DE19733500A1 - Verfahren zum Herstellen einer festen Fahrbahn für Schienenfahrzeuge und Stützkörper zum Ausüben des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Herstellen einer festen Fahrbahn für Schienenfahrzeuge und Stützkörper zum Ausüben des VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer festen
Fahrbahn für Schienenfahrzeuge, sowie einen Stützkörper zum Aus
üben des Verfahrens, bei dem auf einer hydraulisch gebundenen
Tragschicht und einer auf dieser angeordneten, im wesentlichen
durchgehenden Tragplatte ein Gleis verlegt wird, dessen mit
Tragelementen versehene Schienen mit einer auf dem Gleis fahren
den Gleis-Meß- und Richteinrichtung auf der Tragplatte ausge
richtet und fixiert werden und deren Tragelemente dann mit der
Tragplatte durch eine erhärtende Masse verbunden werden.
Für Stadtbahnen, in Tunneln, auf Brücken und für mit sehr hoher
Geschwindigkeit verkehrende Züge auch auf freier Strecke werden
für Schienenfahrzeuge feste Fahrbahnen verwendet, bei denen auch
unter sehr hoher dynamischer Beanspruchung über lange Zeit hin
weg keine oder nur sehr geringe Lageänderungen des Schienenweges
auftreten. Im Gegensatz zum Schottergleis, welches auf einem aus
Schüttgütern aufgebauten Unterbau aufliegt, hat das Gleis der
festen Fahrbahn eine durchgehende, hydraulisch gebundene Trag
schicht mit einer festen, ebenfalls im wesentlichen durchgehen
den Tragplatte aus Beton oder Asphalt, mit der die Tragelemente
des Gleises, wie z. B. Schwellen oder andere Stützpunkte fest
verbunden werden.
Vor dem Einbetten der Tragelemente des Gleises in der Verguß
masse aus Beton, Asphalt oder anderen erhärtenden Massen ist es
erforderlich, das auf der Tragplatte verlegte Gleis einzumessen
und auszurichten. Dies erfolgt bisher in der Regel dadurch, daß
das Gleis in jeder einzelnen oder jeder zweiten Schwelle sowohl
horizontal als auch vertikal mit in den Schwellen angebrachten
Spindeln ausgerichtet wird, die sich nach unten auf dem Boden
und seitlich an den seitlichen Aufkantungen der Tragplatte ab
stützen. Dieses bekannte Richtverfahren ist sehr mühsam und auf
wendig, da das verlegte, aber noch nicht vergossene Gleis sich
beim Einmessen und Ausrichten nur punktweise mit den Spindeln
abstützt und die in den Schwellen angebrachte Löcher für die
Spindeln nach der Fertigstellung des Gleises wieder einzeln ver
schlossen werden müssen.
Um das Verlegen der Bewehrung zu erleichtern und ein nachträgli
ches Vergießen von Spindellöchern in den Schwellen zu vermeiden,
ist auch ein Gleis-Meß- und Richtverfahren bekannt (DE 195 08 107 C1),
bei dem zwischen den Schwellen des Gleises einer festen
Fahrbahn Gleisregulierungsportale angeordnet werden, welche die
Schienen untergreifen und die mit Spindeln auf der Oberseite und
an den Seitenwänden der als Trog ausgebildeten Tragplatte abge
stützt sind. Bei Gleisen mit Zweiblock-Schwellen kann das Portal
auch zwischen den Schwellenblöcken auf dem Boden der trogförmi
gen Tragplatte in der Mitte unterstützt werden.
Auch bei diesem bekannten Verfahren stützen sich die Gleisregu
lierungsportale mit ihren Schraubspindeln punktweise an der
Tragplatte ab. Sie können deshalb nur geringe Lasten aufnehmen
und müssen zweckmäßig mindestens in jedem Dritten Schwellenfach
angeordnet werden. Da das Gleis beim Ausrichten unbelastet
bleibt, werden bei einer Lageänderung an einem Gleisregulie
rungsportal auch die Meß- und Richtwerte in der Nachbarschaft
beeinflußt, so daß es sehr schwierig und langwierig ist, das
verlegte Gleis auf einer längeren Strecke präzise auszurichten.
Außerdem ist die Fixierung des Gleises mit den Schraubspindeln
nicht sehr zuverlässig, so daß beim späteren Vergießen der
Schwellen des Gleises in der trogförmigen Tragplatte Lageände
rungen eintreten können.
Um das Einmessen und Richten eines Gleises auf einer festen
Fahrbahn zu erleichtern und zu automatisieren, ist es auch schon
bekannt, eine aus dem Gleisschotterbau bekannte Gleis-Meß- und
Richtmaschine zu verwenden und das Gleis wie im herkömmlichen
Schotterbau zu richten und zu stopfen. Die Verwendung einer sol
chen Gleisricht- und Stopfmaschine verlangt jedoch ein schon
beim Aufbau tragfähiges Gleis, so daß für dieses bekannte Ver
fahren bisher nur Gleise mit durchgehenden Betonschwellen ver
wendet worden sind. Zur Abstützung des Gleises auf der Trag
platte muß ein verhältnismäßig feinkörniger Schotter verwendet
werden, da zwischen Oberkante Tragplatte und Unterkante Schwelle
nur wenig Raum zur Verfügung steht. Gleichwohl ist eine verhält
nismäßig dicke Fuge erforderlich, um eine genügend genaue Höhen
justierung beim Stopfen mit Schotter zu erreichen, da der Unter
grund hart und eben ist und beim Stopfen nicht nachgibt, wie ein
aus Schüttgütern aufgebauter Unterbau. Vor allem aber ist es
sehr schwierig, das beim Ausrichten des Gleises zunächst einge
brachte Schotterbett anschließend mit einer erhärtenden Masse so
zu vergießen, daß eine homogene Tragschicht entsteht. Die Hohl
räume im Schotterbett sind ungleichmäßig verteilt und unter
schiedlich groß und können nur mit einer sehr flüssigen Masse
ausgefüllt werden, deren Zuschlagstoffe nur eine kleine Korn
größe haben können. Der beim Ausgießen des Schotterbettes ent
stehende Beton hat deshalb notgedrungen ein ungleichmäßiges Ge
füge aus groben Schottersteinen und feinkörnigem Mörtel, der nur
eine geringere Festigkeit entwickeln kann als ein Beton mit Zu
schlagstoffen in einer optimal abgestimmten Körnung.
Ferner ist es schwierig, eine dichte Lagerung des Vergußbetons
zu erreichen, da mit bekannten Rüttelgeräten nicht nur der Beton
verdichtet, sondern zugleich auch das Gleis in Bewegung gesetzt
und seine Ausrichtung beeinträchtigt wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und
ein Verfahren zum Herstellen einer festen Fahrbahn für Schienen
fahrzeuge der eingangs näher erläuterten Art anzugeben und einen
Stützkörper für das Gleis zu entwickeln, womit ein Gleis auf ei
ner festen Fahrbahn maschinell gerichtet und bis zu seiner end
gültigen, festen Verbindung mit dem Unterbau in seiner genau
ausgerichteten Lage einfach und zuverlässig fixiert werden kann
und ein rascher Baufortschritt mit geringen Kosten erzielt wird.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs näher erläu
terten Art mit der Erfindung dadurch gelöst, daß die Schienen
beim Einmessen und Richten und beim Einbringen der erhärtenden
Masse in ihrer Flucht und zwischen ihren Tragelementen auf der
Tragplatte mit Stützkörpern abgestützt werden, die in ihrer Höhe
veränderbar sind und eine ihrer Auflast angepaßte Auflagefläche
aufweisen.
Diese erfindungsgemäße Verwendung und Anordnung von besonders
ausgestalteten Stützkörpern hat den Vorteil, daß das Gleis schon
unmittelbar nach dem Verlegen von einer schweren Gleis-Meß- und
Richtmaschine befahren werden kann. Die hohen Radlasten einer
solchen, aus dem Gleitschotterbau bekannten Maschine werden
durch die Schiene und die unmittelbar unter ihr angeordneten
Stützkörper auf kürzestem Wege direkt in den druckfesten Boden
der Tragplatte eingeleitet, wobei gleichzeitig das Gleis von der
Richtmaschine beim Richten des noch nicht fixierten, vorderen
Teiles festgehalten wird. Beim Messen und Richten kann die Logik
der bekannten Richtmaschine in vorteilhafter Weise genutzt wer
den.
Das Fixieren des ausgerichteten Gleises mit unmittelbar unter
den Schienen angeordneten Stützkörpern, die nach dem Richten das
Gleis in seiner exakten Seiten- und Höhenlage nur festhalten,
aber nicht verändern, erübrigt das bisher bekannte Unterstopfen
mit Schotter. Zwischen den Stützkörpern bleibt unter dem Gleis
viel Raum frei, so daß die erhärtende Vergußmasse problemlos
eingebracht werden kann, wofür alle bekannten Vergußmassen, also
auch Asphalt und Kunstharzmassen neben dem üblichen Zement-Beton
eingesetzt werden können.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann ferner bei allen festen
Fahrbahnen eingesetzt werden, ohne Rücksicht darauf, wie die
Tragplatte ausgebildet ist und aus welchem Material sie besteht.
In vorteilhafter Weise kann das Verfahren nach der Erfindung
auch zum Richten und Fixieren von Weichen in einer festen Fahr
bahn Verwendung finden.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist auch nicht nur bei einem
Gleisrost mit Monoblock-Schwellen oder Zweiblock-Schwellen ver
wendbar, sondern kann auch mit Erfolg bei Gleisen eingesetzt
werden, deren Schienen nur mit punktförmigen Tragelementen in
der erhärtenden Masse verankert und mit der Tragplatte verbunden
sind.
Beim Messen und Richten werden die in den Schienenbefestigungen
vorgesehenen Korrekturmöglichkeiten nicht beansprucht und es ist
ohne weiteres möglich, das Gleis maschinell nachzurichten und
hierbei auch einzelne Stützkörper zu entfernen und neu einzu
bauen.
Es ist zweckmäßig, die Stützkörper nach dem ersten Richten der
Schienen in Vertikal- und Horizontalrichtung unmittelbar vor
oder hinter einem Richtwagen der Gleis-Meß- und Richteinrichtung
in Stützstellung zu bringen, da im Bereich des Richtwagens die
Schienen des Gleises sicher festgehalten werden und ihre Lage
beim Fixieren nicht verändern können. Hierbei ergibt sich ein
besonders rascher Baufortschritt, wenn die Stützkörper und gege
benenfalls ihr Zubehör von der Gleis-Meß- und Richteinrichtung
aus in Stützstellung gebracht werden.
Um den Einfluß von Ungenauigkeiten in der Oberfläche der Trag
platte und von Unregelmäßigkeiten in der Form der Stützkörper
auszuschalten und die Elastizität des Untergrundes und der
Stützkörper und ihrer Zubehörteile vorwegzunehmen, ist es vor
teilhaft, wenn das Gleis beim Einbringen der Stützkörper in die
Stützstellung von der Gleis-Meß- und Richteinrichtung seitlich
exakt ausgerichtet und einige Millimeter unterhalb seiner vorbe
stimmten, richtigen Höhenlage gehalten wird und dann durch Ver
ändern der Höhe der Stützkörper unter Spannung gesetzt und auf
seine endgültige, richtige Höhe gebracht wird. Hierbei kann das
Verändern der Höhe der Stützkörper und das Hochspannen des Glei
ses von der Gleis-Meß- und Richteinrichtung gesteuert werden.
Das Heben des Gleises um die letzten zwei oder drei Millimeter
wird dann mit den Stützkörpern bewirkt, jedoch von der Gleis-
Meß- und Richtmaschine gesteuert.
Es ist zweckmäßig, die Ausrichtung der Schienen vor dem Einbrin
gen der erhärtenden Masse zwischen Tragplatte und Tragelementen
mit Hilfe der über das Gleis fahrenden Gleis-Meß- und Richtein
richtung oder mit Hilfe anderer, optischer Verfahren nachzumes
sen und die Schienen und ihre Stützkörper gegebenenfalls nachzu
richten bzw. nachzustellen. Bei diesem Nachrichten wird immer
nur der im Bereich der Gleis-Meß- und Richteinrichtung befind
liche Teil des Gleises beeinflußt, so daß kleine Fehler rasch
korrigiert werden können.
Die Stützkörper und/oder ihr Zubehör können nach dem Einbringen
und Erhärten mindestens eines Teils der erhärtenden Masse ganz
oder teilweise wieder entfernt werden, so daß mindestens ein
wesentlicher Teil, vorzugsweise aber die gesamte, nur für den
kurzen Zeitraum zwischen Ausrichten und Vergießen des Gleis
rostes benötigte Ausrüstung wiedergewonnen werden kann. Hierbei
können die Stützkörper sowohl bei montierter als auch bei
gelockerter oder abgehobener Schiene entfernt werden. Alle diese
Arbeiten können manuell oder zweckmäßig von der über das Gleis
fahrenden Meß- und Richtmaschine aus vorgenommen werden.
Selbstverständlich ist es auch möglich, einen Teil der Stütz
körper in der erhärtenden Masse einzubetten und dort zu
belassen. Hierbei sollten die in der erhärtenden Masse verblei
benden Teile der Stützkörper jedoch geringfügig über die erhär
tende Vergußmasse vorstehen, um einen einwandfreien Abfluß des
Oberflächenwassers zu gewährleisten.
Die Seitenstabilität des temporär abgestützten Gleises kann
wesentlich verbessert werden, wenn in der erhärtenden Masse
verbleibende Teile der Stützkörper auf der Tragplatte festge
klebt werden, bevor sie gegen das Gleis hochgespannt werden und
die Gleis-Meß- und Richteinrichtung wirksam wird. Die Stütz
körper können sich dann bei ihrer Höhenverstellung nicht ver
schieben, geringe Unebenheiten der Oberfläche der Tragplatte
werden ausgeglichen und ein seitliches Verschieben beim Ver
dichten der erhärtenden Masse durch Rüttler oder andere Ver
dichtungshilfen ist ausgeschlossen.
Wenn die Tragelemente der Schienen als Einzelabstützungen ausge
bildet sind, ist es zweckmäßig, die beiden Schienen zur Spurwei
tensicherung des Gleises durch oberhalb der Stützkörper angeord
nete Abstandhalter miteinander zu verbinden. Hierfür können Trä
gerstücke verwendet werden, die unter den Schienen angeordnet
und mit diesen lösbar verbunden werden. Diese Trägerstücke wer
den dann später nach dem Einbringen und Erhärten der Vergußmasse
wieder ausgebaut und wiedergewonnen.
Die verwendeten Trägerstücke haben zweckmäßig unter den Schienen
Auflagen, die der Schienenquerneigung entsprechen. Die Träger
stücke dienen dann nicht nur als vertikale Abstandhalter, son
dern zugleich auch zur Winkeljustierung und als horizontale
Abstandhalter (Spurweitensicherung) der Schienen gegenüber der
Fahrbahn.
Beim Einbau leichter Gleiskonstruktionen kann zur Entlastung der
Schienen und Stützkörper beim Einmessen und Richten die Gleis-
Meß- und Richteinrichtung außerhalb des Gleises auf der Trag
platte oder auf der hydraulisch gebundenen Tragschicht abge
stützt werden. Hierfür eignet sich beispielsweise ein zusätzli
ches Räderfahrwerk an den Außenseiten der Richtmaschine.
Da das Einmessen und Richten des Gleises mit einer bekannten
Richtmaschine schnell und problemlos durchgeführt werden kann,
ist es zweckmäßig, das Gleis nach dem Verlegen mit der Gleis-
Meß- und Richteinrichtung zunächst vorzurichten, bevor der end
gültige Richt- und Hebevorgang und das sofort anschließende Fi
xieren des Gleises mit Stützkörpern und deren Zubehör erfolgt.
Ein Stützkörper zur vorübergehenden Abstützung der Schienen ei
nes Gleises auf der Tragplatte einer festen Fahrbahn, ist durch
einen Stützblock gekennzeichnet, der so geformt ist, daß die Re
sultierende aller von einer Schiene auf ihn übertragenen Lasten
und Kräfte in jedem Horizontalschnitt im Kern des Querschnittes
bleibt, wobei mindestens ein zum Stützblock gehöriger Keil vor
gesehen sind, welcher der Auflast angepaßte Auflageflächen hat.
Ein solcher Stützkörper, der nicht nur bei dem Verfahren nach
der Erfindung, sondern auch bei anderen Ausrichtverfahren für
ein auf einer festen Fahrbahn verlegtes Gleis Verwendung finden
kann, da er dank seiner Keile auch eine Höhen- und Seitenfixie
rung der hiermit abgestützten Schiene erlaubt, schafft eine si
chere Auflage für den unmittelbar auf ihm ruhenden Schienenfuß,
da der Stützkörper nicht kippen kann und die auf ihn übertragene
Last sicher in den Untergrund leitet. Wenn der Stützblock eine
seiner Unterseite und/oder an seiner Oberseite offene,
durchgehende Öffnung aufweist, kann er in einfacher Weise Beweh
rungselemente einer Querbewehrung aufnehmen, die bei besonderer
Ausgestaltung der Stützblöcke auch unmittelbar auf der Tragplat
te verlegt werden kann.
Der Stützblock kann ein massiver Beton- oder Kunststoffblock
sein, aber auch aus einem anderen Material, beispielsweise aus
Hartholz bestehen, soweit er in der Lage ist, die Radlast der
Meß- und Richtmaschine zu übertragen, die bei den herkömmlichen
Maschinen etwa sechs Tonnen beträgt.
Besonders zweckmäßig ist es, wenn der Stützblock von einem drei
dimensionalen Rahmen aus Kunststoff oder Metall gebildet wird,
der zwei bis vier Pfosten aufweist, die durch Längswände und
Querwände ausgesteift sind und mit ihren oberen, abgerundeten
oder flachen Enden ein Lager für die Keile bilden. Ein derar
tiger Stützrahmen ist vollkommen kippsicher und standfest,
leicht herzustellen und kann in einfacher Weise in der Verguß
schicht aus erhärtendem Material eingebettet werden.
Es ist vorteilhaft, wenn die Oberfläche des Stützblockes oder
die Oberfläche der Lagerplatte eine Neigung hat, die der vorge
schriebenen Querneigung des Schienenfußes der Schiene entspricht
unter welcher der Stützkörper angeordnet ist. Auf diese Weise
läßt sich die Querneigung der einzelnen Schienen gegeneinander
fixieren, die für einen guten Lauf der Schienenfahrzeuge erfor
derlich ist.
Für die Fixierung des ausgerichteten Gleises in Querrichtung ge
nügt es, wenn die Auflageflächen der Keile und die Oberfläche
der Lagerplatte rauh ausgebildet sind. Zweckmäßig sind die Auf
lageflächen der Keile und Lagerplatten ebenso breit wie der
Schienenfuß. In diesem Fall werden die zulässigen Druckspannun
gen aller gängigen Materialien, aus denen Stützkörper gefertigt
werden können, nicht überschritten.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen, in
denen bevorzugte Verfahren und Stützkörper an Ausführungsbei
spielen näher erläutert sind, die bei dem Verfahren verwendet
werden. Es zeigt:
Fig. 1 eine Gleis-Meß- und Richteinrichtung beim Richten ei
nes auf einer festen Fahrbahn verlegten Gleises, das mit
Stützkörpern nach der Erfindung temporär abgestützt wird, in
einer seitlichen Ansicht,
Fig. 2 einen Ausschnitt II des auf einer festen Fahrbahn
verlegten Gleises nach dem Richten und Abstützen entsprechend
erfindungsgemäßen Verfahren in einem Längsschnitt in
vergrößertem Maßstab,
Fig. 3 den Gegenstand der Fig. 2 in einem Querschnitt nach
Linie III-III,
Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende Darstellung des auf
einer festen Fahrbahn verlegten Gleises mit Monoblock-
Betonschwellen im fertig vergossenen Zustand,
Fig. 5 die Einzelheit V der Fig. 2 in vergrößertem Maßstab,
Fig. 6 den Gegenstand der Fig. 5 in einem Querschnitt nach
Linie VI-VI,
Fig. 7 eine andere Ausführungsform eines Stützkörpers mit Zu
behör, wie er bei einem Verfahren nach der Erfindung verwen
det wird, in einer der Fig. 5 entsprechenden Darstellung,
Fig. 8 den Gegenstand der Fig. 7 in einem Querschnitt nach
Linie VIII-VIII,
Fig. 9 eine andere Ausführungsform der temporären Abstützung
eines nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten
Gleises mit Einzelabstützungen in einer der Fig. 2 entspre
chenden Darstellung,
Fig. 10 den Gegenstand der Fig. 9 in einem Querschnitt nach
Linie X-X und
Fig. 11 das ausgerichtete, verlegte und in der Tragplatte ei
ner festen Fahrbahn vergossene Gleis mit Einzelstützpunkten
nach Entfernung der temporären Stützkörper und des hierzu ge
hörenden Zubehörs.
In den Zeichnungen ist mit 10 eine Gleis-Meß- und Richteinrich
tung bezeichnet, mit der ein neues Gleis 11 eingemessen und ge
richtet wird, das als Teil der festen Fahrbahn auf einer durch
laufenden Tragplatte 13 verlegt worden ist, die auf einer hy
draulisch gebundenen Tragschicht 14 angeordnet ist. Die Trag
platte 13 kann aus einem zement- oder bitumengebundenen Beton
oder auch aus einem anderen harten Material bestehen und ver
schiedene Querschnittsformen haben. In den dargestellten Ausfüh
rungsbeispielen besteht die Tragplatte aus einem durchgehenden,
flachen Trog aus Stahlbeton, der eine ebene Bodenplatte 15 und
über diese aufragende Seitenwände 16 aufweist, welche zusammen
mit der Bodenplatte 15 den Trog bilden, in dem das Gleis 11 ver
legt, ausgerichtet und mit einer erhärtenden Masse 17 vergossen
wird, welche den Trog vollständig ausfüllt.
Die erhärtende Masse 17 kann Asphalt, Zementbeton, ein kunst
harzgebundener Beton oder eine andere geeignete Masse sein.
Eine feste Fahrbahn dieser Art wird von der Deutschen Bundesbahn
bevorzugt und ist unter der Bezeichnung "Rheda-System?"bekannt.
Andere Ausführungsformen haben Tragplatten mit ebener Oberfläche
ohne seitliche Aufkantungen und bestehen vorzugsweise aus As
phalt. Auch bei diesen, in den Zeichnungen nicht dargestellten
Ausführungsformen ist das nachfolgend beschriebene Verfahren
nach der Erfindung anwendbar.
Das auf der Tragplatte 13 verlegte Gleis 11 besteht aus den bei
den Schienen 18 und 19, die durch im Abstand voneinander ange
ordnete Monoblock-Schwellen aus Beton miteinander verbunden
sind, welche die Tragelemente 20 bilden und die mit bekannten
Schienenbefestigungsmitteln 21 an den Schienen 18 und 19 befe
stigt sind.
Nach dem Herstellen der hydraulisch gebundenen Tragschicht 14
und der darauf angeordneten Tragplatte 13 werden die Schienen 18
und 19 seitlich neben die Tragplatte 13 oder auf deren Seiten
wänden 16 abgelegt. Danach werden die Schwellen 20 mit einer
Schwellenverlegemaschine verlegt und die Schienen werden einge
fädelt und an den Schwellen befestigt. Hierbei fährt die Schwel
lenverlegemaschine am vorderen Ende mit Gleisketten auf der
hydraulisch gebundenen Tragschicht 14 und mit ihrem hinteren
Ende bereits auf dem neu verlegten Gleis 11, dessen Schwellen 20
zunächst unmittelbar auf der Bodenplatte 15 der Tragplatte 13
aufliegen. Diese Art der Gleisverlegung ist von der Verlegung
Schottergleisen her bekannt und in den Zeichnungen nicht
näher dargestellt.
Nach dem Verlegen der Schwellen, dem Einfädeln der Schienen und
Festziehen der Schienen-Befestigungen werden die Längsbe
wehrungen und die Querbewehrungen 39 eingebaut. Die Verbindung
zwischen der Längs- und Querbewehrung kann je nach den verwen
deten Stützelementen vor oder nach deren Einbau erfolgen.
Zur Steigerung der Stabilität können vor dem Einsatz der Gleis-
Meß- und Richtmaschine eingebaute Stützelemente mit dem Unter
grund verklebt werden.
Der Schwellenverlegemaschine, welche die Schwellen verlegt und
die Schienen einfädelt, folgt die in Fig. 1 dargestellte Gleis-
Meß- und Richteinrichtung 10, die im wesentlichen einer
Nivellier-Hebe- und Richtmaschine bekannter Bauart entspricht,
wie sie auch zum Einmessen und Richten von Schottergleisen
verwendet wird, die jedoch nicht die dort übliche Gleis-
Stopfvorrichtung aufweist. Die Gleis-Meß- und Richtmaschine 10
fährt mit einem vorderen Fahrwerk 22 und einem hinteren Fahrwerk
23 auf dem in der Tragplatte 13 verlegten Gleis 11 in Richtung
des Pfeiles 24 entlang und mißt und richtet das Gleis nach den
vorher an Hand der festgelegten Vermarkungspunkte ermittelten
Hebe- und Richtwerten. Das Ausrichten der Schienen erfolgt
hierbei im Bereich des Richtwagens 25, der sich im hinteren Be
reich der Maschine 10 befindet. Unmittelbar hinter dem Richtwa
gen 25 befindet sich der nach unten offene Lager- und Arbeits
raum 26, in dem die Elemente zum vorübergehenden Abstützen des
Gleises auf der Tragplatte 13 sowie nicht dargestellte Hebezeuge
und Transportmittel angeordnet sind, mit denen von außen her zu
geführte Stützmittel, Bauteile und Gerätschaften im Lagerraum
gestapelt und von dorther unter dem Gleis eingebaut werden kön
nen.
Nach dem Einmessen wird das Gleis 11 von der Maschine 10 im Be
reich des Richtwagens 25 in Horizontal- und Vertikalrichtung
ausgerichtet, wie dies aus dem Gleis-Schotterbau an sich bekannt
ist. Die Unterkante 27 der Schwellen 20 befindet sich dann etwa
3 bis 5 cm oberhalb der Oberfläche 28 der Bodenplatte 15 der
Tragplatte 13, während die Stirnseiten 29 der Schwellen 20 sich
im Abstand von den Seitenwänden 16 der Tragplatte 13 befinden.
In dieser genau ausgerichteten Lage wird das Gleis vor dem
Lager- und Arbeitsraum 26 von dem Richtwagen 25 und hinter dem
Lager- und Arbeitsraum 26 von dem hinteren Fahrwerk 23 sicher
festgehalten, welches mit Radlasten von 2 bis 3 t auf die
Schienen wirkt.
Zwischen zwei aufeinanderfolgenden Schwellen oder Tragelementen
20 werden nun vom Lager- und Arbeitsraum 26 der Maschine 10 aus
Stützkörper 30 aus Beton unter den Schienen 18 und 19 in Stütz
stellung gebracht, mit einem Kaltasphaltkleber od. dgl. auf der
Tragplatte 13 festgeklebt und mit Keilen 31 gegen den Schienen
fuß 32 der Schienen 18 und 19 verspannt (Fig. 2, 5 und 6).
Hierbei wird zweckmäßig so vorgegangen, daß das Gleis 11 zu
nächst seitlich genau ausgerichtet und in dieser exakten Sei
tenlage ca. 2 mm unter der vorherbestimmten genauen Höhe im
Bereich des Stützpunktes durch die Gleis-Meß- und Richteinrich
tung gehalten wird. Das Gleis wird dann durch Höhenveränderung
der Stützkörper 30 mit Hilfe der Keile 31 die letzten 2 mm ge
hoben und hochgespannt, wobei dieses Hochspannen mit den Keilen
von der Gleis-Meß- und Richtmaschine aus gesteuert wird.
Die Maschine 10 fährt dann in Pfeilrichtung 24 zum nächsten
Richt- und Stützpunkt weiter, der sich in der Regel im übernäch
sten Schwellenfach zwischen zwei weiteren Tragelementen 20 be
findet und wo die Schienen wieder seitlich und in der Höhe aus
gerichtet und mit Stützkörpern 30 und Keilen 31 abgestützt wer
den, wie dies zuvor beschrieben worden ist.
Die Stützkörper 30 und ihre zugehörigen Keile 31 haben eine ih
rer Auflast angepaßte Auflagefläche 33 und sind so geformt, daß
die Resultierende aller von einer Schiene 18 bzw. 19 auf ihn
übertragenen Lasten und Kräfte in jedem Horizontalschnitt im
Kern des Querschnitts bleibt. Die Last L ist hierbei das Gewicht
der Schiene in dem von einem Stützkörper zum anderen reichenden
Gleisabschnitt und das anteilige Gewicht der Schwelle mit den
zugehörigen Gleisbefestigungsmitteln, während die auf den Stütz
körper wirkenden Kräfte P im wesentlichen von den Radlasten der
über den Stützpunkt auf der Schiene entlangrollenden Maschine 10
herrühren, die im Augenblick des Richtens einen Maximalwert er
reichen.
Die Keile, die aus Hartholz, Metall, Kunststoff oder kunststoff
modifiziertem Beton bestehen können, sind ebenso breit wie der
Schienenfuß 32 und haben, ebenso wie der Stützkörper 30, rauhe
Auflageflächen 34. Die auf ihnen ruhende Auflast reicht dann
aus, um das Gleis beim nachfolgenden Ausbetonieren auch in Hori
zontalrichtung sicher festzuhalten.
Bei dem in den Fig. 5 und 6 dargestellten Ausführungsbeispiel
besteht der Stützkörper aus einem massiven Beton- oder Kunst
stoffblock 50, dessen untere Grundfläche 35 etwas kleiner ist
als seine obere Auflagefläche 31. Außerdem sind die nach unten
und innen geneigten Seitenflächen 36 der Stützblöcke 30 mit ei
ner haftungsmindernden Beschichtung 37 versehen. Dies erleich
tert den Ausbau der Stützkörper 30 nach dem Erhärten der Verguß
masse 17.
Man erkennt ferner aus den Fig. 5 und 6, daß jeder Stützblock 50
an seiner Unterseite 35 eine offene, durchgehende Öffnung 38
aufweist. In diesen Öffnungen liegen Bewehrungselemente 39, bei
spielsweise Beton-Stahlstäbe, die als Querbewehrung für die er
härtende Masse 17 dienen, mit der der Zwischenraum zwischen und
unter den Tragelementen 20 ausgefüllt wird und welche die Trag
elemente 20 mit der Tragplatte 13 verbindet.
Man erkennt, daß die obere Auflagefläche 33 der Stützblöcke 50
bei dem in den Fig. 5 und 6 dargestellten Ausführungsbeispiel
eine Neigung 41 hat, die der vorgeschriebenen Querneigung des
Schienenfußes 32 der Schiene 18 bzw. 19 angepaßt ist, unter
welcher der Stützkörper 30 angeordnet ist. Die vorgeschriebene
Querneigung des Schienenfußes kann auch durch entsprechende
Ausgestaltung der Keile berücksichtigt werden. Hierbei können
jedoch leicht Verwechslungen vorkommen, weshalb es günstiger
ist, die Oberfläche der Stützblöcke 50 mit der erforderlichen
Querneigung zu versehen.
In den Fig. 7 und 8 ist eine etwas andere Ausführungsform der
Stützkörper und ihres Zubehörs gezeigt. Bei dieser Ausführungs
form ist der Stützkörper kein massiver Stützblock, sondern wird
einem dreidimensionalen Rahmen 42 aus Kunststoff oder Metall
gebildet, der mehrere Pfosten 43 aufweist, die durch Längswände
44 und durch Querwände 45 ausgesteift sind. Die oberen Enden 46
der Pfosten 43 sind abgerundet und tragen eine Lagerplatte 47
für die Keile 31, von denen der oberste mit seiner Oberfläche
die vorgeschrieben Querneigung des Schienenfußes 32 berücksich
tigt. Statt dessen kann auch die Lagerplatte 47 eine der Quernei
gung 41 des Schienenfußes entsprechende, abgeschrägte Oberflä
che 51 aufweisen. Man erkennt aus den Fig. 7 und 8, daß die
Querwände 45 des dreidimensionalen Rahmens 42 an ihrer Oberseite
Einsenkungen 49 haben, die im Rahmen oben offene Öffnungen bil
den, in die in Querrichtung sich erstreckende Bewehrungselemente
39 eingelegt werden können.
Die nach Art eines dreidimensionalen Rahmens ausgebildeten
Stützkörper 30, die in den Fig. 7 und 8 dargestellt sind, ver
bleiben in der erhärtenden Masse 17, mit der der Zwischenraum
zwischen den Schwellen 20 und der Tragplatte 13 ausgefüllt wird.
Lediglich die Keile 31 und die Lagerplatte 47 werden nach dem
Ausfüllen der Schwellenfächer abgenommen, wobei nur noch die ab
gerundeten oberen Enden 46 der einbetonierten Stützkörper 20 aus
der Oberfläche des Vergußbetones 17 herausragen.
Bei dem weiter oben beschriebenen Herstellungsverfahren wird das
der Tragplatte 13 verlegte Gleis 11 mit der Gleis-Meß- und
Richteinrichtung 10 zunächst vorgerichtet, bevor der endgültige
Richt- und Hebevorgang erfolgt. Unmittelbar anschließend wird
dann das Gleis 11 mit den Stützkörpern 30 und deren Zubehör in
seiner richtigen Lage fixiert, wie dies weiter oben beschrieben
worden ist. Es ist dann zweckmäßig, so schnell wie möglich die
erhärtende Masse 17 in die Tragplatte 13 einzubringen, um das
Gleis 11 endgültig fest mit der Tragplatte zu verbinden, bevor
durch Temperaturänderungen oder andere äußere Einflüsse die ge
naue Ausrichtung des Gleises wieder gestört wird.
Beim endgültigen Verbinden des Gleises 11 mit der Tragplatte 13
wird die erhärtende Masse zweckmäßig in voller Höhe und in einem
einzigen Arbeitsgang eingebracht. Sie kann aber auch in zwei
Schichten 17a und 17b eingebracht werden. Die Tragelemente 20
binden dann schon in die erste, untere Schicht 17a ein und fi
xieren das Gleis 11 mit dem Erhärten dieser ersten Schicht in
seiner Lage. Danach werden bei der Ausführungsform nach Fig. 7
und 8 nur die Keile 31 und die Lagerplatte 47 der Stützkörper
entfernt, bei der Ausführungsform nach Fig. 5 und 6 außerdem
noch die Stützblöcke 50. Hierfür kann zweckmäßigerweise wieder
die Gleis-Meß- und Richteinrichtung 10 verwendet werden, die in
ihrem Lager- und Arbeitsraum 26 die hierfür erforderlichen Hebe
zeuge und Gerätschaften hat.
Danach wird die zweite, obere Schicht 17b der erhärtenden Masse
17 eingebracht, die bis wenig unterhalb der Oberseite der La
gerelemente 20 reicht und mit der zugleich die Ausnehmungen der
der unteren, ersten Schicht 17a ausgefüllt werden, die durch
den Ausbau der Stützkörper 30 entstanden sind.
Die erhärtende Masse 17 kann in voller Höhe oder in beiden
Schichten kontinuierlich eingebracht und in üblicher Weise mit
Rüttelgeräten verdichtet und an ihrer Oberfläche geglättet wer
den.
Bei dem Bauverfahren mit Stützkörpern 30 nach den Fig. 7 und 8,
wird die erhärtende Masse 17 in einem einzigen Arbeitsgang ein
gebracht.
In den Fig. 9 bis 11 ist eine andere Ausführungsform einer fe
sten Fahrbahn 12 gezeigt, bei der die Schienen 18 und 19 nicht
mit durchgehenden Schwellen zu einem Gleisrost verbunden, son
dern durch Einzelstützelemente 52 mit der Tragplatte 13 verbun
den sind. Hierbei bilden diese Einzelstützelemente die Tragele
mente 20 für die Schienen.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 9 bis 11 werden die Schie
nen 18 und 19, wie weiter oben beschrieben, mit der Gleis-Meß- und
Richteinrichtung in ihre endgültige Lage gebracht, in der
sie mit den Stützkörpern 30 unterstützt werden. Die Stützkörper
können, wie zuvor beschrieben, massive Stützblöcke 50 oder auch
dreidimensionale Stützrahmen sein, auf denen wieder Keile 31
angeordnet sind, mit denen die Höhe der Stützkörper veränderbar
ist. Diese Keile liegen jedoch nicht wie bei dem zuvor beschrie
benen Ausführungsbeispiel unmittelbar am Schienenfuß an, sondern
es sind zusätzlich noch Trägerstücke 53 vorgesehen, die zwischen
den Schienenfuß 32 der Schienen 18 und 19 und den Keilen 31 der
Stützkörper 30 angeordnet sind und sich in Querrichtung von
einer Schiene 18 zur anderen 19 erstrecken. Diese Trägerstücke
53 dienen als Abstandhalter und zur Spurweitensicherung des
Gleises beim Messen und Richten und werden mit den Schienen 18
und 19 lösbar verbunden. An ihrer Oberseite haben sie unter den
Schienen 18 und 19 der Schienenquerneigung entsprechende Aufla
gen 54, so daß die Schienen nicht nur seitlich und vertikal,
sondern auch in ihrer gegenseitigen Querneigung durch die tem
poräre Stützeinrichtung fixiert werden.
Nach dem endgültigen Ausrichten des Gleises werden die Schienen
zwischen den Einzelstützelementen 52 durch die Trägerstücke 53
verbunden, die mit dem Schienenfuß verschraubt oder an ihm ange
klemmt werden. Dann werden die Stützkörper unter den Schienen in
Stützstellung gebracht und mit Keilen 31 gegen die Trägerstücke
53 verspannt. Danach wird die erhärtende Masse 17 wieder zweck
mäßig in einer oder zwei übereinanderliegenden Schichten einge
bracht, wobei die Einzelstützelemente 52 in die erhärtende Masse
17 einbinden und die Schienen 18 und 19 in der Lage fixieren, in
die sie mit Hilfe der Richtmaschine 10 und den Stützkörpern und
Trägerstücken gebracht worden sind.
Beim zweischichtigen Einbau können nach dem Erhärten der ersten
Schicht der erhärtenden Masse die Keile 31 gelockert und die
Trägerstücke 53 und anschließend auch die Stützkörper 30 ausge
baut werden, bevor die zweite Schicht der erhärtenden Masse 17
bis zur Oberkante des Troges der Tragplatte 13 eingebracht wird
und der fertige, in Fig. 11 dargestellte Zustand erreicht ist.
Man erkennt, daß bei dieser Ausführungsform eine besondere Spur
weitensicherung im fertig eingebauten Zustand des Gleises nicht
erforderlich ist, sondern daß die erhärtende Masse 17 die Schie
nen des Gleises auch in ihrem richtigen, gegenseitigen Abstand
voneinander hält.
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Verfahren und die
dargestellten Vorrichtungen beschränkt, sondern es sind mehrere
Änderungen und Ergänzungen möglich, ohne den Rahmen der Erfin
dung zu verlassen. Insbesondere kann das erfindungsgemäße Ver
fahren bei allen Konstruktionsvarianten einer festen Fahrbahn
für Schienenfahrzeuge angewandt werden. Es ist nicht nur auf
geraden Strecken, sondern auch in Gleisbögen mit Gleisüber
höhungen und beim Einbau von Weichen und Schienenkreuzungen auf
festen Fahrbahnen einsetzbar.
Bei festen Fahrbahnen, deren Tragplatte weniger druckfest ist,
wie dies bei bestimmten bitumengebundenen Massen der Fall sein
kann, ist es auch möglich, Trägerstücke zu verwenden, die sich
auf den Seitenwänden des Troges oder außerhalb der Tragplatte
auf der hydraulisch gebundenen Tragschicht zusätzlich ab
stützen. In solchen Fällen kann es zweckmäßig sein, auch die
Gleis-Meß- und Richteinrichtung außerhalb des Gleises auf der
hydraulisch gebundenen Tragschicht fahren zu lassen oder we
nigstens beim Richten des Gleises mit abzustützen.
Claims (21)
1. Verfahren zum Herstellen einer festen Fahrbahn für Schienen
fahrzeuge, bei dem auf einer hydraulisch gebundenen Tragschicht
und einer auf dieser angeordneten, im wesentlichen durchgehenden
Tragplatte ein Gleis verlegt wird, dessen mit Tragelementen ver
sehene Schienen mit einer auf dem Gleis fahrenden Gleis-Meß- und
Richteinrichtung auf der Tragplatte ausgerichtet und fixiert
werden und deren Tragelemente dann mit der Tragplatte durch eine
erhärtende Masse verbunden werden, dadurch gekennzeich
net, daß die Schienen (18, 19) beim Einmessen und Richten und
beim Einbringen der erhärtenden Masse (17) in ihrer Flucht und
zwischen ihren Tragelementen (20) auf der Tragplatte (13) mit
Stützkörpern (30) abgestützt werden, die in ihrer Höhe veränder
bar sind und eine ihrer Auflast (L+P) angepaßte Auflage fläche
(33) aufweisen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützkörper (30) nach dem ersten Richten der Schienen
(18, 19) in Vertikal- und Horizontalrichtung unmittelbar vor oder
hinter einem Richtwagen (25) der Gleis-Meß- und Richteinrichtung
(10) in Stützstellung gebracht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Stützkörper (30) und gegebenenfalls ihr
Zubehör (31, 47) von der Gleis-Meß- und Richteinrichtung (10) aus
Stützstellung gebracht werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gleis (11) beim Ein
bringen der Stützkörper (30) in die Stützstellung von der Gleis-Meß- und
Richteinrichtung (10) seitlich exakt ausgerichtet und
einige Millimeter unterhalb seiner vorbestimmten, richtigen Hö
henlage gehalten wird und dann durch Verändern der Höhe der
Stützkörper (30) unter Spannung gesetzt und auf seine richtige
Höhe gebracht wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verändern der Höhe der
Stützkörper (30) und das Hochspannen des Gleises (11) von der
Gleis-Meß- und Richteinrichtung (10) gesteuert wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ausrichtung der
Schienen (18, 19) vor dem Einbringen der erhärtenden Masse (17)
zwischen Tragplatte (13) und Tragelementen (20) mit Hilfe der
über das Gleis (11) fahrenden Gleis-Meß- und Richteinrichtung
(10) nachgemessen wird und die Schienen (18, 19) und ihre
Stützkörper (30) gegebenenfalls nachgerichtet bzw. nachgestellt
werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stützkörper (30)
und/oder ihr Zubehör (31, 47) nach dem Einbringen und Erhärten
mindestens eines Teiles (17a) der erhärtenden Masse (17) ganz
oder teilweise wieder entfernt werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein Teil der Stützkörper (39) in der
erhärtenden Masse (17) eingebettet wird und dort verbleibt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der in der erhärtenden
Masse (17) einzubettende Teil der Stützkörper (30) auf der
Tragplatte (13) festgeklebt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die beiden Schienen (18, 19) zur Spur
weitensicherung des Gleises (10) durch oberhalb der Stützkörper
(30) angeordnete Abstandhalter (53) miteinander verbunden wer
den.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß als Abstandhalter Trägerstücke (53)
verwendet werden, die unter den Schienen (18, 19) angeordnet und
mit diesen lösbar verbunden werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß Trägerstücke (53) verwendet werden, welche unter den Schie
nen der Schienenquerneigung (41) entsprechende Auflagen (54) ha
ben.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß zur Entlastung der Schienen (18, 19) und
Stützkörper (30) beim Einmessen und Richten die Gleis-Meß- und
Richteinrichtung (10) außerhalb des Gleises (11) auf der Trag
platte (13) oder auf der hydraulisch gebundenen Tragschicht (14)
abgestützt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Gleis (11) nach dem Verlegen mit
der Gleis-Meß- und Richteinrichtung (10) zunächst vorgerichtet
wird, bevor der endgültige Richt- und Hebevorgang und das sofort
anschließende Fixieren des Gleises (11) mit den Stützkörpern
(30) und deren Zubehör (31, 47) erfolgt.
15. Stützkörper zur vorübergehenden Abstützung der Schienen ei
nes Gleises auf der Tragplatte einer festen Fahrbahn, insbeson
dere zur Verwendung bei einem Herstellungsverfahren nach einem
der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch einen Stützblock
(50) der so geformt ist, daß die Resultierende aller von einer
Schiene (18, 19) auf ihn übertragenen Lasten und Kräfte in jedem
Horizontalschnitt im Kern des Querschnittes bleibt und gekenn
zeichnet durch mindestens einen, zum Stützblock (30) gehörigen
Keil (31), welcher der Auflast (L+P) angepaßte Auflageflächen
(34) hat.
16. Stützkörper nach Anspruch 15, dadurch gekennzeich
net, daß der Stützblock (50) eine an seiner Unterseite (35)
und/oder an seiner Oberseite offene durchgehende Öffnung
(38, 48, 49) zur Aufnahme von Bewehrungselementen (39) aufweist.
17. Stützkörper nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Stützblock (50) ein massiver Beton- oder
Kunststoffblock ist.
18. Stützkörper nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Stützkörper (30) von einem dreidimensio
nalen Rahmen (42) aus Kunststoff oder Metall gebildet wird, der
mehrere Pfosten (43) aufweist, die durch Längswände (44) und
Querwände (45) ausgesteift sind und mit ihren oberen Enden (46)
Lager für die Keile (31) tragen.
19. Stützkörper nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch
gekennzeichnet, daß die Oberfläche (33) des Stützblockes
(30) oder die Oberfläche (51) der Lagerplatte (47) eine Neigung
(41) hat, die der vorgeschriebenen Querneigung des Schienen
fußes (32) der Schiene (18,19) entspricht, unter welcher der
Stützkörper (30) angeordnet ist.
20. Stützkörper nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auflageflächen (34) der Keile
(31) und die Oberfläche (51) der Lagerplatte (47) rauh ausgebil
det sind und ebenso breit sind wie der Schienenfuß (32).
21. Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 14
und/oder Verwendung der Stützkörper nach einem der Ansprüche 15
bis 20 zum Richten und temporären Fixieren von Weichen oder
Schienenkreuzungen auf einer festen Fahrbahn.
Priority Applications (4)
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| DE1997133500 DE19733500A1 (de) | 1997-08-01 | 1997-08-01 | Verfahren zum Herstellen einer festen Fahrbahn für Schienenfahrzeuge und Stützkörper zum Ausüben des Verfahrens |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE1997133500 DE19733500A1 (de) | 1997-08-01 | 1997-08-01 | Verfahren zum Herstellen einer festen Fahrbahn für Schienenfahrzeuge und Stützkörper zum Ausüben des Verfahrens |
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| DE19733500A1 true DE19733500A1 (de) | 1999-02-18 |
Family
ID=7837824
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997133500 Withdrawn DE19733500A1 (de) | 1997-08-01 | 1997-08-01 | Verfahren zum Herstellen einer festen Fahrbahn für Schienenfahrzeuge und Stützkörper zum Ausüben des Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
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