DE19749995A1 - Warnschärpe - Google Patents
WarnschärpeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Warnschärpe, die von Kraftfahr
zeuginsassen bei Verlassen des Fahrzeugs zur eigenen Sicherheit
und Warnung des Verkehrs angelegt werden kann.
Bekanntlich wird in Kraftfahrzeugen ein Warndreieck mitge
führt, das bei Pannen in ausreichendem Abstand von dem haltenden
Fahrzeug auf der Fahrbahn aufgestellt wird, um den Verkehr auf
das stehende Fahrzeug aufmerksam zu machen. Die Aufstellung des
Warndreiecks ist mit erhöhter Unfallgefahr verbunden. Das gilt
auch für Personen, die sich ohne Warnmarkierung bei fließendem
Verkehr neben einem stehenden Fahrzeug aufhalten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Sicherheit
von Kraftfahrzeuginsassen zu verbessern, wenn sie bei fließendem
Verkehr ihr Fahrzeug verlassen, um z. B. ein Warndreieck aufzu
stellen, einen Reparaturdienst zu rufen oder selbst am Fahrzeug
tätigzuwerden. Insbesondere soll eine Hülle für ein zusammen
gelegtes Warndreieck geschaffen werden, die für die Erhöhung der
Sicherheit eines Fahrzeuginsassen verwendbar ist und hierzu
schon beitragen kann, bevor das Warndreieck aufgestellt ist.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Beschreibung.
Diese Aufgabe wird bei einer Warnschärpe für die oben
genannte Benutzung erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß sie außen
seitig wenigstens teilweise mit fluoreszierender Tageslicht
leuchtfolie bekleidet ist und eine Tasche zur Aufnahme eines
zusammengelegten Warndreiecks aufweist. Die Hülle des Warn
dreiecks ist als Schärpe ausgebildet,
die sich der das Fahrzeug verlassende Insasse umlegen kann, nach
dem oder bevor er das zusammengelegte Warndreieck aus der Tasche
entnommen hat. Im letzteren Falle wird das Warndreieck erst an
der Stelle der Fahrbahn, an der es aufgestellt werden soll, aus
der Tasche entnommen. Da die Schärpe nur über eine Schulter zu
legen ist, kann sie schon von der im Fahrzeug sitzenden Person an
gelegt werden, so daß die Warnwirkung sogleich nach Verlassen des
Fahrzeugs gegeben ist. Im allgemeinen ist die Schärpe und insbeson
dere auch die Außenseite der Tasche mit fluoreszierender Tageslicht
leuchtfolie bekleidet. Eine Person mit dieser Schärpe wird daher
allseitig schon aus größerer Entfernung gut wahrgenommen.
Nach der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die
Warnschärpe auf die Länge der Tasche zusammenlegbar und weist sie
eine Einrichtung zur Fixierung des zusammengelegten Zustands auf.
Die auf die Länge der Tasche zusammengelegte und in dieser Zusam
menlage fixierte Schärpe schützt das in der Tasche befindliche
Warndreieck vor mechanischen Einwirkungen und Beschädigungen. Die
Länge der Tasche ist im wesentlichen gleich der Länge des zusam
mengelegten Warndreiecks und beträgt z. B. etwa 42 bis 43 cm. Die
Einrichtung zur Fixierung des zusammengelegten Zustands der Schärpe
kann unterschiedlich ausgebildet sein, z. B. aus Druckknöpfen, Reiß
verschlüssen usw. bestehen. Bei der bevorzugten Ausführungsform
ist diese Einrichtung jedoch als Klettverbindung ausgebildet, da
das Entfalten und Zusammenlegen der Schärpe dann am einfachsten ist.
Bei der bevorzugten Ausführungsform weist die Tasche zur Aufnahme
des Warndreiecks eine Verschlußpatte mit Klettverschluß auf. Klett
verbindungen sind wenig störempfindlich und können durch Klebung
oder Schweißung mit der Schärpe verbunden werden.
Bei einer Ausführungsform ist die Warnschärpe endlos und die
Einrichtung zur Fixierung im zusammengelegten Zustand durch den
Klettverbindungsteil der Verschlußpatte und einen Klettverbindungs
teil an dem unter der Verschlußpatte zu liegen kommenden Schärpen
teil gebildet. In diesem Falle kann nach dem Aufziehen der Verschluß
patte die Schärpe auseinandergenommen und das Warndreieck aus der
Tasche entnommen werden. Die Handhabung ist daher besonders einfach.
Bei einer anderen Ausführungsform ist die Warnschärpe als Band
mit Klettverbindungen an seinen beiden Enden und an zwei im zusam
mengelegten Zustand aufeinanderliegenden Stellen ausgebildet. In
diesem Falle müssen die Enden des Bandes verbunden werden, bevor die
Schärpe umgelegt wird.
Bei der bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Warn
schärpe weist ihre Außenseite ferner eine fluoreszierende und- reflek
tierende Folie auf. Die Breite dieser Folie beträgt im allgemei
nen 25 bis 50%, insbesondere etwa 1/3 der Schärpenbreite und ist in
Längsrichtung der Schärpe verlaufend mittig auf ihrer Außenseite an
geordnet, z. B. aufgeklebt. Diese reflektierende Folie reflektiert
in der Dunkelheit auffallendes Licht und übernimmt nachts die Warn
funktion, die am Tage durch die fluoreszierende Tageslichtleucht
folie erreicht wird.
Nach der bevorzugten Ausführungsform ist die Warnschärpe innen
seitig wenigstens teilweise mit einer Polsterschicht aus Luftpol
sterfolie oder Schaumstoff bekleidet. Das von der zusammengelegten
Schärpe umhüllte zusammengelegte Warndreieck wird durch die Pol
sterschicht gegen mechanische Beschädigungen geschützt, wenn es
beispielsweise im Kofferraum mechanischen Belastungen oder Stössen
ausgesetzt ist. Das zusammengelegte Warndreieck ist auch an den
Schmalseiten durch die überstehende Schärpe gepolsterte. Der Schutz
des Warndreiecks gegen mechanische Beschädigung und Verschmutzung
ist daher vergleichbar mit dem Schutz durch den bisher üblichen
formstabilen Kunststoffköcher.
Ferner kann auf der Außenseite der Warnschärpe wenigstens ein
Hakenband zur Klettverbindung mit einer Textilauskleidung eines
Kofferraums angebracht sein. Das von der zusammengelegten Warn
schärpe umhüllte Warndreieck kann daher im Kofferraum festgelegt
werden, wenn dieser an der Festlegungsstelle eine mit dem Haken
band zusammenwirkende Bekleidung hat. Im Kofferraum kann natürlich
auch eine mechanische Halterung für das umhüllte Warndreieck vor
gesehen sein. Befindet sich diese Halterung auf der Innenseite des
Kofferraumdeckels, so wird beim Öffnen des Kofferraumdeckels die
Leuchtfolie bzw. Reflexionsfolie der erfindungsgemäßen Warnschärpe
für den von hinten kommenden- Verkehr sichtbar, so daß sich eine Warn
wirkung ergibt, obgleich das Warndreieck noch zusammengelegt und um
hüllt ist.
Die Warnschärpe kann eine Breite in dem Bereich von 9 bis 15 cm,
insbesondere von 11 bis 13 cm haben. Ihre Gesamtlänge beträgt im
allgemeinen 125 bis 170 cm, insbesondere 140 bis 160 cm. Ist die
Warnschärpe zur Benutzung als Gürtel bestimmt, kann die Gesamtlänge
generell kürzer sein.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnung näher
beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Warnschärpe
in perspektivischer Darstellung;
Fig. 2 die in Fig. 1 gezeigte Warnschärpe in zusammengelegtem
Zustand im Längsschnitt;
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2;
Fig. 4 eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Warnschärpe im Längsschnitt;
Fig. 5 die Warnschärpe der Fig. 4 im zusammengelegten
Zustand; und
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 5.
Die Warnschärpe nach den Fig. 1 bis 3 besteht aus einem
endlosen, d. h. in sich geschlossenen Kunststoff-Folienband 1 von
etwa 12 cm Breite und 150 cm Länge. Die Folie ist außenseitig mit
einem z. B. orangefarbenen Leuchtfarbstoff eingefärbt. Die Schärpe
hat außenseitig eine Tasche 2 zur Aufnahme eines zusammengelegten
Warndreiecks 3. Die Taschenöffnung kann durch eine Patte 4 ver
schlossen werden. Die Schärpe trägt außen auf dem gesamten Umfang
eine in Längsrichtung verlaufende fluoresz./reflektierende Folie, die
in der Dunkelheit auftreffendes Licht reflektiert. Diese reflektie
rende Folie verläuft auch über die Tasche 2 und die Patte 4.
Fig. 1 zeigt die Schärpe im auseinandergenommenen Zustand, in dem
sie von einer Person über die Schulter gelegt getragen werden kann.
Aus den Fig. 2 und 3 ist ersichtlich, daß der Schärpenteil
außerhalb des Bereichs der Tasche 2 flachgelegt und in Längsrichtung
um die Tasche 2 gelegt werden kann. Dabei kommt das flachgelegte
Ende 1 a unter der Patte 4 zu liegen, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist.
Auf der Innenseite der Patte 4 ist ein Klettverschluß 6, so daß
bei auseinandergenommener Schärpe die Tasche 2 verschlossen werden
kann und bei gemäß Fig. 2 zusammengelegter Schärpe das Ende 1 a,
das ebenfalls mit einem Klettverbindungsteil versehen ist, unter der
Patte 4 festgelegt werden kann. Das Schärpenband 1 ist innen mit
einer Polsterschicht 1 b versehen, so daß die gemäß Fig. 2 um das
Warndreieck 3 zusammengelegte Schärpe das Dreieck vor mechanischer
Beschädigung schützt.
Bei der in den Fig. 4 bis 6 gezeigten Ausführungsform hat
das Schärpenband 1 zwei Enden 1 c, die durch einen Klettverschluß 7
verbunden sind. Im übrigen stimmt diese Ausführungsform mit der in den
Fig. 1 bis 3 gezeigten Ausführungsform überein, wobei die ent
sprechenden Positionen die gleichen Bezugszahlen tragen. Abweichend
von der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 3 trägt die Patte 4
jedoch auch außen einen Klettverbindungsteil 8, der zur Fixierung
der Schärpe im zusammengelegten, das Warndreieck 3 umhüllenden
Zustand dient, wie er in Fig. 5 dargestellt ist. Aus Fig. 5 ist
ersichtlich, daß das lange Ende des Schärpenbandes 1 um die Tasche
2 gelegt wurde, wobei das Ende 1 c mit seinem Klettverbindungsteil
7 auf dem Klettverbindungsteil 8 der Patte 4 zu liegen kommt, so
daß sich ein der Länge des zusammengelegten Warndreiecks 3 ent
sprechendes handliches Päckchen ergibt. Um die Warnschärpe benut
zungsbereit zu machen, muß die Klettverbindung 7, 8 getrennt und die
Klettverbindung 7 zwischen den Enden 1 c hergestellt werden.
Bei dieser Ausführungsform hat das lange Ende des Schärpen
bandes 1 innenseitig an beiden Längsrändern Klettverbindungsstreifen
9, so daß diese Ränder anders als bei der in Fig. 3 gezeigten Aus
führungsform verbunden werden können und sich damit ein auch seit
lich geschlossenes Päckchen ergibt, wie aus Fig. 6 ersichtlich
ist.
An die Stelle der Klettverbindungen 6, 7, 8 können mit gleichem
Ergebnis Reißverschlüsse oder Druckknopfverschlüsse treten. Der
Begriff "Warnschärpe" im Sinne der vorliegenden Erfindung umfaßt
auch einen Gürtel, der um die Hüfte getragen werden kann und kürzer
ist als oben angegeben wurde.
Die erfindungsgemäße Warnschärpe kann schließlich außen ein
Hakenband 10 zur Festlegung des zusammengelegten, umhüllten Warn
dreiecks an der Textilauskleidung eines Kofferraums aufweisen.
Anstatt der außenseitigen Bekleidung der Schärpe mit Tageslicht
leuchtfolie kann die Schärpe auch an sich aus Tageslichtleucht
folie bestehen.
Claims (10)
1. Warnschärpe, die von einem Kraftfahrzeuginsassen bei
Verlassen des Fahrzeugs zur eigenen Sicherheit und Warnung des
Verkehrs angelegt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die
zusammenlegbare Schärpe (1) außenseitig wenigstens teilweise mit
fluoreszierender Tageslichtleuchtfolie bekleidet ist und eine Tasche
(2) zur Aufnahme eines zusammengelegten Warndreiecks (3) aufweist.
2. Warnschärpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
sie auf die Länge der Tasche (2) zusammenlegbar ist und eine Ein
richtung zur Fixierung des zusammengelegten Zustands aufweist.
3. Warnschärpe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Einrichtung als Klettverbindung (6; 7, 8) ausgebildet ist.
4. Warnschärpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Tasche (2) eine Verschlußpatte (4) mit
Klettverschluß (6) aufweist.
5. Warnschärpe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
sie endlos ist und die Einrichtung zur Fixierung im zusammengelegten
Zustand durch den Klettverbindungsteil (6) der Verschlußpatte (4)
und einen Klettverbindungsteil (6 a) an dem unter der Verschluß
patte (4) zu liegen kommenden Schärpenteil gebildet ist.
6. Warnschärpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß sie als Band mit Klettverbindungen (7; 7, 8)
an seinen beiden Enden (1 c) und an zwei im zusammengelegten Zu
stand aufeinanderliegenden Stellen ausgebildet ist.
7. Warnschärpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß sie außenseitig ferner eine fluoreszierende
und reflektierende Folie (5) aufweist.
8. Warnschärpe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß sie innenseitig wenigstens teilweise mit einer
Polsterschicht (1 b) aus Luftpolsterfolie oder Schaumstoff bekleidet
ist.
9. Warnschärpe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß auf der Außenseite wenigstens ein Hakenband
(10) zur Klettverbindung mit einer Textilauskleidung eines Koffer
raums angebracht ist.
10. Warnschärpe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß sie eine Breite in dem Bereich von 9 bis 15 cm
und eine Länge in dem Bereich von 125 bis 170 cm hat.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997149995 DE19749995B4 (de) | 1997-11-12 | 1997-11-12 | Warnschärpe |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1997149995 DE19749995B4 (de) | 1997-11-12 | 1997-11-12 | Warnschärpe |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE19749995A1 true DE19749995A1 (de) | 1999-05-27 |
| DE19749995B4 DE19749995B4 (de) | 2004-01-08 |
Family
ID=7848405
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997149995 Expired - Fee Related DE19749995B4 (de) | 1997-11-12 | 1997-11-12 | Warnschärpe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19749995B4 (de) |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| DE8325656U1 (de) * | 1983-09-07 | 1983-12-29 | Bube, Burglind, 6240 Königstein | Bekleidungsstueck mit einer sicherheits- und warnwirkung im strassenverkehr |
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-
1997
- 1997-11-12 DE DE1997149995 patent/DE19749995B4/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19749995B4 (de) | 2004-01-08 |
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Legal Events
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