DE19733503A1 - Verfahren zur Herstellung von a-Tocopherylacetat durch Umsetzung von Trimethylhydrochinon und Phytol oder Isophytol unter Rückführung des Zinkhalogenid-Kondensationskatalysators - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von a-Tocopherylacetat durch Umsetzung von Trimethylhydrochinon und Phytol oder Isophytol unter Rückführung des Zinkhalogenid-KondensationskatalysatorsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung
von α-Tocopherol oder α-Tocopherylacetat durch Umsetzen von
2,3,5-Trimethyl-hydrochinon (TMH) mit einem Phytol, insbesondere
mit Isophytol (IP) in Gegenwart von einem Zinkhalogenid, einem
Protonendonator und gegebenenfalls in Gegenwart von einem Amin in
einem Lösungsmittel bei erhöhter Temperatur und gegebenenfalls
anschließende Veresterung mit Acetanhydrid, unter Rückführung des
Zinkahlogenid-Kondensationskatalysators. Unter einen Zinkhaloge
nid-Kondensationskatalysator werden hierbei im wesentlichen die
preiswert erhältlichen Halogenide Zinkchlorid und Zinkbromid ver
standen, aber auch Mischungen derselben sowie Mischungen dersel
ben mit basischen Chloriden und Bromiden des Zinks, d. h. Oxy- und
Hydroxyhalogenide.
In den vergangenen Jahren hat α-Tocopherol (Vitamin E) als Anti
oxidans sowie auf dem Gebiet der menschlichen und tierischen Er
nährung in steigendem Maße Bedeutung erlangt. Zu seiner Synthese
sind daher zahlreiche Verfahren entwickelt worden. Eine Über
sichtsarbeit von Siebrell und Harris hierüber findet sich in "The
Vitamins", Vol V, Seiten 168 f (1972).
In industriellem Maßstab hat es sich bewährt, Vitamin E durch
Kondensation von TMH mit IP in einem Lösungsmittel in Gegenwart
von Lewissäuren, insbesondere von Zinkchlorid, zusammen mit einem
Protonendonator, insbesondere von Chlorwasserstoffgas bei
erhöhter Temperatur umzusetzen (vgl. US 24 11 969 der Firma
Hoffmann-La Roche, US 4 239 691 der Firma Eastman Kodak,
US 3 708 505 der Firma Diammond Shamrock und DE 32 03 487 der
Firma BASF).
Eine breite Palette von Lösungsmitteln kann für diese Umsetzung
eingesetzt werden, z. B. Ethylacetat, Essigsäure, aliphatische
oder aromatische Kohlenwasserstoffe oder Chlorkohlenwasserstoffe.
Gemäß DE 26 06 830 und EP 100 471 erhält man bei dieser Umsetzung
besonders gute Ausbeuten und besonders reines Vitamin E, wenn man
die Umsetzung zusätzlich in Gegenwart von geringen Mengen eines
Amins oder eines Ammoniumsalzes durchführt.
Nachteilig an diesen an sich recht guten Verfahren ist, daß
durch die übliche Verwendung von größeren Mengen an ZnCl2 große
Abwasserprobleme auftreten. Ein weiterer großer Nachteil bei der
Verwendung von Zinkchlorid für diese Umsetzung ist gemäß
Bull. Chem. Soc. Jpn., 68 (1995), 3569-71, insbesondere 3569,
linke Spalte, und Bull. Chem. Soc. Jpn. 69 (1996), 137-139, ins
besondere 137, linke Spalte, daß Lewis-Säuren, wie Zinkchlorid,
durch das bei der Umsetzung gebildete Wasser desaktiviert werden.
Versuche, das Zinkchlorid mit Wasser aus dem Reaktionsgemisch zu
extrahieren und es in Form der erhaltenen 20 bis 60 gew.-%igen
Lösung in die Umsetzung zurückzuführen, führten zu schlechten
Ausbeuten und zu weniger reinem Vitamin E. Eine separate Aufar
beitung der 20- bis 60 gew.-%igen Zinkchlorid-Lösung zu trockenem
Zinkchlorid-Pulver und Rückführung des Zinkchlorid-Pulvers in die
Vitamin-E-Synthese ist aufgrund des hohen apparativen Aufwands
für das Arbeiten mit einem Feststoff nicht ökonomisch durchführ
bar.
Wegen dieser Schwierigkeiten beim Arbeiten mit Zinkchlorid wurden
in der neuesten Literatur für die Kondensation von TMH und IP in
industriellem Maßstab andere saure Katalysatoren beschrieben. So
wird beispielsweise in Bull. Chem. Soc. Jpn. 68 (1995), 3569 bis
3571, Scandium(III)trifluormethansulfonate und in Bull. Chem.
Soc. Jpn. 69 (1996), 137-39, Montmorillonite mit ausgetauschten
Metallionen als Katalysatoren empfohlen. In DE-OS 27 43 920 wird
an Kieselgel/Aluminiumoxid adsorbiertes Zinkchlorid als Katalysa
tor beschrieben.
Nachteilig an diesen Verfahren ist, daß Sc(III)trifluormethan
sulfonat sehr teuer und nicht in ausreichendem Maße verfügbar ist
und die Montmorillonite bzw. die Zinkchlorid-Kieselgel/Aluminium-Kata
lysatoren für eine Wiederverwendung ein aufwendiges Fest
stoff-Handling erfordern.
Üblicherweise wird bei Verwendung von Zinkchlorid als Kondensati
onsmittel dieses als festes Pulver verwendet. In technischem Maß
stab muß beim Einbringen eines Feststoffes in einen organische
Lösungsmittel, wie Heptan, enthaltenden Reaktionskessel ein be
trächtlicher technischer Aufwand getrieben werden um elektrische
Aufladungen und die Bildung von explosionsfähigen Gemischen sowie
die hierdurch auftretende Gefahr einer Explosion zu verhindern.
Es war daher die Aufgabe der Erfindung das an sich in der Technik
bewährte Verfahren zur Herstellung von Vitamin E durch Konden
sation von TMH mit IP in einem Lösungsmittel in Gegenwart von
einem Zinkhalogenid, einem Protonendonator und ggf. in Gegenwart
von einem Ammoniumsalz und/oder einem Amin so zu verbessern, daß
man das aufwendige Feststoffhandling ohne Verschlechterung von
Ausbeute und/oder Reinheit des α-Tocopherols bzw. α-Tocopherylace
tats vermeiden kann. Es war weiterhin die Aufgabe, das Verfahren
so zu verbessern, daß man das Zinkhalogenid und möglichst auch
das Ammoniumsalz und/oder das Amin nach der Umsetzung auf einfa
che und ökonomische Weise zurückgewinnen und in die Umsetzung zu
rückführen kann.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß man bei dem Ver
fahren zur Herstellung von α-Tocpherol durch Umsetzen von TMH mit
Phytol oder IP in Gegenwart von Zinkchlorid oder Zinkbromid und
einem Protonendonator auch dann reines α-Tocophenol in sehr guten
Ausbeuten erhält, wenn man
- A. die Umsetzung in einem mit Wasser nicht oder nur wenig misch baren unpolaren Lösungsmittel durchführt und
- B. das benötigte Zinkchlorid oder Zinkbromid in Form einer Mischung aus 1 bis 4 mol Wasser pro mol Zinkchlorid oder Zinkbromid, vorzugsweise 1 bis 3 mol Wasser pro mol Zinkchlo rid oder Zinkbromid in die Umsetzung einbringt, was technisch einer etwa 65- bis 90-gew.-%igen, vorzugsweise einer etwa 70 bis etwa 90 gew.-%igen ggf. heißen wäßrigen Lösung, übersät tigten Lösung oder pumpbaren Maische entspricht.
Es wurde weiterhin gefunden, daß diese etwa 65- bis 90 gew.-%igen
Gemische aus Wasser und Zinkchlorid oder Zinkbromid bei Temperatu
ren von 20 bis 200°C, vorzugsweise 50 bis 200°C, durch ent
sprechend erwärmte Rohrleitungen transportiert und auf einfache
Weise dosiert werden können.
Gegenstand der Erfindung ist dementsprechend ein Verfahren zur
Herstellung von α-Tocopherol oder α-Tocopherylacetat durch Umset
zen von 2,3,5-Trimethyl-hydrochinon mit Phytol oder Isophytol in
Gegenwart von einem Zinkhalogenid und einem Protonendonator und
ggf. anschließendes Verestern mit Acetanhydrid, das dadurch ge
kennzeichnet ist, daß man
- A. die Umsetzung in einem mit Wasser nicht oder nur wenig misch baren unpolaren Lösungsmittel durchführt und
- B. das benötigte Zinkhalogenid in Form einer Mischung aus 1 bis 4 mol Wasser pro mol Zinkhalogenid, vorzugsweise 1 bis 3,5 mol Wasser pro mol Zinkhalogenid, insbesondere 1 bis 3 mol Wasser in die Umsetzung einbringt.
Ganz besondere Vorteile bringt die Möglichkeit, bei dem
erfindungsgemäßen Verfahren das benötigte Zinkhalogenid in Form
einer leicht handhabbaren Mischung aus 1 bis 4 mol Wasser pro mol
Zinkhalogenid in die Umsetzung einbringen zu können für die Rück
führung des Zinkhalogenid nach erfolgter Umsetzung.
Mit besonderem Vorteil gelingt das erfindungsgemäße Verfahren,
wenn man als Zinkhalogenid eines der preiswert zugänglichen
Halogenide Zinkchlorid oder Zinkbromid verwendet.
Gegenstand der Erfindung ist dementsprechend auch ein Verfahren
zur Herstellung von α-Tocopherol oder α-Tocopherylacetat durch
Umsetzen von TMH mit IP oder Phytol in Gegenwart von Zinkchlorid
oder Zinkbromid und einem Protonendonator in einem Lösungsmittel
und gegebenenfalls anschließende Veresterung mit Acetanhydrid,
das dadurch gekennzeichnet ist, daß man
- A. die Umsetzung in einem mit Wasser nicht oder nur wenig misch baren unpolaren Lösungsmittel durchführt,
- B. nach erfolgter Umsetzung das Zinkchlorid oder Zinkbromid ab trennt und/oder mit Wasser oder einem Gemisch aus Wasser und einem niedrig siedenden, mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel aus der erhaltenen Tocopherol-Lösung extrahiert und
- C. die erhaltene Zinkchlorid- bzw. Zinkbromid-Lösung ggf. nach Aufkonzentrieren in Form einer etwa 60 bis 90 gew.-%igen ge gebenenfalls heißen Lösung oder pumpbaren Maische teilweise oder vollständig so in den Umsetzungsprozeß zurückführt, daß im Reaktionsgemisch nach Ergänzung des noch fehlenden Zink chlorids bzw. Zinkbromids für die folgende Umsetzung nicht mehr als 4 mol Wasser, vorzugsweise nicht mehr als 3,5 mol Wasser, insbesondere nicht mehr als 3 mol Wasser, pro mol Zinkchlorid bzw. Zinkbromid vorliegen.
Das Rückführen der Zinkchlorid- oder Zinkbromid-Lösung nach dem
Aufkonzentrieren in Form einer Lösung oder pumpbaren Maische an
stelle von Zinkchlorid- oder Zinkbromid-Pulver ist möglich, wenn
man im Verfahrensschritt C. die wäßrige Zinkchlorid- bzw. Zink
bromid-Lösung nach dem Aufkonzentrieren auf etwa 60 bis 90 Gew.-%
Zinkchlorid bzw. Zinkbromid, vorzugsweise 70 bis 90 Gew.-% Zink
chlorid bzw. Zinkbromid, bei Temperaturen von 20 bis 200°C,
vorzugsweise 50 bis etwa 200°C, aufbewahrt und/oder per ent
sprechend beheizter Rohrleitung in den Umsetzungsprozeß zurück
führt.
Als nicht oder nur wenig mit Wasser mischbare unpolare Lösungs
mittel kommen für das erfindungsgemäße Verfahren insbesondere
Kohlenwasserstoffe, mit einem Siedepunkt oder Siedebereich von 60
bis 200°C, wie Hexan, Heptan, Cyclohexan, Octan, Nonan, Decan,
Decalin, Toluol, Xylol oder Chlorbenzol oder aber Gemische aus
zwei oder mehreren dieser Lösungsmittel, wie Petrolether, in Be
tracht. Mit besonderem Vorteil arbeitet man in Heptan. Prinzi
piell kann aber auch Tocopherol selbst als unpolares Lösungs
mittel dienen.
Als niedrigsiedendes, mit Wasser mischbares organisches Lösungs
mittel für die Extraktion sind beispielsweise Methanol, Ethanol,
Tetrahydrofuran und Aceton geeignet. Mit besonderem Vorteil
verwendet man Methanol, da dieses in Gegenwart von Wasser prak
tisch unlöslich in den zur Extraktion verwendeten Kohlenwasser
stoffen ist. Im allgemeinen verwendet man das niedrigsiedende,
mit Wasser mischbare Lösungsmittel in einem Gewichtsverhältnis
von Wasser zu Lösungsmittel von etwa 4 : 1 bis 1 : 10.
Eine mögliche vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens unter Rückführung von Zinkchlorid oder Zinkbromid ist
dadurch gekennzeichnet, daß man
im Verfahrensschritt B. die Hauptmenge des Zinkchlorids bzw. Zinkbromids aus der Tocopherol-Lösung mit möglichst wenig Wasser extrahiert und im
Verfahrensschritt C. soviel von der erhaltenen wäßrigen Lösung oder pumpbaren Maische für die folgende Umsetzung in den Umset zungsprozeß zurückführt, daß nach Ergänzung des noch fehlenden Zinkchlorids bzw. Zinkbromids durch trockenes Zinkchlorid oder Zinkbromid oder eine 85- bis 90 gew.-%ige Lösung oder pumpbare Maische im Reaktionsgemisch für die folgende Umsetzung nicht mehr als 4, vorzugsweise nicht mehr als 3 mol Wasser pro Zinkchlorid bzw. Zinkbromid vorliegen.
im Verfahrensschritt B. die Hauptmenge des Zinkchlorids bzw. Zinkbromids aus der Tocopherol-Lösung mit möglichst wenig Wasser extrahiert und im
Verfahrensschritt C. soviel von der erhaltenen wäßrigen Lösung oder pumpbaren Maische für die folgende Umsetzung in den Umset zungsprozeß zurückführt, daß nach Ergänzung des noch fehlenden Zinkchlorids bzw. Zinkbromids durch trockenes Zinkchlorid oder Zinkbromid oder eine 85- bis 90 gew.-%ige Lösung oder pumpbare Maische im Reaktionsgemisch für die folgende Umsetzung nicht mehr als 4, vorzugsweise nicht mehr als 3 mol Wasser pro Zinkchlorid bzw. Zinkbromid vorliegen.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß man
im Verfahrensschritt B. durch mehrmaliges Extrahieren mit Wasser oder einem Gemisch aus Wasser und Methanol, dem ggf. etwa 0,5 bis 1 Gew.-% einer Mineralsäure, vorzugsweise HCl, zugesetzt wurde, das Zinkchlorid bzw. Zinkbromid möglichst vollständig aus der To copherol-Lösung entfernt und
im Verfahrensschritt C. die erhaltene verdünnte Zinkchlorid- oder Zinkbromid-Lösung durch Abdampfen von Wasser oder Methanol und Wasser so weit aufkonzentriert, daß die Zinkchlorid- bzw. Zink bromid-Lösung oder pumpbare Maische nicht mehr als 4 mol Wasser, vorzugsweise nicht mehr als 3,5 mol, insbesondere nicht mehr als 3 mol Wasser, pro mol Zinkchlorid bzw. Zinkbromid enthält und daß man sie so in den Umsetzungsprozeß zurückführt.
im Verfahrensschritt B. durch mehrmaliges Extrahieren mit Wasser oder einem Gemisch aus Wasser und Methanol, dem ggf. etwa 0,5 bis 1 Gew.-% einer Mineralsäure, vorzugsweise HCl, zugesetzt wurde, das Zinkchlorid bzw. Zinkbromid möglichst vollständig aus der To copherol-Lösung entfernt und
im Verfahrensschritt C. die erhaltene verdünnte Zinkchlorid- oder Zinkbromid-Lösung durch Abdampfen von Wasser oder Methanol und Wasser so weit aufkonzentriert, daß die Zinkchlorid- bzw. Zink bromid-Lösung oder pumpbare Maische nicht mehr als 4 mol Wasser, vorzugsweise nicht mehr als 3,5 mol, insbesondere nicht mehr als 3 mol Wasser, pro mol Zinkchlorid bzw. Zinkbromid enthält und daß man sie so in den Umsetzungsprozeß zurückführt.
Die Zugabe der Mineralsäure zu dem für die Extraktion verwendeten
Wasser soll sicherstellen, daß auch bei mehrfacher Extraktion der
übliche und vorteilhafte pH-Bereich (kleiner als 5) bestehen
bleibt. Mit Vorteil führt man das mehrmalige Extrahieren durch
eine sogenannte 1- bis 3-stufige Gegenstromextraktion aus.
Hierbei kann man die erhaltene verdünnte Zinkchlorid- bzw. Zink
bromid-Lösung zunächst in einer speziellen Destillationsvorrich
tung in Gegenwart oder Abwesenheit eines geeigneten Azeotropbild
ners aufkonzentrieren und danach in Form einer ggf. heißen Lösung
oder pumpbaren Maische in den Umsetzungsprozeß zurückführen oder
aber im Reaktionsgefäß selbst vor der Zugabe von IP in Gegenwart
oder Abwesenheit eines geeigneten Azeotropbildners aufkonzen
trieren.
Stellt man α-Tocopherol bzw. α-Tocopherylacetat, wie in
DE 26 06 830 oder EP 100 471 beschrieben, in Gegenwart von einem
Ammmoniumsalz und/oder einem Amin her, dann ist es sogar möglich,
daß man im Verfahrensschritt B. nach der Umsetzung das Zinkchlo
rid bzw. Zinkbromid zusammen mit gegebenenfalls enthaltenem
Ammoniumsalz und/oder Amin sowie unumgesetztem TMH mit einer
Mischung aus Wasser und Methanol im Verhältnis von etwa 4 : 1 bis
1 : 10 aus der erhaltenen Tocopherol-Lösung extrahiert und den
erhaltenen Extrakt nach Aufkonzentrieren, in Form einer gegebe
nenfalls heißen Lösung oder pumpbaren Maische so in den Umset
zungsprozeß zurückführt, daß im Reaktionsgemisch für die folgende
Umsetzung nicht mehr als 4 mol Wasser, vorzugsweise nicht mehr
als 3 mol Wasser, pro mol Zinkchlorid bzw. Zinkbromid enthalten
sind.
Die Umsetzung des ggf. gemäß DE 26 06 830 mit einem Ammoniumsalz
und/oder einem Amin behandelten Isophytols oder Phytols mit TMH
erfolgt in an sich bekannter Weise bei Temperaturen zwischen 60
und 200°C, vorzugsweise bei 80 bis 140°C, insbesondere bei 90 bis
110°C, und in den oben beschriebenen Kohlenwasserstoffen als
Lösungsmittel. Die Lösungsmittelmenge kann in großen Grenzen va
riiert werden, sie kann den einfachen bis zum zehnfachen
Gewichtsteil des IP's betragen. Die Zinkchlorid- bzw. Zinkbromid
menge kann 0,04 Gewichtsteile vom IP betragen bis zu sehr hohen
Mengen von 0,5 Gewichtsteilen und höher, die aber keinen Vorteil
bringen.
Als Protonendonatoren können Mineralsäuren, wie konz. Salzsäure,
konz. Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure oder
Natriumhydrogensulfat verwendet werden. Davon wird Salzsäure
bevorzugt.
Ferner kann Toluolsulfonsäure oder Trifluormethansulfonsäure ver
wendet werden, wie auch Mischungen der genannten Säuren.
Das bei der Reaktion entstehende Wasser kann ausgekreist werden,
doch ist die Umsetzung in speziellen Fällen auch ohne Wasseraus
kreisung durchführbar.
Statt mit Zusatz von wäßriger Salzsäure kann mit Vorteil auch
unter Einleiten von Chlorwasserstoffgas gearbeitet werden. Dies
hat den Vorteil, daß die Säurekonzentration nicht auf einen zu
hohen Wert anwachsen kann, da überschüssiges Salzsäuregas sich
aus der Reaktionsmischung verflüchtigt. Eine hochsiedende Säure,
wie Schwefelsäure kann dagegen in zu hoher Konzentration die
Bildung von Nebenprodukten begünstigen. Bei Umsetzungen unter
Einleiten von Chlorwasserstoffgas wird im allgemeinen nur wenig
Wasser ausgekreist, da sich hierbei aus dem bei der Reaktion ge
bildeten Wasser und HCl eine etwa 12%ige wäßrige, konstant sie
dende Salzsäure bildet, die viel schwerer als Wasser auskreisbar
ist.
Die Umsetzung kann diskontinuierlich, aber auch kontinuierlich
durchgeführt werden.
Die Menge des für die Extraktion benötigten Wasser hängt ab von
der Menge des eingesetzten Zinkhalogenids, von der Menge des ver
wendeten Lösungsmittels, von der Menge des während der Umsetzung
ausgekreisten Wassers, von der Zahl der Extraktionsstufen sowie
von dem gewünschten Extraktionsgrad für das Zinkhalogenid. Sie
kann daher in weiten Grenzen variieren. Zur Extraktion von nur
der Hauptmenge des Zinkhalogenids genügt im allgemeinen eine ein
fache Wäsche mit ca. 3 bis 10 Vol.-% Wasser, bezogen auf die or
ganische Phase. Zur vollständigen Extraktion wird 2- bis 6 mal
mit je 0,5 bis 10 Vol.-% Wasser oder wäßrigem Methanol, vorzugs
weise 2 bis 4 mal mit 1 bis 5 Vol.-% Wasser oder wäßrigem Metha
nol gewaschen. Besonders vorteilhaft gelingt die vollständige Ex
traktion in einer dreistufigen Gegenstromextraktion mit 1 bis
3 Volumen% Wasser.
Man kann aber auch das bei der Umsetzung gebildete Wasser enthal
tende Zinkchlorid oder Zinkbromid als solches entfernen.
Bei zusätzlicher Zugabe von frischem, trockenem Zinkchlorid bzw.
Zinkbromid können auch 60 gew.-%ige Zinkchlorid- oder Zinkbromid-Lösungen
zurückgeführt werden. Arbeitet man mit praktisch voll
ständiger Rückführung des Zinkhalogenids, wobei nur sehr kleine
Mengen, d. h. nur etwa 0 bis 3% an trockenem Zinkchlorid oder
Zinkbromid in Form einer 85 bis 90 gew.-%igen Lösung zugesetzt
werden, sollten die als Katalysatorlösung eingesetzten Zinkhalo
genid-Lösungen oder pumpbaren Maischen mindestens 65 Gew.-% Zink
chlorid bzw. Zinkbromid enthalten, was einer Menge von etwa 4 mol
Wasser pro mol Zinkchlorid bzw. Zinkbromid entspricht. Mit Vor
teil arbeitet man mit einer Katalysatorlösung oder pumpbaren Mai
schen, die 70 bis 90 Gew.-%, insbesondere 80 bis 90 Gew.-% Zink
halogenid enthält, was etwa Mengen von 1 bis 3 mol Wasser, ins
besondere etwa 1 bis 2 mol Wasser pro mol Zinkhalogenid ent
spricht. Je höher der Gehalt an Zinkchlorid oder Zinkbromid in
der Mischung ist, desto wichtiger ist es, diese während der Auf
bewahrung und/oder während des Zudosierens auf Temperaturen von
etwa 50 bis 200°C, vorzugsweise 80 bis 200°C zu halten. Bei Zink
chlorid- oder Zinkbromid-Konzentration von mehr als etwa
90 Gew.-% steigt die Gefahr, daß die Lösung, übersättigte Lösung
oder Maische erstarrt, was die Prozeßführung erschweren würde.
Die folgenden Beispiele sollen das erfindungsgemäße Verfahren
veranschaulichen. Die Ausbeute-Angaben gelten für den reinen
Wirkstoff (Vitamine-E-acetat 100%ig) und sind bezogen auf einge
setztes TMH. Die Reinheit wurde durch Gaschromatographische
Analyse (GC) des erhaltenen Produkts bestimmt. Die Färbung des
Destillats nach der VEA-Destillation wurde durch Absorptionsspek
troskopie (Perkin-Elmer 552; Zellenlänge 1 cm Reinsubstanz; Wel
lenlänge 420 nm gemessen und die Farbintensität C.I. nach der
Formel C.I. = -0,261 (% Transmittance) + 25,23 berechnet.
In einem 4 l-Rührbehälter aus Glas mit aufgesetztem Rückfluß
kühler und Wasserabscheider wurden jeweils 1170 g Heptan, 600 g
Trimethylhydrochinon (TMH: Reinheit < 94%), 12 g Tridecylamin
(TDA), die aus Tabelle 1 ersichtliche Menge x[g] trockenes Zink
chlorid und die aus Tabelle 1 ersichtliche Menge y[g] einer
wäßrigen Zinkchloridlösung der Konzentration z [Gew.-%) vorgelegt
und der Ansatz unter Rühren aufgeheizt. Anschließend wurde Chlor
wasserstoff (ca. 20 g/h) zudosiert. In die siedende Mischung wur
den innerhalb von 1 Stunde (h) unter Auskreisen von Wasser (W)
jeweils 1210 g Isophytol (IP; 98%ig) zudosiert. Anschließend
ließ man noch 1 h bei Siedetemperatur nachreagieren. Dann wurde
mit 100 ml W gewaschen. Bei dreimaligem Waschen mit je 100 ml W
können 98 bis 100% des eingesetzten Zinkchlorids zurückgewonnen
werden. Anschließend wurde mit wäßrigem Methanol gewaschen. Nach
Abziehen des Lösungsmittels wurde das rohe α-Tocopherol mit Essi
säureanhydrid durch Erhitzen unter Rückfluß verestert und das
erhaltene Vitamin-E-acetat (VEA) in der aus Tabelle 1 ersichtli
chen Ausbeute an reinem Vitamin-E-acetat, bezogen auf eingesetz
tes TMH, und Reinheit (bestimmt durch GC) erhalten.
Die Beispiele 2a, 2c bis 2f und 2h bis 2j zeigen den Einfluß von
W auf die Katalysatoraktivität. Bei Mitverwendung von bis zu
3 mol Wasser pro mol ZnCl2 werden keine signifikanten Verschlech
terungen der Ausbeute und der Reinheit beobachtet, ab 4 mol W pro
mol ZnCl2 sinken die Ausbeuten leicht ab. Beispiele 2e und
Vergleichsbeispiel 2g zeigen, daß größere Katalysatormengen kei
nen Vorteil mehr bringen.
In einem 4 l-Rührbehälter aus Glas mit aufgesetztem Rückfluß
kühler und a) mit Wasserabscheider und b) ohne Wasserabscheider
wurden jeweils 1170 g Heptan, 600 g TMH, 12 g TDA und 23 g troc
kenes ZnCl2 sowie 463 g einer wäßrigen ZnCl2-Lösung (Konzen
tration: 20 Gew.-%; Verhältnis von W/ZnCl2 = 24 mol/mol) vorgelegt
und der Ansatz unter Rühren und a) unter Abscheiden von W und b)
ohne Abscheidung von W aufgeheizt und ca. 20 g/h Chlorwasserstoff
zudosiert. In die siedende Mischung wurden innerhalb von 1 h
1210 g IP zudosiert und das Reaktionsgemisch noch 2 h nach
reagieren lassen.
Bei Reaktionsansatz a) setzte die Umsetzung zwischen TMH und IP
ein nachdem der überwiegende Teil des Wassers aus der ZnCl2-Lösung
sich im Wasserabscheider abgeschieden hatte. Der Ansatz wurde
analog Beispiel 2 aufgearbeitet.
Im Reaktionsansatz b) wurde das gewünschte α-Tocopherol nur in
Spuren gebildet, was zeigt, daß größere Mengen an W im Reaktions
gemisch den Katalysator völlig desaktivieren.
Die jeweils erzielten Ausbeuten sind in Tabelle 2 dargestellt.
Wie Tabelle 2 zeigt, sind die Ausbeute und die Reinheit des
erhaltenen Tocopherols schlechter als in Beispiel 4, was zeigt,
daß es vorteilhafter ist, wenn man die Katalysatorlösung bereits
vor Beginn der Umsetzung aufkonzentriert.
In dem oben beschriebenen 4 l-Rührbehälter wurden jeweils 1170 g
Heptan, 600 g TMH, 12 g TDA, 23,2 g trockenes ZnCl2 und 115,9 g
einer 80 gew.-%igen ZnCl2-Lösung vorgelegt und der Ansatz a) unter
Auskreisen von W und b) ohne Auskreisen von W aufgeheizt. Sodann
wurden ca. 20 g/h Chlorwasserstoff zudosiert und in die siedende
Mischung innerhalb von 1 h 1210 g IP zudosiert. Anschließend ließ
man 1 h nachreagieren. Anschließend wurde einmal mit 300 ml W und
3x mit wäßrigem Methanol gewaschen und analog Beispiel 2 mit
Acetanhydrid verestert.
Die erzielten Ausbeuten und Reinheiten sind in Tabelle 3 darge
stellt:
Die Beispiele 4a und 4b zeigen, daß bei einem Wassereintrag von
nur 1,5 mol/mol ZnCL2 das Auskreisen von W ohne Verschlechterung
von Ausbeute und Reinheit entfallen kann.
In dem oben beschriebenen 4 l-Rührbehälter mit Rückflußkühler und
Wasserabscheider wurden 1170 g Heptan, 600 g TMH, 12 g TDA und
die aus Tabelle 4 ersichtliche Menge x [g) trockenes ZnCl2 und die
aus Tabelle 4 ersichtliche Menge y [g] ZnCl2-Lösung der aus Ta
belle 4 ersichtlichen Konzentration z vorgelegt und der Ansatz
unter Rühren aufgeheizt. Sodann wurde ca. 20 g/h Chlorwasser
stoffgas zudosiert, in die siedende Mischung innerhalb von 1 h
1210 g IP zudosiert und anschließend das Reaktionsgemisch noch
1 h nachreagieren lassen.
Anschließend wurde durch einmalige Zugabe von 100 ml W ein Groß
teil (ca. 80%) des ZnCL2 ausgewaschen. Die Heptan-Tocopherol-Phase
wurde mit wäßrigem Methanol gewaschen, eingedampft und das
erhaltene rohe Tocopherol mit Essigsäureanhydrid verestert.
Die erhaltene wäßrige ZnCl2-Lösung (ca. 200 g mit einer mittleren
Konzentration von ca. 50 Gew.-% ZnCL2) wurde in einem Sambay-Ver
dampfer zu der aus Tabelle 4 ersichtlichen Konzentration z auf
konzentriert. Das Konzentrat wurde bei 100°C gelagert und er
starrte bei diesen Temperaturen nicht. Es wurde bei dem nächsten
Kondensationsansatz neben der aus Tabelle 4 ersichtlichen Menge
an trockenem ZnCL2 wieder als Katalysator eingesetzt. Auf gleiche
Weise wurde jeweils das zurückgewonnene ZnCl2 in 10 auf einander
folgenden Kondensationsansätzen eingesetzt. Der Eintrag von W be
trug bei allen Ansätzen etwa 1,0 bis 1,2 mol W pro mol ZnCl2. In
Tabelle 4 sind die Reaktionsbedingungen sowie Ausbeuten und Rein
heiten des mit zurückgeführtem ZnCl2 erhaltenen Vitamin-E-acetats
angegeben.
Die Beispiele 5 bis 5.10 zeigen, daß selbst nach 10-maligem Rück
führen von ZnCl2-Lösung der angegebenen Konzentration in Folge
keine Verschlechterung der Ausbeute oder der Reinheit des herge
stellten VEA's beobachtet wurde. Auch die Bildung hochsiedender
Nebenkomponenten, die bei einer Vakuumdestillation des rohen Vi
tamin-E-acetats als nichtverdampfbarer Rückstand anfallen sowie
die Färbung des Destillats (angegeben als Colour Index C.I.)
blieben ohne signifikante Änderung.
Analog Beispiel 5 wurden 600 g TMH in Gegenwart von der aus Ta
belle 5 ersichtlichen Menge x [g] an trockenem ZnCl2 und y [g]
einer zurückgeführten wäßrigen ZnCl2-Lösung mit einer Konzen
tration von Z Gew.-% mit 1210 g IP zu α-Tocopherol umgesetzt. Nach
1-stündigem Nachreagieren wurde dreimal mit je 100 ml Wasser
gewaschen, wobei 98-100% des eingesetzten ZnCL2 zurückerhalten
wurden. Nach Abziehen des Lösungsmittels wurde das rohe α-Toco
pherol mit Acetanhydrid verestert.
So wurden jeweils etwa 400 bis 420 g ZnCl2-Lösung mit einer mitt
leren Konzentration von 30 Gew.-% ZnCl2 erhalten. Diese Lösungen
wurden filtriert und an einem Sambay-Verdampfer aufkonzentriert.
Das Konzentrat wurde bis zur Wiederverwendung bei 100°C gelagert,
wobei es nicht erstarrte. Es wurde, wie oben beschrieben, jeweils
für den folgenden Kondensationsansatz als Katalysator verwendet.
Die Beispiele 6 bis 6.20 zeigen, daß selbst nach 20-maligem Rück
führen von ZnCl2-Lösung der in Tabelle 5 angegebenen Konzen
tration z weder eine Verschlechterung der Ausbeute und der Rein
heit des VEA's beobachtet werden konnte, noch der Anteil an
nichtverdampfbarem Rückstand bei der VEA-Destillation oder die
Färbung des Destillats anstieg.
In einem 0,5 l-Dreihalskolben aus Glas mit Blattrührer, Tropf
trichter, Rückflußkühler und Wasserabscheider wurden 150 g
Heptan, 76 g TMH, 1,5 g TDA und 16 g trockenes ZnCl2 vorgelegt und
der Ansatz unter Rühren aufgeheizt. Chlorwasserstoff wird
zudosiert (ca. 5 g/h). In die siedende Mischung wurden 153 g IP
zudosiert.
Man ließ 1 h nachreagieren. Nach dem Abkühlen wurden 12,5 ml Was
ser zugesetzt, durchmischt und nach dem Absetzenlassen die Phasen
getrennt. Die heptanische Phase wurde eingeengt und das rohe
Tocopherol mit Essigsäureanhydrid durch Erhitzen unter Rückfluß
zu VEA verestert.
Die wäßrige Phase wurde für den nächsten Versuch als Katalysator
vorgelegt. 150 g Heptan, 76 g TMH und 1,6 g frisches Zinkchlorid
wurden zugegeben und der Ansatz wie oben unter Rühren aufgeheizt.
Das W wurde durch Azeotrop-Destillation mit dem Heptan am Wasser
abscheider ausgekreist und Chlorwasserstoff zudosiert (ca.
5 g/h). Nachdem ca. 10 ml des Wassers ausgekreist worden waren,
wurden in die siedende Mischung 153 g IP zudosiert. Man ließ
nachreagieren. Die Aufarbeitung wurde wie oben beschrieben durch
geführt.
Auf diese Art wurde das ZnCL2 dreimal zurückgeführt. In allen An
sätzen wurden Ausbeuten von 97% der Theorie und Reinheiten von
97,7% erzielt.
In einem 0,5 l-Dreihalskolben aus Glas mit Blattrührer, Tropf
trichter, Rückflußkühler und Wasserabscheider wurden 150 g
Heptan, 76 g TMH, 1,5 g TDA und 16 g trockenes ZnCl2 vorgelegt und
der Ansatz unter Rühren aufgeheizt. Es wurde Chlorwasserstoff
zudosiert (ca. 5 g/h) und in die siedende Mischung 153 g IP
zudosiert. Man ließ 1 h nachreagieren. Nach dem Abkühlen wurden
dreimal je 100 ml W und Methanol zugesetzt, das Reaktionsgemisch
durchmischt und nach dem Absetzenlassen die Phasen getrennt. Die
heptanische Phase wurde eingeengt und das rohe Tocopherol durch
Erhitzen unter Rückfluß mit Essigsäureanhydrid zu VEA verestert.
Die wäßrig-methanolische Phase wurde eingedampft und für den
nächsten Versuch als Katalysator vorgelegt. 150 g Heptan, 76 g
TMH und 1,6 g frisches ZnCL2 wurden zugegeben, der Ansatz wie oben
beschrieben unter Rühren aufgeheizt und Chlorwasserstoff
zudosiert (ca. 5 g/h). In die siedende Mischung wurden 153 g IP
zudosiert. Man ließ 1 h nachreagieren. Die Aufarbeitung wurde wie
oben beschrieben durchgeführt.
Auf diese Art wurde das Zinkchlorid und TDA dreimal zurück
geführt. Alle Ansätze lieferten Ausbeuten an VEA von etwa 97%
der Theorie und Reinheiten von 97,7%.
Dieses Beispiel zeigt, daß durch Extraktion mit einem Gemisch aus
W und Methanol im Verhältnis von etwa 1 : 1 nicht nur das Zinkchlo
rid, sondern auch der Phasentransferkatalysator TDA.HCl nahezu
vollständig in den Prozeß zurückgeführt werden kann.
Analog Beispiel 5 - jedoch unter Zugabe von 22 mol einer
47 Gew.-%igen wässrigen HBr-Lösung anstelle des Einleitens von
HCl-Gas - wurden 600 g TMH in Gegenwart von der aus Tabelle 6 er
sichtlichen Menge x [g) an trockenem Zinkbromid und y [g] einer
zurückgeführten wäßrigen Zinkbromid-Lösung mit einer Konzen
tration von Z Gew.-% mit 1210 g IP zu α-Tocopherol umgesetzt. Nach
1-stündigem Nachreagieren wurde dreimal mit je 100 ml Wasser
gewaschen, wobei 98-100% des eingesetzten Zinkbromids zurücker
halten wurden. Nach Abziehen des Lösungsmittels wurde das rohe
α-Tocopherol mit Acetanhydrid verestert.
So wurden jeweils etwa 460 bis 480 g Zinkbromid-Lösung mit einer
mittleren Konzentration von 37 Gew.-% Zinkbromid erhalten. Diese
Lösungen wurden filtriert und an einem Sambay-Verdampfer auf
konzentriert. Das Konzentrat wurde bis zur Wiederverwendung bei
100°C gelagert, wobei es nicht erstarrte. Es wurde, wie oben be
schrieben, jeweils für den folgenden Kondensationsansatz als Ka
talysator verwendet.
Die Beispiele 9 bis 9.2 zeigen, daß bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren auch bei Verwendung von Zinkbromid die Rückführung des
Katalysators ohne Verschlechterung der Ausbeute oder der Reinheit
des Vitamin-E-acetats möglich ist.
Claims (8)
1. Verfahren zur Herstellung von α-Tocopherol oder α-Tocopheryl
acetat durch Umsetzen von 2,3,5-Trimethyl-hydrochinon mit
Phytol oder Isophytol in Gegenwart von einem Zinkhalogenid-Kon
densationskatalysator und einem Protonendonator und ggf.
anschließende Veresterung mit Acetanhydrid, dadurch gekenn
zeichnet, daß man
- A. Die Umsetzung in einem mit Wasser nicht oder nur wenig mischbaren unpolaren Lösungsmittel durchführt und
- B. das benötigte Zinkhalogenid in Form einer Mischung aus 1 bis 4 mol Wasser pro mol Zinkhalogenid in die Umsetzung einbringt.
2. Verfahren zur Herstellung von α-Tocopherol oder α-Tocopheryl
acetat durch Umsetzen von 2,3,5-Trimethyl-hydrochinon mit
Isophytol oder Phytol in Gegenwart von Zinkchlorid oder Zink
bromid und einem Protonendonator in einem Lösungsmittel und
gegebenenfalls anschließende Veresterung mit Acetanhydrid,
das dadurch gekennzeichnet ist, daß man
- A. die Umsetzung in einem mit Wasser nicht oder nur wenig mischbaren unpolaren Lösungsmittel durchführt,
- B. nach erfolgter Umsetzung das Zinkchlorid oder Zinkbromid abtrennt und/oder mit Wasser oder einem Gemisch aus Was ser und einem niedrigsiedenden, mit Wasser mischbaren or ganischen Lösungsmittel aus der erhaltenen Tocopherol-Lö sung extrahiert und
- C. die erhaltene Zinkchlorid- oder Zinkbromid-Lösung ggf. nach Aufkonzentrieren in Form einer etwa 60 bis 90 gew.-%igen gegebenenfalls heißen Lösung oder pumpbaren Maische teilweise oder vollständig so in den Umsetzung sprozeß zurückführt, daß im Reaktionsgemisch nach Ergän zen des noch fehlenden Zinkchlorids bzw. Zinkbromids für die folgende Umsetzung nicht mehr als 4 mol Wasser, vor zugsweise nicht mehr als 3 mol Wasser, pro mol Zinkchlo rid oder Zinkbromid vorliegen.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Umsetzung in Hexan, Heptan, Cyclohexan, Octan,
Nonan, Decan, Toluol, Xylol oder in einem Gemisch von 2 oder
mehreren dieser Lösungsmittel als mit Wasser nicht oder nur
wenig mischbarem unpolaren Lösungsmittel durchführt.
4. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man
im Verfahrensschritt B. die Hauptmenge des Zinkchlorids oder Zinkbromids aus der Tocopherol-Lösung mit möglichst wenig Wasser oder mög lichst wenig eines Gemisches aus Was ser und Methanol extrahiert und
im Verfahrensschritt C. soviel von der erhaltenen wäßrigen Lösung oder pumpbaren Maische in den Umsetzungsprozeß zurückführt, daß nach Ergänzung des noch fehlenden Zinkchlorids oder Zinkbromids durch trockenes Zinkchlorid bzw. Zinkbromid oder eine 85 bis 90 gew.-%ige Lösung oder pumpbare Maische im Reaktionsge misch nicht mehr als 3 mol Wasser pro mol Zinkchlorid oder Zinkbromid vor liegen.
im Verfahrensschritt B. die Hauptmenge des Zinkchlorids oder Zinkbromids aus der Tocopherol-Lösung mit möglichst wenig Wasser oder mög lichst wenig eines Gemisches aus Was ser und Methanol extrahiert und
im Verfahrensschritt C. soviel von der erhaltenen wäßrigen Lösung oder pumpbaren Maische in den Umsetzungsprozeß zurückführt, daß nach Ergänzung des noch fehlenden Zinkchlorids oder Zinkbromids durch trockenes Zinkchlorid bzw. Zinkbromid oder eine 85 bis 90 gew.-%ige Lösung oder pumpbare Maische im Reaktionsge misch nicht mehr als 3 mol Wasser pro mol Zinkchlorid oder Zinkbromid vor liegen.
5. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man
im Verfahrensschritt B. durch mehrmaliges Extrahieren mit Wasser oder einem Gemisch aus Wasser und Methanol, dem ggf. etwa 1 Gew.-% HCl zugesetzt wurde, das Zinkchlorid oder Zinkbromid möglichst vollständig aus der Tocopherol-Lösung entfernt und
im Verfahrensschritt C. die erhaltene verdünnte Zinkchlorid- oder Zinkbromid-Lösung durch Abdamp fen von Wasser oder Methanol und Was ser so weit aufkonzentriert, daß diese nicht mehr als 3 mol Wasser pro mol Zinkchlorid bzw. Zinkbromid ent hält und daß man sie so in den Umset zungsprozeß zurückführt.
im Verfahrensschritt B. durch mehrmaliges Extrahieren mit Wasser oder einem Gemisch aus Wasser und Methanol, dem ggf. etwa 1 Gew.-% HCl zugesetzt wurde, das Zinkchlorid oder Zinkbromid möglichst vollständig aus der Tocopherol-Lösung entfernt und
im Verfahrensschritt C. die erhaltene verdünnte Zinkchlorid- oder Zinkbromid-Lösung durch Abdamp fen von Wasser oder Methanol und Was ser so weit aufkonzentriert, daß diese nicht mehr als 3 mol Wasser pro mol Zinkchlorid bzw. Zinkbromid ent hält und daß man sie so in den Umset zungsprozeß zurückführt.
6. Verfahren gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man
die erhaltene verdünnte Zinkchlorid- bzw. Zinkbromid-Lösung
zunächst in einer speziellen Destillationsvorrichtung in
Gegenwart oder Abwesenheit eines geeigneten Azeotropbildners
aufkonzentriert und danach in Form einer ggf. heißen Lösung
oder pumpbaren Maische in den Umsetzungsprozeß zurückführt.
7. Verfahren gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man
die erhaltene verdünnte Zinkchlorid- bzw. Zinkbromid-Lösung
im Reaktionsgefäß selbst vor der Zugabe von Isophytol in
Gegenwart oder Abwesenheit des für die Umsetzung verwendeten
Lösungsmittels aufkonzentriert.
8. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man
im Verfahrensschritt B nach erfolgter Umsetzung das Zink chlorid oder Zinkbromid zusammen mit gegebenenfalls enthaltenem Ammonium salz und/oder Amin und unumgesetztem Trimethylhydrochinon mit einer Mischung aus Wasser und Methanol im Gewichtsverhältnis von etwa 4 : 1 bis 1 : 10 aus der erhaltenen Tocopherol-Lösung extrahiert und den erhaltenen Extrakt nach Aufkonzentrieren in Form einer gegebenenfalls heißen Lösung oder pumpbaren Maische so in den Um setzungsprozeß zurückführt, daß im Reaktionsgemisch nach Ergänzen des noch fehlenden Zinkchlorids bzw. Zinkbromids für die folgende Umset zung nicht mehr als 3 mol Wasser, pro mol Zinkchlorid bzw. Zinkbromid ent halten sind.
im Verfahrensschritt B nach erfolgter Umsetzung das Zink chlorid oder Zinkbromid zusammen mit gegebenenfalls enthaltenem Ammonium salz und/oder Amin und unumgesetztem Trimethylhydrochinon mit einer Mischung aus Wasser und Methanol im Gewichtsverhältnis von etwa 4 : 1 bis 1 : 10 aus der erhaltenen Tocopherol-Lösung extrahiert und den erhaltenen Extrakt nach Aufkonzentrieren in Form einer gegebenenfalls heißen Lösung oder pumpbaren Maische so in den Um setzungsprozeß zurückführt, daß im Reaktionsgemisch nach Ergänzen des noch fehlenden Zinkchlorids bzw. Zinkbromids für die folgende Umset zung nicht mehr als 3 mol Wasser, pro mol Zinkchlorid bzw. Zinkbromid ent halten sind.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997133503 DE19733503A1 (de) | 1997-08-01 | 1997-08-01 | Verfahren zur Herstellung von a-Tocopherylacetat durch Umsetzung von Trimethylhydrochinon und Phytol oder Isophytol unter Rückführung des Zinkhalogenid-Kondensationskatalysators |
| US08/990,092 US6005122A (en) | 1996-12-23 | 1997-12-12 | Preparation of α-tocopherol or α-tocopheryl acetate by reacting trimethylhydroquinone and phytol or isophytol, with recycling of the zinc halide condensation catalyst |
| EP97122262A EP0850937B1 (de) | 1996-12-23 | 1997-12-17 | Verfahren zur Herstellung von alpha-Tocopherol oder alpha-Tocopherylacetat durch Umsetzen von Trimethylhydrochinon und Phytol oder Isophytol unter Rückführung des Zinkhalogenid-Kondensationskatalysators |
| DE59709492T DE59709492D1 (de) | 1996-12-23 | 1997-12-17 | Verfahren zur Herstellung von alpha-Tocopherol oder alpha-Tocopherylacetat durch Umsetzen von Trimethylhydrochinon und Phytol oder Isophytol unter Rückführung des Zinkhalogenid-Kondensationskatalysators |
| RU97121291/04A RU2188823C2 (ru) | 1996-12-23 | 1997-12-22 | СПОСОБ ПОЛУЧЕНИЯ α-ТОКОФЕРОЛА ИЛИ α-ТОКОФЕРИЛАЦЕТАТА ПУТЕМ ВЗАИМОДЕЙСТВИЯ ТРИМЕТИЛГИДРОХИНОНА И ФИТОЛА ИЛИ ИЗОФИТОЛА С ВОЗВРАТОМ В ПРОЦЕСС ЦИНКГАЛОГЕНИДНОГО КАТАЛИЗАТОРА КОНДЕНСАЦИИ |
| JP35346197A JP4510161B2 (ja) | 1996-12-23 | 1997-12-22 | α−トコフェロールまたはα−トコフェリールアセテートの製造方法 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997133503 DE19733503A1 (de) | 1997-08-01 | 1997-08-01 | Verfahren zur Herstellung von a-Tocopherylacetat durch Umsetzung von Trimethylhydrochinon und Phytol oder Isophytol unter Rückführung des Zinkhalogenid-Kondensationskatalysators |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE19733503A1 true DE19733503A1 (de) | 1999-02-04 |
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ID=34223583
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997133503 Withdrawn DE19733503A1 (de) | 1996-12-23 | 1997-08-01 | Verfahren zur Herstellung von a-Tocopherylacetat durch Umsetzung von Trimethylhydrochinon und Phytol oder Isophytol unter Rückführung des Zinkhalogenid-Kondensationskatalysators |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19733503A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006018310A3 (en) * | 2004-08-19 | 2006-07-20 | Dsm Ip Assets Bv | Process for the working-up of a vitamin e- and vitamin e-acetate and rectification colum suitable therefore |
| US7858813B2 (en) | 2004-08-19 | 2010-12-28 | Dsm Ip Assets B.V. | Process for the rectification of mixtures of high-boiling air-and/or temperature-sensitive useful products |
| CN115672378A (zh) * | 2022-11-15 | 2023-02-03 | 万华化学集团股份有限公司 | 一种制备维生素e乙酸酯的反应体系中催化剂的回用方法 |
-
1997
- 1997-08-01 DE DE1997133503 patent/DE19733503A1/de not_active Withdrawn
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006018310A3 (en) * | 2004-08-19 | 2006-07-20 | Dsm Ip Assets Bv | Process for the working-up of a vitamin e- and vitamin e-acetate and rectification colum suitable therefore |
| US7858813B2 (en) | 2004-08-19 | 2010-12-28 | Dsm Ip Assets B.V. | Process for the rectification of mixtures of high-boiling air-and/or temperature-sensitive useful products |
| US8183396B2 (en) | 2004-08-19 | 2012-05-22 | Dsm Ip Assets B.V. | Process for the working-up of a vitamin E- and vitamin E-acetate- containing mixture or products stream |
| US8414850B2 (en) | 2004-08-19 | 2013-04-09 | Dsm Ip Assets B.V. | Process for the working-up of a vitamin E- and vitamin E-acetate-containing mixture or product stream |
| US8420838B2 (en) | 2004-08-19 | 2013-04-16 | Dsm Ip Assets B.V. | Process for the rectification of mixtures of high-boiling air- and/or temperature-sensitive useful products |
| US8747621B2 (en) | 2004-08-19 | 2014-06-10 | Dsm Ip Assets B.V. | Process for the rectification of mixtures of high-boiling air- and/or temperature-sensitive useful products |
| CN115672378A (zh) * | 2022-11-15 | 2023-02-03 | 万华化学集团股份有限公司 | 一种制备维生素e乙酸酯的反应体系中催化剂的回用方法 |
| CN115672378B (zh) * | 2022-11-15 | 2024-04-09 | 万华化学集团股份有限公司 | 一种制备维生素e乙酸酯的反应体系中催化剂的回用方法 |
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