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DE19804444C1 - Kaffeemaschine zum Frischbrühen von Filterkaffee - Google Patents

Kaffeemaschine zum Frischbrühen von Filterkaffee

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Publication number
DE19804444C1
DE19804444C1 DE1998104444 DE19804444A DE19804444C1 DE 19804444 C1 DE19804444 C1 DE 19804444C1 DE 1998104444 DE1998104444 DE 1998104444 DE 19804444 A DE19804444 A DE 19804444A DE 19804444 C1 DE19804444 C1 DE 19804444C1
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DE
Germany
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filter
coffee
water
coffee machine
brewing
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DE1998104444
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English (en)
Inventor
Wolfgang Gesen
Heinz Rudloff
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PAGATEC VERTRIEBS GES MBH
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47JKITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
    • A47J31/00Apparatus for making beverages
    • A47J31/04Coffee-making apparatus with rising pipes
    • A47J31/057Coffee-making apparatus with rising pipes with water container separated from beverage container, the hot water passing the filter only once i.e. classical type of drip coffee makers
    • A47J31/0576Coffee-making apparatus with rising pipes with water container separated from beverage container, the hot water passing the filter only once i.e. classical type of drip coffee makers with a sealed water boiling vessel in which the steam pressure urges the hot water through a rising pipe

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Apparatus For Making Beverages (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine elektrische mittels Steuermitteln in Intervallen betreibbare Kaffeemaschine zum Frischbrühen von Filterkaffee, wobei aus einem Wasserkessel mit einem Steigrohr heißes Brühwasser unter Dampfdruck durch einen Filter geleitet wird, der Mahlgutportionen für mehrere oder mindestens zwei Tassen Filterkaffee aufweist.
Derartige Kaffeemaschinen haben im Haushalt oder im gewerblichen Bereich als Espressomaschinen, zur Herstellung von einzelnen oder höchstens zwei Tassen Filterkaffee, eine weite Verbreitung gefunden, wobei das heiße Wasser unter hohem, durch Dampf oder auf mechanischem Wege erzeugten Druck durch einen Filterträger geleitet wird, der mit einem Bajonettverschluß unter Beifügung einer Dichtung druckdicht mit dem in Verbindung mit dem Steigrohr stehenden Brühkopf befestigt wird. Die Espressomaschinen verwenden zum Speichern der Kaffeeportionen die zum Servieren vorgesehenen Kaffeetassen, die selbst von geringer Höhe sind. In Verbindung mit dem Filterträger mit vergleichsweise geringem Ausmaß weist die Espressomaschine eine geringe Bauhöhe auf, die leicht in eine vorhandene Baureihe von Getränkemaschinen als Tischgerät einfugbar ist. Mit einer Espressomaschine kann aber nur eine einzelne Kaffeeportion zubereitet werden. Bei einer höheren Leistung mit einer Zahl bis 120 Tassen pro Stunde muß anstelle einer Frischbrühung mit einer Kaffeemaschine auf Vorrat gebrüht werden.
Espressomaschinen mit einem Filterträger mit Bajonettverschluß besitzen die in der DE 196 47 039 A1 genannten Nachteile, daß der Siebträger von unten her an dem Brühkopf befestigt werden muß, wobei dieser bei längerem Gebrauch sowie häufigem Einsatz durch Abnutzung stark beansprucht und undicht wird, was zu Druckverlusten führen kann. Um diesen Nachteilen zu begegnen wurde der Vorschlag unterbreitet, den Brühkopf vertikal bewegbar anzuordnen und durch einen Kniehebelverschluß mit großer Kraft in der Brühstellung gegen die darunter befindliche Aufnahme mit dem gemahlenen Kaffee zu drücken. Zum Füllen wird der Brühkopf nach oben bewegt und die Aufnahme kann im wesentlichen in der waagerechten Ebene in eine Füllstellung geschoben werden, in der die Aufnahme leicht zugänglich ist. Die Aufnahme ist als Filterpfanne ausgebildet, die ein entsprechendes Volumen zum Aufnehmen eines Filters oder eines Filterbeutels mit gemahlenem Kaffeepulver aufweist. Im anderen Fall ist in die Aufnahme ein Siebträger mit einem kleineren Volumen einlegbar, der einen Filterbeutel mit Espresso auch portioniert aufnehmen kann. Beim drucklosen Brühen von Filterkaffee liegt der Filterbeutel auf einem Abdeckblech, das eine vollständig geschlossene Fläche bildet. Bei der drucklosen Zubereitung läuft das Heißwasser durch den auf der Abdeckplatte befindlichen Filterbeutel von der Mitte zu den Seiten, um unter der Abdeckplatte durch die mittige Auslautöffnung am Boden der Filterpfanne in die darunter befindliche Kaffeekanne zu gelangen. Durch diese besondere Heißwasserführung soll die Extraktion der Geschmacks - und Aromastoffe verbessert werden.
Die in Durchströmrichtung vom Heißwasser gelösten Schwebstoffe werden auf der Innenseite des Filterbeutels vom Filterpapier in den Poren zurückgehalten und erhöhen dadurch den Filterwiderstand. Bei großen Brühmengen wird aus diesem Grunde zur Vergrößerung der Filterfläche und zur Verringerung des Filterwiderstandes auf eine sternförmig gefaltete Filtertüte zurückgegriffen. Andererseits werden bei fehlender Durchströmung die Filterporen im Filterpapier vergrößert und die Mahlfeinheit des Kaffeepulvers wird verringert. In beiden Fällen wird damit von der gewohnten Konstitution des Filterkaffees abgewichen.
Es ist außerdem bei einem Filterbeutel beim Aufbrühen zu beobachten, beispielsweise beim Übergießen eines beliebigen Tee - Filterbeutels mit heißem Wasser in einer Tasse, daß die in dem Filterbeutel enthaltenen Gase sich schlagartig ausdehnen und das vom Brühwasser befeuchtete Filterpapier ballonartig aufblähen. Dies ist auf die hohe Oberflächenspannung von Wasser zurückzuführen, bei welcher das durchleuchtete Filtermaterial weitgehend luft- und dampfundurchlässig ist, so daß das Brühwasser äußerlich vom Filterbeutel herunterfließen kann. Dieser Vorgang ist in der DE 36 44 947 A1 erstmalig beschrieben und bei einer Kaffeemaschine zum Herstellen von Filterkaffee nutzbar gemacht worden. Bei dieser Kaffeemaschine wurde die Handhabbarkeit des Filterträgers zum Einlegen des Filterbeutels durch eine abnehmbare Schublade mit einer rechteckförmigen Aufnahmeschale vereinfacht. Der Brühkopf wurde hier im Bereich des Heißwasserauslaufs als Ringspalt mit einem nach unten vorstehenden Steg ausgebildet, so daß beim Aufblähen des Filterbeutels die obere Filterbeutellage mit dem Brühkopf in Verbindung gehalten wird. Das Brühwasser kann somit vollständig mit dem Kaffeemahlgut in Kontakt gebracht werden.
Nachteilig ist hier wie bei anderen drucklosen Kaffeemaschinen, daß größere Mengen von Filterkaffee bei dem geringen hydrostatischen Druck nur langsam abfließen können, wenn die Oberflächenspannung des Wassers sowie die Verstopfung der Filterporen großer und die Filtergeschwindigkeit dementsprechend geringer ist. Die Brühwasserzufuhr muß folglich bei kleiner Porenweite gedrosselt und die Brühdauer verlängert werden. Andererseits muß die Filterschale und die Bauhöhe der Kaffeemaschine größer ausgeführt werden, damit das langsam abfließende Brühwasser ohne Überlaufen in der Brühschale aufgefangen werden kann.
Bekannt ist aus der DE 40 07 267 A1 eine Kaffeemaschine zum portionsweisen Aufbrühen von heißen Aufgußgetränken, wobei das Mahlgut in einer vorverpackten Portionseinheit enthalten ist. Die Portionseinheit wird in ein ein schubladenförmig ausgebildeten Filterträger gehalten. Zum Aufbrühen wird die obere Filterlage von einem von oben herab bewegbaren Brühkopf mit einer hohldornartigen Heißwasserstichleitung durchstoßen. Der vertikal bewegbare Brühkopf erfordert einen, die Bauhöhe nachteilig beeinflussenden Hebelantrieb und einen elastisch bewegbaren Schlauchabschnitt, der bei längerem Einsatz im Heißwasserbereich störanfällig ist. Um eine geringe Bauhöhe zu gewährleisten ist, die Kaffeemaschine lediglich zum Aufbrühen einer einzelnen Kaffeeportion versehen. Für eine große Menge Filterkaffee wurde in der EP 666 045 A1 eine Kaffeemaschine mit einem druckdicht verschließbaren Filtertopfbehälter vorgeschlagen, der zur Aufnahme eines kreisrunden Filterbeutels innenseitig am Boden und an der zylindrischen Seitenwand mit einer Siebauflage ausgerüstet ist. Der Filterbeutel wird so in den Filtertopfbehälter eingelegt, daß der Boden und die Seitenwand vollständig abgedeckt sind. Mit einem Düsenkopf wird in einen durch die obere Filterlage des Filterbeutels begrenzten Innenraum heißes Brühwasser unter Druck eingespritzt, das sich mit dem Kaffeepulver mischt und die Aromastoffe herauslöst. Die in der Beschreibung genannte Siebauflage dient hierbei nicht als Filter, sondern als Auflage für den Filterbeutel, der an der Innenseite des Filtertopfes gleichmäßig verteilt werden kann. Ein Deckel mit dem Düsenkopf ist an der Kaffeemaschine befestigt. Aus diesem Grunde ist ein manueller oder automatischer Mechanismus vorzusehen, um den Filtertopfbehälter gegen den Deckel anzuheben und druckdicht zu verschließen. Der Filterbeutel ist flach sowie rund und nur teilweise mit Kaffeepulver gefüllt. Der Durchmesser des Filterbeutels ist größer als der Durchmesser des Filtertopfes, damit dieser auch die Wand abdecken kann. An dieser Stelle muß beim Einlegen des Filterbeutels mit erhöhter Sorgfalt gearbeitet werden, damit das Kaffeepulver in einer gleichmäßigen Schichtdicke zwischen dem Düsenkopf und der Außenlage des Filterbeutels angeordnet ist. Anderenfalls ergeben sich bei ungleichmäßiger Schichtung unterschiedliche Filterwiderstande und Filtergeschwindigkeiten, die zur Ausbildung von. Filterkanälen im Kaffeepulver führen und das Extraktionsergebnis schmälern.
Um die Ausbildung von Filterkanälen zu beseitigen, wurde in der DE 36 20 292 C2 eine Kaffeemaschine mit Intervallbrühung vorgeschlagen, bei welcher zwischen den Intervallen in einem Wassererhitzungskessel ein Unterdruck erzeugt wird. Nach dem Auslaufen des Brühwassers wird die Heizung abschaltet, wodurch eine weitere Wärmezufuhr unterbleibt und die Dampfbildung beendet ist. Zugleich wird ein Elektromagnetventil in einer Kaltwasserleitung geöffnet und kaltes Wasser unter Druck in den erhitzten Wasserkessel eingespritzt. Dabei kondensiert der restliche Dampf und der Dampfdruck wird aufgehoben, wodurch im Kaffee - Filter eine Restwassermenge verbleibt, welche nicht unmittelbar wegen des fehlenden Druckes abfließen kann. Durch weiteres einfließendes Kaltwasser wird das erhitzte Luftvolumen im Brühkessel schlagartig verringert und das im Kaffeefilter enthaltene Kaffeepulver durch Unterdruck aufgelockert. Durch die Verringerung des Filterwiderstandes und die Durchwirbelung des Kaffeepulvers kann auf diese Weise die Extraktionsausbeute erhöht und gleichzeitig der Anteil der Gerb- und Bitterstoffe gesenkt werden. Nachteilig ist bei dieser Kaffeemaschine die große Bauhöhe, die durch den turmartigen Aufbau und die senkrechte Anordnung des Filtertopfbehälters zwischen dem Heißwasserbehälter und dem Auffangbehälter für den fertig gebrühten Filterkaffee bedingt ist. Aus diesem Grunde kann die Kaffeemaschine lediglich in hängender Ausführung an einer Wand befestigt werden. Der zweite Grund für die große Bauhöhe, der durchgängig im Stand der Technik eingeschlossen ist, ist die Höhe des Filtertopfbehälters, der wesentlich größer als die Brühwassermenge zusammen mit dem Kaffeepulver ausgebildet und von oben herab mit dem Brühwasseranschluß verschließbar ist.
Um den Aufstellungsplatz zu verringern bezweckt die Erfindung eine Kaffeemaschine, die bei geringer Bauhöhe beispielsweise als Tischgerät in die Baureihe vorhandener Getränkemaschinen problemlos einfügbar ist. Außerdem soll die Kaffeemaschine genauso gut für die Frischbrühung einer kleinen wie für eine große Menge von Filterkaffee geeignet sein. Die Schwierigkeit beruht darauf, daß bei dem zum Einsatz gelangenden Kaffeemahlgut ein möglichst geringer Filterwiderstand und eine hohe Extraktionsausbeute erforderlich ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Kaffeemaschine gelöst, bei welcher eine Steigrohrleitung aus dem Wasserkessel nach oben und waagerecht abgewinkelt zu einer Filterschublade mit einem Filterbeutel geführt wird, die einen luftdicht verschließbaren Schubladendeckel aufweist. Dieser ist in Einschubrichtung der Filterschublade oder stirnseitig mit einer druckdichten Steckanschlußöffnung für die Steigrohrleitung versehen und zum Rückspülen des Filterbeutels zwischen den Intervallen mit Luft durch einen Unterdruck aus dem Wasserkessel beaufschlagbar. Durch das Rückspülen des Filterbeutels wird verhindert, daß die Filterporen im Filtermaterial zugesetzt werden, wodurch die Filtergeschwindigkeit wesentlich erhöht werden kann. Verhindert wird desgleichen ein übermäßiger Druckanstieg, so daß mehrere Filterbeutel übereinander im Schubladenfilter verwendbar sind. Die Anzahl der Tassen des zu brühenden Filterkaffees ist dadurch in einem weiten Rahmen mit ein und derselben Kaffeemaschine variierbar, so daß bei jeder gewünschten Tassenzahl eine Frischbrühung anstelle einer Vorratsbrühung unter Verwendung von vergleichsweise wenigen, genormten Filterbeuteln ermöglicht werden kann. Durch die Rückspülung des Filterbeutels und die Verringerung des Filterwiderstandes kann überdies die Porengröße des Filtermaterials verringert werden, damit die beim Extrahieren des gemahlenen Kaffeepulvers unerwünschten Trübungsbestandteile und Bitterstoffe einwandfrei zurückgehalten werden. Wenn ein geschmacklich abgerundeter Filterkaffee hergestellt werden soll, kann bei der Frischbrühung zu diesem Zweck die Brühtemperatur auf Werte höher als 95°C eingestellt werden.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann der Wasserkessel einen baukastenartigen Aufbau mit einem separaten Dosierbehälter mit den Dosiereinrichtungen aufweisen, der ein von dem Wassererhitzungskessel abweichendes Dosiervolumen besitzt. Das Dosiervolumen kann gleich groß oder um ein Vielfaches größer oder nur halb so groß wie das Volumen einer zur Ausgabe der Kaffeeportionen vorgesehenen Kaffeetasse ausgebildet werden, wodurch eine Frischbrühung bei einer Tassenzahl von zwei aufwärts ermöglicht werden kann. Hierbei ist es im Rahmen der Erfindung vorteilhaft, wenn bei der Kaffeemaschine an der Vorderwand des Gehäuses, im Abstand über der Warmhalteplatte, eine separate Tassenhalterung zum Abstellen einer großen, zwei normale Portionen enthaltende Tasse oder Kännchen vorgesehen ist. Damit kann gleichzeitig Filterkaffee zubereitet und an die Gäste ausgeschenkt werden.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In den dazugehörenden Zeichnungen zeigt in schematischer Darstellung
Fig. 1 eine Kaffeemaschine mit hoher Stundenleistung für eine größere Menge von Filterkaffee und
Fig. 2 eine Kaffeemaschine für die Zubereitung einer kleineren Menge, die im wesentlichen einer Kleinportion Filterkaffee entspricht.
Die Fig. 1 zeigt eine in C-Form aufgebaute Kaffeemaschine, deren Bauform besonders weit verbreitet ist. Der Gehäusefuß 1 der Kaffeemaschine besitzt im vorderen Bereich eine Warmhalteplatte 2 oder Abstellfläche zum Absetzen einer wärmeisolierten Vorratskanne 3, die mit einer Zapfstelle 10 zum Abgeben einer Kaffeeportion in eine Kaffeetasse 5 oder ein Kännchen 5' versehen ist. Im hinteren Bereich ist der Gehäusefuß 1 mit dem Gehäuse 4 für den Wasserkessel 6 standfest verbunden.
Zum Erhitzen des Brühwassers ist in dem Wasserkessel 6 eine elektrische Heizspirale 7 mit Stromanschlüssen A und B vorgesehen, die mit der Steuerung 8 einer Dosierungseinrichtung für das Frischwasser steuerungstechnisch verbunden sind. Der an das Trinkwassernetz angeschlossene Frischwasserzulauf 9 kann zum Dosieren der vorgesehenen Frischwassermenge mit einem Elektromagnetventil 11 geöffnet und geschlossen werden, wenn der Wasserkessel 6 bis zum Niveau der Unterkante 12 der oberen Schaltelektrode 13 gefüllt ist. Gleichzeitig wird durch die Steuerung 8 gewährleistet, daß die Heizspirale 7 in Betrieb genommen werden kann. Nachdem das Brühwasser durch den im Wasserkessel 6 entstehenden Dampfdruck über die Steigrohrleitung 14 ausgetrieben ist, wird das Elektromagnetventil 11 geöffnet, wenn der Wasserspiegel das Niveau der Unterkante 15 der unteren Schaltelektrode 16 in Höhe der Steigrohröffnung 17 erreicht hat. Durch das Einspritzen des kalten Frischwassers mit einem, gegenüber dem Innendruck im Wasserkessel 6 wesentlich größerem Druck aus dem Trinkwassernetz, wird ein Unterdruck erzeugt, der sich über die Steigrohrleitung 14 hinaus bis in den Filter fortsetzt und durch Ansaugen von Luft aus der Atmosphäre ausgleichbar ist. Mit dem Entstehen von Unterdruck wird desgleichen die Dosierung von heißem Brühwasser schlagartig unterbunden, so daß eine hohe Dosiergenauigkeit erreichbar ist. Die Schaltelektroden 13 und 16, die zur Vereinfachung der zeichnerischen Darstellung im Wasserkessel 6 angeordnet gezeichnet sind, werden in der Praxis aus Gründen der Verkalkung und der Schaltgenauigkeit beim Dosieren des Frischwassers vorzugsweise außerhalb des Wasserkessels 6, zum Beispiel in einer nicht dargestellten kommunizierenden Röhre angeordnet, deren Volumeninhalt bei der Festlegung des Kesselvolumens zu berücksichtigen ist. Die Dosiergenauigkeit im Tassenbereich ist dadurch besonders einfach gewährleistet, jedoch nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt.
Wenn außerdem wie in Fig. 2 dargestellt, eine Kleinportion mit einem Kaffeecup, einer großen Kaffeetasse 5 oder einem Kaffeekännchen 5' frisch gebrüht werden soll, kann in Baukastenform ein Dosierkessel 18 verwendet werden, der im Dosierbereich im Durchmesser kleinerer als der Wassererhitzungskessel 19 ausgebildet ist, dem die Heizspirale 7 zugeordnet ist. Der Dosierkessel 18 enthält die Dosiereinrichtung und in dem Bereich zwischen der Unterkante 12 der oberen und der Unterkante 15 der unteren Tauchelektrode 16 beziehungsweise der Steigrohröffnung 17 das Volumen, das beispielsweise einer Tasse oder einer halben Tasse fertigen Filterkaffees entspricht. Dadurch ist die Kaffeemaschine leicht auf eine unterschiedlich große Stundenleistung einstellbar. Das Dosieren des Frischwassers ist bei einem kleineren Durchmesser des Dosierkessels 18 unabhängig vom Druck im Trinkwassernetz in kleineren Intervallen möglich, so daß bei einem einzelnen Kaffeekännchen 5' die Extraktion und die Brühdauer durch Verlängerung der Intervalle erhöht werden kann.
An der Vorderwand 23 des Gehäuses 4 befindet sich im Abstand über der Warmhalteplatte 2 eine separate Tassenhalterung, die zum Abstellen des Kaffeekännchens 5', vorgesehen ist. Dadurch ist die Kaffeemaschine besonders zum Frischbrühen von einzelnen Kaffeeportionen mit einem Kaffeekännchen 5' geeignet.
Das zur Extraktion erhitzte Brühwasser wird durch den Dampfdruck durch die Steigrohrleitung 14 hindurch aus dem Wasserkessel 6 gedrückt. Der Dampfdruck, bei dem der Beginn der Extraktion festgelegt wird, ist durch eine Entlüftungsbohrung 21 im oberen Bereich der Steigrohrleitung 14 einstellbar, wobei die Temperatur des Brühwassers vorteilhaft mehr als 95°C betragen kann. Die Steigrohrleitung 14 wird aus dem Wasserkessel 6 im Gehäuse 4 nach oben geführt und waagerecht abgewinkelt und mit einer Wandverschraubung 22 durch die Vorderwand 23 geführt, damit der Endabschnitt 24 der Steigrohrleitung 14 in den Innenraum einer Schubladenführung 25 übersteht.
Die Schubladenführung 25 umfaßt bodenseitig feststehende Führungsmittel 26 und an ihrer Oberseite elastisch gelagerte Arretierungsmittel 27 für eine Filterschublade 28, die im Grundriß rechteckig ausgeführt ist. Die an ihrer Rückwand 29 mit einem Handgriff 31 versehene Filterschublade 28 weist einen mit einer Ablautöffnung 32 und Filterstegen 33 versehenen Filterboden 34 oder eine gelochte Siebauflage 35 zum Einlegen eines flachen, aus Filtermaterial wie Filtergaze oder Filterpapier bestehenden Filterbeutels 36 auf.
Die Filterschublade 28 ist des weiteren mit einem Schubladendeckel 37 luftdicht verschlossen, der an seiner Stirnseite 38 in Einschubrichtung eine Steckanschlußöffnung 39 aufweist, die von dem Endabschnitt 24 der Steigrohrleitung 14 durchgriffen wird. Der Endabschnitt 24 der Steigrohrleitung 14 ist durch einen in die Steckanschlußöffnung 39 eingefugten Hohlstopfen 41 oder eine in eine Bohrungswandung eingefügte Rundringdichtung druckdicht gegen das einströmende Heißwasser abgedichtet. Zum Verteilen des Heißwassers ist der Schubladendeckel 37 mit einem Heißwasserverteiler 40 versehen.
Der Heißwasserverteiler 40 kann als Siebplatte und an der oberen Beutellage anliegend ausgebildet werden, wenn der Inhalt des Filterbeutels 36 mit dem Volumen der Filterschublade 28 identisch ist. Bei einem kleineren Filterbeutel 36 kann der Heißwasserverteiler 40 mit einem nach unten vorstehenden vorzugsweise kreisförmigen Anlagesteg ausgebildet werden, mit dem die obere Beutellage in Kontakt kommt, wenn sie sich beim Übergießen mit Heißwasser aufbläht. Außerdem können beim Aufbrühen einer großen Ration zwei Filterbeutel 36 übereinandergelegt werden. Bei einer kleinen Portionseinheit kann in die Filterschublade 28 ein in der Zeichnung nicht weiter dargestellter Filtereinsatz eingelegt werden, mit dem der Filterbeutel 36 in Bezug auf den Heißwasserverteiler 40 angehoben werden kann.
Zum Frischbrühen von Filterkaffee wird der passende Filterbeutel 36 oder eine richtige Anzahl in die Filterschublade 28 eingelegt und mit Hilfe der Steuerung 8 die gewünschte Tassenzahl vorgewählt. Die Intervallbrühung wird mit dem Einschalten der Heizspirale 7 begonnen und abgeschlossen, nachdem das Heißwasser in dem Wasserkessel 6 bis auf das Niveau der Steigrohröffnung 17 abgesunken ist. Danach wird der Wasserkessel 6 durch Öffnen des Elektromagnetventils 11 mit Frischwasser gefüllt, wobei durch den eintretenden Unterdruck durch die Ablauföffnung 32 in der Filterschublade 28 Luft angesaugt wird. Die Filterschublade 28 kann derart ausgelegt werden, daß beim Ansaugen der Luft durch eine geringe Restwassermenge eine wirkungsvolle Rückspülung des Filterbeutels 36 erzielt werden kann. Der Filterwiderstand kann auf diese Weise verringert werden. Aus diesem Grunde kann ein engporiges Filtermaterial mit einer geringeren Durchlässigkeit eingesetzt werden. Der durch Frischbrühung in einer beliebigen Tassenzahl hergestellte Filterkaffee ist sodann frei von Trübstoffen und mit einem ausgezeichneten Aroma ausgebildet.

Claims (7)

1. Kaffeemaschine mit elektrischen Steuermitteln zum Frischbrühen von Filterkaffee in Intervallen, wobei aus einem Wasserkessel mit einem Steigrohr heißes Brühwasser unter Dampfdruck durch einen Filter geleitet wird, der Mahlgutportionen für mehrere oder mindestens zwei Tassen Filterkaffee aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß eine Steigrohrleitung (14) aus dem Wasserkessel (6) nach oben und waagerecht abgewinkelt zu einer Filterschublade (28) führend angeordnet ist, die zum Einlegen eines flachen, aus Filtermaterial wie Filtergaze oder Filterpapier bestehenden Filterbeutels (36) ausgebildet ist, und die eine Ablauföffnung (32) sowie einen luftdicht verschließbaren Schubladendeckel (37) mit Brühwasserverteiler (40) aufweist, sowie in Einschubrichtung der Filterschublade (28) oder stirnseitig mit einer druckdichten Steckanschlußöffnung (39) für die Steigrohrleitung (14) versehen und zum Rückspülen des Filterbeutels (36) zwischen den Intervallen mit atmosphärischer Luft infolge Unterdruck in dem Wasserkessel (6) beaufschlagbar ist.
2. Kaffeemaschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen baukastenartigen Aufbau des Wasserkessels (6), der einen Wassererhitzungskessel (19) mit Heizspirale (7) und einen mit Dosiereinrichtungen ausgerüsteten Dosierkessel (18) aufweist, welcher mit einem von dem Wassererhitzungskessel (19) abweichenden Dosiervolumen ausgebildet ist.
3. Kaffeemaschine nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Dosiervolumen des Dosierkessels (18) gleich groß oder um ein Vielfaches größer oder nur halb so groß wie das Volumen einer zur Ausgabe der Kaffeeportionen vorgesehenen Kaffeetasse ist.
4. Kaffeemaschine nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Abstellen einer Kaffeetasse (5) an der Vorderwand (23) des Gehäuses (4), im Abstand über der Warmhalteplatte (2), eine separate Tassenhalterung (2') vorgesehen ist.
5. Kaffeemaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Entlüftungsbohrung (21) in der Steigrohrleitung (14) derart ausgebildet ist, daß zur Extraktion die Brühwasser-Temperatur auf Werte von mehr als 95°C eingestellt werden kann.
6. Kaffeemaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Filterbeutel (36) übereinander in die Filterschublade (28) einlegbar sind.
7. Kaffeemaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß die Tassenzahl des zu brühenden Filterkaffees mit ein und derselben Kaffeemaschine differenziert zwischen Zwei und der Stundenleistung variierbar ist.
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