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DE19740422B4 - Strombegrenzender Niederspannungs-Leistungsschalter - Google Patents

Strombegrenzender Niederspannungs-Leistungsschalter Download PDF

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DE19740422B4 DE19740422A DE19740422A DE19740422B4 DE 19740422 B4 DE19740422 B4 DE 19740422B4 DE 19740422 A DE19740422 A DE 19740422A DE 19740422 A DE19740422 A DE 19740422A DE 19740422 B4 DE19740422 B4 DE 19740422B4
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H77/00Protective overload circuit-breaking switches operated by excess current and requiring separate action for resetting
    • H01H77/02Protective overload circuit-breaking switches operated by excess current and requiring separate action for resetting in which the excess current itself provides the energy for opening the contacts, and having a separate reset mechanism
    • H01H77/10Protective overload circuit-breaking switches operated by excess current and requiring separate action for resetting in which the excess current itself provides the energy for opening the contacts, and having a separate reset mechanism with electrodynamic opening
    • H01H77/102Protective overload circuit-breaking switches operated by excess current and requiring separate action for resetting in which the excess current itself provides the energy for opening the contacts, and having a separate reset mechanism with electrodynamic opening characterised by special mounting of contact arm, allowing blow-off movement

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Abstract

Strombegrenzender Niederspannungs-Leistungsschalter mit einem durch ein Schaltschloß verklinkbaren Kontaktsystem, das pro Phase mindestens einen bewegbaren Kontakthebel und einen festen Gegenkontaktaufweist, bei dem der bewegliche Kontakthebel bei auftretenden hohen Strömen infolge elektrodynamischer Kräfte entgegen der Wirkung einer Kontaktkraftfeder abhebt,
dadurch gekennzeichnet, dass
– als Verbindung zwischen einem den zumindest einen Kontakthebel tragenden bewegbaren Kontakthebelträger (5) und einer Schaltwelle (15) des Schalters eine Knickhebelverbindung (1) vorgesehen ist, die durch miteinander gelenkig verbundene Teillaschen (2; 3; 3a) gebildet ist, die durch eine Feder (4) zur Einnahme einer gestreckten Lage beaufschlagt sind,
– dass der Kontakthebelträger (5) durch ein Schwenklager (6) mit einem Stützhebel (7) verbunden ist und
– dass der bewegbare Kontakthebelträger (5) eine Anschlagfläche (8) zur Einwirkung auf eine der Teillaschen (2) durch eine Schwenkbewegung des Kontakthebelträgers (5) aufweist, derart, daß die Teillaschen (2; 3; 3a) durch diese Anschlagfläche (8) aus ihrer Strecklage auslenkbar sind, wobei der bewegbare...

Description

  • Die Erfindung betrifft einen strombegrenzenden Niederspannungs-Leistungsschalter mit einem durch ein Schaltschloß verklinkbaren Kontaktsystem, das pro Phase mindestens einen bewegbaren Kontakthebel und einen festen Gegenkontaktaufweist, bei dem der bewegliche Kontakthebel bei auftretenden hohen Strömen, zum Beispiel bei Kurzschlüssen, infolge elektrodynamischer Kräfte entgegen der Wirkung einer Kontaktkraftfeder abhebt.
  • Bei strombegrenzenden Niederspannungs-Leistungsschaltern werden extrem kurze Auslösezeiten von wenigen Millisekunden angestrebt. Die normalen Auslösezeiten bei Leistungsschaltern sind länger, denn beim klassischen Aufbau eines dynamisch festen, oder selektiv staffelbaren Leistungsschalters ist das Kontaktsystem in sich völlig starr. Die Kontakte bleiben geschlossen, bis sie an anderer Stelle freigegeben werden. Der Auslösemagnet muß zum Ansprechen gebracht werden, was eine verhältnismäßig lange Zeit in Anspruch nimmt und es muß dazu eine komplette Schaltmechanik freigegeben werden, in der eine relativ große Anzahl von Teilen bewegt werden muß. Daraus resultiert aber auch, daß der Schalter bezüglich der Stromführungsfähigkeit die hohe Belastung aushalten muß und nicht vorher durch Überhitzung beschädigt oder zerstört wird. Das kann dadurch umgangen werden, daß die elektrodynamischen Stromkräfte selbst zur Kontaktöffnung ausgenutzt werden. Dafür gibt es eine Reihe unterschiedlicher Prinzipien. Eines besteht darin, zu bewirken, daß die abhebenden Kontaktkräfte bei hohen Strömen zur Wirkung kommen können, bevor eine normale mechanische Verklinkung im Schalterantrieb freigegeben wird. Das beruht darauf, daß jeder stumpf aufeinander treffende Kontakt durch die Stromengekräfte eine abstoßende Wirkung erfährt und wenn die Kontakte nicht durch Fremdkräfte zusammengehalten werden, heben sie bei einer bestimmten Stromstärke ab. Der auftretende Schaltlichtbogen wirkt dabei als strombegrenzender Widerstand. Mit dem Öffnen der Kontakte muß dann auch der Schaltmechanismus in die Ausschaltstellung gebracht und der Kontaktträger mit dem Schaltmechanismus wieder verriegelt werden.
  • Die FR-PS 721 451 beschreibt einen Gleichspannungs-Schnellschalter, bei dem die Stromkräfte durch einen vom Kontaktsystem getrennten, bei einer Stromerhöhung ansprechenden elektromechanischen Wandler erzeugt werden. Durch die AT-PS 250 479 ist ein strombegrenzender Schalter bekannt geworden, dessen beweglicher Schalthebel in der Einschaltstellung durch eine Verklinkung gehalten ist, die sowohl mittels einer durch elektrodynamische Kräfte hervorgerufenen Bewegung des beweglichen Schalthebels als auch durch einen elektromagnetischen Überstromauslöser lösbar ist. Die Übertragung der Auslösebewegung des Überstromauslösers auf die Verklinkungsstelle geschieht dabei durch mehrere Zwischenglieder.
  • In der DE-PS 1 801 071 ist ein Niederspannungs-Leistungsschalter mit einer schleifenförmigen Strombahn, die auseinandertreibende kontaktöffnende Kräfte erzeugt, dargestellt, bei dem durch die, bei besonders hohen Überströmen auftretenden, elektrodynamischen Kräfte im Kontaktsystem der Schalthebel entgegen der Kraft einer Feder bewegt wird. Am bewegbaren Kontakthebel ist eine Stange vorgesehen, die sich mit einer Rolle an einem Sperrglied abstützt. Durch dieses Sperrglied, das seinerseits gegen Federkraft verschiebbar ist und eine Rolle wird ein Klinkenhebel verschoben und freigegeben, wodurch der Schalthebel in die Ausschaltlage gebracht werden kann.
  • Eine andere Möglichkeit zur schnellen Kontaktöffnung auf Grund von Stromkräften ist in der DE-OS 14 63 312 beschrieben. Hier wird der durch einen auftretenden hohen Strom aufgeschleuderte, in einem fliegenden Drehpunkt gelagerte Kontakt durch eine Verklinkungsmechanik in der geöffneten Stellung festgehalten und über einen Hebelmechanismus die normale Kraftspeicher-Auslösewelle betätigt, wodurch der Schalter in seine endgültige Ausschaltlage gebracht wird.
  • Die DE-OS 15 13 341 beschreibt einen weiteren derartigen Leistungsschalter, bei dem bei einem hohen Kurzschlußstrom infolge der elektrodynamischen Kräfte eine abstoßende Wirkung zwischen den beiden Kontaktelementen zustande kommt. Dabei löst sich beim Schwenken des Kontaktträgers mit dem bewegbaren Kontakt in einer Verriegelungseinrichtung die Verriegelung des Kontaktträgers mit dem Schaltmechanismus und ein Traghebel wird gedreht. Über zwei weitere, als Doppelhebel wirkende Hebel, wird die Auslösewelle gedreht, die eine Entklinkung des Schaltschlosses bewirkt.
  • Eine andere Lösung zur strombegrenzenden Abschaltung zeigt die DE-PS 1 463 311. Bei dieser Bauart ist das bewegliche Kontaktstück auf einem schwenkbaren Hebel gelenkig gelagert. Im Kurzschlußfall wird durch die Bewegung des beweglichen Kontaktstücks infolge elektromechanischer Kräfte eine Kontaktstücksperre gelöst, so daß die Kontaktfeder entspannt und das bewegliche Kontaktstück in die Aus-Stellung geschleudert wird.
  • Die DE-OS 25 11 948 beschreibt einen gattungsgemäßen Schalter, bei dem durch eine elektrodynamische Öffnungsbewegung des beweglichen Kontaktstücks sofort nach der Kontaktöffnung und bei ansteigender Kontaktfederkraft eine Hebelanordnung zur direkten Entklinkung des Schaltschlosses betätigt wird. Dazu ist das bewegliche Kontaktstück auf einem Träger drehbar gelagert und in der Einschaltstellung von einer sich am Träger abstützenden Kontaktkraftfeder gegen das Fest-kontaktstück gepresst. Der Träger ist an einem ortsfesten Drehpunkt gelagert und im Einschaltzustand vom Schaltschloß starr verriegelt. Die Öffnungsbewegung des beweglichen Kontaktstücks zur Entriegelung des Trägers wird über eine Hebelanordnung auf das Schaltschloss und auf die Verriegelung des Trägers geleitet.
  • Die Druckschrift US 3,786,382 A beschreibt einen elektrischen Schalter mit thermischem Auslöser, der bei unzulässig hohen Strömen auf eine Verklinkung einer durch eine Feder in Strecklage gehaltenen Kniehebelverbindung zwischen einem Handhebel und einem beweglichen Kontakt wirkt.
  • Die Druckschrift US 3,646,488 A beschreibt einen elektrischen Schalter, bei dem ein Handhebel mittels einer Knickhebelverbindung mit einem beweglichen Kontakt verbunden ist. Der bewegliche Kontakt weist einen Fortsatz 27 auf, der beim Abheben des beweglichen Kontaktes auf die Verbindungsstelle der Knickhebelverbindung wirkt und damit die Knickhebelverbindung zum Einknicken bringt.
  • Die Druckschrift DE 19 33 576 C2 beschreibt einen Strombegrenzungsschalter mit einem sperrbaren Kontaktsystem, das einen bewegbaren Kontakthebel und einen festen Gegenkontakt aufweist und bei dem der bewegliche Kontakthebel bei auftretenden hohen Strömen infolge elektrodynamischer Kräfte entgegen der Wirkung einer Kontaktkraftfeder abhebt. Bei diesem bekannten Strombegrenzungsschalter ist als Verbindung zwischen einem den Kontakthebel tragenden Kontakthebelträger und einer Schaltwelle des Schalters eine Knickhebelverbindung vorgesehen, die durch miteinander gelenkig verbundene Teillaschen und einem eine Druckfeder und einen Anschlag aufnehmenden Führungsgehäuse gebildet ist, wobei die Teillaschen durch die Feder zur Einnahme einer Strecklage beaufschlagt sind. Der Kontakthebelträger ist durch ein Schwenklager mit einem Stützhebel verbunden und der bewegbare Kontakthebelträger weist eine Anschlagfläche zur Einwirkung auf eine der Teillaschen durch eine Schwenkbewegung des Kontakthebelträgers derart auf, dass die Teillaschen durch diese Anschlagfläche aus ihrer Strecklage auslenkbar sind. Die Anschlagfläche ist dabei von einem an eine der Teillaschen angelenkten Arm des Kontakthebelträgers gebildet.
  • Alle vorgenannten Schalter haben gemeinsam den Nachteil, daß für die Realisierung der Strombegrenzung eine Vielzahl zu bewegender Teile, teilweise auch nur für die Strombegrenzung zusätzlich erforderliche Bauelemente, vorhanden sind. Das ist mit hohem mechanischem und fertigungstechnischem Aufwand verbunden.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht ausgehend von einem strombegrenzenden Niederspannungs-Leistungsschalter nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 ( DE-OS-25 11 948 ) folglich darin, einen strombegrenzenden Niederspannungs-Leistungsschalter vorzuschlagen, der ohne wesentlichen konstuktiven und fertigungstechnischen Aufwand aus einem normalen serienmäßigen Schalter abgeleitet werden kann, ohne daß an diesem wesentliche Veränderungen vorgenommen werden müssen.
  • Diese Aufgabe wird durch die Merkmale gemäß Anspruch 1 gelöst, wobei als Verbindung zwischen einem den zumindest einen Kontakthebel tragenden bewegbaren Kontakthebelträger und der Schaltwelle eine Knickhebelverbindung vorgesehen ist, die durch miteinander gelenkig verbundene Teillaschen gebildet ist, die durch eine Feder derart beaufschlagt sind, daß sie eine gestreckte Lage einnehmen. Der bewegbare Kontakthebelträger ist dabei nicht, wie bisher üblich, starr, sondern durch ein, vorzugsweise durch eine Welle gebildetes, Schwenklager mit seinen Stützhebeln verbunden, so daß er eine Schwenkbewegung ausführen kann, wobei der bewegbare Kontaktträger eine Tasche zur Aufnahme und Verbindung der an ihm angelenkten Teillasche der Knickhebelverbindung mit dem bewegbaren Kontakthebelträger mittels eines Koppelbolzens aufweist und wobei eine Kante der Tasche die Anschlagfläche zur Einwirkung des Kontakthebelträgers durch seine Schwenkbewegung auf eine der Teillaschen bildet.
  • Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, daß ihre Verwirklichung überwiegend mit vorhandenen Elementen möglich ist und ein vergleichsweise geringer Gestaltungsaufwand erforderlich ist. Es werden keine grundsätzlich neuen Schalterteile benötigt, sondern nur abgewandelte Elemente in Form der Teillaschen. Es ist deshalb möglich, mit dem gleichen Grundschalter je eine Baureihe für strombegrenzende und selektiv staffelbare Schalter zu realisieren. Die Knickhebelverbindung besteht vorteilhaft aus drei Teillaschen, von denen die erste mittels eines Koppelbolzens in der Tasche des Kontakthebelträgers, deren obere Fläche die Anschlagfläche bildet, gelenkig gelagert ist. Über ein Mittelgelenk, das durch einen Gelenkbolzen gebildet ist, sind zwei parallele zweite Teillaschen angelenkt, die an ihrer entgegengesetzten Seite am Schaltwellenhebel gelenkig gelagert sind. Auf dem Gelenkbolzen ist eine Drehfeder angeordnet, deren Schenkel die erste und die zweiten Teillaschen so beaufschlagen, daß die in der Tasche des bewegbaren Kontaktträgers befindliche Teillasche gegen die Anschlagfläche in der Tasche des Kontakthebelträgers gedrückt wird, wodurch die am anderen Ende am Schaltwellenhebel befestigten Teillaschen eine gestreckte Lage zueinander einnehmen, die einer starren Verbindung zwischen dem Kontakthebelträger und der Schaltwelle gleichkommt. Die Knickhebelverbindung kann selbstverständlich auch umgekehrt angeordnet sein, so daß die Doppelteillasche in der Tasche des bewegbaren Kontaktträgers an diesem angelenkt ist.
  • Die Welle des Schwenklagers des bewegbaren Kontaktträgers ist zweckmäßig so positioniert, daß ihre Achse auf einem Kreisbogen um die Achse der Welle des Stützhebels durch die Kontakthebelwelle angeordnet ist. Sie kann sich aber auch außerhalb oder innerhalb dieses Kreisbogens befinden.
  • Beim Einwirken elektrodynamischer Kräfte auf die bewegbaren Kontakthebel, werden diese gegen den schwenkbaren Kontakthebelträger gedrückt und verursachen eine Schwenkbewegung desselben. Dadurch wirkt der Kontakthebelträger mittels seiner Anschlagfläche auf die Knickhebelverbindung entgegen der Beaufschlagung durch die Feder ein. Wenn die auf die Kontakthebel wirkenden und von diesen auf den Kontakt hebelträger übertragenen elektrodynamischen Öffnungskräfte die Kraft der Feder überwinden, knickt die Knickhebelverbindung ein und die Kontakte des Schalters können sich öffnen. Der in dieser nicht stabilen Phase des Abschaltvorganges auftretende Abschaltlichtbogen zwischen den bewegbaren Kontakthebeln und den feststehenden Gegenkontakten wirkt dabei als strombegrenzender Widerstand. Wenn im weiteren Verlauf des Abschaltvorganges der elektromagnetische Schnellauslöser den Schalter endgültig abschaltet, wird durch die sich drehende Schaltwelle und ihren Schaltwellenhebel die Knickhebelverbindung wieder in die gestreckte Lage gebracht, in der sie nun durch die Feder fixiert wird, was wieder dem quasistarren Zustand entspricht. Damit ist der Schalter wieder einschaltbereit.
  • Die Erfindung wird im folgenden anhand von in den Figuren dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
  • Die 1 zeigt schematisch einen Pol eines mehrpoligen strombegrenzenden Niederspannungs-Leistungsschalters mit der erfindungsgemäßen Lösung im eingeschalteten Zustand.
  • Die 2 zeigt die Anordnung gemäß der 1 in der Übergangsphase der strombegrenzenden Abschaltung, mit einer durch gestrichelte Linien angedeuteten endgültigen Ausschaltstellung des Systems.
  • Die 3 zeigt schematisch einen Kontakthebelträger gemäß der vorliegenden Erfindung in perspektivischer Ansicht.
  • Die 4 zeigt die Ansicht X aus der 3.
  • Die 5 zeigt eine mögliche Ausführungsform der Knickhebelverbindung.
  • In der 1 ist schematisch ein Pol eines mehrpoligen strombegrenzenden Niederspannungs-Leistungsschalters mit der erfindungsgemäßen Lösung im eingeschalteten Zustand dargestellt, wobei aus Gründen einer besseren Übersicht und Verständlichkeit konstruktive Details, die nicht erfindungswesentlich sind, weggelassen wurden. Als Verbindung zwischen dem bewegbaren Kontakthebelträger und dessen Schaltwelle dient eine Knickhebelverbindung 1 in Form miteinander gelenkig verbundener Teillaschen 2 und 3, die durch eine nur schematisch als Funktionselement dargestellte Feder 4 in Richtung des Pfeils 23 derart beaufschlagt sind, daß sie eine gestreckte Lage einnehmen. Der teilweise in einer Schnittdarstellung gezeigte Kontakthebelträger 5 ist durch ein, durch eine Welle 6 gebildetes Schwenklager mit einem Stützhebel 7 verbunden, so daß er eine Schwenkbewegung ausführen kann. Er weist eine Anschlagfläche 8 auf, die durch eine Schwenkbewegung des Kontakthebelträgers 5 zur Einwirkung auf die erste Teillasche 2 gebracht wird. Dadurch werden die Teillaschen 2 und 3 aus ihrer Strecklage ausgelenkt und das zunächst starre Hebelsystem eingeknickt. Diese nicht stabile Phase des Abschaltvorganges ist in der 2 dargestellt.
  • Im Kontakthebelträger 5 sind, wie in den 3 und 4 dargestellt, Aussparungen 24 vorgesehen, damit die an dieser Stelle normalerweise durch diesen hindurchtretende Kontakthebelwelle 25 seine Schwenkbewegung nicht behindert. Die 5 zeigt eine mögliche Ausführungsform der Knickhebelverbindung. Diese besteht vorteilhaft aus drei Teil laschen, von denen die erste Teillasche 2 erfindungsgemäß mittels eines Koppelbolzens 16 in einer Tasche 17 des Kontakthebelträgers 5, deren obere Fläche die Anschlagfläche 8 bildet, gelenkig gelagert ist. Über ein Mittelgelenk 18, das durch einen Gelenkbolzen 19 gebildet ist, sind zwei parallele zweite Teillaschen 3 und 3a angelenkt, die an ihrer entgegengesetzten Seite am Schaltwellenhebel 20 mittels eines Verbindungsbolzens 21 gelenkig gelagert sind. Auf dem Gelenkbolzen 19 ist die Drehfeder 22 angeordnet, deren Schenkel 22a und 22b die erste und die zweiten Teillaschen 2; 3 und 3a so beaufschlagen, daß sie gegen die Anschlagfläche 8 in der Tasche 17 des Kontakthebelträgers 5 gedrückt werden, wodurch sie eine gestreckte Lage zueinander einnehmen, die einer starren Verbindung zwischen dem Kontakthebelträger und der Schaltwelle gleichkommt.
  • Wenn nun eine Öffnungskraft auf das System wirkt, indem elektrodynamische Kräfte auf die Kontakthebel 9 einwirken, werden diese gegen die Auflagefläche 10 des Kontakthebelträgers 5 gedrückt und verursachen, zusätzlich mittels ihrer Kontaktkraftfedern 11, eine Schwenkbewegung desselben, wie es durch den Pfeil 12 in der 2 angedeutet ist. Dadurch bewirkt der Kontakthebelträger 5 mittels seiner Anschlagfläche 8 eine Knickwirkung auf die aus den Teillaschen 2 und 3 bestehende Knickhebelverbindung 1. Wenn die auf die Kontakthebel 9 wirkende und von diesen auf den Kontakthebelträger 5 übertragene elektrodynamische Öffnungskraft die Kraft der Feder 4 überwindet, knickt die Knickhebelverbindung 1 ein und die Kontakte des Schalters können sich öffnen. Der in dieser nicht stabilen Phase des Abschaltvorganges auftretende Abschaltlichtbogen 14 zwischen den bewegbaren Kontakthebeln 9 und dem festen Gegenkontakt 13 wirkt dabei als strombegrenzender Widerstand. Wenn im weiteren Verlauf des Abschaltvorganges ein elektromagnetischer Schnellauslöser den Schalter endgültig abschaltet, wird durch die sich drehende Schaltwelle 15 und ihren Schaltwellenhebel 20 die Knickhebelverbindung 1 wieder in die gestreckte Lage gebracht, in der sie nun durch die Feder 4 fixiert wird und der Schalter ist wieder einschaltbereit. Dieser Zustand ist in der 2 mittels gestrichelter Linien angedeutet.

Claims (5)

  1. Strombegrenzender Niederspannungs-Leistungsschalter mit einem durch ein Schaltschloß verklinkbaren Kontaktsystem, das pro Phase mindestens einen bewegbaren Kontakthebel und einen festen Gegenkontaktaufweist, bei dem der bewegliche Kontakthebel bei auftretenden hohen Strömen infolge elektrodynamischer Kräfte entgegen der Wirkung einer Kontaktkraftfeder abhebt, dadurch gekennzeichnet, dass – als Verbindung zwischen einem den zumindest einen Kontakthebel tragenden bewegbaren Kontakthebelträger (5) und einer Schaltwelle (15) des Schalters eine Knickhebelverbindung (1) vorgesehen ist, die durch miteinander gelenkig verbundene Teillaschen (2; 3; 3a) gebildet ist, die durch eine Feder (4) zur Einnahme einer gestreckten Lage beaufschlagt sind, – dass der Kontakthebelträger (5) durch ein Schwenklager (6) mit einem Stützhebel (7) verbunden ist und – dass der bewegbare Kontakthebelträger (5) eine Anschlagfläche (8) zur Einwirkung auf eine der Teillaschen (2) durch eine Schwenkbewegung des Kontakthebelträgers (5) aufweist, derart, daß die Teillaschen (2; 3; 3a) durch diese Anschlagfläche (8) aus ihrer Strecklage auslenkbar sind, wobei der bewegbare Kontakthebelträger (5) eine Tasche (17) zur Aufnahme und Verbindung der an ihm angelenkten Teillasche (2) der Knickhebelverbindung (1) mit dem bewegbaren Kontakthebelträger (5) mittels eines Koppelbolzens (16) aufweist und wobei eine Kante der Tasche (17) die Anschlagfläche (8) zur Einwirkung des Kontakthebelträgers (5) durch seine Schwenkbewegung auf eine der Teillaschen (2) bildet.
  2. Strombegrenzender Niederspannungs-Leistungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Knickhebelverbindung (1) aus drei Teillaschen (2; 3; 3a) besteht, von denen die erste Teillasche (2) auf einer Seite mittels eines Koppelbolzens (16) in der Tasche (17) des Kontakthebelträgers (5), deren obere Fläche die Anschlagfläche (8) bildet, gelenkig gelagert ist und auf ihrer anderen Seite über ein Mittelgelenk (18), das durch einen Gelenkbolzen (19) gebildet ist, an zwei parallelen zweiten Teillaschen (3; 3a) angelenkt ist, die an ihrer entgegengesetzten Seite am Schaltwellenhebel (20) gelenkig gelagert sind, wobei auf dem Gelenkbolzen (19) eine Drehfeder (22) angeordnet ist, durch deren Schenkel (22a; 22b) die Teillaschen (2; 3; 3a) zum Bewirken einer gestreckten Lage der Teillaschen (2; 3; 3a) zueinander, so beaufschlagt sind, daß die in der Tasche (17) des bewegbaren Kontakthebelträgers (5) befindliche Teillasche (2), bei am anderen Ende am Schaltwellenhebel (20) befestigter Knickhebelverbindung (1), gegen die Anschlagfläche (8) in der Tasche (17) des Kontakthebelträgers (5) gedrückt ist.
  3. Strombegrenzender Niederspannungs-Leistungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse der Welle (6) des Schwenklagers des bewegbaren Kontakthebelträgers (5) auf einem Kreisbogen um die Achse der Welle des Stützhebels (7) durch eine Kontakthebelwelle (25) positioniert ist.
  4. Strombegrenzender Niederspannungs-Leistungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse der Welle (6) des Schwenklagers des bewegbaren Kontakthebelträgers (5) innerhalb eines Kreisbogens um die Achse der Welle des Stützhebels (7) durch eine Kontakthebelwelle (25) positioniert ist.
  5. Strombegrenzender Niederspannungs-Leistungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse der Welle (6) des Schwenklagers des bewegbaren Kontakthebelträgers (5) außerhalb eines Kreisbogens um die Achse der Welle des Stützhebels (7) durch eine Kontakthebelwelle (25) positioniert ist.
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