DE19800898C1 - Vorrichtung zum Reinigen von Schuhsohlen, insbesondere von profilierten Stiefelsohlen - Google Patents
Vorrichtung zum Reinigen von Schuhsohlen, insbesondere von profilierten StiefelsohlenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen von
Schuhsohlen, insbesondere von profilierten Stiefelsohlen.
Schuhsohlen, insbesondere profilierte Stiefelsohlen, bringen
das Problem mit sich, daß anhaftender Schmutz, insbesondere
lehmhaltige Erde, sich nur schwer oder ungenügend von den
Sohlen entfernen läßt und beim Betreten von sauberzuhaltenden
Flächen, insbesondere von Flächen in Gebäuden oder in Kraft
fahrzeugen, dazu neigt, sich dann von den Sohlen zu lösen,
wodurch die betretenen Flächen durch die gelösten Schmutzpar
tikel verunreinigt werden.
Man hat sich bislang zur Lösung dieses Problems damit behol
fen, die Schuhe, insbesondere Gummistiefel, vor dem Betreten
von Räumen oder Kraftfahrzeugen auszuziehen, um die Stiefel
dann anschließend im Haus unter fließendem Wasser mittels
Bürsten oder dergleichen zu reinigen. Das Reinigen der Schuhe
im Haus selbst ist aber insofern problematisch, als daß der
von dem fließenden Wasser und/oder den Bürsten aufgewirbelte,
nun mit Wasser vermengte Schmutz dazu neigt, herumzuspritzen,
wodurch sich weitere Verunreinigungen ergeben.
Ein Reinigen von Schuhen und Stiefeln im angezogenen Zustand
außerhalb des Hauses, um anschließend das Haus mit den nun
gesäuberten Schuhen betreten zu können, bereitet insofern
Probleme, als dies bislang meistens nur mittels eines Wasser
strahles aus einem Wasserschlauch erfolgte. Diese Reinigung
mittels eines Wasserschlauches ist unbefriedigend, da diese
Art der Reinigung zeitraubend ist und nicht immer gewährlei
stet ist, daß sämtlicher an den Sohlen anhaftende Schmutz
entfernt werden kann. Zudem ist diese Art der Reinigung nicht
ergonomisch günstig, da zu diesem Zweck ein Bein so angewin
kelt werden muß, daß zumindest ein Teil der Sohle nach oben
gerichtet ist, um auf diese Weise den Strahl des Wasser
schlauches auf die Sohle richten zu können.
Auch andere übliche Arten der Reinigung von profilierten
Stiefelsohlen sind ungenügend, beispielsweise das Stellen der
Schuhe für eine Zeit lang in eine mit Wasser gefüllte Wanne,
wodurch sich insbesondere lehmhaltige Böden nur unzureichend
von der Sohle ablösen lassen. Das Abstreifen des Schmutzes
durch Matten, Bürsten oder dergleichen, auch rotierenden Bür
sten, hat ebenfalls bislang zu keinen befriedigenden Ergeb
nissen geführt.
Aus der DE 44 08 079 C1 und aus der DE-OS 16 28 771 sind
Vorrichtungen zum Reinigen verschmutzter Schuhsohlen bekannt,
bei denen die Reinigung der Stiefelsohlen mittel rotierender
bzw. feststehender Bürsten erfolgt, welche mit Wasser beauf
schlagt werden, damit der an den Bürsten anhaftende Schmutz
ausgewaschen bzw. damit die Reinigungswirkung der Bürsten un
terstützt wird. Diese Vorrichtungen sind in der Konstruktion
aufwendig und großvolumig, wodurch ihr Einsatz vor allem in
Privathaushaltungen kaum in Frage kommt. Zudem ist der Ein
satz von Bürsten insofern problematisch, als daß der von den
Sohlen entfernte Schmutz nun an den Bürsten haften bleibt,
wodurch nach dem Reinigen der Sohlen eine Reinigung der je
weiligen Vorrichtung notwendig ist.
Aus der DE 297 13 861 U1 ist ein Schuhsohlenwaschgerät be
kannt, welches die Reinigung von verschmutzten Schuhsohlen
ausschließlich durch aus Düsenanordnungen austretendes
Wasser ermöglichen soll. Hierzu ist vorgesehen, daß in ei
nem Rahmen zwei übereinander liegende Düsenrohre montiert
sind. Diese Düsenrohre, welche in ihrer Form in etwa dem
Umriss eines Schuhes entsprechen, weisen eine Vielzahl von
Düsenöffnungen auf, aus welchen Wasser austritt und die zu
reinigende Schuhsohle beaufschlagt. Dabei sind die Düsen
öffnungen eines Düsenrohres zur Sohlenunterseite hin gerich
tet, die Düsenöffnungen des anderen Düsenrohres sind zum
Kantenbereich der Sohle gerichtet.
Der Rahmen dieses Gerätes kann in einem zweiten Hilfsrahmen
mit einem Ventil derart gelagert sein, daß beim Abkippen des
Rahmens das Ventil im Hilfsrahmen ausgelöst wird, wodurch
Wasser aus einem Wasseranschluß in die Düsenrohre gelangen
kann.
Nachteilig an diesem Gerät ist, daß die große Anzahl von Dü
senöffnungen einen nur geringen Wasserdruck ermöglichen und
die Reinigungswirkung daher nur gering sein wird. Zudem ist
dieses Gerät ergonomisch ungünstig, da es hier nötig ist,
den Schuh in zwei Schritten zu reinigen, denn hier muß zu
nächst die Schuhspitze in das Gerät eingeführt werden, an
schließend wird der Hackenteil in das Gerät hineingestellt.
Eine kontinuierliche Reinigung eines Schuhs mit einem der
artigen Gerät ist daher nicht möglich.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zum Rei
nigen von Schuhsohlen, insbesondere von profilierten Stie
felsohlen, zu schaffen, mittels derer mit Schmutz behaftete
Sohlen leicht, bequem, schnell, gründlich und ergonomisch
günstig gereinigt werden können, wobei die Vorrichtung kom
pakt ausgelegt und preiswert sein soll.
Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung gelöst, welche die
Merkmale des Patentanspruch 1 aufweist.
Die Vorrichtung weist einen Rahmen mit einer Gleit- und
Trittfläche für die zu reinigende Schuhsohle auf, wobei die
Trittfläche mindestens eine sich senkrecht zum Rahmen er
streckende Öffnung aufweist. Die Vorrichtung weist ferner ei
ne innerhalb des Rahmens angeordnete, zur auf die Trittfläche
aufstellbaren Stiefelsohle gerichtete Düsenanordnung auf. Zu
dem weist die Vorrichtung einen mit der Düsenanordnung ver
bundenen regulierbaren Wasseranschluß auf, welcher ein die
Wasserzufuhr zur Düsenanordnung steuerndes Ventil aufweist,
wobei der Betätigungsschalter eine über dem Ventil angeordne
te Wippe ist, welche durch den zu reinigenden Schuh betätig
bar ist, und wobei die Düsenanordnung aus mindestens einer
senkrecht unterhalb der Trittfläche angeordneten Düse und aus
mindestens einer über der Trittfläche angeordneten und zum
Rand der zu reinigenden Sohle ausgerichteten Düse besteht.
Der Erfindung liegt also die Erkenntnis zugrunde, daß eine
Reinigung von auch stark verschmutzten Stiefeln mit einer
einfach und kompakt aufgebauten Vorrichtung möglich ist, wel
che auf den Einsatz von feststehenden und/oder rotierenden
Bürsten bewußt verzichtet. Es wurde nämlich herausgefunden,
daß eine vollständige Reinigung von Schuh- oder Stiefelsohlen
auch mittels lediglich einer Düsenanordnung möglich ist.
Zum Reinigen von Schuhsohlen ist es nur erforderlich, den zu
reinigenden Schuh auf die Gleit- und Trittfläche bzw. auf die
Wippe der Vorrichtung aufzustellen, wodurch Wasser in die
Vorrichtung eingespeist wird und anschließend durch minde
stens eine Düse der Düsenanordnung austritt und auf den an
der Sohle anhaftenden Schmutz aufprallt und durch die kombi
nierte Wirkung des Wasserdrucks und der Lösungswirkung des
Wassers den Schmutz von der Sohle, insbesondere aus den Soh
lenprofilen, entfernt.
Damit die gesamte Sohle vom Schmutz befreit wird, ist es le
diglich nötig, die Sohle entlang der Trittfläche gleiten zu
lassen, wodurch sämtliche Bereiche der Sohle in den Einwir
kungsbereich mindestens einer Düse der Düsenanordnung gelan
gen. Es ist hierbei sinnvoll, die Wasserzufuhr dadurch zu
starten, daß die Sohlenspitze auf eine vordere Kante der Wip
pe aufgestellt wird und sie zu beenden, nachdem der gesamte
Schuh entlang des Rahmen über die Trittfläche geglitten ist.
Hierbei erfolgt das Abschalten der Wasserzufuhr durch einfa
ches Anheben des Schuhs.
Auf diese Weise wird verhindert, daß beispielsweise nach oben
spritzendes Wasser nach hinten über den Schuh hinaus nach
oben spritzt, wodurch die Bekleidung der Person, welche die
Reinigung vornimmt, befeuchtet werden könnte.
Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung können die Schuhsohlen
einfach und schnell von anhaftendem Schmutz befreit werden,
da es zur vollständigen Säuberung der Sohlen ausreicht, einen
Fuß auf die Trittfläche der Vorrichtung aufzustellen und ent
lang des Bodens zu verfahren und während der Behandlungsdauer
Wasser in die Vorrichtung einzuspeisen. Diese Vorrichtung ist
zudem ergonomisch günstig, da zum einen kein Abwinkeln des
mit dem zu reinigenden Schuh bekleideten Beines nötig ist,
und zum anderen eine volle Standfestigkeit der die Reinigung
vornehmenden Person gewährleistet ist, da der mit dem zu rei
nigenden Schuh bekleidete Fuß mit vollem Gewicht auf der Vor
richtung aufliegen kann. Der Wasserdruck des aus mindestens
einer Düse austretenden Wassers ist zudem ausreichend, auch
stark anhaftendes lehmhaltiges Erdmaterial vollständig von
den Sohlen bzw. aus den Sohlen abzuspritzen, so daß keine um
ständliche Reinigung mittels Bürsten nötig ist.
Günstig an der Vorrichtung ist ferner, daß sie in der Nähe
des Eingangs eines Hauses aufgestellt werden kann, wo sich in
der Regel ein üblicher Wasserhahn, beispielsweise zum An
schluß eines Gartenschlauchs, an den die Vorrichtung ange
schlossen werden kann, befindet. So ist es bequem möglich,
mit den verschmutzten Schuhen bis in die Nähe des Hauseingan
ges zu gelangen, dort mittels der erfindungsgemäßen Vorrich
tung die Schuhe zu reinigen und anschließend, ohne Gefahr zu
laufen, die Sohlen erneut zu verschmutzen, mit den nun saube
ren Schuhen das Haus betreten zu können. Möglicherweise nach
der Reinigung an den Sohlen anhaftende Feuchtigkeit kann vor
dem Betreten des Hauses mittels üblicher Abstreifermatten
aufgenommen werden, so daß das Haus mit nun vollständig sau
beren und trockenen Schuhen betreten werden kann.
Der regulierbare Wasseranschluß weist ein die Wasserzufuhr
zur Düsenanordnung steuerndes Ventil mit Betätigungsschalter
auf. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn die Vor
richtung nicht direkt neben einem mit einem Wasserschlauch
versehenen Wasserhahn aufgestellt werden kann und dann keine
Möglichkeit besteht, über diesen Wasserhahn die Zufuhr von
Wasser in die Düsenanordnung zu regeln und zu steuern. Wenn
der regulierbare Wasseranschluß direkt mit einem Steuerventil
mit Betätigungsschalter versehen ist, besteht zudem der Vor
teil, daß die Vorrichtung permanent beispielsweise an einen
Wasserschlauch angeschlossen bleiben kann, da in diesem Falle
nur Wasser zur Düsenanordnung freigegeben wird, wenn der Be
tätigungsschalter an der Vorrichtung selbst betätigt wird.
Erfindungsgemäß ist der Schalter eine über dem Ventil ange
ordnete Wippe, welche durch den zu reinigenden Schuh betätig
bar ist.
In diesem Fall wird also durch den zu reinigenden Schuh nach
dem Aufsetzen des Schuhs auf die Wippe die Wasserzufuhr zu
der Düsenanordnung gestartet und dann gestoppt, wenn der
vollständig gereinigte Schuh angehoben wird oder der Schuh
über den Wippenbereich verläßt.
Hierbei wird eine Ausführungsform bevorzugt, bei der eine
vordere Kante der Wippe über dem Rahmen angeordnet ist und
sich im Wirkungsbereich mindestens einer Düse der Düsenanord
nung befindet. Hierdurch wird erreicht, daß der über die
Trittfläche der Vorrichtung gleitende, zu reinigende Schuh
auch mit beispielsweise seinem Hacken gerade noch im Wir
kungsbereich der Düsenanordnung verbleibt, wenn der Schuh die
Wippe fast verlassen hat. Sobald der nun vollständig gerei
nigte Schuh über die vordere Kante der Wippe gleitet,
schnellt diese hoch und sperrt die Wasserzufuhr, wodurch kein
Wasser mehr nach oben spritzen kann und somit der Gefahr be
gegnet wird, daß Wasser beispielsweise in den Kniekehlenbe
reich einer die Reinigung vornehmenden Person gelangen kann.
Die Düsenanordnung besteht aus mindestens einer senkrecht un
terhalb der Trittfläche angeordneten Düse und aus mindestens
einer über der Trittfläche angeordneten, zum Rand der zu rei
nigenden Sohle ausgerichteten Düse. Hierdurch wird es ermög
licht, daß durch die unterhalb der Trittfläche angeordnete
Düse die mit dem Profil versehenen Sohlenunterseite und durch
die oberhalb des Bodens angeordnete Düse zumindest der Kan
tenbereich der Sohle gereinigt werden kann. In einer weiteren
vorteilhaften Ausgestaltung ist mindestens eine Düse der Dü
senanordnung auf den Übergangsbereich zwischen Sohle und Schuh
der zu reinigenden Sohle gerichtet. Hierdurch wird ermög
licht, daß auch der Übergangsbereich zwischen Sohle und
Schuh, in dem sich Schmutz besonders hartnäckig festsetzen
kann, gereinigt werden kann.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist der regulierbare
Wasseranschluß einen Kupplungsstutzen zum Anschluß eines Was
serschlauches auf. Dabei kann der Kupplungsstutzen so ausge
bildet sein, daß er an handelsübliche Wasserschlauchstecksy
steme angeschlossen werden kann. Der Kupplungsstutzen kann
dabei seitlich, hinten oder unten am Wasseranschluß ange
bracht sein, so daß, je nach den örtlichen Verhältnissen, ein
bequemer Anschluß eines Wasserschlauches an den Wasseran
schluß ermöglicht wird. Wenn sich der Kupplungsstutzen unten
am Wasseranschluß befindet, kann die Vorrichtung mit einer
üblichen Schlauch-Bodensteckdose verbunden werden, so daß
sich nach dem Anschluß keine störenden Wasserschlauchab
schnitte in der Nähe der Vorrichtung befinden, wodurch der
Gefahr begegnet wird, daß beim Reinigen der Stiefelsohle ein
Fuß auf den Wasserschlauch treten kann.
Bevorzugterweise besteht die Trittfläche aus einer Mehrzahl
von Stäben. Durch diese Stäbe, bevorzugterweise Rundstäbe,
wird einerseits ein großer Öffnungsbereich in der Trittfläche
ermöglicht, und andererseits ermöglichen die Stäbe ein beque
mes Gleiten des zu reinigenden Schuhs entlang des Rahmens.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die
Stäbe parallel zur Längsachse des Rahmens am Rahmen befestigt
und in einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind die
Stäbe quer zur Längsachse des Rahmens am Rahmen befestigt,
wobei die Stäbe drehbar sein können. Durch die drehbaren,
quer zur Längsachse des Rahmens am Rahmen befestigten Stäbe
wird das Gleiten des zur reinigenden Schuhs entlang des Rah
mens erleichtert.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung besteht die
Trittfläche aus mindestens einer quer zum Rahmen gelagerten
Rolle. Diese Rolle bzw. die Rollen bieten den Vorteil, daß
der zu reinigende Schuh sehr leicht über sie hinweg gleiten
kann. Zudem hat es sich gezeigt, daß bei Ausführung der Rol
len in Kunststoff diese sehr dauerhaft sind und ein Rotieren
auch nach langem und intensiven Gebrauch gewährleisten.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist in der
Wippe eine Rolle gelagert, welche, wie die Rollen der Tritt
fläche, ein leichtes Gleiten des zu reinigenden Schuhs ermög
lichen.
Vorteilhafterweise ist am Rahmen eine Spritzdecke angebracht,
deren Oberkante in Kontakt mit dem zu reinigenden Schuh
bringbar ist. Eine derartige Spritzdecke, welche aus flexi
blem Kunststoff, aus Gummi oder aus Federblech bestehen kann
verhindert wirksam ein unkontrolliertes Herumspritzen von
Wasser aus der Vorrichtung während des Reinigungsbetriebes.
Zudem kann die Spritzdecke bei entsprechender Ausrichtung von
wenigstens einer Düse gezielt dazu eingesetzt werden, den von
unten kommenden Wasserstrahl zur Sohlenkante und zur Obersei
te des Schuhs hin zu lenken.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorge
sehen, daß wenigstens eine Düse als Fächerdüse ausgebildet
ist. Beispielsweise kann vorgesehen sein, daß eine oder meh
rere zur Sohlenunterseite gerichtete Düsen als Fächerdüsen
ausgebildet sind. Hierdurch trifft ein relativ breiter, aber
dennoch sehr harter Wasserstrahl auf die Sohlenunterseite
auf, wodurch die Sohle in ihrer gesamten Breite gesäubert
wird, ein seitliches Pendeln des Schuhs bzw. des Fußes daher
nicht nötig ist.
Bevorzugterweise ist der Rahmen mit Standfüßen versehen.
Durch diese Standfüße kann, je nach Ausführungsform der
Standfüße, die Vorrichtung rutschsicher beispielsweise auf
einer Gehwegplatte aufgestellt oder, wenn die Füße Spitzen
aufweisen, in Rasen- oder Erdflächen eingerammt werden.
Bevorzugterweise ist der Rahmen an seiner Unterseite mit ei
nem wannenförmigen Kasten versehen. Hierbei kann der wannen
förmige Kasten direkt an dem Rahmen angeformt oder mittels
geeigneter Maßnahmen, beispielsweise mittels Schnappver
schlüssen oder dergleichen, am Rahmen befestigt werden. Der
wannenförmige Kasten dient hierbei dem, Auffangen des abge
spülten Schmutzes einerseits und dem Auffangen des Spülwas
sers andererseits. Dies kann insbesondere dann von Vorteil
sein, wenn die Vorrichtung in einem Innenraum aufgestellt ist
und Spülwasser und abgespülter Schmutz aufgefangen werden
müssen. Zudem kann, insbesondere wenn vorteilhafterweise im
wannenförmigen Kasten ein Filtersieb angeordnet ist, das
Spülwasser gefiltert und anschließend wieder verwendet wer
den, was aus ökologischen und/oder ökonomischen Gründen sinn
voll sein kann.
In einer weiteren Ausgestaltungsform der Erfindung ist an den
regulierbaren Wasseranschluß ein mit einer Druckpumpe verse
hener Wasserbehälter angeschlossen. Bei dieser Ausführungs
form ist es möglich, die Vorrichtung auch im freien Gelände
zu verwenden, wo kein Wasseranschluß verfügbar ist. So kann
es wünschenswert sein, die mit Schmutz behafteten Stiefel vor
dem Einsteigen in ein Kraftfahrzeug zu reinigen, wenn der In
nenraum des Fahrzeugs nicht verschmutzt werden soll. Der mit
einer Druckpumpe versehene Behälter kann so ausgebildet sein,
daß er sich an den Rahmen der Vorrichtung befestigen läßt und
er kann in diesem Fall auch Öffnungen aufweisen, durch die
das Spülwasser in den Behälter zurückgeführt wird. Die Druck
pumpe kann als handbetätigte Luftdruckpumpe, ähnlich einer
üblichen Gartenspritze, ausgebildet sein. Der Behälter kann
so ausgebildet sein, daß er eine ausreichende Menge Wasser
zur Reinigung der Stiefel, beispielsweise 5 Liter, aufnehmen
kann. Durch diese Ausgestaltung läßt sich die Vorrichtung und
der mit einer Druckpumpe versehene Behälter leicht und kom
pakt ausführen, so daß er problemlos beispielsweise im Kof
ferraum eines Kraftfahrzeuges mitgeführt und im Bedarfsfalle
verwendet werden kann.
Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung, den Patentansprüchen
und den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
der Erfindung. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung von oben,
Fig. 2 die Vorrichtung aus Fig. 1 im Längs
schnitt entlang der Linie A-A aus Fig. 1,
Fig. 3 die erfindungsgemäße Vorrichtung aus Fig.
1 von hinten im Betrieb,
Fig. 4 eine schematische Darstellung einer zwei
ten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung von der Seite während des Be
triebs,
Fig. 5 eine schematische Darstellung einer drit
ten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung von der Seite während des Be
triebs,
Fig. 6 die Vorrichtung aus Fig. 5 vor dem Be
trieb,
Fig. 7 ein weiteres Ausführungsbeispiel der er
findungsgemäßen Vorrichtung von hinten,
Fig. 8 ein Ausführungsbeispiel der erfindungsge
mäßen Vorrichtung ähnlich Fig. 7, und
Fig. 9 eine schematische Darstellung einer be
vorzugten Düsenanordnung der erfindungs
gemäßen Vorrichtung von unten.
In den Fig. 1 und 2 ist eine erste Ausführungsform einer er
findungsgemäßen Vorrichtung 10 in Ruhestellung und in Fig. 3
im Betrieb während der Reinigung einer Sohle 12 eines nur
schematisch dargestellten Stiefels 14 dargestellt. Die Vor
richtung 10 weist einen Rahmen 18 auf, welcher im Ausfüh
rungsbeispiel als im wesentlichen rechtwinkliger, nach oben
und unten offener Kasten ausgebildet ist. Parallel zur Längs
achse des Rahmens 18 sind auf den Rahmen 18 sechs Rundstäbe
20 aufgesetzt und mit dem Rahmen 18 befestigt. Die Rundstäbe
20 dienen als Gleit- und Trittfläche 22 für den zu reinigen
den Schuh 14. Die Trittfläche 22 ist so ausgebildet, daß der
zu reinigende Schuh 14 bequem und leicht entlang der Tritt
fläche 22 gleiten kann.
In eine am Rahmen 18 angeformte Tasche 24 ist ein regulierba
rer Wasseranschluß 26 eingesetzt und mit der Tasche 24 ver
bunden. Der regulierbare Wasseranschluß 26 weist einen Kupp
lungsstutzen 28 zur Verbindung mit einem nicht dargestellten
Wasserschlauch auf. Das durch den Kupplungsstutzen 28 in den
regulierbaren Wasseranschluß 26 eingespeiste Wasser wird nach
Niederdrücken eines an sich bekannten Ventils 30 in eine Dü
senanordnung 34 weitergeleitet. Über dem in den Fig. 1 und 2
nur angedeuteten Ventil 30 ist schwenkbeweglich eine Wippe 32
angeordnet, durch welche das Ventil 30 betätigbar ist.
Die Düsenanordnung 34 besteht aus zwei rechts und links am
regulierbaren Wasseranschluß 26 angebrachten, sich innerhalb
des Rahmens 18 und unterhalb des Bodens 22 befindlichen Ab
zweigleitungen 36 und 38 und aus einer Mehrzahl von Düsen 40,
42-44, 46-48. Jeweils zwei Düsen 40 sind nach oben ge
richtet auf den Abzweigleitungen 36 und 38 angeordnet. Diese
Düsen 40 befinden sich mit ihrer Mündung unterhalb des Bodens
22; der die Düsen 40 verlassende Wasserstrahl ist zur Unter
seite 16 der Sohle 12 gerichtet. Die Basen der Düsen 42-44
und 46-48 befinden sich horizontal an Steigleitungen 50 und
52 bzw. 54 und 56. Die Steigleitungen 50, 52 und 54, 56 sind
über T-Abzweigungen 58 bzw. 60 mit den Abzweigleitungen 36
bzw. 38 verbunden.
Wie insbesondere in Fig. 1 zu erkennen ist, sind die Düsen 46
-48 genau quer zur Längsachse des Rahmens ausgerichtet, wo
hingegen die Düsen 42-44 im Winkel zur Längsachse des Rah
mens 18 angestellt sind. Der Anstellwinkel der Düsen 40, 42-
44 und 46-48 kann sich durch geeignete konstruktive Maßnah
men verändern lassen. Es soll aber bewirkt werden, daß die
Düsen 40 zur Unterseite 16 der Sohle 12 hin gerichtet sind,
wohingegen die Düsen 42, 43 und 46, 47 zur Seitenkante der
Sohle 12 und die Düsen 44 und 48 zum Übergangsbereich zwi
schen Sohle 12 und Schuh 14 hin gerichtet sind.
Die Reinigung eines Stiefels 14 mittels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung 10 ist in Fig. 3 dargestellt. Ein Stiefel 14 ist
mit seiner Sohle 12 so auf die Wippe 32 aufgestellt, daß die
se niedergedrückt ist, wodurch das Ventil 30 über den Kupp
lungsstutzen 28 eingespeistes Wasser zur Düsenanordnung 34
freigibt. Wasser wird aus den Düsen 40 nach oben zur Unter
seite 16 der Sohle 12 gespritzt, wodurch in den Profilen der
Sohle 12 festsitzender Schmutz herausgespült wird. An den
Seitenkanten der Sohle 12 anhaftender Schmutz wird durch das
aus den Düsen 42, 43 und 46, 47 austretende Wasser abgespült,
im Übergangsbereich zwischen Sohle und Schuh befindlicher
Schmutz wird durch das aus den Düsen 44 und 48 austretende
Wasser abgespült.
Zum Reinigen einer kompletten Sohle wird der zu behandelnde
Schuh zunächst mit der Schuhspitze über die Wippe 32 und in
den Einwirkungsbereich der Düsenanordnung 34 gebracht und
nach ausreichender Verweildauer und Einwirkungszeit auf der
Trittfläche 22 langsam verfahren, so daß kontinuierlich alle
Bereiche der Sohle 12 in den Einwirkungsbereich der Düsenan
ordnung 34 gelangen. Nachdem der Reinigungsprozeß mit dem
Säubern des Hackenbogens beendet ist, gerät die Wippe 32
durch das Vorwärtsfahren des Stiefels 14 automatisch außer
Kontakt mit der Unterseite 16 des Stiefels 14, wodurch sie
durch eine Druckfeder des Ventils 30 nach oben schnellt und
wodurch das Ventil 30 die Wasserzufuhr in die Vorrichtung 10
automatisch sperrt.
In den Fig. 4 bis 6 sind schematisch Ausführungsalternativen
der erfindunsgemäßen Vorrichtung 10 dargestellt, welche
Trittflächen 22 aufweisen, welche als quer im Rahmen 18 mit
tels einer Achse 62 gelagerter Rollen 64 ausgebildet sind. In
Fig. 4 ist dies eine Rolle 64 mit relativ großem Durchmesser,
wohingegen es in Fig. 5 und 6 zwei Rollen 64 mit kleinerem
Durchmesser sind. Es ist auch denkbar, auf eine Achse 62 meh
rere Rollen 64 aufzureihen.
Die Wippe 32 des Wasseranschlusses 26 weist eine Rolle 66
auf, welche dazu dient, das Gleiten des Stiefels 14 über die
Wippe 32 und über die Trittfläche 22 zu erleichtern.
In Fig. 7 und 8 sind Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Vorrichtung 10 schematisch während des Betriebs von hinten
dargestellt, bei denen die untere Düse 40 als Fächerdüse 68
bzw. als eine Mehrzahl von Fächerdüsen 68 ausgebildet ist.
Wie in Fig. 7 zu erkennen, ist die Fächerdüse 68 so ausgebil
det, daß der sie verlassende Wasserstrahl 70 die gesamte
Breite des Stiefels 14 erfaßt, wohingegen die Wasserstrahlen
70 der beiden Fächerdüsen 68 bei der Vorrichtung aus Fig. 8
nur jeweils die halbe Breite der Sohle 12 des Stiefels 14 ab
decken.
Der Rahmen 18 der Vorrichtung 10 ist hierbei jeweils mit ei
ner Spritzdecke 72 versehen, deren Oberkante 74 sich an den
Stiefel 14 derart anlegt, daß einerseits ein Herausspritzen
von Wasser aus der Vorrichtung 10 verhindert, ein Gleiten des
Stiefels 14 entlang der Trittfläche 22 aber nicht erschwert
wird. Gleichzeitig dient die Spritzdecke dazu, den Wasser
strahl gezielt zum Stiefelschaft hin zu lenken.
In Fig. 9 ist schematisch eine alternative Ausführungsform
der Düsenanordnung 34 von unten dargestellt. Diese Düsenan
ordnung 34 besteht aus zwei seitlichen Düsen 42, 46, aus ei
ner Fächerdüse 68 und aus einer Düse 76, welche zur Reinigung
der Oberseite des Stiefels 14 dient und zur besseren Veran
schaulichung in durchgezogenen Linien dargestellt ist.
Claims (17)
1. Vorrichtung (10) zum Reinigen von Schuhsohlen, insbeson
dere von profilierten Stiefelsohlen, bestehend aus
- 1. einem Rahmen (18) mit einer Gleit- und Trittfläche (22) für die zu reinigende Schuhsohle, wobei die Trittfläche (22) mindestens eine sich senkrecht zum Rahmen erstrec kende Öffnung aufweist,
- 2. einer innerhalb des Rahmens (18) angeordneten, zur auf die Trittfläche (22) aufstellbaren Stiefelsohle gerich teten Düsenanordnung (34),
- 3. einem mit der Düsenanordnung (34) verbundenen, regulier baren Wasseranschluß (26), welcher ein die Wasserzufuhr zur Düsenanordnung (34) steuerndes Ventil (30) mit Betätigungs schalter (32) aufweist, wobei der Betätigungsschalter eine über dem Ventil (30) angeordnete Wippe (32) ist, welche durch den zu reinigenden Schuh betätigbar ist, und wobei die Düsen anordnung (34) aus mindestens einer senkrecht unterhalb der Trittfläche (22) angeordneten Düse (40) und aus mindestens einer über der Trittfläche (22) angeordneten und zum Rand der zu reinigenden Sohle (12) ausgerichteten Düse (42, 43, 44; 46, 47, 48) besteht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
eine vordere Kante der Wippe (32) über dem Rahmen (18) ange
ordnet ist und sich im Wirkungsbereich mindestens einer Düse
(40) der Düsenanordnung (34) befindet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß der regulierbare Wasseranschluß (26) eine Kupplungs
stutzen (28) zum Anschluß eines Wasserschlauchs aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch ge
kennzeichnet, daß mindestens eine Düse (42, 43; 46, 47) der
Düsenanordnung (34) zur Seitenkante der zu reinigenden Sohle
(12) gerichtet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch ge
kennzeichnet, daß mindestens eine Düse (44; 48) der Düsenan
ordnung (34) auf den Übergangsbereich zwischen Sohle (12) und
Schuh (14) der zu reinigenden Sohle (12) gerichtet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Trittfläche (22) aus einer Mehrzahl von
Stäben (20) besteht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stäbe (20) parallel zur Längsachse des Rahmens (18) am
Rahmen (18) befestigt sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stäbe (20) quer zur Längsachse des Rahmens (18) am Rahmen
(18) befestigt sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stäbe (20) drehbar sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Trittfläche (22) aus mindestens einer
quer zum Rahmen (18) gelagerten Rolle (64) besteht.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
in der Wippe eine Rolle (66) gelagert ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch ge
kennzeichnet, daß am Rahmen (18) eine Spritzdecke (72) ange
bracht ist, deren Oberkante (74) in Kontakt mit dem zu reini
genden Schuh bringbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-12, dadurch ge
kennzeichnet, daß wenigstens eine Düse (40-48) als Fächer
düse (68) ausgebildet ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-13, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Rahmen (18) mit Standfüßen versehen
ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-13, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Rahmen (18) an seiner Unterseite mit
einem wannenförmigen Kasten versehen ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem wannenförmigen Kasten ein Filtersieb angeordnet
ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-16, dadurch ge
kennzeichnet, daß an den regulierbaren Wasseranschluß (26)
ein mit einer Druckpumpe versehener Wasserbehälter ange
schlossen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998100898 DE19800898C1 (de) | 1998-01-13 | 1998-01-13 | Vorrichtung zum Reinigen von Schuhsohlen, insbesondere von profilierten Stiefelsohlen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998100898 DE19800898C1 (de) | 1998-01-13 | 1998-01-13 | Vorrichtung zum Reinigen von Schuhsohlen, insbesondere von profilierten Stiefelsohlen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19800898C1 true DE19800898C1 (de) | 1999-07-22 |
Family
ID=7854435
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998100898 Expired - Fee Related DE19800898C1 (de) | 1998-01-13 | 1998-01-13 | Vorrichtung zum Reinigen von Schuhsohlen, insbesondere von profilierten Stiefelsohlen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19800898C1 (de) |
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