DE1938929A1 - Stromunterbrecher - Google Patents
StromunterbrecherInfo
- Publication number
- DE1938929A1 DE1938929A1 DE19691938929 DE1938929A DE1938929A1 DE 1938929 A1 DE1938929 A1 DE 1938929A1 DE 19691938929 DE19691938929 DE 19691938929 DE 1938929 A DE1938929 A DE 1938929A DE 1938929 A1 DE1938929 A1 DE 1938929A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- contact arm
- contact
- circuit breaker
- knee joint
- arm
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- 210000000629 knee joint Anatomy 0.000 claims description 42
- 230000005520 electrodynamics Effects 0.000 claims description 6
- 230000004044 response Effects 0.000 claims description 5
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 3
- 230000008569 process Effects 0.000 claims description 3
- 230000013011 mating Effects 0.000 claims description 2
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 claims 2
- 230000008878 coupling Effects 0.000 claims 1
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 claims 1
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 claims 1
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 claims 1
- 239000004020 conductor Substances 0.000 description 9
- 239000011810 insulating material Substances 0.000 description 5
- 210000003127 knee Anatomy 0.000 description 4
- 230000005405 multipole Effects 0.000 description 4
- 230000009471 action Effects 0.000 description 3
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 3
- 239000000969 carrier Substances 0.000 description 2
- 230000008859 change Effects 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 2
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 230000003993 interaction Effects 0.000 description 1
- 210000002414 leg Anatomy 0.000 description 1
- 210000004072 lung Anatomy 0.000 description 1
- 230000007257 malfunction Effects 0.000 description 1
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 125000006850 spacer group Chemical group 0.000 description 1
- 239000007858 starting material Substances 0.000 description 1
- 230000002459 sustained effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H71/00—Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
- H01H71/10—Operating or release mechanisms
- H01H71/12—Automatic release mechanisms with or without manual release
- H01H71/40—Combined electrothermal and electromagnetic mechanisms
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H71/00—Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
- H01H71/10—Operating or release mechanisms
- H01H71/50—Manual reset mechanisms which may be also used for manual release
- H01H71/503—Means for increasing the opening stroke of the contacts
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H77/00—Protective overload circuit-breaking switches operated by excess current and requiring separate action for resetting
- H01H77/02—Protective overload circuit-breaking switches operated by excess current and requiring separate action for resetting in which the excess current itself provides the energy for opening the contacts, and having a separate reset mechanism
- H01H77/10—Protective overload circuit-breaking switches operated by excess current and requiring separate action for resetting in which the excess current itself provides the energy for opening the contacts, and having a separate reset mechanism with electrodynamic opening
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- Breakers (AREA)
Description
Patentanwalt
FianMuii/Main-l
Paiksliaßel3 5979
FEDERAL PACIFIC ELECTRIC COMPANY, Newark, New Jersey, V.St.A.
Stromunterbrecher
Die Erfindung bezieht sich auf Stromunterbrecher, insbesondere auf Stromunterbrecher mit ausgeformten oder gegossenen
Gehäusen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Stromunterbrecher zu schaffen, der unter Störungezustanden
eine verringerte Öffnungszeit hat. Der verbesserte Stromunterbrecher soll ferner auf zwei Arten öffnen, die in Abhängigkeit
von dem zu unterbrechenden Stromzustand selbsttätig ausgewählt werden. Der verbesserte Stromunterbrecher soll weiter
in einer Arbeitsweise, verglichen mit seiner zweiten, normalen Arbeitsweise, eine verstärkte Kontakttrennung aufweisen.
Es ist auch beabsichtigt, eine Stromunterbrecher/Vorrichtung zu
schaffen, die eine reduzierte träge Masse zwecks schneller Öffnung aufweist und trotzdem für ihren normalen SchließVorgang
eine ausreichende Masse hat, um bei Störungen und im normalen Betrieb schnell zu schließen. Der verbesserte Stromunterbrecher
soll auch auf hohe Fehlerströme sehr schnell ansprechen. Weiter soll der Stromunterbrecher in einer vorgegebenen
räumlichen Abmessung eine verstärkte Unterbrechungsleistung
aufweisen, verglichen mit üblichen, bisher erhältlichen Stromunterbrechern. Schließlich soll ein Stromunterbrecher
geschaffen werden, der eine verbesserte, schnell wirksame Starkstrom-Auslösung ermöglicht.
909886/1165
Zur lösung obiger Aufgabe geht die Erfindung aus von einem
Stromunterbrecher mit einem langgestreckten Kontaktarm, der
an einem Ende ein bewegbares Kontaktstück trägt, das in Anlage mit einem Gegenkontaktstück kommt, wenn der Stromunterbrecher
geschlossen wird, wobei das andere Ende des Kontaktarms eine Schwenklagervorrichtung aufweist, ferner mit einem
Kniegelenk, das durch einen Lagerzapfen mit dem langgestreckten Kontaktarm zwischen seinen Enden verbunden ist und den
Kontaktarm zwischen Stellungen bewegt, in denen der Stromkreis geschlossen bzw. geöffnet ist und mit einer Vorrichtung,
die den Kontaktarm für eine öffnungsbewegung um den Lagerzapfen
des Kniegelenks herum vorspannt.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß eine Momentan-Auslösevorrichtung
das schwenkbar abgestützte entgegengesetzte Ende des Kontaktar ns in Abhängigkeit von plötzlichen hohen
Überstrom-Zuständen auslöst und daß eine zusätzliche Überstrom-Auslösevorrichtung
das Kniegelenk zusammenknicken läßt und eine Öffnung der Kontaktstücke unter anderen Überstromzuständen
verursacht.
Die Erfindung wird nun an Hand der beiliegenden Abbildungen ausführlich beschrieben, wobei alle aus der Beschreibung und
den Abbildungen hervorgehenden Einzelheiten oder Merkmale zur Lösung der Aufgabe im Sinne der Erfindung beitragen können
und mit dem Willen zur Patentierung in die Anmeldung aufgenommen wurden. Es zeigen:
Pig. 1 eine Seitenansicht eines mehrpoligen Stromunterbrechers
mit gewissen Merkmalen der Erfindung und zwar
teilweise im Schnitt entlang der Linie 1-1 in Pig. 2;
Pig. 2 eine Draufsicht des Stromunterbrechers der Pig. 1,
wobei einige Teile abgebrochen und andere Seile weggelassen sind;
9098 8-S/1165
Pig* 3 eine Seitenansicht einer anderen Ausfuhrungsform tier
Erfindung, und zwar als mehrpoliger Stromunterbrecher
dargestellt, die bestimmte andere Merkmale der Erfindung
veranschaulicht. Bei dieser Ansicht handelt es
sich um eine Teilsehnittansieht entlang der Linie 3-3
' " in Pig. 4|
Pig. 4 eine Draufsicht des Stromunterbrechers der Fig. 3, in
der einige Teile abgebrochen und andere Teile weggelassen sind und '
Pig. 5 eine Teil-Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeiepiels.
Es wird nun auf Pig. 1 Bezug genommen. Die Stromunterbrechereinrichtung ist in einem Gehäuse aus gegossenem Isoliermaterial
eingeschlossen) das einen Deckel 10 und ein Unterteil 12 enthält. Der Stromkreis verläuft durch einen der Erläuterung dienenden
Pol des Stromunterbrechers (wenn er geschlossen ist) von einer Klemme 14 über einen Rückstrompfad-Leiter 15 zu dem
ortsfesten Kontaktstück 16, dann zum bewegbaren Kontaktstück 18, Über den Kontaktarm 20, entlang der leitfähigen, biegsamen
Litze 22, über das Bimetall 24 zur leitfähigen Schiene 26
und schließlich zur gegenüberliegenden Klemme 28, Der Kontaktarm 20, der das Kontaktstück 18 trägt, wird durch einen Lagerbolzen
30 im Kontaktarmträger 32 abgestützt und durch Druckfedern 34 in eine Richtung vorgespannt, daß er einen Kontaktdruck
erzeugt, wenn die Kontaktstücke geschlossen sind. Wenn die Kontaktstücke geöffnet sind, wird der Ausschlag des Kontaktarms
20, der durch die Feder 34 erzeugt wird, durch Anlage eines Teils des Kontaktarms am unteren Rand des U-förmigen
Kontaktarmträgers 32 begrenzt. Der Kontaktarmträger 32 ist auf einer isolierten Welle oder Verbindungsstange 36 befestigt,
deren Enden als Lagerzapfen 38 ausgebildet sind, die durch entgegengesetzt angeordnete Verriegelungsvorrichtungen
40 abgestützt werden. Die Verriegelungsvorrichtungen 40 sind auf Führungsteile 42 gelagert, die an dem gegossenen Unter-
909886/1165
teil 12 an beiden Enden der Verbindungsstange 36 festgemacht
sind. Die Lagerzapfen 38 bewegen sich in Schlitzen 44 und sind durch diese geführt. Die Schlitze 44 sind in den Führungsteilen
42 für Zwecke ausgebildet, die noch ausführlich erläutert' werden. Mehrere Kontaktarmträger 32 mit entsprechenden Kont
taktarmen 20 sind auf der oben erwähnten Welle für eine koordinierte
Zusammenarbeit der Kontaktstücke in einem mehrpoligen Stromunterbrecher befestigt.
Eine über den Totpunkt hinaus verstellbare Federvorrichtung,
die allgemein bei 46 angedeutet ist, ist zur Betätigung der Kontaktstücke zwischen der geschlossenen und der ersten von
W zwei alternativen offenen Stellungen vorgesehen, und bei einigen
Ausführungsbeispielen ferner zur Herbeiführung einer automatischen Auslösung und öffnung der Kontaktstücke in Abhängigkeit
von Überbelastungen. Die Betätigungsvorrichtung enthält einen manuell betätigbaren Hebel 48 und Handgriff 50. Der
Hebel 48 ist an seinem unteren Ende in einem fixierten Rahmen
52 schwenkbar gelagert, der am Unterbrecher-Unterteil 12 befestigt ist. Der Rahmen umfaßt zwei voneinander beabstandete
Metallteile oder Platten, die sich von einem Punkt neben dem Mittelpunkt des Unterbrechergehäuses gegen das eine Ende des
Gehäuses erstrecken. Ein Überlast-Auslöseteil oder eine "Gabel"
54 weist einen Lagerzapfen 56 auf, der im Rahmen 52 festgelegt ist. Ein Kniegelenk 57 enthält zwei Kniegelenkglie-
' der 58 und 60, die an einem Knie oder einer Gelenkstelle 62
schwenkbar miteinander verbunden sind. Diese Kniegelenkglieder
weisen einen oberen Lagerzapfen 64 und einen unteren Lagerzapfen 66 in den Teilen 54 und 32 am Mittelpol dee beispielsweisen Stromunterbrechers der Figuren 1 und 2 auf. Zwei
Paare von Federn 68 erstrecken sich zwischen dem Handhebel und der Gelenkstelle 62 des Kniegelenks, wenngleich nur ein
Paar in Fig. 1 zu sehen ist. Die Stellung des Kontaktarms, in
der der Stromkreis geöffnet ist, ist durch die Berührung des !Trägers 32 mit dem Lagerbolzen 56 festgelegt. Bei dem Ausführungsbeispiel
der Erfindung nach den Figuren 1 und 2 ist nur
909886/116$
eine einzige Betätigungsvorrichtung 46 für alle Kontaktarmträger vorhanden, die durch die Verbindungsstange 36 betätigt werden, während in der Ausführungsform der Figuren 3,
und 4 mehrere Betätigungsvorrichtungen verwendet werden.
Die Unterbrecher-Betätigungsvorrichturig 46 und eine mit ihr
zusammenwirkende Nebenverriegelungsvorrichtung 70 sind beide in der Mittelpolstellung des Ausführungsbeispiels der Piguren
1 und 2 angeordnet. Das Ende der Gabel 54* das von seinem
lagerzapfen 56 abgelegen ist, wird normalerweise durch die
Nebenverriegelungsvorrichtung .70, die.;an dem Seitenrahmen 52
schwenkbar gelagert ist, gegen eine Bewegung in die Richtung zurückgehalten, in der das Kniegelenk zusammenknickt. Einzelheiten
dieser Nebenverriegelungsvorrichtung und der Betätigungsvorrichtung
finden sich in der USA-Patentschrift Nr. 3 209 098, die die Bezeichnung "Circuit Breakers Having
Improved Tripping Mechanisms" trägt und der Anmelderin gehört. Zum Verständnis der vorliegenden Erfindung dürfte es überflüssig
sein auf weitere Einzelheiten einzugehen, und sie werden daher aus der folgenden Erläuterung herausgelassen.
Es wird nun auf Pig. 2 Bezug genommen. Eine Schaltstange 72 aus Isoliermaterial erstreckt sich quer über alle Polstellungert
und ist im Rahmen 52 schwenkbar gelagert. Eine Feder ist zwischen der Schaltstange 72 und der Verriegelungsvorrichtung
70 eingespannt und zieht diese in Eingriff miteinander. Die Nebenverriegerungsvorrichtung 70 greift in eine Eauptverriegelungsvorrichtung
75 ein, die von der Schaltstange getragen wird.
Alle dargestellten Stromkreisunterbrecherpole sind im Ausführungsbeispiel
nach den Figuren 1 und 2 mit zwei Überstrom-Abfühlvorrichtungen
versehen. Da die Pole identisch sind, wird nur ein Pol im einzelnen beschrieben. Die zwei vorgesehenen
Überstrom-Abfühlvorrichtungen sprechen auf unterschiedliche
Überstrcmwerte an» Vo ein Schutz gegen andauernde Überlastun-r
9098 86/I1I 6 5
, 1 V
gen erwünscht ist, enthält die Überstrom-Abfühlvorrichtung
gewöhnlich eine umgekehrte Zeitcharakteristik, damit, wenn der Überstrom ansteigt, die Ansprechzeit abnimmt. Diese Arbeitsweise
erreicht man durch Anwendung der bekannten Eigenschaften des Bimetallglieds 24, über das der Strom fließt.
wenn der Unterbrecher geschlossen ist. !Das .Bimetall 24 biegt sich aufgrund des durchfließenden Uberstromes aus und kommt
in Eingriff mit einer Einstellschraube 76, die von der Schaltstange 72 getragen wird. Eine weitere oder fortgesetzte Ausbiegung des Bimetalls.bewegt die.Sehaltstange 72 entgegen dem
Uhrzeigersinn, um die Nebenverriegelungsvorrichtung 70 von der
Hauptverriegelungsvorrichtung 75 zu trennen und den Stromun-
W terbrecher zu öffnen, wie nachstehend erläutert wird.
TJm eine "schlagartige" oder, "augenblickliche" Schaltung des
Stromunterbrechers beim Auftreten schädlicher Überlastungen zu erzielen, ist eine Anordnung vorgesehen, die elektromagnetisch
auf den Stromdurchfluß durch das Bimetall 24 anspricht. Es wird nun auf die Figuren 1 und 2 Bezug genommen.
Ein kanalförmiges oder U-förmiges Polstück oder Joch 78 ist um das Bimetall 24 herum und dicht neben diesem befestigt, und
zwar an der Stelle, an der das Bimetall an der leitfähigen Schiene 26 festgemacht ist. Ein Anker 80, der mit dem Joch
zusammenarbeitet und von diesem magnetisch angezogen wird, ist . an einer Schaltstange 82 aus Isoliermaterial befestigt, die sich
quer über alle Pole erstreckt. Aus Gründen der Klarheit und Zweckmäßigkeit wird die zuerst erwähnte Schaltstange 72 anschließend
als Zeitverzögerungs-Schaltstange bezeichnet, während die Schaltetange 82 im folgenden als Momentan-Schaltstange
geführt wird. Die Momentan-Schaltstange 82 wird an jedem Ende durch Verriegelungsvorrichtungen 40 getragen, die
wiederum auf den Führungsteilen 42 schwenkbar gelagert sind. Die Verriegelungsvorrichtung 40 enthält einen Hebelarmteil 84,
der eine Vorderseite 84a aufweist, die in Eingriff mit dem
Kontaktarm-Pührungszapfen 38 kommt und diesen in Zusammenarbeit
mit den Führungsschlitzen 44 lösbar abstützt. Eine To-r- ·,
909886/116S
sionsfeder 86 wirkt zwischen dem Verriegelungsteil 84 und
dem Führungsteil, um für die Verriegelungsvorrichtung 40 eine BUckführkraft zu erzeugen.
Es wird, nun auf Pig. 1 Bezug genommen. Der Rückstrompfadleiter
15 enthält ein leitfähiges Teil 88, das gegen sich selbst zurückgebogen ist. Ein Abstandsstück aus Isoliermaterial 90
ist zwischen den Schenkeln des Teils 88 eingelegt, die durch passende Mittel (nicht gezeigt) aneinander befestigt sind.
Eine Isolierlage 92 ist an dem Teil des Leiters 15 angebracht,
der sich außerhalb der Lichtbogenschute 94 befindet, um eine
Lichtbogenunterbrechung innerhalb der Lichtbogenschute (oder Funkenkammer) zu gewährleisten.
Die Kontaktöffnungsvorspannung wird zum Teil durch eine Haarnadelfeder
96 erzeugt, die zwischen dem Unterteil 12 und dem Kontaktarm 20 wirkt· Die Feder 96 unterstützt die Bewegung
des Kontaktarmes in beide alternative Stellungen, in denen der Stromkreis geöffnet ist, wie nachfolgend noch ausführlich
erläutert wird.
Der Stromunterbrecher ist in Figuren 1 und 2 in seiner "normalen"
offenen Stellung gezeigt, wobei die Gabel 54 so verriegelt ist, daß die Betätigungsvorrichtung sich in einem
Zustand befindet, in dem sie die Kontaktstücke schließt, wenn sie betätigt wird. Die Führungszapfen 38 sind in einer Lage
abgestützt, in der der Unterbrecher durch die Verriegelungsvorrichtung 40 den normalen Schließvorgang ausführt. Die
Schließung des Unterbrechers wird dadurch erzielt, daß der Handhebel 48 gemäß der Zeichnung nach rechts bewegt wird.
Die oberen Enden der Zugfedern 68 werden entsprechend nach. rechts verlagert, und wenn die Federspannung über das Knie
bzw. Die Gelenkstelle 62 so verlagert wird, daß sie entlang der Linie rechts vom oberen Lagerzapfen 64 in der Gabel 54
wirksam ist, wird das Knie oder die Gelenkstelle nach, rechts vorgespannt, und sie hat das Bestreben, das Kniegelenk zu
90 9 886/1165
ORIGINAL
strecken. Dies findet in einem SchnappVorgang statt, wobei
der Kontaktträger 32 plötzlich in Schließrichtung,angetrieben wird, wodurch wiederum das bewegbare Kontaktstück 18 gegen
das ortsfeste Kontaktstück 16 getrieben wird, wie dies durch
die gestrichelten Linien in Pig. 1 gezeigt ist. Eine Überbewegung des Trägers 32 über den Eingriffspunkt der zugeordneten
Kontaktstücke hinaus, spannt die "Überhol"-Feder 34 in
jedem Kontaktarm, wodurch der Kontaktdruck erzeugt wird.
Wenn die Kontaktstücke geschlossen sind, nimmt der untere Kniegelenklagerbolzen 66 die,bei 66a angedeutete Stellung ein»
Zu diesem Zeitpunkt verläuft die Linie des aufwärtigen Drucks
durch die Gelenkstelle des Kniegelnks rechts vom oberen Kniegelenk-Lagerbolzen
64 in der Gabel 54 vorbei. In dem in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiel gibt es zwei
mögliche Öffnungsarten für den Stromunterbrecher, um die Trennung der Kontaktstücke zu bewirken. In der ersten oder
üblichen Arbeitsweise im Falle eines Überstroms, wird.die Gabel 54 durch die Zeitverzögerungsschaltstange 72 für eine
Drehung im Uhrzeigersinn um ihren Lagerbolzen 56 freigegeben, und der obere Kniegelenklagerbolzen 64 verlagert sich nach
rechts und quer über die resultierende Wirklinie der Federn 68. Wenn dies stattfindet, werden die gespannten Über-Totpunkt-Federn
68 frei und bewirken ein plötzliches Zusammenknicken des Kniegelenks und in entsprechender Weise eine
Schwenkbewegung der verschiedenen Kontaktträger 32 um die Lagerzapfen 38 und zwar als eine Einheit aus ihrer geschlossenen
Stellung heraus. Die Freigabe der Gabel- 54 wird.dadurch
erzielt, daß sich das Bimetall 24 unter dem Einfluß eines andauernden Überstromes auslenkt. Wenn sich das Bimetall
gemäß Fig. 1 nach links ausbiegt, drückt es schließlich gegen die Einstellschraube 76, was zur Folge hat, daß sich die Zeitverzögerungsschaltstange
72 verschwenkt, wobei die Hauptver- ■ riegelungsvorrichtung 75 aus ihren Eingriff mit der Nebenverriegelungsvorrichtung
70 verstellt wird, die dann frei wird, um sich zu drehen und die Gabel 54, wie oben erwähnt, freizu-
909886/1165
geben. Wenn der Unterbrecher auf diese Art und Weise öffnet, kehrt er in die in vollen linien in Pig. 1 gezeigte Stellung
zurück, welche Stellung als die "normale" offene Stellung betrachtet
werden kann. Die Öffnung des Unterbrechers von Hand durch umgekehrte Verstellung des Betätigungsbaldgriffes 48
bewirkt ebenfalls das Zusammenknicken des Kniegelenks, was zur Folge hat, daß der Unterbrecher öffnet, und zwar in die
normale Stellung, in der der Stromkreis geöffnet ist.
Sehr wesentlich ist, daß der beispielsweise Stromunterbrecher eine neue Einrichtung enthält, deren Punktion,nun erläutert
wird. Beim Auftreten einer schädlichen Überlastung oder eines Kurzschlusses im überwachten Stromkreis, steigt der Strom an
dem beeinflußten Pol oder Polen plötzlich an. Dieser Strom verläuft über das Bimetall 24 und bewirkt, daß das .Joch 78
den Anker 80 kräftig anzieht, der an der Momentan-SchaItstange
82 befestigt ist, und zwar bevor das Bimetall sich weit genug auslenken kann, um die Zeitverzögerungs-Schaltstange 72
zu betätigen. Die Schwenkbewegung der Moinentan-Schaltstange bewirkt, daß die Verriegelungsvorrichtung 40 den Arm 84 verschwenkt,
wobei die Fläche 84a so verstellt wird, daß die Kontaktarm-Führungszapfen 38 freigegeben werden, die am Ende
der Verbindungsstange 36 ausgebildet sind, so daß sie sich unter dem Einfluß bzw. Antrieb der Feder 96 entlang den Führung
sschlitzen 44 bewegen. Der Kontaktarm verschwenkt sich
zunächst um seinen Lagerzapfen 66 gegen das Kniegelenk hin, ohne das Zusammenknicken des Kniegelenks abzuwarten. Zu Beginn
dieser Bewegung befindet sich der Lagerzapfen 66 in der Stellung 66a, in der der Stromkreis geschlossen ist. Das
Kniegelenk bleibt während der augenblicklichen Öffnung des Unterbrechers erhalten. Vorher war, während des normalen Betriebs
des Unterbrechers, der Kontaktarm an einer Schwenkbewegung um die Zapfen 38 durch das Zusammenwirken der Führüngszapfen
38, der Schlitze 44 und der Verriegelungsvorrichtung 40 gehindert. Die Aufrichtungsbewegung des Kniegelenks,
welche über den Lagerzapfen 66 übertragen wurde, bewirkte, daß
909886/116B.
der Kontaktarm in einem Bogen in die geschlossene Stellung
schwenkte. Die Betätigung, der Verriegelungsvorrichtung 40 durch den überstrom gibt das zurückgehaltene Ende des Kontaktarmes frei und ermöglicht eine Drehung des Armes um den lagerzapf
en 66. Der Lagerzapfen wandert in die Stellung 66b, wenn der Kontaktarm sich in seine obere in gestrichelten
Linien gezeigte Stellung (Pig. 1) bewegt. Die Drehung des Kontaktarmes wird fortgesetzt, bis der Arm in Anlage mit den
Lagerbolzen 56 kommt. Es wird bemerkt, daß diese zweite Stellung, in der der Stromkreis geöffnet ist, eine "weite". Offnungsstellung
ist, die einen größeren Zwischenraum zwischen dem sich bewegenden Kontaktstück 18 und dem ortsfesten Kontaktstück
16 aufweist, als in der Normalstellung des Armes. Diese erweiterte oder verstärkte Trennung bewirkt eine Erhöhung
der Unterbrechungsleistung des Stromunterbrechers.
Der Rückstrompfad-Leiter 50 bewirkt eine Beschleunigung des
Kontaktarmes in die weit geöffnete Stellung aufgrund der Einwirkung des Stromes, der im Leiter 15 und im Kontaktarm 20
fließt. Der einschlägige Fachmann wird erkennen, daß die Verlagerung
der wirksamen Lagersteile des Kontaktarmes vom verriegelten
luhrungszapfen 38 zur Schwenklagerstelle 66 den
Drehpunkt des Kontaktarmes von einem Punkt neben einem Ende desselben zu einem Punkt bewegt hat, der sich näer am Mittelpunkt
der Masse des Kontaktarmes befindet. Diese Verlagerung der Schwenklagersteile bewirkt eine sehr große Veränderung
des Trägheitsmomentes des Kontaktarmes und ermöglicht daher
eine schnellere Bewegung in die Stellung, in der der Stromkreis geöffnet ist. Die Veränderung bezüglich der Bewegung
der tragen Masse bewirkt, daß der Kontaktarm besser auf die verhältnismäßig schwachen Kontaktöffnungsfedern 96 eines jeden
Kontaktarmes und außerdem bedeutend besser auf den elektrodynamischen
Abstoßeffekt zwischen dem Kontaktarm und der Rückstrombahn im oberen Teil des Leiters 15 anspricht.
909886/1165
Die Rückstellung des Stromunterbrechers in einen Zustand zum erneuten Schließen nach der Auslösung durch eine andauernde
mäßige Überlastung wird dadurch bewirkt, daß der Betätigungshandgriff 48 etwas über die offene oder Aus-Stellung hinausbewegt
wird. Der Handgriff treibt die Gabel 54 an, um die Neben- und Haupt verriege lunge vorrichtung in bekannter V/eise
wieder in Eingriff zu bringen. Die Rückstellung des Stromunterbrechers beim Auftreten eines "momentanen" Überstrom-Zustandes,
in dem die Kontaktarme sich in die zweite Offen-Stellung
bewegt haben, ohne das Kniegelenk zusammenzuknicken, wird einfach dadurch bewirkt, daß der Stromunterbrecher in die
Aus-Stellung geschaltet wird. Wenn die Federn 68 in die Aus-Stellung
bewegt werden, wird die Gelenkstelle des Kniegelenks verlagert, was zur Folge hat, daß das Kniegelenk zusammenknickt,
und die Kraft der Federn 68, die am Knie bzw. der Gelenkstelle des Kniegelenks 62 angreifen, ist so groß, daß
die Kontaktarme in ihre normale Offen-Stellung angehoben werden.
Jeder Führungszapfen 38 drückt seinen Verriegelungsarm
84 aus der Bahn, wenn er in die in Fig. 1 gezeigte Stellung zurückkehrt, während die Verriegelungsvorrichtung in eine
Stellung unterhalb des Führungszapfens einschnappt, und zwar unter dem Einfluß der Verriegelungs-Rückstellfeder 86, die
schon beschrieben wurde.
In gewissen Anwendungsfällen, wo nur die momentane Kurzschluß-Ansprecheigenschaft
erwünscht ist, z.B.wenn der Stromunterbrecher mit einem Motoranlasser benutzt wird, der einen eingebauten
Überlast-Schutz aufweist, kann die über st rom-Abführvorrichtung 24 weggelassen werden. Die Zeitverzögerungs-Schaltstange
72 und die zugeordnete liebenverriegelungsvorrlchtung
70 fallen ebenfalls weg.Bei dieser Konstruktion ist das Magnet joch 78 um einen Fortsatz des Leiters 26 herum angeordnet,
um den über den Pol fließenden Strom zu überwachen. Die Gabel 54 wird in der in Fig. 1 gezeigten Stellung fixiert gehalten,und
das Kniegelenk 57 dient dazu, den Stromunterbrecher normalerweise zu öffnen und zu schließen und den Stromunter-
909 886/1165
brecher nach der Betätigung der Verriegelungsvorrichtung
in Abhängigkeit von der momentanen Schaltung zurückzustellen. Die Kontaktarme 20 verbleiben in der weit geöffneten
Stellung, bis der Handgriff 50 in die Aus-Stellung bewegt wird, wobei das Kniegelenk 57 zusammenknickt. Wenn das Kniegelenk
zusammengeknickt ist, heben die Uber-Totpunktj-Pedern
die Kontaktarme in ihre Ausgangs- oder Rückstellage»
Es wird nun auf die Piguren 3 und 4 Bezug genommen, in denen - ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt ist
und Teile, die ähnlichen Teilen in Pig. 1 entsprechen, mit den gleichen Bezugszahlen, jedoch mit einem Strich, gekennzeichnet
sind. Aus Gründen der Klarheit und Einfachheit sind nur diejenigen Teile speziell gekennzeichnet, die zum Verstehen
des Ausführungsbeispiels notwendig sind. In dem mehrpoligen Stromunterbrecher der Piguren 3 und 4 ist eine Anzahl
von Betätigungsvorrichtungen 46' vorgesehen und zwar eine für jeden Pol des Stromunterbrechers. Die Betätigungshebel 481
der entsprechenden Pole sind durch einen Handgriff 98 für eine gemeinsame Betätigung miteinander verbunden, der in Eingriff
mit den Betätigungshebeln zur gemeinsamen gleichzeitigen Öffnung
und Schließung aller Pole steht. Jeder Pol enthält einen Bahmen 52', der zwei beabstandete Metallteile oder Platten
enthält, die sich von einem Punkt neben dem Mittelpunkt des Unterbrechergehäuses gegen das eine Ende des Gehäuses erstrecken,
ferner ein Überlast-Auslöseteil oder eine Gabel 54V,
die einen imUlahmen!52* fixierten Lagerbolzen 56' aufweist.
Das Kniegelenk 57* enthält zwei Kniegelenkglieder 58* und 60·,
die an einer Gelenkstelle 62* drehbeweglich* miteinander verbunden
sind. Diese Kniegelenkglieder weisen einen oberen Iagerzapfen 64' und einen unteren Lagerzapfen 66» in den Teilen
54' und 32' auf. Zwei· Pedern 100 erstrecken sich zwischen
dem Handhebel und der Gelenkstelle 62» des Kniegelenks. Der Kontaktarm 20' eines jeden Pols enthält PUhrungszapfen 38·,
die in Pührungsschlitzen 44' gleiten, welche in den Eahmen-
teiXen 52' ausgearbeitet sind.
909886/1165
Jeder Pol hat eine Nebenverriegelungsvorrichtung 70', die mit
dem Ende der entsprechenden Gabel 54' zusammenarbeitet und
die Gabel vor einer Bewegung in die Richtung zurückhält, in der das Kniegelenk zusammenknickt. Eine gemeinsame Schaltstange
72' aus Isolierstoff erstreckt sich quer.über alle Polstellungen und ist in den äußeren Rahmenteilen 52' der
äußeren Pole (vgl. Pig. 4) drehbeweglich gelagert. Eine Feder 74' erstreckt sich zwischen der Schaltstange 72· und
jeder einzelnen Nebenverriegelungsvorrichtung 70* und zieht
diese in Eingriff mit der Schaltstange. Die Nebenverriegelungsvorrichtung
70' steht in Eingriff mit einer entsprechenden Hauptverriegelungsvorrichtung 75', die in jeder Polstellung
von der Schaltstange 72' getragen wird.
Wie im Ausführungsbeispiel nach Figuren 1 und 2 ist jeder Pol mit zwei Überstrora-Abfühlvorrichtungen versehen, die auf
unterschiedliche Überstromwerte ansprechen. Wie zuvor spricht
das Bimetall 24' in einer umgekehrten Zeitcharakteristik an,
während die elektromagnetische "momentane" Überstrom-Charakteristik
durch das Joch 78· geschaffen wird, das um das Bimetall
24' herum angeordnet ist, sowie durch einen Anker 80', der
durch eine eigene Momentan-Schaltstange 82' an jedem Pol getragen wird. Die gemeinsame Zeitverzögerungs-Schaltstange 72'
ermöglicht die öffnung aller Pole in Abhängigkeit von einer Überlastung irgendeines Pols. Die Bewegung der Schaltstange 72'
durch das Bimetall 24' des überlasteten Pols, löst jede der einzelnen Gabeln 54' aus, um das Kniegelenk 57' zusammenzuknicken
und öffnet den Stromkreis über die entsprechenden Pole.
Wenn einer der%Pole durch einen schädlichen Kurzschluß geschaltet
wird, der bewirkt, daß die Verriegelung 40' dieses Pols den Kontaktarm für eine sehr schnelle Bewegung bei niedrigem
Trägheitsmoment in die "weite" Offenstellung freigibt; werden
die anderen Pole in ähnlicher Weise geöffnet. Wenn die Lagerzapfen
38· des freigegebenen Kontaktarms nach der Freigabe
9 0 9 8 8 6/1165
entlang den Schlitzen 44' laufen, treffen sie auf das eine
Ende 102a des Winkelhebels 102, der im Rahmen 52' drehbeweglich
gelagert ist. Die Bewegung des Zapfens 38' bewirkt eine Schwenkbewegung des Winkelhebels 102 entgegen dem Uhrzeigersinn,
wobei das Ende 102b gegen die Zeitverzögerungs-Schaltstange
72' getrieben wird, um die Gabeln 54' aller Pole auszulösen.
Die Auslösung der Gabeln 54' hat zur Folge, daß die entsprechenden Kniegelenke 57' zusammenknicken und alle Pole
geöffnet werden. Es wird bemerkt, daß der Kontaktarm des überlasteten Pols sich zunächst in die weit geöffnete Stellung
öffnet und dann, beim Zusammenknicken seines Kniegelenks, in die normale offene Stellung zurückkehrt. Die Zeitspanne, in
der sich der Pol in der "weit" geöffneten Stellung befindet, kann zum Teil durch die Einstellung des Endes 102a des Winkelhebels
bestimmt werden. Das Zusammenknicken des Kniegelenks 57' des überlasteten Pols bringt den Pol selbsttätig in
einen Zustand, in dem er normal schließt, indem die Betätigungsfedern 100 den Lagerzapfen 38' wie im Ausführungsbeispiel
der Figuren 1 und 2 über die Verriegelungsflächen 84a anheben. Wenn der Winkelhebel 102 weggelassen wird, reicht der "Durchlaßstrom",
der über das Bimetall 24' des überlasteten Pols während des Unterbrechungsvorganges fließt, normalerweise aus,
um das Bimetall 24' zum Schaltpunkt hin auszulenken, wobei
die Kniegelenke 57* zusammengeknickt und alle Pole geöffnet werden.
Es wird nun auf Fig. 5 Bezug genommen, in der eine Verriegelungskonstruktion
dargestellt ist, die in den Ausführungsbeispielen
der Figuren 1 bis 4 anwendbar ist und auf elektrodynamische Kräfte anspricht, welche zwischen dem Kontaktarm 20
und dem Rückstromleiter 15 erzeugt werden. Wenn große Überlastungsströme durch den Kontaktarm und Leiter fließen, wird
eine große Kraft erzeugt, die das Bestreben hat, den Arm vom Leiter abzuheben. Der Arm ist mit dem Kniegelenk schwenkbar
verbunden und über die Kontaktdruck-Federn mit dem Kontaktarm-
9 0 9 8 8 6/1165 . ~
OA ORIGINAL
träger. Wenn der Arm hochsteigt, erreicht er eine Grenzstellung
im Träger 32 aufgrund eines Anschlags oder wenn die Windüngen
der Feder 34 so in Berührung kämmen, daß die Feder
steif oder "massiv" wird. Hierauf wird die im Arm 20 erzeugte
elektrodynamische Kraft in einen nach unten gerichteten Druck der Zapfen 38rt gegen die Verriegelungsfläche 84a" umgewandelt.
Diese Verriegelungsfläche tangiert nicht mit einem Bogen um
ihre Lagestelle 40", sondern hat einen Abstoßwinkel. Eine Kraftkomponente der Zapfen 38" sucht die Verriegelung 40" aus
der Freigabebahn des Zapfens herauszudrehen. \'Ienn diese Kraftkomponente
die Kräfte überschreitet, die auf die Reibung und auf die Rückstellfeder 86" zurückgehen, werden die Zapfen
freigegeben, so daß sich der Arm in die "weite" geöffnete Stellung bewegen kann. Wenn die Verriegelung der Fig. 5 beim
Ausführungsbeispiel der Figuren 3 und 4 angewendet wird, können die Verriegelungsarme 84 für eine gemeinsame Bewegung
passend miteinander verbunden werden oder es kann vorzugsweise die gemeinsame Freigabe aller Pole von den Winkelhebeln 102
abhängig gemacht werden. Diese Verriegelungskonstruktion kann auch bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 und 2 angewendet
werden. Das magnetische Joch und die zugeordneten Anker der Figuren 1 bis 4 können weggelassen werden, wenn die Verriegelung
mit einem.Abstoßwinkel versehen wird, oder es können Verriegelungen mit Abstoßwinkel zusammen mit den Ankern benutzt
werden. Der Abstoßwinkel versetzt die Verriegelung in die lage, auf die elektrodynamische Kraft des Kontaktarmes anzusprechen,
die unter schädlichen Überstromzuständen erzeugt wird, und er begünstigt eine schnellere Auslösung unter solchen Zuständen.
Wenngleich die Ausführungsbeispiele der Erfindung sich auf mehr
polige Stromunterbrecher beziehen, so ist es doch für den einschlägigen Fachmann erkennbar, daß die Erfindung auch auf einpolige
Stromunterbrecher anwendbar ist.
9 0 9 8 8 6/1165
Claims (7)
- Patentansprüche\j Stromunterbrecher mit einem langgestreckten Kontaktarm, der an einem Ende ein bewegbares Kontaktstück trägt» das in Anlage mit einem Gegenkontaktstück kommt, wenn der Stromunterbrecher geschlossen wird, wobei das andere Ende des Kontaktarms eine-Schwenklagervorrichtung aufweist, ferner mit einem Kniegelenk, das durch einen Lagerzapfen mit dem langgestreckten Kontaktarm zwischen seinen Enden verbunden ist und den Kontaktarm zwischen Stellungen bewegt, in denen der Stromkreis geschlossen bzw. geöffnetrist und mit-einer Vorrichtung, die den Kontaktarm für■eine.öffnungsbewegung um den Iagerzapfen des Kniegelenks herum vorspannt, da .d,:h r.c h -. ■ " gekennzeichnet, daß eine Momentan-Auslösevorrichtung (40,82, 84, 78, 8o) das schwenkbar abgestützte entgegengesetzte Ende (38) des Kontaktarms (20) in Abhängigkeit von plötzlichen hohen Überstrom-Zuständen auslöst und daß eine zusätzliche Überstrom-Auslösevorrichtung (24, 76, 72) das Kniegelenk (57) zusammenknicken läßt und eine öffnung der Kontaktstücke (16, 18) unter anderen Überstromzuständen verursacht.
- 2. Stromunterbrecher nach Anspruch 1, d ad u r c h gekennzeichnet , daß ein Rückstrompfäd (15) neben dem Kontaktarm (20) vorgesehen ist, der eine elektrodynamische Reaktion zwischen den in dem Kontaktarm (20) fließenden Strom und dem Strom in dem Rückstrompfad (15) erzeugt, um eine ergänzende Kontaktöffnungskraft zum öffnen des Kontaktarmes zu erzeugen, nachdem der Kontaktarm .durch plötzliche hohe Überstromzustände ausgelöst worden ist·•
- 3. Stromunterbrecher nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Momentan-Auslösevorrichtung (40, 82 , 84, 78, 80) ausschließlich auf hohe Werte elektrodynamischer Reaktionskräfte infolge des Stromes anspricht, der in dem Kontaktarm (20) und in dem Rückstrompfad (15) fließt, so daß die Momentan-Auslösevorrichtung das andere Ende (38) des Konxaktarms (20) in seiner abgestützten Stellung bei allen niedrigeren Stromwerten hält.909886/1
- 4. Stromunterbrecher nach den Ansprüchen 1, 2 oder 3,
dadurch 'gekennzeichnet, daß das bewegbare Kontaktstück (18) eine viel größere Öffnungsbewegung ausführt, wenn die Momentan-Auslösevorrichtung (40, 82, 84, 78,^.80) arbeitet ,als in anderen Öffnungs vorgängen. . - 5. Stromunterbrecher nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Überstrom-Auslösevorrichtung (24, 76, 72) eine umgekehrte Zeit-Strom-Charakteristik aufweist. - 6. Stromunterbrecher nach einem der Ansprüche 1 bis 5, ,"
dadurch gekennzeichnet, daß er eine Vielzahl von Kontaktarmen (2O0 enthält, die eine Vielzahl von Polen bilden, daß jeder Kontaktarm (20') ein entsprechendes Kniegelenk (57') aufweist, und daß ein gemeinsamer.Handgriff (98) die Kniegelenke für eine gemeinsame manuelle Betätigung verbindet und jeder Kontaktarm getrennte Momentan-Überlast-Auslösevorrichtungen enthält. - 7. Stromunterbrecher nach Anspruch 6,gekennzeichnet durch eine Vorrichtung mit einer Schaltstange (72')> die das Zusammenknicken der
Kniegelenke (57*) steuert, um die Kontaktarme (20·) normalerweise in ihrer geschlossenen Lage zu halten, und durch eine Kupplungsvorrichtung (102) zwischen der Schaltstange (72·) und jedem Kontaktarm (20'), die auf die Auslösung einer der Kontaktarme durch 'die Momentan-Auslösevorrichtung anspricht, um die Schaltstange in eine Kniegelenk-Knickst ellung zu bewegen, wodurch alle anderen Pole des Stromunterbrechers geöffnet werden.Pu/Gu·909886/1166
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US74951768A | 1968-08-01 | 1968-08-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1938929A1 true DE1938929A1 (de) | 1970-02-05 |
Family
ID=25014070
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691938929 Pending DE1938929A1 (de) | 1968-08-01 | 1969-07-31 | Stromunterbrecher |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3500266A (de) |
| DE (1) | DE1938929A1 (de) |
| FR (1) | FR2014847A1 (de) |
| GB (1) | GB1278058A (de) |
Families Citing this family (10)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS5942935B2 (ja) * | 1978-07-05 | 1984-10-18 | 富士電機株式会社 | 回路しゃ断器 |
| US4464642A (en) * | 1981-03-12 | 1984-08-07 | Mitsubishi Denki Kabushiki Kaisha | Circuit breaker |
| FR2574987B1 (fr) * | 1984-12-13 | 1987-04-24 | Telemecanique Electrique | Appareil interrupteur de protection |
| JPH0727750B2 (ja) * | 1984-12-26 | 1995-03-29 | 株式会社日立製作所 | 回路しや断器 |
| US4649242A (en) * | 1985-09-24 | 1987-03-10 | Siemens Energy & Automation, Inc. | Stationary contact assembly for a current limiting circuit breaker |
| EP2298852A3 (de) * | 2003-12-12 | 2012-04-25 | CoalTek, Inc. | Methodik für Trockenverfahren vor dem Verbrennen und Systeme zur Verbesserung der Eigenschaften von festen Brennstoffen |
| US8585786B2 (en) * | 2006-03-31 | 2013-11-19 | Coaltek, Inc. | Methods and systems for briquetting solid fuel |
| US8585788B2 (en) * | 2006-03-31 | 2013-11-19 | Coaltek, Inc. | Methods and systems for processing solid fuel |
| US7968813B2 (en) | 2006-11-10 | 2011-06-28 | Siemens Industry, Inc. | Switching device contact arm and armature plate |
| US8487721B2 (en) | 2011-01-06 | 2013-07-16 | General Electric Company | Circuit interruption device and method of assembly |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3127488A (en) * | 1960-07-18 | 1964-03-31 | Ite Circuit Breaker Ltd | Current limiting circuit breaker having both contacts movable |
| US3192344A (en) * | 1961-08-28 | 1965-06-29 | Fed Pacific Electric Co | High interrupting capacity circuit breakers with electrodynamic latch release |
| US3343108A (en) * | 1965-12-10 | 1967-09-19 | Terasaki Denki Sangyo Kk | High speed circuit interrupter using magnetic blowoff and means for decreasing the inertial effects during interruption |
-
1968
- 1968-08-01 US US749517A patent/US3500266A/en not_active Expired - Lifetime
-
1969
- 1969-07-23 FR FR6925690A patent/FR2014847A1/fr not_active Withdrawn
- 1969-07-31 DE DE19691938929 patent/DE1938929A1/de active Pending
- 1969-08-01 GB GB38769/69A patent/GB1278058A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3500266A (en) | 1970-03-10 |
| FR2014847A1 (de) | 1970-04-24 |
| GB1278058A (en) | 1972-06-14 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69016111T2 (de) | Begrenzungsschalter mit einer elektromagnetischen Vorrichtung zur Verzögerung des Zurückfallens des Kontaktes. | |
| DE69402597T2 (de) | Mehrpoliger Strombegrenzungsschalter mit elektrodynamischer Abstossung | |
| DE3411275C2 (de) | ||
| DE3688033T2 (de) | Ausschalter mit klinke. | |
| DE2808602A1 (de) | Schaltvorrichtung mit antiprellverklinkung | |
| DE3411276C2 (de) | ||
| CH647618A5 (de) | Strombegrenzender ueberstromselbstschalter. | |
| CH647356A5 (de) | Strombegrenzender ueberstromselbstschalter. | |
| DE69833465T2 (de) | Schutzschalter mit Bogenbeschleunigungskammer und Kontaktarmaufnahme | |
| DE3524827C2 (de) | ||
| DE1638154C3 (de) | Selbstschalter | |
| DE2132738B1 (de) | Ein- oder mehrpoliger UEberstromschalter mit thermischer und/oder elektromagnetischer Ausloesung | |
| DE1638114C3 (de) | Strombegrenzungsschalter | |
| DE3411273C2 (de) | Leistungsschalter | |
| DE2632901A1 (de) | Motoranlasser | |
| DE3323474C2 (de) | Stromkreisunterbrecher | |
| DE3607052A1 (de) | Elektrisches schaltgeraet | |
| DE3105774C2 (de) | ||
| DE69931226T2 (de) | Auslösevorrichtung für Schutzschalter | |
| DE1933576C2 (de) | Strombegrenzungsschalter | |
| DE1938929A1 (de) | Stromunterbrecher | |
| DE3325132A1 (de) | Mehrpoliger lastschalter | |
| EP3146555B1 (de) | Schaltgerät | |
| DE69014741T2 (de) | Betätigungsmechanismus für elektrischen Schalter. | |
| DE2519092C2 (de) | Selbstschalter mit thermischer und magnetischer Auslösung |