DE19740422A1 - Strombegrenzender Niederspannungs-Leistungsschalter - Google Patents
Strombegrenzender Niederspannungs-LeistungsschalterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen strombegrenzenden
Niederspannungs-Leistungsschalter mit einem durch ein
Schaltschloß verklinkbaren Kontaktsystem, das pro Phase
mindestens ein bewegbares und ein festes Kontaktelement
aufweist, dessen bewegliches Kontaktelement bei auftretenden
hohen Strömen, zum Beispiel bei Kurzschlüssen, infolge
elektrodynamischer Kräfte entgegen der Wirkung einer
Kontaktkraftfeder abhebt.
Bei strombegrenzenden Niederspannungs-Leistungsschaltern
werden extrem kurze Auslösezeiten von wenigen Millisekunden
angestrebt. Die normalen Auslösezeiten bei Leistungsschaltern
sind länger, denn beim klassischen Aufbau eines dynamisch
festen, oder selektiv staffelbaren Leistungsschalters ist das
Kontaktsystem in sich völlig starr. Die Kontakte bleiben
geschlossen, bis sie an anderer Stelle freigegeben werden.
Der Auslösemagnet muß zum Ansprechen gebracht werden, was
eine verhältnismäßig lange Zeit in Anspruch nimmt und es muß
dazu eine komplette Schaltmechanik freigegeben werden, in der
eine relativ große Anzahl von Teilen bewegt werden muß.
Daraus resultiert aber auch, daß der Schalter bezüglich der
Stromführungsfähigkeit die hohe Belastung aushalten muß und
nicht vorher durch Überhitzung beschädigt oder zerstört wird.
Das kann dadurch umgangen werden, daß die elektrodynamischen
Stromkräfte selbst zur Kontaktöffnung ausgenutzt werden.
Dafür gibt es eine Reihe unterschiedlicher Prinzipien. Eines
besteht darin, zu bewirken, daß die abhebenden Kontaktkräfte
bei hohen Strömen zur Wirkung kommen können, bevor eine
normale mechanische Verklinkung im Schalterantrieb frei
gegeben wird. Das beruht darauf, daß jeder stumpf aufeinander
treffende Kontakt durch die Stromengekräfte eine abstoßende
Wirkung erfährt und wenn die Kontakte nicht durch Fremdkräfte
zusammengehalten werden, heben sie bei einer bestimmten
Stromstärke ab. Der auftretende Schaltlichtbogen wirkt dabei
als strombegrenzender Widerstand. Mit dem Öffnen der Kontakte
muß dann auch der Schaltmechanismus in die Ausschaltstellung
gebracht und der Kontaktträger mit dem Schaltmechanismus
wieder verriegelt werden.
Die FR-PS 721 451 beschreibt einen Gleichspannungs-
Schnellschalter, bei dem die Stromkräfte durch einen vom
Kontaktsystem getrennten, bei einer Stromerhöhung
ansprechenden elektromechanischen Wandler erzeugt werden.
Durch die AT-PS 250 479 ist ein strombegrenzender Schalter
bekannt geworden, dessen beweglicher Schalthebel in der
Einschaltstellung durch eine Verklinkung gehalten ist, die
sowohl mittels einer durch elektrodynamische Kräfte her
vorgerufenen Bewegung des beweglichen Schalthebels als auch
durch einen elektromagnetischen Überstromauslöser lösbar ist.
Die Übertragung der Auslösebewegung des Überstromauslösers
auf die Verklinkungsstelle geschieht dabei durch mehrere
Zwischenglieder.
In der DE-PS 18 01 071 ist ein Niederspannungs-Leistungs
schalter mit einer schleifenförmigen Strombahn, die
auseinandertreibende kontaktöffnende Kräfte erzeugt,
dargestellt, bei dem durch die, bei besonders hohen
Überströmen auftretenden, elektrodynamischen Kräfte im
Kontaktsystem der Schalthebel entgegen der Kraft einer Feder
bewegt wird. Am bewegbaren Kontakthebel ist eine Stange
vorgesehen, die sich mit einer Rolle an einem Sperrglied
abstützt. Durch dieses Sperrglied, das seinerseits gegen
Federkraft verschiebbar ist und eine Rolle wird ein
Klinkenhebel verschoben und freigegeben, wodurch der
Schalthebel in die Ausschaltlage gebracht werden kann.
Eine andere Möglichkeit zur schnellen Kontaktöffnung auf
Grund von Stromkräften ist in der DE-OS 14 63 312
beschrieben. Hier wird der durch einen auftretenden hohen
Strom aufgeschleuderte, in einem fliegenden Drehpunkt
gelagerte Kontakt durch eine Verklinkungsmechanik in der
geöffneten Stellung festgehalten und über einen Hebel
mechanismus die normale Kraftspeicher-Auslösewelle betätigt,
wodurch der Schalter in seine endgültige Ausschaltlage
gebracht wird.
Die DE-OS 15 13 341 beschreibt einen weiteren derartigen
Leistungsschalter, bei dem bei einem hohen Kurzschlußstrom
infolge der elektrodynamischen Kräfte eine abstoßende Wirkung
zwischen den beiden Kontaktelementen zustande kommt. Dabei
löst sich beim Schwenken des Kontaktträgers mit dem
bewegbaren Kontakt in einer Verriegelungseinrichtung die
Verriegelung des Kontaktträgers mit dem Schaltmechanismus und
ein Traghebel wird gedreht. Über zwei weitere, als Doppel
hebel wirkende Hebel, wird die Auslösewelle gedreht, die eine
Entklinkung des Schaltschlosses bewirkt.
Eine andere Lösung zur strombegrenzenden Abschaltung zeigt
die DT-PS 14 63 311. Bei dieser Bauart ist das bewegliche
Kontaktstück auf einem schwenkbaren Hebel gelenkig gelagert.
Im Kurzschlußfall wird durch die Bewegung des beweglichen
Kontaktstücks infolge elektromechanischer Kräfte eine
Kontaktstücksperre gelöst, so daß die Kontaktfeder entspannt
und das bewegliche Kontaktstück in die Aus-Stellung
geschleudert wird.
Die DE-OS 25 11 948 beschreibt einen Schalter, bei dem durch
eine elektrodynamische Öffnungsbewegung des beweglichen
Kontaktstücks sofort nach der Kontaktöffnung und bei
ansteigender Kontaktfederkraft eine Hebelanordnung zur
direkten Entklinkung des Schaltschlosses betätigt wird. Dazu
ist das bewegliche Kontaktstück auf einem Träger drehbar
gelagert und in der Einschaltstellung von einer sich am
Träger abstützenden Kontaktkraftfeder gegen das Fest
kontaktstück gepreßt. Der Träger ist an einem ortsfesten
Drehpunkt gelagert und im Einschaltzustand vom Schaltschloß
starr verriegelt. Die Öffnungsbewegung des beweglichen
Kontaktstücks zur Entriegelung des Trägers wird über eine
Hebelanordnung auf das Schaltschloß und auf die Verriegelung
des Trägers geleitet.
Alle vorgenannten Schalter haben gemeinsam den Nachteil, daß
für die Realisierung der Strombegrenzung eine Vielzahl zu
bewegender Teile, teilweise auch nur für die Strombegrenzung
zusätzlich erforderliche Bauelemente, vorhanden sind. Das ist
mit hohem mechanischen und fertigungstechnischen Aufwand
verbunden.
Die Aufgabe der Erfindung besteht folglich darin, einen
strombegrenzenden Niederspannungs-Leistungsschalter
vorzuschlagen, der ohne wesentlichen konstruktiven und
fertigungstechnischen Aufwand aus einem normalen serien
mäßigen Schalter abgeleitet werden kann, ohne daß an diesem
wesentliche Veränderungen vorgenommen werden müssen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß als
Verbindung zwischen dem bewegbaren Kontakthebelträger und der
Schaltwelle eine Knickhebelverbindung vorgesehen ist, die
durch miteinander gelenkig verbundene Teillaschen gebildet
ist, die durch eine Feder derart beaufschlagt sind, daß sie
eine gestreckte Lage einnehmen. Der bewegbare Kontakthebel
träger ist dabei nicht, wie bisher üblich, starr, sondern
durch ein, vorzugsweise durch eine Welle gebildetes, Schwenk
lager mit seinen Stützhebeln verbunden, so daß er eine
Schwenkbewegung ausführen kann. Er besitzt eine Tasche, die
zur Aufnahme und Verbindung der am bewegbaren Kontakthebel
träger angelenkten Teillasche der Knickhebelverbindung mit
dem bewegbaren Kontakthebelträger mittels eines Koppelbolzens
dient und eine, durch eine Kante der Tasche gebildete
Anschlagfläche, zur Einwirkung des Kontakthebelträgers durch
seine Schwenkbewegung auf eine der Teillaschen. Dadurch
werden die Teillaschen aus ihrer Strecklage ausgelenkt und
die zunächst starre Knickhebelverbindung eingeknickt. Der
bewegbare Kontakthebelträger ist weiterhin im Bereich der bei
normalen Schaltern durch ihn hindurchtretenden Kontakt
hebelwelle mit Aussparungen versehen, die so ausgebildet
sind, daß seine Schwenkbewegung nicht durch diese Kontakt
hebelwelle behindert wird.
Die Knickhebelverbindung besteht vorteilhaft aus drei
Teillaschen, von denen die erste mittels eines Koppelbolzens
in der Tasche des Kontakthebelträgers, deren obere Fläche die
Anschlagfläche bildet, gelenkig gelagert ist. Über ein
Mittelgelenk, das durch einen Gelenkbolzen gebildet ist, sind
zwei parallele zweite Teillaschen angelenkt, die an ihrer
entgegengesetzten Seite am Schaltwellenhebel gelenkig ge
lagert sind. Auf dem Gelenkbolzen ist eine Drehfeder ange
ordnet, deren Schenkel die erste und die zweiten Teillaschen
so beaufschlagen, daß die in der Tasche des bewegbaren
Kontaktträgers befindliche Teillasche gegen die Anschlag
fläche in der Tasche des Kontakthebelträgers gedrückt wird,
wodurch die am anderen Ende am Schaltwellenhebel befestigten
Teillaschen eine gestreckte Lage zueinander einnehmen, die
einer starren Verbindung zwischen dem Kontakthebelträger und
der Schaltwelle gleichkommt. Die Knickhebelverbindung kann
selbstverständlich auch umgekehrt angeordnet sein, so daß die
Doppelteillasche in der Tasche des bewegbaren Kontaktträgers
an diesem angelenkt ist.
Die Welle des Schwenklagers des bewegbaren Kontaktträgers ist
zweckmäßig so positioniert, daß ihre Achse auf einem Kreis
bogen um die Achse der Welle des Stützhebels durch die
Kontakthebelwelle angeordnet ist. Sie kann sich aber auch
außerhalb oder innerhalb dieses Kreisbogens befinden.
Beim Einwirken elektrodynamischer Kräfte auf die bewegbaren
Kontakthebel, werden diese gegen den schwenkbaren Kontakt
hebelträger gedrückt und verursachen eine Schwenkbewegung
desselben. Dadurch wirkt der Kontakthebelträger mittels
seiner Anschlagfläche auf die Knickhebelverbindung entgegen
der Beaufschlagung durch die Feder ein. Wenn die auf die
Kontakthebel wirkenden und von diesen auf den Kontakt
hebelträger übertragenen elektrodynamischen Öffnungskräfte
die Kraft der Feder überwinden, knickt die Knickhebel
verbindung ein und die Kontakte des Schalters können sich
öffnen. Der in dieser nicht stabilen Phase des Abschalt
vorganges auftretende Abschaltlichtbogen zwischen den
bewegbaren Kontakthebeln und den feststehenden Gegenkontakten
wirkt dabei als strombegrenzender Widerstand. Wenn im
weiteren Verlauf des Abschaltvorganges der elektromagnetische
Schnellauslöser den Schalter endgültig abschaltet, wird durch
die sich drehende Schaltwelle und ihren Schaltwellenhebel
die Knickhebelverbindung wieder in die gestreckte Lage
gebracht, in der sie nun durch die Feder fixiert wird, was
wieder dem quasistarren Zustand entspricht. Damit ist der
Schalter wieder einschaltbereit.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von in den Figuren
dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispielen näher
erläutert.
Die Fig. 1 zeigt schematisch einen Pol eines mehrpoligen
strombegrenzenden Niederspannungs-Leistungsschalters mit der
erfindungsgemäßen Lösung im eingeschalteten Zustand.
Die Fig. 2 zeigt die Anordnung gemäß der Fig. 1 in der
Übergangsphase der strombegrenzenden Abschaltung, mit einer
durch gestrichelte Linien angedeuteten endgültigen Ausschalt
stellung des Systems.
Die Fig. 3 zeigt schematisch einen Kontakthebelträger gemäß
der vorliegenden Erfindung in perspektivischer Ansicht.
Die Fig. 4 zeigt die Ansicht X aus der Fig. 3.
Die Fig. 5 zeigt eine mögliche Ausführungsform der
Knickhebelverbindung.
In der Fig. 1 ist schematisch ein Pol eines mehrpoligen
strombegrenzenden Niederspannungs-Leistungsschalters mit der
erfindungsgemäßen Lösung im eingeschalteten Zustand dar
gestellt, wobei aus Gründen einer besseren Übersicht und
Verständlichkeit konstruktive Details, die nicht
erfindungswesentlich sind, weggelassen wurden. Als Verbindung
zwischen dem bewegbaren Kontakthebelträger eines
Niederspannungs-Leistungsschalters und dessen Schaltwelle
dient normalerweise eine starre Lasche. Dadurch ist das
Kontaktsystem in sich völlig starr und die Kontakte bleiben
geschlossen, bis sie an anderer Stelle freigegeben werden.
Das bedeutet, daß der Auslösemagnet zum Ansprechen gebracht
werden muß, wodurch die komplette Schaltmechanik freigegeben
wird, in der eine relativ große Anzahl von Teilen bewegt
werden muß, was eine verhältnismäßig lange Zeit in Anspruch
nimmt. Erfindungsgemäß ist deshalb diese Verbindung als
Knickhebelverbindung 1 ausgebildet. Dies geschieht durch
miteinander gelenkig verbundene Teillaschen 2 und 3, die
durch eine nur schematisch als Funktionselement dargestellte
Feder 4 in Richtung des Pfeils 23 derart beaufschlagt sind,
daß sie eine gestreckte Lage einnehmen. Der teilweise in
einer Schnittdarstellung gezeigte Kontakthebelträger 5 ist
nicht, wie bisher üblich, starr, sondern durch ein, durch
eine Welle 6 gebildetes Schwenklager mit seinen Stützhebeln 7
verbunden, so daß er eine Schwenkbewegung ausführen kann. Er
weist eine Anschlagfläche 8 auf, die durch eine Schwenk
bewegung des Kontakthebelträgers 5 zur Einwirkung auf die
erste Teillasche 2 gebracht wird. Dadurch werden die Teil
laschen 2 und 3 aus ihrer Strecklage ausgelenkt und das
zunächst starre Hebelsystem eingeknickt. Diese nicht stabile
Phase des Abschaltvorganges ist in der Fig. 2 dargestellt.
Im Kontakthebelträger 5 sind, wie in den Fig. 3 und 4
dargestellt, Aussparungen 24 vorgesehen, damit die an
dieser Stelle normalerweise durch diesen hindurchtretende
Kontakthebelwelle 25 seine Schwenkbewegung nicht behindert.
Die Fig. 5 zeigt eine mögliche Ausführungsform der Knick
hebelverbindung. Diese besteht vorteilhaft aus drei Teil
laschen, von denen die erste Teillasche 2 mittels eines
Koppelbolzens 16 in einer Tasche 17 des Kontakthebelträgers
5, deren obere Fläche die Anschlagfläche 8 bildet, gelenkig
gelagert ist. Über ein Mittelgelenk 18, das durch einen
Gelenkbolzen 19 gebildet ist, sind zwei parallele zweite
Teillaschen 3 und 3a angelenkt, die an ihrer entgegen
gesetzten Seite am Schaltwellenhebel 20 mittels eines
Verbindungsbolzens 21 gelenkig gelagert sind. Auf dem
Gelenkbolzen 19 ist die Drehfeder 22 angeordnet, deren
Schenkel 22a und 22b die erste und die zweiten Teillaschen 2;
3 und 3a so beaufschlagen, daß sie gegen die Anschlagfläche 8
in der Tasche 17 des Kontakthebelträgers 5 gedrückt werden,
wodurch sie eine gestreckte Lage zueinander einnehmen, die
einer starren Verbindung zwischen dem Kontakthebelträger und
der Schaltwelle gleichkommt.
Wenn nun eine Öffnungskraft auf das System wirkt, indem
elektrodynamische Kräfte auf die Kontakthebel 9 einwirken,
werden diese gegen die Auflagefläche 10 des Kontakthebel
trägers 5 gedrückt und verursachen, zusätzlich mittels ihrer
Kontaktkraftfedern 11, eine Schwenkbewegung desselben, wie es
durch den Pfeil 12 in der Fig. 2 angedeutet ist. Dadurch
bewirkt der Kontakthebelträger 5 mittels seiner Anschlag
fläche 8 eine Knickwirkung auf die aus den Teillaschen 2 und
3 bestehende Knickhebelverbindung 1. Wenn die auf die
Kontakthebel 9 wirkende und von diesen auf den Kontakthebel
träger 5 übertragene elektrodynamische Öffnungskraft die
Kraft der Feder 4 überwindet, knickt die Knickhebelverbindung
1 ein und die Kontakte des Schalters können sich öffnen. Der
in dieser nicht stabilen Phase des Abschaltvorganges auf
tretende Abschaltlichtbogen 14 zwischen den bewegbaren
Kontakthebeln 9 und dem festen Gegenkontakt 13 wirkt dabei
als strombegrenzender Widerstand. Wenn im weiteren Verlauf
des Abschaltvorganges der elektromagnetische Schnellauslöser
den Schalter endgültig abschaltet, wird durch die sich
drehende Schaltwelle 15 und ihren Schaltwellenhebel 20 die
Knickhebelverbindung 1 wieder in die gestreckte Lage
gebracht, in der sie nun durch die Feder 4 fixiert wird und
der Schalter ist wieder einschaltbereit. Dieser Zustand ist
in der Fig. 2 mittels gestrichelter Linien angedeutet.
Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, daß ihre
Verwirklichung überwiegend mit vorhandenen Elementen möglich
ist und ein vergleichsweise geringer Gestaltungsaufwand
erforderlich ist. Es werden keine grundsätzlich neuen
Schalterteile benötigt, sondern nur abgewandelte Elemente in
Form der Teillaschen. Es ist deshalb möglich, mit dem
gleichen Grundschalter je eine Baureihe für strombegrenzende
und selektiv staffelbare Schalter zu realisieren.
Claims (6)
1. Strombegrenzender Niederspannungs-Leistungsschalter mit
einem durch ein Schaltschloß verklinkbaren Kontaktsystem,
das pro Phase mindestens ein bewegbares und ein festes
Kontaktelement aufweist, dessen bewegliches Kontaktelement
bei auftretenden hohen Strömen infolge elektrodynamischer
Kräfte entgegen der Wirkung einer Kontaktkraftfeder abhebt,
dadurch gekennzeichnet, daß als
Verbindung zwischen dem bewegbaren Kontakthebelträger (5) und
der Schaltwelle (15) des Schalters eine Knickhebelverbindung
(1) vorgesehen ist, die durch miteinander gelenkig verbundene
Teillaschen (2; 3; 3a) gebildet ist, die durch eine Feder (4)
zur Einnahme einer gestreckten Lage beaufschlagt sind, daß
der Kontakthebelträger (5) durch ein Schwenklager (6) mit
seinem Stützhebel (7) verbunden ist, daß der bewegbare
Kontakthebelträger (5) eine Anschlagfläche (8) zur Einwirkung
auf eine der Teillaschen (2) durch eine Schwenkbewegung des
Kontakthebelträgers (5) aufweist, derart, daß die Teillaschen
(2; 3; 3a) durch diese Anschlagfläche (8) aus ihrer Streck
lage auslenkbar sind und daß der bewegbare Kontakthebelträger
(5) im Bereich der bei normalen Schaltern durch ihn
hindurchtretenden Kontakthebelwelle (25), zur Vermeidung
einer Behinderung seiner Schwenkbewegung durch diese
Kontakthebelwelle (25), mit einer Aussparung (24) versehen
ist.
2. Strombegrenzender Niederspannungs-Leistungsschalter nach
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der
bewegbare Kontakthebelträger (5) eine Tasche (17) zur
Aufnahme und Verbindung der an ihm angelenkten Teillasche (2)
der Knickhebelverbindung (1) mit dem bewegbaren Kontakthebel
träger (5) mittels eines Koppelbolzens (16) aufweist, wobei
eine Kante der Tasche (17) die Anschlagfläche (8) zur
Einwirkung des Kontakthebelträgers (5) durch seine Schwenk
bewegung auf eine der Teillaschen (2) bildet.
3. Strombegrenzender Niederspannungs-Leistungsschalter nach
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Knickhebelverbindung (1) aus drei Teillaschen (2; 3; 3a)
besteht, von denen die erste Teillasche (2) auf einer Seite
mittels eines Koppelbolzens (16) in einer Tasche (17) des
Kontakthebelträgers (5), deren obere Fläche die Anschlag
fläche (8) bildet, gelenkig gelagert ist und auf ihrer
anderen Seite über ein Mittelgelenk (18), das durch einen
Gelenkbolzen (19) gebildet ist, an zwei parallelen zweiten
Teillaschen (3; 3a) angelenkt ist, die an ihrer entgegen
gesetzten Seite am Schaltwellenhebel (20) gelenkig gelagert
sind, wobei auf dem Gelenkbolzen (19) eine Drehfeder (22)
angeordnet ist, durch deren Schenkel (22a; 22b) die
Teillaschen (2; 3; 3a) zum Bewirken einer gestreckten Lage
der Teillaschen (2; 3; 3a) zueinander, so beaufschlagt sind,
daß die in der Tasche (17) des bewegbaren Kontakthebelträgers
(5) befindliche Teillasche (2), bei am anderen Ende am
Schaltwellenhebel (20) befestigter Knickhebelverbindung (1),
gegen die Anschlagfläche (8) in der Tasche (17) des
Kontakthebelträgers (5) gedrückt ist.
4. Strombegrenzender Niederspannungs-Leistungsschalter nach
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Achse
der Welle (6) des Schwenklagers des bewegbaren Kontakthebel
trägers (5) auf einem Kreisbogen um die Achse der Welle des
Stützhebels (7) durch die Kontakthebelwelle (25) positioniert
ist.
5. Strombegrenzender Niederspannungs-Leistungsschalter nach
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Achse
der Welle (6) des Schwenklagers des bewegbaren Kontakthebel
trägers (5) innerhalb eines Kreisbogens um die Achse der
Welle des Stützhebels (7) durch die Kontakthebelwelle (25)
positioniert ist.
6. Strombegrenzender Niederspannungs-Leistungsschalter nach
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Achse
der Welle (6) des Schwenklagers des bewegbaren Kontakthebel
trägers (5) außerhalb eines Kreisbogens um die Achse der
Welle des Stützhebels (7) durch die Kontakthebelwelle (25)
positioniert ist.
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Publications (2)
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| DE19740422A1 true DE19740422A1 (de) | 1999-03-11 |
| DE19740422B4 DE19740422B4 (de) | 2005-10-06 |
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