DE19734129C2 - Kanülenbehälter - Google Patents
KanülenbehälterInfo
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- A61M5/32—Needles; Details of needles pertaining to their connection with syringe or hub; Accessories for bringing the needle into, or holding the needle on, the body; Devices for protection of needles
- A61M5/3205—Apparatus for removing or disposing of used needles or syringes, e.g. containers; Means for protection against accidental injuries from used needles
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Kanü
lenbehälter zur Sammlung von gebrauchten Kanülen, meist
Kanülenbox genannt, wie er in Arztpraxen und Krankenhäu
sern benutzt wird, um für Injektionen, Infusionen oder
dergl. verwendete Nadeln und Kanülen bis zur Entsorgung
aufzubewahren. Die Entsorgung von möglicherweise infek
tiösem Abfall dieser Art bedarf eines besonderen Auf
wands und die Sammlung und Aufbewahrung bis zu diesem
Zeitpunkt soll möglichst problem- und gefahrlos möglich
sein.
Vorliegend geht es speziell um das Abwerfen von Kanülen
in den Behälter, und zwar von Kanülen, die zur Blutent
nahme mit einer Vakuum-Blutentnahmevorrichtung verwendet
wurden. Die bei dieser Technik der Blutentnahme verwen
deten, z. B. aus der US-PS 5 117 837 bekannten Geräte
sind in Fig. 3 bis 5 gezeigt, wobei Fig. 3 die Ansicht
einer Kanüle, Fig. 4 die Seitenansicht eines Leitgehäu
ses der Vorrichtung und Fig. 5 die Ansicht des Leitge
häuses von unten zeigen.
Das schwach konisch ausgebildete, oben offene und dort
gegenüberliegende Flanschlappen 2 aufweisende Leitgehäu
se 1 hat am unteren Ende eine Rastverriegelung 3 für die
Kanüle 4. Diese hat vorn einen distalen, in eine Vene
des Patienten einzustechenden Abschnitt 5 und hinten
einen ebenfalls in einer Stechspitze endenden proximalen
Abschnitt 6, der ins Innere des Leitgehäuses 1 ragt.
Zwischen diesen Abschnitten befindet sich eine Rastkon
sole 7, die aus einem vorderen Flansch 8, einem hinteren
Kegelflansch 9 und einem zwischen diesen gelegenen Zy
linderabschnitt 10 besteht. Der proximale Kanülen
abschnitt 6 ist von einer die Sterilität gewährleisten
den Gummihülle 11 umgeben.
Die Rastverriegelung 3 besteht im wesentlichen aus zwei
einander gegenüberliegenden Rastbacken 15, die mit ihrem
Außenrand 16 über den unteren Durchmesser des Leitgehäu
ses 1 vorstehen, im Bereich der Achse ein eine Zentral
öffnung 18 freilassendes Fenster und jenseits der Achse
eine Einbuchtung 20 des Fensterrandes aufweisen. Bei
Betrachtung von Fig. 5 gehört also die mit dem Bezugs
zeichen 20 versehene, links von der Achse ersichtliche
Einbuchtung zur Rastbacke 15, deren Außenrand 16 nach
rechts weist. Die Rastbacken 15 sind federelastisch nach
außen beaufschlagt, d. h. die Einbuchtungen suchen, sich
einander zu nähern.
Zum Gebrauch wird eine Kanüle 4 von vorne durch die
Rastverrieglung 3 in das Leitgehäuse eingesetzt, wobei
der Kegelflansch 9 die Einbuchtungen 20 auseinander
treibt (und sich die Außenränder 16 einander annähern),
bis der Zylinderabschnitt 10 erreicht wird und die Rast
backen auseinanderspringen und ihre Einbuchtungen 20
hinter dem Kegelflansch 9 einfallen und die Kanüle 4
fixieren.
Nach Abnahme einer nicht dargestellten Schutzkappe vom
distalen Kanülenabschnitt 5 wird dieser in eine Vene des
Patienten eingestochen und eine vakuumierte Ampulle mit
Durchstoßverschluß in das Leitgehäuse 1 geschoben, bis
der proximale Kanülenabschnitt 6 nach Durchstoßen der
eigenen Gummihülle 11 und des Durchstoßverschlusses der
Ampulle in diese eindringt und das dort vorhandene Vaku
um beginnt, das Blut einzusaugen und die Ampulle zu fül
len. Nach der Füllung wird die Ampulle aus dem Gehäuse 1
herausgezogen.
Nach dem Zurückziehen der noch mit dem Gehäuse 1 verkup
pelten Kanüle aus der Vene kann die Kanüle dadurch ent
fernt werden, daß man mit Daumen und Zeigefinger die
Rastbacken 15 durch Druck auf ihre Außenränder 16 zu
sammendrückt, sodaß sich die Einbuchtungen 20 vonein
ander entfernen, die Kanüle freigegeben wird und unter
der Wirkung ihres Gewichts heraus und in den Kanülenbe
hälter fällt.
Nachteilig ist bei dieser Handhabung, daß die Manipula
tionen der die Blutentnahme vornehmenden Person präzise
ablaufen müssen. Es besteht die Gefahr, daß die Kanüle
nicht oder noch nicht genau über oder in der Abwerföff
nung des Sammelbehälters positioniert ist und schon
freigegeben wird, sodaß sie neben den Behälter oder ne
ben die Abwerföffnung auf den Deckel des Behälters fällt
und dann doch ergriffen werden muß, um schließlich ins
Behälterinnere befördert zu werden.
Aus US-PS 5 409 113 ist eine Gestaltung der Abwerföff
nung eines Kanülenbehälters bekannt, bei der diese Nach
teile vermieden sind. Diese Abwerföffnung verjüngt sich
trichterähnlich nach unten und hat zwei gegenüberliegen
de Kegelsegmentflächen, deren Abstand am oberen Ende der
Öffnung etwas größer ist als der Abstand zwischen den
Außenrändern 16 der Rastbacken 15 in deren Ausgangszu
stand. Dadurch braucht das Leitgehäuse 1 mit eingekup
pelter Kanüle zum Abwerfen derselben nur senkrecht nach
unten in die Abwerföffnung gestoßen zu werden, wodurch
die Rastbacken gegeneinander zusammengedrückt werden und
die Kanüle freigeben, die dann in das Behälterinnere
fällt.
Ein Nachteil dieser Ausbildung liegt darin, dass die
Abwerföffnung um eine gewisse Mindesterstreckung nach
unten in den Behälter hineinragen muß und zum Abwerfen
der Kanüle die Rastbacken auch bis in die Nähe von deren
unterem Rand eingestoßen werden müssen, bis die Freigabe
erfolgt. Bei einem schon fast gefüllten Behälter kann
dies schwierig werden und es kann zu einem Durchstechen
einer anderen Kanüle oder sogar eines Skalpells kommen.
Außerdem biegt sich der Behälterdeckel, in dem die Ab
werföffnung ausgebildet ist, beim Eindrücken des Leit
gehäuses ins Behälterinnere, was zusätzlich die Ausnut
zung der vollen Behälterkapazität in Frage stellt.
Schließlich ist das Eindrücken vertikal nach unten unter
dem Gesichtspunkt der Ergonomie nicht günstig.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Gestaltung
der Abwerföffnung eines Kanülenbehälters, die einen er
gonomisch günstigen Bewegungsablauf zum Abwerfen einer
Kanüle ermöglicht und die Kapazität des Behälters voll
ständig und störungsfrei zu nutzen gestattet.
Ausgehend von einem Behälter zum Abwerfen von Kanülen
von Vakuum-Blutentnahmevorrichtungen der eingangs be
trachteten Art gelingt die Lösung der gestellten Aufgabe
dadurch, dass ein oberer Abschnitt der Abwerföffnung
wenigstens einen spiraligen oder spiralähnlichen Wand
abschnitt derart aufweist, dass durch Einführung des
vorderen Endes des Gehäuses der Vakuum-Blutentnahmevor
richtung in diese Öffnung sowie eine Rotationsbewegung
des Gehäuses die Rastbacken zusammengedrückt werden und
die Kanüle freigegeben wird.
Die Erfindung wird nachfolgend durch die Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels anhand der Fig. 1 und 2 wei
ter erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 einen Schnitt durch den Deckel eines Kanülen
behälters im Bereich von dessen Abwerföffnung;
Fig. 2 die Draufsicht auf die Abwerföffnung gemäß
Fig. 1.
Fig. 3 bis 5 die einleitend beschriebenen Elemente der
Vakuum-Blutentnahmevorrichtung.
Im Deckel 30 eines nicht dargestellten Kanülensammelbe
hälters ist eine Abwerföffnung 42 ausgebildet, die einen
zweistufigen nach innen ragenden Kragen aufweist. Dieser
besteht aus einem oberen Abschnitt 43 und einem hieran
anschließenden, stufenartig abgesetzten unteren Ab
schnitt 44, der einen zylindrischen Kragen darstellt.
Die Umfangsfläche des oberen Abschnitts 43 setzt sich
zusammen aus zwei bezüglich der Achse spiralig gekrümm
ten Wandabschnitten 45 und zwei ebenen, rechtwinklig
zueinander stehenden Wandabschnitten 46, 47. Diese Ab
schnitte bilden gemäß Fig. 2 eine zentralsymmetrische
Figur. Die einander gegenüberliegenden ebenen Wandab
schnitte 47 haben einen Abstand voneinander, der den
Abstand der Außenränder 16 der Rastbacken 15 in deren
Ausgangszustand etwas übertrifft.
Bei dieser Öffnungsgeometrie wird zum Abwerfen der Kanü
le die Rastverriegelung 3 des Gehäuses 1 in den oberen
Öffnungsabschnitt 43 so eingetaucht, daß die Außenränder
16 der Rastbacken 15 gegenüber den ebenen Wandabschnit
ten 47 zu liegen kommen. Dann wird das Leitgehäuse 1 im
Uhrzeigersinn gedreht, sodaß die Außenränder 16 auf die
spiraligen Wandabschnitte 45 auflaufen und bei der wei
teren Drehung von diesen eingedrückt werden, bis die
Kanüle freigegeben wird und ins Behälterinnere fällt. Es
genügt also eine rotatorische Bewegung des Gehäuses zum
Abwerfen der Kanüle.
Es versteht sich, daß die Geometrie der Wand des oberen
Öffnungsabschnitts 43 auch anders gestaltet sein kann,
beispielsweise nur einen spiraligen Abschnitt aufweisen
kann, dem ein zur Achse konzentrischer Kreisbogen gegen
überliegt. In diesem Falle würde beim Drehen des Gehäu
ses 1 nicht nur eine Rotation desselben um seine Achse
stattfinden, sondern auch eine kleine Wanderung der Ge
häuseachse parallel zu sich selbst bleibend auf einer
kurzen gekrümmten Bahn. Wesentlich ist, daß die Abstände
der einander gegenüberliegenden Wandbereiche in einer
achsrechten Ebene bei Drehung dieser Ebene im einen oder
anderen Drehsinn kontinuierlich abnehmen.
Claims (2)
1. Kanülenbehälter zur Sammlung von gebrauchten Kanülen
einer Vakuum-Blutentnahmevorrichtung, welche Kanülen
mittels einer Rastkonsole (7) in einer Rastverriegelung
(3) am unteren Ende des Gehäuses (1) der Vorrichtung
verriegelt sind und durch gegeneinandergerichteten Druck
auf die gegenüberliegenden Außenränder (16) der Rastbac
ken (15) der Rastverriegelung (3) freigebbar sind,
welcher Kanülenbehälter wenigstens eine Öffnung zum Ein
werfen der Kanülen aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass ein oberer Abschnitt (43)
der Abwerföffnung (42) wenigstens einen spiraligen oder
spiralähnlichen Wandabschnitt (45) derart aufweist,
dass durch Einführung des vorderen Endes des Gehäuses
(1) der Vakuum-Blutentnahmevorrichtung in diese Öffnung
sowie eine Rotationsbewegung des Gehäuses die Rastbacken
(15) zusammengedrückt werden und die Kanüle (4) freige
geben wird.
2. Kanülenbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, dass der Behälter einen Deckel (30) besitzt und die
Abwerföffnung in diesem ausgebildet ist.
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Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
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1997
- 1997-08-07 DE DE1997134129 patent/DE19734129C2/de not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19734129A1 (de) | 1999-02-11 |
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Owner name: SARSTEDT AG & CO. KG, DE Free format text: FORMER OWNER: RIGLING GMBH, 75382 ALTHENGSTETT, DE Effective date: 20110825 |
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