DE19757137A1 - Verfahren zum Auslösen eines Insassenschutzsystems für Kraftfahrzeuge sowie ein Insassenschutzsystem für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Verfahren zum Auslösen eines Insassenschutzsystems für Kraftfahrzeuge sowie ein Insassenschutzsystem für KraftfahrzeugeInfo
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- B60R—VEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B60R21/00—Arrangements or fittings on vehicles for protecting or preventing injuries to occupants or pedestrians in case of accidents or other traffic risks
- B60R21/01—Electrical circuits for triggering passive safety arrangements, e.g. airbags, safety belt tighteners, in case of vehicle accidents or impending vehicle accidents
- B60R21/015—Electrical circuits for triggering passive safety arrangements, e.g. airbags, safety belt tighteners, in case of vehicle accidents or impending vehicle accidents including means for detecting the presence or position of passengers, passenger seats or child seats, and the related safety parameters therefor, e.g. speed or timing of airbag inflation in relation to occupant position or seat belt use
- B60R21/01512—Passenger detection systems
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auslösen eines Insassenschutz
systems für Kraftfahrzeuge sowie ein Insassenschutzsystem für Kraftfahr
zeuge gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Die derzeit verwendeten Verfahren zum Auslösen eines Insassenschutz
systems für Kraftfahrzeuge sowie die Insassenschutzsysteme für Kraft
fahrzeuge werden über das Zündschloß und die Zündung aktiviert.
Sie weisen somit den Nachteil auf, daß im Fahrzeug befindliche Insassen
nicht schützen, sobald die Zündung ausgeschaltet ist.
Die DE 37 36 296 C1 beschreibt eine Sensorschaltung für eine passive Sicher
heitseinrichtung in einem Kraftfahrzeug, bei der die Sensorschaltung durch
einen unmittelbaren Anschluß an die Kraftfahrzeug-Batterie ständig und
unabhängig vom Zündschloß mit Spannung versorgt wird. Die Sensorschal
tung weist zwei Betriebszustände auf und wechselt zwischen diesen selbst
tätig durch Auswertung der bei Motorlauf und/oder Fahrbewegung auftre
tenden Vibrationen.
Unfallstatistiken belegen jedoch einen nicht vernachlässigbaren Teil von
Unfällen, in denen stehende Fahrzeuge verwickelt sind und deren Insassen
keinen wirksamen Insassenschutz gewährleistet erhielten.
Aufgabe der Erfindung ist daher, ein Verfahren sowie ein zugehöriges Insas
senschutzsystem vorzustellen, welches die Insassen auch stehender Fahr
zeuge schützt.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1
sowie durch das Insassenschutzsystem gemäß Anspruch 5 gelöst.
Die Unabhängigkeit der Auslösung des Insassenschutzsystems vom Betriebs
zustand des Fahrzeuges, insbesondere der Zündung bzw. des Zündschlosses
sowie vorheriger Vibrationen etc. ist somit wesentlich.
Durch die Anbindung an den Zustand der Sitzbelegungserkennung, der
bspw. durch sitzbezogene Druck- oder Hitzesensoren oder innenraumbezo
gene optische Sensoren erfolgen kann, wird die Energieaufnahme gegen
über der alternativen Lösung eines permanent betriebsbereiten Insassen
schutzsystems deutlich herabgesetzt.
Die Verfahren 2 bis 4 beschreiben Weiterbildungen der Erfindung, bei de
nen auch die Sitzbelegungserkennung nicht permanent aktiv sein muß. Eine
Deaktivierung der Sitzbelegungserkennung kann gemäß der Ansprüche 3
oder 4 jedoch nur dann erfolgen, wenn kein Sitz mehr als belegt erkannt
wird.
Die Ansprüche 6 und 7 richten sich auf die Verwendung in einem Kraftfahr
zeug, welches zum Zwecke der von dem Zündschloß und der Zündung un
abhängigen Energieversorgung des Insassenschutzsystems, insbesondere
der Sitzbelegungserkennung, einen zweiten Stromkreis aufweist. Hervorzu
heben ist die Einfachheit und die geringen Kosten, mit denen der Schutz
der Insassen verbessert wird. Es werden die bestehenden Insassenschutzein
richtungen und sonstigen Systeme, wie bspw. die Zentralverriegelung, zur
Informationsbereitstellung besser genutzt. Letztlich ist es nur ein Stromka
bel, welches von der Autobatterie direkt zum Insassenschutzsystem ge
führt wird, sowie eine Steuerung, die heutzutage oft softwaretechnisch
sehr einfach gelöst werden kann, die zusätzliche Kosten verursachen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels und der
Figur näher erläutert.
Kurze Beschreibung der Figur:
Figur Blockschema eines Insassenschutzsystems mit einer separaten
Stromversorgung und einer Sitzbelegungserkennung.
Die Figur zeigt ein Blockschema eines Insassenschutzsystems, welches ge
eignet ist, daß erfindungsgemäße Verfahren durchzuführen. Das Insassen
schutzsystem 1 ist mit einer Mehrzahl von insassenschützenden Einrichtun
gen 2.1, . . ., 2.m verbunden, bspw. Airbags, Gurtstraffern etc. In Abhängig
keit der von den Crashsensoren 3.1, . . ., 3.n, bspw. Beschleunigungssensoren,
das Insassenschutzsystem 2 gesandten Crashsignale, bspw. aus den Be
schleunigungssignalen der Beschleunigungssensoren abgeleiteten Gefah
renklassen und Auslösebefehlen, werden diese insassenschützenden Einrich
tungen 2.1, . . ., 2.m ausgelöst. Bei den Crashsensoren kann es sich um im Fahr
zeugraum verteilt angeordnete Sensoren, bspw. den Insassenschutzeinrich
tungen zugeordnete Sensoren, wie auch in das Insassenschutzsystem hard
waremäßig integrierte, bspw. auf der gleichen Leiterplatte angeordnete
Sensoren handeln. Mit der Versorgungsspannung V ist das Insassenschutzsy
stem 1 über die Sitzbelegungserkennung 4 verbunden, welche insbesondere
auch bei ausgeschalteter Zündung das Insassenschutzsystem 1 aktiviert, falls
die Sitzbelegungserkennung 4 wenigstens einen von einer Person belegten
Sitz erkennt. Selbstverständlich kann das Insassenschutzsystem 1 auch einen
direkten Zugriff auf die Versorgungsspannung V aufweisen, der über die
Verbindung zwischen Sitzbelegungserkennung 4 und Insassenschutzsystem
1 aus einem Stand-By-Modus heraus aktiviert bspw. deaktiviert werden
kann. Dann kann die Verbindung als Bestandteil des Datenbusses 5 ausgelegt
werden.
Als Sitzbelegungserkennung 4 sind optische Bildverarbeitungssysteme,
Lichtschranken, Drucksensoren in den Polstern und im Fußbereich o. ä. ver
wendbar. Diese Überwachen die Belegung des Sitzes mit einer Person, kön
nen evt. auch dies von anderen Belegungsformen, wie Reboard-Kindersitzen
oder Gegenständen auf dem Sitz unterscheiden. Es ist auch ausreichend
wenn die Sitzbelegungserkennung nicht jeden Sitz individuell erfaßt, son
dern die Gesamtheit der Sitze beobachtet, also als Innenraumüberwachung
arbeitet. Das Insassenschutzsystem 1 ist dann in Abhängigkeit von den
Crashsignalen auslösbar. Die Zündung 7 ist separat davon mittels des Zünd
schlosses 6 schaltbar mit der Versorgungsspannung V verbunden, wobei
auch noch weitere Steuereinheiten 8, bspw. mit nachgeordneten Modulen
9, über das Zündschloß 6 aktiviert werden.
Der Datenbus 5 hingegen erlaubt einen zusätzlichen Datenaustausch zwi
schen den einzelnen Steuergeräten, insbesondere zwischen der Zündung 7
und der Sitzbelegungserkennung 4 und dem Zentralverriegelungssystem 10.
Dadurch wird gewährleistet, daß die Sitzbelegungserkennung 4 nur dann
betriebsbereit sein muß, wenn die Zentralverriegelung 10 entriegelt oder
die Zündung 7 aktiv ist. Deaktiviert wird das Insassenschutzsystem 1, wenn
die Zündung 7 aus und die Zentralverriegelung 10 geschlossen sowie die
Sitzbelegungserkennung 4 keinen Sitz mehr als mit einer Person belegt er
kennt.
Claims (7)
1. Verfahren zum Auslösen eines Insassenschutzsystems für Kraftfahrzeuge
mit einer Sitzbelegungserkennung, bei dem unabhängig vom Betriebs
zustand des Fahrzeuges, insbesondere auch bei ausgeschalteter Zündung,
das Insassenschutzsystem in Abhängigkeit von einem Crashsignal wenig
stens eines Crashsensors auslösbar ist, falls die Sitzbelegungserkennung
wenigstens einen von einer Person belegten Sitz erkennt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Sitzbelegungserkennung aktiviert
wird, wenn
- a) eine Wagentür geöffnet wird oder/und
- b) eine Zentralverriegelung geöffnet wird oder/und
- c) die Zündung aktiviert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Sitzbelegungserkennung
mindestens solange aufrechterhalten wird, bis
- a) die Zündung abgeschaltet wird und die Sitzbelegungserkennung keinen Sitz mehr als belegt erkennt, oder
- b) eine Wagentür verschlossen wird und die Sitzbelegungserkennung keinen Sitz mehr als belegt erkennt, oder
- c) eine Zentralverriegelung verschlossen wird und die Sitzbelegungs erkennung keinen Sitz mehr als belegt erkennt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die die Sitzbelegungserkennung
- a) bei aktivierter Zündung permanent aktiv ist und
- b) bei nicht aktivierter Zündung zumindest zyklisch einen Zyklus zum Prüfen der Sitzbelegung durchführt und im aktiven Zustand solange verbleibt, bis kein Sitz mehr als belegt erkannt wird.
5. Insassenschutzsystem für Kraftfahrzeuge zur Durchführung der Verfahren
nach einem der vorangehenden Ansprüche, bestehend aus wenigstens
einem Crashsensor, wenigstens einer Insassenschutzvorrichtung und we
nigstens einer Einrichtung zur Sitzbelegungserkennung, dadurch ge
kennzeichnet, daß
eine separate, insbesondere von einem Zündschloß unabhängige, Strom versorgung für das Insassenschutzsystem vorgesehen ist, welche zumin dest die Einrichtung zur Sitzbelegungserkennung permanent versorgt und
wenigstens eine Insassenschutzvorrichtung immer dann aktiviert wird wenn einerseits die Einrichtung zur Sitzbelegungserkennung wenigstens einen Sitz als "Belegt" erkennt und andererseits die Insassen schutzvorrichtung von wenigstens einem der Crashsensoren ausgelöst wird.
eine separate, insbesondere von einem Zündschloß unabhängige, Strom versorgung für das Insassenschutzsystem vorgesehen ist, welche zumin dest die Einrichtung zur Sitzbelegungserkennung permanent versorgt und
wenigstens eine Insassenschutzvorrichtung immer dann aktiviert wird wenn einerseits die Einrichtung zur Sitzbelegungserkennung wenigstens einen Sitz als "Belegt" erkennt und andererseits die Insassen schutzvorrichtung von wenigstens einem der Crashsensoren ausgelöst wird.
6. Verwendung der Insassenschutzeinrichtung nach Anspruch 5 in einem
Kraftfahrzeug mit einem ersten Stromkreis zur Zündung des Motors, die
durch ein Zündschloß aktivierbar ist, und einem Insassenschutzsystem
mit wenigstens einer Insassenschutzvorrichtung und wenigstens einem
Crashsensor, wobei ein zweiter, vom Zündschloß unabhängiger Strom
kreis für das Insassenschutzsystem vorgesehen ist.
7. Verwendung nach Anspruch 6, wobei das Insassenschutzsystem wenig
stens eine Einrichtung zur Sitzbelegungserkennung aufweist, diese von
dem zweiten, vom Zündschloß unabhängigen Stromkreis versorgt wird
und in Abhängigkeit von dem Ergebnis der Sitzbelegungserkennung von
dem zweiten Stromkreis auch die Insassenschutzvorrichtung versorgt
wird, insbesondere aus einem Stand-By-Mode aktiviert wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997157137 DE19757137A1 (de) | 1997-12-20 | 1997-12-20 | Verfahren zum Auslösen eines Insassenschutzsystems für Kraftfahrzeuge sowie ein Insassenschutzsystem für Kraftfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997157137 DE19757137A1 (de) | 1997-12-20 | 1997-12-20 | Verfahren zum Auslösen eines Insassenschutzsystems für Kraftfahrzeuge sowie ein Insassenschutzsystem für Kraftfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19757137A1 true DE19757137A1 (de) | 1999-02-18 |
Family
ID=7852918
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997157137 Ceased DE19757137A1 (de) | 1997-12-20 | 1997-12-20 | Verfahren zum Auslösen eines Insassenschutzsystems für Kraftfahrzeuge sowie ein Insassenschutzsystem für Kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19757137A1 (de) |
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1997
- 1997-12-20 DE DE1997157137 patent/DE19757137A1/de not_active Ceased
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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