DE19716994A1 - Küchenspüle - Google Patents
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- E03C1/00—Domestic plumbing installations for fresh water or waste water; Sinks
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Description
Die Erfindung betrifft eine Spüle mit einstückig in den Beckenboden ein
geformte m Siebauflauf, der eine Mehrzahl von Einzellöchern aufweist
und mit einem Verschlußstopfen abzuschließen ist.
Spülen dieser Art sind insbesondere aus Skandinavien bekannt.
In Mitteleuropa werden ansonsten die Ablauflöcher mit Ablaufarmaturen
versehen, bei denen ein mit Einzellöchern versehener Flansch von der
Beckenseite aus in das entsprechende Ablaufloch am Beckenboden ge
steckt wird. Gegen diesen Flansch wird dann auf der Unterseite des
Beckenbodens das Ende des Ablaufrohres mittels einer zentrisch im
Flansch steckenden Schraube festgelegt.
Dies hat den Nachteil, daß sich zwischen dem Flansch und dem Bec
kenboden eine Kante oder Rille bildet, wo sich in unerwünschter Weise
Schmutz sammelt. Eine solche Schmutzsammelstelle wird bei den ein
stückigen, im Beckenboden eingeformten Siebabläufen verhindert.
Die bekannten einstückigen, im Beckenboden eingeformten Siebabläufe
sind aber im wesentlichen mit dem Beckenboden fluchtend, so daß sie
nur schwer abzudichten sind durch flach auf dem Beckenboden auflie
gende Gummiverschlüsse. Bereits ein leichtes Anstoßen dieses Ver
schlusses beim Hantieren im Becken führt zum Verrutschen des Ver
schlusses und damit zu einem unerwünschten Ablaufen des Spülwas
sers.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Spüle derart
weiterzubilden, daß einerseits die guten hygienischen Verhältnisse bei
den eingeformten Siebabläufen gewährleistet bleiben, während gleich
zeitig andererseits eine bessere Fixierung eines Verschlußstopfens er
reicht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Einzellö
cher beckenseitig durch eine vom Beckenboden abgesetzte Dichtfläche
umgeben sind, die mit dem Verschlußstopfen zusammenwirkt.
Durch das Absetzen der Dichtfläche ist zu erreichen, daß der Ver
schlußstopfen nicht mehr im direkten Angriffsbereich beim Hantieren in
nerhalb der Spüle liegt, so daß verhindert ist, daß er versehentlich an
gestoßen und damit verschoben wird.
Vorteilhafterweise liegt dabei die Dichtfläche in einer Ebene, die unter
halb und im wesentlichen parallel zum Beckenboden verläuft. Dadurch
kann eine sehr flache Ausführungsform erreicht werden, die zum einen
fertigungstechnisch unproblematisch ist, andererseits aber auch ohne
größere Schwierigkeiten zu reinigen ist.
Besonders flach kann die Ausführungsform dann gewählt werden, wenn
die Einzellöcher in der Ebene angeordnet sind, in der die Dichtfläche
liegt.
Es liegt aber auch im Sinne der Erfindung, den Siebablauf tropfförmig
mit einem abgestuften Rand auszubilden, womit gegebenenfalls bereits
bekannte Verschlußstopfen entsprechend auch bei den erfindungsge
mäß weitergebildeten Spülen zu verwenden sind.
Hierbei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, daß die Dichtfläche am
Übergang zwischen zwei Stufen angeordnet ist.
In den erfindungsgemäßen Spülen lassen sich insbesondere Verschluß
stopfen verwenden, die eine Weichgummischeibe aufweisen, die an ihrer
Unterseite sich flächig an die die Einzellöcher umgebende Dichtfläche
anlegen. Eine derartige Gestaltung hat den Vorteil, daß bei steigendem
Wasser in der Spüle der sich gleichzeitig erhöhende Wasserdruck auf
den Verschluß wirkt und diesen gegen die Dichtfläche drückt.
Zur besseren Fixierung des Stopfens an der gewünschten Position kann
er an seiner Unterseite mit einem zentrischen Führungsstift versehen
sein, mit dem er in einer entsprechenden Führungsbuchse am Siebab
lauf zu führen ist.
Grundsätzlich kann der Stopfen an seiner Oberseite auch noch einen
Fangkorb tragen, der in seinem Durchmesser an den tropfförmigen Sieb
ablauf angepaßt ist. Damit ist zu erreichen, daß wie bei heutigen Spülen
bereits üblich grober Schmutz vor dem Eintreten in den Ablauf abgefan
gen und so leicht zu entfernen ist.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen. Dabei zeigt
Fig. 1 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Spüle im Bereich
des Ablaufes;
Fig. 2 einen Schnitt durch eine Spüle wie in Fig. 1 mit einem Ver
schlußstopfen mit Fangkorb; und
Fig. 3 einen Schnitt durch eine Spüle wie in Fig. 1, wobei der Sieb
ablauf einen abgestuften Rand aufweist.
In Fig. 1 ist ein Schnitt durch ein Spülbecken 1 dargestellt. Becken die
ser Art werden als Haushaltsspülen in die Arbeitsplatten von Einbaukü
chen eingesetzt. Am Boden des Beckens ist einstückig ein Siebablauf 2
eingeformt, der eine Vielzahl von Einzellöchern 3 aufweist. Unterhalb
des Siebablaufs 2 ist eine Ablaufarmatur 4 an der Unterseite des Bec
kens befestigt. Die Ablaufarmatur 4 wird über einen an ihrer Oberseite
angeformten, mit einer Dichtung 7 versehenen Flansch 6 durch eine
zentrisch angeordnete Hohlschraube 5 gegen einen Dichtungssitz 8 an
der Spülenunterseite gezogen. Dabei stützt sich die Hohlschraube 5 mit
ihrem Kopf 9 auf der beckenseitigen Oberseite des Siebablaufes 2 ab
und ist mit ihrem unteren Ende in eine Muffe 10 geschraubt, die der Ab
laufarmatur zugeordnet ist. Durch entsprechendes Anziehen der Hohl
schraube 5 wird dann die Ablaufarmatur 4 in ihrer Anpressung an die
Unterseite des Beckens eingestellt. An dem dem Becken abgewandten
Ende trägt die Ablaufarmatur ein mit bekannter Steck- und/oder
Schraubvorrichtung befestigtes Abflußrohr 11, durch das aus dem Bec
ken abfließendes Abwasser wegfließt.
Wesentlich bei der Erfindung ist jetzt, daß der Siebablauf 2 auf seiner
dem Becken 1 zugewandten Seite Dichtflächen 17 neben den Einzellö
chern 3 hat, die gegenüber dem normalen Beckenboden 12 abgesetzt
sind. Damit wird erreicht, daß ein Verschlußstopfen 13 sich mit seiner
Unterseite 14 flächig an die Dichtflächen 17 anlegen kann und aufgrund
der Absetzung gegen ein seitliches Verschieben und Verrutschen gesi
chert ist. Dieser Effekt kann weiter verstärkt werden, indem der Ver
schlußstopfen mit einem zentrischen Führungsstift 15 versehen wird, der
im hier dargestellten Beispiel in die Hohlschraube 5 eingesteckt wird.
Die im Verschlußstopfen 13 ausgebildete Ummantelung 16 kann gleich
zeitig als Griff für den Verschlußstopfen verwandt werden.
Insbesondere indem sich die Ebene, in der die Einzellöcher 3 angeord
net sind, unterhalb des eigentlichen Beckenbodens 12 befindet, wird er
reicht, daß bei normalem Hantieren in der Spüle nicht gegen den Ver
schlußstopfen gestoßen wird, da der Verschlußstopfen in dem sich
topfförmig nach unten erstreckenden Siebablauf verschwindet.
Durch die topfförmige Ausbildung liegt die Ebene, in der die Einzellöcher
3 angeordnet sind, unterhalb der Ebene, in der sich die Dichtung 7 er
streckt, welche zwischen der Beckenunterseite und dem Flansch 6 der
den Siebablauf 2 von unten becherförmig umgreifenden Ablaufarmatur 4
positioniert ist.
Aufgrund der topfförmigen Gestaltung des Siebablaufes wird das Ab
wasser an der Dichtung 7 vorbeigeleitet, wodurch diese Dichtung voll
ständig gegenüber dem schmutzigen Abwasser abgeschirmt und somit
haltbarer ist.
In der Fig. 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Verschlußstop
fens dargestellt. Am oberen Ende trägt der Führungsstift hier einen
Fangkorb 18, der mit einer Vielzahl von im wesentlichen radial verlau
fenden Schlitzen 20 versehen ist. Unterhalb dieses Fangkorbes 18 trägt
der Verschlußstopfen eine Weichgummischeibe 19, die sich an ihrer
Unterseite flächig auf die Dichtfläche 17 des Siebablaufes 2 auflegt.
Durch das über dem Verschlußstopfen stehende Wasser wird die
Weichgummischeibe 19 gegen diese Dichtfläche gepreßt und dichtet den
Siebablauf somit ab.
Durch ein leichtes Hochziehen des Verschlußstopfens 15 kann die
Weichgummischeibe von den Dichtflächen wieder abgehoben werden,
woraufhin das Wasser im Becken 1 durch die Schlitze 20 im Fangkorb
18 und durch die Einzellöcher 3 in die Ablaufarmatur 4 bzw. das Abfluß
rohr 11 fließt. Dabei bleiben gröbere Verunreinigungen des Abwassers,
wie z. B. Essensreste etc. im Fangkorb 18 hängen und können separat
entsorgt werden.
Eine weitere Ausgestaltung eines Verschlußstopfens mit Fangkorb sieht
man in Fig. 3. Dort ist der Siebablauf 2 wieder topfförmig in die ihn
übergreifende Ablaufarmatur 4 hineingezogen. Allerdings ist der Rand
des Siebablaufes 4 abgestuft ausgebildet. Damit ergibt sich eine abge
rundete Dichtfläche 21, die im Bereich der Abstufung liegt, wodurch sich
im Prinzip auch bereite bisher verwandte ähnliche Verschlußstopfen
verwenden lassen.
Auch in dieser Ausführungsform ist die Ebene, in der die Einzellöcher 3
des Siebablaufes 2 angeordnet sind, erheblich tieferliegend als die Ebe
ne, in der die Dichtung 7 zwischen der den Siebablauf becherförmig
übergreifenden Ablaufarmatur 4 und der Beckenunterseite liegt.
Zusammenfassend stellt die Erfindung eine produktionstechnisch gün
stig zu lösende Möglichkeit dar, bei Spülen einen Schmutzrand im Be
reich des Ablaufes zu vermeiden, wobei aufgrund der dabei tief in der
Ablaufarmatur liegenden Einzellöcher auch auf der Unterseite der Spüle
eine dauerhafte Dichtvorrichtung zu erreichen ist.
Claims (8)
1. Spüle mit einstückig in den Beckenboden (12) eingeformtem Siebab
lauf (2), der eine Mehrzahl von Einzellöchern (3) aufweist und mit einem
Verschlußstopfen (13) abzuschließen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einzellöcher (3) beckenseitig durch eine vom Beckenboden (12)
abgesetzte Dichtfläche (17) umgeben sind, die mit dem Verschlußstop
fen (13) zusammenwirken.
2. Spüle gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtfläche (17) in einer Ebene liegt, die unterhalb und im we
sentlichen parallel zum Beckenboden (12) verläuft.
3. Spüle gemäß Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einzellöcher (3) in der Ebene angeordnet sind, in der die Dicht
fläche (17) liegt.
4. Spüle gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Siebablauf (2) topfförmig mit einem abgestuften Rand ausgebil
det ist.
5. Spüle gemäß Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtfläche (21) am Übergang zwischen zwei Stufen angeordnet
ist.
6. Verschlußstopfen für eine Spüle gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß er eine sich an ihrer Unterseite (14) flächig an die Dichtfläche (17)
anlegende Weichgummischeibe (13, 19) aufweist.
7. Verschlußstopfen gemäß Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stopfen (13) an seiner Unterseite einen zentrischen Führungs
stift (15) aufweist.
8. Verschlußstopfen gemäß Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß er an seiner Oberseite einen Fangkorb (18) trägt, der in seinem
Durchmesser an den topfförmigen Siebablauf (2) angepaßt ist.
Priority Applications (2)
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| Country | Link |
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| DE19716994B4 (de) | 2007-04-19 |
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| EP0874091A2 (de) | 1998-10-28 |
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