DE19737144A1 - Kabel-Lenkvorrichtung - Google Patents
Kabel-LenkvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kabel-Lenkvorrichtung mit einem Drahtan
triebsmittel, das mit einem Lenkrad verbunden ist, und einem Drahtfolger
mittel, das mit einem Getriebe zum Lenken der Fahrzeugräder verbunden
ist. Das Drahtantriebsmittel und das Drahtfolgermittel sind durch Drähte
miteinander verbunden, so daß ein an das Lenkrad angelegtes Lenk
drehmoment durch die Drähte (Kabelzüge oder flexible Übertragungs
mittel) zu dem Getriebe übertragen wird.
Bei einer herkömmlichen Lenkvorrichtung für ein Fahrzeug ist eine Lenk
welle, die an ihrem Oberende ein Lenkrad aufweist, an ihrem Unterende
mit dem Getriebe verbunden, so daß das an das Lenkrad angelegte
Drehmoment durch die Lenkwelle zu einem Zahnstangen-Ritzelmecha
nismus übertragen wird, der in dem Getriebe angebracht ist.
Wenn jedoch das Lenkrad und das Getriebe unter Verwendung der
Lenkwelle miteinander verbunden sind, ist die Position des Lenkrads
relativ zur Position des Getriebes weitgehend unveränderlich und es
besteht wenig Freiheit bei der Wahl einer bevorzugten Position dieser
jeweiligen Elemente. Dies bringt das Problem mit sich, daß der Kon
struktionsfreiheitsgrad wesentlich eingeschränkt ist und ferner das
Getriebe nicht gemeinsam für ein rechtsgelenktes Fahrzeug und ein
linksgelenktes Fahrzeug verwendbar ist. Ein weiteres Problem ist darüber
hinaus, daß Vibrationen, die von der Straße auf den Reifen einwirken,
und die Vibration des Motors durch die Lenkwelle auf das Lenkrad
übertragen werden und daher der hörbare Schallpegel im Fahrzeuginnen
raum und der Fahrkomfort durch diese Vibration beeinträchtigt sind.
Daher wurde eine Kabel-Lenkvorrichtung vorgeschlagen, welche anstelle
der herkömmlichen Lenkwelle ein flexibles Übertragungsmittel wie etwa
einen Bowden-Zug u. dgl. verwendet (siehe japanische Patentanmeldung-Offenlegungsschrift
Nr. 8-2431).
Wenn man die Konstruktion der vorgeschlagenen Kabel-Lenkvorrichtung
verwendet, kann die Position des Lenkrads relativ zur Position des
Getriebes frei gewählt werden, und ferner wird die Vibration des Getrie
bes nicht ohne weiteres auf das Lenkrad übertragen. Hierdurch lassen
sich die oben beschriebenen Probleme lösen.
Bei der vorgeschlagenen Kabel-Lenkvorrichtung ist jedoch die Zugrich
tung des Drahts von der an der drehenden Welle des Lenkrads ange
brachten Rolle orthogonal zur drehenden Welle. Um zu vermeiden, daß
das Aussehen durch Freilage des Drahts zur Innenseite des Fahrzeugin
nenraums kurz vor dem Instrumentenbrett beeinträchtigt ist, muß man
dies beim Design in der Nähe des Lenkrads besonders berücksichtigen.
Die Erfindung erfolgte im Hinblick auf die obigen Umstände, und ein Ziel
der Erfindung ist es, das Verlegen der das Lenkrad mit dem Getriebe
verbindenden Drähte zu erleichtern, um das Aussehen um das Lenkrad
herum zu verbessern.
Erfindungsgemäß ist die Zugrichtung der Drähte von dem Drahtantriebs
mittel in Richtung von dem Lenkrad weg bezüglich einer zur drehenden
Welle des Lenkrads orthogonalen Ebene versetzt. Dies erleichtert das
Verlegen der Drähte, so daß sie vom Fahrzeuginnenraum her nicht sichtbar
sind, was das Aussehen um das Lenkrad herum verbessert.
Nach einer Ausführung der Erfindung stützen sich Zwischenabschnitte
der Drähte an einer Führungsrolle ab. Somit läßt sich die Zugrichtung der
Drähte stark versetzen, ohne die Betriebslast der Drähte zu erhöhen.
Nach einer anderen Ausführung der Erfindung ist das Drahtantriebsmittel
an einer Zwischenwelle angebracht, die mit der drehenden Welle des
Lenkrads durch einen Getriebemechanismus verbunden ist. Somit läßt
sich die Zugrichtung der Drähte stark versetzen, ohne die Betriebslast der
Drähte zu erhöhen. Ferner läßt sich das Übersetzungsverhältnis zwischen
dem Lenkrad und dem Drahtantriebsmittel durch den Getriebemecha
nismus auf jeden beliebigen Wert festlegen.
Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen unter Hinweis
auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, worin:
Fig. 1 zeigt perspektivisch die Gesamtanordnung einer Lenkvor
richtung für ein Fahrzeug;
Fig. 2 zeigt einen vergrößerten Schnitt entlang Linie 2-2 in Fig. 1;
Fig. 3 zeigt einen Schnitt entlang Linie 3-3 in Fig. 2;
Fig. 4 zeigt einen vergrößerten Schnitt entlang Linie 4-4 in Fig. 1;
Fig. 5 zeigt ähnlich Fig. 3 eine zweite Ausführung; und
Fig. 6 zeigt perspektivisch eine Lenkvorrichtung für ein Fahrzeug
nach einer dritten Ausführung.
Wie in Fig. 1 gezeigt, sind ein Antriebsrollengehäuse 2, das vor einem
Lenkrad 1 eines Fahrzeugs angebracht ist, und ein Folgerrollengehäuse 4,
das an einem Getriebegehäuse 3 angebracht ist, durch zwei Bowden-Züge
5 und 6 miteinander verbunden. Spurstangen 8 L und 8 R erstrecken
sich seitlich der Fahrzeugkarosserie durch Manschetten 7 L und 7 R, die an
entgegengesetzten Enden des Getriebes 3 angebracht sind, und sie sind
mit Achsschenkeln 9 L und 9 R verbunden, welche linke und rechte Räder
(nicht gezeigt) tragen.
Wie in den Fig. 2 und 3 gezeigt, ist eine Antriebsrolle 3 an einer
drehenden Welle 12 gesichert, die an zwei Lagern 10 und 11 in dem
Antriebsrollengehäuse 2 gehalten ist und sich zusammen mit dem Lenk
rad 1 dreht. Der Bowden-Zug 5 umfaßt ein Außenrohr 5o (Mantel) und
ein Innenkabel 5i (Seele), das verschiebbar in das Außenrohr 5o einge
setzt ist. Ähnlich umfaßt der Bowden-Zug 6 ein Außenrohr 6o und ein
Innenkabel 6i, das verschiebbar in das Außenrohr 6o eingesetzt ist.
Ein Ende der jeweiligen Innenkabel 5i und 6i (flexible Übertragungsmittel)
ist um eineinhalb Umdrehungen in entgegengesetzte Richtung um einen
Außenumfang der Antriebsrolle 13 herumgewickelt, während entspre
chende Enden der Außenrohre 5o und 6o durch zwei Kabeleinsetzbohrun
gen 21 und 22 verlaufen, die in dem Antriebsrollengehäuse 2 gebildet
sind, und Flanschabschnitte 51 und 61 aufweisen, die an einer Innen
fläche des Antriebsrollengehäuses 2 fixiert sind.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, wird der Bowden-Zug 5 von einem axialen
Mittelabschnitt der Antriebsrolle 13 abgezogen (der Bowden-Zug 6 wird
in ähnlicher Weise abgezogen) und erstreckt in Vorwärtsrichtung der
Fahrzeugkarosserie (in Richtung von dem Lenkrad 1 weg) mit einem
Neigungswinkel α relativ zu einer Ebene P, die zu einer Achse L der
drehenden Welle 12 orthogonal ist. Der Winkel α läßt sich auf jeden
beliebigen Wert einstellen, indem man die Kabeleinsetzbohrungen 21 und
22 in dem Antriebsrollengehäuse 2 relativ zur Ebene P in Vorwärtsrich
tung der Fahrzeugkarosserie versetzt. Eine in der Antriebsrolle 13 gebil
dete Nut hat eine derartige Querschnittsform, daß sie relativ zur Ebene P
geneigt ist, um eine Störung mit den Innenkabeln 5i und 6i zu vermeiden,
die in den geneigten Ebenen bzw. Richtungen gezogen werden.
Wie in Fig. 4 gezeigt, ist das Getriebegehäuse 3 in eine linke Motorauf
nahmekammer 18 und eine rechte Zahnstangen-Ritzelaufnahmekammer
19 unterteilt und das Folgerrollengehäuse 4 ist an der Zahnstangen-Ritzelaufnahmekammer
19 gehalten. Eine drehende Welle 21, die mit der
in dem Folgerrollengehäuse 4 angebrachten Folgerrolle 20 einstückig ist,
erstreckt sich in die Zahnstangen-Ritzelaufnahmekammer 19, und an
dieser Verlängerung ist ein Ritzel 22 befestigt. Eine Lenkstange 23, die
an ihren entgegengesetzten Enden mit den Spurstangen 8L und 8R
verbunden ist, ist in dem Getriebegehäuse 3 seitlich verschiebbar gehal
ten, und das Ritzel 22 kämmt mit einer Zahnstange 4, die an der Lenk
stange 3 ausgebildet ist.
Die anderen Enden der Innenkabel 5i und 6i der zwei Bowden-Züge 5 und
6 sind um einen Außenumfang der Folgerrolle 20 herumgewickelt und
dort fixiert, und die entsprechenden Enden der Außenrohre 5o und 6o
sind an einer geeigneten Stelle des Folgerrollengehäuses 4 befestigt.
Ein Servolenkmotor 25 ist in der Motoraufnahmekammer 18 in dem
Getriebegehäuse 3 untergebracht. Der Servolenkmotor 25 enthält einen
Stator 26, der an einer Innenumfangsfläche der Motoraufnahmekammer
18 gesichert ist, eine Motorausgangswelle 30, die an der Innenumfangs
fläche der Motoraufnahmekammer 18 durch drei Kugellager 27, 28, 29
drehbar gehalten ist und auf einen Außenumfang der Lenkstange 23
aufgesetzt ist, sowie einen Rotor 31, der an der Motorausgangswelle 30
gesichert ist und dem Stator 26 gegenüberliegt. Zwischen einer Innen
umfangsfläche der Motorausgangswelle 30 und einer Außenumfangs
fläche der Lenkstange 23 ist ein Kugelumlaufmechanismus 32 angeord
net, so daß durch Antrieb des Motors 25 zur Drehung der Motoraus
gangswelle 30 in entgegengesetzte Richtungen eine Hilfslenkkraft zum
seitlichen Hin- und Herbewegen der Lenkstange 23 erzeugt werden kann.
Nachfolgend wird der Betrieb dieser Ausführung mit der oben beschriebe
nen Anordnung erläutert.
Wenn beispielsweise das Lenkrad 1 nach rechts gedreht wird, um das
Fahrzeug nach rechts zu lenken, wird die drehende Welle 12 mit der
Antriebsrolle 13 gemäß Fig. 2 im Uhrzeigersinn gedreht. Infolgedessen
wird das Innenkabel 5i des Bowden-Zugs 5 gezogen, und das Innenkabel
6i des Bowden-Zugs 6 wird gelöst. Hierdurch wird die Drehung der
Antriebsrolle 13 zur Folgerrolle 20 übertragen, um die drehende Welle 21
zu drehen, so daß das Lenkdrehmoment durch das Ritzel 22 auf die
Zahnstange 24 übertragen wird.
Wenn das Lenkdrehmoment durch ein Erfassungsmittel (nicht gezeigt)
erfaßt wird, wird der Erfassungswert des Lenkdrehmoments zusammen
mit anderen Steuersignalen in einer elektronischen Steuereinheit einer
Berechnung unterzogen, und der Servolenkmotor 25 wird auf Basis des
Berechnungsergebnisses angetrieben. Dann wird die Lenkstange 23
durch den Servolenkmotor 25 in Seitenrichtung gedrückt, um hierdurch
die Bedienung des Lenkrads 1 durch den Fahrer zu unterstützen.
Weil wie oben gesagt, das Lenkrad 1 und das Getriebegehäuse 3 durch
die flexiblen Bowden-Züge 5 und 6 miteinander verbunden sind, kann das
Lenkrad 1 an jeder beliebigen Stelle relativ zu dem Getriebegehäuse 3
angeordnet werden, was die Konstruktionsfreiheit verbessert. Somit läßt
sich das Getriebegehäuse 3 gemeinsam für ein rechtsgelenktes Fahrzeug
und ein linksgelenktes Fahrzeug verwenden, und die Strukturen eines
Kippmechanismus und eines Teleskopmechanismus für das Lenkrad 1
lassen sich vereinfachen.
Eine herkömmliche Lenkwelle zur Verbindung des Lenkrads 1 mit dem
Getriebegehäuse 3 wird hier nicht verwendet, und daher wird Vibration
des Getriebegehäuses 3 und Vibration des Motors nicht ohne weiteres
auf das Lenkrad 1 übertragen, was nicht nur einen verbesserten Fahr
komfort ergibt, sondern auch dem Fahrer ausreichenden Fußraum gibt,
was den Bedienungskomfort verbessert. Darüber hinaus läßt sich im Falle
einer Kollosion des Fahrzeugs das Lenkrad 1 mit ausreichendem Hub in
Vorwärtsrichtung der Fahrzeugkarosserie bewegen, und man erhält somit
einen starken Aufprallabsorptionseffekt.
Wenn darüber hinaus das Antriebsrollengehäuse 2 an einem Instrumentenbrett
angebracht ist, ist die Zugrichtung der Bowden-Züge 5 und 6
von dem Antriebsrollengehäuse 2 eine schräg nach vorwärts gerichtete
Richtung, und nicht etwa eine Querrichtung zur Fahrzeugkarosserie.
Daher lassen sich die Bowden-Züge 5 und 6 leicht in dem Instrumentenbrett
unterbringen und verstecken, so daß sie vom Fahrzeuginnenraum
her nicht sichtbar sind. Somit lassen sich die Konstruktionsfreiheit und
das Aussehen verbessern.
Eine zweite Ausführung wird nun anhand Fig. 5 beschrieben.
In der zweiten Ausführung sind zwei Führungsrollen 37, 37 an einer
Führungsrollenwelle 36 gehalten, die in dem Antriebsrollengehäuse 2
angebracht ist, und die Innenkabel 5i und 6i der Bowden-Züge 5 und 6
stützen sich an den Führungsrollen 37, 37 ab. Somit ist die Zugrichtung
der Innenkabel 5i und 6i mit einem Winkel relativ zur Ebene P in Vor
wärtsrichtung der Fahrzeugkarosserie geneigt.
Mit der zweiten Ausführung werden die Gleitbewegungsrichtungen der
Innenkabel 5i und 6i relativ zu den Richtungen der Enden der Außenrohre
5o und 6o immer konstant gehalten. Dies verhindert somit jegliches
Verklemmen zwischen den Außenrohren 5o und 6o und den Innenkabeln
5i und 6i und ermöglicht eine noch glattere Betätigung der Bowden-Züge
5 und 6.
Eine dritte Ausführung wird nun anhand Fig. 6 beschrieben.
In der dritten Ausführung ist eine Zwischenwelle 38 hier im wesentlichen
vertikal in der Nähe einer drehenden Welle 12 eines Lenkrads 1 angeord
net, die im wesentlichen in Längsrichtung der Fahrzeugkarosserie ver
läuft. Die drehende Welle 12 und die Zwischenwelle 38 sind durch ein
Schneckengetriebe 41 miteinander verbunden, das aus einem Schnecken
rad 39 und einer Schnecke 40 gebildet ist. An der Zwischenwelle 38 ist
eine Antriebsrolle 13 angebracht. Das Schneckenrad 41 ist dazu ausge
legt, die Drehung von dem Schneckenrad 39 mit Drehzahluntersetzung
auf die Schnecke 40 zu übertragen und auch die Drehung von der
Schnecke 40 zu dem Schneckenrad 9 mit Drehzahlerhöhung zu über
tragen. Die zwei um die Antriebsrolle 13 herumgewickelten Bowden-Züge
5 und 6 werden derart herausgeführt, daß sie in horizontaler Ebene oder
von oben gesehen in Vorwärtsrichtung der Fahrzeugkarosserie, geneigt
sind. Somit lassen sich wie in den ersten und zweiten Ausführungen die
Bowden-Züge 5 und 6 leicht in einem Instrumentenbrett unterbringen und
verstecken, so daß sie vom Fahrzeuginnenraum her nicht sichtbar sind.
Ferner läßt sich das Verhältnis der Drehzahl der Antriebsrolle 13 zur
Drehzahl des Lenkrads 1 auf jeden beliebigen Wert legen, indem man das
Übersetzungsverhältnis des Schneckengetriebes 41 entsprechend wählt.
Obwohl in der dritten Ausführung die Zwischenwelle 38 vertikal an
geordnet ist, ist die Anordnungsrichtung der Zwischenwelle 38 nicht
notwendigerweise hierauf beschränkt. Wenn die Zwischenwelle 38 in
einer zur drehenden Welle 12 des Lenkrads 1 orthogonalen Ebene an
geordnet ist, lassen sich somit die Bowden-Züge 5 und 6 derart von der
Antriebsrolle 13 abziehen, daß sie in Vorwärtsrichtung der Fahrzeug
karosserie schräg verlaufen.
In den obigen Ausführungen werden die Antriebsrolle 13 und die Folger
rolle 20 als Drahtantriebsmittel und Drahtfolgermittel verwendet. Anstelle
der Rollen 13 und 20 lassen sich jedoch auch Arme oder Hebel ver
wenden, deren Mittelabschnitte an den drehenden Wellen 12 und 21
befestigt sind und deren entgegengesetzte Enden mit den Innenkabeln 5i
und 6i der Bowden-Züge 5 und 6 verbunden sind. Ferner läßt sich
anstelle des Schneckengetriebes 41 auch ein anderer Getriebemecha
nismus verwenden, wie etwa ein Kegelgetriebe o. dgl.
Nach einer Ausführung ist die Zugrichtung der Drähte von dem Draht
antriebsmittel bezüglich zu einer zur drehenden Welle des Lenkrads
orthogonalen Ebene in Richtung vom Lenkrad weg versetzt. Daher lassen
sich die von dem Drahtantriebsmittel kommenden Drähte leicht verlegen,
so daß sie vom Fahrzeuginnenraum her nicht sichtbar sind, um hierdurch
die Konstruktionsfreiheit und das Aussehen um das Lenkrad herum zu
verbessern.
In einer anderen Ausführung ist die Zugrichtung der Drähte versetzt,
indem sich Zwischenabschnitte der Drähte an Führungsrollen in der Nähe
des Drahtantriebsmittels abstützen. Daher läßt sich die Zugrichtung stark
versetzen, ohne die Betriebslast der Drähte zu erhöhen.
Nach einer noch weiteren Ausführung ist die Zugrichtung der Drähte
versetzt, indem das Drahtantriebsmittel an einer Zwischenwelle ange
bracht wird, die durch einen Getriebemechanismus mit der drehenden
Welle des Lenkrads verbunden ist. Daher läßt sich die Zugrichtung stark
versetzen, ohne die Betriebslast der Drähte zu erhöhen, und ferner läßt
sich das Übersetzungsverhältnis zwischen dem Lenkrad und dem Draht
antriebsmittel auf jeden geeigneten Wert festlegen.
In einer Kabel-Lenkvorrichtung, in der ein Lenkrad 1 und ein Getriebe 3
durch Drähte 5, 6 miteinander verbunden sind, sind die einen Enden der
Innenkabels zweier Bowden-Züge 5, 6 um eine Antriebsrolle herumge
wickelt, die an einer drehenden Welle des Lenkrads 1 angebracht ist. Die
Innenkabel sind in Außenrohre eingesetzt, die mit ihren Enden jeweils an
dem Antriebsrollengehäuse befestigt sind. Die Zugrichtung der Bowden-Züge
5, 6 aus dem Antriebsrollengehäuse ist mit einem Winkel in Vor
wärtsrichtung der Fahrzeugkarosserie bezüglich einer zur drehenden
Welle 12 orthogonalen Ebene versetzt. Dies verhindert, daß die Bowden-Züge
zur Innenseite des Fahrzeuginnenraums freiliegen und/oder sich mit
einem Instrumentenbrett o. dgl. stören.
Claims (3)
1. Kabel-Lenkvorrichtung, die ein mit einem Lenkrad (1) verbundenes
Drahtantriebsmittel (13) sowie ein mit einem Getriebe (3) zum
Lenken von Fahrzeugrädern verbundenes Drahtfolgermittel (20)
aufweist, wobei das Drahtantriebsmittel (13) und das Drahtfolger
mittel (20) durch Drähte (5i, 6i) derart miteinander verbunden sind,
daß ein an das Lenkrad (1) angelegtes Lenkdrehmoment durch die
Drähte (5i, 6i) zu dem Getriebe (3) übertragen wird, wobei
die Zugrichtung der Drähte (5i, 6i) bezüglich einer zu einer
drehenden Welle (12) des Lenkrads (1) orthogonalen Ebene (P) von
dem Drahtantriebsmittel (13) in Richtung von dem Lenkrad (1) weg
versetzt ist.
2. Kabel-Lenkvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie zumindest eine Führungsrolle (37) in der Nähe des Draht
antriebsmittels (13) aufweist und die Zugrichtung der Drähte (5i,
6i) durch Anlage von Zwischenabschnitten der Drähte (5i, 6i) an
der Führungsrolle (37) versetzt ist.
3. Kabel-Lenkvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Lenkrad (1) an der drehenden Welle (12) angebracht ist,
das Drahtantriebsmittel an einer zweiten Welle (38) angebracht ist,
die zweite Welle (38) mit der drehenden Welle (12) des Lenkrads
(1) durch einen Getriebemechanismus (41) verbunden ist und die
Achse der zweiten Welle (38) relativ zur Achse der drehenden
Welle (12) derart orientiert ist, daß die Zugrichtung der Drähte (5,
6) versetzt ist.
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