DE19733624A1 - Einrichtung zum Vermeiden von Stuhlansetzungen im Toilettenbecken - Google Patents
Einrichtung zum Vermeiden von Stuhlansetzungen im ToilettenbeckenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Vermeiden von
Stuhlansetzungen im Toilettenbecken für ein mit Wasser
bespülbares Becken, vorzugsweise für Flachspülbecken.
Bei mit Wasser bespülbaren Toilettenbecken, wie Flach
spülbecken aber auch Tiefspülbecken, verbleiben in der
Regel nach der Benutzung und dem Spülen der Toiletten in
Abhängigkeit der Konsistenz des ausgeschiedenen Stuhl
gangs mehr oder weniger Reste des Stuhls im Toiletten
becken haften, die nachträglich mit einer Toilettenbürste
beseitigt werden müssen.
Die Beseitigung der anhaftenden Reste des Stuhls mit
einer Toilettenbürste, zum Zweck der Reinigung des Toi
lettenbeckens, ist für die meisten Benutzer der Toilette
unangenehm und wird meistens nur mit einem verständlichen
Widerwillen ausgeführt. Darüber hinaus ist auch eine Rei
nigung der Toilettenbürste nicht auszuschließen, die in
Abhängigkeit der Konsistenz des Stuhls unmittelbar nach
dem Benutzen derselben, aber zumindestens in bestimmten
Zeitintervallen, aus hygienischen Gründen vorgenommen
werden sollte. Diese Reinigung wird normalerweise als
ekelerregend empfunden.
Eine Reinigung des Toilettenbeckens nach der Benutzung
mit einer Toilettenbürste erfordert außerdem noch eine
zusätzliche Spülung des Toilettenbeckens, was einen er
höhten Wasserverbrauch zur Folge hat.
Weiterhin wird bei der Benutzung von einem Toiletten
becken, insbesondere eines Tiefspülbeckens, daß im
Toilettenbecken stehende und beim Einfallen des Stuhls
aufspritzende Wasser als unangenehm empfunden, wenn es
bis an den Körper heranspritzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Einrichtung
zu schaffen, die gewährleistet, daß ein Anhaften des
Stuhls im Toilettenbecken vermieden wird, eine zusätz
liche Reinigung und ein Nachspülen nach der Benutzung
weitgehend ausgeschlossen werden kann und ein mögliches
Aufspritzen von Wasser aus dem Toilettenbecken bei der
Benutzung verhindert wird.
Die Aufgabe wird nach der Erfindung durch eine aus Papier
ausgebildete Einlage gelöst, die in das Toilettenbecken
einlegbar ist. Diese Einlage gewährleistet, daß ein di
rekter Kontakt des Stuhls mit dem Toilettenbecken und ein
Anhaften des Stuhls im Inneren des Beckens, einschließ
lich des nach unten gerichteten Abführungsstutzens, bei
jeder Konsistenz des Stuhls weitgehend ausgeschlossen
werden kann. Folglich kann nach einem normalen Stuhlgang
auf eine als unangenehm empfundene Reinigung des Beckens
mit einer Toilettenbürste und auf ein Nachspülen sowie
auf eine mögliche anschließende Reinigung der Toiletten
bürste verzichtet werden.
Vielmehr, durch die geringe Hafteigenschaft des Papiers
auf Keramik in Verbindung mit Wasser, erhöht sich die
Gleiteigenschaft des Papiers wesentlich, wodurch der von
der Einlage aufgenommene Stuhl durch eine geringere Spül
wassermenge weggespült werden kann. Folglich kann durch
Wegfall des Nachspülens nach dem Reinigen und durch die
Möglichkeit die Spülwassermenge zu verringern der Wasser
verbrauch für eine Spültoilette reduziert werden.
Nach bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung besteht
die Einlage vorzugsweise aus einem im Recyclingverfahren
hergestellten und ungebleichten Zellstoff und ist mindes
tens einlagig ausgeführt. Auf diese Weise ist die Einlage
umweltfreundlich ausgeführt und abbaubar.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Er
findung entspricht die Form der Einlage annähernd der un
teren Innenform des Beckens, die im wesentlichen den
Stuhl aufnimmt. Auf diese Weise ist gewährleistet, daß
bei normalem Stuhlgang der Stuhl ausschließlich von der
Einlage aufgenommen wird, so daß ein Kontakt des Stuhls
mit der Keramikfläche des Beckens, die auch trotz einer
Wasserbenetzung zum Anhaften des Stuhls neigt, ausge
schlossen werden kann, so daß bei einem nachfolgenden
Spülvorgang nicht nur die Innenflächen des Beckens son
dern auch die Innenflächen des Abführungsstutzens frei
von Stuhlansetzungen und damit hygienisch sauber sind.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind
die Ecken der Einlage abgerundet. Eine derartige Ausbil
dung verbessert die Rutscheigenschaften der Einlage beim
Spülen.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind
die Einlagen in der Weise ausgeführt, daß mehrere Einla
gen einen Papierstreifen ausbilden, die durch eine Per
foration von einander abtrennbar sind. Auf diese Weise
ist es möglich, die Einlagen in handlichen Rollen auszu
führen, so daß bei Bedarf eine entsprechende Einlage,
ähnlich wie bei Toilettenpapierrollen, entnommen werden
kann.
Allerdings ist es auch möglich, die Einlagen einzeln in
Stapeln oder in ziehharmonikaähnlichen Stapeln bereitzu
stellen.
Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung und der beigefügten Zeichnung, in der eine
mögliche Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht
ist.
Die Zeichnung zeigt eine Einlage in der Draufsicht.
Eine Einlage 1 besteht aus zwei gegenüberliegenden
parallel zueinander verlaufenden Seiten 2a; 2b, die
vorzugsweise an ihren gegenüberliegenden Enden durch je
einen Halbkreis verbunden sind, so daß in jedem Fall die
Ecken 3a; 3b; 3c; 3d abgerundet sind.
Die Breite 4 und die Länge 5 der Einlage wird durch die
Breite und die Länge des Bereichs eines Toilettenbeckens
bestimmt, der im Normalfall beim Stuhlgang mit Stuhl be
aufschlagt wird und kann dementsprechend bei den einzel
nen Ausführungen der Toilettenbecken auch unterschiedlich
sein.
Durch das Einlegen einer derartigen Einlage 1 in ein
Flachspültoilettenbecken vor der Benutzung, gelangt der
Stuhlgang auf die Einlage 1 und trennt den eintretenden
Stuhl von der Oberfläche des Toilettenbodens, auch dann,
wenn der Toilettenboden leicht wasserbenetzt ist, so daß
ein Anhaften von Stuhl ausgeschlossen ist. Beim nachfol
genden Spülvorgang gelangt das an der Toiletteninnenwand
entlang fließende Spülwasser unter anderen auch unter die
Einlage 1 und bildet zwischen der Oberfläche der Toilet
tenbeckeninnenwand und der Einlage 1 einen Wasserfilm
aus, der sich bis in den Abführungsstutzen erstreckt.
Dieser Wasserfilm erhöht einerseits die Gleitfähigkeit
der Einlage 1 und damit des Stuhls sowie andererseits die
Stabilität der Einlage 1, so daß während der Ausführung
des Spülvorganges der Stuhl von den Innenoberflächen des
Toilettenbeckens, einschließlich der Innenoberflächen des
Abführungsstutzens, getrennt bleibt und es nicht zu An
haftungen des Stuhls kommen kann. Folglich ist nach dem
Spülvorgang das Toilettenbecken sauber und in einem
hygienisch guten Zustand.
Bei Tiefspülbeckenausführungen wird empfohlen, die Ein
lage 1 mit einer Länge 5 auszubilden, die sich bis über
den mit Wasser gefüllten Abführungsstutzen erstreckt.
Auf diese Weise kann verhindert werden, daß beim Ein
fallen des Stuhls zum einen das im Abführungsstutzen
stehende Wasser möglicherweise bis an das Gesäß spritzt
und zum anderen wird vermieden, daß Stuhlreste an der
Innenwand des Abführungsstutzens anhaften.
Zu diesem Zweck ist es selbstverständlich auch möglich,
beispielsweise zwei verbundene Einlagen 1 einzulegen, so
daß auf eine Ausführung von Einlage 1 in verschiedenen
Längen verzichtet werden kann.
Claims (8)
1. Einrichtung zum Vermeiden von Stuhlansetzungen im
Toilettenbecken, für ein mit Wasser bespülbares
Becken, vorzugsweise für Flachspülbecken, gekenn
zeichnet durch eine aus Papier ausgebildete Einlage
(1), die in das Toilettenbecken einlegbar ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einlage (1) vorzugsweise aus einem Zellstoff
besteht.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zellstoff aus einem Recyclingmaterial be
steht.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einlage (1) aus ungebleichten
Papier besteht.
5. Einrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Einlage (1) mindestens einlagig
ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Form der Einlage (1) annä
hernd der Innenform des Beckens entspricht, die im
wesentlichen mit Stuhl in Berührung kommt.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ecken (3a, 3b, 3c, 3d) der Ein
lage (1) abgerundet sind.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß mehrere Einlagen (1) einen Pa
pierstreifen ausbilden und die Einlagen (1) durch
eine Perforation voneinander abtrennbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997133624 DE19733624A1 (de) | 1997-07-25 | 1997-07-25 | Einrichtung zum Vermeiden von Stuhlansetzungen im Toilettenbecken |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19733624A1 true DE19733624A1 (de) | 1999-01-28 |
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| DE1997133624 Withdrawn DE19733624A1 (de) | 1997-07-25 | 1997-07-25 | Einrichtung zum Vermeiden von Stuhlansetzungen im Toilettenbecken |
Country Status (1)
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1997
- 1997-07-25 DE DE1997133624 patent/DE19733624A1/de not_active Withdrawn
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