DE1793175C3 - Verfahren zur Herstellung von 5-Benzyl-3-furancarbonsäure - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 5-Benzyl-3-furancarbonsäureInfo
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Description
(Vl)
CnH5CH2
in der R und X die vorstehende Bedeutung haben, entweder in Gegenwart von Wasser mit Ζιηκ-pulver
unter alkalischen Bedingungen gleichzeitig hydrolysiert und enthalogeniert oder daß man
die Verbindung der allgemeinen Formel VI zunächst in üblicher Weise hydrolysiert und dann
in Gegenwart von Wasser mit Zinkpulver unter alkalischen Bedingungen enthalogeniert.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 5-Benzyl-3-furancarbonsäure der Formel I
r- COOH
QH5CH2
Diese Verbindung ist ein wertvolles Zwischenprodukt zur Herstellung von Insektiziden.
Es ist bekannt, daß Ester aus Chrysanthemuincarbonsäuren
und 5-Benzyl-3-fuirfurylmethylalkohol ausgezeichnete insektizide Wirksamkeit haben. 5-Benzyl-3-furfurylmethylalkohol
kann durch Reduktion des entsprechenden 3-Furancarbonsäureäthylesters hergestellt
werden. Ein bekanntes Verfahren zur Herstellung von 5-Benzyl-3-furancarbonsäureäthylester
geht von Phenylacetonitril und Bernsteinsäurediäthylester aus und führt in einer mehrstufigen Reaktion zu
dem Endprodukt (vgl. Nature, Bd. 213, S. 493 [1967]).
Dieses Verfahren ist jedoch unvorteilhaft, da zur Reinigung des unter anderem gebildeten o-Phenyllävulinsäureäthylesters,
des Äthylenketals des o-Phenyllävulinsäureäthylesters und des 5-Benzyl-3-furancarbonsäureäthylesters
eine Hochvakuumdestillation bei Drücken von 0,5 Torr oder darunter durchgeführt werden muß. Dadurch wird das Verfahren kompliziert,
und außerdem ist die Ausbeute nicht groß.
Ferner werden im Journal of American Chemical Society, Bd. 77 (1955), S. 4069, sowie in Angewandte
Chemie, Bd. 71 (1959), S. 709, und in den Chemischen Berichten, Bd. 94 (1961), S. 825, Verfahren zur Herstellung
von 5-Methyl-3-furancarbonsäure beschrieben. Bei dem aus Journal of American Chemical
Society, Bd. 77 (1955), S. 40(59, bekannten Verfahren zur Herstellung von S-Methyl-S-furancarbonsäure
geht man von dem Diäthylketal des Lävulinsäureäthylesters oder dem Enoläther des Lävulinsäureäthylesters
aus, die man mit Ameisensäureäthylester zum ei-Formyllävulinsäureäthylester umsetzt, der dann
zum 5 - Methyl - 3 - furancarbonsäureäthylester ringgeschlossen wird, worauf dieser in die freie Säure
übergeführt wird.
I 793
Bei diesem Verfahren beträgt die Ausbeute an der Formylverbindung nur 35%, und auch der Ringschluß
ergibt nur 38% Ausbeute.
Das in der Angewandten Chemie, Bd. 71 (1959), S 709, und in den Chemischen Berichten, Bd. 94
(1961), S. 825, beschriebene mehrstufige Verfahren zur Herstellung von S-MethyW-furancarbonsäure ist
ebenfalls nicht vorteilhaft, da die Ausbeuten in jeder Siufe niedrig sind und die Ausgangsverbindungen zum
Teil nur schlecht zugänglich sind.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von 5-Benzyl-3-furancarbonsäure der Formel I, dü>
dadurch gekennzeichnet ist, daß man ein Äthylenki-lal
eines Lävulinsäureesters der allgemeinen For- n*\ II
CH, — C — CH2 - CH2 — COOR
O O nn
CH2 CH2
mki ReinenAlkylrestmit 1 bis4 C-Atomen bedeutet,
in an sich bekannter Weise durch Umsetzung mit einem Ameisensäurealkylester in Gegenwart einer
Ua-,;' in ein Äthylenketal eines a-Formyllävulinsäureesters
der allgemeinen Formel III
CH3 - C - CH2 - C — COOR
O O CHO
CH2-CH2
(HI)
in der R die vorstehende Bedeutung hat, überrührt, das Äthylenketal des α-Formyllävulinsäureesters der
allgemeinen Formel III in an sich bekannter Weise mittels eines sauren Katalysators in einen 5-Methyl-3-furancarbonsäureester
der allgemeinen Formel IV
COOR
CH3
(IV)
. COOR
XCH,
(V)
2-halogen-3-furancarbonsäureester der allgemeinen
Formel VI
COOR
in der R die vorstehende Bedeutung hat, überführt, den 5-Methyl-3-furancarbonsäureester der allgemeinen
Formel IV mit Brom oder Chlor bei einem Molverhältnis des 5-Methyl-3-furancarbonsäureesters
zu Halogen von 1:2 bei einer Temperatur von -10 bis 500C halogeniert, dann den erhaltenen
2 - Halogen - 5 - halogenmethyl - 3 - furancarbonsäureester der allgemeinen Formel V
in der R die vorstehende Bedeutung hat und X ein Chlor- oder Bromatom darstellt, mit Benzol in Gegenwart
eines Friedel-Crafts-Katalysators bei Raumtemperatur oder einer niedrigeren Temperatur umsetzt,
das Reaktionsgemisch in eiskalte Salzsäure eingießt, die organische Schicht wäscht und zur Trockene eindampft
und anschließend den erhaltenen 5-Benzyl-C6H5CH2
(Vl)
in der R und X die vorstehende Bedeutung haben, ίο entweder in Gegenwart von Wasser mit Zinkpulver
unter alkalischen Bedingungen gleichzeitig hydrolysiert und enthalogeniert oder daß man die Verbindung
der allgemeinen Formel VI zunächst in üblicher Weise hydrolysiert und dann in Gegenwart von Wasser mit
Zinkpulver unter alkalischen Bedingungen enthalogeniert.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhält man in hoher Gesamtausbeute und in einfacher Weise
die 5-BenzyI-3-furancarbonsäure.
Die einzelnen Stufen des erfindungsgemäßen Verfahrens werden im allgemeinen wie nachstehend
beschrieben durchgeführt.
1. Stufe
Ein Äthylenketal eines entsprechenden Lävulinsäureesters der Formel II wird mit einem Ameisensäurealkylester
in Anwesenheit einer Base in Gegenwart eines organischen Lösungsmittels nach der üblichen
Claisen-Kondensation umgesetzt, wobei die Verbindung der allgemeinen Formel III in einer Ausbeute
von 30 bis 90%, bezogen auf das eingesetzte Äthylenketal des Lävulinsäureesters, gebildet wird. Als Basen
eignen sich die für eine Claisen-Kondensation üblichen Stoffe, wie Natrium, Natriumhydrid oder
Natriumäthoxid.
Die Reaktion wird in einem organischen Lösungsmittel, wie Äther, Benzol oder Toluol, bei Temperaturen
von 10 bis 50°C, vorzugsweise 15 bis 40°C, durchgeführt. Die Reaktionszeit beträgt im allgemeinen
6 bis 40 Stunden.
Der erhaltene a-Formyllävulinsäureester(III) kann ohne weitere Reinigung zur Ringschlußreaktion für
die zweite Stufe eingesetzt werden.
« 2. Stufe
Die Ringschlußreaktion wird in üblicher Weise mittels eines sauren Katalysators durchgeführt. Als
inertes Lösungsmittel wird beispielsweise Wasser verwendet.
Als saure Katalysatoren werden die üblicherweise für die Furanringbildung aus y-Diketonen verwendeten
Verbindungen eingesetzt, wie Schwefelsäure, Chlorwasserstoffsäure, Phosphorsäure und Oxalsäure.
Der saure Katalysator wird in einer 5- bis 20fachen Gewichtsmenge, vorzugsweise der 7,5- bis
12fachen Gewichtsmenge, bezogen auf die Verbindung der allgemeinen Formel III, verwendet, und die
Umsetzung wird im allgemeinen bei Temperaturen von 15 bis 30° C, vorzugsweise bei 20 bis 25° C, durchgeführt.
Die Reaktionszeit liegt im allgemeinen zwischen 2 und 6 Stunden.
Die Ausbeute an dem Cyclisierungsprodukt liegt bei 85 bis 95%, bezogen auf die Verbindung der allgemeinen
Formel IH. Der erhaltene 5-Methyl-3-furancarbonsäureester
der allgemeinen Formel IV kann ohne besondere Reinigung in die nächste Stufe eingesetzt werden.
I 793
1 Mol des 5-Methyl-3-furancarbonsäureesters wird in Anwesenheit oder Abwesenheit eines inerten Lösungsmittels
unter Rühren mit 2 Mol Chlor oder Brom versetzt. Das Halogen wird als Gas, Flüssigkeit
oder als Lösung in einem inerten organischen Lösungsmittel, wie Tetrachlormethan, Trichlormethan
oder Dichloräthan, eingesetzt. Das inerte Lösungsmittel wird in der 1- bis 4fachen Voiumenmenge der
Reaktionskomponenten verwendet Die Reaktionstempeiatur
liegt zwischen —10 und 500C. Die Halogenierung
verläuft meist ebenso schnell, wie das Halogen dem Reaktionssystem zugegeben wird. Nach
beendeter Zugabe des Halogens wird das Reaktionsgemisch konzentriert und der dabei anfallende Halogenwasserstoff
und, sofern ein Lösungsmittel verwendet wird, dieses aus dem Reaktionsgemisch abgetrennt.
Man erhält den betreffenden 2-Halogen-5-halogenmethyl-3-furancarbonsäui
tester der allgemeinen Formel V in quantitativer Ausbeute. In dieser
Reaktionsstufe ist ein Katalysator oder UV-Bestrahlung nicht unbedingt notwendig.
Der erhaltene 2-Halogen-5-halogenmethyl-3-furancarbonsäureester kann durch Umkristallisieren gereinigt
werden, er kann auch ohne weitere Reinigung in die nächste Stufe eingesetzt werden.
4. Stufe
Der 2-Halogen-5-halogenmethyl-3-furancarbonsäureester der allgemeinen Formel V wird ia Benzol
gelöst und mit einem Friedel-Crafts-Katalysator, wie Aluminiumchlorid, bei Raumtemperatur, oder einer
niedrigeren Temperatur unter Rühren versetzt. Es ist meist nicht erforderlich, irgendein Lösungsmittel zuzusetzen,
da das als Reaktionskomponente eingesetzte Benzol als Lösungsmittel dient. Man kann
jedoch auch Schwefelkohlenstoff, Parafnnkohlenwasserstoffe oder Nitrobenzol als Lösungsmittel verwenden.
Je 1 Mol des l-Halogen-S-halogenmethylO-furancarbonsäureesters
werden 1,2 bis 1,5 Mol Aluminiumchlorid verwendet. Nach beendeter Umsetzung wird
das Reaktionsgemisch unter Rühren in eiskalte 17%ige Chlorwasserstoffsäure eingegossen und wie
üblich aufgearbeitet. Die Ausbeute an dem 5-Benzyl-2-halogen-3-furancarbonsäureester
der allgemeinen Formel VI beträgt 70 bis 97%, bezogen auf den 2 - Halogen - 5 - halogenmethyl - 3 - furancarbonsäureester
der allgemeinen Formel V.
Der erhaltene S-Benzyl^-halogen-S-furancarbonsäureester
kann ohne Isolierung in die nachstehende Stufe eingesetzt werden.
5. Stufe
55
Die Hydrolyse und Enthalogenierung des 5-Benzyl-2-halogen-3-furancarbonsäureesters
der allgemeinen Formel VI wird mit Wasser und Zinkpulver unter alkalischen Bedingungen durchgeführt. Vorzugsweise
wird zunächst der 5-Benzyl-2-halogen-3-furancarbonsäureester
in üblicher Weise verseift und anschließend in Gegenwart von Wasser mit Zinkpulver unter
alkalischen Bedingungen enthalogeniert. Als Alkali kann beispielsweise eine wäßrige Ammoniak- oder
Natriumhydroxid-Lösung verwendet werden.
Nach beendeter Enthalogenierung wird das Reaktionsgemisch filtriert und das Filtrat mit einem organischen
Lösungsmittel gewaschen und danach angesäuert. Man erhält die 5-Benzyl-3-furancarbonsäure
in einer Ausbeute von 90 bis 95%.
Eine Suspension von 64 g (1,5 Mol) einer 56%igen Natriumhydrid-Parafnn-Suspension in 500 ml wasserfreiem
Diäthyläther wird bei 20 bis 25° C tropfenweise unter Rühren mit einer Lösung von 188 g (1 Mol)
des Äthylenketals des Lävulinsäureäthylesters, 108 g (1,5 Mol) Ameisensäureäthylester und 500 ml wasserfreiem
Diäthyläther versetzt. Sobald während der Umsetzung neben der Entwicklung von Wasserstoff
die Viskosität des Reaktionsgemisches ansteigt, wird das Reaktionsgemisch tropfenweise mit Äther versetzt.
Nach beendeter Zugabe wird das Gemisch 1 Tag bei Raumtemperatur gerührt und sodann in
1 1 Wasser eingegossen. Die wäßrige Schicht wird von der organischen Schicht abgetrennt, mit Essigsäure
angesäuert und mit Benzol extrahiert. Der Benzolextrakt wird eingedampft. Es werden 153 g
(71%) Äthylenketal des a-FormyllävuIinsäureäthyiesters
erhalten; nf = 1,4553. Aus der Ätherlösung werden 28 g (15%) des eingesetzten Äthylenketals
des Lävulinsäureäthylesters zurückgewonnen.
153 g der erhaltenen rohen Formylverbindung werden in 1,5 1 konzentrierte Chlorwasserstoffsäure eingetragen.
Das Gemisch wird 3 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Die gebildete ölige Substanz
wird mit Benzol extrahiert, der Benzolextrakt mit gesättigter wäßriger Natriumbicarbonatlösung und
gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen,
über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und dann unter vermindertem Druck eingedampft. Es werden
103 g (92%) 5-Methyl-3-furancarbonsäureäthylester vom Kp.n = 86 bis 880C erhalten.
Eine Lösung von 20 g des erhaltenen 5-Methyl-3-furancarbonsäureäthylesters
und 60 ml Chloroform wird bei 2 bis 4° C tropfenweise mit 22 g Brom versetzt. Sofort bei der Zugabe setzt die Reaktion ein,
und das Reaktionsgemisch färbt sich tiefgrün. Nach beendeter Zugabe werden weitere 22 g Brom unter
Ultraviolett-Bestrahlung bei 400C eingetropft. Nach 10 bis 20 Minuten ist die Reaktion beendet, und das
Reaktionsgemisch hat eine rosa Farbe angenommen. Das Reaktionsgemisch wird unter vermindertem
Druck eingedampft. Es hinterbleiben 37 g (92%)
2 - Brom - 5 - brommethyl - 3 - furancarbonsäureäthylester
vom F. 47 bis 49° C.
Eine Lösung aus 31,6 g des erhaltenen 2-Brom-5-brommethyl-3-furansäureäthylesters
und 100 ml Benzol wird bei 5 bis 100C im Verlauf von einer
Stunde unter Rühren anteilsweise mit 19 g Aluminiumchlorid versetzt. Danach wird das Gemisch
noch 30 Minuten bei 5 bis 100C gerührt, hierauf in 150 ml eiskalte Chlorwasserstoffsäure gegossen und
mit Natriumchlorid versetzt, bis die wäßrige Schicht des Reaktionsgemisches mit Natriumchlorid gesättigt
ist. Die Benzolschicht wird abgetrennt und mit gesättigter wäßriger Natriumbicarbonatlösung sowie gesättigter
wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen und über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Sodann
wird die Benzollösung unter vermindertem Druck eingedampft. Es werden 29,6 g (95%) 2-Brom-5-benzyl-3-furancarbonsäureäthylester
als rosafarbenes öl erhalten; ηI5 = 1,5411.
21,9g (0,071 Mol) des erhaltenen rohen 2-Brom-S-benzyl-S-furancarbonsäureäthylesters
werden mit einer Lösung aus 8 g Kaliumhydroxid in 60 ml
Methanol 36 Stunden bei Raumtemperatur stehengelassen.
Danach wird das Methanol unter vermindertem Druck abdestilliert und der Rückstand mit
10 ml Wasser versetzt. Das kristalline Monohydrat des Kaliumsalzes der 2-Brom-5-bcnzyl-3-furancarbonsaure
wird abfiltriert, mit 20 ml Benzol gewaschen und getrocknet. Ausbeute 24 g. Aus dieser Verbindung
wird die freie 2-Brom-5-benzyl-3-furanearbonsäure durch Ansäuern mit Essigsäure, Extraktion
der essigsauren Lösung mit Benzol und Eindampfen des Benzolcxtraktes in quantitativer Ausbeute erhalten.
Eine Lösung von 14,1 g der erhaltenen 2-Brom-5-benzyl-3-furancarbonsäure
und 70 ml 28%ige wäßrige Ammoniaklösung wird unter Rühren bei 40C mit 5 g Zinkpulver versetzt, tS Minuten nach der
Zugabe wird eine unlösliche Substanz abfiltriert; das Filtrat wird mit Benzol gewaschen und mit Essigsäure
angesäuert. Die essigsaure Lösung wird zweimal mit Benzol extrahiert. Die vereinigten Bcnzolextrakte
werden mit einer gesättigten wäßrigen Natriumchloridlösung gewaschen, über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft. Es werden 9,3 g (92%) 5-Benzyl-3-furancarbonsäure
vom F. 127,5 bis 129,5 C erhalten. Die Gesamtausbeute in den Stufen beträgt etwa
53%.
In eine Lösung von 15,4 g des gemäß Beispiel 1
erhaltenen S-Melhyl^-furancarbonsäureäthylesiers in
50 ml Tetrachlorkohlenstoff werden innerhalb von 45 Minuten bei 5 bis IOC 7,8 g Chlorgas eingeleitet.
Sodann wird das Reaklionsgemisch auf 40 bis 45" C erwärmt und mit 0,4 g Azoisobuttersäuredinitril versetzt.
Danach werden in die Lösung innerhalb von 30 Minuten weitere 7,8 g Chlorgas eingeleitet. Die
Lösung wird 15 Minuten bei 40 bis 45C gehalten und danach auf 100C abgekühlt. Hierauf wird die
Lösung abfiltriert und das Filtrat unter vermindertem Druck eingedampft. Es hinterbleiben 20,8 g (93,5%)
2 - Chlor - 5 - chlormethyl - 3 - furancarbonsäureäthylester als hellgelbes öl vom n% = 1,5834.
Eine Lösung von 11,2 g des erhaltenen 2-Chlor-S-chlormelhyl^-furancarbonsäureäthylesters
in 50 ml Benzo! wird auf 5 bis 100C abgekühlt und anteilsweise
innerhalb 30 Minuten unter Rühren mit 9,5 g AIuminiumchlorid versetzt. Danach wird das Gemisch
weitere 30 Minuten bei 10 bis 15°C gerührt und hierauf
in 100 ml eiskalte Chlorwasserstoffsäure gegossen. Die organische Lösung wird zweimal mit gesättigter
wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck
eingedampft. Es weiden 12,4 g (94,0%) 2-Chlor-5-benzyl-3-furancarbonsäureäthylester
als hellbraunes öl erhalten; nf,5 = 1,5521.
Eine Lösung von 8 g Natriumhydroxid in 40 ml Wasser und 10 ml Methanol wird unter kräftigem
Rühren mit 13,3 g des erhaltenen 2-Chlor-5-benzyl-3-furancarbonsäureäthylesters
versetzt. Das Gemisch wird 2 Stunden auf 50 'C erwärmt und gerührt. Danach
wird die erhaltene Lösung bei 40"C innerhalb 20 Minuten anteilsweise mit 5 g Zinkpulver versetzt.
Das Gemisch wird weitere 20 Minuten bei 40°C gehalten, dann werden unlösliche Stoffe abfiltriert,
und das Filtrat wird mit wenig Benzol gewaschen und mit Essigsäure angesäuert. Das ausgefallene
ίο Produkt wird mit 100 ml Benzol extrahiert. Der Benzolextrakt
wird mit gesättigter Natriumchloiidlösung gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und unter
vermindertem Druck eingedampft. Es werden 9,2 g (91,0%) 5-Benzyl-3-furancarbonsäurc vom F. 128 bis
129,5"CeHIaItCn.
Die Gesamtausbeute, bezogen auf das Äthylenketal des Lävulinsäureäthylesters, beträgt etwa 52% der
Theorie.
■|D9 682/250
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von 5-Benzyl-3-furancarbonsäure der Formel 1COOHQH5CH2dadurch gekennzeichnet, daß man ein Äthylenketal eines Lävulinsäureesters der allgemeinen Formel IICH3-C- CH2 — CH2 — COORO O (II)CH2-CH2in der R einen Alkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen bedeutet, in an sich bekannter Weise durch Umsetzung mit einem AmeisensMurealkylester in Gegenwart einer Base in ein Äthylenketal eines u-Formyllävulinsäureesters der allgemeinen Formel IIICH3 — C — CH2-C- COORO Ö
CH2-CH2CHO.10(HI)in der R die vorstehende Bedeutung hat, überführt, das Äthylenketal des a-Formyllävulinsäureesters der iillgemeinen Formel III in an sich bekannter Weise mittels eines sauren Katalysators in einen 5-Methyl-3-furancarbonsäureester der allgemeinen Formel IVCOOR40CH3(IV)in der R die vorstehende Bedeutung hat, über-Führt, den S-Methyl-S-furancarbonsäureester der allgemeinen Formel IV mit Brom oder Chlor bei einem Molverhaltnis des S-Methyl-3-furancarbonsäureesters zu Halogen von 1:2 bei einer Temperatur von —10 bis 500C halogeniert, dann den erhaltenen 2 - Halogen - 5 - halogenmethyl-3-furancarbonsäureester der allgemeinen Formel VCOORXCH2(V)in der R die vorstehende Bedeutung hat und X ein Chlor- oder Bromatom darstellt, mit Benzol in Gegenwart eines Friedel-Crafts-Katalysators bei Raumtemperatur oder einer niedrigeren Temperatur umsetzt, das Reaktionsgemisch in eiskalte Salzsäure eingießt, die organische Schicht wäscht und zur Trockene eindampft und anschließend den erhaltenen 5-Benzyl-2-halogen-5560 3-furancarbonsäureester der allgemeinen Formel vi COOR
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