtes 18 ermöglicht wird.
Claims (9)
1. Gurtförderer (10) mit einem umlaufenden Transportgurt
(18) zum Aufstellen und zum Befördern von Fördergut, wobei
der Transportgurt (18) über mindestens eine als Umlenkung
dienende, stirnseitig an einem Fördertisch (12) des Gurtför
derers (10) angeordnete Messerkante (20; 22) geführt ist, da
durch gekennzeichnet, daß die Messerkante (20; 22) ein Rohr
(24; 26) ist, welches an einem ersten Ende (36) geschlossen
und an einem zweiten Ende (38) mit einem Druckluft-Anschluß
(32; 34) und mit wenigstens einer das Ausströmen von in das
Rohr (24; 26) eingespeiste Luft zur Unterseite (46) des
Transportgurtes (18) hin ermöglichenden radialen Öffnung (40)
versehen ist, so daß ein Einspeisen von Luft in das Rohr (24;
26) einen Abstand zwischen Rohr (24; 26) und Transporgurt
(18) bewirkt.
2. Gurtförderer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnung (40) ein Loch (44) ist.
3. Gurtförderer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnung (40) ein Schlitz (42) ist.
4. Gurtförderer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß sich der Schlitz (42) längs erstreckt.
5. Gurtförderer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlitz (42) radial verläuft.
6. Gurtförderer nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Öffnung (40) in eine in das Rohr (24;
26) eingebrachte Rinne mündet.
7. Gurtförderer nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Rohr (24; 26) mit 2-100 Öffnungen
(40) versehen ist.
8. Gurtförderer nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Rohr (24; 26) einen Durchmesser von 5-
50 mm aufweist.
9. Gurtförderer nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Druck der in das Rohr (24; 26) einge
speisten Luft 1-10 bar beträgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998117881 DE19817881C1 (de) | 1998-04-22 | 1998-04-22 | Gurtförderer mit einem umlaufenden Transportgurt zum Aufstellen und zum Befördern von Fördergut |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19817881C1 true DE19817881C1 (de) | 1999-08-12 |
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| DE1998117881 Expired - Fee Related DE19817881C1 (de) | 1998-04-22 | 1998-04-22 | Gurtförderer mit einem umlaufenden Transportgurt zum Aufstellen und zum Befördern von Fördergut |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19817881C1 (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1916718B2 (de) * | 1968-04-02 | 1971-10-07 | Vorrichtung zum gleichrichten und ineinanderstapeln leichter teller oder schalenfoermiger gefaesse mittels luftstrahls | |
| JPH05193728A (ja) * | 1992-01-22 | 1993-08-03 | Sooee Mach:Kk | 油揚げ材料の反転搬送装置 |
| DE4314644A1 (de) * | 1993-05-04 | 1994-11-10 | Paal Kg Hans | Vorrichtung zum Ablegen flacher Gegenstände in Hochkantlage auf einem Transportband oder dergleichen |
-
1998
- 1998-04-22 DE DE1998117881 patent/DE19817881C1/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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