DE4042721C2 - Verfahren zum Auslösen von Insassenschutzvorrichtungen - Google Patents
Verfahren zum Auslösen von InsassenschutzvorrichtungenInfo
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Abstract
Es wird ein Verfahren zum Auslösen von Insassenschutzvorrichtungen, insbesondere in Kraftfahrzeugen vorgestellt, wobei die Sitzposition des Insassen sensiert und daraus die Zeitpunkte und der Umfang der einzuleitenden Schutzmaßnahmen abgeleitet werden. Dabei wird die Position des Insassen oder eines Körperteils vom Insassen, insbesondere des Kopfes, zusätzlich in Richtung senkrecht zur Fahrzeuglängsachse erfasst.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auslösen von Insassenschutzvorrichtungen eines
Insassenschutzsystems für Fahrzeuge, insbesondere eines Rückhaltesystems für
Personen, die auf verstellbaren Fahrzeugsitzen im Fahrzeug Platz nehmen und wobei ein
Beschleunigungs- und/oder ein Bewegungssensor (oder mehrere) Teil einer
Auslöseschaltung für das Rückhaltesystem ist und wobei eine Einrichtung vorgesehen ist,
die sensiert, in welcher Position sich die Person oder ein Teil von ihr relativ zur
Schutzvorrichtung befindet.
Eine ähnliche, sehr einfache Überwachungseinrichtung ist z. B. in der deutschen
Offenlegungsschrift 38 02 159 beschrieben. Die dort beschriebene Schalteinrichtung fragt
ab, ob je nach Sitzposition die Aktivierung des Gaskissens freigegeben werden soll.
Selbstverständlich ist es vorher nötig, mittels eines Sitzkontakts festzustellen, ob der
Fahrzeugsitz überhaupt besetzt oder belegt ist. Ein Kontrollsystem erfaßt die Sitzposition
z. B. nach Sitzlängsverstellung und Neigung der Rückenlehne in Abhängigkeit von den
Schaltern oder einem Positionsspeicher. Eine Mikrorechnerschaltung mit
Programminitialisierung hilft vergleichen.
Nach Ansicht der Erfinder ist es zwar hilfreich, eine Kontrollsystem zur Feststellung einer
Sitzposition zu verwenden, jedoch werden wichtige Erkenntnisse der Unfallforschung
außer acht gelassen. Diese besagen, daß die gefährlichsten Arten von Verletzungen Brust-
und Kopfverletzungen sind (head injuries).
Um diese Verletzungen zu verringern oder nach Möglichkeit auszuschließen, hat man
sowohl für Fahrer als auch für Beifahrer Rückhaltesysteme mit Gaskissen erfunden, die
sich zwischen Lenkrad und Fahrer oder Armaturenbrett und Beifahrer aufblasen.
Zudem sind aus der DE-OS 22 49 988, DE 34 22 263 A1 und DE 37 41 637 A1 bereits
wobei von der Tür her bzw. von der Fahrzeugdecke schräg von vorn auf den Kopf und die
Kopfstütze hin aufblasbare Airbags vorgesehen.
Ferner sind Rückhaltesysteme mit Gurtstrammern zum Festziehen der Person in einer
bestimmten Position auf dem Sitz bekannt.
Aufgabe vorliegender Erfindung ist es, ein Verfahren zu schaffen, bei dem die
Schutzwirkung, insbesondere im Hinblick auf besonders gefährliche Brust- und
Kopfverletzungen verbessert wird.
Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren nach Anspruch 1.
Aus- und Weiterbildungen der Erfindung sind den
weiteren Ansprüchen zu entnehmen.
Es sind von der Tür her und/oder von der Fahrzeugdecke schräg von vorn auf den Kopf
und die Kopfstütze hin aufblasbare Airbags vorgesehen.
Es werden die Position des Insassen oder eines Körperteils vom Insassen, insbesondere
des Kopfes, in Relation zu den zugehörigen Insassenschutzvorrichtungen erfasst und
daraus die Zeitpunkte und der Umfang der einzuleitenden Schutzmaßnahmen abgeleitet.
Im Gegensatz zum Stand der Technik erfolgt die Positionsmessung der Körperteile relativ
zu festen Strukturteilen des Fahrzeugs bzw. zur zensierenden Einrichtung nicht nur in einer
Richtung, sondern aus mehreren Richtungen und vorteilhafter Weise mit mehreren
Sensoren für ein Schutzsystem oder auch für mehrere Schutzsysteme, wodurch eine
Selektivität gewährleistet ist. Die Erfindung ermöglicht es, je nach erfaßten
Positionswerten und/oder Bewegungsänderungen je nach Geschwindigkeit oder
Beschleunigung und/oder Richtung (Vektor) die Bewertung in einem rechnergestützten
System, insbesondere mit Hilfe eines Bordcomputers, intelligenter zu verarbeiten und zu
verwerten, als dies im Stand der Technik möglich ist, wo die Schalteinrichtung nur als
Inhibit wirken kann, um die Aktivierung des Rückhaltesystems zu verhindern, wenn keine
optimale Position des Sitzes vorliegt.
Zudem wird der Insassenschutz von wichtigen Körperteilen, insbesondere des Kopfes,
verbessert, indem Auswertung von Richtung und Geschwindigkeit einer Bewegung erfaßt
und eine geeignete Schutzmaßnahme ausgelöst werden. Dabei wird berücksichtigt, welche
Positionen das oder die Körperteile kurz vor oder zu Beginn eines Unfalls einnehmen.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein Fahrzeugchassis mit Fahrgastzelle
mit Fahrer in bestimmter Sitzposition,
Fig. 2 zeigt eine ähnliche Ansicht bezogen auf einen Beifahrer,
Fig. 3 einen Querschnitt durch einen Fahrgastraum mit beispielsweise
vier Personen besetzt,
Fig. 4 eine Abwandlung zu Fig. 3,
Fig. 5 eine weitere Abwandlung zu Fig. 3 und
Fig. 6 eine besondere Ausführung zu Fig. 2.
Wie Fig. 1 zeigt, sitzt in einer Fahrgastzelle 1 eines Fahrzeuges eine
Person 2 auf einem Sitz 3, der am Boden 4 der Zelle auf einem Gestell 5
befestigt ist. Das Dach der Zelle ist mit 6 bezeichnet und eine
Glasscheibe, insbesondere Frontscheibe, mit 7. Mit 8 ist das
Armaturenbrett bezeichnet, in dem sich ein von einem Gasgenerator
aufblasbares Gaskissen 9 als eines der Rückhaltesysteme befindet. Im
Bereich des Armaturenbretts befindet sich ein Bordcomputer 10 mit
Anzeige (Display) 11. Der Bordcomputer ist unter anderem mit
Zentralrechnern und Speichern versehen und enthält die erforderliche
Software. Ferner ist er verbunden mit den einzelnen Sensoren, wie später
noch erläutert. Der Gasgenerator ist seinerseits an eine an sich
bekannte Zünder-Auslöseschaltung angeschlossen, die das Gaskissen 9 nur
in bestimmten Fällen auslöst.
Eine Schaltung, abhängig von vorgegebenen Schwellwerten, zur Auslösung
einer Sicherheitsvorrichtung ist z. B. in der deutschen Patentschrift 24
54 424 beschrieben. Dadurch ist sichergestellt, daß erst dann bei einer
Kollision des Kraftfahrzeuges eine Auslösung der Sicherheitsvorrichtung
erfolgt, wenn eine erheblich über den normalen Fahrerschütterungen liegende
Verzögerung des Fahrzeugs auftritt, erfaßt von wenigstens einem Beschleunigungsfühler
als Sensor. Dieser Sensor kann an einem oder mehreren Punkten, z. B. im Frontbereich
des Fahrzeugs (nicht dargestellt) angeordnet sein. Dieser Sensor 13 ist mit der Schaltung
11 zur Signalverarbeitung und Auswertung verbunden und letzterer wieder über den Bus
14 mit dem Zentralrechner an Bord 10, welcher seinerseits mit Speichern und
Verknüpfungen arbeitet, so daß Meßwerte aus anderen Meßeinrichtungen für die
Bewertung mit herangezogen werden und eine optimale Anpassung an die Unfallschwere
derart erfolgen kann, indem Aktuatoren solcher Art und Anzahl und Wirkungsweise
(abgestuft) angesteuert werden wie nötig und förderlich zur angestrebten Verbesserung
des Insassenschutzes.
Als zweites Insassenschutzsystem außer dem Gassack 9 ist ein Gurtsystem 12,
insbesondere mit Dreipunktgurten und als Rückhaltesystem vorgesehen. Diese Gurte sind
aktivierbar, insbesondere durch Rückstrammer für die Sicherheitsgurte. Andere und
weitere Rückhaltesysteme sind ebenfalls anwendbar, insbesondere von der Tür her
aufblasbare Gaskissen oder von der Fahrzeugdecke 6 schräg von vorn auf den Kopf und
die Kopfstütze des Sitzes zu bewegbare Gaskissen. Ferner sich selbst aufwickelnde und
beim Einsteigen sich strammziehende Gurtsysteme, auch von der Seite einschwenkbare
oder von oben einschwenkbare Stütz- oder Halteeinrichtungen oder querverschiebliche
(quer zur Fahrtrichtung) in Verbindung mit Pfosten, Überrollbügeln etc. anwendbar.
In Fig. 1 sind noch zwei Abstands- bzw. Positionsmeßeinrichtungen, die Strahlen
aussenden und empfangen, mit 15 und 16 bezeichnet und dem Armaturenbrett und/oder
der Sonnenblende oder dem Rückspiegel vorne oben der Frontscheibe 7 zugeordnet. Auf
diese Weise ist vor allem der Kopf, gewünschtenfalls auch ein anderer Körperteil, In seiner
jeweiligen (Sitz-)Position nach dem Prinzip der Laufzeitmessung sensierbar - wie an sich
bekannt - mit den den Meßstrahlen 15, 16 zugeordneten Sensoren 15' und 16', die
ihrerseits mit der Bordcomputereinrichtung 10 verbunden
sind. Die (Sitz-)Position des Insassen oder eines besonderen Körperteils
desselben wird in besonderer Relation zu den genannten Vorrichtungen
quasi permanent sensiert. Dabei können ein oder bevorzugt mehrere
Sensoren (15' bis 18') wie Licht- oder Schallaufzeitsensoren eine
optisch geometrische Vielfalt-Abstandsmessung in ein, zwei oder drei
Achsen oder mehr vornehmen. Ferner wird die Belegung des Sitzes in
bekannter Weise von einem Sitzkontakt 19 sensiert und die
Abstands-Sensierung des oder der Körperteile, wie vorbeschrieben, wird
in Und-Verknüpfung mit dem Sitz- und/oder einem Lehnenkontakt des Sitzes
geschaltet.
Mit Hilfe des (Bord-)Computers 10 erfolgt die Auslösung einer oder
mehrerer Insassenschutzvorrichtungen (oder ihre Inhibierung) unabhängig
von einer jeweils anderen Insassenschutzvorrichtung dann, wenn eine
bestimmte Unfallsituation erkannt ist, z. B. durch Auswertung von
Signalen von mehreren Beschleunigungssensoren, um z. B. die Richtung
eines Aufpralls zu erkennen.
Wenn der Insasse seine Position relativ zur Ausgangssitzposition
geändert hat, wird nur unter bestimmten Bedingungen die bestmögliche
Schutzwirkung erzielt. Hierfür wäre es wünschenswert, wenn die Person
der Sitzkontur, wie Sitz und/oder Lehnenflächen, möglichst nahe
benachbart ist und der Kopf an einer Kopf- und/oder Nackenstütze
angelehnt ist. Speziell hierfür sind weitere zusätzliche Sensoren, außer
an Sonnenblende und/oder Rückspiegel, an der Innenseite der Dachfläche 6
des Fahrgastraumes 1 angeordnet. Diese Sensoren sind mit 17 bezeichnet
und erfassen leicht jede Kopfbewegung nach einem der genannten
Meßprinzipien. Ersichtlich sind diese Sensoren auch zum Schutz des
Beifahrers nach Fig. 2 geeignet. Dabei können nach Fig. 1 und Fig. 6 die
Sensoren 15' im Lenkrad 21 angeordnet sein, die z. B. die Entfernung
zwischen Lenkrad 21 und Kopfvorderseite erfassen, während z. B. der
Sensor 16' die Entfernung zwischen Frontscheibe und Kopf erfaßt. Eine
Kopfbewegung oder Kopfbeschleunigung ist wegen der verschiedenen
Meßstrahlen nach Größe und Richtung leicht erfaßbar. In Fig. 1 und
Fig. 6 ist der Gasgenerator, sein Auslösesensor (Beschleunigungssensor)
und die Auslöseschaltung für den Gasgenerator des Gaskissens im Lenkrad bzw. dessen
Hohlraum und/oder Lenksäule untergebracht. Die Fig. 3, 4 und 5 zeigen weitere Sensoren
18'.
Alle diese beschriebenen Sensoren sind ihrerseits mit dem zentralen Bordcomputer 10
verbunden, z. B. elektr. und/oder über Datenbus und werden zur Bewertung in diesem
Zentralcomputer o. a. Coprozessor(en) verglichen mit Werten aus gespeicherten (Muster-)
Abläufen und so verknüpft, daß die Auslösung und der Zeitpunkt der Auslösung der
Insassenschutzvorrichung abgeleitet wird von:
- a) der Insassensoll(sitz-)position für eine maximale Schutzwirkung der Schutzvorrichtung,
- b) der Entfernung des Insassen in Relation zur Meßeinrichtung (Sensor),
- c) der Positionsänderungsgeschwindigkeit oder Beschleunigung/Verzögerung des Insassen in Relation zur Meß- und/oder Insassenschutzvorrichtung, d. h. die Änderung ist abgeleitet von der Insassenposition zu bestimmten Zeitpunkten bzw. in einem bestimmten Zeitfenster.
Anders als in Fig. 1 und Fig. 2 für Beifahrer und Fahrer dargestellt, können mehrere
Sensoren 18' für jeden Insassen vorgesehen sein (Fig. 3) oder pro Insasse je ein Sensor
(Fig. 4), z. B. dort in der Nackenstütze 20.
In Fig. 5 ist noch ein spezielles Ausführungsbeispiel ersichtlich, bei dem pro Insasse je
zwei Sensoren der Nackenstütze 20 des jeweiligen Sitzes zugeordnet ist. Dies gestattet
eine Selektivität des Verfahrens zum Auslösen von Insassenschutzvorrichtungen durch
Erweiterung mit einer Plausibilitätsprüfung im Bordcomputer, wobei die von der sensierten
relativen Insassenposition abgeleitete Insassenverlagerungsgeschwindigkeit oder ihre
Änderung pro Zeiteinheit (Beschleunigung/Verzögerung) verglichen wird mit der mit einem
Beschleunigungsaufnehmer gemessenen Fahrzeugverzögerung und/oder einer daraus
ermittelten Geschwindigkeitsreduktion, und daß der Betrag ggf. mit zugehöriger Richtung
(Vektor) sowie das Verhältnis pro Zeiteinheit
innerhalb einer vorgegebenen Bandbreite liegt. Erst dann erfolgt eine
Auslösung der Insassenschutzvorrichtung.
Die Selektivität des Verfahrens zum Auslösen von
Insassenschutzvorrichtungen kann auch durch Erweiterung mit der
Plausibilitätsprüfung im Bordcomputer erhöht werden derart, daß das
Sperr- oder Auslösesignal der quasi permanent messenden
Positionsmeßeinrichtung mit dem Auslösesignal eines bekannten
Aufprallsensors mit mindestens einem Beschleunigungsaufnehmer und/oder
mindestens einem Feder-Masse-System quasi-undverknüpft zur Auswertung
und Ansteuerung von Aktuatoren zwecks angepaßter Aktivierung eines oder
mehrerer Insassenschutzvorrichtungen je nach Art und Weise des Aufpralls
und der vorherigen Position, die der Insasse im Fahrzeug eingenommen hat
oder innerhalb eines bestimmten Zeitfensters einnimmt.
In einer besonderen Ausführung der Erfindung ist es vorgesehen, dem
Fahrer oder Insassen vom Bordcomputer aus anzuzeigen, z. B. durch Abgabe
eines Warnsignals, wenn er seine Position zu weit von der optimalen
Schutzwirkungsposition entfernt hat, daß eine Aktivierung einer
Insassenschutzvorrichtung inhibiert werden muß.
Die Erfindung ist besonders wirtschaftlich, da sie auf alle
Insassensitze und deren Besetzung/Belegung als Voraussetzung für eine
Abstands- oder Entfernungsmessung anspricht, da ggf. bei Nichtbelegung
nicht nur eine Aktivierung einer Schutzvorrichtung inhibiert wird,
sondern überhaupt die Messung, Signalverarbeitung und -auswertung und
somit Belegung des Bordcomputers.
Zur optimalen Schutzwirkungsentfaltung einer oder mehrerer
Schutzvorrichtungen gehört bei der Erfindung auch ihre
schutzwirkungserhöhende Und-Verknüpfung, wenn die Sensierung dies für
förderlich oder nötig erkannt hat, z. B. Gurtstrammen plus
Gaskissenaufblasen oder eine Inhibierung eines von zwei oder mehreren
Systemen, wenn z. B. eines dieser Systeme keine Schutzverstärkung
insgesamt oder für besonders schutzwürdige Körperteile, wie z. B. dem
Kopf, erbringen würde.
Claims (8)
1. Verfahren zum Auslösen von Insassenschutzvorrichtungen in Kraftfahrzeugen,
- a) wobei von der Tür her und/oder von der Fahrzeugdecke schräg von vorn auf den Kopf und die Kopfstütze hin aufblasbare Gaskissen vorgesehen sind und
- b) die Position des Insassen (2) oder eines Körperteils vom Insassen, insbesondere des Kopfes, in Relation zu diesen Insassenschutzvorrichtungen erfasst (18') und
- c) daraus die Zeitpunkte und der Umfang der einzuleitenden Schutzmaßnahmen abgeleitet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Insassenposition sensiert wird durch den bzw. die Insassenpositionssensoren in
Und-Verknüpfung mit einem Sitz- und/oder einem Lehnenkontakt.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Auslösung jeder Insassenschutzvorrichtung unabhängig von den anderen
Insassenschutzvorrichtungen erfolgt, wenn eine bestimmte Crash-Situation erkannt ist,
und der Insasse seine Position relativ zur zugehörigen Insassenschutzvorrichtung
innerhalb sensierter Zeitabstände nur soweit geändert hat, daß die
Insassenschutzvorrichtung die ihre maximal mögliche Schutzwirkung verrichtet.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Auslösung und der Zeitpunkt der Auslösung der Insassenschutzvorrichtung
abgeleitet wird von
- a) der Insassensoll(sitz-)position für maximale Schutzwirkung der Insassenschutz vorrichtung,
- b) der Entfernung des Insassen in Relation zur Meßeinrichtung zu einem bestimmten Zeitpunkt und
- c) der Positionsänderungsgeschwindigkeit des Insassen in Relation zur Meß- und/oder Insassenschutzvorrichtung (abgeleitet von der Insassenposition = f (Zeit)).
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der betreffende Insasse gewarnt wird, wenn er eine (Sitz-)Position im Kraftfahrzeug
einnimmt, welche die Möglichkeit der maximalen Schutzwirkung der Insassenschutz
vorrichtung auf den Insassen beeinträchtigt und das Warnsignal endet, wenn der
Insasse seine Position entsprechend korrigiert hat.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Selektivität des Verfahrens zum Auslösen von Insassenschutzvorrichtungen durch
Erweiterung um eine Plausibilitätsprüfeinrichtung erhöht wird derart, daß die von der
sensierten relativen Insassenposition abgeleitete Insassenverlagerungs
geschwindigkeit und/oder ihre Änderung pro Zeiteinheit verglichen wird mit der von
einem Beschleunigungsaufnehmer gemessenen Fahrzeugverzögerung und/oder einer
daraus ermittelten Geschwindigkeitsreduktion und daß der gemessene Betrag, ggf.
mit zugehöriger Richtung (Vektor), sowie das Verhältnis pro Zeiteinheit in einer
vorgegebenen Bandbreite zu liegen hat, damit eine Auslösung der Insassenschutz
vorrichtung erfolgt.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
in einem (Bord-)Computer die Soll-Sitzposition aller Insassen gespeichert sind.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Position des oder der Insassen mit Hilfe zweier oder mehrerer elektronischer
Bilderfassungselemente erfaßt und daraus die Position abgeleitet wird.
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