DE19714805A1 - Vorrichtung zum Entstapeln von Transportkisten - Google Patents
Vorrichtung zum Entstapeln von TransportkistenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entstapeln von
Transportkisten.
Derartige Vorrichtungen werden u. a. überall dort benötigt,
wo Transportkisten in Stapeln angeliefert werden und dann
z. B. zum Befüllen, Entleeren oder auch zum anschließenden
Waschen der Transportkisten vor einer Wiederverwendung
vereinzelt werden müssen. Üblicherweise werden hierfür
Entstapelgeräte verwendet, bei welchen vom stehenden Stapel
jeweils die oberste Kiste oder auch die unterste Kiste
einzeln entnommen wird. Ein solches Entstapelgerät ist zum
Beispiel aus der DE-AS 21 43 807 bekannt. Hierbei handelt es
sich um ein Entstapelgerät für Behälter, insbesondere
Flaschenkästen, bei denen der Stapel aufrecht in das
Entstapelgerät gefahren wird und dann jeweils durch
seitliche Greifeinrichtungen der Stapel an der
zweituntersten Kiste ergriffen und angehoben wird und die
unterste Kiste unter dem Stapel weggezogen wird.
Anschließend wird der ergriffene Stapel von der
Greifeinrichtung auf dem Boden abgestellt und dann wiederum
an der neuen, zweituntersten Kiste ergriffen. Dieses
Verfahren wird fortgesetzt, bis der Stapel in sämtliche
Einzelkisten zerlegt ist. Anschließend wird ein neuer Stapel
in das Entstapelgerät eingefahren.
Derartige Entstapelgeräte sind relativ kompliziert und
aufwendig aufgebaut und somit sehr teuer. Sie arbeiten zudem
auch relativ langsam.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum
Entstapeln von Transportkisten zu schaffen, welche eine
einfache und kostengünstige Alternative zu dem bisherigen
Stand der Technik bietet und bei welcher die Transportkisten
schneller entstapelt werden können.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruches 1 gelöst.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird der Stapel so,
wie er üblicherweise ankommt, d. h. stehend, von dem
Stapelaufnahmeteil des in der Aufnahmeposition befindlichen
Stapelträgers aufgenommen. Anschließend wird der
Stapelträger mit dem gesamten Stapel um die horizontale
Achse in die Ausgabeposition geschwenkt und die
Transportkisten dann vom Transportkistenausgabeteil des
Stapelträgers einzeln ausgegeben. In der Ausgabeposition ist
der Stapel vorzugsweise im wesentlichen waagerecht
angeordnet. Prinzipiell ist jedoch auch eine andere
Ausgabeposition möglich, bei der zum Beispiel sich der
Stapel in einer Schräglage oder eventuell auch kopfüber in
der Vorrichtung befindet.
Durch das Verschwenken des gesamten Stapels in die
Ausgabeposition ist es möglich, daß das
Transportkistenausgabeteil die Transportkisten unter
Ausnutzung der Schwerkraft vereinzelt, d. h. die
Transportkisten z. B. einfach an einer Ausgabeseite einzeln
abkippt. Eine komplizierte Greifvorrichtung, welche den
Stapel jeweils an verschiedenen Stellen ergreift, anhebt und
absetzt ist hierbei nicht nötig.
Bei einer besonders einfachen und kostengünstigen
Ausführungsform ist der Stapelträger im wesentlichen von
einem im Querschnitt L-förmigen Tragrahmen gebildet, dessen
kurzer L-Schenkel das Stapelaufnahmeteil und dessen langer
L-Schenkel das Transportkistenausgabeteil bildet. Dieser
Tragrahmen ist vorzugsweise an seinem längeren L-Schenkel
quer zu dessen Längsrichtung um die horizontale Achse
schwenkbar am Gestell gelagert. In der Aufnahmeposition ist
der kürzere L-Schenkel als Stapelaufnahmeteil zur Aufnahme
der stehenden Stapel im wesentlichen waagerecht angeordnet.
In der Ausgabeposition ist der Stapelträger so geschwenkt,
daß der längere L-Schenkel als Transportkistenausgabeteil im
wesentlichen angeordnet ist. Ein zuvor aufgenommener Stapel
befindet sich dann in einer liegenden Position.
Das Stapelaufnahmeteil weist vorzugsweise mehrere, eine
Rollenbahn bildende, quer zu einer Aufnahmerichtung
angeordnete Rollen auf. In der Aufnahmeposition bildet das
Stapelaufnahmeteil dann einfach ein Fortsetzungsstück einer
Rollenbahn oder eines Transportbandes, auf welcher die zu
entstapelnden Transportkistenstapel antransportiert werden.
Selbstverständlich kann aber das Stapelaufnahmeteil auch ein
Transportband aufweisen oder von einer Art Stapelgabel
gebildet sein, auf welche die Transportkistenstapel
aufgeschoben werden. Es kann sich hierbei auch um eine
beliebige Greifeinrichtung handeln, welche den Stapel zum
Beispiel seitlich an der jeweils untersten Kiste ergreift.
Das Transportkistenausgabeteil weist vorteilhafterweise eine
Fördereinrichtung auf, welche den Stapel in der
Ausgabeposition liegend in Stapellängsrichtung, in einer
Ausgaberichtung vom Stapelaufnahmeteil weg zu einem hinteren
Ende des Transportkistenausgabeteils, bewegt. An diesem
hinteren Ende des Transportkistenausgabeteils werden dann
die Kisten einzeln ausgegeben.
Einfacherweise ist die Fördereinrichtung ein sich entlang
des längeren L-Schenkels des L-förmigen Tragrahmens
erstreckendes Transportband. Alternativ kann das
Transportkistenausgabeteil jedoch auch mehrere, eine
Rollenbahn bildende, quer zur Ausgaberichtung hintereinander
angeordnete Rollen aufweisen. Diese Rollen können entweder
angetrieben oder freilaufend sein. Bei der Verwendung von
frei laufenden Rollen kann die Fördereinrichtung zum
Beispiel auch darin bestehen, daß das Aufnahmeteil entlang
des Transportkistenausgabeteils zu dessen hinteren Ende
bewegt wird und den Transportkistenstapel vor sich
herschiebt.
Die Aufgabe kann prinzipiell aber auch einfach durch eine
entsprechende Schwenklage des Stapelträgers erfolgen, wobei
der Stapelträger so angeordnet ist, daß der
Transportkistenstapel eine leichte Schräglage in
Ausgaberichtung aufweist und aufgrund der Schwerkraft zum
hinteren Ende des Transportkistenausgabeteils bewegt wird.
Vorzugsweise weist die Entstapelvorrichtung eine die
Transportkisten einzeln weiterleitende Transportvorrichtung
auf. Diese Transportvorrichtung ist so angeordnet, daß in
der Ausgabeposition des Stapelträgers das hintere Ende des
Transportkistenausgabeteils in einer vorgegebenen Position
zu einer vorderen Kante der Transportvorrichtung angeordnet
ist. Hierbei ist die vordere Kante als Anschlagkante für die
Transportkisten in einem vorgegebenen Abstand hinter und
über dem hinteren Ende des Transportkistenausgabeteils
angeordnet. Der Höhenabstand der Anschlagkante zum hinteren
Ende des Transportkistenausgabeteils ist so gewählt, daß die
Anschlagkante sich ca. auf einem Drittel der Höhe einer auf
einer Seitenfläche stehenden Kiste befindet. Der horizontale
Abstand zwischen Anschlagkante und dem hinteren Ende des
Transportkistenausgabeteils beträgt vorzugsweise etwas
weniger als eine Transportkistenhöhe. Bei einem Transport
der Transportkisten auf dem Transportkistenausgabeteil zum
hinteren Ende hin kippt dann die jeweils letzte Kiste beim
Erreichen des Endes um und schlägt gegen die Anschlagkante
an. Beim Anschlagen an der Anschlagkante befindet sich die
Kiste in einer Schräglage. Da die Anschlagkante sich im
unteren Drittel der Kiste befindet, liegt der Schwerpunkt
der Kiste hinter der Anschlagkante, so daß die
Transportkiste sich an der Anschlagkante überschlägt und
dann kopfüber auf der Transportvorrichtung weitergeleitet
wird.
Insbesondere bei der Verwendung einer solchen
Entstapelvorrichtung vor einer Reinigungseinrichtung für
gebrauchte Transportkisten werden somit mit der
Entstapelvorrichtung mehrere Funktionen auf einmal erfüllt.
Üblicherweise werden die verwendeten Transportkisten mit der
Öffnung nach oben angeliefert. In der Reinigungsvorrichtung,
zum Beispiel einer Durchlaufspülmaschine, müssen sich die
Transportkisten jedoch in einer umgedrehten Position, d. h.
mit der Öffnung nach unten, befinden. Zudem befinden sich
häufig in den Transportkisten noch gröbere Verschmutzungen,
welche durch ein Ausschlagen der Kiste entfernt werden
können. Diese drei Funktionen werden bei den herkömmlichen
Stapelvorrichtungen durch einzelne Maschinen oder von Hand
durchgeführt. Bei der erfindungsgemäßen Entstapelvorrichtung
werden diese Funktionen gleichzeitig mit dem Entstapeln
automatisch ohne weiteren Aufwand durchgeführt, d. h. die
Kisten werden entstapelt, an der Anschlagkante ausgeschlagen
und kopfüber weiter transportiert. Unter der Anschlagkante
der Transportvorrichtung kann vorzugsweise ein
Auffangbehälter angeordnet sein, um die ausgeschlagenen
Reste und Schmutzteile aufzufangen.
Zur Einstellung der Entstapelungsvorrichtung bzw. der
Transportvorrichtung auf unterschiedliche
Transportkistenformate ist die vordere Kante der
Transportvorrichtung bezüglich ihrer Position zum hinteren
Ende des Transportkistenausgabeteils verstellbar und
fixierbar. Die Transportvorrichtung ist vorzugsweise eine
einfache Rollenbahn, welche von der vorderen Kante aus in
einer Transportrichtung schräg nach hinten unten verläuft.
Hierbei werden die Transportkisten einfach aufgrund der
Schwerkraft auf der schrägen Ebene weitergeleitet, so daß
ein Antrieb der Rollenbahn nicht nötig ist.
Selbstverständlich kann jedoch auch eine angetriebene
Rollenbahn, ein Transportband, od. dgl. verwendet werden.
Die Anschlagkante wird vorzugsweise einfach durch die
vordere Rolle gebildet.
Zusätzlich kann die erfindungsgemäße
Entstapelungsvorrichtung auch eine Vereinzelungsvorrichtung
aufweisen, welche die Vereinzelung der Transportkisten am
hinteren Ende des Transportkistenausgabeteils unterstützt.
Dies kann zum Beispiel dann nötig sein, wenn relativ billige
Transportkisten verwendet werden, die nicht sehr maßhaltig
sind und welche dazu neigen, daß sich die üblicherweise am
Boden einer Transportkiste befindlichen Sockel, welche
jeweils in die Öffnung einer darunter befindlichen
Transportkiste eingreifen, in dieser Öffnung festklemmen.
Bei einer besonders einfachen Ausführungsform besteht die
Vereinzelungsvorrichtung aus einem in der Ausgabeposition
über oder an dem hinteren Ende des
Transportkistenausgabeteils angeordneten Impulsgeber,
welcher jeweils die auszugebende Transportkiste anstößt, und
einem dem Impulsgeber vorgeschalteten Stopper, welcher die
der auszugebenden Transportkiste nächstfolgenden
Transportkiste festhält. Der Impulsgeber ist hierbei
vorzugsweise ein senkrecht zur Ausgaberichtung rotierbar
angeordnetes Flügelrad. Die Flügelanzahl entlang des Umfangs
des Flügelrades, die Länge der Flügel, der Abstand der
Drehachse zur Kiste und die Rotationsgeschwindigkeit des
Flügelrades sind derart gewählt, daß jeweils ein Flügel
gerade eine Kiste anstößt. Der Stopper kann entweder ein
Klemmelement sein, welches die nächstfolgende Kiste genau in
dem Moment wo ein Flügel die erste Kiste anstößt, auf dem
Transportband kurzzeitig festklemmt. Es kann sich aber auch
einfach um einen Riegel handeln, welcher zum Beispiel gegen
eine Verstärkungsrippe oder in einen Griff der Kiste
eingreift.
Die Vereinzelungsvorrichtung, d. h. der Impulsgeber und/oder
der Stopper sind vorzugsweise in der Ausgabestellung des
Stapelträgers über das Ende des Transportkistenausgabeteils
schwenkbar angeordnet.
Die erfindungsgemäße Entstapelungsvorrichtung ist somit in
der einfachsten Form extrem günstig aufgebaut. Zu einer
vollautomatischen Funktion wird lediglich ein Schwenkantrieb
zum Verschwenken des Stapelträgers sowie ggf. ein Antrieb
für das Transportband des Transportkistenausgabeteils
benötigt. Die Steuerung der gesamten Vorrichtung kann zum
Beispiel über entsprechend angeordnete Lichtschranken,
Endabschalter, od. dgl., durchgeführt werden, welche jeweils
die Position des Stapelträgers registrieren und zum Beispiel
feststellen, ob sich auf dem Transportkistenausgabeteil noch
eine Transportkiste befindet. Die Vereinzelung der
Transportkisten, das Ausschlagen der Transportkisten und ein
Umdrehen der Transportkisten erfolgt alleine durch eine
Ausnutzung der Schwerkraft, d. h. durch eine entsprechend
günstige Lage des Transportkistenstapels in der
Ausgabeposition und durch eine entsprechend gewählte
Position der die Transportkisten weiterleitenden
Transportvorrichtung.
Die Erfindung wird im folgenden unter Hinweis auf die
beigefügten Zeichnungen anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es stellen dar:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung in der
Aufnahmeposition,
Fig. 2 eine schematische Seitenansicht der Vorrichtung
gemäß Fig. 1 in der Ausgabeposition (die
verschiedenen Zwischenpositionen einer
Transportkiste am Ende des
Transportkistenausgabeteils sind gestrichelt
dargestellt).
Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung (1) zum Entstapeln von Transportkisten (2, 2a,
2b, 2c). Die Vorrichtung (1) weist einen im wesentlichen von
einem im Querschnitt L-förmigen Tragrahmen (9) gebildeten
Stapelträger (5) auf. Der Tragrahmen (9) ist an seinem
längeren L-Schenkel (8) ungefähr mittig, quer zu dessen
Längsrichtung um eine horizontale Achse (4) schwenkbar an
einem Gestell (3) gelagert.
Der kurze L-Schenkel (7) des Tragrahmens (9) bildet das
Stapelaufnahmeteil (7) und weist mehrere, eine Rollenbahn
bildende, parallel zur Drehachse (4) liegende Rollen (10)
auf. Der lange L-Schenkel bildet das
Transportkistausgabeteil (8) mit einem sich längs des
L-Schenkels erstreckenden, vom Stapelaufnahmeteil (7) zu einem
freien Ende (12) des Transportkistenausgabeteils (8)
verlaufenden Transportband (11).
In der in Fig. 1 gezeigten Darstellung befindet sich der
Stapelträger (5) in einer Aufnahmeposition. Hierbei ist der
kürzere L-Schenkel (7), d. h. das Stapelaufnahmeteil (7),
waagerecht angeordnet und der längere L-Schenkel (8), d. h.
das Transportkistenausgabeteil (8), steht senkrecht. Die
Transportkistenstapel (6) werden über eine Rollenbahn (25)
der Entstapelvorrichtung (1) zugeführt. Die Rollenbahn (25)
ist hierzu passend zu dem in der Aufnahmeposition
befindlichen Stapelaufnahmeteil (7) ausgerichtet, d. h. das
Stapelaufnahmeteil (7) bildet quasi ein letztes Stück der
Rollenbahn (25).
Zum Entstapeln wird ein Stapel (6) auf das
Stapelaufnahmeteil (7) so weit aufgeschoben, bis der Stapel
(6) mit einer Seite am Transportband (11) des
Transportkistenausgabeteils (9) anliegt. Anschließend wird
der gesamte Stapelträger (5) mit dem Transportkistenstapel
(6) in die Ausgabeposition geschwenkt. In dieser
Ausgabeposition ist der längere L-Schenkel (8) als
Transportkistenausgabeteil (8) waagerecht angeordnet und der
kürzere L-Schenkel, d. h. das Stapelaufnahmeteil (7), steht
senkrecht (siehe Fig. 2). Das Verschwenken kann sowohl über
einen Antrieb (nicht dargestellt) als auch von Hand
erfolgen. Am Gestell (3) befinden sich jeweils Anschläge
oder Endabschalter, durch welche die Aufnahmeposition und
die Ausgabeposition vorgegeben werden.
Die nun als ein zusammenhängender liegender Stapel (6) auf
dem Transportband (11) des Transportkistenausgabeteils (8)
befindlichen Transportkisten (2a, 2b, 2c, 2) können dann
durch eine Bewegung des Transportbandes (11), d. h. durch
ein Verschieben des gesamten Stapels in Stapellängsrichtung,
in einer Ausgaberichtung (RB) vom Stapelaufnahmeteil (7) weg
zu einem hinteren Ende (12) des Transportkistenausgabeteils
(8), bewegt und dort einzeln ausgegeben werden. Hinter dem
hinteren Ende (12) des Transportkistenausgabeteils (8)
befindet sich eine Transportvorrichtung (13) in Form einer
schräg nach hinten in Ausgaberichtung (RB) und nach unten
laufenden Rollenbahn (13). Die vordere Kante (14) der
Rollenbahn (13) ist als Anschlagkante (14) für die
Transportkisten (2, 2a, 2b, 2c) bezüglich ihrer Position zum
hinteren Ende (12) des Transportkistenausgabeteils (8)
verstellbar und fixierbar. Die Rollenbahn (13) ist hierzu an
beiden Seiten an jeweils zwei hintereinander angeordneten
Ständern (15, 24) befestigt, wobei die Rollenbahn (13) an
den in Ausgaberichtung (RB) jeweils hinteren Ständern (24)
an einer Achse (18) drehbar angeordnet ist und an den in
Ausgaberichtung (RB) vorderen Ständern (15) höhenverstellbar
befestigt wird. Hierzu weist der Ständer (15) entlang seiner
Höhe in verschiedenen Rasterabständen Löcher (17) auf, in
welche an der Rollenbahn (13) angeordnete
Befestigungselemente (16) festgelegt werden. Die vordere
Anschlagkante (14) der Transportvorrichtung (13) ist
bezüglich dem hinteren Ende (12) des
Transportkistenausgabeteils (8) so eingestellt, daß die
Anschlagkante (14) oberhalb und hinter dem hinteren Ende
(12) des Transportbandes (11) liegt.
Zur Ausgabe der Transportkisten (2, 2a, 2b, 2c) werden nun
die Transportkisten (2, 2a, 2b, 2c) auf dem Transportband
(11) in der Ausgaberichtung (RB) transportiert. Am hinteren
Ende (12) des Transportkistenausgabeteils (8) kippen dann
zwangsläufig die Transportkisten (2, 2a, 2b, 2c) vom
Transportband (11), schlagen an der vorderen Kante (14) der
Rollenbahn (13) an, überschlagen sich an dieser und liegen
dann mit der zuvorigen Oberseite der Kiste auf der
Rollenbahn (13) auf und werden durch die Schräglage der
Rollenbahn (13) in der Transportrichtung (RC) einzeln weiter
transportiert. Die Anschlagkante (14) wird in dem
vorliegenden Ausführungsbeispiel einfach durch die erste
Rolle der Rollenbahn (13) gebildet. Die Höhe der
Anschlagkante (14) ist so gewählt, daß die jeweilige, auf
einer Seitenfläche stehende Transportkiste (2, 2a, 2b, 2c)
ungefähr in ihrem unteren Drittel an der Anschlagkante (14)
anschlägt. Damit ist dafür gesorgt, daß der Schwerpunkt der
Transportkiste (2, 2a, 2b, 2c) so liegt, daß sich die
Transportkiste (2, 2a, 2b, 2c) sicher an der Anschlagkante
(14) überschlägt, die nacheinanderfolgenden Transportkisten
(2, 2a, 2b, 2c) aber nicht übereinander stürzen, d. h. auf
der Rollenbahn (13) einzeln liegend weitertransportiert
werden können.
Die Transportkistenstapel (6) werden zum Entstapeln hierzu
vorzugsweise so auf das Stapelaufnahmeteil (7) des
Stapelträgers (5) gestellt, daß sie mit einer schmaleren
Seitenfläche am Transportband (11) des
Transportkistenausgabeteils (8) anliegen bzw. aufliegen. Das
Transportband (11) des Transportkistenausgabeteils (8) kann
mit einer entsprechend eingestellten Geschwindigkeit
kontinuierlich oder auch schrittweise angetrieben werden.
Unter der Anschlagkante (14) der Transportvorrichtung (13)
bzw. dem hinteren Ende (12) des Transportkistenausgabeteils
(9) befindet sich ein sogenannter Kutterwagen (19) als
Auffangbehälter (19) für Schmutzreste und dgl., die beim
Anschlagen der Transportkisten (2, 2a, 2b, 2c) an die
Anschlagkante (14) aus der Transportkiste (2, 2a, 2b, 2c)
herausgeschlagen werden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Entstapeln von
Transportkisten bietet somit in einem Arbeitsgang gleich
drei Funktionen auf einmal. Die Transportkisten (2, 2a, 2b,
2c) werden gleichzeitig entstapelt, von groben
Verunreinigungen befreit und umgedreht. Sie eignet sich
prinzipiell zur Entstapelung von allen Sorten von
Transportkisten. In dem in den Figuren gezeigten
Ausführungsbeispiel handelt es sich um Transportkisten des
genormten Typs E2.
Bei einer Verwendung von billigeren Kistentypen können die
Transportkisten (2, 2a, 2b, 2c) aufgrund ihrer schlechten
Maßhaltigkeit dazu neigen, sich mit ihrem üblicherweise
vorhandenen Sockel in der jeweiligen Öffnung der darunter
befindlichen Transportkiste (2, 2a, 2b, 2c) festzuklemmen.
Um ein derartiges Verklemmen bei solchen Kistentypen zu
vermeiden, weist die erfindungsgemäße Vorrichtung in dem in
den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel eine
zusätzliche Vereinzelungsvorrichtung (20) auf. Diese
Vereinzelungsvorrichtung (20) besteht aus einem Impulsgeber
(21) in Form eines Flügelrads (21) und einem in
Ausgaberichtung (RA) davor angeordneten Stopper (23). Das
Flügelrad (21) dreht sich hierbei um eine zur
Ausgaberichtung (RB) senkrechte Achse (22). Der Stopper (23)
und das Flügelrad (21) sind an einem schwenkbaren Trägerarm
(26) angeordnet, welcher an einem oberen Ende eines nach
oben verlängerten, vorderen Ständers (15) der Rollenbahn
(13) befestigt ist. Mittels dieses Trägerarms (26) sind der
Stopper (23) und das Flügelrad (21) zur Ausgabe der
Transportkisten (2, 2a, 2b, 2c) über das hintere Ende (12)
des in der Ausgabeposition befindlichen
Transportkistenausgabeteils (9) schwenkbar (siehe Fig. 2).
Das Flügelrad (21) greift beim Vereinzeln jeweils mit einem
Flügel hinter eine Verstärkungsrippe der als nächstes
auszugebenden Kiste (2b) und stößt diese an. Die der
auszugebenden Transportkiste (2b) nächstfolgende
Transportkiste (2c) wird hierbei durch den Stopper (23)
kurzzeitig festgehalten, so daß die beiden Transportkisten
(2b, 2c) voneinander gelöst werden. Der Stopper (23) und das
Flügelrad (21) werden hierbei jeweils über eine
Steuereinrichtung entsprechend mit dem Transportband (11)
synchronisiert betrieben.
Die gesamte Entstapelvorrichtung (1) kann prinzipiell
vollautomatisch über die Steuerung betrieben werden, wobei
z. B. Endabschalter, Lichtschranken, od. dgl. verwendet
werden können um die jeweilige Position des Stapelträgers
(5) zu bestimmen und um festzustellen, ob sich auf dem
Transportband (11) noch eine Kiste befindet bzw. ob beim
Aufnehmen eines Transportkistenstapels (6) der
Transportkistenstapel (6) richtig positioniert ist.
Die gesamte Vorrichtung (1) bzw. der Stapelträger (5) und
das Gestell (3) können prinzipiell beliebig breit gemacht
werden, so daß es auch möglich ist, mehrere Stapel (6)
gleichzeitig parallel zu entstapeln. Dementsprechend muß
natürlich auch die zuführende Rollenbahn (25) sowie die die
Transportkisten (2, 2a, 2b, 2c) weiterleitende
Transportvorrichtung (13) entsprechend konstruiert sein. Es
ist selbstverständlich auch möglich, mehrere
Stapelvorrichtungen (1) mit einer Breite für jeweils einen
Kistenstapel (6) nebeneinander anzuordnen und diese in
versetzten Zyklen zueinander arbeiten zu lassen, so daß
kontinuierlich Transportkistenstapel (6) entstapelt werden
können, d. h. daß zum Beispiel auf einem ersten Stapelträger
(5) ein Stapel gerade nach hinten ausgegeben wird, während
auf einem parallel dazu angeordneten Stapelträger (5) ein
neuer Transportkistenstapel (6) aufgenommen wird. Hierbei
können selbstverständlich auch mehrere Stapelträger (5) um
eine gemeinsame Achse (4) in einem Gestell (3) schwenkbar
angeordnet sein und von einer gemeinsamen Steuervorrichtung
angesteuert werden.
Claims (18)
1. Vorrichtung (1) zum Entstapeln von Transportkisten (2,
2a, 2b, 2c), gekennzeichnet durch ein Gestell (3) mit einem
daran um eine horizontale Achse (4) schwenkbar gelagerten
Stapelträger (5) mit einem in einer Aufnahmeposition einen
Transportkistenstapel (6) aufnehmenden Stapelaufnahmeteil
(7) und einem die Transportkisten (2, 2a, 2b, 2c) in einer
Ausgabeposition einzeln ausgebenden
Transportkistenausgabeteil (8).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Transportkistenausgabeteil (8) die Transportkisten
(2, 2a, 2b, 2c) unter Ausnutzung der Schwerkraft vereinzelt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Stapelträger (5) im wesentlichen von
einem im Querschnitt L-förmigen Tragrahmen (9) gebildet ist,
dessen kurzer L-Schenkel (7) das Stapelaufnahmeteil (7) und
dessen langer L-Schenkel (8) das Transportkistenausgabeteil
(8) bildet.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Tragrahmen (9) an seinem längeren L-Schenkel (8)
quer zu dessen Längsrichtung um die horizontale Achse (4)
schwenkbar am Gestell (3) gelagert ist und in der
Aufnahmeposition der kürzere L-Schenkel (7) als
Stapelaufnahmeteil (7) im wesentlichen waagerecht angeordnet
ist und in der Ausgabeposition der längere L-Schenkel (8)
als Transportkistenausgabeteil (8) im wesentlichen
waagerecht angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Stapelaufnahmeteil (7) mehrere eine Rollenbahn bildende,
quer zu einer Aufnahmerichtung (RA) angeordnete Rollen (10)
aufweist.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Transportkistenausgabeteil (8) eine Fördereinrichtung (11)
aufweist, welche den Stapel (6) in der Ausgabeposition
liegend in Stapellängsrichtung, in einer Ausgaberichtung
(RB) vom Stapelaufnahmeteil (7) weg zu einem hinteren Ende
(12) des Transportkistenausgabeteils (8), bewegt.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Transportkistenausgabeteil mehrere eine Rollenbahn bildende,
quer zur Ausgaberichtung hintereinander angeordnete Rollen
aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fördereinrichtung (11) ein Transportband (11) ist.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe eine die
Transportkisten (2, 2a, 2b, 2c) einzeln weiterleitende
Transportvorrichtung (13) aufweist und daß in der
Ausgabeposition das hintere Ende (12) des
Transportkistenausgabeteils (8) in einer vorgegebenen
Position zu einer vorderen Kante (14) der
Transportvorrichtung (13) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die vordere Kante (14) der Transportvorrichtung (13) als
Anschlagkante (14) für die Transportkisten (2, 2a, 2b, 2c)
in einem vorgegebenen Abstand hinter und über dem hinteren
Ende (12) des Transportkistenausgabeteils (8) angeordnet
ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die vordere Kante (14) der
Transportvorrichtung (13) bezüglich ihrer Position zum
hinteren Ende (12) des Transportkistenausgabeteils (8)
verstellbar und fixierbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Transportvorrichtung (13) eine
Rollenbahn (13) ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Transportvorrichtung (13) von der
vorderen Kante (14) aus in einer Transportrichtung (RC)
schräg nach unten verläuft.
14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe eine
Vereinzelungsvorrichtung (20) aufweist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vereinzelungsvorrichtung (20) aus einem in der Ausgabeposition über oder an dem hinteren Ende (12) des Transportkistenausgabeteils (8) angeordneten Impulsgeber (21), welcher jeweils eine auszugebende Transportkiste (2b) anstößt,
und einem dem Impulsgeber (21) vorgeschalteten Stopper (23), welcher die der auszugebenden Transportkisten (2c) nächstfolgende Transportkiste (2b) festhält, besteht.
daß die Vereinzelungsvorrichtung (20) aus einem in der Ausgabeposition über oder an dem hinteren Ende (12) des Transportkistenausgabeteils (8) angeordneten Impulsgeber (21), welcher jeweils eine auszugebende Transportkiste (2b) anstößt,
und einem dem Impulsgeber (21) vorgeschalteten Stopper (23), welcher die der auszugebenden Transportkisten (2c) nächstfolgende Transportkiste (2b) festhält, besteht.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß der Impulsgeber (21) ein senkrecht zur Ausgaberichtung
(RB) rotierbar angeordnetes Flügelrad (21) ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch
gekennzeichnet, daß der Impulsgeber (21) und/oder der
Stopper (23) in der Ausgabestellung des Stapelträgers (5)
über das Ende (12) des Transportkistenausgabeteils (8)
schwenkbar ist.
18. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß unter der
Anschlagkante (14) der Transportvorrichtung (13) ein
Auffangbehälter (19) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997114805 DE19714805A1 (de) | 1997-04-10 | 1997-04-10 | Vorrichtung zum Entstapeln von Transportkisten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997114805 DE19714805A1 (de) | 1997-04-10 | 1997-04-10 | Vorrichtung zum Entstapeln von Transportkisten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19714805A1 true DE19714805A1 (de) | 1998-10-15 |
Family
ID=7826004
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997114805 Withdrawn DE19714805A1 (de) | 1997-04-10 | 1997-04-10 | Vorrichtung zum Entstapeln von Transportkisten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19714805A1 (de) |
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